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Verschiedenes

Saola-Rind bleibt Mysterium
Ein Saola ist in die Kamerafalle getappt. © William Robichaud / WWF
 
Saola-Rind bleibt Mysterium
WWF warnt vor Aussterben der kaum erforschten Waldrinder

Blutegel helfen Wissenschaftler bei Erforschung.

Hanoi/Berlin - Auch zwei Jahrzehnte nach der sensationellen Entdeckung der bis dahin unbekannten Paarhufer-Spezies Saola in Vietnam bleiben die seltenen Tiere mit den bis zu 50 Zentimeter langen Hörnern ein weitgehendes Mysterium. Bisher wurden nur einige wenige Individuen lebend in freier Wildbahn gesichtet. Die Umweltschutzorganisation WWF, die das Saola 1992 auf einer gemeinsamen Expedition mit dem vietnamesischen Fortministerium vor 20 Jahren entdeckt hat, warnt nun davor, dass die Art aussterben könnte, bevor sie ĂŒberhaupt richtig erforscht sei. „Das Saola ist nicht nur eine der spektakulĂ€rsten, zoologischen Entdeckungen der vergangenen 50 Jahre sondern stellt auch ein großes Mysterium dar. Wir wissen bis heute kaum etwas ĂŒber Lebensweise und PopulationsgrĂ¶ĂŸe“, sagt Stefan Ziegler, WWF-Artenschutzreferent. Die letzte bestĂ€tigte Aufnahme eines Saolas in freier Wildbahn stammt von einer Fotofalle aus dem Jahr 1999. Ein Exemplar, das 2010 von Dorfbewohnern in Laos gefangen wurde, verstarb wenige Tage spĂ€ter.

Der Lebensraum der Waldrinder, die Annamiten-Region, erstreckt sich ĂŒber die Grenzregion zwischen Laos und Vietnam. WĂ€hrend auf laotischer Seite vor allem der illegale Holzeinschlag den Lebensraum bedrohe, stellten Wilderei und Jagd auf der vietnamesischen Seite ein Problem dar, so der WWF. Um das Saola vor dem Aussterben zu bewahren, wurde in den beiden LĂ€ndern ein Netz aus Schutzgebieten und Korridoren eingerichtet. Außerdem bekĂ€mpfen Behörden und WWF gemeinsam die grassierende Wilderei. Allein in dem Saola Nature Reserve der vietnamesischen Provinz Thua Thien Hue wurden seit Februar 2011 mehr als 12.500 Schlingen unschĂ€dlich gemacht und nahezu 200 illegale Jagd- und HolzfĂ€llercamps aufgespĂŒrt.

Parallel dazu versuchen Wissenschaftler mehr ĂŒber PopulationsgrĂ¶ĂŸe, Wanderrouten und Lebensweise der Waldrinder herauszufinden, um mit Hilfe neuer Erkenntnisse die Schutzmaßnahmen verbessern zu können. „Optimistische SchĂ€tzungen gehen von einigen hundert Saolas aus. Die PopulationsgrĂ¶ĂŸe könnte sich jedoch auch bereits nur noch im zweistelligen Bereich bewegen", so Stefan Ziegler. Um akkurater BestandsschĂ€tzungen vornehmen zu können, sammeln die Wissenschaftler jetzt landlebende Blutegel im potentiellen Saola-Lebensraum. Im Labor kann dann untersucht werden, ob die Parasiten in den vergangenen Monaten Saola-Blut zu sich genommen haben. Von der Anzahl der positiven Befunde, lassen sich nach Abschluss des Projekts RĂŒckschlĂŒsse auf die tatsĂ€chliche Saola-BestandsgrĂ¶ĂŸe ziehen.
 
 

 
„Kommunalwald braucht eine sichere Zukunft“
NABU und DStGB stellen acht Thesen zur Zukunft des Kommunalwaldes vor

Berlin – Der NABU und der Gemeinsame Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ haben heute anlĂ€sslich des Symposiums „Zukunft gestalten im Kommunalwald“ acht Thesen zur Entwicklung des Kommunalwaldes vorgestellt. Mit ihnen wollen NABU und DStGB auf die Herausforderungen aufmerksam machen, die die KommunalwĂ€lder in naher Zukunft erwarten. „Wie es unseren KommunalwĂ€ldern ergeht, hĂ€ngt nicht nur entscheidend vom Klimawandel und der Energiewende ab, sondern auch von der kĂŒnftigen Haushaltslage der Kommunen“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

StĂ€dte und Gemeinden besitzen rund ein FĂŒnftel der WaldflĂ€che in Deutschland. Der Kommunalwald erfĂŒllt dabei eine Vielzahl verschiedener Funktionen. Er liefert nicht nur entscheidende Rohstoffe und EnergietrĂ€ger, sondern dient auch der Erholung und der Umsetzung wichtiger Naturschutzziele. Angesichts der wachsenden Herausforderungen und Verschuldung von StĂ€dten und Gemeinden drohen dem Wald- und Naturschutz jedoch entscheidende Einschnitte. Damit der Spagat zwischen den verschiedenen AnsprĂŒchen an den Kommunalwald gelingen kann, fordern NABU und DStGB sichere Rahmenbedingungen fĂŒr Kommunen und Waldgebiete und warnen davor, in Zukunft am Schutz des Waldes zu sparen.

„Mit unseren gemeinsamen Thesen wollen wir Politik und Gesellschaft die Dringlichkeit verdeutlichen, mit der in Zeiten finanzieller und ökologischer Herausforderungen Sicherheiten fĂŒr den Wald geschaffen werden mĂŒssen. Mit unseren Thesen wollen wir konkrete Wege aufzeigen, die die Zukunft des Waldes auf sichere Beine stellen“, so Verbandsdirektor Winfried Manns, Vorsitzender des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“ im Deutschen StĂ€dte und Gemeindebund (DStGB).

Aus Sicht des NABU und des DStGB gehören dazu neben angepassten WildbestÀnden auch eine Weiterentwicklung der Verwertungsmöglichkeiten von Laubholz, eine sichere und ausreichende Finanzierung des europÀischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 und die Beteiligung der Bevölkerung an den Zielen und Inhalten der Kommunalwaldbewirtschaftung.

Auch die Kommunen stellten aus ihrer Sicht LösungsansĂ€tze fĂŒr die Zukunft des Waldes dar. So zeigten sechs Regionen Ideen, die von der GrĂŒndung von Waldgenossenschaften ĂŒber verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten von Schutzgebieten, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wald bis hin zur BĂŒrgerbeteiligung und das Thema Wald im Schulunterricht reichten.

Das Symposium findet im Rahmen des Projektes „Zukunft gestalten im Kommunalwald“ statt und wird vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Das ausfĂŒhrliche Thesenpapier kann unter www.nabu.de/kommunalwald heruntergeladen werden.
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NABU-Umweltpreis „GrĂŒner Einkaufskorb”: Startschuss fĂŒr Bewerbungsrunde 2012
Tschimpke: Herausragende Umweltschutz-Pioniere im Einzelhandel gesucht

Berlin – Nachhaltiger Konsum entscheidet sich am Verkaufsort, so lautet die Botschaft des diesjĂ€hrigen „GrĂŒnen Einkaufskorbs“, dem NABU-Umweltpreis fĂŒr engagierte LebensmittelhĂ€ndler. MĂ€rkte, die ihre Regale mit saisonalen, regionalen und umweltfreundlichen Waren fĂŒllen, machen es fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher leichter, ökologisch einzukaufen. Der Verband zeichnet auch 2012 LebensmittelmĂ€rkte aus, die durch ihr Warenangebot den Kauf von umweltfreundlichen Produkten in besonderem Maße fördern. „Mit der Auszeichnung wollen wir einerseits besonderes Engagement belohnen und andererseits Handelsunternehmen dazu ‚anstiften‘, sich fĂŒr nachhaltigen Konsum einzusetzen. Bewerben können sich alle HĂ€ndler, egal ob kleiner Dorfladen, Discounter oder großer Biosupermarkt“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Preise werden in den drei Kategorien „Filialen der großen Lebensmittelketten“, „SelbststĂ€ndige LebensmittelmĂ€rkte“ und „BiolebensmittelmĂ€rkte“ vergeben. ZusĂ€tzlich ist in diesem Jahr ein Sonderpreis fĂŒr Vertriebslinien ausgeschrieben. Bewertet wird herausragendes Engagement beim Verkauf von umweltfreundlichen GetrĂ€nkeverpackungen.

Mit der Auswahl und PrĂ€sentation der Produkte leistet der Lebensmitteleinzelhandel einen entscheidenden Beitrag dazu, ob Verbraucherinnen und Verbraucher auf umweltfreundliche Produkte aufmerksam werden und sie in den Einkaufskorb legen. „Zwei von drei Verbrauchern entscheiden erst an der Ladentheke, welche Schokolade sie kaufen. Umso wichtiger ist es, dass gerade Produkte mit Umweltsiegeln wie Bio, FSC, Blauer Engel und Fair Trade den Großteil des Sortiments ausmachen“, erlĂ€uterte NABU-Umweltexpertin Indra Enterlein zur Motivation und Verleihung der Auszeichnung „GrĂŒner Einkaufskorb“. Der ausgefĂŒllte Teilnahmebogen kann bis zum 3. September 2012 im Rahmen des Wettbewerbs zum GrĂŒnen Einkaufskorb eingereicht werden. Über die Sieger entscheidet eine Jury aus Einzelhandels- und Umweltexperten. Den Gewinnern des Wettbewerbs wird im festlichen Rahmen mit GĂ€sten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der „GrĂŒne Einkaufskorb 2012“ verliehen. Den ausgezeichneten MĂ€rkten winkt als Hauptpreis nicht nur der ansehnliche Award, sondern auch ein Kochevent mit BioSpitzenkoch Tino Schmidt.
 
 

 
Weltmilchtag am 1. Juni
Vegetarierbund (VEBU) zeigt die besten pflanzlichen Alternativen zu Tiermilch

Es gibt viele GrĂŒnde, warum Menschen auf Tiermilch verzichten oder den Konsum von Milchprodukten einschrĂ€nken. Tierschutz, UnvertrĂ€glichkeiten – vor allem Laktoseintoleranz – und weitere gesundheitliche Aspekte sind die hĂ€ufigsten Motive.

Berlin. 24.05.2012. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein hoher Milchkonsum weder das Osteoporoserisiko senkt, noch die Knochengesundheit von Kindern und Jugendlichen signifikant verbessert. „Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Verzehr von Milch und Milchprodukten das Risiko fĂŒr die Entstehung verschiedener Erkrankungen erhöhen kann. Hierzu zĂ€hlen Prostatakrebs, Autoimmunerkrankungen wie Typ 1-Diabetes sowie Adipositas bei Kindern und Jugendlichen“, so Dr. Markus Keller, Leiter des Instituts fĂŒr alternative und nachhaltige ErnĂ€hrung (IFANE). Der Verzehr von Milch und Milchprodukten ist fĂŒr die menschliche Gesundheit nicht zwingend notwendig. „Eine ausreichende Kalziumversorgung kann auch durch regelmĂ€ĂŸigen Konsum von kalziumreichen pflanzlichen Lebensmitteln, wie Sesam(mus), NĂŒsse und Mandeln, GrĂŒnkohl und Amaranth sowie kalziumreiche MineralwĂ€sser und angereicherte Pflanzenmilche sichergestellt werden“, so der ErnĂ€hrungswissenschaftler weiter.

Viele Verbraucher wissen nicht, wie groß die Auswahl an pflanzlichen Tiermilchalternativen ist und dass diese zum Kochen und Backen ebenso wie Tiermilch verwendet werden können. Sebastian Zösch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU): „Pflanzliche Milchalternativen gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, weshalb sie nicht nur Menschen mit UnvertrĂ€glichkeiten oder vegan lebenden Menschen eine gesunde und abwechslungsreiche Option bieten.“

Der Vegetarierbund zeigt die besten Tiermilch-Alternativen:

Sojamilch
Sojamilch ist die bislang am weitesten verbreitete Alternative zu Tiermilch. Sie sieht aus wie Mich und ist genauso vielfĂ€ltig einsetzbar. Sojamilch wird aus Sojabohnen hergestellt und hat einen hohen Proteingehalt, wenig Fett (2 Prozent) und ist cholesterinarm. AbhĂ€ngig von der Marke kann Sojamilch mit Zusatzstoffen angereichert sein und schmeckt dementsprechend unterschiedlich. Es gibt sie mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Schokolade, Banane oder Latte Macchiato. Sojamilch kann zu Joghurt, Schlagsahne, Mayonnaise, Eis, Pudding und Tofu weiterverarbeitet werden. Da Sojamilch rein pflanzlich ist, eignet sie sich fĂŒr Menschen mit MilchzuckerunvertrĂ€glichkeit (Laktoseintoleranz) und vegan lebende Menschen.

Getreidemilch
Getreidemilch wird aus fermentiertem Getreide oder aus Mehl hergestellt, z.B. aus Reis, Hafer, Dinkel, Roggen oder Einkorn. Viele SupermÀrkte bieten mittlerweile auch MixgetrÀnke an, wie Soja-Reis-Drinks. Der NÀhrwert ist abhÀngig von der verwendeten Getreideart und kann mit dem von Kuhmilch in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe verglichen werden, nicht jedoch auf den Gehalt an Proteinen. Getreidemilch enthÀlt wenig gesÀttigte FettsÀuren
und keine Laktose; sie ist daher bei Laktoseintoleranz zu empfehlen. Ein weiteres Plus: Die Produktion von Getreidemilch belastet die Umwelt weniger als die Herstellung von Kuhmilch oder der Transport von Sojabohnen, soweit diese nicht lokal angebaut werden.

Mandelmilch
Mandelmilch ist eine weitere, gesunde Alternative zu Tiermilch, die man auch leicht selber herstellen kann. Mandelmilch kann entweder aus gequollenen, blanchierten und geschĂ€lten Mandeln hergestellt werden, indem diese mit Hilfe eines Mixers in Wasser zerkleinert werden. Oder indem man weißes Mandelmus (das in Reform- und NaturkostlĂ€den erhĂ€ltlich ist) in Wasser aufgelöst. Der Geschmack erinnert an flĂŒssiges Marzipan.

Kokosmilch
Kokosmilch wird vorzugsweise zur Zubereitung von Reisgerichten und SĂŒĂŸspeisen verwendet. Sie gibt den Gerichten einen typisch exotischen Geschmack. Der hohe Fettgehalt wirkt sehr cremig.

Bezugsquellen: Eine große Auswahl an pflanzlichen Tiermilch-Alternativen bieten vegetarische/vegane Online-Shops (www.alles-vegetarisch.de) BiolĂ€den und ReformhĂ€user aber auch immer mehr SupermĂ€rkte und DrogeriegeschĂ€fte an.

Haltung von MilchkĂŒhen:
Viele sogenannte „MilchkĂŒhe“ fristen ihr Leben auf Spaltenböden in StĂ€llen, ohne je eine Weide oder das Sonnenlicht gesehen zu haben. HĂ€ufig werden die Tiere ohne BetĂ€ubung enthornt. Diese Prozedur ist fĂŒr die Tiere sehr schmerzhaft. WĂ€hrend weibliche KĂ€lbchen geschlachtet oder fĂŒr die Milchproduktion gezĂŒchtet werden, werden die mĂ€nnlichen KĂ€lber den MĂŒttern oft schon am Tag nach der Geburt entrissen und zur Produktion von Kalbfleisch gemĂ€stet. Heutige MilchkĂŒhe sind so ĂŒberzĂŒchtet, dass sie zehnmal mehr Milch geben, als es natĂŒrlich wĂ€re. Dies fĂŒhrt zu schmerzhaften EuterentzĂŒndungen (Mastitis), welche mit Medikamenten behandelt werden mĂŒssen.
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Fahrradtaxi rollt kostenlos bei Pfingstsportfest Stegen
Spenden fĂŒr Jugendarbeit des Sportvereins erwĂŒnscht

Stegen (ft). Das Fahrradtaxi aus Freiburg rollt erstmals am Pfingstsportfest des Sportvereins Stegen. Zum 50-jĂ€hrigen Bestehen des Vereins wird das Fahrradtaxi als Geschenk fĂŒr den Verein am Pfingsmontag, 28.Mai 2012, 12 Uhr bis 17 Uhr, am SportplatzgelĂ€nde wĂ€hrend des Kinder- und Familientages kostenlos rollen.

Damit verbunden, so der Leiter von Fahrradtaxi Freiburg, Matthias Reinbold, sei die Bitte bei den Fahrten fĂŒr die erfolgreiche Jugendarbeit des Sportvereins zu spenden.

Das Pfingstsportfest des Sportvereins Stegen findet seit Jahren immer ĂŒber das Pfingstwochenende in Stegen statt.

Mehr zum Programm unter www.pfingstsportfest.com.
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Buchtipp: Susanne Storck
 
Buchtipp: Susanne Storck "Abgefahren"
Auf dem Rad durch Deutschland – mit wenig Geld und viel GepĂ€ck

Wer Ballast abwirft, wird reich beschenkt. Das ist die Quintessenz, die die Journalistin Susanne Storck aus ihrer siebenwöchigen Reise mit dem Fahrrad durch SĂŒddeutschland – und letztlich zu sich selbst – zieht.

Gestartet mit 16 Kilo GepĂ€ck und 400 Euro Bargeld, fĂ€hrt sie auf ihrem Rad in 51 Tagen 2.716 Kilometer durch Deutschland. So ließe sich Susanne Storcks Buch in nackten Zahlen zusammenfassen.

Doch damit wÀre nichts von dem ausgesagt, was diese Rundfahrt zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat: die Warmherzigkeit vieler Mitmenschen, der Luxus einer Nacht im Freien unter einem sternenklaren Himmel oder eines Kaffees am Morgen, den Storck zu schÀtzen gelernt hat.

Die Journalistin beschreibt ihre Radtour von MĂŒlheim an der Ruhr, am Rhein entlang, bis zum Bodensee, weiter durch SĂŒddeutschland, ThĂŒringen und Hessen zurĂŒck nach NRW und wird dabei zur Weltenbummlerin im eigenen Land. Sie gewinnt einen völlig neuen Blick auf die Schönheit ihrer Heimat und SehenswĂŒrdigkeiten, die sie als Autofahrerin nicht wahrgenommen hatte.

Ihr Antrieb dabei ist pure Abenteuerlust. Sie nutzt eine neunwöchige Auszeit im Beruf, um ohne Zeitdruck und Verpflichtungen unterwegs zu sein und Land und Leute zu erleben. Den intensiven Kontakt mit der Bevölkerung stellt sie durch das schmale Reisebudget von 400 Euro sicher. Denn dies zwingt sie dazu, sich unterwegs um Gelegenheitsarbeiten und gĂŒnstige Übernachtungsmöglichkeiten zu kĂŒmmern. Dabei macht sie auch ihre erste Bettelerfahrung.

Bei alldem begegnen ihr wildfremde Menschen mit einer Gastfreundschaft, wie sie es sich nie hĂ€tte trĂ€umen lassen. Storck verdingt sich als Erntehelferin auf einem Bauernhof sowie einem Weingut und bĂŒgelt in einem Hotel die WĂ€sche, um dort gĂŒnstiger ĂŒbernachten zu können. Im AllgĂ€u, wo sie auf 1000 Meter Höhe strampeln muss, kommt sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ihre TrĂ€nen, die vor Erschöpfung fließen, mischen sich mit dem tagelangen Dauerregen. Sie ist kurz davor zu kapitulieren und ihre Reise mit dem Zug zu beenden. Doch Storck besiegt ihren inneren Schweinehund, wohl wissend, dass sie ihre Entscheidung nach den ersten Metern im Zug bereuen wĂŒrde.

„Abgefahren“ ist ein Buch, das dazu motiviert, selbst einmal ausgetretene Pfade zu verlassen. Denn auch wenn sich jeder im Internet surfend ĂŒber einen der schönsten NaturcampingplĂ€tze Deutschlands oder die Feinheiten der Winzerei schlau machen kann – das virtuelle Leben kann das wirklich Erlebte niemals ersetzen.

Sportwelt Verlag 2011, 114 Seiten, EUR 9,95
ISBN 978-3-941297-02-9

Auch als Ebook erhÀltlich.
 
 

 
BĂŒrgerengagement und Energiewendewein
Endingen und Efringen-Kirchen grĂŒnden als erste Gemeinden in der Region BĂŒrgerarbeitskreise zu Energie & Klimaschutz

BĂŒrgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Motor fĂŒr den Klimaschutz und die Energiewende, denn die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor Ort können ihre Gemeindeverwaltungen und die Lokalpolitik tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzen. Wichtig ist es dabei, dass sie als Partner auf Augenhöhe agieren. In den zwei Pilotgemeinden Endingen und Efringen-Kirchen hat der fesa e.V. die GrĂŒndung von BĂŒrgerarbeitskreisen „Energie & Klimaschutz“ professionell moderiert. Mit UnterstĂŒtzung von Fördergeldern der Landesanstalt fĂŒr Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) steht diese Möglichkeit auch anderen Gemeinden in der Region offen.

Zwanzig Jahre nach der Konferenz fĂŒr Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro sind Kommunen mehr denn je gefordert eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zu ĂŒbernehmen. Eine Möglichkeit den Stein ins Rollen zu bringen, bietet die GrĂŒndung von Arbeitskreisen „Energie & Klimaschutz“ im Rahmen der Agenda 21, die von der Landesregierung finanziell unterstĂŒtzt wird. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sehen die drĂ€ngenden Probleme, die Klimawandel und die AbhĂ€ngigkeit von fossilen Rohstoffen mit sich bringen. Oft stehen die engagierten Einzelpersonen und Gruppen jedoch vor der Schwierigkeit, dass es an Koordination und ProfessionalitĂ€t fehlt und so ein Teil der mit Herzblut eingesetzten Energien verpufft. Der Freiburger Verein fĂŒr Erneuerbare Energien fesa e.V. hat seit Anfang des Jahres in zwei Gemeinden aus der Region die GrĂŒndung von BĂŒrgerarbeitskreisen „Energie & Klimaschutz“ professionell moderiert. Endingen am Kaiserstuhl und Efringen-Kirchen ernten bereits die ersten FrĂŒchte und haben konkrete Projekte in Angriff genommen. „Der fesa e.V. steht gerne bereit, um in vielen weiteren Kommunen in der Region BĂŒrgerarbeitskreise mit Öffentlichkeitsarbeit, Infrastruktur und einem professionellen Moderationsprozess zu unterstĂŒtzen“, so fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nico Storz.

In Efringen-Kirchen hat der Gemeinderat auf Initiative der örtlichen Agenda 21 Gruppe Fördergelder fĂŒr die Moderation und Begleitung eines Arbeitskreises „Energie & Klimaschutz“ beantragt. „Der fesa e.V. hat im MĂ€rz, April und Mai 2012 insgesamt drei Foren moderiert“, so fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nico Storz. „Mit breiter Beteiligung der Bevölkerung haben wir die Potenziale Efringen-Kirchens in punkto Energieeinsparung und regenerativer Energieerzeugung ausgelotet, um der Vision einer Energieautonomen Kommune Efringen-Kirchen schrittweise nĂ€her zu kommen.“ Die aktiven BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sehen sich als Partner von Gemeinderat und Verwaltung und haben ein ambitioniertes Leitbild fĂŒr Efringen-Kirchen erarbeitet: Bis 2020 sollen private Haushalte 30 Prozent Strom einsparen, Gewerbebetriebe und kommunale GebĂ€ude 20 Prozent. Zudem sollen ab 2020 100 Prozent des Stroms und ab 2030 50 Prozent der WĂ€rme aus erneuerbaren Quellen kommen. Wichtig fĂŒr eine lĂ€ndliche Gemeinde sind auch Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Das Kreativpotenzial im Arbeitskreis ist groß: So will der Arbeitskreis gemeinsam mit der örtlichen Schule ein Solardachkataster erarbeiten. Im Gemeindeblatt werden Energiespartipps veröffentlicht und ein Energiesparwettbewerb ausgerufen. Zudem ist eine Energiegenossenschaft in GrĂŒndung, um örtliche Energieprojekte mit BĂŒrgerkapital zu finanzieren. Selbst die Bezirkskellerei ist mit im Boot und wird ab September einen Energiewendewein abfĂŒllen, von dessen Erlös ein Teil in lokale Energieprojekte fließen wird.

„Zwar existiert die lokale Agenda-Gruppe in Efringen-Kirchen bereits im 11. Jahr, der Durchbruch zu einer effektiven Strategie fĂŒr die Energiewende war aber erst durch die professionelle UnterstĂŒtzung des fesa e.V. möglich“, so Peter Buckmann, Agenda-Mitglied und Mitinitiator des Arbeitskreises in Efringen-Kirchen. „Die wichtigste Voraussetzung fĂŒr eine erfolgreiche Arbeit ist sicher die UnterstĂŒtzung der Gemeindeverwaltung selbst. Der Wert des BĂŒrgerengagements muss von den Gemeindeverantwortlichen, insbesondere vom BĂŒrgermeister und den GemeinderĂ€ten als Potenzial erkannt und unterstĂŒtzt werden, um die notwendigen Schritte einzuleiten. Dies wurde in Efringen-Kirchen erreicht. Das erfreulichste Ergebnis ist sicher die Zusage des BĂŒrgermeisters Wolfgang FĂŒrstenberger, sich aktiv fĂŒr die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts einzusetzen.“

Auch in Endingen am Kaiserstuhl etablierte sich nach drei moderierten Treffen ein Klimaschutz-Arbeitskreis, der jetzt selbststĂ€ndig weiterarbeitet und die Energiewende vor Ort konkret angeht. Im Rahmen der Agendaforen haben BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein Leitbild erstellt, das Endingen auf den Weg zur Energieautonomen Kommune bringen soll. Aus dem Agendaprozess entstand der Impuls, ein Klimaschutzkonzept fĂŒr die Gemeinde zu erstellen. Dass Klimaschutz in Endingen nun einen hohen Stellenwert hat, zeigte sich, als in Rekordzeit per Gemeinderatsbeschluss ein GutachterbĂŒro beauftragt wurde, entsprechende ZuschĂŒsse fĂŒr ein Klimaschutzkonzept zu beantragen. Hiervon werden auch die Nachbargemeinden Bahlingen und Forchheim profitieren, die sich in einer interkommunalen Partnerschaft daran beteiligen. Viele Ideen haben die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in die Arbeitsgruppen eingebracht – nun arbeiten sie an ihrer Verwirklichung. Mit einer WĂ€rmebildkamera will die AG Energiesparen GebĂ€ude der Gemeinde auf energetische Schwachstellen prĂŒfen und die Informationen den BĂŒrgern zur VerfĂŒgung stellen. Die AG Bauen & Wohnen bietet Tage der offenen TĂŒr an, bei denen sich HauseigentĂŒmer und Bauwillige ĂŒber Heizungs- und LĂŒftungsmethoden informieren können. Auch in Endingen ist ein Solarkataster in Kooperation mit der örtlichen Schule in Planung. Beim Thema MobilitĂ€t will man in einem ersten Schritt zusammen mit örtlichen Firmen fĂŒr die Nutzung von ElektromobilitĂ€t auf dem Weg zum Arbeitsplatz werben.

„Wir beim fesa e.V. sehen mit Freude, wie sich in vielen Gemeinden BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zusammentun, um Klimawandel und steigenden Energiepreisen etwas entgegenzusetzen“, so Armin Bobsien, Projektleiter beim fesa e.V. „Mit unserer Arbeit möchten wir sie auf diesem Weg unterstĂŒtzen und die KrĂ€fte bĂŒndeln.“ „Die Potenziale in den Kommunen sind riesig“, fĂŒgt fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nico Storz hinzu. „Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind auch keineswegs nur Themen fĂŒr Gutmenschen und Ökospinner. Die Kommunen haben handfeste wirtschaftliche Forteile, wenn sie ihren Energiekonsum reduzieren und in Erneuerbare investieren. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und die AbhĂ€ngigkeit von stetig steigenden Rohstoffpreisen verringert sich.“ Interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, GemeinderĂ€te und Umweltgruppen können sich beim fesa e.V. melden und sich beraten lassen, wie ihre Kommune mit Hilfe von Klimaschutzarbeitskreisen in Sachen Klimaschutz erfolgreicher vorankommt.
 
 

Minister Bonde fÀhrt Fahrradtaxi in Freiburg
Minister Alexander Bonde testet ein Fahrradtaxi in Freiburg / Bild: Fahrradtaxi
 
Minister Bonde fÀhrt Fahrradtaxi in Freiburg
Auftakt fĂŒr neue Zusammenarbeit mit Ecovin Biowein-PrĂ€sentation

Freiburg(ft). Zum Auftakt der neuen Zusammenarbeit mit Ecovin bei der
Bioweinmesse in Freiburg im Historischen Kaufhaus am Samstag (19.Mai 2012)
hat Alexander Bonde, Minister fĂŒr LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz in
Baden-WĂŒrttemberg, (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) eine "Testfahrt" mit dem
Fahrradtaxi auf dem MĂŒnsterplatz vor dem VeranstaltungsgebĂ€ude gemacht.

Bonde nutzte die Gelegenheit, um sich vor Ort die Fahrradtaxen
anzuschauen, bevor er damit verbunden die Veranstaltung eröffnete. Dabei
wird in diesem Jahr erstmals passend zur Bioweinmesse ein
Fahrradtaxi-Heimfahrservice im Innenstadtbereich fĂŒr die Besucher der
Messe in Zusammenarbeit mit Ecovin kostenlos angeboten.

250 Bioweine und Sekte werden von den 35 beteiligten WeingĂŒtern und
Winzergenossenschaften (davon neun aus WĂŒrttemberg) noch bis 22 Uhr
ausgeschenkt. Vertreten sind damit auch alle vier im Weinbereich tÀtigen
Öko-AnbauverbĂ€nde des Landes: ECOVIN, Bioland, Demeter und Naturland aus
Baden und aus WĂŒrttemberg.
 
 



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