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Verschiedenes

Frischer Wind auf dem MĂŒnsterplatz
Bio Snack auf dem Freiburger MĂŒnsterplatz / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Frischer Wind auf dem MĂŒnsterplatz
Taifun eröffnete vegetarischen Bio-Imbiss auf Freiburgs beliebtem Wochenmarkt

Seit Anfang MĂ€rz 2012 betreibt der bekannte Freiburger Tofu-Hersteller Life Food / Taifun-Tofuprodukte den Marktstand Bio-Imbiss / Tofu-Snacks auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt. GemĂ€ĂŸ dem Konzept „Bio und vegan aus der Regio“ sind alle eingesetzten Produkte rein pflanzlich und stammen aus eigener Herstellung sowie von regionalen Partnern.

Die Neuausschreibung der MĂŒnstermarkt-ImbissstĂ€nde durch die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) sah erstmals neben den WurststĂ€nden auch einen Anbieter vegetarischer Speisen vor. Ein ebenso innovativer wie zeitgemĂ€ĂŸer Schritt, mit dem die „Green City“ Freiburg auf die zunehmende Nachfrage nach fleischfreien Alternativen reagiert.

Seit Bekanntgabe der zugelassenen Imbisswagenbeschicker wird der Auftakt des vegetarischen Verkaufsstandes auf dem MĂŒnstermarkt mit Spannung erwartet. „Es hat uns gefreut, dass unser Marktstand bereits vor der Eröffnung fĂŒr GesprĂ€chsstoff gesorgt hat“, erklĂ€rt Taifun-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Wolfgang Rainer Heck. In den regionalen Medien wurde angeregt ĂŒber die MarkteinfĂŒhrung des vegetarischen BioImbiss diskutiert, bis hin zu NamensvorschlĂ€gen fĂŒr die „Tofu-Wurst“. Wichtiger als solche Detailfragen, so Heck, sei fĂŒr Taifun selbst das Feilen an einem rundum stimmigen Konzept gewesen. „Mit unseren Tofu-SpezialitĂ€ten wollen wir Freiburgern und Besuchern der Stadt eine nachhaltige und dabei vor allem schmackhafte Auswahl an vegetarischen Speisen bieten. Wenn es uns gelingt ĂŒber Geschmack und QualitĂ€t auch Bewusstsein fĂŒr einige unserer Herzensthemen wie RegionalitĂ€t und Ökologie zu schaffen, ist das ein toller Erfolg.“

Der Marktstand hat fĂŒr Taifun auch historische Bedeutung. Denn die Geschichte des Unternehmens, dessen Produkte heute in 15 EuropĂ€ischen LĂ€ndern zu finden sind, begann in den 80er Jahren mit einem kleinen Verkaufsstand
auf dem MĂŒnstermarkt.

Das Motto des neuen Marktstandes, „Bio & vegan aus der Regio“, ist fĂŒr die Tofu-Macher aus dem Breisgau gelebte RealitĂ€t: Im Freiburger Werk werden ausschließlich pflanzliche Zutaten aus ökologischem Landbau verarbeitet. Auf Initiative von Taifun bauen heimische Bio-Landwirte am Oberrhein Sojabohnen fĂŒr den regionalen Hersteller an - ein Engagement, das zur QualitĂ€t und zum Schutz vor Gentechnik beitrĂ€gt und die ökologische Landwirtschaft in der Region stĂ€rkt.

Der Bio-Imbiss soll nicht einfach nur die vegetarische Auflage eines weiteren Bratwurststandes werden, die viel diskutierte „Tofu-Wurst“ ist nur einer der vielfĂ€ltigen Snacks. Neben gefĂŒllten Fladenbroten mit frischen Salaten und hausgemachten Saucen, werden unter anderem auch Taifun-Produkte direkt zum Verkauf angeboten. NatĂŒrlich bio und rein pflanzlich.
 
 

„Heiße Ware“ im Einkaufskorb
Wasserpumpe der Erdbeefelder, Donana / Foto: Joern Ehlers, WWF
 
„Heiße Ware“ im Einkaufskorb
WWF-Studie offenbart Wasserraubbau in spanischer Doñana. / Handel und Politik in der Pflicht.

Marseille/Madrid/Berlin - Das sĂŒdspanische Feuchtgebiet Coto de Doñana droht durch Wasserraubbau auszutrocknen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF, die am Dienstag im Rahmen des Weltwasserforums in Marseille veröffentlicht wurde. Demnach bewĂ€ssern Agrarbetriebe nahe des Nationalparks mit bis zu 2000 illegalen Brunnen ihre Felder und GewĂ€chshĂ€user. Über ganz Spanien verteilt gibt es SchĂ€tzungen zufolge rund 500.000 solcher illegal gebohrter Brunnen.

Derzeit finden sich in deutschen Supermarktregalen vor allem FrĂŒh-Erdbeeren und Blaubeeren aus der Doñana-Region. Der WWF sieht daher den deutschen Einzelhandel in der Pflicht, vor allem da auch Obst und GemĂŒse aus anderen Mittelmeeranrainern, wie etwa Griechenland, TĂŒrkei oder Frankreich, illegal bewĂ€ssert wird. Allerdings sei der Wasserraubbau in anderen LĂ€ndern wesentlich schlechter dokumentiert und werde noch weniger verfolgt. „Der Verbraucher kann derzeit nicht erkennen, ob sein GemĂŒse und Obst legal oder illegal bewĂ€ssert wurde. Daher mĂŒssen jetzt die SupermĂ€rkte und Discounter dafĂŒr sorgen, dass ihre angebotenen Waren mindestens unter Einhaltung geltender Gesetze produziert wurden“, fordert Martin Geiger, Leiter Fachbereich SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland.

„Die Agrarproduzenten, die sich nicht an geltendes Recht halten, graben Natur, Menschen und letztendlich sich selbst das Wasser ab“, so Geiger weiter. Der Grundwasserspiegel sinke bedrohlich, FlĂŒsse trockneten aus und die WasserqualitĂ€t sei gefĂ€hrdet. Angesichts der gravierenden Ausmaße des Wasserraubbaus fordert der WWF von der andalusischen Regionalregierung die sofortige Schließung aller illegaler Brunnen und anderer Infrastrukturen wie Zapfstellen und Wasserbecken. Entsprechende Disziplinarmaßnahmen gegen die Betreiber mĂŒssten umgehend in die Wege geleitet werden und effektivere Kontrollen implementiert werden. Es sei eine komplette Neustrukturierung des Wassermanagements in der Region nötig, so der WWF. Außerdem sollten EU-Agrarsubventionen endlich direkt an eine legale und effiziente Wassernutzung gekoppelt werden. Landwirte, die nachweislich gegen Gesetze in Bezug auf Wasser verstoßen haben, sollten solange keine weiteren Subventionen erhalten, bis die SchĂ€den vor Ort kompensiert wurden und die Strafen beglichen sind.

Der Nationalpark Coto de Doñana in Spanien ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete der iberischen Halbinsel und Winterquartier von ĂŒber 300.000 Zugvögeln. In dem Gebiet finden sich auch zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe. Der andauernde Wasser-Diebstahl untergrĂ€bt die Wasserversorgung des Doñana Nationalparks, der Feuchtgebiete und FlĂŒsse der Region und der legalen Nutzer. Die direkten Konsequenzen sind laut WWF BiodiversitĂ€tsverlust, Verminderung von Ökosystemdienstleistungen fĂŒr die Gesellschaft und der unlautere Wettbewerb gegenĂŒber legalen Nutzern. „Wasser ist ein öffentliches Gut dessen Diebstahl von Staat und Gesellschaft nicht toleriert werden darf“, fordert Geiger.

Weltwasserforum 2012
Das Weltwasserforum findet seit 1997 alle drei Jahre statt und ist eine der grĂ¶ĂŸten, internationalen Konferenzen von Wissenschaftlern, Politikern und Experten aus aller Welt. Bis 17. MĂ€rz werden mehr als 20.000 Teilnehmer in Marseille erwartet, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs.
 
 

 
Freiburger ErklĂ€rung 3.0 als Anstoß fĂŒr gesellschaftlichen Diskurs
Unterzeichner mahnen gegenĂŒber der Bundesregierung klare Ziele und verlĂ€ssliche Strategien fĂŒr eine erfolgreiche Energiewende an

Freiburg, 13. MĂ€rz 2012. Die aktuellen Überlegungen der Bundesregierung zu drastischen KĂŒrzungen der EinspeisevergĂŒtungen fĂŒr Solarenergie von bis zu 30 Prozent gefĂ€hrden unter anderem die Zukunftsentwicklung der Umweltwirtschaft in Produktion, Handwerk und Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund und anlĂ€sslich des ersten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben acht Institutionen aus Freiburg die „Freiburger ErklĂ€rung 3.0“ unterzeichnet. Die ErklĂ€rung mahnt klare Ziele und VerlĂ€sslichkeit statt Beliebigkeit und koalitionstaktische RĂŒcksichten fĂŒr eine Strategie zur Umsetzung der Energiewende an. „Ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zeigt sich, dass die Politik der Bundesregierung zur angekĂŒndigten Energiewende mit ihren ĂŒblichen Rezepten an ihre Grenzen stĂ¶ĂŸt“, so die Unterzeichner. Vielmehr brauche es einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs ĂŒber die grundlegenden Fragen fĂŒr eine erfolgreiche Energiewende, der mit dieser ErklĂ€rung angestoßen werden soll.

Die auf Initiative der Handwerkskammer Freiburg verfasste „Freiburger ErklĂ€rung 3.0“ nennt die Energiewende eine geschichtlich beispiellose Herausforderung fĂŒr Deutschland: „Eine nachhaltige und zukunftsfĂ€hige Energiepolitik und Energiewirtschaft bedeuten fĂŒr eine der höchst entwickelten Industrienationen die Transformation eines ĂŒber Jahrzehnte etablierten und funktionsfĂ€higen Energieversorgungssystems“, so der Wortlaut der ErklĂ€rung. DafĂŒr seien neben allgemeinen politischen Willensbekundungen neue und verbindliche Konzepte des politischen Handelns unerlĂ€sslich.

WidersprĂŒchliche Maßnahmen haben Unsicherheiten ausgelöst

Die Politik sendet nach Ansicht der Unterzeichner aktuell die völlig falschen Signale. Die teils zögerlichen, teils widersprĂŒchlichen Maßnahmen fĂŒr die Energiewende lösen Unsicherheit in den betroffenen Branchen, aber auch innerhalb der Gesellschaft aus. Die von der Handwerkskammer Freiburg auf der Fachmesse GebĂ€ude.Energie.Technik (GETEC) gestartete Unterschriftenaktion, die innerhalb von nur fĂŒnf Tagen ĂŒber 2.500 Unterschriften gegen die von den Bundesministern Rösler und Röttgen angekĂŒndigten KĂŒrzungen der Solarförderung einbrachte, verlieh dieser Unsicherheit einen deutlichen Ausdruck.

Klare Ziele statt Beliebigkeit und koalitionstaktische RĂŒcksichten

Die Unterzeichner heben daher die Bedeutung einer gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung ĂŒber Strategien fĂŒr eine erfolgreiche Energiewende hervor und fordern die Ausgestaltung eines politischen Prozesses, der sich durch klare Ziele und VerlĂ€sslichkeit statt Beliebigkeit und koalitionstaktische RĂŒcksichten kennzeichnet. Zudem mĂŒssten verbindliche Strukturen und Zeitachsen langfristig fĂŒr alle Akteure Planungssicherheit garantieren.

Die Freiburger ErklĂ€rung 3.0 wendet sich vorrangig an die Bundesregierung. Die Erstunterzeichner verstehen sie auch als ein Angebot an die regionale Politik, den ĂŒberparteilichen Diskurs in Gang zu bringen. Die Erstunterzeichner freuen sich ĂŒber alle, die sich an der in der Freiburger ErklĂ€rung 3.0 geforderten gesamtgesellschaftlichen Debatte beteiligen. Vieles sei denkbar, alle sind daher eingeladen, sich der Idee der Freiburger ErklĂ€rung 3.0 anzuschließen.

Erstunterzeichner der Freiburger ErklÀrung 3.0 sind:

Stadt Freiburg, OberbĂŒrgermeister Dr. Dieter Salomon
Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme, Institutsleiter Prof. Dr. Eicke Weber
Badenova AG & Co.KG, Vorstand Maik Wassmer
Green City Cluster Freiburg, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Bernd Dallmann
Klima Partner Oberrhein, 1. Vorsitzender Dr. Thorsten Radensleben
Energieagentur Regio Freiburg GmbH, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Rainer SchĂŒle
Wirtschaftsverband 100 Prozent GmbH, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Per Klabundt
Handwerkskammer Freiburg, PrĂ€sident Paul Baier und HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Johannes
Burger
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Fit fĂŒr die Energiewende
Teilnehmer KEM 2011 / Foto: fesa
 
Fit fĂŒr die Energiewende
Erweiterte Fortbildung Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement

Freiburg, 13.03.2012: Die Energiewende kommt nicht von allein. Vor Ort in den Kommunen braucht es kompetentes Personal und engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die Konzepte erstellen, Projekte betreuen und BĂŒrgerbeteiligung organisieren. Dies wird auch von der Bundesregierung erkannt, welche Klimaschutzmanager in den Kommunen fördert und fordert. Um die Menschen vor Ort fĂŒr diese Aufgabe fit zu machen, bietet der fesa e.V. in Zusammenarbeit mit ifpro ab dem 13. April die Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ an. In 15 Wochenendseminaren zwischen April und Oktober 2012 lernen die Teilnehmer alles Wissenswerte rund um den Klimaschutz in Kommunen, verbunden mit praktischen Übungen und der begleitenden Planung und Umsetzung eigener Projekte.

Die Bundesregierung fördert deutschlandweit die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und deren Umsetzung: Die Umsetzung der Energiewende, notwendige Klimaschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien fĂŒr KlimaverĂ€nderungen werden mehr und mehr als die zentralen Zukunftsaufgaben der Kommunen wahrgenommen. „FĂŒr die Umsetzung der differenzierten und umfassenden Aufgaben, die damit verbunden sind, brauchen die Kommunen kompetentes Personal und engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger“, meint Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa e.V. „Der fesa e.V. unterstĂŒtzt die Kommunen auf ihrem Weg in Richtung Energiewende und bietet deshalb in Kooperation mit ifpro die Fortbildung Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement an.“ Die berufsbegleitende Fortbildung richtet sich an kommunale Angestellte und GemeinderĂ€te, Privatpersonen und Hochschulabsolventen zur beruflichen Spezialisierung sowie an ehrenamtlich Aktive in Agenda-21- oder lokalen Umweltschutzgruppen. Der Kurs entstand aus einer Weiterentwicklung des erfolgreichen Kurses „Kommunales Energiemanagement“.

Ausgehend vom Kontext lokaler Klimaschutz und regionale Wertschöpfung vermittelt die Fortbildung den Teilnehmern ein vielfĂ€ltiges Instrumentarium. Experten aus der Praxis bieten ein breites Basiswissen ĂŒber Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Contracting, rechtliche Rahmenbedingungen, Öffentlichkeitsarbeit, Klimaschutzinstrumente und Förderprogramme. Einen anschaulichen Einblick in die praktische Umsetzung von Projekten und Konzepten vor Ort bekommen die Teilnehmer durch eine Vielfalt von Referenten, die ganz konkret aus ihren Kommunen berichten. Eine intensive EinfĂŒhrung in das Projektmanagement, verbunden mit praktischen Übungen und der Umsetzung eines eigenen Projektes runden das Programm fĂŒr die Klimaschutzmanager von morgen ab. „Unsere Dozentinnen und Dozenten sind ausgewiesene FachkrĂ€fte, die ĂŒber eine sehr große Erfahrung verfĂŒgen“, ergĂ€nzt Dr. Wulf Westermann, Projektleiter bei ifpro. „Zudem zeichnet sie eine langjĂ€hrige Lehrerfahrung aus.“ Am Ende des Kurses steht eine PrĂŒfung, die sich aus der kursbegleitenden Projektarbeit und einer PrĂ€sentation der Ergebnisse zusammensetzt.

Die Fortbildung ist Teil der Kampagne „Energieautonome Kommunen“, mit der der fesa e.V. die Kommunen auf dem Weg in die Energiewende unterstĂŒtzt. „Die Kommunen sind prĂ€destiniert, die Vorreiterrolle einzunehmen“, so Nico Storz vom fesa e.V. „Wir können unsere energie- und klimapolitischen Ziele nur erreichen, wenn die erheblichen Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz, die in den Kommunen schlummern, ausgeschöpft werden.“

FĂŒr weitere Informationen
www.energieautonome-kommunen.de
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Buchtipp: Alan Weisman
 
Buchtipp: Alan Weisman "Gaviotas"
Ein Dorf erfindet die Welt neu

Aus dem Amerikanischen von Ursula Pesch Originaltitel: Gaviotas

»Ein leuchtendes Buch ĂŒber einen leuchtenden Ort.« Julia Alvarez, Autorin von »Die Zeit der Schmetterlinge«

Sie hatten kein Geld, sondern nur eine Idee. Sie grĂŒndeten ein florierendes Dorf namens Gaviotas – mitten im Nirgendwo. Bestsellerautor Alan Weisman erzĂ€hlt die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie, wo die Menschen vollkommen im Einklang mit der Natur leben: nachhaltig und glĂŒcklich.
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TERMINE April 2012 Freiburg i.Br. und Region
„NachhaltigkeitsTage 2012 – zukunftsfĂ€higes Freiburg“ mit
Samstags-Forum Regio Freiburg Reihe Neue Energien 14

Freiburg i.Br.:
Im Vorfeld des UN-Erdgipfels fĂŒr Nachhaltige Entwicklung „Rio+20“ in Rio de Janeiro Ende Juni finden in Freiburg i.Br. am 20. und 21. April die „NachhaltigkeitsTage 2012 – zukunftsfĂ€higes Freiburg“ statt u.a. im Rahmen der 14. Veranstaltungsreihe des Samstags-Forums Regio Freiburg. Die MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger sind herzlich eingeladen. Veranstalter sind das Agenda 21 BĂŒro Freiburg und die TrĂ€ger des „Samstags-Forums Regio Freiburg“ ECOtrinova e.V., unabhĂ€ngige Studierendenvertretung u-asta der UniversitĂ€t / Umweltreferat mit dem Eine Welt Forum Freiburg, KlimabĂŒndnis Freiburg unterstĂŒtzt von vielen weiteren MittrĂ€gern, siehe unten. Der Eintritt ist frei.

Das Programm im Einzelnen:

Nachhaltigkeitstage 2012 - ZukunftsfÀhiges Freiburg.
Die Zukunft die WIR wollen
Im Vorfeld des UN-Erdgipfels fĂŒr Nachhaltige Entwicklung „Rio+20“ in Rio de Janeiro

Freitag 20.4.2012

Um 12:00 Uhr findet ein Lachsbesatz der Dreisam statt.
Ort dieser Aktion mit FĂŒhrung ist Freiburg i.Br. an der Dreisam zwischen Kronen- und KaiserbrĂŒcke.
Veranstalter sind Regiowasser e.V. und das Agenda 21-BĂŒro Freiburg mit Partnern des Samstags-Forum Regio Freiburg.
Am 20.4. finden weitere Aktionen auch anderer Veranstalter statt.

18:15 Uhr :Den Hauptvortrag zum Thema
„Global denken - lokal handeln: UN-Konferenz in Rio de Janeiro und zukunftsfĂ€hige Entwicklung in Freiburg“ hĂ€lt
Prof. Dr. Ernst-Ulrich von WeizsÀcker, Mitglied des Club of Rome, TrÀger des Deutschen Umweltpreises 2008.
Ort ist das Cafe Velo an der HBF—StĂŒhlinger-BrĂŒcke Freiburg i.Br., Wentzingerstr. 15


Samstag 21.4.2012

Von 10:15-13:00 Uhr finden in der UniversitĂ€t, Platz der UniversitĂ€t, KollegiengebĂ€ude 1 KG 1, Hörsaal 1015 KurzvortrĂ€ge mit Publikumsdiskussion statt unter dem Motto „Global denken - lokal handeln. Die Zukunft, die WIR wollen.“

Vom stummen FrĂŒhling, von UN-Erdgipfeln und Rio+20 nach Freiburg.
Wo bitte geht’s zur Nachhaltigkeit?
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg, i.Br.

Global denken - lokal handeln:
Die Lokale Agenda 21 in Freiburg.
Dietrich Limberger, Leiter Agenda21-BĂŒro Freiburg i.Br.

Energie fĂŒr alle - wie viel, welche, zu welchem Preis?
Zum UN-Jahr der nachhaltigen Energie fĂŒr alle.
Susann Reimer, Dagmar Große, Eine Welt Forum Freiburg e.V.

Genossenschaften: Aufschwung fĂŒr Wirtschaft und Menschen?
2012 - UN-Jahr der Genossenschaften. Beispiele.
Dr. Burghard Flieger, Innova e.G., Vorstand, wissenschaftliche Leitung, Freiburg i.Br.

Von 15:00 -18 Uhr finden ein PublikumsgesprÀch und eine Zukunftswerkstatt statt
Zu „Die Zukunft die WIR wollen“ mit Referenten des Vormittags, eingeladenen GĂ€sten, Freiburger Vereinen, Gruppen und Kultur.
Ort ist das Cafe Velo an der HBF—StĂŒhlinger-BrĂŒcke Freiburg i.Br., Wentzingerstr. 15
Anmeldung hierfĂŒr ist erbeten an ecotrinova@web.de oder freiburger-agenda21@freenet.de
 
 

Kochen fĂŒr den Planeten
 
Kochen fĂŒr den Planeten
WWF veranstaltet Umwelt-Rezeptwettbewerb zur „Earth Hour“

Der WWF startet einen Rezeptwettbewerb fĂŒr umweltfreundliche KĂŒche und ruft Hobbyköche aus ganz Deutschland auf, bis zum 19. MĂ€rz ihre Lieblingsgerichte ins Rennen zu schicken. Als Dankeschön erhalte jeder Teilnehmer ein von Sarah Wiener exklusiv zusammengestelltes Rezeptheft, Sonderpreise wĂŒrden nach einer offenen Abstimmung an die drei Erstplatzierten vergeben. So winken dem Sieger ein Gutschein fĂŒr eine Bio-Abokiste sowie das Kochbuch „Herdhelden“ von Sarah Wiener. Auch die Zweit- und Dritt-Platzierten könnten sich ĂŒber das Kochbuch freuen. Alle Informationen zum Wettbewerb finden Interessierte unter w w w. wwf. de/rezeptwettbewerb. Die Aktion ist Teil der vom WWF ins Leben gerufenen Initiative „Earth Hour“ und soll die Aufmerksamkeit auf die besondere Bedeutung der ErnĂ€hrung fĂŒr eine intakte Umwelt lenken.

Eine nachhaltige ErnĂ€hrung kann nach Angaben der Umweltstiftung einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten. Als Teilnahmebedingung fĂŒr den Wettbewerb nennt der WWF daher die „sechs Regeln fĂŒr Besseresser“, wozu u.a. die Verwendung frischer regionaler Zutaten, ein maßvoller Einsatz tierischer Produkte und der RĂŒckgriff auf möglichst viel Obst und GemĂŒse der Saison gehören. Dass dies nicht mit Arbeit, sondern vor allem mit Freude und Genuss verbunden sein kann, wolle man mit dem Wettbewerb zeigen. „In immer mehr KĂŒchen wird heute leider gar nicht mehr gekocht. Die KĂŒche ist oft nur noch der Ort, an dem Essen aufgewĂ€rmt wird. Das ist sehr schade und zudem ungesund“, sagt Sarah Wiener, Köchin fĂŒr nachhaltigen Genuss und Partnerin des WWF. „Selber braten, brutzeln oder dĂŒnsten mit frischen Zutaten aus der Region macht Spaß und schont unsere Umwelt.“

Hintergrund ErnÀhrung und Umweltschutz:
Laut Umweltstiftung WWF spielt das Thema ErnĂ€hrung eine herausragende Rolle fĂŒr den Umwelt- und Klimaschutz. So wĂŒrden in Lateinamerika riesige WaldflĂ€chen fĂŒr Weiden und den Anbau von Futtermitteln gerodet und wertvolle Ökosysteme zerstört. Allein fĂŒr den Fleischkonsum der Deutschen wĂŒrde jedes Jahr eine FlĂ€che der GrĂ¶ĂŸe Österreichs „verbraucht“. Daneben verursache die weltweite Viehwirtschaft ein FĂŒnftel der globalen Treibhausgas-Emissionen.

Hintergrund „Earth Hour“:
Die WWF „Earth Hour“ findet dieses Jahr am 31. MĂ€rz von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr statt. Jedes Jahr schalten Privatpersonen und StĂ€dte rund um den Globus fĂŒr eine Stunde das Licht aus, um dem Umweltschutz ihre Stimme zu geben. Was 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen PhĂ€nomen aus. Bereits 2008 legten geschĂ€tzte 50 bis 100 Millionen Menschen in 35 LĂ€ndern symbolisch den Schalter um. An der letzten „Earth Hour“ in 2011 nahmen ĂŒber 5.200 StĂ€dte in 135 LĂ€ndern teil. In Deutschland, wo die Aktion in diesem Jahr das Motto „Deine Stunde fĂŒr unseren Planeten“ trĂ€gt, haben rund drei Wochen vor dem Event bereits 75 StĂ€dte ihre Teilnahme zugesagt.
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Reaktoren in der Region stilllegen
Fukushima Mahnwache und Menschenkette / Bild: GĂŒnter Hammer
 
Reaktoren in der Region stilllegen
Menschenkette und Mahnwachte fĂŒr die Opfer von Fukushima - Dekan Engelhardt: Der Mensch ist kein Maß aller Dinge

Freiburg (gh). „Die modernste Technik macht die Zukunft nicht sicherer. Jeden Tag unseres Lebens empfangen wir als ein neues Geschenk.“ Dies sagte der evangelische Stadtdekan Markus Engelhardt am Samstag, 10. MĂ€rz 2012, dem Vortag des Fukushima-Jahrestages, bei dem Gedenken an die Opfer und SolidaritĂ€tskundgebung mit der japanischen Anti-AKW-Bewegung. Bei der Aktion eines ĂŒberparteilichen BĂŒndnisses in der Innenstadt hatten sich mehr als 400 Menschen um die Mittagszeit zur Mahnwache am Bertoldsbrunnen versammelt und bildeten anschließend eine Menschenkette zwischen Bertoldbrunnen und Siegesdenkmal.

Dem Irrtum, die Technik könne absolute Sicherheit geben, dĂŒrfen „wir nicht lĂ€nger aufsitzen“, so Engelhardt bei seiner kurzen Ansprache. Die Schöpfung Gottes sei keine heile Welt. Ihre KrĂ€fte und die Potenzen der Menschen könnten auch zerstörerisch wirken, denn nicht nur die Menschen ĂŒbten Gewalt aus, auch die Natur könne gewaltsam sein. In Fukushima hĂ€tten die KrĂ€fte der Natur und menschliche Fehler zusammengewirkt. Gott habe der Natur mit ihren Gesetzten ihr „eigenes Recht eingerĂ€umt“, ebenso habe er „uns Menschen die Freiheit anvertraut“. Es sei unverantwortlich gedacht gewesen „lediglich das Menschenmögliche an Sicherheitsstandards in Kernkraftwerken zu etablieren“. Denn bereits die Möglichkeit sei vor dem Maßstab des Lebens und der LebensgefĂ€hrdung von gleichem Gewicht wie die Wirklichkeit. Absolute Sicherheit gĂ€be es jedoch nicht. FĂŒr die Zukunft dĂŒrften die Risiken nicht zu hoch geschraubt werden.

Veranstalter der Gedenkaktion war ein ĂŒberparteiliches lokales BĂŒndnis. Neben Engelhardt hatte der ehemalige Europaabgeordnete Wilfried TelkĂ€mper, Gerhard Frei (Junges Freiburg/Die GrĂŒnen), Walter Grögner (SPD) und Manfred Hettich (CDU) gesprochen. Auch Pfarrer Hansjörg Rasch von der katholischen Herz-Jesu-Kirche war unter den Rednern. Die Japanerin Joshiko Oka brachte GrĂŒĂŸe der japanischen Anti-AKW-Bewegung in ihrer Landessprache. Sie meinte, dass der deutsche Widerstand gegen Kernkraftwerke fĂŒr Japan ein Vorbild sei.

Das Manuskript der Rede von Dekan Engelhardt ist zu finden unter www.evangelisch-in-freiburg.de
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Autor: GĂŒnter Hammer



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369 370 371 372 373 


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