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Verschiedenes

Leben im Ozean: WWF-Film auf der Berlinale
© WWF Indonesien
 
Leben im Ozean: WWF-Film auf der Berlinale
„The Mirror Never Lies“ – eine preisgekrönte Geschichte ĂŒber das Leben des Bajo-Meeresvolks im Korallendreieck in Indonesien

Berlin - Der WWF schickt in diesem Jahr einen Beitrag auf die Berlinale: Der indonesische Film „The Mirror Never Lies“ der jungen Regisseurin Kamila Andini ĂŒber das Meeresvolk der Bajo entstand in Kooperation mit dem WWF Indonesien. Der in Asien mehrfach preisgekrönte Spielfilm richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen und ist eine Hommage an die Natur und die Hoffnung.

Die Geschichte: Inmitten des Indischen Ozeans, in einer HĂŒttensiedlung auf dem Meer, lebt die 12-jĂ€hrige Pakis. Ihr Vater kehrt eines Tages nicht vom Fischen zurĂŒck. Die anderen Kinder sagen, er sei tot. Doch Pakis hofft weiter. Die Erinnerungen an ihn und seine ErzĂ€hlungen vom Meer und den Winden lassen sie nicht los. Ihr stĂ€ndiger Begleiter ist ein kleiner Spiegel, den er ihr geschenkt hat. In ihm sucht sie nach der Wahrheit, wĂ€hrend die Mutter versucht, ein Leben ohne den Mann und Vater aufzubauen. Als der Delfin-Forscher Tudo aus Jakarta unvermittelt in das Leben der beiden tritt, verschĂ€rft sich der Konflikt zwischen Mutter und Tochter und die Geschichte nimmt eine spannende Wendung.

Die 25-jĂ€hrige Regisseurin Kamila Andini erzĂ€hlt in ihrem Debut in wundervollen Bildern von einem Leben in und mit einer Natur, die ihre Entbehrungen an Luxus durch ihre FĂŒlle an Schönheit aufwiegt. Drehort war der Wakatobi-Nationalpark im fĂŒr seine Artenvielfalt berĂŒhmten Korallendreieck. Das bedrohte UNESCO-Weltnaturerbe ist Heimat der Bajos, einem Volk von Seenomaden, deren Kultur auf einem Leben im Einklang mit dem Meer basiert.


Berlinale-VorfĂŒhrungen: The Mirror Never Lies ist ab 10 Jahren freigegeben und wird am 15., 16. und 17. Februar auf der Berlinale in der Kategorie „Generation Kplus“ gezeigt.
 
 

 
Mundenhof geht mit buntem Programm ins Jahr 2012
BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik lobt das vielfĂ€ltige Angebot
und stellt neuen Leiter Berno Menzinger vor

Im vergangenen Jahr hat der Mundenhof einen Besucherrekord
erlebt und zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von
300.000 Besuchern erreicht. Diese Zahl wird seit zehn Jahren mit
einer immer gleichen Formel anhand der Parkeinnahmen errechnet.
Im Rahmen einer Pressekonferenz, in der sie heute das neue
Jahresprogramm des Mundenhofs vorstellte, sagte BĂŒrgermeisterin
Gerda Stuchlik dazu: „NatĂŒrlich ist der wichtigste Faktor fĂŒr eine hohe
Besucherzahl das Wetter. Und das war 2011 fĂŒr den Mundenhof
ausgesprochen gĂŒnstig. Doch wir liegen auch mit unserem Angebot
gut im Trend. Das Konzept als Tier-Natur-Erlebnispark wie auch die
Veranstaltungen kommen bei den Besuchern gut an.“

Bei dieser Gelegenheit stellte die BĂŒrgermeisterin den anwesenden
Medien auch Berno Menzinger, der im Oktober 2011 die Nachfolge
von Brigitte Grethler antrat und nun mit Susanne Eckert die neue
„Doppelspitze“ in der Leitung des Mundenhofs bildet, vor. Menzinger,
Jahrgang 1975, ist ein waschechter Freiburger, der nach seiner
Ausbildung zum Forstingenieur (Diplom 1999 an der FH Rottenburg)
fĂŒnf Jahre lang fĂŒr eine finnische Beratungsfirma in der Holzindustrie
in England und Spanien tÀtig war. 2004 kehrte er nach Freiburg
zurĂŒck, wo er als Förster im Revier St. Georgen wirkte. Neben seiner
Leitungsrolle am Mundenhof (50%-Stelle) bleibt Menzinger fĂŒr den
Holzverkauf der Stadt Freiburg zustÀndig. Menzinger ist verheiratet
und hat drei Kinder.

Berno Menzinger hat nun mit Susanne Eckert auch fĂŒr das Jahr 2012
ein vielfÀltiges Programm zusammen gestellt. Die beliebten
Klassiker Ostertag, Sonnwendfeuer und KĂŒrbisfest fĂŒgen sich
ebenso in den Lauf der Jahreszeiten wie der Orientalische
Weihnachtsbasar. Fast schon Klassiker sind das Mittelalterfest am
10. April, ein Erlebnistag fĂŒr die ganze Familie auf der Pferdekoppel
mit Schaukampf und mittelalterlichem Handwerk, und das Afrikafest
des Kinderhilfswerks Plan am 17. Juni mit afrikanischer Musik,
Rastazöpfen, Modenschau und vielem mehr. Am 20. Mai lÀdt die
AOK-Gesundheitskasse zum Gesundheitstag „Mit Spaß gesund
und aktiv“ ein und am 15. Juli findet wieder der Mongolentag des
Mongoleizentrums Freiburg mit Liedern und GesÀngen aus der
Steppe statt.

Dazwischen finden von FrĂŒhjahr bis Herbst kleinere, beschaulichere
Veranstaltungen statt, etwa der Fisch- und Korallentag fĂŒr Liebhaber
von Aquarien oder die MondscheinfĂŒhrungen, die den Mundenhof zu
einer ganz anderen Tageszeit erlebbar machen. FĂŒhrungen fĂŒr
Schulklassen, soziale Einrichtungen oder BetriebsausflĂŒge,
Kindergeburtstage, Planwagenfahrten fĂŒr Gruppen, BienenfĂŒhrungen
oder Filz- und Zeichenkurse ergÀnzen das vielfÀltige Programm.

Höhepunkt in diesem Jahr wird sicher die Eröffnung des von der
Firma WaschbÀr finanzierten Erfahrungsfelds der Sinne auf dem
alten Misthaufenplatz sein. Zur Eröffnung wird dort im Juli und
August vier Wochen lang ein Zelt stehen, das die Sinnesstationen im
Außenbereich durch weitere Erfahrungsfelder bereichert. Auch hier
können Schulklassen und Familien ein großes Angebot nutzen.

Der Eintritt ist traditionell frei. NatĂŒrlich bleibt der Mundenhof aber auf
UnterstĂŒtzung angewiesen. Der „Spendenaffe“ darf gerne von jedem
Besucher gefĂŒttert werden (das FĂŒttern der Gehegetiere bleibt
dagegen generell verboten). Die ParkgebĂŒhr fĂŒr Besucher, die mit
dem Auto kommen, kostet fĂŒnf Euro. Eine Jahresparkkarte zu 30
Euro lohnt sich bereits ab sechs Besuchen. Sie ist im Mundenhof-
BĂŒro oder bei der BĂŒrgerberatung im Rathaus erhĂ€ltlich, ebenso wie
das Jahresprogramm 2012, das zudem auch in der Stadtbibliothek
und im BĂŒrgeramt (Baslerstraße) ausliegt.
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Studie: Umlenkung von EU-Subventionen könnte Millionen “grĂŒner” Jobs schaffen
NABU fordert von Kanzlerin Merkel Reformeifer fĂŒr Naturschutz und BeschĂ€ftigung

Berlin/BrĂŒssel – Eine ökologische Umschichtung von nur 14 Prozent der derzeitigen BrĂŒsseler Subventionen wĂŒrde etwa eine halbe Million ArbeitsplĂ€tze schaffen, belegt eine vom NABU-Dachverband BirdLife International und anderen europĂ€ischen UmweltverbĂ€nden in Auftrag gegebene Studie, die am Mittwoch in BrĂŒssel vorgestellt wird. „Unsere Studie beweist: Wenn die EU auch nur einen geringen Teil ihrer Milliarden-Subventionen umlenken wĂŒrde, dann könnten damit Millionen neue Jobs geschaffen werden und zugleich wĂŒrde Europa vor teuren Umweltproblemen bewahrt“, erklĂ€rt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Zum Vergleich: Derzeit werden laut SchĂ€tzungen mit 78 Prozent des EU-Haushalts nicht mal 1,2 Millionen Jobs unterstĂŒtzt. „Wir können es uns in Europa nicht mehr leisten, derart ineffizient mit unserem Geld umzugehen“, erklĂ€rt Konstantin Kreiser, EU-Haushaltsexperte beim NABU. „Die EU-Subventionen mĂŒssen dorthin fließen, wo dauerhaft Umweltschutz, Wirtschaft und BeschĂ€ftigung profitieren.“

So fordert der NABU fĂŒr die laufenden Verhandlungen zum EU-Haushalt 2014-2020 die Bundesregierung auf, nicht nur von anderen ein verantwortungsvolles Haushalten zu fordern. „Es kann nicht sein, dass die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister europaweit Sparsamkeit propagieren, aber gleichzeitig zulassen, dass ein großer Teil unserer Steuergelder via BrĂŒssel nach dem Prinzip Gießkanne verteilt werden“, kritisiert Tschimpke. „Ob bei der Agrar- oder der Regionalförderung, immer wenn es in BrĂŒssel konkret wird, ist der Reformeifer der deutschen Minister dahin: Sie nehmen viel zu viel RĂŒcksicht auf die Besitzstandswahrer zuhause und achten viel zu wenig auf die starken Umwelt- und BeschĂ€ftigungseffekte von „grĂŒnen“ Subventionen und Investitionen.“

Die vom britischen Institut GHK durchgefĂŒhrte Studie zeigt, dass ein ökologischer Umbau von EU-Subventionen sich sofort sehr positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wĂŒrde - und diese Effekte sich langfristig noch verstĂ€rken, denn der schonendere Umgang mit Ressourcen wie Artenvielfalt, Wasser, Boden und Energie fördert erwiesenermaßen die dauerhafte Wirtschaftsentwicklung und damit auch den Arbeitsmarkt. Am Beispiel Naturschutz wird dies besonders deutlich: WĂŒrde die EU das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 ausreichend finanzieren, könnten allein dadurch mindestens 180.000 ArbeitsplĂ€tze entstehen – und das kurzfristig, und vor allem in strukturschwachen Regionen. Unter anderem wĂŒrden Tourismus und Landwirtschaft, aber auch die Bauwirtschaft und der lokale Dienstleistungssektor profitieren.

In diesem Zusammenhang fordert der NABU auch, dass die EU ihr Umweltförderprogamm LIFE mit mindestens 1Milliarde Euro jĂ€hrlich fĂŒr Naturschutzprojekte ausstattet. Derzeit sind es nur 120 Millionen Euro. Das entspricht nicht einmal 0,1Prozent des EU-Haushaltes – wĂ€hrend jedes Jahr weit mehr als 50 Milliarden Euro aus BrĂŒssel in die Landwirtschaft fließen, das entspricht satten 40 Prozent des EU-Budgets.
 
 

EiseskĂ€lte ĂŒberfĂ€llt Deutschland
Amsel / Foto: NABU, Frank Derer
 
EiseskĂ€lte ĂŒberfĂ€llt Deutschland
Was der plötzliche Frost fĂŒr die Tier- und Pflanzenwelt bedeutet

Berlin – Plötzlich gleicht Deutschland einem riesigen Gefrierschrank. Nicht nur wir Menschen mĂŒssen uns mit dem frostigen Temperatursturz arrangieren, auch unsere Tier- und Pflanzenwelt muss mit den tiefen Minustemperaturen zurechtkommen. So fliegen Kraniche, die bei den so lange so milden Temperaturen hier geblieben sind, nun doch noch nach SĂŒden. Und die ersten Weißstörche, die schon zurĂŒckgekehrt sind, erleben eine unangenehme Überraschung. Doch nicht die KĂ€lte an sich ist das Problem, sondern der damit verbundene Futtermangel. Denn auch wenn kein Schnee liegt, finden sie durch die KĂ€lte beispielsweise weniger MĂ€use. FlugfĂ€hige Störche brauchen aber dennoch nicht gefĂŒttert werden, da diese in kurzer Zeit wieder in milde Regionen SĂŒdwesteuropas ausweichen können.

„FĂŒr unsere Wildtiere, die nicht in wĂ€rmere Regionen entfliehen können gibt es mehrere Strategien, diese recht lebensfeindliche Zeit zu ĂŒberleben. Entweder verschlĂ€ft man den Winter einfach, oder man trotzt den tiefen Temperaturen mit einer dicken Speckschicht oder emsiger Futtersuche“, erklĂ€rt Julian Heiermann, Tier-Experte des NABU. „Unsere heimische Tierwelt ist zwar an diese extremen Witterungsbedingungen angepasst und kommt auch mit zweistelligen Minusgraden zurecht – doch mit einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen Wildtiere zusĂ€tzlich zu unterstĂŒtzen, die frostige Zeit gut zu ĂŒberstehen.“

So ist der Igel ein typischer WinterschlĂ€fer, der wie andere Tiere hĂ€ufig in Laub- und Reisighaufen Zuflucht sucht. Diese sollte man ungestört liegen lassen, um die Tiere nicht zu gefĂ€hrden. Igel, die durch die vergangene milde Witterung aus dem Schlaf gerissen wurden und nun bei Minustemperaturen umherlaufen, sind meist hilfebedĂŒrftig und sollten von Experten untersucht werden, rĂ€t der NABU. Bei SpaziergĂ€ngen im Wald ist es nun besonders wichtig, die Wege nicht zu verlassen, denn durch das Betreten des Waldbodens können Wildtiere, wie Rehe und Wildschweine, aufgeschreckt werden – sie mĂŒssen jetzt mit ihren Fettreserven sehr sparsam haushalten und jede Fluchtaktion verbraucht lebenswichtige Energie.

Den Pflanzen, die vielfach schon wieder zu knospen begannen, kann die plötzliche KĂ€lte kurzfristig schaden, wenn empfindliche Triebe absterben. In der Regel verkraften sie diesen Verlust und können im FrĂŒhjahr erneut austreiben.

Frische MaulwurfshĂŒgel deuten darauf hin, dass der Frost auch in den Boden kriecht und die MaulwĂŒrfe tiefere Bodenschichten aufsuchen. Insekten und andere Gliedertiere, wie Spinnen und Asseln, halten es Ă€hnlich wie WinterschlĂ€fer. Sie verfallen in eine KĂ€ltestarre und ihr körpereigenes Frostschutzmittel verhindert beim Einfrieren die Entstehung von Eiskristallen, die das Körpergewebe sonst zerstören wĂŒrden

Wer unseren Gartenvögeln was Gutes tun möchte, kann geeignetes Vogelfutter anbieten. „Obwohl unsere Vögel auf diese Futtergabe nicht angewiesen sind, nehmen sie es als ‚Zubrot‘ zur natĂŒrlichen Nahrung hĂ€ufig gerne an“, so Heiermann. Viele Vogelfreunde haben in den letzten Wochen die gewohnt winterliche Ansammlung typischer Gartenvögel vermisst. Dies dĂŒrfte sich jetzt mit dem Wetterumschwung Ă€ndern, wenn VogelfĂŒtterungen wieder verstĂ€rkt aufgesucht werden. In NaturgĂ€rten finden Vögel an den SamenstĂ€nden stehen gelassener Stauden und an vielen heimischen Strauchgehölzen zusĂ€tzlich natĂŒrliche Nahrung.

Tipps zur WintervogelfĂŒtterung ...
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Ökostromtarife: Nur zwei von drei Ökostromtarifen nĂŒtzen der Umwelt
Bei einem Test von 19 Ökostromtarifen hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass Ökostrom sogar hĂ€ufig gĂŒnstiger ist als Normalstrom. Doch nur zwei von drei Angeboten haben auch einen Nutzen fĂŒr die Umwelt. Der entsteht erst, wenn der Ökostromtarif konventionellen Strom vom Markt verdrĂ€ngt, der Anbieter also den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringt.

Wer einen Ökostromtarif wĂ€hlt, der möchte seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Energiewende vorantreiben. Doch nur 13 der 19 Ökostromtarife sorgen dafĂŒr, dass die Anbieter z. B. in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investieren. “Sehr stark“ ökologisch engagiert und zusĂ€tzlich mit „guten“ Vertragsbedingungen sind die Tarife der unabhĂ€ngigen Ökostromanbieter EWS Schönau (Tarif Sonnencent 0,5), Lichtblick (Lichtblick-Strom) und Naturstrom (naturstrom). Greenpeace Energy (Privatkundentarif) ist ebenfalls „stark engagiert“, die Tarifbedingungen sind „befriedigend“. Nur bei diesen vier unabhĂ€ngigen Ökostromanbietern geht das Geld nicht an ein Unternehmen, das auch Atom- und Kohlestrom verkauft. Dennoch gibt es auch bei konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein „sehr starkes“ oder „starkes“ ökologisches Engagement des Anbieters erkennen lassen, sieben engagieren sich hingegen nur „schwach“.

Wer noch nie seinen Stromtarif gewechselt hat, steckt in der Grundversorgung, dem meist teuersten Tarif. Im Januar 2012 zahlt eine Familie mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch im Grundversorgungstarif des örtlichen Stromanbieters im Schnitt 1.046 Euro. FĂŒr einen Ökotarif mit GĂŒtesiegel dagegen nur 1.010 Euro.

Der ausfĂŒhrliche Test Ökostromtarife ist in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/strom veröffentlicht.
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JETZT ANMELDEN: Freiwilliges Ökologisches Jahr
 
JETZT ANMELDEN: Freiwilliges Ökologisches Jahr
Ab 1. September 2012 bietet die LpB wieder 110 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 27 Jahren die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zu absolvieren.

An 84 Stellen können sie sich in der ökologischen Land- und Forstwirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz und im technischen Umweltschutz einbringen.

Infos und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung gibt es unter www.foej-bw.de
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Einsteigerabend bei "MAhL VEGETARISCH"
Herzlich willkommen sind alle Interessierten zum Einsteigerabend der Initiative MAhL VEGETARISCH am Mittwoch, 08. Februar, ab 18:30 Uhr in der Salzstr. 1, 1. OG (Eingang Dreherstraße). Die Initiative wird sich und ihre Aktionen rund um den Freiburger Veggietag vorstellen. Nach zwei Kurzfilmen werden in lockerer Runde Fragen geklĂ€rt und Möglichkeiten zum Mitmachen dargestellt. Mehr zu der Initiative auf www.mahl-vegetarisch.de
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Tarnung fĂŒr den Kohlepfennig –
... wird die Chance fĂŒr die Energiewende verpasst?

Bundesrat und Bundestag stehen vor der Novellierung des Kraft-WĂ€rme-Kopplungs-Gesetzes. Aus Freiburg kommt deutliche Kritik am Entwurf der Bundesregierung, da er den dezentralen AnsprĂŒchen grĂ¶ĂŸerer StĂ€dte schadet. Gemeinsame Pressemitteilung von KlimabĂŒndnis Freiburg, ECOtrinova e.V. und fesa e.V. vom 2. Februar 2012:

Der Entwurf der Bundesregierung fĂŒr die Novelle des Gesetzes fĂŒr Kraft-WĂ€rme-Kopplung (KWK) muss dringend fit gemacht werden fĂŒr mehr Effizienz. Die BundeslĂ€nder mĂŒssen sich aktiv fĂŒr eine Verbesserung der Situation kleiner KWK-Anlagen einsetzen, damit die Energiewende auch in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten möglich wird.

Die anstehende Novelle des KWK-Gesetzes bietet große Chancen, Klimaschutz, Energiewende und Atomausstieg mit einem wirksamen Marktanreiz fĂŒr kleine KraftwĂ€rmekopplungs-Anlagen (KWK) voranzubringen. Sollte der jetzige Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 14.12.2011 jedoch ohne entscheidende Verbesserungen in Bundesrat und Bundestag durchgewunken werden, wird die einmalige Chance verpasst. Darauf weisen das KlimabĂŒndnis Freiburg, ECOtrinova und fesa e.V. hin. Sie fordern den schnellen Ausbau der dezentralen Kraft-WĂ€rme-Kopplung.

Jörg Lange, Sprecher des KlimabĂŒndnis Freiburg, weist darauf hin, dass nicht jede KWKAnlage im Sinne des Klimaschutzes sinnvoll ist. Per Gesetz werden auch große Kohlekraftwerke gefördert, wenn ihre AbwĂ€rme in Form von FernwĂ€rme nutzbar gemacht wird. Diese WĂ€rme wird aber mit der zwei- bis dreifachen Menge an klimaschĂ€dlichen Emissionen erkauft wie die WĂ€rme, die aus kleinen erdgasbetriebenen KWK-Anlagen zum Beispiel Wohnblöcke versorgt.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den KWK-Anteil an der Stromerzeugung bis 2020 auf 25 Prozent zu verdoppeln. Eine Erfolgsanalyse seit der letzten GesetzesĂ€nderung im Jahr 2009 hat aufgezeigt, dass der Deckel der KWK-Förderung von maximal 750 Millionen Euro pro Jahr jedoch nicht einmal annĂ€hernd ausgeschöpft wurde. Daran wird sich auch mit dem jetzigen Novellierungsentwurf nichts Ă€ndern, weshalb die Ziele der Bundesregierung in weite Ferne rĂŒcken.


Auf dem dezentralen Auge blind

Die wenigen beschlossenen Änderungen nutzen vor allem den Betreibern von Großkraftwerken und ignorieren damit das große Potenzial dezentraler Energieerzeugung:

- FĂŒr KWK-Anlagen, die ab 2013 der Emissionshandelspflicht unterliegen, werden die ZuschlĂ€ge erhöht. Zur Steigerung des KWK-Anteils wĂŒrden damit vor allem die bereits im Bau oder in der Planung befindlichen, großen, neuen Kohlekraftwerke beitragen, wie LĂŒnen, Karlsruhe RDK 8, Mannheim GKM Block 9, Hamburg Moorburg A, Hamburg Moorburg B, Datteln 4. Denn auch diese Kohlekraftwerke wĂŒrden ĂŒber das KWK-Gesetz fĂŒr ihren KWK-Strom eine Förderung von 1,5 Cent/Kilowattstunde (kWh), ab 2013 zukĂŒnftig 1,8 Cent/kWh erhalten! Eine Art „getarnter Kohlepfennig“, so die Freiburger Kritiker der Gesetzesneufassung. Gasbetriebene KWK-Anlagen trĂŒgen dagegen einen vielfach höheren Beitrag zur CO2-Vermeidung und zur Energiewende bei.

- DarĂŒber hinaus werden Maßnahmen zur KWK-NachrĂŒstung von Kondensationskraftwerken förderfĂ€hig. Dies sind herkömmliche Kraftwerke, die ihre AbwĂ€rme bisher nicht nutzen. Eine UmrĂŒstung macht die AbwĂ€rme nutzbar, z.B. fĂŒr ein FernwĂ€rmenetz. Das verbessert die Gesamt-Energieeffizienz des Kraftwerkes, kann aber die wichtige Stromerzeugung mindern.

- WĂ€rmenetze erhalten 30 statt 20 Prozent Zuschuss und WĂ€rmespeicher erstmalig bis zu 30 Prozent der Investitionskosten.


Marktanreiz per Einspeiseregelung dringend erforderlich fĂŒr kleine KWK

Insbesondere das riesige ökologische und ökonomische Potential kleiner KWK-Anlagen (AnlagengrĂ¶ĂŸen zwischen 10 und 2000 Kilowatt elektrischer Leistung (kWel)) hat die Bundesregierung entweder noch nicht erkannt oder sie will es nicht, um die großen Versorger zu schĂŒtzen.

Eine Anreizregulierung vergleichbar dem erfolgreichen Erneuerbaren Energiengesetz (EEG) mit leistungsabhĂ€ngiger EinspeisevergĂŒtung könnte hier in wenigen Jahren zur Marktdurchdringung fĂŒhren. Denn durch die bisher geringen StĂŒckzahlen sind die Anschaffungskosten der „Kleinen“ fĂŒr eine schnelle Marktdurchdringung noch zu hoch. Kleine KWK-Anlagen, auch Blockheizkraftwerke oder BHKWs genannt, bestehen im Wesentlichen aus einem umgebauten Auto-, LKW- oder Schiffsmotor mit einer großen „Lichtmaschine“, dem stromerzeugenden Generator. Insbesondere die Kleinsten sind aber vergleichsweise teuer. Ein Mini-BHKW mit 20 kWel kostet etwa 40.000 Euro. Ein Kleinwagen mit vergleichbarer Motorleistung kostet dem gegenĂŒber nur ca. 10.000 Euro. Der Grund ist, dass Mini-BHKWs bisher nur in kleiner StĂŒckzahl gebaut werden, sozusagen in vorindustrieller Manufaktur. So wurden im Jahr 2010 in Deutschland lediglich 1371 kleine KWK-Anlagen neu gebaut. DemgegenĂŒber stehen in Deutschland 600.000 Heizungserneuerungen pro Jahr an.


Kleiner Aufwand - nachhaltige Wirkung

Um z.B. den Strom aus Kohle bis 2020 mit Strom aus dezentralen Blockheizkraftwerken weitgehend zu verdrĂ€ngen, wĂŒrden weniger als fĂŒnf Prozent der jĂ€hrlichen Motorenproduktion (5,5 Mio. PKW 2010) in Deutschland ausreichen - und das ohne den Gasverbrauch wesentlich zu steigern.

Mittelfristig kann das fossile Erdgas zudem durch Wasserstoff oder Methan ersetzt werden, produziert aus ĂŒberschĂŒssigem Strom aus Wind- und Solaranlagen, gespeichert in den bereits reichlich vorhandenen Gasspeichern. Hunderttausende und mehr BHKWs werden so Kernelemente fĂŒr eine sichere Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien und damit fĂŒr die Energiewende.


Wirtschaft ist weitsichtiger

Im Gegensatz zur Bundesregierung haben einige Wirtschaftsunternehmen die Chancen dieses Konzeptes bereits erkannt. Greenpeace Energy und die Windkraftfirma Juwi erarbeiten Konzepte fĂŒr Versuchsanlagen zur Gewinnung von „Windgas“. Die Lichtblick AG bietet bereits heute zusammen mit VW das Strom und WĂ€rme produzierende „Zuhause-Kraftwerk“ an und selbst RWE macht inzwischen Werbung mit kleinen KWKAnlagen.

Das Gesetz braucht keine Zustimmung durch den Bundesrat. Die BundeslĂ€nder sind jedoch zur Stellungnahme aufgerufen. Die 1. Anhörung des Bundesrates ist fĂŒr den 10.02.2012 geplant.

FĂŒr weitere Informationen: www.klimabuendnis-freiburg.de


KlimabĂŒndnis Freiburg

Das KlimabĂŒndnis Freiburg ist ein Zusammenschluss engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, unterstĂŒtzt von zahlreichen lokalen und regionalen Initiativen und FachbĂŒros.

Wir setzen uns ein fĂŒr:
- 100% Erneuerbare Energien
- eine massive Steigerung der Energieeffizienz
- Ausbau der Ressourceneffizienz
- Reduktion der CO2-Emissionen

info@klimabuendnis-freiburg.de
www.klimabuendnis-freiburg.de


ECOtrinova e.V.

ECOtrinova e.V. ist als gemeinnĂŒtziger kooperativer Verein fĂŒr Umwelt- und Verbraucherschutz, Energiewende und Klimaschutz eine Arbeitsgemeinschaft von in Freiburg i.Br. und der trinationalen Region ansĂ€ssigen Umweltinstituten, Vereinen, Fach-BĂŒros und BĂŒrgerInnen.

Vorsitz: Dr. Georg Löser

ecotrinova@web.de
www.ecotrinova.de

Der fesa e.V.

Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die Menschen fĂŒr Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, schlĂ€gt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ĂŒber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.

Über die Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informiert er aktuell ĂŒber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
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369 370 371 372 373 


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