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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

Biodiversität All Inclusive
Auf den Spuren der Wölfe © Andreas Eistert / WWF
 
Biodiversität All Inclusive
WWF startet Projekt für naturverträglichen Tourismus in Deutschland

Hamburg - Mit dem Ziel, Natur und Artenvielfalt in Deutschland touristisch nachhaltig zu nutzen und zu schützen, hat der WWF gemeinsam mit Anbietern aus der Tourismuswirtschaft das Projekt „Biodiversität all inclusive“ ins Leben gerufen. Wie die Umweltstiftung am Dienstag mitteilte, sollen Reiseangebote und innerbetriebliche Abläufe umweltverträglich entwickelt und umgestaltet werden, ohne dabei die Attraktivität für Urlauber zu schmälern. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) gefördert.

„Tourismus und Naturschutz müssen keine Gegensätze sein“, sagt Martina Kohl, Projektleiterin und Tourismusexpertin beim WWF. Das Geschäft mit dem Urlaub könne den Schutz der Biodiversität entlang seiner gesamten Vertriebskette berücksichtigen. Außerdem habe auch der Schutz von seltenen oder gefährdeten Wildtieren eine touristische Komponente. „Wer Deutschlands Wildnis und Artenvielfalt behutsam erlebbar macht, steigert die Wertschätzung für die Natur. Touristische Angebote wie Wolfslehrpfade, Wanderwege auf den Spuren von Luchs und Bär können dazu einen Beitrag leisten“, so Kohl weiter.

„Mit attraktiven und naturverträglich konzipierten Reiseangeboten kann der Tourismussektor auch im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit punkten und den positiven Trend zu Urlaub in der Heimat fördern“ sagt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Hotels und Einrichtungen, die ressourcenschonend arbeiten, regionale Produkte anbieten und Menschen für Erholung in der Natur begeistern, tragen dazu bei, dass unsere schönen Landschaften sowie die die heimische Flora und Fauna in ihrer Vielfalt erhalten bleiben.“

Zu den Projektteilnehmern aus dem Tourismus zählen die in Deutschland größte Hotelkette Accor mit ihren Hotelmarken Novotel, Sofitel, Mercure, Ibis und Etap, Reiseveranstalter des forum anders reisen wie ReNatour, Spreescouts und Aventerra und Deutschlands zweitgrößter Reiseveranstalter REWE Touristik mit den Marken ITS, Tjaereborg, Meier’s Weltreisen, ADAC Reisen, Jahn Reisen und Dertour. Im Verlauf des Projektes, das auf der ITB im Jahr 2013 die ersten Ergebnisse vorstellen möchte, werden die Akteure mehrfach zusammentreffen, um die Ideen und Ansätze in praktische Maßnahmen umzusetzen
 
 

 
Umweltwettbewerb „Ich tu was“ für junge Umweltschützerinnen und -schützer
Schulklassen, Umwelt- und Projektgruppen können ihre
Arbeiten noch bis zum 22. Mai einreichen

Am Umweltwettbewerb „Ich tu was“ können Freiburger
Schulklassen, Umwelt- und Projektgruppen noch teilnehmen.
Bis spätestens zum 22. Mai können sie ihre Arbeiten
einreichen.

Der vom Umweltschutzamt gemeinsam mit der
Abfallwirtschaft (ASF) und dem „Eine Welt Forum Freiburg“
initiierte Umweltwettbewerb „Ich tu was“ richtet sich an
Freiburger Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. „Die
Jugendlichen wachsen in eine Zukunft hinein, die sie gerade
wegen der vielen aktuellen Probleme wie Klimawandel oder
hoher Ressourcenverbrauch selbst mitgestalten wollen. Unser
Wettbewerb fordert junge Menschen auf, ihre Vorstellungen
eines umweltverträglichen und nachhaltigen Lebensstils
aufzuzeigen“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Das Jahr 2012 ist ein besonderes Jahr fĂĽr die Umwelt, denn
vor 20 Jahren fand die UN-Konferenz fĂĽr Umwelt und
Entwicklung in Rio de Janeiro statt. Dort wurde unter anderem
das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm
„Agenda 21“ beschlossen, das als großer Schritt auf dem
Weg zur Nachhaltigkeit gilt. 20 Jahre später gibt es wieder
eine Nachhaltigkeitskonferenz der Weltgemeinschaft in Rio.
Parallel dazu werden von vielen Kommunen und anderen
gesellschaftlichen Gruppen Veranstaltungen zum Thema
Nachhaltigkeit organisiert.

Auch Freiburg widmet sich in der Zeit vor und nach dem
Gipfeltreffen dem Thema nachhaltige Rohstoffwirtschaft. FĂĽr
viele Freiburgerinnen und Freiburger ist ein umweltgerechtes
Verhalten selbstverständlich. Auch viele Kinder und
Jugendliche interessieren sich fĂĽr dieses vielschichtige und
interessante Thema und denken ĂĽber Energieeinsparung
oder umweltfreundliche Verkehrsmittel nach.

Mit dem Wettbewerb „Ich tu was“ können Schülerinnen und
Schüler ihre Vorstellungen eines umweltverträglichen
Lebensstils darstellen. Das kann in Form einer Präsentation,
eines Referats oder einer kĂĽnstlerischen Arbeit geschehen
und sollte sich auf ein konkretes Vorhaben in ihrem Alltag
beziehen. Zur Auswahl stehen drei Themen, mit denen die
meisten täglich zu tun haben: Papier, Handys und
Kunststoffe.

Bei der Gestaltung ihrer Projekte haben alle Teilnehmerinnen
und Teilnehmer die freie Wahl. Und die besten Ideen werden
natĂĽrlich belohnt und erhalten einen Geldpreis von 300, 200
und 100 Euro. Am 20. Juni findet die Prämierung und
Ausstellung in der Ă–kostation am Seepark statt.

Wenn Ihr als Schulklasse, Umwelt- oder Projektgruppe oder
auch einzeln ein eigenes Projekt auf die Beine stellen, aktiv
und kreativ werden wollt, könnt Ihr Euch anmelden

Den Anmeldebogen und weitere Informationen zum
Umweltwettbewerb findet Ihr auf den folgenden Websites:
www.abfallwirtschaft-freiburg.de/ichtuwas
www.ewf-freiburg.de (Umweltwettbewerb „Ich tu was“)
www.freiburg.de/ichtuwas

Die Anmeldung und die Beiträge können entweder per Post
an die ASF, Susanna Gill, Hermann-Mitsch-StraĂźe 26, 79108
Freiburg, Telefon.76707-74 oder per E-Mail an
gill@abfallwirtschaft-freiburg.de geschickt werden.
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Carsharing: FĂĽr wen sich das Autoteilen lohnt
Bild: Stiftung Warentest
 
Carsharing: FĂĽr wen sich das Autoteilen lohnt
Wer nur bis zu 10.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto fährt, kann viel Geld sparen, wenn er Carsharing nutzt. Die März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest zeigt anhand von Rechenbeispielen, für wen sich das Autoteilen lohnt und welche unterschiedlichen Formen von Carsharing es in dem wachsenden Markt gibt.

Je seltener jemand fährt, desto eher lohnt sich Carsharing. Vorteile haben vor allem Fahrer, die den Wagen eher für kurze Strecken und nicht regelmäßig brauchen. In der Modellrechnung von Finanztest zahlt der Autobesitzer eines Kleinwagens für 5.000 Jahreskilometer inklusive aller Kosten 206 Euro pro Monat, der Carsharing-Nutzer für die gleiche Strecke mit dem gleichen Auto hingegen nur 138 Euro monatlich.

Manche Anbieter ermöglichen die Nutzung ihrer Autos auch in anderen Städten, andere arbeiten mit den Verkehrsbetrieben zusammen: Kunden mit Monatskarten bekommen die Autos günstiger. Auch für Studenten und Azubis gibt es oft Rabatte.

Weil immer mehr junge Leute kein eigenes Auto mehr wollen, steigen nun auch Autohersteller ins Carsharing ein. BMW mit DriveNow und Daimler mit Car2go setzen auf ganz neue Konzepte: Sie verteilen ihre Autos im Stadtgebiet. Wer eines braucht, ortet es per Smartphone, steigt ein und lässt es nach der Fahrt einfach am Ziel stehen. Das kostet 29 Cent pro Fahrminute.

Carsharing lohnt sich hauptsächlich für Fahrer in Großstädten, weil sich dort die meisten Abholstationen befinden. Bei langer Mietdauer und weiten Fahrten ist ein Mietwagen oft günstiger. Im Modellfall kostet ein Carsharing-Auto für 7 Tage 430 Euro, bei einem Anbieter für Mietautos hingegen nur 328 Euro für die gleiche Dauer inklusive aller Kosten.

Der ausführliche Test Carsharing ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/carsharing veröffentlicht.
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Waldsee: Eisfläche ab sofort gesperrt
Die Eisfläche des Waldsees ist ab sofort wieder gesperrt.
Grund sind die recht milden Temperaturen. Die Eisfläche
besitzt nicht mehr die notwendige Dicke von 12 Zentimetern,
zudem steht Wasser auf der noch vorhandenen, aber immer
dĂĽnner werdenden Eisschicht.

Entsprechende Schilder am Waldsee informieren die
Besucherinnen und Besucher ĂĽber die Sperrung und weisen
darauf hin, dass Schlittschuhlaufen verboten ist und dass
beim Betreten des Sees Lebensgefahr besteht.
 
 

Ă–KO-TEST KOMPAKT - Heuschnupfen & Allergien
 
Ă–KO-TEST KOMPAKT - Heuschnupfen & Allergien
Das aktuelle ÖKO-TEST KOMPAKT Fit & Gesund – Heuschnupfen & Allergien gibt es seit dem 10. Februar 2012 im Zeitschriftenhandel. Es kostet 3,90 Euro.

Trotz Allergie unbeschwert leben: Der Klimawandel macht den Pollenallergikern besonders zu schaffen. Denn Haselnuss und Erle blĂĽhen deutlich frĂĽher als noch vor 20 Jahren. Gut, dass es inzwischen die Hyposensibilisierung gibt, die viele heilt. Wem die Therapie nicht hilft oder wer unter anderen Allergien leidet, dem verschaffen Medikamente Linderung, die in den vergangenen Jahren immer besser geworden sind. Im neuen Ă–KO-TEST KOMPAKT finden Betroffene Hilfestellung, wie sie mit der Krankheit richtig umgehen und diese in den Griff bekommen.

Die Tests
• Allergiemittel: Nasensprays, Augentropfen und Mittel zum Einnehmen sollen die unangenehmen Symptome für Allergiker erträglicher machen. Viele davon sind empfehlenswert, doch es gibt auch Mittel mit Inhaltsstoffen, die selbst Allergien auslösen können.

• Milbendichte Bezüge: Zwischenbezüge können verhindern, dass Milbenallergene nach außen dringen und Allergikern das Leben schwer machen. Fast alle untersuchten Encastings halten ihr Versprechen. Die meisten sind schadstofffrei. Doch ein Produkt enthält das Nervengift Permethrin, das unter anderem Kopfschmerzen auslösen kann, in zwei weiteren fand das Labor halogenorganische Verbindungen, die Allergien hervorrufen können.

• Basispflege für Neurodermitiker: Menschen mit Neurodermitis sind auf gut verträgliche Hautprodukte angewiesen. Neurodermitiker können aber auch bei speziellen Pflegeprodukten nicht einfach wahllos zugreifen. Denn in einigen Marken stecken Substanzen, die keinesfalls auf die ohnehin schon angegriffene Haut gehören.

• Muttermilchersatz HA-Nahrung Pre und 1: Für allergiegefährdete, nicht gestillte Säuglinge bietet die Industrie hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen an. Diese Produkte schützen zwar tatsächlich etwas vor Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien. Doch sie enthalten immer noch zu viel 3-MCPD-Fettsäureester. In Tierversuchen hat dieser Schadstoff die Nieren geschädigt und in hohen Dosen zur Bildung gutartiger Tumore geführt.


Aus dem Inhalt
• Alles durcheinander: Warum reagieren immer mehr Menschen allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben oder Insektenstiche? Eindeutige Antworten gibt es nicht. Es muss einiges zusammentreffen, damit das Immunsystem verrückt spielt. Das gilt für Menschen, denen die Neigung zu Allergien in die Wiege gelegt wurde. ÖKO-TEST erklärt die Hintergründe.

• Mit Pillen und Pollen: Heuschnupfenpatienten kann geholfen werden: mit Medikamenten gegen die Symptome und mit Spritzen für das Immunsystem. Pollen als Trainingspartner können dazu beitragen, die lästige Allergie ganz zu überwinden. Nötig ist vor allem Geduld.

• Alternative Heilverfahren: Immer mehr Menschen versuchen dem Heuschnupfen mit sanften Methoden wie Akupunktur, Klimatherapie und Hypnose beizukommen. ÖKO-TEST analysiert, welche Therapien sich bei Heuschnupfen bewährt haben.

• Gefährliche Berührung: Rissige oder entzündete Haut kann auf eine Kontaktallergie hinweisen. Zwar gibt es Medikamente und Hilfen, die den Umgang mit dieser Krankheit erleichtern. Doch heilen lässt sie sich nicht. ÖKO-TEST erklärt, wie Kontaktallergien entstehen und wie man sie vermeiden kann.
 
 

 
Freiburg: Dramatische Eisrettung auf FlĂĽckigersee
Feuerwehr weist auf Lebensgefahr hin, wenn Eisflächen nicht freigegeben sind

Im Stadtgebiet darf nur der Waldsee betreten werden

Diesmal ist gerade noch gut gegangen: Eine dramatische
Rettungsaktion hat am Donnerstag, 9. Februar, um
17.31 Uhr einem Schlittschuhläufer auf dem Flückingersee im
Freiburger Seepark das Leben gerettet. Der Mann war relativ
mittig auf dem See, der an dieser Stelle mindestens 15 Meter tief
ist, eingebrochen. Nur durch den glĂĽcklichen Umstand, dass die
Besatzung des Freiburger Rettungshubschraubers „Christoph 54“
trotz eintretender Dämmerung noch verfügbar war, konnte er
innerhalb weniger Minuten aus dem eiskalten Wasser befreit
werden, kurz vor dem Eintreffen der Berufsfeuerwehr.

Der Pilot steuerte den Hubschrauber dabei wenige Zentimeter
über die Wasseroberfläche, so dass der Notarzt und ein Hospitant
den Mann Person ĂĽber die offene SeitentĂĽre des Helikopters
fassen konnten. Am Ufer wurde er umgehend vom Rettungsdienst
behandelt. Nachdem sichergestellt war, dass er alleine auf dem
Eis gewesen war, rĂĽckte die mit 12 Mann und vier Fahrzeugen
angetretene Berufsfeuerwehr wieder ein. Noch vor wenigen Tagen
hätte zu diesem Zeitpunkt (17.31 Uhr) bereits abendliche
Dunkelheit geherrscht und eine Rettung erschwert.

Die Feuerwehr Freiburg und das städtische Garten- und Tiefbauamt
(GuT) weisen erneut darauf hin, dass alle Gewässer im Stadtgebiet
durch Schilder gesperrt und gekennzeichnet sind. Selbst bei
anhaltendem Winterfrost erreichen wenige Seen eine ausreichend
tragende Eisdecke. Sie werden nach eingehender PrĂĽfung
freigegeben. Auf gesperrten Eisflächen besteht dagegen absolute
Lebensgefahr. Sie dĂĽrfen nicht betreten werden!

Im Freiburger Stadtgebiet kann das GuT nur den Waldsee fĂĽr
Schlittschuhläufer freigeben. Das gilt seit dem vergangenen
Wochenende, als das Eis die erforderliche Dicke von 13 Zentimetern
erreicht hatte. Mitarbeiter des GuT ermitteln hier in Frostperioden
durch Bohrungen täglich, auch am Wochenende, die Eisdicke. Der
Waldsee stellt aber einen Sonderfall dar: Er ist kĂĽnstlich angelegt
und max. 1,50 Meter tief (auf der Restaurantseite).

Ganz anders ist die Lage beim FlĂĽckigersee, dem Dietenbachsee in
Weingarten und dem Moosweiher in Landwasser. Bei Seen dieser
Größe und Wassertiefe ist selbst die Eiskontrolle zu gefährlich. Zwar
friert die Oberfläche großflächig zu, aber niemand kann ermitteln, wo
– etwa durch Unterwasserströmungen und Grundwassereintrag – der
nicht-tragfähige Bereich beginnt. Das GuT warnt davor, auf solchen
Seen von der Dicke der Eisschicht im Randbereich darauf schlieĂźen
zu wollen, wie weit man sich in Richtung Seemitte vorwagen „kann“.

Nicht zum Einsatz kam gestern der Pontonschlitten, den die
Freiburger Feuerwehr im Sommer 2009 beschafft hatte und gestern
in Bereitschaft hielt. Mit diesem Eisrettungsgerät, das aus zwei
Plastikkörpern von jeweils zwei Metern Länge besteht, können
Rettungskräfte auf dem Eis zu verunfallten Personen vordringen. Im
Winter 2009/10 war dieser Schlitten dreimal im Einsatz, zur Premiere
musste er gleich einen Hund vom Eis holen.
 
 

 
Freiwilliges Ă–kologisches Jahr beim BUND in Freiburg im Umweltschutz & Naturschu
Der BUND in Freiburg ist seit dem Jahr 2011 Einsatzstelle fĂĽr das Freiwilliges Ă–kologisches Jahr (FĂ–J)

Unsere Aufgabe: Der blaue Planet. Wir brauchen nicht in den Weltraum zu fliegen, um zu sehen, wie schön diese Erde ist. Schön, empfindlich und gefährdet. Die Erde braucht Freundinnen und Freunde. Menschen, die sich für Natur und Umwelt einsetzen. In der Region Südlicher Oberrhein zwischen Achern und Müllheim setzen sich viele tausend Menschen in unserem überparteilichen und gemeinnützigen Verband für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein.

Angesichts der drängenden Umweltprobleme brauchen wir auch Dein Engagement im FÖJ, um auch bei uns eine ökologische, nachhaltige Entwicklung einzuleiten.
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Freiburg: OB Salomon zu AKW Fessenheim
OB Dieter Salomon bedauert starre Haltung des französischen Staatspräsidenten zum weiteren Betrieb des AKW Fessenheim: „Nicolas Sarkozy ignoriert die Proteste aller politischen Parteien im Elsass!“

Freiburger Oberbürgermeister fordert wegen der Auswirkungen auf Deutschland erneut Behandlung des Themas Fessenheim beim deutsch-französischen Gipfel Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon bedauert, dass der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy den vielfachen Forderungen nach einer Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim eine Absage erteilt hat. Bei einem Besuch in dem rund 25 Kilometer Luftlinie von Freiburg entfernten Reaktor am 9. Februar hatte Sarkozy erklärt, dass er keine Veranlassung für eine Stilllegung des Reaktors sehe. „Der Staatspräsident verschließt die Augen vor der Realität und ignoriert die Sorgen der Menschen und politischer Vertreter aller Parteien im Elsass“ stellt Salomon fest. Wie bedenklich diese Haltung sei, habe der immense Sicherheitsaufwand für den Besuch des Präsidenten gezeigt. Das Areal des Atomkraftwerks war weiträumig durch die Polizei abgesperrt, um Demonstranten von dem offiziellen Besuch fernzuhalten.

Der Oberbürgermeister erinnert daran, dass bereits im April 2011 rund 400 Regionalpolitikerinnen und -politiker aus dem Elsass in einem offenen Brief an Präsident Sarkozy eine Abschaltung des ältesten französischen Kraftwerks gefordert haben. Parallel zu Resolutionen des Freiburger Gemeinderats und vieler weiterer oberrheinischer Kommunen hatte u.a. der Stadtrat von Straßburg im April 2011 eine Erklärung verabschiedet, mit der die Forderung nach Stilllegung bekräftigt wurde. Eine Untersuchung der französische Atomaufsichtsbehörde vom November 2011 bestätigte außerdem Sicherheitsmängel, die seit langem Anlass zur Sorge vor einem Reaktorunfall in der Region seien. Um so unverständlicher sei die starre Haltung des Staatspräsidenten, den Reaktor weiterhin betreiben zu lassen, trotz der bekannten Mängel wie unzureichender Schutz gegen Erdbeben, Flugzeugabstürze oder terroristische Anschläge, der Gefahr von Überflutungen durch den Rheinkanal und Probleme im Kühlsystem – und alles 25 Kilometer von Freiburg entfernt. „Die Katastrophe von Fukushima sollte endgültig eine Lehre gewesen sein, dass auch das Undenkbare passieren kann, mit schlimmsten Auswirkungen für die gesamte Oberrheinregion.“

OB Salomon wiederholte die Forderung, das Thema Fessenheim auf die Tagesordnung der Deutsch-Französischen Regierungskonsultationen zu setzen. Dies hatte Bundeskanzlerin Merkel bisher mit dem Hinweis auf innerfranzösische Angelegenheiten abgelehnt. Diese Begründung lässt der Freiburger Oberbürgermeister nicht gelten, da die Gefahren eines AKW unmittelbar an der Grenze, nur 25 Kilometer von Freiburg entfernt, nicht nur Sache der französischen Regierungspolitik seien, sondern die ganze Region am Oberrhein berühren. „Unter Freunden muss auch ein klares Wort zu einer für die Stadt und die Region existenziellen Frage möglich sein, ohne dass die deutsch-französische Zusammenarbeit getrübt wird!“
 
 



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369 370 371 372 373 


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