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Verschiedenes

Internationaler Artenschutz
Foto: Steve Dawson / NABU
 
Internationaler Artenschutz
NABU International: Seltenste Meeresdelfinart der Welt braucht konsequenten Schutz

Einer der 100 letzten Maui-Delfine vor Neuseelands KĂŒste im Fischernetz getötet

Neuseeland – Gestern wurde bekannt, dass ein weiterer der weltweit letzten 100 Maui-Delfine in einem Fischernetz ums Leben gekommen ist. Die NABU International Naturschutzstiftung mahnt die neuseelĂ€ndische Regierung anlĂ€sslich dieses Zwischenfalls erneut, die Schutzmaßnahmen gegen Fischereibeifang zu erhöhen, um das Aussterben der seltenen Meeresdelfine zu verhindern. Wie ihre engen Verwandten, die Hector-Delfine, gibt es Maui-Delfine nur in Neuseeland. Seit der EinfĂŒhrung der Kiemen- und Schleppnetzfischerei in den Siebzigerjahren wurde ihre Population um mehr als 90 Prozent dezimiert.

„Mit weniger als 25 erwachsenen Weibchen stehen Maui-Delfine am Rande der Ausrottung“, warnt NABU-Artenschutzexpertin Barbara Maas. „Die Tiere verkraften nur einen einzigen Todesfall in fĂŒnf bis sieben Jahren, sonst sterben sie aus. In den letzten sechs Monaten gab es jedoch bereits zwei TodesfĂ€lle. Der einzige Weg, ihr Aussterben zu verhindern, ist ein absolutes Fangverbot in dem Lebensraum der Delfine“, so Maas.

Der jĂŒngste Tod des Maui-Delfins ereignete sich in der KĂŒstenregion von Taranaki an der WestkĂŒste von Neuseelands Nordinsel. Dieser KĂŒstenabschnitt ist bisher ungeschĂŒtzt, da sich die neuseelĂ€ndische Regierung trotz wiederholter Mahnungen von Wissenschaftlern und NaturschĂŒtzern immer wieder dem Druck der einflussreichen Fischereilobby beugt, die behauptet, es gĂ€be genug SchutzbemĂŒhungen und der Todesfall hĂ€tte sich ohnehin außerhalb des ĂŒblichen Maui-Delfin-Lebensraumes ereignet. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass das Vorkommen der Tiere in diesem Gebiet bereits 2005 bekannt war. Dieser KĂŒstenabschnitt ist zudem besonders wichtig, da er eine genetische BrĂŒcke zwischen den letzten lebenden Maui-Delfinen und den zahlreicheren, aber ebenfalls bedrohten Hector-Delfin-Populationen der SĂŒdinsel darstellt.

Obwohl viele NeuseelĂ€nder eine AffinitĂ€t zum Ozean und zu Meerestieren haben, wie auch der landesweite Schock ĂŒber das anhaltende Artensterben nach der Rena-Ölkatastrophe zeigt, werden Maui-Delfine bisher einfach ĂŒbersehen. „Abgesehen von der Tatsache, dass Maui-Delfine schneller umgebracht werden als sie sich fortpflanzen können, wird die verzweifelte Situation der Tiere einfach totgeschwiegen. Nur wenn es uns gelingt, die Maui-Delfine in den Fokus der Öffentlichkeit zu rĂŒcken und wir damit genĂŒgend Druck auf die neuseelĂ€ndische Regierung aufbauen können, hat die Art eine Chance zu ĂŒberleben“, sagt Thomas Tennhart, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.
 
 

40 Jahre Widerstand gegen die Atomenergie
Gedenkstein / Foto: Badisch-ElsĂ€ssische BĂŒrgerinitiativen
 
40 Jahre Widerstand gegen die Atomenergie
Das Jahr 2011 brachte nun endlich den langerkĂ€mpften Wendepunkt in der deutschen Atompolitik! 25 Jahre nach der Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl gedachten die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden (ACK) in einem beeindruckenden Ökumenischen Gedenkgottesdienst am Ostermontag im Freiburger MĂŒnster den vielen Opfern von Tschernobyl und Fukushima.

Einen sehr langen Atem von ĂŒber 40 Jahren benötigten die Evangelische Kirchengemeinde von Weisweil und die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen bis sich nun ein wirklicher Ausstieg aus der lebensbedrohenden Atomenergie manifestiert!

Am 08. Februar 1972 fand die erste öffentliche Informationsveranstaltung am nördlichen Kaiserstuhl zu den Gefahren der Atomenergie im Evangelischen Gemeindehaus von Weisweil statt! Der renommierte Atomphysiker Prof. Dr. Hans Klumb trug damals sehr fundiert die Risiken der so genannten "friedlichen Nutzung" der Atomenergie vor.

An diesen Beginn des Widerstands gegen das Atomkraftwerk Wyhl werden die Evangelische Kirchengemeinde Weisweil und die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen am Mittwoch, den 08. Februar 2012 mit einem Dankgottesdienst und der EnthĂŒllung eines Gedenksteins* erinnern:

Programmverlauf am 8. Februar

Eröffnung der Gedenkveranstaltung "Widerstand der Schöpfung zuliebe" durch die Weisweiler Gemeindepfarrerin Theodora Pitzke. Beitrag von Pfarrer i.R. GĂŒnter Richter, Freiburg ĂŒber "Erfahrungen in der Kirchengemeinde und in der Badischen Landeskirche in einem konkreten Fall der Umweltproblematik".

Anschließend Grußworte der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen sowie des Fördervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl und Eröffnung einer Ausstellung von Dokumenten zu 40 Jahren erfolgreicher Widerstand gegen die Atomenergie.

EnthĂŒllung des Erinnerungsmals* "8. Februar 1972/2012 Widerstand der Schöpfung zu liebe, 1.Mose 2,15" durch die Evangelische Kirchengemeinde und BĂŒrgermeister Oliver Grumber.

Dank- und Mahngottesdienst in der Evangelischen Kirche mit Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe unter Mitwirkung des Herbolzheimer Posaunenchors und mit Zeitzeugenberichten.

Anschließend Möglichkeit zum Beisammensein und Gedankenaustausch in der Weisweiler Kirche.

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*Den Gedenkstein mit der Inschrift "Widerstand der Schöpfung zuliebe, 1. Mose 2,15" schuf Bildhauer Frank Lennig, Vogtsburg aus einem schön gemaserten aber sehr harten KaiserstĂŒhler Porphyrstein. Diesen schwer zu bearbeitenden Porphyrstein beschreibt Frank Lennig sehr zutreffend:

"Widerborstig wie die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen"
 
Autor: Erhard Schulz

 
Kein Durchblick bei „Ökostrom“
Verbrauchererwartungen werden nicht erfĂŒllt – vzbv fordert ein einheitliches Label in Anlehnung an das Biosiegel fĂŒr Lebensmittel
Eine reprĂ€sentative Umfrage von forsa im Auftrag des vzbv belegt: Verbraucher verlieren in der Labelflut des Ökostrommarktes mit unterschiedlichen Philosophien und intransparenten Kriterien den Durchblick. Soll Ökostrom weiterhin eine Erfolgsstory bleiben, ist es höchste Zeit fĂŒr ein verlĂ€ssliches Ökostromlabel.
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Offener Brief an MinisterprÀsident Winfried Kretschmann
... bzgl. drohender BaumfÀllungen im Mittleren Schlossgarten


Sehr geehrter Herr MinisterprÀsident,

in diesen Tagen erwarten wir die Stellungnahme des Eisenbahnbundesamts in Bezug auf die geplanten Baumrodungen im mittleren Schlossgarten fĂŒr Stuttgart 21.

Aufgrund fehlender anders lautender Signale Ihrerseits in der vergangenen Zeit stehen die Zeichen fĂŒr die Gegner des Großprojekts Stuttgart 21 auf Alarm, mĂŒssen wir doch davon ausgehen, dass die FĂ€llung der BĂ€ume im Schlossgarten, darunter vieler prachtvoller mehrhundertjĂ€hriger Riesen unmittelbar bevorsteht.

Es sieht so aus, als könne nichts mehr diesen barbarischen Akt aufhalten.

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle mit einem eindringlichen Appell an Sie, den Menschen, den Christen, den GRÜNEN Winfried Kretschmann wenden.

Eine auch Ihnen bekannte Mitstreiterin, die mir in den letzten anderthalb Protestjahren eine gute Freundin geworden ist, hat mir einmal geschrieben: „Ich habs ja nicht so mit der SĂŒnde – aber die BĂ€ume im Schlossgarten zu fĂ€llen, das ist eine!“

Recht hat sie! Unser Schlossgarten mit seinem vielfĂ€ltigen Baumbestand mitten in der City, um den uns andere StĂ€dte beneiden, dieser Schlossgarten ist etwas vom besten, was Stuttgart zu bieten hat! Es will einem nicht in den Kopf, dass es möglich sein soll, die Instrumente unserer Demokratie zur Durchsetzung einer solch bodenlosen Dummheit wie der Zerstörung dieser fĂŒr das Stadtklima unbedingt notwendigen Oase zu missbrauchen. Anders gefragt: Muss man wirklich zulassen, dass einem kollektiven Organismus, zu dem man selber gehört, die Lunge herausgeschnitten wird, nur weil eine Mehrheit sich dafĂŒr ausgesprochen hat, in Zukunft ohne Lunge leben zu wollen?

Da Sie vor Ihrer Wahl zum MinisterprĂ€sidenten auf unserer Seite gegen das Projekt gestritten haben, mĂŒsste Ihnen bewusst sein, dass die BaumfĂ€llungen den neuralgischen Punkt der Bewegung treffen, an dem diese am empfindlichsten reagiert. Die FĂ€llungen werden bei den Mitstreitern gegen S21 eine Narbe hinterlassen, die sie diesen mit Billigung Ihrer Regierung begangenen Frevel weder verzeihen noch vergessen lassen werden. Der Makel der Schlossgartenrodung wird fĂŒr alle Zeit nicht nur an Ihrer grĂŒnen Partei, sondern insbesondere an Ihrer Person und Ihrem Namen kleben bleiben wie Pech, sehr zum Wohlgefallen der Projektinitiatoren, die diese unrĂŒhmliche Rolle an Sie weiterreichen konnten mit dem fĂŒr sie angenehmen Nebeneffekt, die Bewegung der Obenbleiber und die GRÜNE Landesregierung zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Doch nicht nur Projektgegner und der grĂŒne Teil Ihrer Regierung werden in Zukunft auseinanderdividiert sein, sondern auch quer durch die Partei der GRÜNEN wird sich ein Riss ziehen. Das alles wird in der Folge dazu fĂŒhren, dass Ihre Partei bei einer Wahl in Baden-WĂŒrttemberg in Zukunft nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommen wird.

Ich appelliere deshalb an Sie und an die Adresse der GRÜNEN Mitglieder in der Landesregierung: Machen Sie sich nicht mit den BaumfĂ€llungen zu Handlangern der Betreiber- und BefĂŒrworterseite, die Sie nichts lieber als in der Rolle der Exekutoren jenes miesesten aller Jobs im Vorfeld ihres Bauvorhabens sehen wollen. Machen Sie sich nicht die Finger schmutzig mit diesen FĂ€llungen, die alles konterkarieren, was Ihre Partei sich je auf die Fahnen geschrieben hat. Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkannt hat, dass B falsch ist (Dies sagt Bertold Brecht, nicht Hannah Arendt). Und wer zugleich mit dem Ausgang des Volksentscheids sein Gewissen und seinen gesunden Menschenverstand wie ein unmodisch gewordenes KleidungsstĂŒck in die Mottenkiste legt, kann irgend etwas in Sachen Demokratie nicht richtig verstanden haben.

Sie wissen, wie wir alle, dass die drohenden FĂ€llungen im Schlossgarten kein Schicksal sind. Kein Wunder ist nötig, um sie zu verhindern. Es wĂŒrde genĂŒgen, wenn Sie die ArgumentationsspielrĂ€ume ausschöpfen wĂŒrden, die Sie mit der Ausformulierung Ihres eigenen grĂŒnroten Koalitionsvertrags festgeschrieben haben.

Ein Letztes: Sie tĂ€uschen sich, falls Sie darauf bauen, dass der Protest der Obenbleiber aufhören und Sie als Regierungskoalition Ruhe bekommen werden, wenn im Schlossgarten das Opfer der BaumfĂ€llungen vollbracht sein wird. Bewegungen wie die unsere finden nur aus einem einzigen Grund ein vorzeitiges Ende: dann nĂ€mlich, wenn offensichtlich ist und man zugeben muss, dass man sich in der Sachlage getĂ€uscht hat. Das aber ist bei uns nun gerade nicht der Fall. Uns macht jeder Tag sicherer, dass wir uns nicht tĂ€uschen. Jeder Tag bringt in Bezug auf Stuttgart 21 neue pikante, prekĂ€re und hochpeinliche Details ans Licht, die die vielen klugen Köpfe in unserer Mitte schon lange vorhergesagt haben. Glauben Sie also nicht, die Schaffung unumkehrbarer Tatsachen werde unseren Widerstand schon zum Erlöschen bringen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Sie werden uns nicht los, es sei denn, das Projekt stirbt, und es wird sterben. Geben Sie bis dahin nicht weiter die Marionetten im TheaterstĂŒck der Bahn, sondern steigen Sie endlich aus jener perfiden Inszenierung aus, an dessen Ende im Herzen von Stuttgart nicht nur denkmalgeschĂŒtzte funktionsfĂ€hige Bausubstanz, sondern vor allem intakte Natur unwiederbringlich zerstört sein wird.

Stuttgart, 25. Januar 2012
Guntrun MĂŒller-Enßlin
 
 

 
Deutsch-französisches Forum
Am 13./14. Februar 2012 in Fischbach, Rheinland-Pfalz

„Eine Natur, zwei Sprachen, ein Netzwerk“ heißt ein 3-jĂ€hriges Projekt, das 28 deutsche und französische Partner im August 2010 starteten. Das Ziel ist dabei, grenzĂŒberschreitende Umweltbildung am Oberrhein zu verankern. Zur Halbzeit des Projekts laden die Akteure am 13./14. Februar zu einem großen öffentlichen Forum nach Fischbach, Rheinland-Pfalz ein.

Die LebensqualitĂ€t am Oberrhein nachhaltig zu gestalten, ist nur gemeinsam möglich. Das Projekt will dazu beitragen, Umweltbewusstsein, Sprachkompetenz und interkulturelles Handeln möglichst schon im Grundschulalter zu vermitteln. Das mit 635 000 Euro dotierte Projekt wird zu 50% aus dem EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung (Programm Interreg IV A) und zu 50% von deutschen und französischen Partnern finanziert. Es wird von dem französischen Dachverband Ariena getragen, der es gemeinsam mit der Ökologiestation Lahr und der ANU koordiniert.

Der deutsch-französische Fachaustausch ist ein zentraler Bestandteil. Am 13./14. Februar 2012 veranstalten die Akteure dazu ein grenzĂŒberschreitendes Forum „Umweltbildung und Spracherwerb“. Die Tagung, die im BiosphĂ€renhaus PfĂ€lzerwald/Nordvogesen in Fischbach stattfindet, richtet sich an PĂ€dagogen und die interessierte Öffentlichkeit. Neben einem Austausch auf breiter Ebene, einer Podiumsdiskussion und einem Markt der Möglichkeiten sind zehn Workshops geplant. Referenten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, beispielsweise vom pĂ€dagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz, vom Euro-Institut in Kehl oder von Ludolangue haben ihr Kommen zugesagt. Das Anmeldeformular und weitere Informationen findet man auf der Website des Projekts www.1natur2sprachen1netzwerk.eu. Anmeldeschluss ist der 6.Februar.

UmweltpÀdagogen links und rechts des Rheins kooperieren

Die Tagung ist nur einer von mehreren Projektbausteinen: Ein Verzeichnis mit 26 außerschulischen Lernorten am Oberrhein wurde erstellt, das Lehrern einen Überblick ĂŒber bilinguale Angebote auf beiden Seiten des Rheins gibt. Weiterhin erschien im Dezember eine zweisprachige Zeitschrift mit Hintergrundinformationen ĂŒber Umweltbildung in Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland- Pfalz und im Elsass. Derzeit entstehen eine Internetseite sowie eine zweisprachige Materialsammlung mit Unterrichtseinheiten, Spielen und Projektideen fĂŒr grenzĂŒberschreitende SchĂŒlerbegegnungen.

Um die kulturellen Unterschiede besser zu verstehen, Sprachbarrieren zu ĂŒberwinden und produktiver zusammenzuarbeiten, wurden bisher zwei pĂ€dagogische Tage organisiert. Zur Zeit findet eine elftĂ€gige Fortbildung zum grenzĂŒberschreitenden UmweltpĂ€dagogen statt, an der 24 Deutsche und Franzosen teilnehmen. In der zweiten ProjekthĂ€lfte werden binationale Schulklassenbegegnungen der Schwerpunkt sein. Geplant sind Umweltprojekte mit insgesamt 26 Klassen. Die SchĂŒler werden dabei von einem deutsch-französischen Team betreut. Vier Testklassen machten bereits den Anfang.

Heide Bergmann

Information/Anmeldung zum Forum:

„Umweltbildung und Spracherwerb“
GrenzĂŒberschreitendes Forum am 13. und 14. Februar 2012
Ort: BiosphÀrenhaus PfÀlzerwald/Nordvogesen in Fischbach bei Dahn
Anmeldung: NaturErlebnisZentrum Wappenschmiede Tel: 06393 – 993406 info@wappenschmiede.de oder
www.1natur2sprachen1netzwerk.eu/forum

Informationen zum Projekt:

www.1natur2sprachen1netzwerk.eu/forum
Ariena, Corinna Buisson
Corinna.buisson@ariena.org
Ulla PĂŒtz
info@oekologiestation-lahr.de
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Hunde sollen illegales Holz erschnĂŒffeln
© Stephen Austin / WWF
 
Hunde sollen illegales Holz erschnĂŒffeln
HĂŒndin Jarra und Welpe Willow gehen jetzt in die Hunde-SchnĂŒffelschule. / WWF: Erste Erfolge bei Mahagoni-Tests.

Berlin - AnlĂ€sslich des Weltzolltags am 26. Januar berichtet die Umweltschutzorganisation WWF von einem neuen Ansatz im Kampf gegen den weltweiten Tropenholzschmuggel. ZukĂŒnftig könnten, so die Idee der UmweltschĂŒtzer, SpĂŒrhunde im Frachtbereich an See- und FlughĂ€fen nach illegalen Hölzern schnĂŒffeln. Im Visier hat der WWF hierbei vor allem Schmuggler, die das begehrte und zugleich streng geschĂŒtzte Amerikanische Mahagoni einfĂŒhren wollen. Oftmals stammten die Hölzer ohne Einfuhrgenehmigung nĂ€mlich aus illegalen Waldrodungen und Raubbau in Mittel- und SĂŒdamerika, so der WWF. Derzeit lĂ€uft eine entsprechende Testphase bei dem australischen Hundetrainer Stephen Austin. In Dural (bei Sydney) durchlaufen die zwei Jahre alte HĂŒndin Jarra und der acht Monate alte Welpe Willow (beide English Springer Spaniel) gerade ein ausgeklĂŒgeltes „Schulprogramm“. Erste Erfolge seien bereits zu erkennen, so der WWF.

„Hunde haben eine Ă€ußerst feine Nase. Sie nehmen selbst minimalste Duftnoten wahr“, erklĂ€rt Birgit Braun vom WWF Deutschland. Dabei genĂŒge es jedoch nicht, wenn die Hunde Holz erschnĂŒffeln könnten. Sie mĂŒssten die verschiedenen Holzarten zudem nur mit ihrer Nase differenzieren können. „Den beiden Hunden gelingt es bereits, den Geruch von Mahagoni von dem anderer Holzarten zu unterscheiden“, freut sich Braun. Dies sei wichtig, da die Schmuggler hĂ€ufig zwischen die Paletten des nicht geschĂŒtzten Afrikanischen Mahagonis, einzelne Exemplare des Amerikanischen Mahagonis versteckten. Rein Optisch könnten die beiden Holzarten kaum unterschieden werden.

Hintergrund Artenschutz-SpĂŒrhunde
Der Arten-Schmuggel ist nach Waffen und Drogen weltweit das lukrativste SchmuggelgeschĂ€ft und er bedroht das Überleben vieler gefĂ€hrdeter Arten in freier Wildbahn. Nach Angaben von Interpol werden jĂ€hrlich Tier- und Pflanzenarten im Wert von ĂŒber 13 Milliarden Euro auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Auf Initiative des WWF sind daher seit einigen Jahren an deutschen FlughĂ€fen Artenschutz-SpĂŒrhunde im Einsatz. Die tierischen Ermittler konnten bereits mehrere Kilogramm Kaviar, Nashorn, Elfenbein oder Teile von hoch bedrohten Meeresschildkröten erschnĂŒffeln.

Hintergrund Mahagoni
Seit mehr als 450 Jahren ist Amerikanisches Mahagoni begehrt, anfangs vor allem fĂŒr den Schiffsbau. Heute wird das Holz fĂŒr die Ausstattung von Jachten, Booten, Kraftfahrzeugen, fĂŒr Musikinstrumente, Intarsien und TĂ€felungen genutzt. Der internationale Handel mit Amerikanischem Mahagoni und die Übernutzung der Vorkommen haben in weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes dazu gefĂŒhrt, dass die Art heute von der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefĂ€hrdet“ eingestuft wird. Allerdings darf Amerikanisches Mahagoni weiterhin unter strengen Auflagen und mit entsprechenden CITES-Papieren gehandelt werden.
 
 

 
NABU: Waldbesitzer haben zu wenig aus Kyrill-Katastrophe gelernt
Tschimpke: Kurzfristige Profite bestimmen immer noch die Waldbewirtschaftung

Berlin- „Die große Chance fĂŒr eine naturnahe Wiederbewaldung wurde weitgehend vertan“, lautet die Bilanz von NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke fĂŒnf Jahr nach den verheerenden SchĂ€den durch den Orkan Kyrill. „Statt risikoarme und naturnahe MischbestĂ€nde aufzubauen, wurde wieder nur auf die kurzfristige ökonomische Leistung des Waldes gesetzt“, kritisiert Tschimpke die Wiederaufforstungsmaßnahmen in den vom Sturm betroffenen WĂ€ldern Deutschlands. „Wie damals befĂŒrchtet haben die privaten Waldbesitzer aus rein wirtschaftlichen GrĂŒnden erneut auf die Fichte, oder die nicht heimische Douglasie gesetzt“, erklĂ€rt der NABU-PrĂ€sident. Dies gelte - trotz offizieller Bekenntnisse zum naturnahen Waldbau - auch im Staats- und Kommunalwald.

Die staatlichen Förderprogramme hĂ€tten die falschen Anreize fĂŒr die Wiederaufforstung gesetzt, kritisiert der NABU. Statt die Aufforstung von MischwĂ€ldern mit ĂŒberwiegend LaubbĂ€umen attraktiver zu machen, sind derzeit immer noch BestandsbegrĂŒndungen mit einem Nadelholzanteil von bis zu 70 Prozent zugelassen. „In vielen WĂ€ldern ist damit die Chance vertan worden, den Grundstock fĂŒr eine naturnahe Waldentwicklung zu legen, die auch den kĂŒnftigen Problemen des Klimawandels gerecht wird“, erklĂ€rt NABU-Waldexperte Stefan Adler. .

Zudem sei in Nordrhein-Westfalen die dramatische Zunahme der Weihnachtsbaumkulturen auf den vom Orkan verwĂŒsteten WaldflĂ€chen erschreckend. „Nach uns vorliegenden Hinweisen sprechen wir da von einer GrĂ¶ĂŸenordnung von mehreren 1000 Hektar, die fĂŒr eine naturnahe Waldentwicklung und kĂŒnftige Holznutzung verloren sind“, so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Auf diesen FlĂ€chen komme auch noch hinzu, dass problematische Pestizide wie Glyphosat versprĂŒht werden, die bislang im Wald nicht eingesetzt wurden. Das Land mĂŒsse die Ausmaße der entstandenen Weihnachtsbaumkulturen genau beziffern und dafĂŒr sorgen, dass dieser faktische Verlust von WaldflĂ€chen rĂŒckgĂ€ngig gemacht wird und kĂŒnftig eine Umwandlung von Wald in Sonderkulturen nicht mehr möglich sei.

GrundsĂ€tzlich mĂŒssten endlich klare Anreize fĂŒr den Umbau der ForstbestĂ€nde in DauermischwĂ€lder geschaffen werden, denn sie sind stabiler, ökologisch wertvoller und widerstandsfĂ€higer gegen StĂŒrme und KlimaverĂ€nderungen, fordert der NABU.
 
 

 
Wandern, lesen, rÀtschen, schnitzen: Der Februar im Walshaus Freiburg
Sonntag, 5. Februar, 14 bis 18 Uhr
Schnitzkurs mit JĂ€rmo Stablo
In der inspirierenden Umgebung der Ausstellung
„Waldgesellschaften“ erlernen die Teilnehmenden Grundtechniken
des Schnitzens und fertigen nach eigenen Ideen an nur einem
Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur. Der Referent JĂ€rmo
Stablo ist Forstwissenschaftler und HolzkĂŒnstler. Im
Teilnahmebeitrag von 20 Euro sind die Materialkosten enthalten.
Anmeldeschluss: 30. Januar.

Samstag, 11. Februar, 13 bis 17 Uhr
Narri-Narro – RĂ€tschen bauen in unserer Holzwerkstatt
Mitten in der fĂŒnften Jahreszeit können Kinder ab 12 Jahren und
Erwachsene in der Holzwerkstatt des Waldhauses RĂ€tschen bauen,
unter Anleitung von Franz-Josef Huber, Technischer Lehrer beim
Waldhaus Freiburg. Teilnehmerbeitrag: 5 Euro, Anmeldeschluss: 6.
Februar.

Sonntag, 12. Februar, 17 Uhr
Lesung: Alemannische Texte am Kaminfeuer
Michael Stotz, der ehemalige Revierförster von Kappel, liest am
Kaminfeuer Gedichte des Oberkircher Heimatdichters August
Ganther (1862-1938) in alemannischer Mundart. Eintritt 3 Euro, keine
Anmeldung erforderlich.

Sonntag, 19. Februar, 14 bis 15.30 Uhr
Wanderung: Zauberhafter Winterwald
Bei einer gefĂŒhrten Wanderung durch den winterlichen Stadtwald
können sich die Teilnehmenden an der ganz eigenen Stimmung des
Winterwaldes erfreuen. Sie erfahren dabei von Waldhaus-Leiter
Markus MĂŒller vieles ĂŒber den stĂ€dtischen Forst und darĂŒber, wie
sich Pflanzen und Tiere auf Frost und Schnee eingerichtet haben.
TeilnehmergebĂŒhr: 3 Euro, keine Anmeldung erforderlich.

Sonntag, 26. Februar, 11 Uhr
MatinĂ©e: „Schwarzwaldgeschichten“ mit JĂŒrgen Lodemann
Der Schwarzwald als Ort fĂŒr Mythen und MĂ€rchen, ein Schmelztiegel
von Brauchtum, Bollenhut und Bauernhofidylle? Der Schriftsteller
JĂŒrgen Lodemann hat „Schwarzwaldgeschichten“ zusammen
getragen, die mit jeder Feldberg-Romantik aufrÀumen. Lodemann
stammt aus Essen und hat sich den im Ruhrgebiet gewonnenen Blick
fĂŒr die soziale RealitĂ€t der Arbeitswelt auch nach Jahrzehnten in den
schmucken DienstleistungsstÀdten Freiburg und Baden-Baden (wo
er Redakteur beim SĂŒdwestfunk war) bewahrt. Eintritt: 3 Euro, keine
Anmeldung erforderlich.

Mehr zu den VortrÀgen, Angeboten und dem Familienprogramm des
Waldhauses steht auf der Homepage www.waldhaus-freiburg.de.
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