oekoplus - Freiburg
Dienstag, 19. Februar 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Neue Option fĂŒr den Ausbau der Kraft-WĂ€rme-Kopplung in Freiburg
Die Solar-BĂŒrger-Genossenschaft stellt sich vor am 14. April im Vauban.

Mit ĂŒberzeugenden Daten und Fakten und klaren Worten hatten Martin Ufheil (SolaresBauen) und Jörg Lange (KlimabĂŒndnis Freiburg) am 14. MĂ€rz im Umweltausschuss der Stadt Freiburg ihre Erkenntnisse aus der KWK-Studie dargelegt, zu der sie vor einem Jahr von der Stadt beauftragt worden waren. Mit Kraft-WĂ€rme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) werden gleichzeitig Strom und WĂ€rme erzeugt und so die Energie effizienter genutzt. Kompakte Bauformen bezeichnet man als Blockheizkraftwerk (BHKW).
Gerade in Zeiten knapper Kassen ist nachhaltiges Wirtschaften der richtige Weg, der mit dem Einbau effizienter Blockheizkraftwerke in die kommunalen Bauten eingeschlagen werden könnte, so die Autoren der Studie.
Um ihre Umweltschutzziele erreichen zu können und auch um fĂŒr den Ausbau von BHKWs in PrivathĂ€usern einen Anstoß zu geben, wĂ€re ein zĂŒgiges Handeln der Stadt wichtig. Doch trotz unschlagbarer Kreditkonditionen, die eine Kommune bei der Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau genießt sowie den Vorteilen, die sich daraus ergeben, wenn sie den selbsterzeugten Strom auch selbst verbraucht, ist ein Start noch nicht in Sicht.

Die Solar-BĂŒrger-Genossenschaft eG (solargeno) hat nun dem OberbĂŒrgermeister und den Fraktionen angeboten, die Anlagen zu finanzieren. Sowohl fĂŒr Kommunen als auch fĂŒr PrivateigentĂŒmer wird sie sie verschiedene Contractingmodelle anbieten - von der reinen Finanzierung bis hin zur kompletten Verwaltung von Anlagenbau und -betrieb.

Am 14. April veranstaltet die solargeno im Stadteilzentrum Vauban einen Informationsabend, bei dem in VortrÀgen und GesprÀchen die Ziele der
Genossenschaft vorgestellt werden. Dabei wird es auch einen Schwerpunkt Blockheizkraftwerke geben, bei dem der ökologische Nutzen dieser Gasmotoren verstĂ€ndlich wird sowie die Möglichkeiten der Genossenschaft, hier eine Entwicklung voranzubringen und die Chancen die sich daraus fĂŒr Freiburg ergeben.

14. April 2011 19:00 Uhr
Freiburg, BĂŒrgerhaus Vauban/Haus 37
Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg

Straßenbahn Linie 3, Haltestelle Paula-Modersohn-Platz. Parken in der Solargarage, Merzhauserstraße beim REWE.

Weitere Informationen: www.solargeno.de

Die Solar-BĂŒrger-Genossenschaft - jetzt die Energiewirtschaft neu gestalten und selbst daran teilhaben!
Die solargeno ist eine Energiegenossenschaft, die zusammen mit ihren Mitgliedern deutschlandweit regionale Projekte initiiert und in die Zukunft der Energiewirtschaft investiert. Sie richtet sich an Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen und steht fĂŒr eine demokratische, dezentrale und ressourcenschonende und erneuerbare Energieversorgung in BĂŒrgerhand.

Solar-BĂŒrger-Genossenschaft eG
Emmy-Noether-Str. 2, 79110 Freiburg
Tel. 0761 407361, Fax 0761 404770
info@solargeno.de, www.solargeno.de
Mehr
 

Buchtipp: Bettina Matthaei
 
Buchtipp: Bettina Matthaei "Vegetarisch vom Feinsten"
aus der Reihe: GU ThemenkochbĂŒcher

Unwiderstehlich Vegetarisch: Vegetarisch liegt im Trend. Immer mehr Menschen streichen Fleisch bewusst von ihrem Speiseplan, einige verzichten ganz darauf, andere nur teilweise. Dass auch Nicht-Vegetarier das Thema zunehmend interessiert, hĂ€ngt sicher mit dem wachsenden Bewusstsein fĂŒr die Umwelt, der RĂŒckbesinnung auf ursprĂŒngliche Werte und Nachhaltigkeit zusammen. Wie genussvoll und abwechslungsreich es sein kann auf Fleisch zu verzichten zeigt Bettina Matthaei in "Vegetarisch vom Feinsten".

Auf rund 200 Seiten stellt die Autorin vegetarische Genussrezepte vor, mit denen man GĂ€ste beeindrucken kann, die aber gleichzeitig so einfach und unkompliziert sind, dass sie auch fĂŒr den tĂ€glichen Mittagstisch geeignet sind. Und das geht? Sicher! Mit unserem Stufenmodell, das einfache Rezepte zu unwiderstehlichen macht. Da werden die gerösteten Paprika „ganz einfach“ mit einer Vinaigrette serviert oder zusĂ€tzlich mit einem feinen Walnuss-Thymian-Topping veredelt. Das Basisrezept der klaren GemĂŒse-Bouillon kann leicht in eine feine Safran- oder eine asiatische Bouillon verwandelt und mit unterschiedlichsten Einlagen verfeinert werden. Der Gazpacho-Salat wird durch ein Mandel-Pesto besonders und die kleinen Kartoffel-Puffer ergĂ€nzt ein kĂŒhler Joghurt-Koriander-Dip. So entstehen raffinierte Vorspeisen, feine Salate, frische GemĂŒsegerichte, selbstgemachte Nudeln, feine SĂŒppchen und beeindruckende Hauptgerichte sowie verfĂŒhrerische Desserts – von einfach gut bis edel komponiert und voller Aroma. Tipps fĂŒr weitere Kombinationsmöglichkeiten ergĂ€nzen die Rezepte. Ein kleines Symbol kennzeichnet jeweils die veganen Rezepte.

VielfĂ€ltige MenĂŒvorschlĂ€ge fĂŒr viele Gelegenheiten und jede Saison – auch vegane – geben Hilfestellung fĂŒr die GĂ€stebewirtung.

Bettina Matthaei ist erfolgreiche Kochbuchautorin, Food-Journalistin, Grafikerin und Trickfilmerin. Ihre Leidenschaft fĂŒr einfache und raffinierte Rezepte und GewĂŒrze hat sie bereits in vielen erfolgreichen KochbĂŒchern dokumentiert. Ihr umfassendes Wissen ĂŒber GewĂŒrze und Aromen gibt Sie auch in vielen Seminaren und Kochkursen weiter.

GRÄFE UND UNZER VERLAG 2011, 200 Seiten, EUR 24,99 / s FR 42,90
ISBN: 978-3-8338-2165-3
 
 

Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
© WWF
 
Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
WWF: Regelungen fĂŒr die Fischerei lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig!

Hamburg - Die deutschen Meeresschutzgebiete sind auch fĂŒnf Jahre nach ihrer Ausweisung weitgehend schutzlos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des WWF. Demnach existieren Schutzregeln fĂŒr die zehn deutschen Meeresschutzgebiete vom Borkumriff in der Nordsee bis zur Pommerschen Bucht in der Ostsee lediglich auf dem Papier. Der Abbau von Sand- und Kies, Störungen durch Schifffahrt und Offshore-Industrie und vor allem die Fischerei finden nach wie vor ungehindert statt und belasten die Ökosysteme. Deutschland hat vor fĂŒnf Jahren mehr als 30% seiner MeeresgewĂ€sser in Nord- und Ostsee als Schutzgebiete ausgewiesen. Konkrete Regelungen fĂŒr die Fischerei in diesen Gebieten werden seitdem ausgearbeitet.

„Schleppnetze und Baumkurren durchpflĂŒgen den Meeresboden, MeeressĂ€ugetiere und Seevögel ertrinken als Beifang in Stellnetzen, und die Gammelfischerei entnimmt aus der Nahrungskette große Mengen an Kleinfischen“, verdeutlicht Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. „Das ist, als wĂŒrden wir es an Land zulassen, wenn ein unter Naturschutz stehendes Moor- oder WaldstĂŒck von einem Bulldozer durchpflĂŒgt, und sein Bestand an Tieren und Pflanzen geschĂ€digt und gestört wird."

Hauptverantwortlich fĂŒr die schlechten ZustĂ€nde in den Meeresschutzgebieten ist vor allem, dass Regeln fĂŒr ein umweltgerechtes Fischereimanagement fehlen. Bereits 2009 legte der Internationale Rat fĂŒr Meeresforschung (ICES) dem Bundesamt fĂŒr Naturschutz seine VorschlĂ€ge fĂŒr ein umweltgerechtes Fischereimanagement in den Schutzgebieten in Nord- und Ostsee vor, gefolgt von einem Fachsymposium. Seitdem beraten Naturschutz- und Fischereibehörde des Bundes darĂŒber, welche EinschrĂ€nkungen und Umstellungen in der Fischerei dort anzustreben sind. Diese mĂŒssen dann bei der EU-Kommission beantragt werden.

"Es ist höchste Zeit, dass Ministerin Aigner ein solches Maßnahmenpaket in BrĂŒssel vorstellt und der Rat der Fischereiminister darĂŒber befindet. Deutschland ist mit gutem Beispiel bei der Ausweisung mariner Natura 2000-Gebiete vorangegangen, jetzt mĂŒssen auch zeitnah vorbildliche Schutzmaßnahmen folgen" fordert Lutter.

Die WWF-Studie legt detaillierte Anforderungen an ein ökosystemgerechtes Fischereimanagement in den deutschen Meeresschutzgebieten vor. Kernforderung des WWF ist, dass 50% der SchutzgebietsflĂ€che fischereifrei bleiben, damit sich das Ökosystem erholen kann.

„Im ĂŒbrigen Gebiet mĂŒssen ökologisch bedenkliche Fischereitechniken aus bestimmten Zonen oder Zeitfenstern verbannt oder binnen weniger Jahre durch weniger schĂ€dliche ersetzt werden“, fordert Lutter weiter. “Unsere Meeresschutzgebiete sind die Perlen von Nord- und Ostsee. Sie haben es verdient, dass der höchste Umweltstandard und die beste verfĂŒgbare Praxis angewandt werden." Die WWF Studie schlĂ€gt dazu u.a. den Einsatz leichterer und selektiverer Netze und den Ersatz von Stellnetzen durch Langleinen und Fallen vor.

Der WWF verweist zudem auf die politische Tragweite des Vorgangs. Der deutsche Antrag bei der EU-Kommission sei ein Testfall fĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit der Gemeinsamen Fischereipolitik. Andere Mitgliedsstaaten mĂŒssten fĂŒr ihre marinen Schutzgebiete dem gleichen Prozedere folgen, wollten sie nicht europĂ€isches Naturschutzrecht verletzen. "Sollten fĂŒr die Schutzgebiete eines EU-Mitglieds notwendige Schutzmaßnahmen durch andere Fischereinationen in Rat oder Parlament mehrheitlich blockiert werden, muss das System der ZustĂ€ndigkeiten und Entscheidungswege neu ĂŒberdacht werden" so Lutter weiter.
 
 

 
Hochrangiger Umweltpreis zur Förderung erneuerbarer Energien
Georg Salvamoser Preis mit 50.000 Euro Preisgeld wird nach dem Freiburger Solarpionier und Unternehmer benannt.

Bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen – Bewerbungen fĂŒr erstmalige Vergabe bis zum 30. Juni 2011

Georg Salvamoser (1950 – 2009), Freiburger Solarpionier, GrĂŒnder der Solar-Fabrik und visionĂ€rer Unternehmer, ist der Namensgeber eines der höchstdotierten deutschen Umweltpreise, der 2011 bundesweit fĂŒr innovative Projekte und Verfahren zur Nutzung erneuerbarer Energien zum ersten Mal ausgelobt wird. Ins Leben gerufen wurde die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung auf Anregung des Freiburger OberbĂŒrgermeisters Dieter Salomon, der Familie Salvamoser sowie des Wirtschaftsverbandes 100 Prozent GmbH. 2010 grĂŒndete die Ehefrau Maria Salvamoser dafĂŒr eigens die Georg-Salvamoser-Stiftung, die von namhaften Institutionen und Unternehmen unterstĂŒtzt
wird.

Mit der Einrichtung des Georg Salvamoser Preises erinnern die Stifter zusammen mit der Stadt Freiburg an den frĂŒh verstorbenen Unternehmer und sein Lebenswerk, in dessen Zentrum die Anwendung erneuerbarer Energien in der Praxis stand. Georg Salvamoser, 1950 in Garmisch-Partenkirchen geboren, zĂ€hlte bundesweit zu den herausragenden Persönlichkeiten der Umweltwirtschaft und hat als Pionier und Unternehmer maßgeblich zur heutigen Bedeutung des Solarstandorts Deutschland beigetragen. 1991 hatte sich Salvamoser selbststĂ€ndig gemacht und zunĂ€chst die „Solar-Energie-Systeme GmbH“, die „S.A.G. SolarstromAG“ und 1996 die Freiburger Solar-Fabrik gegrĂŒndet, die damals die einzige ProduktionsstĂ€tte fĂŒr Solarmodule in Deutschland war. 1998 zeichnete die Bundesstiftung Umwelt ihn mit dem „Deutschen Umweltpreis“ aus. Nach dem RĂŒckzug aus dem operativen GeschĂ€ft war er zuletzt PrĂ€sident des Bundesverbands Solarwirtschaft. Im September 2009 verstarb Georg Salvamoser im Alter von 59 Jahren.

Zum Gedenken an sein unternehmerisches Werk und sein Wirken fĂŒr die deutsche Umweltwirtschaft rief seine Frau 2010 die „Georg-Salvamoser-Stiftung“ ins Leben. UnterstĂŒtzt und mit weiterem Stiftungskapital ausgestattet wird die Stiftung unter anderem von der Solar-Fabrik AG, dem Bundesverband Solarwirtschaft, dem Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme, der Freiburger Agentur Triolog sowie von der Stiftung Viamedica des Freiburger Umweltmediziners Prof. Franz Daschner, der selbst TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises ist.

Um Salvamosers Lebenswerk dauerhaft zu wĂŒrdigen, gab OberbĂŒrgermeister Salomon in GesprĂ€chen mit fĂŒhrenden ReprĂ€sentanten der Solarwirtschaft und -forschung sowie gegenĂŒber der Familie Salvamoser die Anregung eines Preises fĂŒr die Förderung erneuerbarer Energien. Dieter Salomon: „Wir verdanken Georg Salvamoser, seinen Ideen und seinem unternehmerischen Engagement, dass Freiburg sich zu einem fĂŒhrenden Standort der Solarwirtschaft entwickeln konnte. Seine Lebensfreude, sein Optimismus und sein Gabe, Menschen fĂŒr seine Ziele zu begeistern, sollen im Geist der Stiftung und in dem Georg-Salvamoser-Preis dauerhaft lebendig bleiben.“

Im Sinne eines Wortes von Georg Salvamoser soll der nach ihm benannte Preis Menschen und Institutionen auszeichnen, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen. Deshalb sollen solche Projekte ausgezeichnet werden, deren Initiatoren innovative Wege beschreiten, um beispielsweise in ihrem Unternehmen oder in ihrer Gemeinde eine Versorgungmit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranzubringen und mit ihren Ideen Vorbild und Beispiel fĂŒr andere zu sein.

Bewerbungen fĂŒr den Georg-Salvamoser-Preis sind bis zum 30. Juni 2011 nur online ĂŒber die Internet-Seite www.georg-salvamoser-preis.de möglich. Die Bewerbung ist mit einer kurzen Projektbeschreibung und ggf. Fotos zu ergĂ€nzen. AusdrĂŒcklich ist der Georg-Salvamoser-Preis nicht nur Solarprojekten vorbehalten, sondern spricht Vorhaben aus dem gesamten Sektor der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie an. Die Vergabekriterien sehen vor, dass die Auszeichnung ggf. mehreren PreistrĂ€gern verliehen und das Preisgeld geteilt wird.

Der Jury gehören Fachleute und Persönlichkeiten aus Politik, Umweltwirtschaft
und VerbÀnden an:

Dr. Franz Alt, Journalist
Hubert Burdenski, Architekt
Karin Eble, Organisationsberaterin
Per Klabundt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Wirtschaftsverband 100 Prozent GmbH
JĂŒgen Leuchtner, Gesellschafter Agentur triolog
Dr. Dieter Salomon, OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg
Carolin Salvamoser, Aufsichtsratsmitglied der Solar-Fabrik AG
Maria Salvamoser, GrĂŒnderin der Georg-Salvamoser-Stiftung
Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme

Der Georg Salvamoser Preis wird am 13. Oktober 2011 in einer gemeinsamen Festveranstaltung der Stiftung und der Stadt Freiburg verliehen.
 
 

 
Der Atomenergieausstieg muss umgehend vollzogen werden
Blockadehaltung der Landesadministration muss gebrochen werden

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen traten mit konkreten Forderungen an die Mitglieder der Verhandlungsdelegationen der GrĂŒnen-Fraktion und der SPD-Fraktion heran.

36 Jahre nach unserem erfolgreichen Kampf gegen die geplanten beiden Atomkraftwerke im Rheinauewald von Wyhl und den beiden einschneidenden Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima sollte nun umgehend der Ausstieg aus der lebensbedrohenden Atomenergie vollzogen werden.

Atomreaktoren Fessenheim gehören auf die Arbeitsliste des Kabinetts

Die Abschaltung der beiden uralt Atomreaktoren im erdbebengefĂ€hrdeten Oberrheintal in Fessenheim sollte in der Koalitionsvereinbarung fĂŒr das Aufgabengebiet des Staatsministeriums festgeschrieben werden. Die klagenden Gemeinden in Deutschland, der Schweiz und Frankreich haben sich in dem trinationalen AktionsbĂŒndnis (TRAS) zusammengeschlossen und sollten bei ihren BemĂŒhungen tatkrĂ€ftig durch die zukĂŒnftige Landesregierung unterstĂŒtzt werden.

Blockierte Windenergiestandorte umgehend freigeben

Leistungsstarke Windenergieturbinen lassen sich recht schnell auf den vorhandenen aber seit Jahren durch behördliche Entscheidungen blockierten Standorten errichten. Die Landwirte und investitionswillige BĂŒrger warten darauf! Diese negativen Antragsbescheide sind von den Blockadebehörden unter Nutzung eines positiven Entscheidungsspielraums umgehend zu ĂŒberarbeiten. Bei offenkundig werdenden vorsĂ€tzlichen Blockaden und Verzögerungen sind diese verantwortlichen Beamte durch Versetzungen oder auch Entlassungen aus ihren Ämtern zu entfernen. Wir können uns in Zukunft keine involvierten Bremssysteme mehr leisten, denn die rote Laterne von Baden-WĂŒrttemberg bei der Windenergienutzung ist eine Folge dieser Blockierer!

PrioritĂ€t fĂŒr windhöffige Standorte

Alle nach dem neuen Windatlas beschriebenen windhöffigen Standorte sind prioritĂ€r fĂŒr die Windenergienutzung vorzusehen! Alle eventuellen Blockadeargumente sind objektiv und transparent von der Blockadeseite offen zu legen. Bei der anschließenden Genehmigung des Standorts sind die Blockadeargumente allerdings nur von sekundĂ€rer Bedeutung.

Kommunale Entscheidungsfreiheit stÀrken

Durch eine umgehende Novellierung des Landesplanungsgesetzes ist die kommunale Entscheidungshoheit bei der Errichtung von Windturbinen zu stÀrken. Die begleitenden Stellungsnahmen von Landkreisen, RegionalverbÀnden und RegierungsprÀsidien haben nur untergeordnete Bedeutung.

www.badisch-elsaessische.net
Mehr
Autor: Erhard Schulz

Mit Wölfen leben
© Ralph Frank / WWF
 
Mit Wölfen leben
Gregor Louisoder Umweltstiftung und WWF: Wölfe können jederzeit ĂŒberall in Deutschland auftauchen. / Leitfaden fĂŒr Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft veröffentlicht

Berlin/MĂŒnchen - Die Gregor Louisoder Umweltstiftung und die Umweltschutzorganisation WWF haben am Mittwoch einen Leitfaden zum Leben mit Wölfen in Deutschland veröffentlicht. Aufgrund neuer Rahmenbedingungen könnten demnach in den kommenden Jahren praktisch ĂŒberall in Deutschland Wölfe auftauchen. Die Menschen mĂŒssten sich an diesen Gedanken gewöhnen und das Zusammenleben mit den Beutegreifern wieder neu erlernen. Um im Vorfeld Vertrauen zu schaffen und Konflikte zu vermeiden, sollten sich alle BundeslĂ€nder auf die RĂŒckkehr des Wolfes vorbereiten und umfassende ManagementplĂ€ne entwickeln, so die Kernforderung der beiden UmweltverbĂ€nde.

„Die RĂŒckkehr des Wolfes ist ein großer Erfolg fĂŒr den Umweltschutz und zugleich eine Herausforderung“, sagt Dr. Janosch Arnold, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland anlĂ€sslich der PrĂ€sentation des neuen Wolfs-Leitfadens in MĂŒnchen. BundeslĂ€nder wie etwa Sachsen könnten mit ihren ManagementplĂ€nen, AufklĂ€rungsmaßnahmen und klare geregelten ZustĂ€ndigkeiten Vorbild fĂŒr andere sein. Die BundeslĂ€nder dĂŒrften nicht warten, bis irgendwo ein Wolf auftauche und eventuell ein Konflikt entstehe. Dann sei es zu spĂ€t, um Vertrauen zu schaffen. Es sei dringend an der Zeit, sich auf die mögliche RĂŒckkehr des Wolfes vorzubereiten. Derzeit gibt es in Deutschland rund 60 Wölfe, vor allem in Sachsen und Brandenburg. Einzeltiere wandern jedoch auch in Hessen oder Bayern umher.

Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung, weist besonders auf die Bedeutung aus Sicht des internationalen Naturschutzes hin. „Deutschland fordert von vielen Staaten - beispielsweise Afrikas und SĂŒdamerikas - enorme Anstrengungen und wirtschaftliche BeschrĂ€nkungen zum Schutz bedrohter Wildtiere. Die ungehinderte RĂŒckkehr des Wolfes kann zeigen, dass wir Naturschutz im eigenen Land ernst nehmen.“

Vor allem in den Bereichen Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft sehen der WWF und die Gregor Louisoder Umweltstiftung noch Handlungsbedarf. In touristischen Regionen seien breite AufklĂ€rungskampagnen notwendig. „Die Erfahrungen aus der Lausitz zeigen, dass der Tourismus nicht zusammenbricht, wenn es plötzlich Wölfe in der Region gibt. Im Gegenteil. Wenn gewisse Grundregeln beachtet werden, kann der Wolf ein großer Zugewinn fĂŒr den Tourismus sein“, sagt Janosch Arnold. JĂ€ger und insbesondere Viehhalter sollten hingegen durch Kompensationsmechanismen einen Ausgleich fĂŒr eventuelle Verluste erhalten. „Wir dĂŒrfen vor allem die Halter von Schafen, Ziegen oder Damwild nicht alleine lassen. Wenn ein Wolf trotz geeigneter Sicherheitsmaßnahmen in ein Gatter eindringt und Tiere reißt, mĂŒssen die wirtschaftlichen SchĂ€den ausgeglichen werden“, fordert WWF-Experte Arnold.

Bis zur Ausrottung durch den Menschen in weiten Teilen Europas besiedelte der Wolf einst flĂ€chendeckend den gesamten Kontinent. In vielen Regionen wurde der Wolf, seit dem Mittelalter dĂ€monisiert und als blutrĂŒnstige Bestie verschrien und systematisch verfolgt. Auch Bayern war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Wolfs-Land und ist es dank der Einwanderung eines Tieres ĂŒber die sĂŒdlichen Alpen wieder. Vor der RĂŒckkehr des Wolfes mĂŒsse jedoch niemand Angst haben. Der „Böse Wolf“ aus dem MĂ€rchen sei nĂ€mlich zum GlĂŒck eben auch eines, so Claus Obermeier.
 
 

100 Tage Dioxin-Skandal: Ausbremsen unerwĂŒnscht
 
100 Tage Dioxin-Skandal: Ausbremsen unerwĂŒnscht
vzbv fordert von LĂ€ndern und Wirtschaft konsequenteres Vorgehen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zieht eine gemischte Bilanz zum Stand der Umsetzung des 14-Punkte-Plans in Folge des Dioxin-Skandals. „WĂ€hrend die Bundesregierung Maßnahmen zĂŒgig in Angriff genommen und zum Teil schon umgesetzt hat, bin ich mit Blick auf die LĂ€nder und die Wirtschaft nach wie vor skeptisch, dass es zu einem echten Paradigmenwechsel in der Lebensmittel- und FuttermittelĂŒberwachung und Informationskultur kommen wird“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen.
Mehr
 

Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko
© WWF
 
Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko
DEG und WWF veröffentlichen Wasserrisikofilter
Ziel: Verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser

Berlin, Köln - Nach einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation WWF und der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH wird der Mangel an SĂŒĂŸwasser nicht nur zu einem zunehmenden ökologischen Risiko, sondern auch zu einem ökonomischen. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigende Lebensstandards tragen dem Bericht zufolge dazu bei, dass der Druck vor allem in EntwicklungslĂ€ndern auf die vorhandenen und ohnehin schon knappen Wasserressourcen weiter zunehme. Der Wassermangel bedrohe in SĂŒdostasien und Afrika ganze Ökosysteme und den Lebensstandard der Menschen vor Ort.

„Die VerfĂŒgbarkeit von Wasser wird auch fĂŒr Unternehmen zu einem Entwicklungsengpass – mit dem Wasserrisikofilter haben wir jetzt ein Instrument entwickelt, Unternehmen diese Risiken aufzuzeigen und UnterstĂŒtzung im Wassermanagement anzubieten“, erklĂ€rt Dr. Peter Thimme, Leiter Nachhaltige Entwicklung/Umwelt von der DEG. Der Zugang zu genĂŒgend Wasser in ausreichender QualitĂ€t sei somit von erheblichem wirtschaftlichem Wert. „Der nachhaltige Umgang mit Wasser ist fĂŒr die Unternehmen eine Verantwortung gegenĂŒber Ökosystemen und der lokalen Bevölkerung, die von eben diesem Wasser abhĂ€ngen“, bekrĂ€ftigt Martin Geiger, Leiter SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland. Vor allem die Agrarindustrie sei in diesem Bereich gefordert, da sie immerhin 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs beanspruche. Wenn jetzt nicht gegengesteuert werde, seien in Zukunft EngpĂ€sse bei wasserintensiven AgrargĂŒtern und fĂŒr die betroffenen Unternehmen wirtschaftliche Risiken zu erwarten, warnen WWF und DEG.

Der neu entwickelte „Wasserrisikofilter“ soll Ă€hnlich einem Lackmus-Test dazu dienen, wasserbezogene Risiken frĂŒhzeitig zu erkennen und in Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Zudem soll er Handlungsmöglichkeiten fĂŒr Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen aufzeigen, die von Risiken wie Wasserknappheit, -verschmutzung oder Überflutungen direkt oder in ihrer Zulieferkette bedroht sein könnten. Die DEG plant, einzelne VerbesserungsansĂ€tze in einem Anschlussprojekt konkret umzusetzen und aus Mitteln fĂŒr Begleitmaßnahmen zu fördern. Auf diese Weise will der Entwicklungsfinanzierer die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der sich verschĂ€rfenden Wasserkrise abfedern.

In das Projekt flossen mehr als 80 detaillierte und umfassende LĂ€nderinformationen zur jeweiligen Wassersituation sowie umfangreiches Kartenmaterial ein. Von ĂŒber 300 untersuchten Unternehmen haben nach Angaben von DEG und WWF 191 hohe potentielle Risiken im Wasserbereich. Es gilt nun, diese Wasserrisiken durch konkrete UnterstĂŒtzungsmaßnahmen zu reduzieren.
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger