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Verschiedenes

NABU-Riesenbanner zeigt: Deutschland betoniert sich weiter zu
Foto: Guido Rottmann, NABU
 
NABU-Riesenbanner zeigt: Deutschland betoniert sich weiter zu
Tschimpke: Jeder Hektar verbaute Landschaft ist ein Hektar zu viel

Berlin – Mit einer „raumgreifenden“ Aktion hat der NABU auf den alarmierenden Landschaftsverbrauch durch den Bau von Wohnhäusern, Straßen und Gewerbegebieten aufmerksam gemacht. Auf dem Berliner Schlossplatz zeigten NABU-Aktive mit einem Riesenbanner, wie viel Landschaft in Deutschland verbaut wird: 570 Quadratmeter pro Minute, 82 Hektar jeden Tag. Das entspricht etwa 120 Fußballfeldern. Nur ein Drittel der Fläche dürfte es sein, gelte das Ziel der Bundesregierung für 2020 schon heute. Danach soll der tägliche Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag reduziert werden. Der „30-Hektar-Tag“ markiert den Tag im Kalender, an dem das „Jahresbudget 2020“ für neu verbaute Flächen bereits aufgebraucht wäre. In diesem Jahr ist dies der 4. Juni.

Den noch langen Weg bis zum 30-Hektar-Ziel führten die NABU-Aktiven im Zeitraffer vor: Begleitet von ohrenbetäubendem Baulärm entrollten sie ein Riesenbanner, dessen Größe dem aktuellen Landschaftsverbrauch pro Minute entspricht. Anschließend klappten sie es – entsprechend dem 30-Hektar-Ziel – auf ein Drittel der Fläche zusammen, die ein knallrotes „Ziel-Banner“ mit klarer Botschaft bedeckte: „208 Quadratmeter pro Minute sind mehr als genug!“

Die Aktion stand unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Annette Schavan und war zugleich offizieller NABU-Beitrag zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit, der dieses Jahr ebenfalls auf den 4. Juni fiel. Die Bundesregierung hat sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den täglichen Flächenverbrauch auf 30 Hektar zu reduzieren. „Das wäre auf jeden Fall ein Meilenstein. Angesichts sinkender Bevölkerungszahlen ist aber jeder Hektar neu verbaute Landschaft ein Hektar zu viel“, betonte Olaf Tschimpke, NABU-Präsident und stellvertretender Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung.

In den nächsten Wochen werden die Riesenbanner zu Partnergemeinden des NABU touren, um dort bei den Bürgern für ein nachhaltiges Flächenmanagement zu werben. Auch im nächsten Jahr wird der NABU den 30-Hektar-Tag als Aktionstag fortführen, „um das 30-Hektar-Ziel immer im Blick und Bewusstsein zu haben“, kündigte Tschimpke an.
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CD-Tipp: UGB-Rezeptsammlung
 
CD-Tipp: UGB-Rezeptsammlung "Vegan genieĂźen"
Vom Kürbisragout mit Linsensprossen über die Grünkern-Bohnen-Pfanne bis zum Kastanienpüree mit Dörrfruchten: In der neuen Rezeptsammlung "Vegan genießen" auf CD finden Sie mehr als 80 vegane Rezepte, die lecker schmecken, leicht gelingen und ganz ohne tierische Zutaten auskommen. Sortiert in neun Kapitel werden Sie bei frischen Salaten, köstlichen Brotaufstrichen oder raffinierten Suppen fündig. Mit einem Klick können Sie ebenso delikate Gemüsegerichte, originelle Desserts und süße Gebäcke aufrufen. Die Gerichte sind so ausgewählt und zusammengestellt, dass sie ohne extravagante Zutaten oder Speziallebensmittel munden und zudem den Empfehlungen der Vollwert-Ernährung entsprechen. Gleichzeitig berücksichtigen sie die besonderen Nährstoffbedürfnisse von Veganern. Einige Rezepte enthalten Produkte aus Sojabohnen wie Tofu oder Sojasahne. Sie lassen sich durch andere pflanzliche Alternativen wie Lopino, Hafer-, Reis- oder Dinkelsahne austauschen. Die Rezepte sind für Menschen mit Laktoseintoleanz ebenso geeignet wie für Allergiker, die auf Hühnereiweiß oder Milcheiweiß reagieren.

Das Besondere an der CD-ROM: Alle Rezepte sind vielfach erprobt und gelingen auch Einsteigern. Die Anleitungen sind leicht verständlich und Schritt für Schritt in jeder Küche umsetzbar. Die Zutaten sind hundertprozentig vollwertig und daher in gut sortierten Bioläden erhältlich. Angaben wie Zubereitungszeit, ob einfach, schnell oder für ein Büfett geeignet, erleichtern Ihnen die Auswahl. Sie finden Anregungen für die vegane Alltagsküche ebenso wie für tierisch-eiweißfreie Köstlichkeiten, die sich für Feste oder für ein Büfett eignen. Die Mengen sind für vier Personen ausgelegt. Wer für weniger Personen kochen oder backen möchte, kann die Zutaten einfach halbieren.

Die Rezeptsammlung „Vegan genießen" ist für 14,80 Euro (zzgl. Versand) im UGB-Medien-Shop erhältlich: www.ugb-verlag.de
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Podiums- und Vortragsveranstaltungen zu Energie, Klima- und Umweltschutz
bietet das Samstags-Forum Regio Freiburg am 16., 23. und 30. Juni 2012 bei seiner 14. Reihe im Hörsaal 1015, Kollegiengebäude 1, Platz der Universität 3 (Stadtmitte) der Universität Freiburg i.Br.. Für anschließende Führungen zu Kühlen mit der Sonne und stromerzeugenden Heizungen ist Anmeldung erforderlich an ECOtrinova e.V., ecotrinova@web.de oder T. 0761-21687-30, Fax -32 beim Treffpunkt Freiburg bis jeweils 2 Tage zuvor. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter ist der Freiburger Verein ECOtrinova e.V. mit der unabhängigen Studierendenvertretung u-asta der Universität, unterstützt vom Agenda21-Büro Freiburg, Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee, Deutschen Frauenring Ortsring Freiburg, KlimaBündnis Freiburg, Zentrum für Erneuerbare Energien ZEE der Universität, von der Energieagentur Regio Freiburg, Architekten­kammergruppe Freiburg, und weiteren Partnern. Schirmherrin ist die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Samstag 16.6.2012 10:30 Podiumsdiskussion zum Thema
„Klimaneutrales Freiburg. Welche Strategien und Maßnahmen? Was trägt sich finanziell und sozial?“. Es wirken mit Sprecher der Stadt Freiburg i.B., der Architektenkammer, des Öko-Instituts, des Klimabündnis-Freiburg, vom Büro Büro Solares Bauen und angefragte weitere.

und Führung: 13:15 Thema: „Energiesparend solar kühlen: Greentherm Cool Center“, Gewerbeakademie Freiburg. Mit Dipl.-Ing. Anna R. Petry Elias, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme Freiburg. Anmeldung s.o.

Samstag 23.6.2012 10:30 Podiumsdiskussion zum Thema
„Blockheizkraft: wirtschaftliche, energiesparende, klimaschonende stromerzeugende Heizungen für BürgerInnen und Stadtteile“. Es wirken mit Sprecher des Klimabündnis Freiburg, des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee, vom Büros Energy-Consulting-Meyer und angefragte weitere

und Führung13:15 Thema: „BHKW – Blockheizkraft - stromerzeugende Heizung in Betrieb“ Gezeigt wird eine Anlage in Freiburg. Anmeldung s.o.

Samstag 30.6.2012 10:30 Vortrag zum Thema
Nanoteilchen – Winzlinge im Visier. Chancen – Risiken – Verbraucherschutz und Gesundheitsvorsorge. Wo bleibt die Vorsorge des Staates? Einführungsvortrag mit praktischen Beispielen. Es spricht Barbara Dohmen, Umweltmedizinerin, Murg/Baden
 
 

Das Original KaiserstĂĽhler Rebhisli
KaiserstĂĽhler Rebhisli / Foto: PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl
 
Das Original KaiserstĂĽhler Rebhisli
Präsentiert von
Plenum Naturgarten Kaiserstuhl, Kaiserstuhl- Touristik Ihringen und kk&T

Das neue Rebhisli.
Der Schwarzwald hat die Kuckucksuhr, was haben wir? Lange musste Sabine Bauder, Leiterin der Kaiserstuhl- Touristik in Ihringen, nicht nachdenken. Denn neben Reben ist für das von Weinanbau geprägte Vulkangebirge wohl kaum etwas typischer als das Rebhisli.
Zusammen mit der cleveren SchĂĽlerin und Jungunternehmerin Annika Kappler war der Weg von der Idee bis zum fertigen Rebhisli im Mitnahmeformat nicht mehr weit.

Die Idee hinter dem Rebhisli.
Das Rebhisli ist 100% Kaiserstuhl. Und zwar ohne Kompromisse. Das Material für das Rebhisli, 100% wertvolles Eichenholz, stammt ausschließlich von Bäumen aus dem Kaiserstuhl. Die kostbaren Baumriesen werden jedoch nicht gefällt, um daraus Rebhisli herzustellen. Nur kranke Bäume, die beispielsweise aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ohnehin gefällt werden müssen, oder solche, die ihr Zielalter erreicht haben, werden später ein Rebhisli. Alle Rebhisli werden zudem von im Kaiserstuhl ansässigen kleinen Handwerksbetrieben gefertigt. Und: Jedes Rebhisli ist ein Unikat, denn Holz ist ein natürlicher Rohstoff.
Kein Wunder also, das PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl dem Rebhisli sein Siegel aufgedrückt hat: „Global ökologisch denken - lokal nachhaltig handeln!“ 5€ vom Erwerb jedes Rebhisli gehen an PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl für die Umsetzung weiterer Naturschutzmaßnahmen.
Apropos nachhaltig: Mit dem Rebhisli- Setzlings-Gutschein können Sie ab August 2012 selbst etwas für die Nachhaltigkeit tun: Lassen Sie einen Baum pflanzen. Mit jedem auf der Website www.kkut.net eingelösten Gutschein wird an einer passenden Stelle im Kaiserstuhl ein Baum gepflanzt. Dabei stehen Ihnen die Kaiserstühler Förster gern mit Rat und Tat zur Seite.

Das Rebhisli kann mehr als „Kuckuck“.
Eins gleich Drei? Beim Rebhisli stimmt die Rechnung. Denn jeder „Hausbesitzer“ hat die Wahl unter drei Verwendungsmöglichkeiten seiner Miniaturhütte. Ein originelles Weinregal im Wohnzimmer, ein Vogelfutterhaus auf dem Balkon oder ein Vogelhäuschen im Garten – beim Rebhisli ist alles drin. Sie entscheiden erst beim Zusammenbau, welche Funktion Ihr Rebhisli einmal haben wird.

Die Geschichte des Rebhisli.
So lange es Weinbau gibt, gibt es die Rebhisli. Noch heute ist im Weinberg vieles Handarbeit. Vor wenigen Jahrzehnten galt dies zu 100%. So verbrachten die Weinbauern oft viele Stunden in den Reben, ohne mit dem Schlepper oder dem Auto einmal schnell nach Hause fahren zu können. Im Rebhisli fanden sie Schutz vor Wind und Regen und konnten dort auch ihre Gerätschaften verstauen. Wichtigste Funktion der Häuschen und ihr eigentlicher Entstehungsgrund war jedoch das Sammeln von Wasser. Sobald es regnete, wurde das kostbare Nass von den Dächern der Rebhisli in eine Zisterne unterhalb der Hütte geleitet. Für die regenfreie Zeit hatte man so einen Wasservorrat, der nicht erst mühsam in den Weinberg transportiert werden musste

Heute hat das Rebhisli diese ursprüngliche Bedeutung verloren. Umso größer ist aber sein kulturhistorischer Wert als Bestandteil einer Landschaft und Region. Das Kulturgut Rebhisli darf nicht verloren gehen! Mit dem Miniatur-Rebhisli rückt das Original wieder ins Bewusstsein. Nach und nach wird im Kaiserstuhl bereits begonnen, alte Rebhisli wieder herzurichten und neuen Bestimmungen zuzuführen. Als Rastplatz für Wanderer beispielsweise. Und auch einen gefiederten Liebhaber hat das Rebhisli seit geraumer Zeit gefunden: Der seltene Wiedehopf hat es als bequemen und sicheren Nistplatz entdeckt. Eine Funktion der liebenswerten Holzhütten wird sich aber wohl niemals ändern: Wie schon in vergangenen Zeiten werden die putzigen Kleinode inmitten der Natur auch zukünftig Orte für romantsche Stunden bleiben.

Verkaufsstart: Ihringer Weintage, 8. bis 11. Juni 2012. Das Rebhisli ist für 59 € bei den Winzergenossenschaften und in den meisten Verkaufsstellen von „Kaiserlich genießen“ – Produkten erhältlich.
 
 

Asse – Stocamine: Ein Grußwort
Stocamine & Asse / Foto: BUND
 
Asse – Stocamine: Ein Grußwort
Grußwort von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer bei der Stocamine Demo am 2. Juni 2012 in Wittelsheim


Liebe französische Freundinnen und Freunde,

Ich bringe Euch GrĂĽĂźe

GrĂĽĂźe aus Deutschland

und GrĂĽĂźe vom BUND, einer Umweltorganisation mit 400 000 Mitgliedern

(AmiEs de la Terre Deutschland)

Was will ein Deutscher hier bei der Stocamine-Kundgebung in Wittelsheim?

Die Stocamine ist Euer Problem in Frankreich

Die Stocamine ist aber auch unser Problem in Deutschland


Wir leben zusammen am Oberrhein

Wir atmen die gleiche Luft

Wir trinken das gleiche Grundwasser


Der Schutz des Grundwassers ist nicht französisch

Der Schutz des Grundwassers ist nicht deutsch

Der Schutz des Grundwassers ist unser gemeinsames Anliegen

Wir, wir Menschen sind Europa


Darum war der BUND schon von Anfang an bei den Stocamine-Protesten dabei

GrenzĂĽberschreitend gemeinsam haben wir vor den Stocamine-Gefahren gewarnt


Man hat nicht auf uns gehört

Wir waren die üblichen Bedenkenträger, Kostentreiber und Fortschrittsverweigerer

Der nicht brennbare GiftmĂĽll war in der modernsten Deponie absolut sicher


Die Prognosen waren falsch

Der nicht brennbare MĂĽll hat gebrannt

Der Giftmüll gefährdet das Grundwasser


Die Verantwortlichen haben lächerliche Strafe bekommen

Der Chef der Stocamine wurde zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt.

Wer im Elsass gentechtechnisch veränderte Reben herausreißt zahlt 50.000 Euro Strafe

Die groĂźen UmweltsĂĽnder, Luft- und Wasservergifter kommen ungeschoren davon


Es gibt ein deutsches Sprichwort:

Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen

Das ist kein Vorurteil, keine Stammtischparole

Das ist immer wieder erlebte Realität eines seit bald vierzig Jahren aktiven Umweltaktivisten
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/umwelt-recht-urteile-umweltrecht.html

Da gibt es zwischen Deutschland und Frankreich keinen Unterschied

Das Zeitalter von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ liegt in der Zukunft


Auch in Deutschland gibt es eine Stocamine

Unsere Stocamine heiĂźt Asse und liegt in Norddeutschland


In der Asse liegen 126.000 Fässer Atommüll

Die Asse war sicher

Die Asse war genau so „sicher und trocken“ wie die Stocamine


Jetzt laufen täglich 12 000 Liter Wasser in die absolut trockene Asse

126.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Abfall müssen hoch geholt werden

Ăśber 2 Milliarden Euro soll das kosten


Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen Asse und Stocamine


Erst wurden industriefreundliche Billiglösungen gesucht

Erst wurde gelogen und verharmlost

Dann wurden die Kritiker verlacht und bekämpft

Dann passierte das, was nicht geschehen durfte

Kein Verantwortlicher wurde richtig bestraft

Die Billiglösungen kommen uns teuer zu stehen

Nicht die verantwortlichen Konzerne bezahlen

Wir alle bezahlen


Wenn der Staat (nicht nur bei Asse und Stocamine!) auf uns Umweltschützer gehört hätte, dann hätte er Milliarden sparen können.
Manchmal träume ich den "schweinischen Traum" dem Staat 5% dieses Geldes in Rechnung zu stellen
Ich wĂĽrde dann vermutlich im achten Stock des Freiburger BUND-Hochhauses im Penthaus arbeiten....


Bei der Asse und der Stocamine gibt es jetzt zwei ähnliche Überlegungen

kurzfristig billig ist es, den MĂĽll unten zu lassen

kurzfristig teuer ist es, den MĂĽll hoch zu holen


Die Billiglösungen sind nicht enkelgerecht

Die Billiglösungen kommen die nachfolgenden Generationen teuer zu stehen


Darum unterstĂĽtzt der BUND Eure Forderung

Das Gift muss aus der Erde

Billiglösungen können wir uns nicht leisten

Ich danke Euch

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
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Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“ von NABU und LBV
Bundessieger Spatz liebt Berlin, das Ruhrgebiet ist am spatzenärmsten

Berlin – Am Spatz kommt keiner vorbei. Bei der achten Auflage der bundesweit größten Vogelzählung, der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, liegt der Seriensieger Haussperling erneut vor allen anderen Arten. Mehr als 40.000 Vogelfreunde hatten vom 11. bis 13. Mai eine Stunde lang im Garten, im Park oder vom Balkon aus Vögel gezählt und ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV), gemeldet. Insgesamt beobachteten sie rund 940.000 Vögel aus über 200 Arten. Auf den Plätzen zwei, drei und vier folgen dem Spatz die Amsel, Kohlmeise und Blaumeise.

„Die diesjährige Zählung zeigt, dass die heimischen Vögel den Winter offenbar gut überstanden haben“, so Eric Neuling, NABU-Vogelexperte. Gravierende Rückgänge waren nicht zu beobachten. Einzig die Rauchschwalbe, im Vorjahr noch auf Platz sieben, lag ein Fünftel unter ihrem Bestand des vergangenen Jahres. Gründe können Störungen in den afrikanischen Winterquartieren, schlechtes Wetter auf dem Zugweg oder auch der anhaltende Mangel an Brutmöglichkeiten sein. Andererseits haben Arten wie Bachstelze, Ringeltaube und Feldsperling ihren Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt.

Deutlich zeigen sich die Auswirkungen des virusbedingten Amselsterbens aus dem letzten Sommer. Blieben bundesweit die Amselbestände nahezu stabil, waren am nördlichen Oberrhein im Grenzgebiet von Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Rückgänge von 25 bis 45 Prozent zu verzeichnen. Vögel, die die Infektion überstehen, werden immun. Dies vererbt sich allerdings nicht auf die Nachkommen, sodass das Usutu-Virus in jeder neuen Generation Opfer unter den Amseln fordern wird. Eine Gefahr des Aussterbens besteht dagegen nicht, die Amsel ist und bleibt eine unserer häufigsten Vogelarten.

Insgesamt machen die zehn häufigsten Arten in Deutschlands Gärten etwa zwei Drittel der gesamten Vogelschar aus. Bemerkenswert ist dabei ihre regionale Verteilung. So nimmt der Star, ebenso wie die Nachtigall, von West nach Ost zu, während die Heckenbraunelle und die Dohle – der „Vogel des Jahres 2012“ – ausgesprochene „Wessis“ sind. Die Ringeltaube wiederum ist im Norden und Westen besonders häufig anzutreffen, während sie nach Süden hin abnimmt und sich im Schwarzwald ebenso wie im Voralpenland sogar ausgesprochen rarmacht.

Auch Deutschlands Spitzenreiter, der Haussperling, kommt im Osten deutlich häufiger vor als im Westen. Unter den Großstädten ist Berlin bei den Spatzen mit Abstand am beliebtesten, während Hamburg und München dem kleinen Singvogel offensichtlich wenig bieten. Gleiches gilt für Teile des Ruhrgebiets: Bochum, Essen und Duisburg sind laut „Stunde der Gartenvögel“ die spatzenärmsten Städte Deutschlands.

Karten und Listen der vollständigen Ergebnisse bis auf Kreisebene gibt es beim NABU online unter www.stunde-der-gartenvoegel.de, beim LBV unter www.lbv.de.
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Ă–KO-TEST-Magazin Juni 2012
 
Ă–KO-TEST-Magazin Juni 2012
Die Juni-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 30. März im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

TEST: Lactosefreie Milchprodukte
Mit keinem der getesteten Produkte wird ein Verbraucher mit Lactoseintoleranz Probleme haben. Denn alle enthalten weniger als 0,1 Prozent Lactose. Die Qualität ist meist in Ordnung. Allerdings konnte ÖKO-TEST bei einem Produkt gentechnisch verändertes Soja nachweisen. In einem Joghurtersatz, der auf der Verpackung mit „natürlichem Erdbeer-Aroma“ wirbt, wies das Labor synthetisches Aroma nach – sogar solche Aromenverbindungen, die in der Erdbeere gar nicht vorkommen. Im Hirtenkäse der Marke Minus L wurde der Weichmacher DEHP entdeckt, der als fortpflanzungsgefährdend eingestuft wird.

TEST: Reiswaffeln
Dass Arsen im Reis steckt, weiß man zwar schon lange, aber jetzt war es ÖKO-TEST möglich, in einem Speziallabor getrennt nach organischem und dem giftigen anorganischen Arsen zu suchen. Das Ergebnis: Der Anteil des anorganischen Arsens am Gesamtarsen ist in Reiswaffeln besonders hoch; er liegt im Schnitt bei rund 80 Prozent. Allein einem Hersteller ist es gelungen, Waffeln anzubieten, die nur einen leicht erhöhten Arsengehalt haben. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass fast alle Produkte eine gehörige Portion des Krebsstoffs Acrylamid enthalten. In drei Marken fand das Labor zu viel vom Schwermetall Cadmium, was die Nieren und auch Knochen schädigen kann.

TEST: Fluoridtabletten
Eltern sollen ihren Kindern in den ersten drei Lebensjahren Fluorid in Tablettenform geben, um deren Zähne vor Karies zu schützen, so der Rat der Kinderärzte. ÖKO-TEST wollte nun wissen, ob Produkte aus der Apotheke diese Aufgabe auch wirklich bewältigen können, und hat geprüft, ob Studien die Wirksamkeit belegen können. Das Resümee: Alle von ÖKO-TEST untersuchten Präparate sind geeignet, Karies vorzubeugen. Nur in einem Produkt steckt der Farbstoff Chinolingelb, der mit einer Beeinträchtigung der Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern in Verbindung gebracht wird.

TEST: Deos mit Langzeitwirkung
Glaubt man der Werbung, schützen manche Deos 48 Stunden und länger vor Schweißflecken und -geruch. Doch dieser Marketingaussage sollte man keinem Glauben schenken. ÖKO-TEST hat die Deos nicht nur im Labor auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch Wirksamkeitsstudien bei den Herstellern angefordert. Hier zeigte sich, dass kein Anbieter einen deutlich wahrnehmbaren Effekt über die ausgelobte Wirkdauer der Deos nachweisen konnte. Während einige Hersteller gleich den Einblick in die Studien verweigerten, schickten andere wiederum Unterlagen zu, die sich nicht oder nur zum Teil auf die von ihnen gemachten Wirkversprechen beziehen. Denn so ist es beispielsweise wenig überzeugend, wenn ein Deo für Männer an Frauen getestet wird, weil der Schweißgeruch von Männern viel intensiver ist.

TEST: Gartenmöbel aus Tropenholz
Darf man Gartenmöbel aus Tropenholz kaufen oder fördert man dadurch die Zerstörung des Regenwalds? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen. Die Recherchen zeigen: Firmen wie Kettler und Max Bahr nehmen ihre Verantwortung ernst und können belegen, dass die verwendeten Hölzer nicht durch eine illegale Rodung des Regenwaldes gewonnen werden. Manche Gartenmöbelhersteller konnten dagegen keinen Nachweis erbringen und legten aussagelose Bescheinigungen vor, die zum Teil von den Holzverkäufern selbst stammten. Ausgerechnet bei der Edelmarke Garpa stellte sich heraus, dass diese unter anderem bei einem indonesischen Unternehmen Teak bezieht, das aufgrund von Korruption und illegalem Holzhandel das FSC-Zertifikat verloren hat.

TEST: Reiseapotheke
Pünktlich zur Reisezeit hat ÖKO-TEST die besten und günstigsten rezeptfreien Arzneimittel für die Urlaubsapotheke zusammengestellt. Dabei sind mehr als 60 Präparate zur Behandlung von Allergien, Durchfall, Insektenstichen, Reiseübelkeit und Schmerzen bei Erwachsenen sowie Kindern, ebenso Sonnenbrandmittel und Pflaster. Das Verbrauchermagazin hat die Wirkstoffe dieser Medikamente einer pharmakologischen Begutachtung unterziehen und auch die Hilfs- und Inhaltsstoffe überprüfen lassen.

TEST: Betriebliche Altersvorsorge
Die betriebliche Altersversorgung gilt als bequem und lukrativ. Der Test zeigt, dass dies nicht stimmt. Die Mehrheit der Tarife garantiert keinen Kapitalerhalt. Das bedeutet: Ob zu Rentenbeginn wenigstens die Summe aller Einzahlungen auf dem Betriebsrentenkonto steht, ist nicht sicher. Das Garantiekapital lag im Musterfall bis zu 1.967 Euro unter der Einzahlungssumme. Und auch für die Arbeitgeber sind diese Renten riskant. Es ist nämlich fraglich, ob die Tarife überhaupt den Vorgaben des Betriebsrentengesetzes genügen. Macht eine Versicherung Verluste, birgt das ein erhebliches Haftungsrisiko für den Arbeitgeber.
 
 

 
NABU: Netzentwicklungsplan zeigt Optionen zur Gestaltung der Energiewende auf
Miller: Bau neuer Stromleitungen muss möglichst naturverträglich erfolgen

Berlin – Die Übertragungsnetzbetreiber haben heute den Entwurf für den ersten bundesweiten Netzentwicklungsplan für neue Stromleitungen veröffentlicht. Der NABU begrüßt, dass damit erstmals ein Gesamtkonzept für die weitere Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland zur Diskussion vorliegt. „Der Netzentwicklungsplan zeigt verschiedene Optionen auf, welche Infrastrukturen für die Integration insbesondere der erneuerbaren Energien benötigt werden. Mit diesen Vorschlägen stehen wir aber erst am Anfang der Debatte darüber, wo wir welche Netzausbaumaßnahmen zur Umsetzung der Energiewende benötigen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Im Rahmen der nun folgenden öffentlichen Konsultation müssen Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur ernsthaft prüfen, wie das Ausmaß insbesondere der neu geplanten Stromtrassen weiter begrenzt werden kann.

Der NABU hält die vorgesehenen 3.800 Kilometer neuer Leitungen nicht für alternativlos. „Die Politik ist gefordert, auch andere Ausbaustrategien für die Energiewende zu verfolgen. Neben der Senkung des Stromverbrauchs könnte zum Beispiel ein Teil der geplanten Windenergie-Kapazitäten in der Nord- und Ostsee durch den stärkeren Zubau erneuerbarer Energien im Südwesten ersetzt werden“, so Miller. Erstmalig wurden in dem Entwurf auch 2.100 Kilometer Höchstspannungsleitungen in verlustarmer Gleichstromtechnik eingeplant, die sehr effizient den überregionalen Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz leisten können und gleichzeitig die negativen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung verringern. „Auch andere innovative Technologien wie die Erdverkabelung sollten bei der weiteren Konkretisierung der Planungen stärker berücksichtigt werden – und zwar überall dort, wo Mensch und Natur durch Freileitungen unzumutbar beeinträchtigt werden“, forderte Miller.

Zudem müssten die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Netzausbau abgewartet werden, die die Bundesnetzagentur begleitend zum Verfahren bis Herbst 2012 erstellt. Denn neue Stromtrassen bedeuten eine enorme Veränderung in der Landschaft und für die Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten. „Der NABU erwartet eine transparente Darstellung durch die Netzbetreiber und später durch die Bundesnetzagentur, wie mit den Stellungnahmen aus den Umweltverbänden und den betroffenen Regionen umgegangen wird. Ein übereiltes Verfahren, bei dem die Bedenken der Öffentlichkeit als Bremsklotz der Energiewende abgestempelt werden, ist nicht akzeptabel“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Letztendlich müsse auch der Bundestag seine Prioritäten für den Netzausbau auf Basis einer verbesserten Planungsgrundlage deutlich machen.
 
 



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