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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
CO2-Messger├Ąte und -Ampeln
Gute Ger├Ąte gibt es f├╝r unter 100 Euro

CO2-Sensoren k├Ânnen keine Coronaviren erkennen ÔÇô aber sie zeigen an, wann es Zeit zum L├╝ften ist. Die ´╗┐Stiftung Warentest hat 11 CO2-Messger├Ąte untersucht, darunter sogenannte CO2-Ampeln und smarte Ger├Ąte, die mit App funktionieren. Sieben Ger├Ąte schneiden gut ab, drei sind mangelhaft. Das preisg├╝nstigste gute CO2-Messger├Ąt im Test kostet rund 90 Euro, das teuerste ├╝ber 500 Euro.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann beim Einatmen ├╝bertragen werden, ohne K├Ârperkontakt zu anderen Menschen. Vor allem in schlecht bel├╝fteten Innenr├Ąumen, Schulen und B├╝ros droht Ansteckungsgefahr. Wann gel├╝ftet werden muss, k├Ânnen Messger├Ąte mitteilen, indem sie den Kohlenstoffdioxid-Anteil (CO2) der Raumluft ermitteln und rechtzeitig den Weckruf zum L├╝ften geben.

Drei der sieben guten CO2-Messger├Ąte kosten zwischen 89 und 100 Euro. Zwei davon sind klassische Raumluftmessger├Ąte, die auf einem Display Messwerte wie CO2-Gehalt der Raumluft, Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit anzeigen. Zu einem g├╝nstigen guten Modell gibt es eine mobile App, die eine Farbanzeige hat, aber auch andere Werte und ganze Messreihen liefert. Die drei mangelhaften Ger├Ąte lieferten unzuverl├Ąssige oder ungenaue CO2 Messungen und sind daher nicht geeignet.

Der Test CO2-Messger├Ąte und Ampel ist online unter ´╗┐www.test.de/co2ampeln abrufbar.
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Insektenschutz
Bundesregierung muss sich zur Umsetzung ihrer eigenen Beschl├╝sse bekennen

Gesetzespaket ist dringend notwendiger Schritt f├╝r mehr Insektenschutz

Berlin, 04.02.2021 ÔÇô Die Umweltorganisationen Aurelia Stiftung, BBN, BUND, DUH, EuroNatur, NABU, Umweltinstitut M├╝nchen e.V., WWF Deutschland und der Dachverband DNR betrachten den vorliegenden Entwurf f├╝r das Insektenschutzgesetz und die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung als dringend notwendigen Schritt f├╝r mehr Insektenschutz in der Agrarlandschaft. ÔÇ×Mit ihrem Aktionsprogramm Insektenschutz hat die Bundesregierung vor knapp zwei Jahren einen ├╝berf├Ąlligen Ma├čnahmenkatalog f├╝r einen besseren Insektenschutz vorgelegt. Jetzt gilt es, das Aktionsprogramm ÔÇÜeins-zu-einsÔÇś umzusetzen, anstatt die Vereinbarungen schon wieder in Frage zu stellenÔÇť, fordern die Organisationen.

Nach ├ťberzeugung der Umweltorganisationen ist die Bestandsentwicklung der Insekten vor allem in den Agrarlandschaften unver├Ąndert dramatisch. Daher m├╝sse die Bundesregierung zu ihrem Wort stehen und sich f├╝r ein Verbot biodiversit├Ątssch├Ądigender Pestizide zumindest in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten, einen konsequenten Ausstieg aus der Nutzung von Glyphosat sowie eine Einf├╝hrung von pestizidfreien Randstreifen an allen Gew├Ąssern und ihren Quellregionen einsetzen. Komme die Bundesregierung jetzt nicht zu einer L├Âsung, werde es in der laufenden Legislaturperiode praktisch unm├Âglich, die notwendigen legislativen Schritte f├╝r einen besseren Insektenschutz zu erreichen. ÔÇ×Dies w├Ąre eine Bankrotterkl├Ąrung und w├╝rde die Glaubw├╝rdigkeit der Bundesregierung erheblich gef├ĄhrdenÔÇť, betonen die Verb├Ąnde.

Die Umweltorganisationen appellieren zugleich an die Politik in Bund und L├Ąndern, sich f├╝r eine umfassende Definition von biodiversit├Ątssch├Ądigenden Pestiziden einzusetzen. Die Bienenschutzverordnung, wonach selbst Neonicotinoide ÔÇ×nicht bienengef├ĄhrlichÔÇť sind, werde einem angemessenen Insektenschutz keinesfalls gerecht. Ferner d├╝rften keine weiteren Ausnahmebestimmungen vom Pestizidverbot bei den FFH-Gebieten vorgenommen werden, wenn diese nicht durch Programme zur Pestizidreduktion und zur F├Ârderung der biologischen Vielfalt in den Sonderkulturen begleitet werden. Schlie├člich sei es entscheidend, dass der verabredete Glyphosatausstieg konsequent umgesetzt und insbesondere eine fl├Ąchenhafte Anwendung auf Gr├╝nland sofort verboten w├╝rde.

ÔÇ×Wenn die Bundesregierung das Gesetzespaket weiter verw├Ąssert, verfestigt sie den Eindruck, dass Insekten nur in Sonntagsreden systemrelevant sind. Dies w├Ąre unverantwortlich gegen├╝ber dem sich weiter versch├Ąrfenden Artensterben und w├╝rde die klare Erwartungshaltung von gro├čen Teilen der Gesellschaft verkennenÔÇť, so die Verb├Ąnde.

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Gemeinsame Pressemitteilung von Aurelia Stiftung, Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), Deutsche Umwelthilfe (DUH), EuroNatur, Naturschutzbund (NABU), Umweltinstitut M├╝nchen e.V., WWF Deutschland und dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR)
 
 

 
Statt K├╝rzungen f├╝r mehr zus├Ątzliche Klimaschutzma├čnahmen ...
... mehr Mittel aus Konzessionsabgabe f├╝r Klimaschutz gefordert

Der Verein ECOtrinova ist unzufrieden mit den zus├Ątzlichen Klimaschutzma├čnahmen, die der Gemeinderat mit dem Haushalt 2021/22 erstaunlicherweise mit K├╝rzungen verabschieden soll. "Zum Erreichen der Klimaschutzziele Freiburgs m├╝ssen die Klimaschutzma├čnahmen deutlich st├Ąrker sein als im Doppelhaushalt 2021/22 geplant", so der Vorsitzende Dr. Georg L├Âser im k├╝rzlichen Schreiben mit Vorschl├Ągen an den Gemeinderat. Die R├╝cknahme der von der Verwaltung geplanten Streichungen beim Stadtstrommodell und f├╝r gro├če neue Solarstromanlagen sei dringend. Die von ECOtrinova schon 2019 geforderte weitere Erh├Âhung der Klimaschutz-Mittel aus der Konzessionabgabe von bisher 50 Prozent nun auf 60 Prozent in 2021 und 70 Prozent in 2022 verschaffe die erforderliche Finanzierung hierf├╝r und Weiteres.

Dann k├Ânne das wichtige Stadtstrommodell statt stark gek├╝rzt komplett umgesetzt werden f├╝r den ungeschm├Ąlerten Weiterbetrieb alter Anlagen f├╝r Strom aus erneuerbaren Energien, die jetzt und k├╝nftig keine EEG-Verg├╝tung mehr erhalten. Die von der Erh├Âhung in 2022 verbleibenden rund 1,8 Mio Euro k├Ânnen klimasch├╝tzend eingesetzt werden f├╝r mehr PV-Ausbau ohne die Streichung der geplanten gro├čen PV-Anlagen auf den Fl├╝chtlingsheimen, f├╝r mehr effiziente Kraftw├Ąrmekopplung (KWK), f├╝r mehr Stromsparen und f├╝r neue gro├če Aufz├╝ge an der Stadtbahnbr├╝cke ÔÇ×schonÔÇť in 2021/22, soweit das Geld reicht.

Der Kauf der 2 sehr teuren Elektrobusse geh├Âre laut ECOtrinova nicht in die zus├Ątzlichen Klimaschutzma├čnahmen, denn sie erbringen keinen Klimaschutz, jedenfalls nicht bis 2030/2038 je nach Kohleausstieg, weil sie in der Realit├Ąt i.w. mit Kohlestrom fahren. Die Anschaffung der Busse solle verschoben werden, bis der Kohleausstieg i.w. geschafft ist und die Batterien viel billiger und ├Âkologisch akzeptabler sind. Die frei werdenden Mittel von 2,6 Mio ÔéČ sollen klimasch├╝tzend eingesetzt werden f├╝r den von der Verwaltung gestrichenen Radverkehrsausbau in der Wiesentalstr., f├╝r mehr Photovoltaik-Ausbau, mehr KWK bzw. BHKW und Stromsparen sowie neue viel gr├Â├čere Fahrst├╝hle an der Stadtbahnbr├╝cke ÔÇ×jetztÔÇť und nicht in vielen Jahren.

Zu streichen seien bei den zus├Ątzlichen Klimaschutzma├čnahmen die ÔÇ×Fortf├╝hrung der verbesserten ├ľPNV-Anbindung im Industriegebiet NordÔÇť, die keine zus├Ątzliche Klimaschutzma├čnahme sei, sondern n├Âtiger Erhalt und die von der VAG finanziert werden m├╝├čte.

Der Informationspavillion Dietenbach sei keine zus├Ątzliche Klimaschutzma├čnahme und wenn, dann der Sonderrechnung Dietenbach zuzuordnen.
Der Stadtteil einschlie├člich Bau f├╝hre n├Ąmlich zu Mehraussto├č von Treibhauhasen, auch relativ zu besseren Alternativen ohne Bauen auf der ÔÇ×Gr├╝nen WieseÔÇť. ECOtrinova warne vor dieser Ausgabe, weil der Dietenbach-Proze├č um den Neubaustadtteil f├╝r die Stadt verloren gehen k├Ânne. Gute Alternative seien neue viel gr├Â├čere Fahrst├╝hle an der Stadtbahnbr├╝cke ÔÇ×jetztÔÇť und nicht in vielen Jahren.
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Autor: ECOtrinova e.V.

 
Doch dicke akute Probleme bei gepl. Erdaushubdeponie Dietenbach
zu TOP 18 und 19 des Gemeinderats Freiburg i.Br. am 2.2.2021 zum FNP-Beschluss und zum Satzungsbeschluss f├╝r die geplante riesige Erdaushubdeponie Dietenbach hat die B├╝rgeraktion Dietenbach ist ├╝berall den Gemeinderat auf erhebliche akute Probleme hingewiesen:

1. R├╝ckstellungen zum ggf. baldigen R├╝ckbau und Verschiebung der Beschl├╝sse:

Die Stadt kann den anh├Ąngigen Prozess gegen die St├Ądte┬şbauliche Entwicklungsma├čnahme Dietenbach verlieren. Mit dem Bau der Erdaushubdeponie geht die Stadt also ein gro├čes finanzielles Risiko ein.

2. Umkircher Trink-/Grundwasserschutzgebiet unter Dietenbach und die Erdaushubklasse Z 1.1:

Das 2. gro├če Problem ist das geplante seit 2017 fachtechnisch abgegrenzte Grundwasserschutzgebiet Schorren f├╝r Trinkwasser der Gemeinde Umkirch in Dietenbach, so auch unter der Erddeponie. Streitig ist, ob die von der Stadt beabsichtigte Erdaushubklasse Z 1.1. dort erlaubt w├Ąre oder nicht. Umkirch besteht auf der strengeren Klasse Z.0.

(3) Problem Grundwasserabstand zu klein und Probleme Oberboden, Unterboden, Trinkwasser:
Bei Genehmigung w├Ąre mindestens 1 Meter Abstand zum je nach Witterung wechselnden Grundwasser┬şspiegel n├Âtig. Aber: ÔÇ×unabh├Ąngig von der geplanten Aufsch├╝ttung des Gebietes ist ann├Ąhernd fl├Ąchen┬şdeckend der Abtrag von [wertvollem] Oberboden sowie kulturf├Ąhigem Unterboden notwendigÔÇť(... Zitat von Stadt).

Ein 1 m tiefer Auffanggraben l├Ąge schon direkt im Grundwasser!
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Autor: B├╝rgeraktion Dietenbach ist ├╝berall

Christine Buchheit wird Dezernentin f├╝r Umwelt, Jugend, Schule und Bildung
Christine Buchheit (c) Stadt Freiburg, Patrick Seeger
 
Christine Buchheit wird Dezernentin f├╝r Umwelt, Jugend, Schule und Bildung
B├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik geht nach 24-j├Ąhriger Dienstzeit zum 7. April in den Ruhestand

Freiburg, 2.1.21 Am heutigen Dienstag ist Christine Buchheit mit gro├čer Mehrheit zur neuen Dezernentin f├╝r Umwelt, Jugend, Schule und Bildung in der ├Âffentlichen Gemeinderatssitzung gew├Ąhlt worden. Die 53-j├Ąhrige Geisteswissenschaftlerin ist gem├Ą├č Gemeindeordnung von der Fraktion B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen vorgeschlagen worden und wird ab 7. April die Nachfolge von B├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik antreten. Gerda Stuchlik geht nach 24-j├Ąhriger Dienstzeit (drei Amtsperioden) als Dezernentin der Stadt Freiburg in den Ruhestand.

Die in Mannheim geborene Christine Buchheit hat nach Abitur und Auslandsaufenthalt an der Freiburger Albert- Ludwigs-Universit├Ąt Germanistik, Geschichte und V├Âlkerkunde studiert.Nach verschiedenen Stationen in der Presse- und ├ľffentlichkeitsarbeit unter anderem in Afrika f├╝r die deutsche Schule Nairobi und die Bundeszentrale f├╝r politische Bildung ist sie 2013 in den H├Âheren Dienst des Ausw├Ąrtigen Amtes eingetreten. Unter anderem hat sie dort als Attach├ę im B├╝ro des Bundesau├čenministers und f├╝r das B├╝ro des Staatsministers f├╝r Europa gearbeitet. Zuletzt war sie f├╝r Themen Flucht und Migration im Maghreb zust├Ąndig.

Christine Buchheit ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Oberb├╝rgermeister Martin Horn gratulierte Buchheit nach der Wahl im Gemeinderat: ÔÇ×Ich freue mich zusammen mit den B├╝rgermeisterkollegen sehr auf unsere Zusammenarbeit. Die gro├čen Herausforderungen dieser Zeit k├Ânnen und werden wir nur gemeinsam meistern. R├╝ckblickend darf ich schon heute B├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik f├╝r herausragende 24 Jahre danken, bevor sie in zwei Monaten in wohlverdienten Ruhgestand geht.ÔÇť
 
 

 
Wie das Au├čenbecken des Westbads mehrere Jahre fr├╝her kommen kann
Das Au├čenbecken des Freiburger Westbads wird seit mehreren Jahren verschleppt. Die betroffene B├╝rgerschaft ist zu recht sehr sauer, weil Wahl- und andere Versprechen nicht eingehalten werden. Die B├╝rgeraktion Dietenbach ist ├╝berall hat dem Gemeinderat mitgeteilt, wie das f├╝r den Bau und die Wieder├Âffnung fehlende Geld beschaffbar ist f├╝r die restliche Planung in 2021 und den Bau ab M├Ąrz 2022 oder eher. Wie es ginge hier:

Ab 24./25. Februar 2022 entf├Ąllt die Bindungsfrist des B├╝rgerentscheids f├╝r den geplanten Neubau stadtteil Dietenbach! Die vielen Mio. Euro, die f├╝r Dietenbach in 2022 aufs Spiel gesetzt w├╝rden, sind dann frei, wenn der Gemeinderat es mehrheitlich will - frei f├╝rs Westbad und vieles andere wie Kitas, Schulen, Kultur, Vereine, vernachl├Ąssigter Stra├čen- und Wegeunterhalt, Colombi-Park, Theater-umbau usw.. Au├čerdem kann die Stadt den Dietenbach-Prozess gegen die St├Ądtebau liche Entwicklungsma├čnahme (SEM) vor Gericht verlieren, schon in 2021.

Die B├╝rgeraktion hat daher den Gemeinderat gebeten, bei n├Ąchster Gelegenheit zu beschlie├čen:

Die Dietenbach-Finanzmittel werden ab 1. M├Ąrz 2022 umgewidmet f├╝rs Freibecken des Westbads und weitere sinnvolle Ausgaben, und die SEM Dietenbach wird durch den Rat ab Ende Februar 2022 unverz├╝glich aufgehoben. Dasselbe soll unverz├╝glich geschehen, wenn die Stadt den Dietenbach-Prozess vor Gericht in 1. Instanz verliert, was schon in 2021 sein k├Ânnte. Das derzeit f├╝r Dietenbach eingesetzte umfangreiche Personal der Stadt w├Ąre unverz├╝glich sinnvollen Aufgaben zuzuordnen.

Die f├╝r Dietenbach in 2021/22 vorgesehen Mittel sollen laut B├╝rgeraktion ab sofort aus Risikogr├╝n den ausschlie├člich auf Planungsmittel beschr├Ąnkt werden. Im ├╝brigen w├╝rden bei Ende des Projekts Neubaustadtteil Dietenbach ab Doppel-Haushalt 2023/24 20 Jahre lang j├Ąhrlich 5 Mio. ÔéČ frei werden, zu nutzen z.B. f├╝r mehr bezahlbare Wohnungen im Innenbereich z.B. f├╝r Aufstockungen von Stadtbau-MFH und f├╝r den Klimaschutz!
 
 

Elektroumz├╝ge aus Freiburg
(c) Zenith Umz├╝ge
 
Elektroumz├╝ge aus Freiburg
Zenith Umz├╝ge startet als bundesweit erstes Umzugsunternehmen in die klimagerechte Zukunft

Alles begann mit einer einfachen Einsicht. Harry Schottstedt war mal wieder mit seinem Rad auf dem Dreisamradweg unterwegs, als er in die dicke Luft der endlosen Autoschlange eintaucht, die sich auf der Bundesstra├če Richtung Innenstadt w├Ąlzt. Mit einem Mal war ihm klar: "Mit den Verbrennungsmotoren geht es nicht weiter. Das mu├č ein Ende haben!"

Gesagt, getan: Als erstes Umzugsunternehmen in Deutschland bricht die Zenith Umz├╝ge GmbH in die elektrische Zukunft auf. Zug um Zug stellt Harry Schottstedt, Gr├╝nder und Gesch├Ąftsf├╝hrer der Firma, seine Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge um, die mit regionalem ├ľkostrom betankt werden. Und ab sofort verf├╝gt er auch ├╝ber einen rein elektrisch betriebenen Umzugstransporter.

Der Weg dahin war steinig, denn Elektrotransporter mit M├Âbelkoffer gibt es nicht zu kaufen. Also lie├č sich Zenith das Fahrzeug eigens anfertigen, auf Basis des StreetScooter, dem Elektrotransporter der Post. Das klingt nach einem spannenden Experiment. Harry Schottstedt sch├╝ttelt den Kopf: "Ich glaube nicht, dass das ein Experiment ist. Ich bin sicher, dass es in diese Richtung gehen wird. Der Verbrenner hat einfach ausgedient."

Seit 1993 ist Schottstedt als Umzugsunternehmer in Freiburg t├Ątig. In Berlin hatte er das Gesch├Ąft der ÔÇ×M├ÂblerÔÇť in einem kleinen Umzugsunternehmen von der Pike auf gelernt und sich im badischen S├╝den erstmals selbst├Ąndig gemacht. ÔÇ×M├Âbler zu sein, das ist ┬┤ne Berufung!ÔÇť strahlt Harry. Doch der Markt ist hart umk├Ąmpft, die Gewinne schrumpfen Jahr f├╝r Jahr. ÔÇ×Wir investieren seit Jahrzehnten in eine umweltgerechte Flotte, zahlen unseren Mitarbeitern immer schon faire L├Âhne und versuchen sie so weit als m├Âglich fest anzustellen.ÔÇť Billiganbieter, die ihr Unternehmen mit Alt-LKW und einer Vielzahl von Aushilfen auf 400-Euro-Basis betreiben, machen es schwer, Umzugs-Dienstleistungen sozial vertr├Ąglich, fair und umweltgerecht zu gestalten.

Und dann investiert die Firma mitten in der Corona-Pandemie in einen neuen Fuhrpark. Ist das nicht eine zu gro├če Kraftanstrengung zum falschen Zeitpunkt? Harry Schottstedt winkt ab: "Dieses Corona sollte uns ja nicht aufhalten, weiter zu denken und weiter zu handeln. Wir m├╝ssen trotz allem schauen, dass wir f├╝r die Zukunft arbeiten und nicht jetzt alles einstellen, nur weil das Coronavirus unterwegs ist."

Und schon ist er wieder bei seinen Pl├Ąnen f├╝r den Umbau von Zenith Umz├╝ge: "F├╝r den Aussendienst haben wir vor gut einem Jahr mit Elektro-PKW angefangen. Im Moment versorgen wir unseren Fuhrpark mit ├ľkostrom aus zwei Wallboxen. Auf den Parkpl├Ątzen an der Stra├če wollen wir schon im n├Ąchsten Jahr zusammen mit Stadtmobil zus├Ątzliche Lades├Ąulen aufstellen, die so auch f├╝r die ├ľffentlichkeit nutzbar werden. Und wir werden unsere Elektroflotte Zug um Zug vergr├Â├čern. F├╝r den weiteren Nahverkehr wollen wir in zwei oder drei Jahren einen Zehn- oder Zw├Âlftonner haben ÔÇô sobald sie auf dem Markt erstmals verf├╝gbar sind."

Harry Schottstedt will unbedingt weiter in die eingeschlagene Richtung vorangehen. "Mir schwebt ein Innnenstadtb├╝ro vor, wo immer ein Elektro-LKW stehen kann, wo man Umzugskisten kriegt und wo Transporterfahrr├Ąder stehen, die von unseren Mitarbeitern aber auch Kund*innen genutzt werden. Die Zukunft klimagerechter Umz├╝ge und Transporte liegt in ihrer Vielfalt und Alltagsn├Ąhe."
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Windgf├Ąllweiher: Sch├Âne bedrohte Natur im Schwarzwald
(c) Mitwelt.org
 
Windgf├Ąllweiher: Sch├Âne bedrohte Natur im Schwarzwald
Der Windgf├Ąllweiher ist ein wundersch├Ân gelegener, stiller, kleiner Schwarzwald-Stausee in einer durch eiszeitliche Gletscher geformten Mulde. Er liegt zwischen dem Titisee und dem Schluchsee im Hochschwarzwald. Leider nur der s├╝dliche Teil des Sees und seine Umgebung sind als fl├Ąchenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen, obwohl eigentlich der ganze See schutzw├╝rdig ist. Bis vor wenigen Jahren war das Kleinod mit dem h├╝bschen, kleinen Strandbad im Schwarzwald noch ein "Geheimtipp". Jetzt wird er mehr und mehr zum Rummelplatz.

Die geplante Seilbahn ├╝ber den Taubergie├čen, die Verrummelung des Feldberges und des Nationalparks Schwarzwald zeigen: Manche Lokalpolitiker in S├╝dbaden lieben die Natur aus tiefstem Herzen, allerdings nur, wenn sich damit Umsatz und Gewinn machen lassen. So ist der ├╝berlaufene "Rummelsee - Mummelsee" an der Schwarzwaldhochstra├če der Traum aller Schwarzwaldtouristiker und ein Albtraum f├╝r die Natur.

Der wundersch├Âne Windgf├Ąllweiher mit seiner Restnatur wird jetzt schon ├╝berbeansprucht. Die Entstehung einer breiartig wuchernden Bandstadt "Basel-Freiburg-Offenburg" in der Vorbergzone der Rheinebene erh├Âht (nicht nur in Corona-Zeiten) den Besucherdruck auf alle naturnahen Restgebiete.

Jetzt soll auch der Windgf├Ąllweiher noch "besser vermarktet werden". Das f├╝rstliche Haus aus Donaueschingen m├Âchte einen kommerziellen Wohnmobilplatz f├╝r 115 Fahrzeuge bauen und betreiben, aber ├Ârtliche Natursch├╝tzerinnen und Natursch├╝tzer sind wachsam. Das 3 ha gro├če Gebiet f├╝r die Stellpl├Ątze besteht aus einer feuchten Senke, muss also aufgesch├╝ttet werden. Im bedrohten Gebiet leben u.a. neun Fledermausarten, Waldeidechsen, Blindschleichen und weitere Reptilienarten wie Schlingnatter, Ringelnatter und Kreuzotter und 24 Vogelarten.

Der Konflikt um die Wohnmobil-Stellpl├Ątze am Windgf├Ąllweiher k├Ânnte gewonnen werden. Noch gibt es keine konkreten Planungen, sondern "Vor├╝berlegungen". In diesen Versuchsballon wollen die ├Ârtlich Aktiven, unterst├╝tzt auch von der Mitwelt Stiftung Oberrhein, mit einer Unterschriftenaktion eine Nadel stechen. Sollten aus "Vor├╝berlegungen" allerdings konkrete Planungen werden, ist mit heftigem Protest zu rechnen.

Die wenigen, erhalten gebliebenen, historischen Altst├Ądte und die restlichen Naturgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend bedrohte Inseln in einem Meer von Scheu├člichkeit.
Die gro├čen, dr├Ąngenden Naturschutz-Fragen in S├╝dbaden m├╝ssen im Zusammenhang und losgel├Âst von Einzelproblemen gesehen werden. Artenausrottung, Windgf├Ąllweiher-Gef├Ąhrdung, Seilbahnpl├Ąne ├╝ber den Taubergie├čen und die Kaiserstuhl- und Feldberg-Verrummelung stehen f├╝r eine verh├Ąngnisvolle Gesamtentwicklung.

Wie umgehen mit einer wachsenden Bev├Âlkerung in einer verbauten, zunehmend h├Ąsslich werdenden Rheinebene, einer Bev├Âlkerung mit immer mehr Freizeit und einem verst├Ąndlichen Drang in die verbleibende Rest-Natur? Um in einer Zeit globaler und regionaler Artenausrottung die letzten und wertvollsten Gebiete und Arten am Oberrhein zu erhalten, m├╝ssten eigentlich immer mehr "R├╝hr-mich-nicht-an"-Schutzgebiete ausgewiesen werden. Es gibt ein Dilemma zwischen der Notwendigkeit, die bedrohten Arten und die Restnatur zu sch├╝tzen und dem verst├Ąndlichen Wunsch der Menschen nach Natur. Wir brauchen endlich mehr Natur und Naturschutzgebiete, mehr Fl├Ąchen statt Nischen, einen gr├Â├čeren Nationalpark und mehr Gew├Ąsserrenaturierung. Wohnmobil-Stellpl├Ątze an weniger sensiblen Standorten und stadtnahe Rummelseen sind notwendig und akzeptabel. In der sch├Ânsten Rest-Natur brauchen wir sie nicht und werden sie auch verhindern.
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Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein



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