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Montag, 19. August 2019
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Verschiedenes

Gaddafi, Atomkraftwaffen und die deutsch-französischen Medien
 
Gaddafi, Atomkraftwaffen und die deutsch-französischen Medien
Der ehemalige libysche Machthaber Gaddafi ist tot und der Krieg beendet. HĂ€tte Herr Sarkozy ein wenig frĂŒher seine AKW-Export-PlĂ€ne nach Libyen realisiert, dann hĂ€tte das Land, Ă€hnlich wie Nordkorea, recht schnell ĂŒber Plutonium und Atomkraftwaffen verfĂŒgen können. Der Krieg hĂ€tte vermutlich nicht stattgefunden oder wĂ€re anders verlaufen. ...
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BeschÀftigung mit Heimischer Natur in Kindergarten und Schule
 
BeschÀftigung mit Heimischer Natur in Kindergarten und Schule
Kinder entdecken, nutzen und gestalten ihre Umwelt in dem Maße, wie es ihnen von Eltern, Kindergarten und Schule ermöglicht und angeboten wird. An diesem Punkt setzen Projekte an, bei denen Kindergarten- und Schulkinder ihre heimische Natur spielerisch, forschend und handwerklich kennen lernen können. Um die Bildungseinrichtungen darin zu unterstĂŒtzen, hat die PLENUM-GeschĂ€ftsstelle gemeinsam mit erfahrenen NaturpĂ€dagoginnen und -pĂ€dagogen zehn Naturerlebnis-angebote erarbeitet und nun vorgestellt.

„Alles ganz schön bunt hier“, lautet ein Angebot, heimische FĂ€rbepflanzen zu erforschen und damit zu experimentieren. Farbenfroh geht es auch beim kreativen Gestalten mit KaiserstĂŒhler KrĂ€utern und Blumen zu. Den nahe gelegenen Wald können Kinder auf sportliche, forschende oder kĂŒnstlerisch-kreative Art und Weise kennen lernen und somit Naturverbundenheit entwickeln. Auf der Streuobstwiese der Stiftung KaiserstĂŒhler Garten sind die Kinder eingeladen, sich mit Äpfeln, Kirschen und Wiesenblumen zu beschĂ€ftigen, Nisthilfen zu bauen und Saft zu pressen. Im benachbarten Samengarten dĂŒrfen Kinder leckeres heimisches GemĂŒse sĂ€en, jĂ€ten, ernten und verkosten. Die gestaltende Kraft der HĂ€nde ist beim Kneten und Modellieren mit Lehm gefordert. Entweder kann jedes Kind einen eigenen Miniatur- Lehmofen formen oder eine Gruppe einen gemeinsamen echten Backofen aus Lehm bauen und beim nĂ€chsten Dorffest professionell betreiben. Fantasie, Vorstellungsvermögen und Gruppendynamik werden beim Projekt „Sinnesgarten“ angeregt, bei dem aus Ideen ein gemeinsames kleines GĂ€rtlein entstehen soll, das verschiedene Sinne anspricht.

Alle ausgearbeiteten Projektangebote sind ĂŒber die PLENUM-GeschĂ€ftsstelle erhĂ€ltlich und stehen auf der Homepage www.naturgarten-kaiserstuhl.de. Somit können interessierte Lehrer und Eltern gleichermaßen diese Angebote aufgreifen und fĂŒr die DurchfĂŒhrung in einer Gruppe oder Klasse vorschlagen. Bei allen umweltpĂ€dagogischen Angeboten sollen Kopf, Herz und Hand gleichermaßen angesprochen werden, wobei das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht. Alle Angebote setzen Vorgaben und Ziele des Bildungsplans auf handlungsorientierte Art und Weise um.

Die Informationsveranstaltung fĂŒr KindergĂ€rten und Schulen der Region Naturgarten Kaiserstuhl wurde in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Freiburg durchgefĂŒhrt. Dabei konnten sich Erzieherinnen, Lehrerinnen und Lehrer ein Bild von diesen Angeboten machen und mit den Anbietern dieser naturpĂ€dagogischen Projektangebote ins GesprĂ€ch kommen. Des weiteren wurde auf einige Angebote von Volkshochschulen und des Naturzentrums Kaiserstuhl hingewiesen, die sich speziell an Kinder richten und das Kennenlernen und Erleben der heimischen Natur in den Mittelpunkt stellen.

Matthias Hollerbach von PLENUM und Heinz Trogus von der Regionalgesellschaft Naturgarten Kaiserstuhl GmbH möchten mit dieser Initiative im Rahmen der Naturgarten-Kampagne dazu beitragen, dass KindergÀrten und Schulen Natur und Landschaft ihrer direkten Umgebung wieder mehr ins Blickfeld nehmen und in ihre Bildungsarbeit integrieren.

zum Bild oben:
Matthias Hollerbach (PLENUM), Heinz Trogus (Naturgarten Kaiserstuhl GmbH), die NaturpĂ€dagoginnen Friederike Dinkelaker, Monika Witte und Sabine Gensch und der ErlebnispĂ€dagoge Erich Briel (v.r.) prĂ€sentierten Naturerlebnisangebote fĂŒr Schulen und KindergĂ€rten.
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Zum 25. Jahrestag der Sandozgiftwelle im Rhein am 31. Okt./1. Nov ...
 
Zum 25. Jahrestag der Sandozgiftwelle im Rhein am 31. Okt./1. Nov ...
... stellen die UmweltverbÀnde im Dreyeckland fest:

Ein Sandoz II muss verhindert werden!

Die Sandozgiftwelle und die darauf folgenden Proteste der grenzĂŒberschreitenden Umweltbewegung vor 25 Jahren haben dazu beigetragen, dass Gesetze und Vorschriften im GewĂ€sserschutz verschĂ€rft worden sind – dadurch ist tatsĂ€chlich eine erfreuliche Verbesserung der GewĂ€ssergĂŒte im Rhein eingetreten. Zudem hat der forcierte Bau von Havarie- und LöschwasserrĂŒckhaltebecken die Gefahr einer unfallbedingten BeeintrĂ€chtigung des Rheins erheblich vermindert.
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Buchtipp: Andrea Flemmer
 
Buchtipp: Andrea Flemmer "Echt sĂŒĂŸ!"
Gesunde Zuckeralternativen im Vergleich. Mit ErnÀhrungstipps

Alternativen zum Zucker sind heute gefragter denn je: Immer mehr Menschen leiden an Diabetes oder Übergewicht und mĂŒssen auf ihren Zuckerstoffwechsel achten. Andere wollen der Gesundheit zuliebe Haushaltszucker vermeiden. Allen gemeinsam ist jedoch: Sie suchen nach natĂŒrlichen und gesunden SĂŒĂŸungsmitteln. ...
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ÖKO-TEST LED-Lampen
Foto: öko-test
 
ÖKO-TEST LED-Lampen
Besser als Energiesparlampen

LED-Lampen sind das Licht der Zukunft. Energiesparlampen sind sie aber heute schon in vielerlei Hinsicht voraus. Denn sie sind sparsamer, haltbarer und einige machen ein besseres Licht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von ÖKO-TEST.

Das Frankfurter Verbrauchermagazin hat elf LED-Lampen mit Schraubgewinde, die in eine normale Lampenfassung eingeschraubt werden können, im Dauertest unter die Lupe genommen. Dabei zeigten die Produkte ihre StĂ€rken. LED-Lampen bieten ein ausgeglicheneres Farbspektrum. Ein weiterer Vorteil ist die Sparsamkeit: Auch wenn die LED in der Anschaffung teuer sind, rechnet sich ihr Einsatz im Schnitt nach gut drei Jahren. Denn es sind bis zu 85 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zur GlĂŒhlampe möglich. Energiesparlampen schaffen bei gleicher Testanordnung nur etwa 70 Prozent.

Allerdings gibt es auch noch etliche Probleme zu lösen. Bedenklich ist das ausgeprĂ€gte Lichtflimmern der LED. Das können die Augen zwar nicht mehr wahrnehmen, doch im Gehirn kommen diese Pulse an. Außerdem ist die Elektrosmogbelastung bei allen getesteten Lampen sehr hoch. Manche ĂŒberschreiten die TCO-Norm, die fĂŒr Computermonitore erlaubt ist, um mehr als das Zehnfache. ÖKO-TEST empfiehlt daher, LEDs nicht in Schreib- oder Nachttischlampen einzuschrauben und hier besser auf Halogenlampen zu setzen. Außerdem lĂ€sst die Helligkeit bei einigen Produkten stark zu wĂŒnschen ĂŒbrig.

JĂŒrgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, resĂŒmiert: „Die LED-Technologie steht zwar noch am Anfang ihrer Entwicklung, aber in ihr steckt großes Potenzial. Sie sticht schon jetzt die Energiesparlampe aus und kann damit wirklich das Licht der Zukunft werden.“

Das ÖKO-TEST-Magazin November 2011 gibt es seit dem 28. Oktober 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
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Wir sind sieben Milliarden
© WWF
 
Wir sind sieben Milliarden
Menschheit lebt "auf Pump". / WWF fordert effiziente und gerechte Nutzung von Rohstoffen.

Berlin - Am 31. Oktober wird laut UN-Berechnungen der siebenmilliardste Mensch geboren. Die Weltbevölkerung wĂ€chst und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Doch um die Nachfrage nach natĂŒrlichen Rohstoffen zu decken, brĂ€uchte man nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation WWF bereits heute einen zweiten Planeten. Mit den Bevölkerungszahlen wird auch der Bedarf an Wasser, Nahrung und Energie weiter steigen. Die Menschheit befriedigt ihren Ressourcenbedarf der WWF-Studie "Living Planet Report" zufolge seit Jahren von den „ökologischen RĂŒcklagen“ der Natur. „Wir leben derzeit auf Pump. In Zukunft mĂŒssen Nahrungsmittel und knappe Produktionsmittel wie Wasser und Böden gerechter und effizienter genutzt werden“, fordert daher Matthias Meissner, Agrarreferent beim WWF Deutschland. „Damit eine Stabilisierung der WelternĂ€hrung möglich wird, mĂŒssten die IndustrielĂ€nder zusĂ€tzlich ihren Fleischkonsum reduzieren und die allgemeine WegwerfmentalitĂ€t des Handels und der Verbraucher mĂŒsste gestoppt werden.“

Die FAO fordert deshalb schon heute eine Steigerung der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent bis 2050. Eine Intensivierung der Landwirtschaft ist jedoch nur ein kleiner Teil der Lösung. Zu diesem Ergebnis kam eine gemeinsame Studie des WWF Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung. Viel dringlicher sei es, eine gerechtere und effizientere Verteilung der Nahrungsmittel und ProduktionsgĂŒter zu erreichen, so der WWF. So wĂŒrde eine Halbierung der Nachernteverluste bei Weizen lediglich eine Produktionssteigerung von 48 statt 70 Prozent notwendig machen. Nachernteverluste sind Lebensmittel und Rohstoffe, die zwischen Ernte und Verbraucher weggeworfen werden.
 
 

 
Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“
Ausgezeichnet! – Verkehrsminister Hermann bescheinigt Freiburg, Karlsruhe und Offenburg ihre Fahrradfreundlichkeit

Am Freitag, 28. Oktober 2011, hat der baden-wĂŒrttembergische Minister fĂŒr Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, zum ersten Mal die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ an die StĂ€dte Freiburg, Karlsruhe und Offenburg verliehen.

„Baden-WĂŒrttemberg wird mehr und mehr ein fahrradfreundliches Land. Wir haben Kommunen, die dabei besonders herausragen“, freute sich Hermann. Die StĂ€dte Freiburg, Karlsruhe und Offenburg hatten sich um die ausgelobte Auszeichnung beworben. Sie mussten darlegen, dass sie besonders fahrradfreundlich sind. Eine PrĂŒfkommission aus Mitgliedern des LandesbĂŒndnisses ProRad, in dem sich verschiedene Vertreter von Einrichtungen und VerbĂ€nden aus Praxis und Wissenschaft zusammengeschlossen haben, hat die Angaben der StĂ€dte in den umfangreichen Fragebögen geprĂŒft sowie ausgewertet und sich auch vor Ort ein Bild von der Radverkehrssituation verschafft. Minister Hermann betonte: „Um als fahrradfreundliche Kommune zertifiziert zu werden, genĂŒgt es nicht, einzelne Kriterien zu erfĂŒllen. Vielmehr mĂŒssen die Bewerber ein zielgerichtetes Gesamtkonzept vorweisen können, das eine erfolgreiche und nachhaltige Radpolitik demonstriert. Das wird in den ausgezeichneten StĂ€dten eindrucksvoll belegt.“

So wird am Beispiel der Stadt Karlsruhe deutlich, dass große Erfolge in der Fahrradförderung möglich sind, wenn Verwaltung und Politik bei der Finanzierung und den politischen Grundsatzentscheidungen an einem Strang ziehen. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur zĂ€hlt dazu auch eine intensive Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit.

In Freiburg und Offenburg trĂ€gt insbesondere die jahrzehntelange Radverkehrsförderung FrĂŒchte und zeigt sich in einem dichten Radwegenetz sowie einem vielseitigen Angebot fĂŒr die Radfahrer. In Offenburg bieten etwa ein kostenloser Fahrradverleih, ein öffentliches Leihfahrradsystem, das “Scherbentelefon“, ein Fahrradstadtplan, TourenvorschlĂ€ge sowie Infotafeln einen umfassenden Service fĂŒr Radler. In Freiburg hat man u.a. Bevorrechtigungen fĂŒr den Fuß- und Radverkehr gegenĂŒber dem motorisierten Individualverkehr, Fahrradweichen, lĂ€ngere GrĂŒnzeiten fĂŒr Radfahrer an Kreuzungen sowie neun Fahrradstraßen eingerichtet. Auch innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wie Informations-Aktionen zum Thema „Toter Winkel“ oder die Montage von Spiegeln an Verkehrsampeln sind umgesetzt worden.

NatĂŒrlich könne die Zertifizierung nicht bedeuten, jetzt an diesem Punkt stehen zu bleiben, unterstrich Minister Hermann. Vielmehr soll sie weitere Kommunen anregen, es ihnen gleich zu tun. Herr Hermann machte deutlich:“ Wir brauchen Vorbilder und gute Ideen, an denen sich andere orientieren können. DafĂŒr bietet die AGFK-BW ein optimales Netzwerk.“ DarĂŒber hinaus sollen die ausgezeichneten StĂ€dte in Ihrem Tun bestĂ€rkt und ihrer Arbeit neuer Schwung verliehen werden.

ZusĂ€tzlich zu dem Zertifikat erhalten die drei StĂ€dte als attraktiven Preis jeweils einen FahrradzĂ€hler. Das Besondere dabei ist, dass die FahrradzĂ€hler fĂŒr jeden Radfahrer gut sichtbar sind und in einem Display die tages- und jahresaktuelle Anzahl der gezĂ€hlten Radfahrer angezeigt wird. Damit dienen die FahrradzĂ€hler nicht nur dem statistischen Interesse der Verkehrsplaner. Vielmehr soll den Radfahrern gezeigt werden, dass jeder Radler „zĂ€hlt“ und dass sie als Verkehrsteilnehmer ernst genommen werden. Die BĂŒrger sollen sich damit noch stĂ€rker als wichtiger Teil der fahrradfreundlichen Stadt identifizieren können. Installiert werden die FahrradzĂ€hler im nĂ€chsten Jahr an ausgewĂ€hlten Fahrradrouten der drei StĂ€dte.

Hintergrundinformation:
Die Landesauszeichnung als „Fahrradfreundliche Stadt“, „Fahrradfreundlicher Landkreis“ und „Fahrradfreundliche Gemeinde“ in Baden-WĂŒrttemberg wurde vom LandesbĂŒndnis ProRad initiiert. Das LandesbĂŒndnis Pro Rad wurde 2009 gegrĂŒndet. Ihm gehören die Landtagsfraktionen, Ministerien, die kommunalen LandesverbĂ€nde, die Arbeitsgemeinschaft der RegionalverbĂ€nde, maßgebliche InteressenverbĂ€nde, Vertreter von ÖPNV-Unternehmen, der Wissenschaft und die AOK Baden-WĂŒrttemberg an. Die Landesauszeichnung wird einmal im Jahr vom Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur verliehen. Die Auszeichnung ist an verschiedene Kriterien geknĂŒpft, deren ErfĂŒllung durch eine PrĂŒfkommission des LandesbĂŒndnisses ProRad in den AntrĂ€gen geprĂŒft und vor Ort begutachtet wird. Die Themenbereiche des Fragebogens sind: „Politische PrioritĂ€tensetzung fĂŒr die Radverkehrsförderung“; „Fahrradfreundliche Infrastruktur schaffen“; „VerknĂŒpfung Fahrrad und ÖPNV (Umweltverbund)“; „Fahrradfreundliches Klima fördern“ sowie „Service fĂŒr den Radverkehr bzw. Fahrradtourismus“. Voraussetzung fĂŒr eine Bewerbung der StĂ€dte, Landkreise und Gemeinden ist die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Baden-WĂŒrttemberg (AGFK-BW).
 
 

 
Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2011 stehen fest.
Georg Salvamoser Preis (40.000 Euro) geht an Michael Diestel
und Matthias Klöffel von der Agrokraft GmbH, Bad Neustadt/
Saale.

Jury vergibt auch zwei Sonderpreise (jeweils 5.000 Euro) an
SchĂŒlerfirma Scolaire am Deutsch-Französischen Gymnasium
Freiburg und an Johannes Rösch aus Oberried.

Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2011 stehen fest. Aus ĂŒber 100
sehr hochrangigen Bewerbungen fĂŒr den von der Stadt Freiburg, dem Wirtschaftsverband
100 Prozent Erneuerbare Energien und der Georg-Salvamoser-Stiftung ausgelobten
Preis hat die Jury die PreistrÀger ausgewÀhlt.

Aufgrund der hohen Zahl qualifizierter Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet
wurde die Preissumme dieses Jahr auf einen Hauptpreis (40.000
Euro) und zwei Sonderpreise (jeweils 5.000 Euro) aufgeteilt.

Der Georg Salvamoser Preis wird am 13. November im feierlichen Rahmen in
Freiburg verliehen. Zu diesem Anlass spricht Prof. Dr. Ernst Ullrich von
WeizsÀcker, der als einer der wichtigsten Vordenker des Konzeptes einer
nachhaltigen Entwicklung gilt.

Die PreistrÀger:

Der Georg Salvamoser Preis 2011 (40.000 Euro) geht an Michael Diestel
und Matthias Klöffel, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Agrokraft GmbH, Bad Neustadt/
Saale (Bayern). Die Jury zeichnet damit die von der Agrokraft GmbH
entwickelte standardisierte GrĂŒndung von Energiegenossenschaften aus. So
wie es vor 150 Jahren jedem Dorf möglich war, mit der Satzung und der „Bedienungsanleitung“
von Friedrich Wilhelm Raiffeisen eine genossenschaftli-
che Bank zu grĂŒnden, so möchte es das Team von Agrokraft Initiativen einfach
machen, erfolgreich und schnell eine Energiegenossenschaft zu grĂŒnden.
Mit UnterstĂŒtzung der Agrokraft entstanden seit 2008 bislang 21 regionale,
jeweils eigenstÀndige Energiegenossenschaften - und zahlreiche erneuerbare
Energieprojekte, unter anderem zwei Groß-Photovoltaikanlagen, darunter
eine StadionĂŒberdachung, sowie 22 Photovoltaik-Dachanlagen und ein
WĂ€rmeleitungsnetz zur Verteilung von WĂ€rme aus Biogasanlagen. Jetzt ist
ein Windpark mit 17 Windkraftanlagen in Planung, an dem sich sechs Dorfgenossenschaften
beteiligen werden. Nach seiner Fertigstellung wird dies der
grĂ¶ĂŸte Windpark Bayerns sein.

Allen Projekten ist gemeinsam, dass BĂŒrger und Gemeinden ĂŒber die genossenschaftliche
Beteiligung auch finanziell davon profitieren. Die Energie bleibt
im Dorf - und damit auch das Geld, das zuvor fĂŒr den Einkauf von Energie
aus dem Wirtschaftskreislauf abfloss. Die gemeinschaftliche Umsetzung von
Energieprojekten schafft dabei eine grĂ¶ĂŸere Akzeptanz und Identifikation mit
der Energiewende in der Region.

Ein Sonderpreis (5.000 Euro) geht an den Ingenieur und Nebenerwerbslandwirt
Johannes Rösch, Oberried (SĂŒdbaden), der die Potenziale erneuerbarer
Energien auf seinem Hof umfassend nutzt und weiter ausbauen möchte.
Mit Strom und WĂ€rme aus Wasserkraft, Sonnenenergie und Holz ist der Hof
bereits heute zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt. Mit Veranstaltungen
und Schulungen rund um das Thema Energiegewinnung und intelligente
Energienutzung will jetzt Johannes Rösch sein Know-how und seine
Erfahrungen an andere Landwirte und Interessierte weitergeben. Der eigene
Vorzeigehof soll dabei als praktisches Anschauungsmodell dienen.

Ein weiterer Sonderpreis (5.000 Euro) geht an die SchĂŒlerfirma Scolaire am
Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg, die sich durch außergewöhnliches
Engagement bei der Mobilisierung erneuerbarer Energiequellen
auszeichnet. Mit der SchĂŒlerfirma wurden inzwischen 100 Prozent der SchuldachflĂ€che
mit Photovoltaikmodulen belegt. Bei allen Installationsarbeiten
waren die SchĂŒler aktiv beteiligt. Die Mitglieder von Scolaire kĂŒmmern sich
auch um die Energieeinsparung im SchulgebĂ€ude. Außerdem binden sie aktiv
UnterstufenschĂŒler in die Projekte ein, um so langfristig den Fortbestand
des Engagements zu sichern. Von Anfang an waren auch SchĂŒler der französischen
Partnerschule bei der Planung, Organisation und DurchfĂŒhrung der
Ideen beteiligt, was den Wissenstransfer ins Nachbarland unterstĂŒtzt.

Weitere Informationen zu den PreistrÀgern gibt es auf
www.georg-salvamoser-preis.de

Der Georg Salvamoser Preis

Der Georg Salvamoser Preis ist einer höchstdotierten deutschen Umweltpreise.
Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier, GrĂŒnder der Solar-Fabrik
und visionÀre Unternehmer Georg Salvamoser (1950-2009). Ins Leben gerufen
wurde die Auszeichnung auf Anregung des Freiburger OberbĂŒrgermeisters
Dr. Dieter Salomon, der Familie Salvamoser sowie des Wirtschaftsverbandes
100 Prozent GmbH.

Mit der Einrichtung des Preises soll das Lebenswerk des frĂŒh verstorbenen
Unternehmers weiter seine Wirkung entfalten. Im Gedenken an sein unternehmerisches
und gesellschaftliches Engagement fĂŒr die deutsche Umweltwirtschaft
grĂŒndete seine Frau die „Georg-Salvamoser-Stiftung“. UnterstĂŒtzt
und mit weiterem Stiftungskapital ausgestattet wird die Stiftung unter anderem
von der Solar-Fabrik AG, dem Bundesverband Solarwirtschaft, dem
Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme, der Freiburger Agentur Triolog
sowie von der Stiftung Viamedica des Freiburger Umweltmediziners Prof.
Franz Daschner.

Mit dem Preis sollen Menschen und Institutionen unterstĂŒtzt werden, die sich
auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen. Deshalb
zeichnet der Georg-Salvamoser-Preis solche Projekte aus, deren Initiatoren
eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranbringen möchten
und mit ihren Ideen Vorbild und Beispiel fĂŒr andere sind.

Der Jury gehören Fachleute und Persönlichkeiten aus Politik, Umweltwirtschaft
und VerbÀnden an.
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