oekoplus - Freiburg
Samstag, 16. Februar 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

NABU verleiht BauernprÀsident Rukwied
Dino des Jahres / Foto: nabu, Klemens Karkow
 
NABU verleiht BauernprÀsident Rukwied "Dinosaurier des Jahres 2017"
Negativ-Preis fĂŒr rĂŒcksichtslose Blockade einer umweltfreundlicheren Agrarpolitik

Berlin – Der NABU hat Joachim Rukwied, PrĂ€sident des Deutschen Bauernverbands (DBV), mit dem „Dinosaurier des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Der DBV-Chef erhĂ€lt Deutschlands peinlichsten Umweltpreis fĂŒr seine rĂŒcksichtslose Blockade einer umweltfreundlichen Agrarreform. Der DBV-PrĂ€sident streitet die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft fĂŒr das Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bekĂ€mpft regelmĂ€ĂŸig alle Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der Agrarpolitik. Neben seiner Funktion beim DBV ist Rukwied auch Chef des Landesbauernverbandes Baden-WĂŒrttemberg und PrĂ€sident des europĂ€ischen Agrarverbandes COPA.

„Die Öffentlichkeit ist erschĂŒttert ĂŒber die erneute Zulassung fĂŒr Glyphosat, ĂŒber zu viel Nitrat im Grundwasser und das drastische Insekten- und Vogelsterben – doch Herr Rukwied hĂ€lt unbeirrt an seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. So setze er auch die Zukunft vieler BĂ€uerinnen und Bauern aufs Spiel: Denn schwinde die gesellschaftliche Akzeptanz fĂŒr die Landwirtschaft, versiege langfristig auch die Förderung aus der Staatskasse. Die von Rukwied vehement verteidigten Pauschalsubventionen pro FlĂ€che seien zudem nachweislich kein geeignetes Mittel, um das Höfesterben aufzuhalten.

Der NABU hatte bereits 2001 Rukwieds VorgĂ€nger an der DBV-Spitze, Gerhard Sonnleitner, mit dem Negativ-Preis fĂŒr seine konsequente Bremsleistung in Sachen Agrarwende bedacht. Seither hat sich nichts verbessert, im Gegenteil: „Der Zustand von Wiesen und Weiden hat sich dramatisch verschlechtert, die BestĂ€nde von Feldvögeln wie Kiebitz und Feldlerche befinden sich ungebremst im freien Fall“, so Tschimpke weiter. Das Szenario des „stummen FrĂŒhlings“ sei keine Panikmache der NaturschĂŒtzer, sondern werde in großen Teilen unserer Agrarlandschaft zunehmend RealitĂ€t. „Rebhuhn, Feldhamster und vielen anderen ehemaligen Allerweltsarten fehlt inzwischen der Lebensraum. Sie drohen auszusterben. Gleichzeitig verlieren wir die auch fĂŒr die Landwirtschaft wichtigen Insekten als BestĂ€uber und Regulatoren von SchĂ€dlingen“, so Tschimpke.

Das Motto des diesjĂ€hrigen Bauerntages lautete „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Der DBV-PrĂ€sident habe bislang weder erkennen lassen, dass er an einem ernsthaften Dialog mit NaturschĂŒtzern interessiert sei, noch an einer zukunftsfĂ€higen Politik. Stattdessen wĂŒrden wissenschaftliche Studien, die das Insektensterben belegen, vom DBV kleingeredet und relativiert. Statt ökologische Herausforderungen anzunehmen, propagiere Rukwied die Branche sei bereits nachhaltig – wenn es denn Umweltprobleme gĂ€be, dann seien dafĂŒr andere Entwicklungen schuld.

Mit fast 40 Prozent ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der grĂ¶ĂŸte Posten des EU-Haushalts. Sie ist jedoch hochgradig ineffizient und ĂŒberwiegend umweltschĂ€dlich. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur eine aktuelle Fitness-Check-Studie der europĂ€ischen UmweltverbĂ€nde. Auch der EuropĂ€ische Rechnungshof bestĂ€tigt, dass selbst die jĂ€hrlich zwölf Milliarden Euro des sogenannten „Greening“ der GAP keine nennenswerte Wirkung fĂŒr die Umwelt entfalten. Der NABU sieht in den 2018 beginnenden Verhandlungen ĂŒber die kĂŒnftige GAP eine große Chance auf eine wirklich umweltfreundliche ErnĂ€hrungs- und Landnutzungspolitik. Mit der Studie „Fit, fair und nachhaltig – VorschlĂ€ge fĂŒr eine Neuausrichtung der Agrarpolitik“ hatte der NABU bereits Ende 2016 Berechnungen prĂ€sentiert, wie eine Landwirtschaftspolitik mit hohen Umwelt-, Tierschutz- und QualitĂ€tsstandards gleichzeitig die Natur schĂŒtzen und Bauern ausreichend hohe Einkommen sichern könnte. DafĂŒr mĂŒssen die bisherigen Pauschalzahlungen beendet werden. Im Gegenzug mĂŒsste den Landwirten ermöglicht werden, durch Maßnahmen fĂŒr die Artenvielfalt ein attraktives Zusatzeinkommen zu erhalten.

„Wir verlangen das Ende der Blockadehaltung von der DBV-Spitze. Ich fordere Herrn Rukwied ausdrĂŒcklich zum GesprĂ€ch und Austausch auf“, so der NABU-PrĂ€sident. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen und mit Blick auf die Regierungsverhandlungen von Union und SPD wird Deutschlands mitgliederstĂ€rkster Umweltverband den öffentlichen Druck weiter erhöhen. Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten“ demonstrieren der NABU und viele Weitere am 20. Januar 2018 in Berlin fĂŒr gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rĂŒckschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. PreistrĂ€ger 2016 war Bayer-Chef Werner Baumann fĂŒr dessen angestrebte Fusion von Bayer und
Mehr
 

 
RegioBĂŒndnis wĂ€chst
4 Sprecher gewÀhlt. Neue Kontakte und Spendenkonto

Bei seiner jĂŒngsten Versammlung hat das RegioBĂŒndnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen, eine Allianz von nunmehr 14 Landwirtschafts-, Umwelt- und Naturschutz- sowie Kleingartenvereinigungen aus Freiburg und Regio vier Personen als Sprecherteam gewĂ€hlt: Martin Linser (Mitglied BLHV-Tuniberg), Dr. Georg Löser (ECOtrinova e.V.), Alexander Milles (NABU-Freiburg e.V.), Erwin Wagner (Mitglied der BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg-Dietenbach & Regio). Hinzugekommen sind im Verlauf von 2017 als Neumitglieder die Arbeitsgemeinschaft bĂ€uerliche Landwirtschaft Baden-WĂŒrttemberg (AbL) e.V., die Antiatomgruppe Freiburg und der Freiburger Natur- und Umweltschutzverein Plan B e.V..

Das BĂŒndnis ist neu zu erreichen als RegioBĂŒndnis bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg, und mit E-Mail an regiobuendnis@posteo.de. Die InternetprĂ€senz ist derzeit die Seite „RegioBĂŒndnis“ bei www.biprolandwirtschaft.de, spĂ€ter www.regiobuendnis.de. Spendenkonto ist das des Mitglieds BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio, 79111 Freiburg, Volksbank Freiburg, DE60 6809 0000 0040 3299 00 BIC GENODE51FR1 mit Zweckangabe „RegioBĂŒndnis“.

Das RegioBĂŒndnis will den Verlust landwirtschaftlicher FlĂ€chen, von Wald und Gartenland abwehren, ĂŒber FlĂ€chen verbrauchende Baupolitik sowie ĂŒber Alternativen ganz ohne „Bauen auf der grĂŒnen Wiese“ aufklĂ€ren und LebensrĂ€ume fĂŒr die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Esist offen fĂŒr weitere Mitgliedsorganisationen und fĂŒr UnterstĂŒtzung aus der Bevölkerung der Stadt und Regio Freiburg.

RegioBĂŒndnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen
Post: bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg
Mehr
 

 
Starker Schwarzwaldwind: Schlecht zum Springen, gut fĂŒr Strom
Des einen Leid, des anderen Freud.

Die Skisprung-Veranstaltung in Neustandt hat zum wiederholten Male unter starkem Wind gelitten, wie er in den letzten Wochen des Jahres im Schwarzwald ĂŒblich ist. Die WindmĂŒller freuten sich dagegen ĂŒber eine reiche Ernte! Erstmals erreichten mehrere Windenergieanlagen eine Monatsproduktion von mehr als einer Millionen Kilowattstunden, die pro Anlage den Verbrauch von ĂŒber 3000 Haushalten im gleichen Zeitraum entspricht.

Das Jahr 2017 hat durch den guten Schlussspurt bei der Windstromproduktion fast einen langjĂ€hrigen Durchschittswert erreicht. Der Sommer 2017, also der Zeitraum, in dem Fotovoltaikanlagen sehr viel Strom lieferten, war im Schwarzwald traditionell eher windschwach. Erhard Schulz, Vorsitzender des Bundesverbands WindEnergie (BWE) SĂŒdbaden: "In unserer Region ergĂ€nzen sich Wind- und Solastromproduktion im Jahresverlauf ideal". Er betont, dass fĂŒr einen wirksamen Klimaschutz die Windenergienutzung in den Hochlagen des Schwarzwaldes dringend geboten sei und in den Genehmigungsverfahren die PrioritĂ€ten von allen, die Verantwortung fĂŒr die Lebensbedingungen kĂŒnftiger Generationen tragen, darauf ausgerichtet werden mĂŒssen.
 
Autor: Erhard Schulz

MĂŒnsterbirne und Diepholzer Gans im Schutz der
Diepholzer Gans, Ganter (li.) mit Gösseln (c) Wolbert Schnieders-Kokenge
 
MĂŒnsterbirne und Diepholzer Gans im Schutz der "Arche des Geschmacks"
Slow Food Deutschland beendet das Kalenderjahr 2017 mit zwei neuen Passagieren in der "Arche des Geschmacks". Das Projekt schĂŒtzt in Deutschland aktuell 64 regional wertvolle Nutztierarten, Kulturpflanzen und handwerklich hergestellte Lebensmittel davor, von regionalen Einkaufslisten und Speisekarten zu verschwinden. Die Arche-Passagiere unterscheiden sich von Lebensmitteln industrieller Monotonie durch ihre geschmackliche und optische Vielfalt und Einzigartigkeit.

Ein Baum mit langem Lebensatem - die MĂŒnsterbirne

Die MĂŒnsterbirne ist seit Mitte des 17. Jahrunderts im Großraum Aachen heimisch. Ihr Baum mit mĂ€chtiger Krone erreicht mehr als 15 Meter Höhe, und wird bis zu 200 Jahre alt. Ende August bis Anfang September sind die Birnen pflĂŒckreif, genussreif sind sie dann nach zwei bis drei Wochen. Die klassischen Standorte der MĂŒnsterbirne sind große Garten- und WiesenflĂ€chen, angrenzend an landwirtschaftliche Gehöfte. FlĂ€chen, die in den letzten Jahrzehnten stark zurĂŒckgegangen sind. Aber es lĂ€sst sich auch eine positive Entwicklung verzeichnen: Im Rahmen landschaftsrechtlicher Kompensationsmaßnahmen und Biotopverbesserungen wurden neue MĂŒnsterbirnen gepflanzt. Das Slow Food Convivium Aachen schĂ€tzt den Bestand auf einige hundert Exemplare, wobei die Sterberate weiterhin um ein Mehrfaches höher ist als die Rate der Neupflanzungen.

Vom Erwerbsobstbau wird die MĂŒnsterbirne verschmĂ€ht, denn die Höhe der BĂ€ume erfordert eine arbeitsintensive Erntetechnik per Hand. Der konventionelle Handel kann zudem die kurze Haltbarkeit der Frucht bis zum Verzehr und zur Verarbeitung aufgrund mangelnder FlexibilitĂ€t nicht handhaben. Optisch scheitert sie am Raster des glattpolierten, gewachsten Plantagenobsts. "Mit der Aufnahme in die Arche bauen wir Strukturen auf, die den Erwerb der MĂŒnsterbirne fördern. Die Menschen können so ihren außergewöhnlich sĂŒĂŸen, aromatischen und wĂŒrzigen Geschmack wieder genießen", erklĂ€rt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Reinweißes Gefieder und zartes Fleisch - die Diepholzer Gans

Galt dieser Arche-Passagier in den 1980er-Jahren als fast ausgestorben, gewinnt er in jĂŒngster Zeit wieder an PopularitĂ€t in der Region Diepholz. Die Diepholzer Gans ist ein Weidetier und eine der wenigen noch existierenden LandgĂ€nserassen in Deutschland. Sie wird heute ausschließlich von HobbyzĂŒchtern gehalten, von denen nur wenige mehr als 50 Tiere besitzen. In den Handel gelangt sie deshalb derzeit noch nicht. In den Genuss des zarten Fleischs kommen damit zumeist GĂ€nseliebhaber, die sie von KleinzĂŒchtern als Martins- und Weihnachtsgans erwerben.

Die Diepholzer Gans zeichnet sich durch ihre hohe WiderstandsfĂ€higkeit, ausgezeichnete MarschfĂ€higkeit, Futterdankbarkeit sowie Fruchtbarkeit aus. Das prĂ€destiniert sie fĂŒr nachhaltige GeflĂŒgelhaltung. FĂŒr eine extensive Haltung ist ihr jedoch der passende Lebensraum abhandengekommen: Gemeindeweiden wurden abgeschafft, Moorweiden kultiviert. Ihre wirtschaftliche und agrarische Bedeutung in Zeiten von Hochleistungszucht und Gewinnmargen ist gering. "FĂŒr den konventionellen Fleischhandel wiegt die Diepholzer Gans nicht schwer genug. Bei reiner Weidehaltung mit geringer ZufĂŒtterung erreicht sie knapp fĂŒnf Kilogramm", so Hudson. "Heutige HybridgĂ€nse werden mit Kraftfutter gemestet und erzielen rund zehn Kilogramm," berichtet Hudson.
Mehr
 

 
ProVeg auf der Klimakonferenz COP 23
Auf der diesjÀhrigen Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn wurden verschiedenste LösungsansÀtze zur Begrenzung der ErderwÀrmung prÀsentiert. ProVeg hat vor Ort auf die erheblichen Klimaauswirkungen der landwirtschaftlichen Tierhaltung aufmerksam gemacht.
Mehr
 

 
Naturjoghurt: Bio ist am besten
Bei klassischem Joghurt teilen sich Bioprodukte zu Preisen von 19 und 33 Cent pro 100 Gramm die vorderen PlÀtze. Aber auch nahezu alle anderen Joghurts im Test sind gut, darunter neun Produkte, die nur 12 Cent pro 100 Gramm kosten. Allerdings hÀlt nicht jeder Becher das, was der Hersteller verspricht.

22 von 24 Naturjoghurts schneiden gut ab, darunter auch vier von fĂŒnf Joghurts griechisch und griechischer Art. Die Tester fanden keine unerwĂŒnschten Keime, praktisch keine RĂŒckstĂ€nde von Desinfektionsmitteln und keinen zugesetzten Zucker. Zwei Joghurts sind nur befriedigend. Der eine enthielt Hefen, die den Verderb beschleunigen können, der andere schmeckte leicht flach und seine Packungsangaben wecken falsche Vorstellungen.

„Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, muss keinen Joghurt mit bestimmten Bakterien kaufen“, sagt Julia Bongartz, Lebensmittelchemikerin bei der Stiftung Warentest. Werbung, die anderes suggeriert, ist nicht zulĂ€ssig. Naturjoghurt punktet, weil er Kalzium, Protein, Vitamin A und D enthĂ€lt und ohne zugesetzten Zucker auskommt. Ob der Joghurt stichfest oder cremig ist, spielt dabei keine Rolle.

Der Test Naturjoghurt findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abrufbar ...
Mehr
 

 
Neue öffentliche Elektroladestation an der Stadtstraße kann eingeweiht werden
Gemeinsames Projekt von Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Badenova und Stadt Freiburg

Heute kann eine neue öffentliche Elektroladestation eingeweiht werden. Direkt am Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in der Stadtstraße und damit in unmittelbarer NĂ€he zur Innenstadt steht die Ladestation und kann kĂŒnftig von allen Besucherinnen und Besucher des Landratsamtes, der Innenstadt sowie von den Anwohnern genutzt werden.

„Ich freue mich heute, eine neue öffentliche Elektro-LadesĂ€ule in der Stadt Freiburg gemeinsam mit dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und der Badenova einweihen zu dĂŒrfen“, so BaubĂŒrgermeister Martin Haag bei der gemeinsamen Einweihung mit LandrĂ€tin Dorothea Störr-Ritter und Badenova-Vorstand Thorsten Radensleben.

An einer der ersten öffentlich zugĂ€nglichen Ladestationen in der Innenstadt können kĂŒnftig gleichzeitig zwei Elektrofahrzeuge mit jeweils 22 kW Ladeleistung aufgeladen werden. Das Parken fĂŒr Elektrofahrzeuge ist fĂŒr die Dauer des Ladevorgangs kostenlos, fĂŒr die Stromentnahme ist ein Entgelt von drei Euro pro Ladestunde zu errichten.

Die Errichtung einer Ladestation an diesem Standort geht auf eine Initiative des Landratsamtes in Kooperation mit der Stadt Freiburg zurĂŒck. Als kompetenter Partner fĂŒr die Realisierung des Projekts und dem erforderlichen Know-How fĂŒr den Betrieb der Station konnte die Badenova gewonnen werden. „Die MobilitĂ€t der Zukunft ist elektrisch. Unser Ziel als Energie- und Umweltdienstleister ist es, diese Entwicklung aktiv in der Region voranzutreiben. Deshalb freut es uns sehr, dass wir gemeinsam heute diese LadesĂ€ule an einem geradezu idealen Standort den BĂŒrgern ĂŒbergeben können. Dass E-MobilitĂ€t zunehmend an Fahrt gewinnt zeigt sich auch daran, dass wir immer mehr Anfragen bekommen: von Kommunen, Industriebetrieben und Privatpersonen“, erlĂ€utert Badenova Vorstandsvorsitzender Thorsten Radensleben bei der offiziellen Einweihung.

Voraussetzung und gleichzeitig noch grĂ¶ĂŸte Herausforderung beim Ausbau der ElektromobilitĂ€t ist der maßvolle Aufbau von öffentlich zugĂ€nglichen Ladestationen.

Diese LadesĂ€ule ist fĂŒr beide Kommunalverwaltungen ein Baustein innerhalb eines Programms. Unter anderem sind auch der Einsatz von E-Dienstfahrzeugen und weitere Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher MobilitĂ€t vorgesehen.

FĂŒr die Stadt Freiburg ist die Förderung der E-MobilitĂ€t ein weiterer Baustein im Konzept eines stadtvertrĂ€glichen Verkehrs. Elektrofahrzeuge können einen Beitrag zur Luftreinhaltung, zur LĂ€rmreduzierung und zum Klimaschutz leisten, da sie lokal emissionsfrei und – wenn mit Ökostrom betrieben – auch ohne Ausstoß des klimaschĂ€dlichen CO2 sind. Aus diesen GrĂŒnden beabsichtigt die Stadt Freiburg in 2018 die Erarbeitung eines stadtweiten E-MobilitĂ€tskonzeptes – mit diesem sollen die Optionen fĂŒr eine sinnvolle stĂ€dtische Förderung der E-MobilitĂ€t in all ihren Facetten - vom Pedelec ĂŒber den Elektroroller und den privaten E-Pkw bis zum elektrisch angetriebenen Lieferfahrzeug - untersucht werden.

Das Landratsamt geht mit einem ersten E-Dienstfahrzeug im Januar 2018 an den Start. Weitere Fahrzeuge dieser Art werden im Laufe des Jahres folgen. LandrĂ€tin Dorothea StörrRitter: „Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in unserer Tiefgarage werden wir logistisch in der Lage sein, eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Ladestationen fĂŒr weitere Dienstfahrzeuge zur VerfĂŒgung stellen zu können. Daneben haben wir schon seit lĂ€ngerem zahlreiche FahrrĂ€der, E-Bikes sowie Regiokarten fĂŒr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes als umweltfreundliche Alternative fĂŒr Dienstfahrten im Stadtgebiet beziehungsweise in die Kreisgemeinden im Einsatz“.

Wird die neue LadesĂ€ule gut angenommen, ist fĂŒr beide Kommunalverwaltungen vorstellbar, in naher Zukunft eine weitere LadesĂ€ule in unmittelbarer NĂ€he zu errichten.
 
 

 
vzbv fordert glaubwĂŒrdige Politik fĂŒr Nachhaltigkeit
Verantwortung nicht allein auf Verbraucher abschieben

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnt mehr Engagement der nĂ€chsten Bundesregierung fĂŒr nachhaltigen Konsum an. Zwei Jahre nach Start des Nationalen Programms fĂŒr nachhaltigen Konsum fehle es an substanziellen Fortschritten. Die Verantwortung fĂŒr nachhaltigen Konsum werde in dem Programm einseitig auf Verbraucherinnen und Verbraucher abgeschoben. Diese sehen in großer Mehrzahl aber auch Politik und Unternehmen in der Pflicht. Zudem sprechen sich neun von zehn Verbrauchern fĂŒr konkrete Vorschriften und Gesetze statt freiwilliger Maßnahmen aus, wie eine aktuelle Umfrage von forsa im Auftrag des vzbv zeigt.

Unter die globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), fallen auch die BekĂ€mpfung des Klimawandels und sozialer Ungleichheit. Um diese Ziele zu erreichen, halten Verbraucher ein Zusammenspiel verschiedener Akteure fĂŒr wichtig. Sie sehen Politik (87 Prozent), Unternehmen (86 Prozent) und auch sich selbst (76 Prozent) in der Pflicht.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger