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Verschiedenes

615 neue Arten auf Madagaskar entdeckt
Eine wahre Schatzinsel: Madagaskar ... © WWF Madagascar
 
615 neue Arten auf Madagaskar entdeckt
Mausmaki und Co. entdecken Licht der Forscherwelt

Frankfurt - Auf Madagaskar wurden mehrere Hundert neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Der WWF-Report „Schatzinsel: Neue Artenvielfalt in Madagaskar“ listet 615 neue Tier- und Pflanzenarten auf, die zwischen 1999 und 2010 entdeckt wurden: 385 Pflanzen, 42 Wirbellose, 17 Fische, 69 Amphibien und sogar 41 neue SĂ€ugetierarten. Zu den neu entdeckten Arten gehört unter anderem der nur 30 Gramm wiegende Berthe-Mausmaki. Dieser Lemur ist der kleinste Primat der Welt und diente einer Figur im Cartoon Madagaskar als Vorlage. Auch eine riesige FĂ€cherpalme (Tahina spectabilis), die nur einmal in ihrem Leben mit einem spektakulĂ€ren BlĂŒtenstand aus der Krone geizt, zĂ€hlt zu den neuen Arten. Sensationell war die Entdeckung eines Geckos, der seine Hautfarbe wie ein ChamĂ€leon dem Hintergrund anpassen kann. Viele von den kĂŒrzlich entdeckten Arten sind jetzt stark bedroht, vor allem durch Abholzung ihrer LebensrĂ€ume.

„Es ist bedrĂŒckend zu wissen, dass viele dieser neu entdeckten Arten schon in KĂŒrze verschwunden sein und unzĂ€hlige andere gar nicht erst das Licht der Forscherwelt entdecken werden“, so WWF Madagaskar-Experte Martin Geiger.

Madagaskar gehört zu den außergewöhnlichsten Ökoregionen der Erde. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es, neben Australien, so viele endemische Arten, also Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Unter Wissenschaftlern gilt Madagaskar deshalb als „achter Kontinent“. Fast drei Viertel der dort vorkommenden Arten finden sich nirgendwo sonst außerhalb der viertgrĂ¶ĂŸten Insel dieser Welt.

GrĂ¶ĂŸte Bedrohung ist die rasante Entwaldung. Schon jetzt hat die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Welt mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt 90 Prozent ihrer WĂ€lder verloren. Nach dem Staatsstreich im MĂ€rz 2009 und den darauffolgenden politischen Unruhen wurden Madagaskars RegenwĂ€lder geplĂŒndert um teure Harthölzer - besonders Rosenholz - zu exportieren. Davon waren zehntausende Hektar Wald in den besonders wertvollen Nationalparks Marojejy, Masoala, Makira and Mananara im Norden betroffen. Neben der Abholzungswelle wurde zunehmend auch Fleisch von wilden Tieren, sogenanntes „Bush meat“, aus den WĂ€ldern angeboten. In manchen Restaurants kostete ein Teller mit Lemurenfleisch weniger als drei Euro. Die politische InstabilitĂ€t und die Ausbreitung der KriminalitĂ€t hat auch die Tourismusindustrie schwer getroffen, eine der wenigen Einkommensquellen fĂŒr die lokale Bevölkerung.

„Die WĂ€lder Madagaskars sind noch immer unerforscht und geheimnisvoll, obwohl sie schon großflĂ€chig zerstört wurden”, so Martin Geiger“. „Wenn diese wenigen verbleibenden WĂ€lder nicht gerettet werden, verschwinden unzĂ€hlige Arten, die wir noch nicht einmal kennengelernt haben“.

Der WWF arbeitet auf Madagaskar intensiv daran, ein Netzwerk von Schutzgebieten zu etablieren. FĂŒr die Einwohner entwickelt die Umweltorganisation eine Reihe von alternativen und nachhaltigen Einkommensquellen, damit die Familien im Einklang mit ihrer Umwelt leben können.

zum Bild oben: Eine wahre Schatzinsel: Madagaskar gehört zu den außergewöhnlichsten Ökoregionen der Erde. Fast drei Viertel der dort vorkommenden Arten finden sich nirgendwo sonst außerhalb der Insel. © WWF Madagascar
 
 

 
Intersolar Europe, 08. bis 10. Juni 2011
Weltweit grĂ¶ĂŸte Fachmesse fĂŒr Solarwirtschaft startet
unter Freiburger Beteiligung in MĂŒnchen

Von heute an wird die Messe MĂŒnchen zum Treffpunkt der internationalen
Solarwirtschaft: 2.200 nationale und internationale
Aussteller, mehr als 75.000 erwartete Besucher und 165.000 m2
AusstellungsflÀche machen die Intersolar Europe zur weltweit
grĂ¶ĂŸten Fachmesse der Solarwirtschaft.

Freiburg prÀsentiert sich auf der Intersolar mit seinem Green City
Cluster. Am 80 m2 großen Gemeinschaftsstand stellen sich das
Clauster mit seinen rund 100 Mitgliedsfirmen aus der Umweltund
Solarwirtschaft der Region Freiburg vor. Mit der Freiburger
PSE AG, dem Solarinfocenter, EnEd – clean energy solutions und
CRC-Cleanroom Consulting GmbH bietet der Clusterstand zudem
vier Mitgliedsfirmen Raum fĂŒr einen eigenstĂ€ndigen Messeauftritt.

1991 gegrĂŒndet wird die Intersolar Europe seit 2000 von der Freiburg
Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) gemeinsam
mit der Pforzheimer Solarpromotion GmbH veranstaltet. Zur ersten
Intersolar in Freiburg im Jahr 2000 kamen 200 Aussteller und
11.000 Besucher. Aus PlatzgrĂŒnden wechselte die Intersolar
2008 den Standort und findet seither, von der FWTM mitveranstaltet,
auf der Neuen Messe MĂŒnchen statt. FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Klaus Seilnacht: „Mit der Verlagerung nach MĂŒnchen
und der damit verbundenen Internationalisierung leistet die
Intersolar einen wichtigen positiven Beitrag zum Ergebnis der
FWTM“.

Neben der Intersolar Europe wurde bereits 2008 die Intersolar
North America in San Francisco ins Leben gerufen. 2009 folgte
die Intersolar India, die seit 2010 in Mumbai stattfindet. 2011 wird
erstmals die Intersolar China in Peking durchgefĂŒhrt. FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Dr. Bernd Dallmann: "Die Intersolar-Messen in
MĂŒnchen, San Francisco, Mumbai und Peking dienen dem Marketing
der Green City Freiburg. Sie bieten Gelegenheit, den Solar-
und Umweltstandort Region Freiburg weltweit sichtbar zu machen."
 
 

 
BĂŒrgerwindrad in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis)
Umweltminister Franz Untersteller bei offizieller Inbetriebnahme neuer Windkraftanlage in St. Georgen: „‘BĂŒrgerwindrad‘ ist zukunftsweisendes Modell, ĂŒber das die Menschen bei der Energiewende mitgenommen werden können.“ und „Windkraft soll in der Stromversorgung im Land zu einer tragenden SĂ€ule regenerativer Energiequellen werden.“

Im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller wurde heute (4. Juni 2011) in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) eine neue Windkraftanlage ihren offiziellen Bestimmungen ĂŒbergeben. „Das neue Windrad ist ein zukunftsweisendes Beispiel fĂŒr den in Baden-WĂŒrttemberg kĂŒnftig wachsenden Stellenwert der Windenergie. Von dem heutigen Tag soll deshalb ein Aufbruchssignal fĂŒr die Windkraft im Land ausgehen“, sagte Umweltminister Untersteller und lobte die ĂŒber den ProjekttrĂ€ger gelungene breite Beteiligung der BĂŒrgerschaft. Der Investor und Betreiber der Anlage, die solarcomplex AG, werde nĂ€mlich von insgesamt ĂŒber 700 AktionĂ€ren getragen, darunter ĂŒberwiegend BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, aber auch Unternehmen wie beispielsweise die fĂŒnf Stadtwerke der Region. „Die engagierten BĂŒrger können sich so mit ‚ihrer Anlage‘ identifizieren.“ Über solche ‚BĂŒrgerwindrĂ€der‘ könne es gelingen, die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen, zeigte sich Untersteller zuversichtlich. Das rund 2,7 Millionen Euro teure Windrad hat eine Leistung von cirka 1,8 Megawatt und soll jĂ€hrlich rund drei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen: Genug um den Strombedarf von etwa 850 Haushalten zu decken.

„In Baden-WĂŒrttemberg wird kĂŒnftig fĂŒr die Windenergie im Land ein neuer Wind wehen“, kĂŒndigte Untersteller an. Beim Ausbau der Windkraft habe Baden-WĂŒrttemberg nĂ€mlich großen Nachholbedarf. Gerade einmal 0,8 Prozent wĂŒrden die landesweit 368 WindrĂ€der zur gesamten Stromerzeugung beisteuern. Die bisherige Verhinderungspolitik beim Ausbau der Windkraft solle deshalb schon bald der Vergangenheit angehören, versprach Untersteller. „Wir sind bereits dabei konkrete Vorstellungen zu entwickeln, wie der Bau neuer Windkraftanlagen erleichtert und vorhandene HĂŒrden abgebaut werden können.“ Nach dem Willen der neuen Landesregierung solle bis 2020 der Anteil der Windenergie auf zehn Prozent gesteigert und damit gegenĂŒber heute mehr als verzehnfacht werden. „Das ist sehr ambitioniert aber erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen“, zeigte sich Minister Untersteller ĂŒberzeugt.

Mit etwas Sorge werde allerdings die von der Bundesregierung aktuell vorbereitete Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) begleitet, so Untersteller. Nach dem aktuellen Gesetzentwurf wĂŒrden danach die VergĂŒtungssĂ€tze fĂŒr an Land erzeugten Windstrom um jĂ€hrlich zwei Prozent abgesenkt. Nach ursprĂŒnglichen Planungen sollte die jĂ€hrliche Absenkung dagegen nur ein Prozent betragen. Im Gegenzug solle die Windstromerzeugung vor den KĂŒsten höher vergĂŒtet werden. "Die StĂ€rkung der offshore-Windkraft ist zwar richtig. Der Zuschlag fĂŒr offshore-Windstrom darf aber nicht zu Lasten der ĂŒbrigen regenerativen Energiequellen gehen.“ Im weiteren Gesetzgebungsverfahren werde sich Baden-WĂŒrttemberg deshalb dafĂŒr stark machen, den Gesetzentwurf nachzubessern, kĂŒndigte Untersteller an.
 
 

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WWF: Kernkraftwerke mĂŒssen stufenweise auslaufen
WWF-Aktivisten auf der Großdemo in Berlin am 28.05. © Th.Macholz / WWF
 
WWF: Kernkraftwerke mĂŒssen stufenweise auslaufen
Analyse: Reststrommengen der Kernkraftwerke mĂŒssen um mindestens 35 Prozent gekĂŒrzt werden / Laufzeit pro Meiler auf 30 Jahre verringern

Berlin - Der WWF fordert die Bundesregierung auf, die neun verbliebenen Kernkraftwerke stufenweise vom Netz zu nehmen, um Probleme zu vermeiden. Bislang ist geplant, die Meiler innerhalb von nur 12 Monaten in den Jahren 2021/22 abzuschalten. Eine Analyse im Auftrag des WWF zeigt, dass ein solches geballtes Abschalten von insgesamt 10.800 Megawatt KraftwerkskapazitĂ€ten erhebliche energiewirtschaftliche und netztechnische Probleme mit sich bringen könnte, insbesondere im sĂŒddeutschen Raum. Dies lĂ€sst sich laut WWF verhindern, indem die Reststrommengen um mindestens 35Prozent gekĂŒrzt werden. Die Gesamtlaufzeit jedes Kernkraftwerkes solle zudem um zwei auf 30 Jahre verringert werden.

Der WWF-Analyse zufolge ergibt sich derzeit fĂŒr den Zeitraum ab 2011 eine Kernkraftwerksbetriebszeit, die um knapp 60 Prozent ĂŒber der von Rot-GrĂŒn ursprĂŒnglich vorgesehenen Reststrommenge zum heutigen Zeitpunkt liegt. „Aus einem geplanten verlĂ€sslichen Auslaufpfad wird so eine zehnjĂ€hrige Fahrt zu einer hohen Auslauf-Klippe. Wir bewegen uns sehenden Auges auf ein großes Problem zu. Ein reibungsloser Ausstieg wird so schwer“, warnt Regine GĂŒnther, Leiterin Energie und Klimaschutz beim WWF Deutschland. „FĂŒr einen verlĂ€sslichen Übergang ins Zeitalter der erneuerbaren Energien muss der derzeitige abrupte Abschaltplan verĂ€ndert werden.“

In einem Zeitraum von etwa 12 Monaten fast alle lĂ€nger betriebenen Anlagen vom Netz zu nehmen, sei auch politisch riskant: „Eine solche Situation ist eine Steilvorlage fĂŒr die Betreiber der Kernkraftwerke, die Stilllegung weiter hinauszuzögern“, so WWF-Expertin GĂŒnther.

Der WWF plĂ€diert fĂŒr einen schrittweisen Ausstieg. Regine GĂŒnther: „Wir mĂŒssen weitere Spiele der Stromunternehmen schon jetzt unterbinden. Nur so kann Deutschland zum Vorbild fĂŒr einen gelungenen Ausstieg aus der Kernenergie und den Einstieg in Erneuerbare Energien werden.“
 
 

 
Solare Zeiten statt atomarer Risiken
Von der Geschichte der Solarenergie und Perspektiven fĂŒr den Atomausstieg

Freiburg, 01.06.2011: Am Montag, den 30. Mai entfĂŒhrte der renommierte Journalist Bernward Janzing in Kooperation mit dem fesa e.V. sein Publikum im CafĂ© Velo in Freiburg in die Geschichte der Solarenergie. Im Gegensatz zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung zeigte er realistische Perspektiven fĂŒr eine solare Zukunft auf.

Der Atomausstieg in Deutschland ist jetzt beschlossene Sache – sicherlich ein Grund zum Feiern. Doch woher die Energie in Zukunft kommen soll, ist weiterhin umstritten. Hier brachte der Freiburger Journalist Bernward Janzing am 30. Mai im CafĂ© Velo Licht ins Dunkel. Fachlich Ă€ußerst kompetent im Grenzbereich zwischen Ökonomie, Ökologie und Technologie versteht er es gleichzeitig, die komplexe Thematik anschaulich und unterhaltsam rĂŒberzubringen. Zuerst stellte er sein neues Buch „Solare Zeiten“ vor und berichtete anekdotenreich ĂŒber die Geschichte der Solarenergie. So war die Photovoltaik in ihren AnfĂ€ngen in der Raumfahrtforschung angesiedelt. „Sie ist die einzige im Weltall verfĂŒgbare Energie und Geld spielte damals ĂŒberhaupt keine Rolle“, erklĂ€rte Janzing. Anfangs tummelten sich daher vor allem die etablierten Firmen der Energiewirtschaft in der PV-Technik: RWE, Siemens und sogar die Atomfirma Nukem produzierten Solarzellen. Bis zu einer Netzeinspeisung war es freilich noch ein weiter Weg. Hier war die HartnĂ€ckigkeit der ÜberzeugungstĂ€ter, die den Nutzen der Photovoltaik fĂŒr die allgemeine Stromversorgung ĂŒber Jahrzehnte propagierten, gefragt. Einer von ihnen ist Hans-Josef Fell, dem es tatsĂ€chlich gelang, in die Rede des damaligen MinisterprĂ€sidenten von NRW, Wolfgang Clement, eine Forderung nach der kostendeckenden VergĂŒtung einzuschmuggeln – gute Kontakte zu Redenschreibern sind zuweilen von Vorteil! Fell war auch einer der VĂ€ter des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), seit dessen EinfĂŒhrung im Jahr 2000 der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland rasant vorangeht.

Im PV-Bereich geht der Ausbau einher mit stetig sinkenden Modulpreisen. Schon im nĂ€chsten Jahr rechnet man mit der Grid-Parity, dem Zeitpunkt, an dem Strom aus Photovoltaik gleich viel kostet wie Strom aus der Steckdose. Janzing prognostiziert fĂŒr 2011 einen PV-Anteil am Strommix von drei bis vier Prozent. Bei einer so sonnenreichen Wetterlage wie im vergangenen Mai produzieren PV-Anlagen tĂ€glich schon so viel Strom wie im gesamten Jahr 2000 – rund 100 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht einem Anteil am Verbrauch von 25 bis 30 Prozent. Der Verbrauch ist ein entscheidender Knackpunkt, wenn es um Prognosen fĂŒr zukĂŒnftige Anteile der Erneuerbaren Energien am Strommix geht. Janzing hat das spaßeshalber mal anhand von zwei Szenarien ausgerechnet. Im einen steigt der Verbrauch jĂ€hrlich um ein Prozent, im anderen sinkt er um den gleichen Betrag. Im Jahr 2030 wĂŒrde die Differenz zwischen den beiden angenommenen BruttostromverbrĂ€uchen 230 Milliarden Kilowattstunden betragen, das ĂŒbersteigt die Stromproduktion des gesamten Jahres 2010 in deutschen Atomkraftwerken, die bei knapp 140 Milliarden Kilowattstunden lag.

Ein weiterer wichtiger Faktor fĂŒr eine zukĂŒnftige Energieversorgung, der in der angeregten Diskussion mit dem teils sehr fachkundigen Publikum herausgearbeitet wurde, ist das Wie des Ausbaus der Erneuerbaren. Setzt man vor allem auf Offshore-Windkraft, wie es die Bundesregierung in ihrem Entwurf zur Novellierung des EEG vorsieht, sind laut der regierungsnahen Netzagentur dena Hochspannungsleitungen ĂŒber 3600 Kilometer notwendig, um den Strom von der NordseekĂŒste in die Ballungsgebiete im SĂŒden zu transportieren. Verfolgt man dagegen eine dezentrale Energiewende mit einer Vielzahl von Photovoltaikanlagen, Windkraft an Land, Bioenergie und Blockheizkraftwerken, ist der Transportbedarf laut einer Studie von Consentec mit 250 Kilometern deutlich geringer. Die Energie wird dann dort produziert, wo sie gebraucht wird. Auch der fesa e.V. setzt sich fĂŒr eine solche Energiewende vor Ort ein: „Schon der Trassenausbau mit seinen nicht unerheblichen Eingriffen in die Natur wird bei einer dezentralen Energiewende deutlich schonender ausfallen“, meint fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nico Storz dazu. „Ganz wichtig ist auch, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. So entstehen zukunftsfĂ€hige ArbeitsplĂ€tze vor Ort und der stetige Geldabfluss an internationale Konzerne schrumpft. Die dezentrale Energieerzeugung birgt die einmalige Chance, unsere Energieversorgung gemeinsam mit den BĂŒrgern zu gestalten und in diesem Bereich eine Demokratisierung zu erreichen. Freunde der Monopolstrukturen unterstĂŒtzen diesen Prozess natĂŒrlich nicht – aber die Natur der Erneuerbaren ist dezentral. Diese Strukturen gilt es zu schĂŒtzen und auszubauen, damit die Erneuerbaren Energien gedeihen können.“
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Buchtipp
 
Buchtipp "Photovoltaik"
Sonnenenergie gewinnbringend nutzen

Der Solarmarkt in Deutschland boomt. Das Erneuerbare Energien Gesetz unterstĂŒtzt Solarbauherren und sichert ihnen regelmĂ€ĂŸige Einnahmen. Unter gĂŒnstigen Bedingungen amortisiert sich die Anlage so schon nach 10 Jahren. Wie so eine Anlage auf dem eigenen Dach funktioniert und worauf man bei Planung und Bau achten muss, erklĂ€ren die Experten der Stiftung Warentest im Ratgeber Photovoltaik.

SpĂ€testens im Jahr 2012 werden in Deutschland schon eine Million Anlagen installiert sein, die aus Sonnenlicht Strom erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen. Bei keiner anderen Energiequelle sinken die Kosten schneller: In nur fĂŒnf Jahren fielen die Preise fĂŒr Solarstromanlagen um mehr als die HĂ€lfte.

Inzwischen kosten Anlagen fĂŒr ein Einfamilienhaus weniger als ein Kleinwagen. Damit lohnt sich die Investition in eine netzgekoppelte Anlage auch weiterhin. Bauherrn und Investoren profitieren von der EinspeisevergĂŒtung und können durch Eigenverbrauch des Solarstroms vom eigenen Dach zusĂ€tzliche Gewinne erwirtschaften.

Der neue Ratgeber beantwortet alle wichtigen Fragen von der Planung ĂŒber die Finanzierung bis hin zu steuerlichen und rechtlichen Fragen und ist damit eine wichtige Entscheidungshilfe fĂŒr alle, die mit dem Gedanken spielen, eine eigene Photovoltaikanlage zu betreiben.

"Photovoltaik" hat 208 Seiten und ist seit dem 24. Mai 2011 zum Preis von 24,90 Euro im Handel erhÀltlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de.
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Geo-Tag der Artenvielfalt am Waldhaus
Das Freiburger Netzwerk Artenvielfalt bietet am 4. Juni
viele Möglichkeiten der Naturerkundung fĂŒr die ganze Familie

Zum 13. „Tag der Artenvielfalt“ am Samstag, 4. Juni, am Waldhaus
Freiburg sind alle Naturfreunde und -freundinnen zum
Naturentdecken und -erleben aufgerufen. Jeder, der sich fĂŒr die
Natur und ihren Schutz interessiert, kann mitmachen –
insbesondere auch Familien mit Kindern. Unter Anleitung von
Expertinnen und Experten werden Biotope und LebensrÀume am
Wald, am Wasser und auf den Wiesen untersucht und Tier- und
Pflanzenarten bestimmt.

Da die Vereinten Nationen 2011 zum „Internationalen Jahr der
WĂ€lder“ ausgerufen haben, ist die diesjĂ€hrige Veranstaltung zum
Tag der Artenvielfalt am Waldhaus Freiburg angesiedelt. Im
Mittelpunkt der Artenerhebung stehen die Wald-, Wiesen- und
GewÀsserbiotope rund um das Waldhaus an der Wonnhalde
zwischen Freiburg und GĂŒnterstal.

Der Veranstalter, das Freiburger Netzwerk Artenvielfalt, ist ein
Zusammenschluss von rund 20 NaturschutzverbÀnden, -initiativen
und -institutionen, dem Forstamt und Umweltschutzamt der Stadt
Freiburg sowie dem Ökomobil des RegierungsprĂ€sidiums.
Bundesweit federfĂŒhrend fĂŒr den Tag der Artenvielfalt ist die
Redaktion des Magazins „Geo“ aus Hamburg. Der Freiburger Tag
der Artenvielfalt wird von der Ökostation Freiburg koordiniert.

Die erste Veranstaltung, am Freitag, 3. Juni, um 22 Uhr, ist den
Nachtfaltern gewidmet. Klaus Rennwald vom Freiburger
Entomologischen Arbeitskreis (FREAK) wird mit Lichtfallen und
Netzen nachtaktive Schmetterlinge anlocken und bestimmen.

Der Samstag, 4. Juni, beginnt um 6 Uhr mit einer Vogelexkursion
von Josef Ruf vom NABU. Von 10 bis 15 Uhr sind viele Experten
der Partner des Freiburger Netzwerks Artenvielfalt am Waldhaus
anwesend, um mit Interessierten Tier- und Pflanzenarten zu
bestimmen. Um 11 Uhr spricht UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda
Stuchlik ein Grußwort.

Im Rahmen des Internationalen Jahres der WĂ€lder werden auch
Exkursionen in den angrenzenden Stadtwald und durch das nahe
gelegene Arboretum angeboten, das mit ĂŒber 1300 Arten eines
der bedeutendsten der Republik ist. Treffpunkt und
Ausgangspunkt fĂŒr alle AktivitĂ€ten ist das Waldhaus. Zur
genaueren Bestimmung von Insekten oder ihren Larven können
die Binokulare im Waldlabor genutzt werden.

Die Cafeteria im Waldhaus ist auch am Tag der Artenvielfalt fĂŒr
alle NaturforscherInnen und EntdeckerInnen geöffnet.

NĂ€here Informationen zum Geo-Tag stehen im Internet unter
www.oekostation.de und www.waldhaus-freiburg.de. Das
StÀdtische Forstamt ist erreichbar unter Tel. 0761/201-6213 und
www.stadt.freiburg.de/forstamt.
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