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Dienstag, 19. Februar 2019
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Verschiedenes

Karlsruhe: Geweih zum Kampf und Festhalten
Hirschkäfer ist Insekt des Jahres 2012 / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Geweih zum Kampf und Festhalten
Hirschkäfer und Lärche, Dohle und Heidenelke im Jahr 2012 hervorgehoben

Der Hirschk√§fer ist Insekt, die Dohle Vogel, die L√§rche Baum und die Heidenelke Blume des Jahres 2012. Der m√§chtige Hirschk√§fer ist im Raum Karlsruhe noch h√§ufiger anzutreffen. Aber insgesamt ist er selten geworden, weil es ihm an Lebensraum fehlt. Er braucht geeignete alte Eichen, die hierzulande aus √∂kologischen Gr√ľnden erhalten wurden, als Nahrungspl√§tze und Totholz als Brutraum. Laut Ulrich Kienzler, Forstchef im Liegenschaftsamt, gibt es die K√§fer in den Rheinauen, im Hardtwald und in den Bergw√§ldern.

Dort ist der Hirschk√§fer w√§hrend der Schw√§rmzeit von Mitte Juni bis Ende Juli vor allem in der D√§mmerung anzutreffen. Kienzler prognostiziert sogar, dass sein Brutraum noch zunehmen wird. Denn nach dem Trockenjahr 2003 sind viele alte B√§ume abgestorben. Vorausgesetzt allerdings, dass noch gen√ľgend lebende Eichen Nahrung bieten. Der m√§nnliche Hirschk√§fer ist etwa acht Zentimeter gro√ü und zeichnet sich durch ein Namen gebendes "Geweih" aus. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um seine Oberkiefer. Es setzt sie beim Rivalenkampf und bei der Paarung ein. Das M√§nnchen h√§lt mit diesen Zangen das etwa f√ľnf Zentimeter lange Weibchen fest. Nach der Begattung gr√§bt es sich bis zu 50 Zentimeter tief in den Boden ein und legt bis zu 100 Eier an morsche Wurzeln. Dort leben die Larven f√ľnf bis sechs Jahre und werden bis zu zw√∂lf Zentimeter lang.

Die L√§rche ist in den Karlsruher W√§ldern eigentlich nicht heimisch. Sie wurde im 19. Jahrhundert von ihren Mittel- und Hochgebirgsstandorten in Laubw√§lder geholt, um ergiebigere "Brennholzw√§lder" zu bekommen. Und ist der einzige Nadelbaum, der im Herbst sein Kleid fallen l√§sst. Vor dem Abwurf zeigt die L√§rche eine auff√§llige, goldene Herbstf√§rbung. Im Fr√ľhjahr f√§llt sie durch das zarte Gr√ľn der neuen Nadeln auf. Bekannt ist sie durch kleine Zapfen, die √ľber mehrere Jahre ihren Samen abgeben und als Weihnachtsdekoration beliebt sind. In den hiesigen W√§ldern belegt die L√§rche lediglich rund zwei Prozent der Fl√§che. Ihr Holz ist sehr wertvoll, weil es dank seines hohen Harzgehalts f√ľr den Au√üenbereich taugt. Bei Gr√ľnwettersbach stehen rund 150 Jahre alten L√§rchen, die √§ltesten in Karlsruhe.

Die Dohle geh√∂rt zur Familie der Rabenv√∂gel, ist also eng verwandt mit Rabenkr√§he, Saatkr√§he und Kolkrabe, ebenso mit Elster und Eichelh√§her. Sie br√ľtet im April und Mai in H√∂hlen und Nischen von B√§umen wie Geb√§uden und das gerne in Gesellschaft. Ein Dohlenpaar ist lebenslang zusammen. Au√üerhalb der Brutzeit fliegen die geselligen Allesfresser auch in Schw√§rmen mit Kr√§hen. Gef√§hrdet sind sie vor allem durch den Verlust an Brutpl√§tzen durch Abriss und Sanierung alter Geb√§ude.

Die Heidenelke w√§chst auf kalkarmen, trockenen, eher n√§hrstoffarmen B√∂den wie Magerwiesen, Halbtrockenrasen und sandig-lehmigen B√∂schungen in warmen Lagen. Dort wird sie nur zehn bis 40 Zentimeter hoch, lebt aber mehrere Jahre. Die h√∂chstens zwei Zentimeter gro√üen purpurroten Bl√ľten sind mit wei√üen Punkten √ľbers√§t. Sie bl√ľht von Juni bis September. Gef√§hrdet ist sie weil ihre Lebensr√§ume durch Umbruch, √úberbauung oder D√ľngung seltener werden.
 
 

 
Energie-Unabh√§ngigkeit statt Gefahr f√ľr alle durch Atomkraftwerke
ECOtrinova e.V., Freiburg i.Br., zur Umweltpr√ľfung des geplanten Atomkraftprogramms in Polen

Zum polnischen ‚ÄěKernenergieprogramm‚Äú, das in diesem bisher atomkraftfreien Land derzeit mit einer strategischen Umweltpr√ľfung vorbereitet wird, hat jetzt der Freiburger gemeinn√ľtzige Verein ECOtrinova e.V. wie auch andere regionale und bundesweite Vereinigungen ablehnend und mit Alternativvorschl√§gen an das zust√§ndige polnische Wirtschaftsministerium und die polnische Generaldirektion Umwelt Stellung genommen. Solche Stellungnahmen aus dem Ausland sind nach EU-Recht m√∂glich und √ľblich.

Laut Dr. Georg L√∂ser, Vorsitzender von ECOtrinova e.V:, w√ľrden auch Atomkraftwerke in Polen Leib und Leben, Gesundheit der Menschen und ihrer Kinder und Kindeskinder, Erbgut, Eigentum und die Sicherstellung unbelasteter Nahrung gef√§hrden. ‚ÄěInsbesondere die Atomkraft-Katastrophen von Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben gezeigt, dass Radioaktivit√§t keine Grenzen kennt und Atomkraft auch mit moderner Technik nicht beherrschbar ist‚Äú, so L√∂ser. Eine 100-prozentige Sicherheit gebe es bei Atomenergie nicht. Schwere Unf√§lle mit radioaktiver Freisetzung seien nicht auszuschlie√üen und wurden von keiner Versicherung der Welt versichert. ‚ÄěNichts sei √ľberfl√ľssiger und nichts ist falscher und letztlich auch teurer als der Einstieg in die riskante Atomenergie mit all ihren ungel√∂sten Problemen vom Uranbergbau √ľber das Reaktorrisiko bis hin zum Atomm√ľll und zur Atomwaffen-Verbreitung. Lassen Sie sich nicht t√§uschen von den "Billig- und ¬ĽSicher¬ę"-M√§rchen der Atomlobby,‚Äú so der ECOtrinova-Vorsitzende. Das offizielle Deutschland sei leider in den vergangenen Jahrzehnten verbreitet und bis k√ľrzlich zun√§chst auch auf solche M√§rchen hereingefallen. ‚ÄěPolen kann sich die schlechten Erfahrungen anderer Atomkraft-Staaten ersparen und ohne komplizierten, teuren Einstieg in und Ausstieg aus der riskanten Atomtechnik direkt umsteigen in eine nachhaltige Energieversorgung auf Basis Effizienz und erneuerbaren Energien.‚Äú

Die Auswirkungen des Polnischen Atomenergieprogramms vom Uranabbau √ľber Anreicherung, Betrieb und R√ľckbau von Atomkraftwerken und der Entsorgung der radioaktiven Abf√§lle seien nicht umfassend untersucht, Risiken entweder nicht dargestellt oder verharmlost. Dagegen habe z.B. die Deutsche Kinderkrebsstudie auch schon f√ľr den Betrieb ohne Atomunf√§lle erwiesen, dass Kleinkinder in der n√§heren Umgebung von Atomkraftwerken vermehrt an Leuk√§mie oder anderen Krebsarten erkranken. Alternativen zum Aufbau des polnischen Kernenergieprogramms wurden nicht ausreichend untersucht und nicht hinreichend gew√ľrdigt.

ECOtrinova h√§lt dagegen: ‚ÄěEs gibt sichere, verf√ľgbare, bessere Alternativen. Statt den Pfad der riskanten und teuren Atomenergie einzuschlagen, sollte in nachhaltige erneuerbare Energien investiert werden, die auch in Polen reichlich vorhanden sind, ebenso in Energieeinsparung und Energie-Effizienz. Auf diese Weise k√∂nne Polen von Energieimporten weitgehend unabh√§ngig sein.‚Äú

Besonders wichtig sei, dass hocheffiziente dezentrale Kraftw√§rmekopplung mit Erdgas oder Biogas beim Ersatz f√ľr veraltete Heizkessel, den Strom fast ohne oder de facto ohne Extra-Brennstoffverbrauch liefern kann. In D√§nemark liefern die Kraftw√§rmekopplung bereits um die 55 Prozent des gesamten nationalen Strombedarfs, die erneuerbaren Energien ein Drittel. Schon in einigen Jahren k√∂nne Wasserstoff und erneuerbares Methan, erzeugt aus zeitweisem √úberschuss-Strom aus Wind- und Solarkraft, zum Einsatz kommen. Hierauf sei k√ľrzlich im Sonderbericht √ľber erneuerbare Energien SRREN 2011 des Internationalen Klimarats IPCC hingewiesen worden. Besonders wichtig sei zudem ein umfassendes Stromeffizienzprogramm f√ľr Haushalte, Industrie, Gewerbe und √∂ffentliche Bauten. Die Europ√§ische Union fordere das mehr und mehr ein.

Polen, so L√∂ser, der auch bei Inforse, dem Internationalen Netzwerk f√ľr Nachhaltige Energien aktiv ist, k√∂nnte Tausende energieeffizienter Bioenergied√∂rfer schaffen, die auch Solar- oder Windkraft nutzen. Bew√§hrte Vorbilder gebe es u.a. mit der Insel Sams√∂ und Nordj√ľtland in D√§nemark sowie in Deutschland mit Hunderten Beispielen oder sogar mit St√§dten wie G√ľssing in √Ėsterreich, alle mit √ľber 100 Prozent erneuerbaren Energien beim Strom. Der l√§ndliche Raum k√∂nne nach und nach gro√üe St√§dte teilweise mitversorgen. Vorbild sei auch die Alpenregion: Die Internationale Alpenkommission CIPRA habe 2011 das Ziel "Energieautarke Alpen" f√ľr 2050 beschlossen, das √∂sterreichische Bundesland Land Vorarlberg per Parlament die Energieautonomie f√ľr 2050. D√§nemark wolle die vollst√§ndige Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien bis 2050 durchsetzen.
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Buchtipp: Rosa Wolff
 
Buchtipp: Rosa Wolff "Arm, aber Bio!"
Kann man mit schmalem Geldbeutel gutes und gesundes Essen auf den Tisch bringen? Man kann, hat Rosa Wolff getestet und herausbekommen. Dabei hat sie es sich nicht leicht gemacht.
Angeregt durch die provokanten √Ąu√üerungen Thilo Sarrazins, der vorrechnete, dass man mit t√§glich 4,35 ‚ā¨, dem Hartz IV- Satz f√ľr Essen und Trinken durchaus genug zu hat, wollte sie wissen: kann man sich von diesem geringen Betrag auch biologisch ern√§hren?

Sie packte alle Vorr√§te weg und fing quasi bei ‚Äěnull‚Äú an. Ihre √úberlegungen zum Speisezettel und die Auflistung der Eink√§ufe inklusive N√§hrwert und Preis ergeben ein t√§gliches, teilweise sehr am√ľsantes Protokoll √ľber vier Wochen, in denen sich so nach und nach ein paar Erkenntnisse herauskristallisieren:
Mit wenig Geld den Teller t√§glich zu f√ľllen ist anstrengend. Dauernd ist man am Rechnen, auf der Suche nach billigen Produkten, und gezwungen zu Kompromissen. Billiger kann es werden, wenn man selbst viel macht (zum Beispiel Brot). Das hei√üt ‚Äď man verwendet viel Zeit auf das Kochen. Auch wenn man saisonal einkauft, kann man sich nicht alles leisten. Gelegentlich m√∂chte der Mensch sich auch etwas g√∂nnen, was im Budget eigentlich nicht drin ist. M√∂glich ist das, wenn man nicht t√§glich, sondern w√∂chentlich abrechnet.
Ein derart sparsames Leben auf Dauer ist m√∂glich, aber nicht w√ľnschenswert.
Not macht bekanntlich erfinderisch, und so probiert die Autorin auch gerne mal Sachen aus, die sie bisher nicht gemacht hat. Dabei kommen schmackhafte Gerichte heraus, und sie lässt uns an ihren Rezepten teilhaben.

Dass diese Lebensumstellung nicht nur anstrengend und manchmal schambehaftet sein, sondern auch ihre schönen Seiten haben kann, das kommt durch, wenn Rosa Wolff beschreibt, wie es ihr trotz allem gelingt, Gäste zu bewirten, oder wie sie ein Picknick im Englischen Garten veranstaltet.

In eingeschobenen Info-Seiten listet sie Einrichtungen auf, die das Leben mit wenig Geld erleichtern k√∂nnen, wie zum Beispiel Tauschringe. Es gibt Infos √ľber eine Verwertung von Lebensmitteln, bei der nichts verkommt. Eine Adressliste von Bioprojekten f√ľr Kinder, und vieles mehr. Mag auch der Herr S. aus B. eine Ursache f√ľr das Thema gewesen sein, so weist Frau Wolff doch immer wieder deutlich darauf hin, dass ihr B√ľchlein nicht dazu dienen soll, dessen Hartz IV-These zu untermauern. Im Gegenteil, mit viel Humor und Ironie nimmt sie die Aufschl√ľsselung der einzelnen Hartz-IV-Posten auseinander. Ob sie unsinnig, anma√üend oder unm√∂glich sind, √ľberl√§sst sie ihren Lesern.

Nach der recht kurzweiligen Beschreibung dieser vier Wochen, die mit einer √ľberraschenden Einsicht enden, folgen die Rezepte. Sie lesen sich allesamt lecker und verlocken zum Nachkochen.

Edition Butterbrot, EUR 11,95
ISBN 978-3-9813469-1-6
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Autor: Irene Heitz

√ĖKO-TEST Putenfleisch
 
√ĖKO-TEST Putenfleisch
Vollgepumpt mit Antibiotika

Putenfleisch gilt als gesunde Alternative zu Schwein und Rind und kommt auch bei denen auf den Tisch, die H√§hnchenfleisch wegen der unw√ľrdigen Haltungsbedingungen ablehnen. Das ist jedoch eine Illusion, wie die aktuelle Untersuchung von √ĖKO-TEST zeigt. Fast jede der getesteten Puten wurde zumeist mehrfach mit Antibiotika behandelt, auch die meisten Bio-Puten.

Teilweise waren die Antibiotikagaben zudem zu kurz f√ľr eine effektive Krankheitsbehandlung. Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Teil der vorhandenen Krankheitskeime √ľberlebt und sich resistente Keime entwickeln, gegen die im Ernstfall auch beim Menschen keine Mittel mehr helfen. Tats√§chlich waren die meisten gefundenen Keime resistent gegen Penicillin, Tetracylin und andere Antibiotika. In einer Probe fand sich ein MRSA-Keim, der gegen fast alle Antibiotika resistent ist, in einer anderen Probe Salmonellen, die noch auf alle Medikamente ansprachen.

Schlimm sind auch die Lebensbedingungen der Tiere. Das Tierschutzgesetz verbietet das vollst√§ndige oder teilweise Amputieren von K√∂rperteilen eines Wirbeltieres. Die Praxis sieht anders aus: Den konventionell aufgezogenen K√ľken werden kurz nach der Geburt die Schn√§bel gek√ľrzt. In der Folgezeit verursachen die durchtrennten Nervenbahnen bei jeder Ber√ľhrung Schmerzen. Das Abschneiden der Schn√§bel ist die Regel, weil die Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht werden. √úblich sind in der konventionellen Mast √ľber 50 Kilogramm Lebendgewicht auf einem Quadratmeter, was fast drei ausgewachsenen H√§hnen oder fast sechs weiblichen Hennen entspricht. Diese Enge macht die Tiere nicht nur krankheitsanf√§llig, sondern auch aggressiv ‚Äď sich hacken sich gegenseitig tot.

√ĖKO-TEST r√§t deshalb von konventionellem Putenfleisch ab. Bio-Putenfleisch kostet zwar deutlich mehr, daf√ľr unterst√ľtzt man aber eine artgerechtere Tierhaltung. Diese Puten erhalten hochwertigeres Futter, leben in kleineren Best√§nden, haben mehr Stallfl√§che zur Verf√ľgung und d√ľrfen ins Freie. Au√üerdem werden ihnen die Schn√§bel nicht beschnitten.

Das √ĖKO-TEST-Magazin Januar 2012 gibt es seit dem 30. Dezember 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
 
 

Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein
Begeherte Ware: Elfenbein © WWF
 
Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein
2011 wurden mehr als 23 Tonnen illegales Elfenbein sichergestellt / WWF: Gr√ľnde sind steigende Nachfrage in Asien und Profi-Schmugglerbanden

Berlin - Ein trauriger Rekord: Mit √ľber 23 Tonnen wurde dieses Jahr weltweit mehr illegales Elfenbein bei gro√üen Beschlagnahmungen (√ľber 800 Kilogramm) sichergestellt als jemals zuvor. Dies teilt TRAFFIC mit, die internationale Artenschutzorganisation und Tochtergesellschaft des WWF. Hinter dieser Zahl stehen mindestens 2.500 get√∂tete Elefanten.

Insgesamt liegt die Zahl der get√∂teten Elefanten noch h√∂her, denn die Gesamtmenge am diesj√§hrig beschlagnahmten Elfenbein steht noch nicht fest. Hunderte von kleinen Beschlagnahmungen (unter 800 Kilogramm) sind noch nicht registriert. Es ist davon auszugehen, dass 2011 auch die bisherigen Gesamtmengen sprengen wird. Hier liegt der Rekord bei 35 Tonnen im Jahr 2009. ‚Äě2011 war ein furchtbares Jahr f√ľr die Elefanten‚Äú, bilanziert Tom Milliken von TRAFFIC.

Die Zunahme an sichergestelltem Elfenbein spiegelt die intensivierten Aktivit√§ten des illegalen Elfenbein-Handels wieder. Grund daf√ľr ist laut Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland, der boomende Elfenbein-Markt in Asien. Besonders in wirtschaftlich aufsteigenden L√§ndern dient Elfenbein als Statussymbol und modisches Accessoire.

Das konfiszierte Elfenbein stammt meist aus Ost- und Zentralafrika und gelangt vorwiegend auf dem Seeweg nach Asien. Die kriminellen Schmugglerbanden werden immer professioneller und wechseln die Route st√§ndig, um m√∂glichst unentdeckt zu bleiben. Ihre Zielorte sind meist China und Thailand. Da in Thailand der Handel mit Elfenbein partiell erlaubt ist, benutzen die Schmuggler das Land als Zwischenstation. Das afrikanische Elfenbein wird dort umgepackt oder verarbeitet und dann als ‚Äěthail√§ndisches‚Äú Elfenbein exportiert. Dadurch wird die afrikanische Herkunft verschleiert.

Um den kriminellen Banden das Handwerk zu legen, m√ľssten die Beh√∂rden endlich mehr Verantwortung √ľbernehmen. Dazu TRAFFIC-Experte Milliken: ‚ÄěDa die Schmuggler selbst bei grossen Beschlagnahmungen selten verhaftet und verurteilt werden, stehen sie am Ende als Gewinner da.‚Äú
 
 

 
√ĖKOSTROM-OFFENSIVE: Chinesen streben Weltmarktf√ľhrerschaft an
Mit der √úbernahme des portugiesischen Stromkonzerns EDP streben die Chinesen die weltweite Marktf√ľhrerschaft bei √Ėkostrom an. Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags stellte der neue Hauptaktion√§r China Three Gorges auch Milliardeninvestitionen in Portugal in Aussicht. ...
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40 Jahre Widerstand gegen die Atomenergie
Gedenkstein / Foto: Badisch-Els√§ssische B√ľrgerinitiativen
 
40 Jahre Widerstand gegen die Atomenergie
Das Jahr 2011 brachte nun endlich den langerk√§mpften Wendepunkt in der deutschen Atompolitik! 25 Jahre nach der Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl gedachten die Badisch-Els√§ssischen B√ľrgerinitiativen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden (ACK) in einem beeindruckenden √Ėkumenischen Gedenkgottesdienst am Ostermontag im Freiburger M√ľnster den vielen Opfern von Tschernobyl und Fukushima.

Einen sehr langen Atem von √ľber 40 Jahren ben√∂tigten die Evangelische Kirchengemeinde von Weisweil und die Badisch-Els√§ssischen B√ľrgerinitiativen bis sich nun ein wirklicher Ausstieg aus der lebensbedrohenden Atomenergie manifestiert!

Am 08. Februar 1972 fand die erste öffentliche Informationsveranstaltung am nördlichen Kaiserstuhl zu den Gefahren der Atomenergie im Evangelischen Gemeindehaus von Weisweil statt! Der renommierte Atomphysiker Prof. Dr. Hans Klumb trug damals sehr fundiert die Risiken der so genannten "friedlichen Nutzung" der Atomenergie vor.

An diesen Beginn des Widerstands gegen das Atomkraftwerk Wyhl werden die Evangelische Kirchengemeinde Weisweil und die Badisch-Els√§ssischen B√ľrgerinitiativen am Mittwoch, den 08. Februar 2012 mit einem Dankgottesdienst und der Enth√ľllung eines Gedenksteins* erinnern:

Programmverlauf am 8. Februar

Er√∂ffnung der Gedenkveranstaltung "Widerstand der Sch√∂pfung zuliebe" durch die Weisweiler Gemeindepfarrerin Theodora Pitzke. Beitrag von Pfarrer i.R. G√ľnter Richter, Freiburg √ľber "Erfahrungen in der Kirchengemeinde und in der Badischen Landeskirche in einem konkreten Fall der Umweltproblematik".

Anschlie√üend Gru√üworte der Badisch-Els√§ssischen B√ľrgerinitiativen sowie des F√∂rdervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl und Er√∂ffnung einer Ausstellung von Dokumenten zu 40 Jahren erfolgreicher Widerstand gegen die Atomenergie.

Enth√ľllung des Erinnerungsmals* "8. Februar 1972/2012 Widerstand der Sch√∂pfung zu liebe, 1.Mose 2,15" durch die Evangelische Kirchengemeinde und B√ľrgermeister Oliver Grumber.

Dank- und Mahngottesdienst in der Evangelischen Kirche mit Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe unter Mitwirkung des Herbolzheimer Posaunenchors und mit Zeitzeugenberichten.

Anschließend Möglichkeit zum Beisammensein und Gedankenaustausch in der Weisweiler Kirche.

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*Den Gedenkstein mit der Inschrift "Widerstand der Sch√∂pfung zuliebe, 1. Mose 2,15" schuf Bildhauer Frank Lennig, Vogtsburg aus einem sch√∂n gemaserten aber sehr harten Kaiserst√ľhler Porphyrstein. Diesen schwer zu bearbeitenden Porphyrstein beschreibt Frank Lennig sehr zutreffend:

"Widerborstig wie die Badisch-Els√§ssischen B√ľrgerinitiativen"
 
Autor: Erhard Schulz

Buchtipp: Irmela Erckenbrecht
 
Buchtipp: Irmela Erckenbrecht "American Veggie"
Vegetarische Genussreise durch die USA

USA und vegetarisch ‚Äď passt das denn zusammen? Und wie! Jenseits von Fast Food und XXL-Portionen liegt ein Land der unbegrenzten kulinarischen M√∂glichkeiten, das es zu entdecken gilt. In eben dieses Amerika l√§dt Irmela Erckenbrecht mit ihrem jetzt im pala-verlag erschienenen Buch ¬ĽAmerican Veggie¬ę ein. Die Autorin, seit vielen Jahren famili√§r eng mit den USA verbunden, stellt 150 Spezialit√§ten aus den verschiedensten Regionen und Bundesstaaten vor. Feurige Texmex- und Cajun-Gerichte aus den S√ľdstaaten finden sich ebenso wie deftige Kartoffelspeisen aus Idaho, fruchtige Kombinationen aus Kalifornien und Florida oder Gro√üstadt-Kreationen aus New York und San Francisco. Auch die indianische Kochtradition ist mit leckeren Speisen vertreten. Neben b√§uerlich gepr√§gten Familienrezepten stehen moderne Kochideen ‚Äď und nat√ľrlich finden sich auch amerikanische Klassiker in vegetarischer Version. Rund um die Rezepte ist das Buch garniert mit vielen Hintergrundinformationen, Anekdoten und ganz pers√∂nlichen Erinnerungen: an ausgiebige Familienfr√ľhst√ľcke, fr√∂hliche Potluck Partys und gelungene Besuche in Hometown Cafes, Diners oder kultigen vegetarischen Restaurants. Nicht nur als Kochbuch, auch als Sofalekt√ľre w√§rmstens zu empfehlen!

pala-verlag 2011, 200 Seiten, EUR 14,00
ISBN: 978-3-89566-297-3
 
 



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