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Verschiedenes

 
Artenschutz/Vogelschutz: Millionen Zugvögel auf Zypern getötet
NABU fordert Stopp der illegalen Vogeljagd

Zypern/Berlin – AnlĂ€sslich der Übernahme der EU-RatsprĂ€sidentschaft durch Zypern fordern der NABU und sein Dachverband BirdLife den Mittelmeerstaat auf, seine massive Zugvogeljagd zu beenden und damit geltendes EU-Recht einzuhalten. „Jedes Jahr verenden auf Zypern fast drei Millionen Zugvögel, weil bestimmte Vogelarten in Restaurants als angebliche Delikatesse auf dem Tisch landen“, erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Dabei werden im Mittelmeerstaat sowohl Leimruten als auch engmaschige, so genannte Japannetze zur Jagd eingesetzt, die nach EU-Recht (Vogelschutzrichtline, 2009/147/EC) und zyprischem Recht (N. 152(I)/2003) zur Jagd verboten sind.

„Zypern hat sich mit dem Beitritt zur EuropĂ€ischen Union im Jahr 2004 dazu verpflichtet, die EU-Vogelschutzrichtlinie umzusetzen. Doch davon ist das Land noch weit entfernt“, kritisierte Tschimpke. Der NABU appellierte deshalb an Bundesumweltminister Peter Altmaier, das Thema bei den anstehenden Arbeitstreffen auf EU-Ebene anzusprechen und auf eine effektive Durchsetzung des Gesetzes in Zypern zu drĂ€ngen.

BirdLife Cyprus, die Partnerorganisation des NABU in Zypern, fĂŒhrt seit 2002 ein Monitoring des illegalen Vogelfangs durch. Demnach wurden allein im Jahr 2011 bis zu 2,8 Millionen Vögel auf der Insel getötet. Obwohl die VogelfĂ€nger es lediglich auf einige Dutzend Arten abgesehen haben, werden regelmĂ€ĂŸig mehr als 150 Vogelarten, darunter 78 gefĂ€hrdete, gefangen. So sterben in Zypern in großer Zahl MönchsgrasmĂŒcken, Rotkehlchen und Nachtigallen, aber auch seltene Vögel wie Wiedehopfe oder Bienenfresser. Denn in den zur Jagd eingesetzten, nach EU-Vogelschutzrichtlinie verbotenen, Netzen und Leimruten verfangen sich sĂ€mtliche kleinere Vogelarten. „Diese illegalen Fangmethoden fĂŒhren zu einem Vogelmord riesigen Ausmaßes. 2,8 Millionen tote Zugvögel haben zudem erhebliche Auswirkungen auf jene Arten, die wir als Brutvögel in Deutschland mit großem Aufwand zu schĂŒtzen versuchen“, so Tschimpke.

Der Zugvogelfang auf Zypern ist inzwischen ein profitables GeschĂ€ft, das in großen Teilen durch eine Mafia kontrolliert wird. Jedes Jahr verdienen die Profiteure mehrere Millionen Euro durch den illegalen Verkauf gefangener Vögel an Restaurants, wo diese als „traditionelle Delikatesse“ unter dem Namen „Ambelopoulia“ angeboten werden. „Hier sind dringende und durchgreifende Maßnahmen nötig. Wir appellieren daher an Bundesminister Altmaier, diesen Skandal im Rahmen seiner anstehenden GesprĂ€che mit der EU-RatsprĂ€sidentschaft zu thematisieren und die zyprische Regierung aufzufordern, ihre Verpflichtungen fĂŒr das europĂ€ische Naturerbe wahrzunehmen“, so NABU-PrĂ€sident Tschimpke.

Der Stopp der illegalen Vogeljagd ist eine der zentralen Forderung, die der NABU an die zyprische EU-RatsprÀsidentschaft richtet. Die vollstÀndigen Forderungen von BirdLife International, dem Dachverband des NABU, nachfolgend:
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Energiewender gesucht
Teilnehmer von der letzten Fortbildung / Foto: fesa e.V.
 
Energiewender gesucht
Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" geht in die zweite Runde

Freiburg, 09.07.2012: FĂŒr eine erfolgreiche Energiewende sind wir auf die Gemeinden im lĂ€ndlichen Raum angewiesen. Doch die Erneuerbaren Energien kommen nicht von allein. In den Kommunen und Betrieben braucht es kompetentes Personal und engagierte Menschen, die sich mit den spezifischen Bedingungen in kleineren und mittleren Kommunen auskennen, Konzepte erstellen können, Projekte betreuen und BĂŒrgerbeteiligung organisieren. Um vor Ort die Kompetenzen und HandlungsfĂ€higkeit zu schaffen, bietet der fesa e.V. in Zusammenarbeit mit ifpro nun zum zweiten Mal die erweiterte Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" an.

"Sowohl die Kommunen und Unternehmen in der Region als auch ehrenamtlich Aktive in Klimaschutzarbeitskreisen oder Agenda-21-Gruppen tragen immer wieder an uns heran, dass mehr Wissen und Kompetenz fĂŒr die DurchfĂŒhrung von Klimaschutzprojekten in kleinen und mittleren Gemeinden nötig sind", erklĂ€rt Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa e.V. "Der fesa e.V. unterstĂŒtzt die Kommunen auf ihrem Weg in Richtung Energiewende und bietet deshalb in Kooperation mit ifpro, dem Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement die Fortbildung ,Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement' an." Der Kurs findet vom 12. Oktober 2012 bis zum 23. MĂ€rz 2013 statt und umfasst 15 Wochenendseminare mit insgesamt 180 Unterrichtseinheiten. Die berufsbegleitende Fortbildung richtet sich an kommunale Angestellte und Gemeindevertreter, Unternehmen im Bereich Klimaschutz und Energie, Hochschulabsolventen zur beruflichen Spezialisierung sowie Personen aus lokalen Energie- und Umweltschutzgruppen. Der aktuelle Kurs ist eine Weiterentwicklung des Kurses "Kommunales Energiemanagement", den elf TeilnehmerInnen im MĂ€rz 2012 erfolgreich abgeschlossen haben.

Andreas Meyer hat als Beauftragter fĂŒr Energiemanagement der Schwarzwaldgemeinde Niedereschach die Fortbildung besucht, um vor Ort das neu entwickelte Energiekonzept umsetzen zu können. "Die Fortbildung des fesa e.V. ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen einer glaubwĂŒrdigen und nachhaltigen Klimaschutzpolitik einer Kommune", bilanziert er den Kurs. "Mit den vermittelten Inhalten ist meine Gemeinde in der Lage, neue Handlungsfelder zur nachhaltigen Reduzierung von Treibhausgasen fĂŒr sich zu erschließen und somit ihrer Vorbildfunktion gegenĂŒber ihren BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern gerecht zu werden. Die aufgezeigten Potenziale und Handlungsfelder tragen im erheblichen Ausmaß zur Umsetzung der kommunalen Klimaschutzziele bei und decken Einsparmöglichkeiten im kommunalen Haushalt auf. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Gremien der Kommune profitiert spĂŒrbar von der Fortbildung. So können Fragen schneller beantwortet und auf eine externe, kostenpflichtige Beratung im Klimaschutzfragen oft verzichtet werden."

Teilnehmerin Marlies Billich gehört mit zu der Gruppe engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die im FrĂŒhjahr dieses Jahres einen "Arbeitskreis Energie & Klimaschutz" in Efringen-Kirchen gegrĂŒndet hat. Nach Abschluss ihrer Fortbildung beabsichtigt Marlies Billich ihr Wissen zum Nutzen der Gemeinde zunĂ€chst im Rahmen der Arbeit in der Lokalen Agenda einzubringen. "Die Inhalte wurden sehr praxisbezogen und gut vermittelt", so Marlies Billich. "Durch die Projektarbeit konnte das Erlernte sinnvoll in die Tat umgesetzt werden. Ich hoffe, dass noch viele Menschen die Möglichkeit haben, den Kurs zu besuchen und sich so direkt bei der Gestaltung der Energiewende in ihren Gemeinden vor Ort beteiligen können."

Auch Mattias Rausch, der die Fortbildung im Anschluss an sein Geographiestudium besucht hat, ist zufrieden: "Die Fortbildung hat mir einen umfassenden Einblick in die Themen der Energiewende gegeben." Schön auch, dass er unter den Referenten der Fortbildung gleich einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. "Besonders wertvoll fĂŒr mich und meinen neuen Arbeitgeber sind vor allem die zahlreichen Praxiserfahrungen, welche die Dozenten uns Teilnehmern mit auf den Weg gaben. Die Fortbildung ist daher genau richtig fĂŒr alle, die sich nachher aktiv engagieren möchten." Bei endura kommunal in Freiburg entwickelt er jetzt Klimaschutzkonzepte und NahwĂ€rmenetze. Pascal Zimmer, ebenfalls Geograph, hat nach Abschluss der Fortbildung eine Anstellung beim Windkraftentwickler wpd gefunden. "Was mir die Fortbildung gebracht hat, ist zum einen die Vertiefung von Fachwissen ĂŒber Erneuerbare Energien und die diversen Nachhaltigkeitsaspekte", meint Pascal Zimmer. "Noch viel hilfreicher war der Kontakt zu Experten aus der Praxis und der Einblick in deren alltĂ€glich Arbeit sowie die Erkenntnis, dass Energiewende und Systemwechsel nicht nur technische, sondern zum großen Teil psychologische und zwischenmenschliche Probleme sind."

Ausgehend vom Kontext lokaler Klimaschutz und regionale Wertschöpfung vermittelt die Fortbildung den Teilnehmern ein vielfĂ€ltiges Instrumentarium. Experten aus der Praxis bieten ein breites Basiswissen ĂŒber Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Contracting, rechtliche Rahmenbedingungen, Öffentlichkeitsarbeit, Klimaschutzinstrumente und Förderprogramme. Einen anschaulichen Einblick in die praktische Umsetzung von Projekten und Konzepten vor Ort bekommen die Teilnehmer durch eine Vielfalt von Referenten, die ganz konkret aus ihren Kommunen und Institutionen berichten. Eine intensive EinfĂŒhrung in das Projektmanagement, verbunden mit praktischen Übungen und der Umsetzung eines im Rahmen des Kurses durchgefĂŒhrten, eigenen Projektes runden das Programm fĂŒr die Klimaschutzmanager von morgen ab. "Unsere Dozentinnen und Dozenten sind ausgewiesene FachkrĂ€fte, die ĂŒber eine sehr große praktische Erfahrung verfĂŒgen", ergĂ€nzt Dr. Wulf Westermann, Projektleiter bei ifpro. "Zudem zeichnet sie eine langjĂ€hrige Lehrerfahrung aus." Am Ende des Kurses steht eine PrĂŒfung, die sich aus der kursbegleitenden Projektarbeit und einer PrĂ€sentation der Ergebnisse zusammensetzt.

Die Fortbildung ist Teil der Kampagne "Energieautonome Kommunen", mit der der fesa e.V. die Kommunen auf dem Weg in die Energiewende unterstĂŒtzt. "Die Kommunen sind prĂ€destiniert, die Vorreiterrolle einzunehmen", so Nico Storz vom fesa e.V. "Wir können unsere energie- und klimapolitischen Ziele nur erreichen, wenn die erheblichen Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz, die in den Kommunen schlummern, ausgeschöpft werden."
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Buchtipp: Ingrid und Alexander Neukert
 
Buchtipp: Ingrid und Alexander Neukert "Einfach mal vegan"
KĂŒchenzauber – frisch und vollwertig, unkompliziert und schnell zubereitet. Vegan kochen fĂŒr mehr VitalitĂ€t und Lebensfreude

Knusprige Kartoffeltorte mit Rosmarin, KĂŒrbisrisotto und Rosenbrot frisch aus dem Ofen – mit ihrem Kochbuch »Einfach mal vegan«, erschienen im pala-verlag, laden die Gesundheitsberater Ingrid und Alexander Neukert dazu ein, sich tĂ€glich etwas Gutes zu tun.
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Internationaler Artenschutz / Neuseeland / Delfine
IWC fordert Schutzmaßnahmen fĂŒr seltensten Meeresdelfin der Welt
NABU International: Ausweitung der Schutzgebiete geht zu langsam voran

Panama City – Über das Schicksal der kleinsten und seltensten Meeresdelfine der Welt, der neuseelĂ€ndischen Hector- und Maui-Delfine, diskutierten in dieser Woche Regierungsvertreter und NaturschĂŒtzer auf der 64. Internationalen Walfangkommission (IWC) in Panama. Der Wissenschaftsausschuss der IWC forderte Neuseeland dazu auf, den dramatischen RĂŒckgang der beiden Delfinarten sofort zu stoppen. „Damit unterstĂŒtzt die IWC, was NABU International seit Jahren kritisiert: Dass die gegenwĂ€rtigen Schutzgebiete zu klein sind und fĂŒr Kiemen- und Schleppnetzfischerei, die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr die Delfine, verboten werden mĂŒssen, um ein Aussterben der Art zu verhindern“, so Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Seit der EinfĂŒhrung der Nylon-Kiemennetze in den 1970er Jahren, ist der Bestand der Hector-Delfine von 30.000 auf 7.000 gesunken. Die Situation der Maui-Delfine, einer Unterart der Hector-Delfine, ist noch dramatischer: Mit einem Verlust von mehr als 94 Prozent leben heute nur noch etwa 55 Individuen, darunter weniger als 20 gebĂ€rfĂ€hige Weibchen. Bei einem derzeitigen RĂŒckgang von jĂ€hrlich circa drei Prozent steht diese Delfinart unmittelbar vor dem Aussterben.

Auf die Forderungen der IWC reagierte Neuseeland mit dem Hinweis auf eine kĂŒrzlich erfolgte Ausweitung des Schutzgebietes fĂŒr Maui-Delfine, erwĂ€hnte dabei aber nicht, dass diese Maßnahmen nur auf wenige Monate begrenzt sind, nicht fĂŒr Schleppnetzfischerei gelten und den grĂ¶ĂŸten Teil des Lebensraumes der Delfine gar nicht beinhalten. „Somit entsprechen diese Maßnahmen weder den IWC-Forderungen, noch werden sie ein Aussterben der Maui-Delfine verhindern“, kritisierte Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung. Die neuseelĂ€ndische Regierung stehe unter dem Druck der Fischereiindustrie, die sich energisch gegen jegliche Maßnahmen zum Schutz der Delfine auflehne.

NABU International unterstĂŒtzt einen Fond zum Schutz von Kleinwalen und Delfinen und fordert, dass Neuseeland nun endlich das erforderliche Engagement aufbringt, um das Aussterben der Maui-Delfine als erste Meeresdelfinart aufgrund menschlicher AktivitĂ€ten zu verhindern. Andernfalls wĂŒrde der Ruf Neuseelands als umweltbewusste und verantwortliche Nation fĂŒr immer befleckt.
 
 

 
Abschlussveranstaltung des Projekts „200 Familien aktiv fĂŒrs Klima“ im WaldHaus
203 Familien nahmen teil, 47 (!) Veranstaltungen mit
insgesamt 1100 Teilnehmenden und 170 Haushalte mit
individueller Energieberatung

Am Samstag, 7. Juli, findet von 11.30 bis 14.30 Uhr die
Abschlussveranstaltung des Projekts „200 Familien aktiv fĂŒrs
Klima“ im Waldhaus statt. Alle Familien,
Wohngemeinschaften, Paare oder Singles, mit und ohne
Kinder, die an dem außergewöhnlichen Projekt teilgenommen
haben, erwartet ein abwechslungsreiches Programm.

Das Programm im WaldHaus bietet unter anderem einen
Klimaschutz-Parcours, der den Familien die Gelegenheit
bietet, ihre Erfahrungen ĂŒber das Alltagsverhalten und
nachhaltigen Lebensstil mit anderen Familien auszutauschen.
Mit Quizfragen können die Familien erkunden, was sie alles in
dem Jahr gelernt haben. Aus den Experimenten „50-km-DiĂ€t“
und „Leerer gelber Sack“ sind umfassende Produktlisten
entstanden, die allen Teilnehmern vorgestellt werden. „Arm
aber Bio!“ heißt der Höhepunkt des Programms. Die Autorin,
Rosa Wolff, ist bei der Abschlussveranstaltung zu Gast und
wird aus ihrem Buch vorlesen und von ihrem witzigen und
lehrreichen Selbstversuch berichten.

Anschließend zeigt eine internationale Gruppe von
Studierenden der Freiburger UniversitĂ€t ihren Film „Sustain
Ability“ ĂŒber ein manchmal komisches und sehr radikales
Experiment, sich an einen klimafreundlichen Lebensstil zu
halten. Bei der Abschlussveranstaltung macht
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik deutlich: „Die ĂŒberaus
rege Teilnahme der ĂŒber 200 Freiburger Familien an diesem
neuen und ungewöhnlichen Projekt zeigt, dass dahinter viele
Menschen stehen, die den Begriff „Nachhaltigkeit“ tatsĂ€chlich
auch leben. FĂŒr unsere Gesellschaft wird es immer wichtiger,
nachhaltiges Denken und Handeln bewusst zu machen und
zu fördern.“ Deshalb dankt BĂŒrgermeisterin Stuchlik allen, die
an diesem innovativen Projekt teilgenommen haben.

Mit einer großen Auftaktveranstaltung wurde das Projekt „200
Familien aktiv fĂŒrs Klima“ Anfang Mai 2012 mit
BundesumweltpreistrĂ€ger Rainer Grießhammer gestartet.

Bei der Auftaktveranstaltung waren zunÀchst etwa 120
Familien dabei, andere Familien kamen in den nÀchsten
Monaten dazu, so dass insgesamt 203 Familien
teilgenommen haben.

Von Mai 2011 bis Ende Juni 2012 organisierten die Experten
des Umweltschutzamts 47 (!) Veranstaltungen mit insgesamt
1100 Teilnehmenden zu den unterschiedlichsten Themen.
Ziel war, fĂŒr alle Themen und alle Altersgruppen viele
unterschiedliche Angebote anzubieten. Aus den
RĂŒckmeldungen der vielen Familien konnte das weitere
Angebot modifiziert und weiter „maßgeschneidert“ werden.

Spezielle Projekte ĂŒber das breitgefĂ€cherte
Veranstaltungsprogramm setzten einzelne Familien um: An
der 50-km-DiÀt haben insgesamt zehn Familien
teilgenommen. FĂŒr eine Woche durften die Familien nur das
essen und trinken, was im Umkreis von 50 Kilometern
gewachsen und produziert wurde.

Sechs Familien entwickelten zusammen das Experiment
„Leerer gelber Sack“, und wurden von zwei weiteren
interessierten Familien unterstĂŒtzt. Ziel war keinen
PlastikmĂŒll, Tetrapack und Dosen innerhalb von vier bis
sechs Wochen zu verwenden. Als die Partnerstadt
Besançon ĂŒber das Experiment erfahren hat, haben sich
dort auch sieben französische Familien dem Projekt
angeschlossen. Ein deutsch- französischer
Erfahrungsaustausch der Familien fand wÀhrend des
Besuchs aus Besançon Mitte Mai statt.

In der Stadtbibliothek wurde eine Vorlesung ĂŒber das Thema
Klimaschutz extra fĂŒr Kinder angeboten. WĂ€hrend der
Pfingstferien fuhren drei Familien mit dem Fahrrad nach
Besançon. 17 Familien waren an dem Projekt
„Balkongarten“ interessiert und pflanzten GemĂŒse und
KrÀuter auf ihrem Balkon. Drei Experten leiteten das
Experiment und unterstĂŒtzten alle Familien mit
Informationen, Tipps und praktische Hilfe; wÀhrend des
Projekts ist dazu ein Blog entstanden.

Drei Familien haben sich eine Woche lang vegetarisch
ernĂ€hrt. Zwei vegetarische Teilnehmerinnen unterstĂŒtzten
und halfen den Familien bei diesem Experiment.

Die Projektgruppe Energie des Agenda 21 BĂŒros machte 170
Hausbesuche mit individueller Energieberatung. Und: Alle
Haushalten werden mit dem Fahrrad aufgesucht!!! Ein
EnergiemessgerÀt und eine LED-Lampe erhielten die
Familien als Geschenk; zusÀtzlich gab es drei
Infoveranstaltungen mit den Energieberatern.

Die Kooperation mit der Partnerstadt Besançon und das
Projekt „200 Famille active pour le climat“ zog sich ĂŒber das
gesamte Jahr: Am Anfang des Projektes waren zwei Besuche
geplant, so dass sich die Teilnehmenden in den zwei StÀdten
austauschen konnten. Durch das rege Interesse der
deutschfranzösischen Familien an dem Projekt fand noch ein
zusÀtzlicher Besuch statt.

Die Stadt Freiburg und badenova initiierten und organisierten
das Projekt „200 Familien aktiv fĂŒrs Klima“; unterstĂŒtzt wurden
sie vom Innovationsfonds fĂŒr Klima- und Wasserschutz der
badenova. Viele weitere Partner wirkten mit: ASF, CarSharing
SĂŒdbaden, Centre Culturel Français, Eine Welt
Forum, fesa, Forstamt, Kaufrausch, Kreisverkehrswacht
Freiburg-MĂŒllheim e.V, Kunzenhof, Mobile, Musikschule
Freiburg, Ökostation, Planetarium Freiburg, Stadtbibliothek
Transition Town Initiative Freiburg, besonders die Gruppe
„Urban GĂ€rtnern, Umweltfreundlich zum Betrieb, VAG,
Veggietag, Volkshochschule oder das WaldHaus.

Das Umweltschutzamt kooperiert auch mit Wissenschaftlern
des Instituts fĂŒr Energie- und Umweltforschung (IFEU) aus
Heidelberg, das Publikationen ĂŒber das Thema regionale
ErnÀhrung veröffentlicht.
 
 

Neue Homepage: GRÜNE QUELLEN
GrĂŒne Wanderlandschaft im Schwarzwald / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Neue Homepage: GRÜNE QUELLEN
Liebe Besucher unserer Webseite!

In ErgĂ€nzung unserer Webseite oekoplus-freiburg.de haben wir eine neue Homepage online: GRÜNE QUELLEN. Hier möchten wir nach Stichworten sortiert Adressen und Tipps fĂŒr ein ökologisches Miteinander zusammentragen.

Die Webseite befindet sich noch im Anfangsstadium und wir sind fĂŒr jeden weiteren Hinweis und jede Anregung aus unsrer Leserschaft offen. Einfach per eMail mit uns Kontakt aufnehmen.

Daniel JĂ€ger und Fabian Schmidt
Prolix Redaktion
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ÖKO-TEST-Magazin Juli 2012
 
ÖKO-TEST-Magazin Juli 2012
Die Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 29. Juni im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.


Aus dem Inhalt:

TEST: ErfrischungsgetrÀnke
Bubble-Teas, Energy Drinks, WĂ€sser mit Fruchtgeschmack, SaftgetrĂ€nke, Eistees und fast alle anderen von ÖKO-TEST untersuchten ErfrischungsgetrĂ€nke sind wahre Zuckerbomben. Ein Produkt enthĂ€lt sogar umgerechnet rund 48 WĂŒrfelzucker pro Liter. Ein weiterer Kritikpunkt ist zudem, dass manche Bubble-Teas Farbstoffe wie das problematische Tartrazin beinhalten. Trotzdem fehlte der vorgeschriebene Warnhinweis: „Kann AktivitĂ€t und Aufmerksamkeit von Kindern beeintrĂ€chtigen.“ Ärgerlich ist zudem, dass bei GetrĂ€nken mit Fruchtgeschmack der Fruchtgeschmack nicht von FrĂŒchten, sondern von Aromen stammt. Das hindert manche Hersteller aber nicht, bunte, saftige FrĂŒchte auf das Etikett zu drucken. mehr Infos in den Pressemitteilungen ErfrischungsgetrĂ€nke und Bubble-Teas

TEST: LĂ€tzchen
Die HĂ€lfte der getesteten LĂ€tzchen konnte ÖKO-TEST nicht ĂŒberzeugen, weil sie mit Schadstoffen belastet sind. Der Hersteller des Hello-Kitty-LĂ€tzchens wirbt zwar mit dem Öko-Tex Standard 100, doch die darin gefundenen PAK-Verbindungen ĂŒbersteigen die ohnehin nicht allzu strengen Vorgaben des Labels. Die Labors entdeckten in einigen LĂ€tzchen zudem krebsverdĂ€chtige Stoffe und in fast allen optische Aufheller, die allergische Reaktionen hervorrufen können. Ärgerlich ist zudem, dass manche Materialien abfĂ€rben oder dass die SaugfĂ€higkeit zu wĂŒnschen ĂŒbrig lĂ€sst.

TEST: Reisekinderbetten
Der Auf- und Abbau der meisten Reisebetten ist nichts fĂŒr schwache Nerven, wie der Praxistest zeigt. Zudem sind manche mitgelieferten Matratzen nur sehr dĂŒnn gepolstert, so dass die Betten hart sind. Einige sind auch fĂŒr die Kleinkinder nicht trittsicher: Bei einem beispielsweise können Kinder im Stand leicht mit ihren FĂŒĂŸen zwischen Matratze und Rohrkonstruktion geraten. Außerdem fand das Labor teilweise Schadstoffe, wie etwa in einem Reisebett die giftigen zinnorganischen Verbindungen Dibutylzinn, welche die Immunabwehr beeintrĂ€chtigen können und als fortpflanzungsgefĂ€hrdend eingestuft werden. Seit Januar dieses Jahres ist der Stoff in Verbraucherprodukten verboten.

TEST: Sonnenschutzmittel
Bei Sonnencremes gibt es erhebliche QualitĂ€tsunterschiede. Manche Hersteller mischen gleich mehrere bedenkliche UV-Filter und allergene Duftstoffe in ihrem Produkt, wĂ€hrend andere auf problematische Inhaltsstoffe weitgehend verzichten. Leider kann sich der Verbraucher nicht am Preis der Produkte orientieren, denn einige gĂŒnstigere kann ÖKO-TEST empfehlen, wĂ€hrend manche teure Marken mit „mangelhaft“ oder „ungenĂŒgend“ durch den Test fallen.

TEST: Blutfettsenker
Omega-3-FettsĂ€uren gelten als Wunderwaffen im Kampf gegen erhöhte Blutfettwerte und zur Vorbeugung von GefĂ€ĂŸ- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ÖKO-TEST weist jedoch darauf hin, dass die Kapseln mit Fischöl fĂŒr gesunde Menschen keinen Nutzen haben und in hohen Dosen sogar gesundheitsschĂ€dlich sein können.

TEST: Rollrasen
Mithilfe eines Rollrasens bekommen Gartenbesitzer zwar meist schnell eine schöne GrasflĂ€che, doch manche Produkte stecken voller Spritzgifte, darunter sogar solche, die in der EU schon seit Jahren nicht mehr zugelassen sind oder in Deutschland noch nie waren. Einige davon stehen im Verdacht, Krebs zu erregen oder das Kind im Mutterleib zu schĂ€digen, andere sind extrem wassergefĂ€hrdend, schĂ€digen Wasserorganismen sogar langfristig und sind diesbezĂŒglich nach europĂ€ischem Gefahrstoffrecht in die höchste GefĂ€hrdungsklasse eingestuft. Erfreulich ist dagegen, dass die RasenqualitĂ€t bei fast der HĂ€lfte der Proben gut ist.

TEST: Zahnzusatzversicherungen
LĂ€ngst zahlen die Krankenkassen nur noch einen Bruchteil der Zahnarztrechnung. Daher haben inzwischen ĂŒber 13 Millionen Versicherte eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. Doch leistungsstarke VertrĂ€ge sind selten und nicht billig. Vollmundige Werbung bei mageren Leistungen ist beileibe nicht der einzige Fallstrick. Selbst Fachleute können sich schnell in den Versicherungsbedingungen verheddern. Zudem bekommt nicht jeder eine Police. Durch eine GesundheitsprĂŒfung vorab suchen sich manche Versicherungen nur die gesunden Kunden heraus.
 
 

 
Karlsruhe: Deutsch-polnische Stiftung "Neue Energie" gegrĂŒndet
Karlsruher Kompetenz-Zentrum als Vorbild

Nach einjĂ€hriger Vorbereitungszeit ist in Warschau die deutsch-polnische Stiftung „Neue Energie“ notariell beurkundet worden. Sie entstand als internationale Initiative deutscher und polnischer Fachleute, die im Bereich erneuerbarer Energie und ICT (Information and Communications Technology) tĂ€tig sind.

Der erste Besuch einiger Vertreter des Kompetenz-Zentrums Energie Karlsruhe im Sommer 2011 brachte die polnischen Kollegen dazu, bei ihrem Projekt zum Aufbau der Stiftung das Modell des Kompetenz-Zentrum Energie als Vorbild zu nehmen und die deutschen Kollegen um Assistenz zu bitten.

Die strategische Grundlage der Stiftung ist die UnterstĂŒtzung von Initiativen, die der langfristigen Entwicklung von erneuerbaren Energien in Polen dienen, und zwar in allen begleitenden Bereichen wie Wissenstransfer, Aufbau von Technologiezentren, Entwicklung von Konzepten zur regionalen Energiewirtschaft, Sanierung von Liegenschaften und DurchfĂŒhrung von Projekten.

Die deutsch-polnische Stiftung wird auch eine BrĂŒckenfunktion im Bereich erneuerbarer Energien zwischen Deutschland und weiteren osteuropĂ€ischen LĂ€ndern wie Ukraine, Weißrussland und Russland ĂŒbernehmen. Aus diesem Grund bot sich die in Ostpolen liegende Landesstadt Lublin als ideale Lösung fĂŒr einen Hauptsitz der Stiftung an, denn in Bezug auf das internationale Zusammenwirken in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Handel weist dieser Ort in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg eine lange Tradition auf.

Bereits im Sommer 2012 sollen die ersten zwei der insgesamt zehn definierten gemeinsamen Projekte beginnen. Die Finanzierung erfolgt nach der gegenwÀrtigen Planung aus regionalen und EU-Fördermitteln in Polen.

Die enge Kooperation polnischer Institutionen und Unternehmen mit Unternehmen der Region Karlsruhe im Rahmen der AktivitĂ€ten dieser Stiftung unterstreicht das Ziel der Karlsruher Politik zur weiteren Entwicklung des Technologiestandortes Karlsruhe und seiner Institute. Die im Kompetenz-Zentrum Energie Karlsruhe zusammengeschlossenen Unternehmen und Institute werden an den Projekten durch AuftrĂ€ge, UnterauftrĂ€ge und andere Arten der Kooperation teilhaben. Mit der Hochschule Karlsruhe fĂŒr Wirtschaft und Technik und der Hochschule in Lublin soll es gemeinsame AktivitĂ€ten geben.

Die StiftungsgrĂŒnder sind von polnischer Seite Jaroslaw Martyniuk, Anna Szymanska und Robert Szlezak, der als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung fungiert. Weitere StiftungsgrĂŒnder sind Dieter Schall und Erwin Meurer. Alle GrĂŒnder sind VorstĂ€nde oder GeschĂ€ftsfĂŒhrer im eigenen Unternehmen.

Der Vorsitzende des Stiftungsbeirats ist Diethelm Rumpel von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe. Das Amt des SekretĂ€rs des Vorsitzenden des Beirates ĂŒbernimmt Dr. Henriette Ullmann, IBIK Consulting KG, die gleichzeitig auch das KoordinationsbĂŒro der Stiftung leiten wird. Der Stiftungsbeirat setzt sich aus Experten wie Prof. Marcin Paprzycki vom Institut fĂŒr Systems Research der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie Wissenschaftlern der Hochschule Karlsruhe fĂŒr Wirtschaft und Technik zusammen.
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