oekoplus - Freiburg
Dienstag, 5. Juli 2022
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Klimaneutralität gelingt nur mit klimaneutraler Wärmeversorgung
Wärme macht rund 35 Prozent des Freiburger Energiebedarfs aus
Masterplan W√§rme zeigt den Fahrplan f√ľr die Versorgung der Zukunft
Freiburg soll k√ľnftig auf einen Mix aus erneuerbarem Strom, Abw√§rme, Umweltw√§rme und energieeffizienten Geb√§uden setzen
Beispiel Kulturpark: W√§rmenetz statt √Ėlheizung
√Ėffentliche Vorstellung des Masterplans als LivestreamVeranstaltung am 3. M√§rz

Freiburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2038 klimaneutral zu sein - daf√ľr braucht es eine klimaneutrale W√§rmeversorgung. Denn W√§rme macht rund 35 Prozent des Freiburger Energieverbrauchs aus. Im Dezember hat der Gemeinderat den "Masterplan W√§rme Freiburg 2030" beschlossen. Der Masterplan entwickelt die W√§rmeversorgung in Freiburg hin zur Klimaneutralit√§t strategisch weiter.

Umweltb√ľrgermeisterin Christine Buchheit betont: ‚ÄěDerzeit dominieren fossile Energietr√§ger die W√§rmeversorgung. Um im Klimaschutz voran zu kommen, m√ľssen wir schnell auf erneuerbare Energien umsteigen. K√ľnftig werden wir viel h√§ufiger mit erneuerbarem Strom und Umweltw√§rme heizen. Das wird auch bei der Wahl von neuen Heizungen k√ľnftig wichtig.‚Äú

Der Masterplan Wärme wurde von der GEF Ingenieur AG aus Leimen mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern ifeu Institut Heidelberg und badenova erstellt. Drei Schwerpunkte wurden bearbeitet: die Zukunft des Gasnetzes, der Wärmenetze und der dezentralen Wärmeversorgung.

Im Kulturpark Freiburg l√§uft aktuell ein Projekt, das zeigt, wie der Umbau der W√§rmeversorgung aussehen kann. Hier wird der √Ėlkessel ausgetauscht, obwohl er noch mehr als zehn Jahre laufen k√∂nnte. Stattdessen wird der Kulturpark Freiburg jetzt an das Fernw√§rmenetz der badenova/w√§rmeplus angeschlossen. Durch die Umstellung werden rund 84 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Der Bereich W√§rme macht 2020 mit 1900 Gigawattstunden, knapp 35 Prozent des Energieverbrauchs in Freiburg aus. Das macht ihn zu einem zentralen Steuerungselement f√ľr die Erreichung der Klimaschutzziele. Fossiles Erdgas ist derzeit mit mehr als 50 Prozent der dominierende Energietr√§ger in der W√§rmeversorgung in Freiburg, gefolgt von der Fernw√§rme mit √ľber 20 Prozent und Heiz√∂l mit 17 Prozent. Der Anteil erneuerbarer W√§rme ist mit knapp 7 Prozent noch sehr niedrig.

Erneuerbare Potenziale und Gebäudeeffizienz
Freiburg hat mit Grundwasser sowie oberfl√§chennaher und tiefer Geothermie gute Randbedingungen, um die W√§rmeversorgung auf erneuerbare W√§rme umzustellen. Dass in relevantem Umfang bis 2030 erneuerbare Gase zur Verf√ľgung stehen, ist nicht zu erwarten, f√ľr den Zeitraum nach 2030 ist die Perspektive noch unsicher. Voraussetzung f√ľr eine klimaneutrale Heizung ist, dass der Energiebedarf der Geb√§ude weiter deutlich sinkt: gegen√ľber 2020 bis 2030 um 16 Prozent, bis 2050 sogar um 40 Prozent. Die vielen Sonnenstunden in Freiburg und die dadurch m√∂gliche Solarthermie k√∂nnen besonders zur Deckung des Warmwasserbedarfs einen wichtigen Beitrag leisten.

K√ľnftige W√§rmeversorgung
Im Klimaschutzkonzept 2019 wird vorgeschlagen, dass die Nutzung von Erdgas im Bereich Heizung sp√§testens nach 2040 ausl√§uft und im Wesentlichen durch Umweltw√§rme und Fernw√§rme ersetzt wird. Im Masterplan W√§rme werden entsprechende Eignungsgebiete f√ľr die W√§rmeversorgung ausgewiesen. In den dicht besiedelten Gebieten soll die Fernw√§rme weiter ausgebaut werden, um Erdgas zu ersetzen. F√ľr die dezentrale W√§rmeversorgung wird der Einsatz von W√§rmepumpen (Luft, Erdw√§rme oder Grundwasser) k√ľnftig eine viel gr√∂√üere Rolle spielen und insbesondere in Gebieten mit lockerer Bebauung pr√§feriert werden. Auf Steckbriefen f√ľr jeden Stadtbezirk sind u.a. Hinweise zur Verf√ľgbarkeit von erneuerbaren Energien zusammengestellt, dies kann bei der k√ľnftigen Heizungswahl eine Unterst√ľtzung sein.

In der Projektion f√ľr das Jahr 2050 wird der verbleibende W√§rmebedarf zu rund 50 Prozent durch Fernw√§rme gedeckt, zu circa 30 Prozent durch W√§rmepumpen, Biomasse macht 13 Prozent aus, Solarthermie 9 Prozent. Die Randbedingungen und Umsetzungsfortschritte werden regelm√§√üig gepr√ľft, gegebenenfalls wird die kommunale W√§rmeplanung angepasst.

Auch die W√§rmenetze m√ľssen klimaneutral werden, dazu werden verst√§rkt Gro√üw√§rmepumpen eingesetzt, die W√§rme aus dem Grund- und Abwasser der Stadt sowie Abw√§rme aus der Industrie nutzen. Betrieben werden diese W√§rmepumpen mit Strom, dessen erneuerbarer Anteil von heute fast 50 Prozent zuk√ľnftig weiter ansteigen wird. Ob langfristige tiefe Geothermie eine Option sein kann, wird aktuell von der badenova gepr√ľft.

‚ÄěDie klimaneutrale W√§rmeversorgung kann dann gelingen, wenn die B√ľrgerinnen und B√ľrger sowie alle anderen Akteurinnen und Akteure der Stadt eigeninitiativ mitmachen‚Äú, unterstreicht Christine Buchheit. ‚ÄěDie Stadt Freiburg wird daher die F√∂rderprogramme f√ľr Heizungserneuerung entsprechend anpassen, um die Freiburgerinnen und Freiburger beim Umbauprozess zu unterst√ľtzen.‚Äú

Die Verwaltung selbst und auch die W√§rmeversorger haben Hausaufgaben aus dem Masterplan W√§rme bekommen. Es wurden 27 Ma√ünahmen f√ľr f√ľnf thematische Bereiche vorgeschlagen (Erneuerbare Energie, W√§rmenetze, Gasnetz, Geb√§ude, Begleitma√ünahmen).

Hinweis: Der Masterplan W√§rme Freiburg wird am 3. M√§rz um 19 Uhr in einer Livestream-Veranstaltung der √Ėffentlichkeit vorgestellt. Sie finden den Link zur Veranstaltung unter www.freiburg.de/waermemasterplan
Mehr
 

 
Fällung von sechs Nussbäumen entlang der Eschholzstraße
Sechs Nussb√§ume entlang der Eschholzstra√üe werden in den n√§chsten Tagen weichen m√ľssen. Den alten Nussb√§umen w√§re laut Baumgutachten eine relativ kurze Reststandzeit beschieden. Drei der urspr√ľnglich neun B√§ume wurden bereits aus Gr√ľnden der Verkehrssicherheit in den letzten Jahren gef√§llt.

Die B√§ume stehen auf der Fl√§che, auf der Parkpl√§tze f√ľr den Ausbau der Hauptfeuerwache zum Rettungszentrum vorgesehen sind. So werden auch die Stellpl√§tze auf dem Gel√§nde der Feuerwache und entlang der Staudinger Stra√üe kompensiert, die w√§hrend der anstehenden Bauarbeiten wegfallen. Die Stellpl√§tze dienen dazu, die angespannte Parkplatzsituation f√ľr die Kleing√§rten bereits w√§hrend der laufenden Bauma√ünahmen zu verbessern. Schlie√ülich wird der Bau von Parkpl√§tzen die Situation auf dem h√§ufig zugeparkten Fu√üweg an der Eschholzstra√üe verbessern.

F√ľr die entfallenden B√§ume werden Mitte des Jahres vor Ort 13 neue B√§ume gepflanzt.

Die Stellplätze werden voraussichtlich im dritten Quartal 2022 hergestellt, ihre Bauzeit beträgt gut zweieinhalb Monate.
 
 

Schauinslandbahn 2021: Stabilisierte Zahlen
Bergstation (c) VAG
 
Schauinslandbahn 2021: Stabilisierte Zahlen
Investitionen ins Umfeld

Die Schauinslandbahn hat im zweiten Corona-Jahr trotz pandemiebedingter Stillstandzeiten ihr Ergebnis aus dem Vorjahr halten können. Zudem wurde im vergangenen Jahr weiter in die Infrastruktur rund um Berg- und Talstation investiert.

Wer sich letztmals vor Corona ein Schwebeerlebnis gegönnt hat und dies jetzt wieder einmal tun will, der wird erstaunt sein, was sich in und rund um Berg- und Talstation seither alles verändert hat. Denn in den Zeiten von pandemiegeschuldeten Einschränkungen wurde weiter an der Attraktivität der Schauinslandbahn und deren Umfeld gearbeitet.

Fahrgastzahlen und Einnahmen stabilisiert

Trotz der pandemiebedingt vorgegebenen Au√üer-Betrieb-Setzung in den ersten Monaten des Jahres 2021, konnte mit gut 253.000 Fahrg√§sten der Vorjahreswert wieder erreicht werden. Vom Ergebnis des Jahres 2019, als 367.516 Fahrten gez√§hlt wurden, ist man jedoch noch weit entfernt. Die Erl√∂se lagen geringf√ľgig unter denen von 2020. ‚ÄěDie verf√ľgten Stillstandzeiten haben uns und unser Fahrg√§ste sehr geschmerzt. Dass wir aber dennoch das Ergebnis von 2020 halten konnten, stimmt uns zuversichtlich,‚Äú bilanziert Seilbahnbetriebsleiter G√ľnter Voigt. Sein f√ľr die kaufm√§nnischen belange zust√§ndiger Kollege Tobias Kunz erg√§nzt: ‚ÄěWir haben weiterhin viel daf√ľr getan, die Barrierefreiheit zu verbessern und auch Angebote f√ľr Familien zu schaffen.‚Äú

Da f√ľr die verordnete Stillstandszeiten keine Ausgleichsleistungen seitens des Bundes oder des Landes gegeben werden konnten, flie√üen die geringeren Einnahmen direkt in das Ergebnis der Freiburger Verkehrs AG ein.

Umfeld aufgewertet

Die Arbeiten zur Aufwertung des Außenbereiches der Bergstation, die schon 2019 begonnen hatten, konnten im vergangenen Jahr erstmals vollständig genutzt werden. Die neue Aussichtsplattform, die Baumhausspielanlage sowie die Neugestaltung der Wege rund um das Gebäude der Bergstation, erfreuen sich bei den Besucherinnen und Besuchern großer Beliebtheit.

Ein weiterer gro√üer Schritt zur Barrierefreiheit des Angebotes war der Umbau der Bushaltestelle und Wendeanlage an der Talstation. Seit Dezember 2021 kann hier nun ohne weitere Hilfsmittel niveaugleich, also weitgehend stufenfrei, in die Busse der Linie 21 ein- und ausgestiegen werden. Dieser Bereich wird im Herbst 2022 nach der erfolgreichen Umsiedlung von Reptilien durch einen Fahrgastunterstand und taktile Elemente an den Ein- und Ausstiegspunkten komplettiert. Auch wurde dort f√ľr Reisebusse eine separate Aus- und Einstiegsm√∂glichkeit geschaffen. Zudem wurden im Zuge der Ma√ünahme auch der Ein- und Ausgangsbereich der Talstation einschlie√ülich der Fahrradabstellfl√§che umgestaltet.

Erg√§nzend zu den vorhandenen Angeboten gibt es seit Juli 2021 in Kooperation mit TIMEWALKING TIMETALKING die Schaffnertour. Ein als ‚ÄěSchaffner Emil‚Äú verkleideter Schauspieler berichtet bei Touren rund um die Bergstation allerhand Wissenswertes √ľber den Schauinsland und die Schauinslandbahn.

Zum Entspannen und zur Verk√∂stigung geht es dann zum Beispiel ins Restaurant ‚ÄěDie Bergstation‚Äú, dass w√§hrend der Seilbahnbetriebszeiten von Mittwoch bis Sonntag ge√∂ffnet hat. An Montagen und Dienstagen wird eine Speisen- und Getr√§nkeauswahl an der Bergh√ľtte bereitgehalten.

Ausblick 2022 ‚Äď was steht an?

Neben den ganzj√§hrig zur Verf√ľgung stehenden Angeboten wird ab Mai wieder die Besichtigungen der Seilbahntechnik m√∂glich sein. Auch Attraktionen wie der Kr√§uter-Erlebnispfad, das Bergwerk, die Downhill-Roller und das Berggeheimnis sollen ab Mai wieder zu buchen sein. Zudem wurde der Spielplatz an der Talstation um eine neue R√∂hrenrutsche erweitert und am Ausgangsbereich der Talstation wird eine weitere Fl√§che zum Verweilen eingerichtet.

Vorgesehen sind f√ľr 2022 auch wieder eine Nachtfahrt sowie die Teilnahme beim Tag des offenen Denkmals.

zum Bild oben:
"Schaffner Emil" genießt die Aussicht vom neugestalteten Außenbereich der Bergstation
Quelle: VAG.
Mehr
 

 
Nisthilfen f√ľr Feinde der Kastanienminiermotte
Mehr Lebensraum f√ľr Maisen

‚ÄěFreiburg packt an‚Äú stellt Bauk√§sten aus Holz

Die Kastanienminiermotte setzt den Rosskastanien der Stadt seit vielen Jahren zu. Die Larven der Falter fressen sich durch die Bl√§tter, die werden Braun, die B√§ume werfen sie schon im Sommer ab. Um dem Sch√§dling einzud√§mmen, wird in Freiburg deshalb der Lebensraum der Maisen gest√§rkt ‚Äď die V√∂gel sind die nat√ľrlichen Fressfeinde der Mottenart. Und B√ľrgerinnen und B√ľrger k√∂nnen dabei unterst√ľtzen.

Im Rahmen von ‚ÄěFreiburg packt an‚Äú werden kostenlose Nisthilfen Baus√§tze aus Holz angeboten. Die Nistk√§sten bieten einen neuen Lebensraum. Maisen k√∂nnen in den Nistk√§sten br√ľten und finden im Kastanienlaub gen√ľgend Nahrung f√ľr die Jungv√∂gel in Form von Motten und Larven, die im Laub versteckt sind.

Die Nisthilfen sollten ausschlie√ülich an privaten Kastanienb√§umen befestigt werden. Das Anbringen von Holznistk√§sten an √∂ffentlichen B√§umen kann nur mit Zustimmung von Garten- und Tiefbauamt stattfinden. Es gibt zwei verschiedene Lochgr√∂√üen f√ľr Kohlmeisen und Blaumeisen. Die Nisthilfen sollen zwischen Oktober und Februar allj√§hrlich geleert und ausgefegt werden, damit die neue Brut im sauberen Nest aufwachsen kann. Es d√ľrfen nur die mitgelieferten Alun√§gel benutzt werden, um gr√∂√üere Sch√§den am Baum zu vermeiden.

Die Baus√§tze mit einer Anleitung und Alun√§geln k√∂nnen bei ‚ÄěFreiburg packt an‚Äú bestellt und am Rathaus im St√ľhlinger nach Terminabsprache abgeholt werden. Die neuen Vogelwohnungen sollten am besten noch im Februar oder Anfang M√§rz an den B√§umen h√§ngen.

Im Herbst beginnt dann der zweite Teil des Kamps gegen die Kastanienminiermotte. Ab Oktober kann mit der Laubsammlung gestartet werden, um befallene Bl√§tter zu entfernen. Das Laub kann zusammen mit anderen Bl√§ttern in den S√§cken von der Abfallwirtschaft- und Stadtreinigung am Stra√üenrand zur Abholung abgestellt werden. Die Papiers√§cke sind in den Recyclingh√∂fen, im Rathaus und in den Ortsverwaltungen f√ľr 50 Cent pro St√ľck erh√§ltlich.

So kann die Verbreitung der Kastanienminiermotte eingeschr√§nkt werden und die imposanten B√§ume die Menschen mit ihren Bl√ľten und Kastanien weiterhin erfreuen.

Bestellung der Nistk√§stenbaus√§tze beim Garten- und Tiefbauamt, ‚ÄěFreiburg packt an‚Äú, Ansprechpartnerin: Monika Borodko-Schmidt, 201-4712 oder fpa@stadt.freiburg.de
 
 

 
Freiburg kauft Wald
Stadt Freiburg kauft Unternehmensgruppe F√ľrst von Hohenzollern 50 ha gro√üe Waldfl√§che ‚ÄěFrohnholz‚Äú ab

Beschluss in der kommenden Gemeinderatssitzung

OB Horn: ‚ÄěDie M√∂glichkeit zum Ankauf von 500 000m2 Waldfl√§che in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mundenhof und dem neuen Stadtteil Dietenbach ist ein starker Erfolg und von strategischer Bedeutung f√ľr uns.‚Äú

Am kommenden Dienstag wird die Verwaltung dem Gemeinderat den Ankauf von 50ha Waldfl√§che zur Entscheidung vorlegen. Es handelt sich um die Fl√§che Frohnholz zwischen Mundenhof (√∂stlich), Dietenbach (s√ľdlich), Autobahn (n√∂rdlich) und Zubringer (westlich). Die Fl√§che geh√∂rt der Unternehmensgruppe F√ľrst von Hohenzollern, die die Waldfl√§che f√ľr eine vorrangig √∂konomische Zielsetzung nutzt. Die Fl√§che hat einen Wert von 2,5 Millionen Euro. 1,4 Millionen davon wird die Stadt nach Vertragsunterzeichnung bezahlen. F√ľr die Restsumme wird die f√ľrstliche Unternehmensgruppe eine Option f√ľr ein Baugrundst√ľck im Stadtteil Dietenbach erhalten, um dort Mietwohnungsbau zu schaffen.

Die Stadt wird die Waldfl√§che k√ľnftig gemeinwohlorientiert pflegen und nutzen. Der Natur- und Artenschutz wird aufgewertet, so dass die Fl√§che als Ausgleichsma√ünahme zur Dietenbachbebauung dienen kann. Weiterhin werden sowohl f√ľr Besucherinnen und Besucher des Mundenhofs als auch f√ľr die Menschen aus dem k√ľnftigen Stadtteil Erholungs- und Freizeitnutzungen verbessert (zB √ľber bessere Wegebeziehungen).

Das Waldst√ľck kann also durch die Stadt Freiburg in vielf√§ltiger und schonender Weise aufgewertet werden. Das Frohnholz ist Vogelschutzgebiet im Natura-2000-Schutzgebietsnetz. Mit einer sensiblen Besucherlenkung und der Umsetzung einer Waldweide soll ein wichtiger Beitrag zur Vertr√§glichkeit des neuen Stadtteils mit dem Natura-2000-Gebiet geleistet werden. Mit einem Gesamtnutzungskonzept der Waldfl√§chen k√∂nnen der strenge Artenschutz, die Belange des Mundenhofs und die der Waldbesuchenden ber√ľcksichtigt werden.

OB Martin Horn: ‚ÄěMit dem Erwerb der Waldfl√§che haben wir einen wichtigen Schritt getan, Arten- und Naturschutz mit der schonenden Nutzung durch Besucherinnen und Besucher des Waldes zu verbinden. Mit dieser strategischen Entscheidung st√§rken wir die Weiterentwicklung des Mundenhofs sowie des neuen Stadtteils Dietenbach.‚Äú
 
 

 
Freiburg: Radweg am Dreisamufer wegen Hochwasser gesperrt
Der Dreisamuferradweg ist derzeit wegen Hochwassers gesperrt. Der Pegel erreichte die erste Stufe von 1,13 Metern.

Die Stadtverwaltung kontrolliert neben der Dreisam weitere kritische Punkte an den Bächen in der Stadt, die besonders hochwassergefährdet sind. Wann der Pegel wieder sinken wird, ist derzeit nicht absehbar.
 
 

 
Gericht soll Baumfällungen stoppen
Eilantrag beim VGH Mannheim gegen Fällung von Aue-Bäumen am Dietenbach

Klägerin ist Plan B e.V., eine regional tätige und anerkannte Umweltvereinigung aus Freiburg i. Br.

Im Zuge des Klimawandels scheinen extreme Wetterereignisse wie im Ahrtal immer h√§ufiger aufzutreten. Hierbei handelt es sich um kurzzeitige, gravierende Abweichungen vom durchschnittlichen Wetter in einer Region. Durch die Heftigkeit, mit der sich Starkniederschl√§ge, √úberschwemmungen, St√ľrme, starker Schneefall oder lange D√ľrre- und Hitzeperioden ereignen, sind sie h√§ufig mit immensen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Sch√§den und mit gro√üen Belastungen f√ľr die √Ėkosysteme verbunden.

In den vergangenen Jahren häuften sich die Hochwasserkatastrophen. Gefahren während des Hochwassers, bei Wiederaufbauarbeiten, durch zerstörte Infrastruktur oder durch die Flucht der Bevölkerung verursachen Todesfälle, Verletzungen, Krankheiten und psychische Belastungsreaktionen.

Um auf diese Risiken in Zukunft besser vorbereitet zu sein und die Menschen vor Schaden zu sch√ľtzen, ist es n√∂tig, Bach- und Flussauen mehr Raum zu geben und nat√ľrliche R√ľckhaltefl√§chen zu erhalten. Dies sind Naturschutzma√ünahmen, welche Vorsorge treffen und die pr√§ventiv wirken. Den Klimawandel und die Gefahr durch Extremwetterlagen sehen wir bei den st√§dtischen Planungen beim Baugebiet Dietenbach nicht hinreichend ber√ľcksichtigt. Das Gebiet liegt in einer seit Jahrhunderten bekannten alten Flutrinne.

‚ÄěEs darf im Dietenbach kein zweites Ahrtal geben. Wenn mir bewusst gewesen w√§re, dass das Gebiet in einer historisch bedingten Flutrinne liegt und dass Extremwetterlagen so schnell zur Realit√§t werden, dann h√§tte ich beim B√ľrgerentscheid anders abgestimmt‚Äú, so ein Besucher beim Waldspaziergang des NABU im Langmattenw√§ldchen, der jeden Sonntag dort stattfindet.

‚ÄěBei unseren w√∂chentlichen Waldf√ľhrungen zum Erhalt der wertvollen Waldfl√§chen h√∂ren wir von Teilnehmer*innen immer wieder, dass sie sich beim B√ľrgerentscheid anders entschieden h√§tten, wenn sie gewusst h√§tten, dass sich das Baugebiet in einer eiszeitlichen Flutrinne befindet‚Äú sagt Ralf Schmidt, Vorsitzender von Plan B e.V. aus Freiburg‚Äú.

Die Stadt will in K√ľrze mit den Bauma√ünahmen in der Dietenbach-Aue beginnen (Gew√§sserausbau). Dabei geht es zun√§chst um eine Baumf√§llaktion, mit der gesetzlich gesch√ľtzte Biotope mit Auwald-B√§umen und M√§hwiesen im Plangebiet beseitigt werden. Dagegen wurde beim Verwaltungsgerichtshof (VHG) Mannheim ein gerichtliches Eilverfahren eingeleitet, um den Beginn dieser Ma√ünahmen zu stoppen und um zu verhindern, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden. Kl√§gerin ist Plan B e.V., eine amtlich zugelassene und anerkannte Umweltvereinigung.

Der Gew√§sserausbau mit dem Bau von 1 km langen L√§ngsd√§mmen und vielerlei Ma√ünahmen am Gew√§sser ist nach Angaben der Stadt wesentliche Voraussetzung f√ľr die sp√§tere Bebauung der Dietenbach-Aue. Die √ľber hundert Hektar gro√üe Fl√§che befindet sich als Standort f√ľr den vorgesehenen neuen Stadtteil Dietenbach in einem au√üergew√∂hnlichen Landschaftsraum, und zwar in einer eiszeitlich gepr√§gten Flutrinne, die aus Risikovorsorgegr√ľnden keinesfalls bebaut werden darf. Das sp√§tere Wohngebiet befindet sich auch k√ľnftig trotz der st√§dtischerseits vorgesehenen Ma√ünahmen in einem wasserrechtlichen Hochwasser-Risikogebiet. Dies war der √Ėffentlichkeit vor dem B√ľrgerentscheid nicht bekannt.

Mit dem Gew√§sserausbau werden 800 m¬≤ Auwald zerst√∂rt, und mit der Bebauung wird die Dietenbach-Aue mit einer R√ľckhaltefl√§che f√ľr Hochwasserfluten im Umfang von etwa 1 Mio m¬≤ beseitigt. Gegen die wasserrechtliche Zulassung, die das st√§dtische Umweltschutzamt dem st√§dtischen Garten- und Tiefbauamt erteilt hat, um die Bauma√ünahmen in der Dietenbach-Aue durchzuf√ľhren, l√§uft eine Klage ebenfalls beim VGH Mannheim.

Die Baumfällaktionen sollen nach Angaben der Stadt bereits am Montag, 14. Februar beginnen.
Mehr
 

 
Eine Ber√ľhmtheit vom Mundenhof ist tot
Die Schweizer Wasserbirne, die beim Krippenspiel den Engel verkörperte, musste gefällt werden

Meistens stehen auf dem Mundenhof die Tiere im Mittelpunkt des Interesses. Die Kamelstute Quecke, der Wollschweineber Othello und der Ungarischer Steppenrindbulle Sultan sind oder waren einem größerem Publikum bekannt. Doch auch bei den Pflanzen gibt es Exemplare mit besonderer Bedeutung. Ein Baum hat es 2003 sogar auf die Titelseite des Jahresprogrammes geschafft.

Nun musste sich der Mundenhof von diesem Baum trennen. Die gut hundertjährige Schweizer Wasserbirne am Radweg nach Umkirch, zwischen dem Buntmardergehege und der Sandbahn, war vielen ein Anschauungsobjekt, denn sie verkörperte alle zwei Jahre wieder den Engel beim Krippenspiel. Zuletzt hatten Schadpilze ihre Standfestigkeit aber stark beeinträchtigt. In der Hoffnung, den Baum durch geeignete Maßnahmen noch retten zu können, zog die Mundenhof-Leitung einen Baumsachverständigen zu Rate. Dessen Urteil fiel aber so eindeutig aus, dass die Fällung in der vergangenen Woche umgehend erfolgte. Das gleiche Schicksal ereilte weitere Bäume entlang des Rad- und Hauptweges. Nun kommen dort wieder Schweizer Wasserbirnen, Stieleichen und Linden hin. Dass die neu zu pflanzenden Bäume ein ähnliches Alter erreichen wie die jetzt gefällte Birne, ist angesichts des Klimawandels ein frommer Wunsch.

Die Baumart Schweizer Wasserbirne ist ein Zufalls√§mling, der 1823 erstmals erw√§hnt und in der Schweiz und Baden-W√ľrttemberg verbreitet ist. Der starkw√ľchsige Baum gleicht mit Gr√∂√üe und Krone einer Eiche und kann ein Alter von 100 bis 150 Jahren erreichen. In fr√ľheren Zeiten waren die Fr√ľchte, die im Oktober reifen, ein begehrtes Mostobst, weswegen sie h√§ufig auf Streuobstwiesen zu finden war. Auch zum D√∂rren eignet sich die Birne gut.

Auf dem Mundenhof haben Schweizer Wasserbirnen eine lange Tradition. Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie zu Beginn der Stadtgut-Zeiten entlang wichtiger Wege wie dem L√∂hliweg oder der Stra√üe zum Mundenhof in langen Reihen gepflanzt. Besonders im Fr√ľhjahr bieten die Gro√üb√§ume mit ihren wei√üen Bl√ľtenwolken ein fantastisches Bild. Leider kommen diese B√§ume nun aber nach und nach in ihre kritischen Jahre, fallen um oder m√ľssen gef√§llt werden. Wo das m√∂glich ist, werden sie als Totholzb√§ume stehen gelassen, da sie f√ľr viele V√∂gel oder K√§fer eine hervorragende Nahrungs- und Lebensgrundlage bieten.
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 


Copyright 2010 - 2022 Benjamin Jäger