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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

Heldinnen und Helden der Energiewende gesucht
 
Heldinnen und Helden der Energiewende gesucht
Bewerbungsportal bis 10. April geöffnet

Freiburg. Der Startschuss ist gefallen! Vom 5. Februar bis zum 10. April können sich Heldinnen und Helden der Energiewende um den renommierten Georg Salvamoser Preis bewerben.

Ab sofort ist das Bewerbungsportal fĂŒr den Georg Salvamoser Preis 2018 auf www.georg-salvamoser-preis.de geöffnet. Aufgerufen sind alle, die sich fĂŒr den Ausbau einer regenerativen Energieversorgung engagieren – Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen und Kommunen.

FĂŒr die Jury zĂ€hlt zum einen, welchen Beitrag die Bewerber zur Umsetzung einer hundertprozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien liefern. Des Weiteren wird der Innovationsgrad gewertet, der von dem Projekt ausgeht. Zudem sollte das Projekt Vorbildcharakter haben und ĂŒbertragbar sein. Schließlich wĂŒrdigt die Jury auch das Durchhaltevermögen der Bewerberinnen und Bewerber, denn oft sind dicke Bretter zu bohren, um die Energiewende voran zu bringen.

25.000 Euro Preisgeld sind ausgelobt, davon gehen 5.000 Euro an den Sonderpreis JUNGE ENERGIE, fĂŒr den sich Schulklassen, Jugendgruppen oder auch junge Unternehmen bewerben können.

Georg Salvamoser Preis

Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Die Auszeichnung wird von der Georg-Salvamoser-Stiftung gemeinsam mit der Stadt Freiburg ausgelobt.
Im Jahr 2018 wird der Georg Salvamoser Preis nun schon zum fĂŒnften Mal verliehen. Die Preisverleihung findet am 21. Juni 2018 auf der internationalen Fachmesse INTERSOLAR in MĂŒnchen statt, die von der FWTM Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe mitveranstaltet wird.

Dank an Förderer, Medien- und Kooperationspartner

Ein ganz besonderer Dank geht auch dieses Jahr wieder an die Förderer, die durch ihr Engagement die Auslobung des Georg Salvamoser Preises großzĂŒgig unterstĂŒtzen:

M10 Industries AG, Freiburg
FWTM Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messen GmbH & Co. KG
Solar Promotion GmbH, Pforzheim
WEE Wirtschaftsverband 100% erneuerbare Energien, Freiburg
Stiftung Viamedica, Prof. Franz Daschner, Freiburg
Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
Agentur triolog, Freiburg

Des Weiteren dankt die Georg-Salvamoser-Stiftung allen Medien- und Kooperationspartnern, die dabei helfen, auf die Auslobung 2018 aufmerksam zu machen:

Franz Alt – www.sonnenseite.com
Energiekommune
Solarthemen
Solarserver
Sonnenenergie
Sonne Wind & WĂ€rme
SolarRegion
utopia.de
Deutsche Gesellschaft fĂŒr Sonnenenergie (DGS)
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NABU-Zahl des Monats: 58.557 alte Handys fĂŒr die Havel
Ressourcen schonen durch Handy-Recycling und NABU-Projekt unterstĂŒtzen

Berlin – 58.557 alte Mobiltelefone hat der NABU 2017 im Rahmen seiner Kampagne „Alte Handys fĂŒr die Havel“ gesammelt. Neben zahlreichen NABU-Gruppen und Einzelpersonen beteiligen sich Unternehmen, Schulen und Behörden an der Kampagne.

Alte Handys können bei einer der ĂŒber 434 Handy-Sammelstellen abgegeben oder per Post eingeschickt werden. Mitmachen kann jeder, unabhĂ€ngig von der Art des Mobiltelefons und des Telefonanbieters.

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 100 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten ­– Tendenz steigend. Diese GerĂ€te enthalten wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zinn und Blei. Wenn sie im HausmĂŒll landen, gefĂ€hrden sie die Umwelt durch Schadstoffe. FĂŒr den NABU ist Recycling allerdings immer nur die zweitbeste Alternative. Generell gilt: Noch funktionsfĂ€hige Handys sollten so lange wie möglich genutzt werden.
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NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
Star - Vogel des Jahres / Foto: nabu, istock/kruwt
 
NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
Vogel des Jahres braucht NistkÀsten/Jetzt Bauanleitung des NABU nutzen

Berlin – Da „StarenkĂ€sten“ im Straßenverkehr unseren gefiederten Freunden nur indirekt von Nutzen sein können, lohnt es sich, den immer seltener in GĂ€rten anzutreffenden Star, Vogel des Jahres 2018, mit einer geeigneten Nisthilfe anzulocken. Gerade jetzt, wo die Stare aus ihren Wintergebieten zurĂŒck nach Deutschland kommen.

Da natĂŒrliche Höhlen in alten BĂ€umen immer weniger zur VerfĂŒgung stehen, nimmt der Star geeignete NistkĂ€sten gern an. Sowohl im Privatgarten als auch in öffentlichen GrĂŒnbereichen und in lĂ€ndlichen Gebieten findet der Star so einen Platz, um seine Jungen aufzuziehen. Der gesellige Star lebt gern in der Gemeinschaft, also lohnt es sich, gleich mehrere Behausungen anzubringen.

Im Prinzip handelt es sich um einen vergrĂ¶ĂŸerten Meisenkasten. Der Starenkasten benötigt ein Einflugloch mit 45 Millimetern Durchmesser. Bei geeigneter Umgebung (Streuobstwiesen, sonnige Lagen mit altem Baumbestand) bezieht mit etwas GlĂŒck vielleicht auch der bedrohte Wendehals das gerĂ€umige Domizil.

Tipps fĂŒr ein behagliches Starenheim:
- NistkĂ€sten können gern schon im Herbst angebracht werden. So können die Überwinterer darin schlafen und machen sich schon einmal mit dem möglichen Nistplatz vertraut.
- Damit kein Regen eindringen kann, sollte er entweder gerade am Untergrund lehnen oder leicht nach vorn kippen. Den Kasten zum Schutz vor NÀsse mit Leinöl imprÀgnieren.
- Eine Ausrichtung des Einflugloches nach Osten oder SĂŒdosten ist ideal, um zu viel Regen und Sonne abzuhalten.
- Hoch hinaus: Die ideale Höhe fĂŒr das AufhĂ€ngen des Nistkastens liegt bei mindestens zwei bis sechs Metern.
- Luftige BĂŒhne: Eine Sitzstange von etwa vier Zentimetern LĂ€nge unterhalb des Einflugloches gefĂ€llt dem Star, da er zum Singen gerne vor seinem Nest sitzt. Sie ist aber nicht zwingend notwendig.
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Wie veggie-freundlich sind Airlines?
Die Anzahl der vegan und vegetarisch lebenden Menschen nimmt weltweit zu. Verkehrs- und Reiseunternehmen reagieren darauf und erweitern stetig ihr pflanzliches Speisenangebot. ProVeg hat sich die Veggie-Freundlichkeit der 50 grĂ¶ĂŸten Fluggesellschaften genauer angeschaut ...
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Der Billigheimer als Vorreiter?
Europas grĂ¶ĂŸter Discounter Lidl will ab April 2018 einen "Haltungskompass" im Frischfleischverkauf einfĂŒhren. Der Konzern nutzt damit das gesetzliche Vakuum und inszeniert sich als Vorreiter beim Tierwohl. Durch Kennzeichnungsziffern von 1 bis 4 soll der Verbraucher - wie bei den Eiern - erkennen, wie gut oder schlecht das Tier gehalten wurde, von dem das Fleisch stammt. Slow Food Deutschland warnt, eine gesetzlich festgeschriebene und einheitliche Haltungskennzeichnung aus den Augen zu verlieren. Eine solche Kennzeichnungspflicht sei ebenso notwendig wie eine Reduzierung unseres viel zu hohen Fleischkonsums.

Wenn der Staat bremst und blockiert und mit der lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lligen gesetzlichen Kennzeichnungspflicht keinen Millimeter vorankommt, dann ĂŒberlĂ€sst er das Feld den Unternehmen. "Lidl" prescht nun vor: Der in der Vergangenheit mit diversen Skandalen, Sozial- und Umweltdumping aufgefallene Riese macht ab diesem FrĂŒhjahr sein eigenes Ding: eine vierstufige Kennzeichnung. Demnach steht die "1" fĂŒr den gesetzlichen Mindeststandard, die "2" fĂŒr Stallhaltung Plus. Eine "3" bedeutet mehr Platz und Auslauf, "4" entspricht Bio-QualitĂ€t. "Wenn jetzt jeder Supermarkt und jeder Discounter ihre eigenen Kennzeichnungsregeln einfĂŒhren, landen wir bei beliebigen Wildwuchs", kommentiert Slow-Food-Vorsitzende Ursula Hudson den Lidl-Vorstoß. "Wer kontrolliert das System, wer definiert es, wer inspiziert die StĂ€lle, wer sorgt fĂŒr Transparenz und Wahrhaftigkeit der Kennzeichnungen und was bitte ist Stallhaltung Plus? Industrielle QuĂ€lhaltung mit GĂ€nseblĂŒmchen?"

Die BefĂŒrchtung sei groß, so Hudson weiter, dass bei Lidl und möglichen anderen Unternehmen ein letztlich nicht nachprĂŒfbares Eigensystem entstehe, das die Verbraucher tĂ€uscht und in erster Linie dem Image des Billigheimers dienen soll. Hudson: "Wir fordern weiterhin eine Haltungskennzeichnung fĂŒr Nutztiere, die aber nach klaren und fĂŒr alle Anbieter verbindlichen Richtlinien. Wir werden die Leute auch kĂŒnftig wohl kaum zum Lidl schicken und deren Billigpreispolitik fĂŒr Fleisch auch noch unterstĂŒtzen. Nicht mit Slow Food. Zudem besteht aus Sicht unseres Verbands das Risiko, dass privatwirtschaftliche Initiativen als Alibi die staatliche Kennzeichnung endgĂŒltig ausbremsen. Wenn die Discounter und Supermarktketten jeweils ihr eigenes Siegel draufkleben, passiere bei der gesetzlichen bundesweiten Kennzeichnungspflicht fĂŒr alle erst recht nichts mehr", kritisiert Hudson.

Eine Haltungskennzeichnung fĂŒr Nutztiere, die Fleisch und Milch liefern, wird seit langem gefordert - auch von den Verbrauchern. 89 Prozent der Deutschen finden sie laut FORSA-Umfrage (Januar 2017, im Auftrag von Greenpeace) hilfreich. 79 Prozent fordern sogar, sie verpflichtend einzufĂŒhren. Vor allem deshalb, weil ein undurchschaubares Durcheinander an Labeln, Plaketten und Pseudo-Auszeichnungen selbst kritische und halbwegs informierte EinkĂ€ufer komplett verwirren. Das Fleischangebot in deutschen SupermĂ€rkten und Discountern wirkt bisweilen wie eine große grĂŒne Oase mit einem kleinen Restposten aus QuĂ€lhaltung. In Wahrheit ist es umgekehrt: 98 Prozent des in Deutschland verkauften Fleischs kommt aus Massentierhaltungen, von denen die meisten gerade eben gesetzlichen Mindeststandards genĂŒgen.

Slow-Food-Vorsitzende Ursula Hudson: "Wir werden die Lidl-Initiative und ihre Umsetzung genau beobachten und gemeinsam in unserem Netzwerk weiter fĂŒr eine gesetzlich vorgeschriebene, fĂŒr alle verpflichtende Haltungskennzeichnung bei Fleisch- und Milchprodukten kĂ€mpfen. Sie muss und sie wird kommen. Genauso wichtig aber ist es, die Verbraucher davon zu ĂŒberzeugen, weniger Fleisch zu konsumieren. Wir mĂŒssen zurĂŒck zum Sonntagsbraten. Nur eine deutliche Reduzierung hilft Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen."

Lidl ist bei der Kennzeichnung in die Offensive gegangen. Das mag aus Sicht von Europas grĂ¶ĂŸtem Discounter Sinn machen. Es zeigt zugleich, dass einige Lebensmittelriesen offenbar weiter sind als die Politik.
 
 

 
Freiburger Pflanzenkohle erhÀlt Zertifikat
Modellanlage zur Verwertung von GrĂŒnabfĂ€llen produziert Premiumkohle

Die Freiburger Pflanzenkohle erhĂ€lt ein Zertifikat. Vor knapp einem Jahr, Anfang MĂ€rz 2017, ging auf dem GelĂ€nde der ehemaligen MĂŒlldeponie Eichelbuck eine Modellanlage zur Verwertung von GrĂŒnabfĂ€llen in Betrieb. Seitdem wurden rund 800 Tonnen GrĂŒnschnitt in einem kombinierten Verfahren zu Holzhackschnitzeln und Pflanzenkohle verarbeitet. Eine unabhĂ€ngige Überwachungsstelle hat nun die QualitĂ€t der Pflanzenkohle geprĂŒft und als GĂŒteklasse „Premium“ bewertet.

Umweltminister Franz Untersteller weihte letztes Jahr die Pilotanlage ein. Der dort verwendete GrĂŒnabfall wird zuerst in weiches und holziges Material aufgeteilt. Der zerkleinerte, gesiebte Holzanteil wird dann in der neuartigen Anlage bei 500 bis 700 Grad karbonisiert. Dabei entsteht Pflanzenkohle, die zur Veredelung von Kompost, zur Herstellung von Aktivkohlefiltern oder als Futtermittelzusatz genutzt werden kann. Das Verfahren arbeitet energieautark, die nebenbei entstehende AbwĂ€rme dient zum Trocknen der Holzhackschnitzel.

Seit Beginn des regulĂ€ren Betriebes im Oktober 2017 konnte die ASF rund 200 Tonnen GrĂŒnschnitt zu 50 Tonnen Pflanzenkohle verarbeiten und so zur CO2-Reduzierung und zum Klimaschutz beitragen.

Das in Freiburg angewandte Verfahren wurde im Dezember 2017 von einer staatlich anerkannten Überwachungsstelle geprĂŒft. Da die Pflanzenkohle alle Grenzwerte einhĂ€lt, wurde
dem Material die höherwertige PremiumqualitÀt bestÀtigt. Das damit verbundene Zertifikat ist erforderlich, um die Vermarktung der Pflanzenkohle zu gewÀhrleisten.

Der Bau der Pilotanlage wurde durch die finanzielle Förderung aus Mitteln des Umweltministeriums Baden-WĂŒrttemberg und aus dem Innovationsfonds der Badenova ermöglicht.
 
 

 
NABU zur GroKo: Erste Schritte in Richtung naturvertrÀgliche Landwirtschaft
... bei Klima und Verkehr erschreckend mutlos

Miller: Schutz von Insekten und Wildnis erstmals politische Ziele in Deutschland

Berlin – Der NABU bewertet den neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD als ambitioniert im Naturschutz, aber mutlos in der Verkehrs- und Klimapolitik. So nennt die GroKo erstmals den Schutz von Wildnis und Insekten als politische Ziele und verspricht umfassende Programme zu ihrem Schutz. Doch diese löblichen Maßnahmen drohen StĂŒckwerk zu bleiben.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Union und SPD haben den alarmierenden Zustand unserer Natur offensichtlich erkannt. Das ist gut und war dringend nötig. Die versprochenen Schutzmaßnahmen geben Anlass zur Hoffnung. Was allerdings fehlt, ist ein ĂŒbergeordneter Plan, der Klima, Infrastruktur und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zusammen denkt. Mit neuen Rekordinvestitionen in Verkehrsprojekte werden weitere LebensrĂ€ume zerschnitten und die stiefmĂŒtterliche Behandlung des Klimaschutzes wird unsere Ökosysteme stark unter Druck setzen.“

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass die Große Koalition – neben dem neuen Wildnisfonds – das Nationale Naturerbe um 30.000 Hektar ausweiten möchte, mehr FlĂŒsse renaturieren und erstmals auch eine Strategie zum Schutz der Moore entwickeln will. Zudem soll der Erhalt der biologischen Vielfalt zur Querschnittsaufgabe aller Politikfelder werden.

Als ermutigendes Zeichen wertet der NABU auch, dass die Große Koalition erste zaghafte Schritte in Richtung einer naturvertrĂ€glicheren Landwirtschaft unternimmt. So wollen sich Union und SPD fĂŒr eine Umschichtung der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen und die Einrichtung eines neuen EU-Naturschutzfonds einsetzen. „Ob die Bundesregierung Wort hĂ€lt, muss sie in den kommenden Wochen noch in BrĂŒssel beweisen“, so Miller. Bereits beim EU-Haushaltsgipfel am 23. Februar sollte Bundeskanzlerin Merkel den Naturschutzfonds fordern.

Auch das neue Programm zur Rettung der Insekten begrĂŒĂŸt der NABU sowie das Bekenntnis zum Ausstieg aus Glyphosat. „Der Glyphosat-Ausstieg droht allerdings auf die lange Bank geschoben zu werden, weil ein konkretes Datum fehlt. Zudem vermissen wir eine Strategie zur Verringerung aller Pestizide“, so Miller. Pestizide sollen kĂŒnftig sogar noch schneller zugelassen werden – ohne ihre Auswirkungen auf die Artenvielfalt ausreichend zu prĂŒfen.

Große VersĂ€umnisse sieht der NABU in der Energie- und Klimapolitik sowie im Verkehrsbereich. „Es spricht BĂ€nde, dass die GroKo die Klimaziele bis 2020 nur ‚so schnell wie möglich‘ erreichen will. Mit einer neu dazu einzuberufenden Kommission erkauft sie sich Zeit, die nicht da ist. Dabei liegen alle notwendigen Schritte lĂ€ngst auf dem Tisch“, kritisierte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer. Positiv sei, dass bis 2030 immerhin eigene Klimaziele fĂŒr alle Bereiche kommen. „Doch dieses Bekenntnis ist pure Augenwischerei, wenn Union und SPD die Energieeffizienzstandards fĂŒr Neubauten einfrieren“, so Miller. Er mahnte an, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin zwingend naturvertrĂ€glich zu gestalten.

In der Verkehrspolitik halten Union und SPD unverĂ€ndert stur am Status Quo fest und zeigen sich erschreckend mutlos. Besonders kritisch bewertet der NABU die Beibehaltung umweltschĂ€dlicher Subventionen fĂŒr Diesel sowie das Fehlen strengerer CO2-Grenzwerte fĂŒr Pkw und Lkw. Den Plan der kĂŒnftigen Regierung, die Beteiligung der BĂŒrger bei Infrastruktur-Projekten – wie dem Bau von Autobahnen – zu beschrĂ€nken, lehnt der NABU als indiskutabel ab.

Alarmierend sei auch das Fehlen einer Strategie zur nachhaltigeren Nutzung von Ressourcen. So werden Digitalisierung und Energiewende die Nachfrage nach Rohstoffen weiter intensivieren, gleichzeitig muss ihr Pro-Kopf-Verbrauch deutlich sinken. Zur Lösung dieses Konflikts bieten Union und SPD keinerlei schlĂŒssige Konzepte an – genauso wenig wie fĂŒr eine ökologische Beschaffungsrichtlinie in Ministerien und Behörden.

Auch die PlĂ€ne von Union und SPD, die BestĂ€nde des Wolfes reduzieren zu wollen, kritisiert der NABU scharf. „Mit dieser unsĂ€glichen Forderung lĂ€sst die Bundesregierung Landwirte und SchĂ€fer im Stich“, so Miller. UnlĂ€ngst erst hatte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in BrĂŒssel eine klare Abfuhr erhalten als er versuchte, den Schutzstatus des Wolfes aufzuweichen. „Statt auf solch sinnlose und populistische Forderungen wie die Reduzierung von Wölfen zu setzen, hĂ€tte die Bundesregierung den Weidetierhaltern endlich helfen mĂŒssen, ihre Herden besser zu schĂŒtzen. Das haben das Bundeslandwirtschaftsministerium und Herr Schmidt jahrelang verschlafen – und es nun erneut versĂ€umt, ihrer Verantwortung fĂŒr Nutztierhalter gerecht zu werden“, sagte Miller.

Zu denken gegeben habe den NaturschĂŒtzern auch, dass Union und SPD die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der UN zunĂ€chst nicht berĂŒcksichtigt hatten. „Dass sie jetzt im Koalitionsvertrag stehen, ist gut. In wieweit sie aber tatsĂ€chlich zur Richtschnur des Regierungshandelns werden, werden wir genau beobachten“, so Miller.
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Karlsruhe: Streuobstwiesen am Knittelberg beweiden
Aktion will FlÀchen aufwerten und Artenvielfalt erhalten

Beweiden lassen will die Streuobstwiesenpflege-Inititiative Grötzingen die Wiesen zwischen Alte HĂ€lden und dem Unteren Lichtenbergweg am Knittelberg. Zweimal jĂ€hrlich sollen Schafe und Ziegen flĂ€chendeckend die teilweise schwierig zu bewirtschaftenden FlĂ€chen abfressen und als „lebendige Taxis“ dem Austausch von Tieren und Pflanzen dienen. Wer Interesse an der Beweidung seines GrundstĂŒckes hat, meldet sich unter der E-Mail-Adresse groetzingen@karlsruhe.de oder der Telefonnummer 0721/948510 bei der Ortsverwaltung Grötzingen.

Ziel der Aktion ist es, die Verbuschung der FlĂ€chen zu verhindern und sie ökologisch aufzuwerten. Denn Streuobstwiesen sind als Lebensraum von ĂŒber 450 Pflanzen- und 3000 Tierarten von großer Bedeutung, außerdem als Naherholungsraum und Frischluftproduzent. Aber wie jede vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft brauchen auch Streuobstwiesen regelmĂ€ĂŸige Pflege in Form von Baumschnitten und jĂ€hrlich mindesten zweimaligem MĂ€hen. Geschieht dies nicht, ĂŒberaltern die ObstbĂ€ume und die Wiesen verbuschen. Das hat einen massiven Verlust von Artenvielfalt zur Folge. BlĂŒtenpflanzen, die auf viel Sonne angewiesen sind, verschwinden – und mit ihnen die Insekten und Vögel.
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