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Ă–KO-TEST: Bananen
Fair gewinnt

Konventionelle Bananen enthalten jede Menge Pestizide. Darauf macht das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen Januar-Ausgabe aufmerksam. Das ist vor allem für die Menschen in den Anbauländern ein Problem. Denn das Versprühen der Pestizide geht nicht spurlos an der Gesundheit der Menschen im Bananenanbau vorbei. Dazu kommen noch schlechte Arbeitsbedingungen. Das Verbrauchermagazin empfiehlt, Bio-Bananen mit dem Fairtrade-Siegel zu kaufen.

ÖKO-TEST hat Bananen von 22 Anbietern auf ein breites Spektrum an Pestiziden untersuchen lassen. Bei den konventionellen Produkten wurde das Labor durchweg fündig. Fast alle enthalten die besonders bedenklichen Pestizide Imazalil und/oder Bifenthrin. Laut dem europäischen Gefahrenstoffrecht gelten beide Substanzen als möglicherweise krebserzeugend. Da die Bananen ungeschält untersucht wurden, befindet sich vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale, also nicht im essbaren Anteil. Die Bio-Produkte sind dagegen fast immer frei von Rückständen; nur bei dem Bio-Produkt eines Discounters stellte das Labor zwei Pestizide in Gehalten über dem Bio-Orientierungswert fest.

Die Pestizide werden im konventionellen Bananenanbau oft mithilfe von Flugzeugen versprüht. Aufgrund von Verwehungen kann es vorkommen, dass die Spritzmittel auch in angrenzenden Wohngebieten landen oder sich in der Umwelt anreichern. Schutzausrüstungen wie Masken und Anzüge sind nur für die Arbeiter vorgeschrieben, die Pestizide ausbringen. Andere Mitarbeiter sind oft weniger gut geschützt und kommen mit den Pestiziden in Kontakt. Das wirkt sich auf deren Gesundheit aus, wie die Studie einer österreichischen Ärzteorganisation zu Bananenplantagen in Ecuador nahelegt. Die Beschäftigten im Bananenanbau leiden zudem unter schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen, die manchmal noch nicht einmal existenzsichernd sind. ÖKO-TEST rät Verbrauchern daher, Bio-Bananen mit dem Fairtrade-Siegel zu kaufen. Dieses Label garantiert, dass die Produzenten angemessene Preise erhalten und unter fairen Bedingungen arbeiten. Das Siegel der Rainforest Alliance, mit dem viele konventionelle Bananen ausgezeichnet sind, ist weniger umfassend. Es steht für die Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte und erlaubt immer noch zu viele hochgiftige Pestizide.

Das Ă–KO-TEST-Magazin Januar 2018 gibt es seit dem 28. Dezember 2017 im Zeitschriftenhandel.
 
 

 
Ă–KO-TEST-Magazin Januar 2018
Die Januar-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es seit dem 28. Dezember 2017 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Bananen
Konventionelle Bananen enthalten jede Menge Pestizide wie das krebsverdächtige Imazalil und/oder Bifenthrin. Das ist vor allem für die Menschen in den Anbauländern ein Problem. Denn das Versprühen der Pestizide geht nicht spurlos an der Gesundheit der Menschen im Bananenanbau vorbei. Dazu kommen teilweise noch schlechte Arbeitsbedingungen und eine karge Entlohnung.

Test: Knetmassen
Das Problem der getesteten Stangen-Kneten sind aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, so genannte MOAH, von denen einige krebsverdächtig und womöglich erbgutschädigend sind. In zwei Marken fand das Labor Formaldehyd/-abspalter. Dazu kommen teilweise noch andere Schadstoffe wie der krebsverdächtige Farbstoffbaustein Anilin.

Test: Lippenpflegestifte
Neun Lippenpflegeprodukte im Test bestehen zu einem mehr oder weniger großen Teil aus Paraffinen, was sich durch den Nachweis von zum Teil mehr als 50 Prozent gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen im Labor bestätigte. Diese können sich im menschlichen Fettgewebe und der Leber anreichern und möglicherweise zu Organschäden führen. Dazu kommen teilweise krebsverdächtige aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe. Weitere Kritikpunkte: allergene Duftstoffe sowie hormonell wirksame chemische UV-Filter.

Test: Schlankheitsmittel
Dass mit Fettbindern, Appetitzüglern und Fett-Burnern das Abnehmen klappt, ist nicht belegt. Bis auf das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Orlistat schneiden alle Produkte im Test mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Orlistat ist der einzige Wirkstoff, der in Arzneimitteln zur ausschließlichen Behandlung von Übergewicht zum Einsatz kommt. Er hemmt die Spaltung der Fette im Dünndarm, sodass der Körper weniger Fett und Kalorien aufnimmt. Die Wirkung von Orlistat ist ausreichend belegt. Uneingeschränkt empfehlenswert für eine langfristige Gewichtsabnahme ist das Arzneimittel mit diesem Wirkstoff aber nicht.

Test: Hustenmittel
Hustenmittel können die Infektion nicht heilen. Sie können höchstens zur Linderung der Symptome beitragen. Allerdings ist nur für wenige Produkte eine lindernde Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht hinreichend belegt. Letztendlich sind sie alle nicht nötig, um den Husten loszuwerden. Unter den nicht rezeptpflichtigen Wirkstoffen ist Dextromethorphan am ehesten geeignet, den trockenen Hustenreiz zu dämpfen. Nicht zweifelsfrei belegt ist die Wirkung der pflanzlichen Wirkstoffe Spitzwegerichkraut und Eibischwurzel.

Test: Multischleifer
Für gelegentliche Arbeiten hält der Handel relativ günstige Multischleifer bereit, die besonders vielfältig einsetzbar sein sollen. Diese gelten als Generalisten unter den elektrischen Schleifwerkzeugen und dürften deshalb vor allem für Hobbyhandwerker interessant sein. In der Schleifleistung unterscheiden sich die acht getesteten Geräte überraschend deutlich voneinander. Leider verschlechtern auch die leistungsstärkeren Multischleifer ihr Gesamturteil durch schädliche Inhaltsstoffe.

Test: Vergleichsportale fĂĽr Zahnzusatzversicherungen
Wer eine günstige und leistungsstarke private Zahnzusatzversicherung sucht, sollte sich nicht auf die Vergleichsportale im Internet verlassen. Denn der Test zeigt, dass diese nicht alle wirklich leistungsstarken Tarife ausweisen. Teilweise listen diese auch falsche Prämien auf, weil scheinbar Beiträge nicht aktualisiert wurden. Auch beim Transparenztest fallen alle Vergleichsportale durch.
 
 

NABU verleiht Bauernpräsident Rukwied
Dino des Jahres / Foto: nabu, Klemens Karkow
 
NABU verleiht Bauernpräsident Rukwied "Dinosaurier des Jahres 2017"
Negativ-Preis fĂĽr rĂĽcksichtslose Blockade einer umweltfreundlicheren Agrarpolitik

Berlin – Der NABU hat Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), mit dem „Dinosaurier des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Der DBV-Chef erhält Deutschlands peinlichsten Umweltpreis für seine rücksichtslose Blockade einer umweltfreundlichen Agrarreform. Der DBV-Präsident streitet die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft für das Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bekämpft regelmäßig alle Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der Agrarpolitik. Neben seiner Funktion beim DBV ist Rukwied auch Chef des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg und Präsident des europäischen Agrarverbandes COPA.

„Die Öffentlichkeit ist erschüttert über die erneute Zulassung für Glyphosat, über zu viel Nitrat im Grundwasser und das drastische Insekten- und Vogelsterben – doch Herr Rukwied hält unbeirrt an seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So setze er auch die Zukunft vieler Bäuerinnen und Bauern aufs Spiel: Denn schwinde die gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft, versiege langfristig auch die Förderung aus der Staatskasse. Die von Rukwied vehement verteidigten Pauschalsubventionen pro Fläche seien zudem nachweislich kein geeignetes Mittel, um das Höfesterben aufzuhalten.

Der NABU hatte bereits 2001 Rukwieds Vorgänger an der DBV-Spitze, Gerhard Sonnleitner, mit dem Negativ-Preis für seine konsequente Bremsleistung in Sachen Agrarwende bedacht. Seither hat sich nichts verbessert, im Gegenteil: „Der Zustand von Wiesen und Weiden hat sich dramatisch verschlechtert, die Bestände von Feldvögeln wie Kiebitz und Feldlerche befinden sich ungebremst im freien Fall“, so Tschimpke weiter. Das Szenario des „stummen Frühlings“ sei keine Panikmache der Naturschützer, sondern werde in großen Teilen unserer Agrarlandschaft zunehmend Realität. „Rebhuhn, Feldhamster und vielen anderen ehemaligen Allerweltsarten fehlt inzwischen der Lebensraum. Sie drohen auszusterben. Gleichzeitig verlieren wir die auch für die Landwirtschaft wichtigen Insekten als Bestäuber und Regulatoren von Schädlingen“, so Tschimpke.

Das Motto des diesjährigen Bauerntages lautete „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Der DBV-Präsident habe bislang weder erkennen lassen, dass er an einem ernsthaften Dialog mit Naturschützern interessiert sei, noch an einer zukunftsfähigen Politik. Stattdessen würden wissenschaftliche Studien, die das Insektensterben belegen, vom DBV kleingeredet und relativiert. Statt ökologische Herausforderungen anzunehmen, propagiere Rukwied die Branche sei bereits nachhaltig – wenn es denn Umweltprobleme gäbe, dann seien dafür andere Entwicklungen schuld.

Mit fast 40 Prozent ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der größte Posten des EU-Haushalts. Sie ist jedoch hochgradig ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur eine aktuelle Fitness-Check-Studie der europäischen Umweltverbände. Auch der Europäische Rechnungshof bestätigt, dass selbst die jährlich zwölf Milliarden Euro des sogenannten „Greening“ der GAP keine nennenswerte Wirkung für die Umwelt entfalten. Der NABU sieht in den 2018 beginnenden Verhandlungen über die künftige GAP eine große Chance auf eine wirklich umweltfreundliche Ernährungs- und Landnutzungspolitik. Mit der Studie „Fit, fair und nachhaltig – Vorschläge für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik“ hatte der NABU bereits Ende 2016 Berechnungen präsentiert, wie eine Landwirtschaftspolitik mit hohen Umwelt-, Tierschutz- und Qualitätsstandards gleichzeitig die Natur schützen und Bauern ausreichend hohe Einkommen sichern könnte. Dafür müssen die bisherigen Pauschalzahlungen beendet werden. Im Gegenzug müsste den Landwirten ermöglicht werden, durch Maßnahmen für die Artenvielfalt ein attraktives Zusatzeinkommen zu erhalten.

„Wir verlangen das Ende der Blockadehaltung von der DBV-Spitze. Ich fordere Herrn Rukwied ausdrücklich zum Gespräch und Austausch auf“, so der NABU-Präsident. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen und mit Blick auf die Regierungsverhandlungen von Union und SPD wird Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband den öffentlichen Druck weiter erhöhen. Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten“ demonstrieren der NABU und viele Weitere am 20. Januar 2018 in Berlin für gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Preisträger 2016 war Bayer-Chef Werner Baumann für dessen angestrebte Fusion von Bayer und
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RegioBündnis wächst
4 Sprecher gewählt. Neue Kontakte und Spendenkonto

Bei seiner jüngsten Versammlung hat das RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen, eine Allianz von nunmehr 14 Landwirtschafts-, Umwelt- und Naturschutz- sowie Kleingartenvereinigungen aus Freiburg und Regio vier Personen als Sprecherteam gewählt: Martin Linser (Mitglied BLHV-Tuniberg), Dr. Georg Löser (ECOtrinova e.V.), Alexander Milles (NABU-Freiburg e.V.), Erwin Wagner (Mitglied der BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg-Dietenbach & Regio). Hinzugekommen sind im Verlauf von 2017 als Neumitglieder die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Baden-Württemberg (AbL) e.V., die Antiatomgruppe Freiburg und der Freiburger Natur- und Umweltschutzverein Plan B e.V..

Das Bündnis ist neu zu erreichen als RegioBündnis bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg, und mit E-Mail an regiobuendnis@posteo.de. Die Internetpräsenz ist derzeit die Seite „RegioBündnis“ bei www.biprolandwirtschaft.de, später www.regiobuendnis.de. Spendenkonto ist das des Mitglieds BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio, 79111 Freiburg, Volksbank Freiburg, DE60 6809 0000 0040 3299 00 BIC GENODE51FR1 mit Zweckangabe „RegioBündnis“.

Das RegioBündnis will den Verlust landwirtschaftlicher Flächen, von Wald und Gartenland abwehren, über Flächen verbrauchende Baupolitik sowie über Alternativen ganz ohne „Bauen auf der grünen Wiese“ aufklären und Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Esist offen für weitere Mitgliedsorganisationen und für Unterstützung aus der Bevölkerung der Stadt und Regio Freiburg.

RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen
Post: bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg
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Starker Schwarzwaldwind: Schlecht zum Springen, gut fĂĽr Strom
Des einen Leid, des anderen Freud.

Die Skisprung-Veranstaltung in Neustandt hat zum wiederholten Male unter starkem Wind gelitten, wie er in den letzten Wochen des Jahres im Schwarzwald ĂĽblich ist. Die WindmĂĽller freuten sich dagegen ĂĽber eine reiche Ernte! Erstmals erreichten mehrere Windenergieanlagen eine Monatsproduktion von mehr als einer Millionen Kilowattstunden, die pro Anlage den Verbrauch von ĂĽber 3000 Haushalten im gleichen Zeitraum entspricht.

Das Jahr 2017 hat durch den guten Schlussspurt bei der Windstromproduktion fast einen langjährigen Durchschittswert erreicht. Der Sommer 2017, also der Zeitraum, in dem Fotovoltaikanlagen sehr viel Strom lieferten, war im Schwarzwald traditionell eher windschwach. Erhard Schulz, Vorsitzender des Bundesverbands WindEnergie (BWE) Südbaden: "In unserer Region ergänzen sich Wind- und Solastromproduktion im Jahresverlauf ideal". Er betont, dass für einen wirksamen Klimaschutz die Windenergienutzung in den Hochlagen des Schwarzwaldes dringend geboten sei und in den Genehmigungsverfahren die Prioritäten von allen, die Verantwortung für die Lebensbedingungen künftiger Generationen tragen, darauf ausgerichtet werden müssen.
 
Autor: Erhard Schulz

MĂĽnsterbirne und Diepholzer Gans im Schutz der
Diepholzer Gans, Ganter (li.) mit Gösseln (c) Wolbert Schnieders-Kokenge
 
MĂĽnsterbirne und Diepholzer Gans im Schutz der "Arche des Geschmacks"
Slow Food Deutschland beendet das Kalenderjahr 2017 mit zwei neuen Passagieren in der "Arche des Geschmacks". Das Projekt schĂĽtzt in Deutschland aktuell 64 regional wertvolle Nutztierarten, Kulturpflanzen und handwerklich hergestellte Lebensmittel davor, von regionalen Einkaufslisten und Speisekarten zu verschwinden. Die Arche-Passagiere unterscheiden sich von Lebensmitteln industrieller Monotonie durch ihre geschmackliche und optische Vielfalt und Einzigartigkeit.

Ein Baum mit langem Lebensatem - die MĂĽnsterbirne

Die Münsterbirne ist seit Mitte des 17. Jahrunderts im Großraum Aachen heimisch. Ihr Baum mit mächtiger Krone erreicht mehr als 15 Meter Höhe, und wird bis zu 200 Jahre alt. Ende August bis Anfang September sind die Birnen pflückreif, genussreif sind sie dann nach zwei bis drei Wochen. Die klassischen Standorte der Münsterbirne sind große Garten- und Wiesenflächen, angrenzend an landwirtschaftliche Gehöfte. Flächen, die in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Aber es lässt sich auch eine positive Entwicklung verzeichnen: Im Rahmen landschaftsrechtlicher Kompensationsmaßnahmen und Biotopverbesserungen wurden neue Münsterbirnen gepflanzt. Das Slow Food Convivium Aachen schätzt den Bestand auf einige hundert Exemplare, wobei die Sterberate weiterhin um ein Mehrfaches höher ist als die Rate der Neupflanzungen.

Vom Erwerbsobstbau wird die Münsterbirne verschmäht, denn die Höhe der Bäume erfordert eine arbeitsintensive Erntetechnik per Hand. Der konventionelle Handel kann zudem die kurze Haltbarkeit der Frucht bis zum Verzehr und zur Verarbeitung aufgrund mangelnder Flexibilität nicht handhaben. Optisch scheitert sie am Raster des glattpolierten, gewachsten Plantagenobsts. "Mit der Aufnahme in die Arche bauen wir Strukturen auf, die den Erwerb der Münsterbirne fördern. Die Menschen können so ihren außergewöhnlich süßen, aromatischen und würzigen Geschmack wieder genießen", erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

ReinweiĂźes Gefieder und zartes Fleisch - die Diepholzer Gans

Galt dieser Arche-Passagier in den 1980er-Jahren als fast ausgestorben, gewinnt er in jüngster Zeit wieder an Popularität in der Region Diepholz. Die Diepholzer Gans ist ein Weidetier und eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen in Deutschland. Sie wird heute ausschließlich von Hobbyzüchtern gehalten, von denen nur wenige mehr als 50 Tiere besitzen. In den Handel gelangt sie deshalb derzeit noch nicht. In den Genuss des zarten Fleischs kommen damit zumeist Gänseliebhaber, die sie von Kleinzüchtern als Martins- und Weihnachtsgans erwerben.

Die Diepholzer Gans zeichnet sich durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit, ausgezeichnete Marschfähigkeit, Futterdankbarkeit sowie Fruchtbarkeit aus. Das prädestiniert sie für nachhaltige Geflügelhaltung. Für eine extensive Haltung ist ihr jedoch der passende Lebensraum abhandengekommen: Gemeindeweiden wurden abgeschafft, Moorweiden kultiviert. Ihre wirtschaftliche und agrarische Bedeutung in Zeiten von Hochleistungszucht und Gewinnmargen ist gering. "Für den konventionellen Fleischhandel wiegt die Diepholzer Gans nicht schwer genug. Bei reiner Weidehaltung mit geringer Zufütterung erreicht sie knapp fünf Kilogramm", so Hudson. "Heutige Hybridgänse werden mit Kraftfutter gemestet und erzielen rund zehn Kilogramm," berichtet Hudson.
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ProVeg auf der Klimakonferenz COP 23
Auf der diesjährigen Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn wurden verschiedenste Lösungsansätze zur Begrenzung der Erderwärmung präsentiert. ProVeg hat vor Ort auf die erheblichen Klimaauswirkungen der landwirtschaftlichen Tierhaltung aufmerksam gemacht.
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Naturjoghurt: Bio ist am besten
Bei klassischem Joghurt teilen sich Bioprodukte zu Preisen von 19 und 33 Cent pro 100 Gramm die vorderen Plätze. Aber auch nahezu alle anderen Joghurts im Test sind gut, darunter neun Produkte, die nur 12 Cent pro 100 Gramm kosten. Allerdings hält nicht jeder Becher das, was der Hersteller verspricht.

22 von 24 Naturjoghurts schneiden gut ab, darunter auch vier von fünf Joghurts griechisch und griechischer Art. Die Tester fanden keine unerwünschten Keime, praktisch keine Rückstände von Desinfektionsmitteln und keinen zugesetzten Zucker. Zwei Joghurts sind nur befriedigend. Der eine enthielt Hefen, die den Verderb beschleunigen können, der andere schmeckte leicht flach und seine Packungsangaben wecken falsche Vorstellungen.

„Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, muss keinen Joghurt mit bestimmten Bakterien kaufen“, sagt Julia Bongartz, Lebensmittelchemikerin bei der Stiftung Warentest. Werbung, die anderes suggeriert, ist nicht zulässig. Naturjoghurt punktet, weil er Kalzium, Protein, Vitamin A und D enthält und ohne zugesetzten Zucker auskommt. Ob der Joghurt stichfest oder cremig ist, spielt dabei keine Rolle.

Der Test Naturjoghurt findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abrufbar ...
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