oekoplus - Freiburg
Dienstag, 19. Februar 2019
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Verschiedenes

CD-Tipp: Brahmadev M Anders-Hoepgen
 
CD-Tipp: Brahmadev M Anders-Hoepgen "Besser schlafen. Entspannung fĂŒr die Nacht"
GefĂŒhrte Meditation - Noch besser schlafen können. Schlaf ist ein wichtiger Mechanismus unseres Geistes, um sich wieder mit frischer Energie und Willenskraft aufzuladen, Erlebnisse zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Wenn der Schlaf ausbleibt oder ganz einfach nicht effizient genug ist, fĂŒhrt das zu erhöhtem Stress, Unaufmerksamkeit und sogar Krankheit. Schlafmangel kommt aus Sicht des Yoga meist durch eine ÜberaktivitĂ€t oder eine ÜbermĂŒdung des Geistes. Die hier aufgenommenen Übungen helfen, den Stress des Tages abzulegen, den Geist zur Ruhe zu bringen und ihn mit der nötigen Energie zu versorgen, sodass man tief und entspannt schlafen kann.

Wer Besser schlafen kann, fĂŒr den wird das Aufwachen zu einem schönen Erlebnis!

Audio-CD mit einer Spieldauer ca. 70 Minuten

systemed 2012, EUR 12,99 (D)
ISBN 978-3-942772-25-9
 
 

Freiburg steigt in der Solarbundesliga auf!
BĂŒrgerbeteiligungsanlage des fesa e.V. auf dem SC Stadion
 
Freiburg steigt in der Solarbundesliga auf!
Freiburg macht drei PlĂ€tze gut und landet auf Rang 4 - Großanlage vom Eichelbuck bringt Freiburg deutliche Punkte

Freiburg, 19.06.2012: Trotz der Inbetriebnahme der bisher grĂ¶ĂŸten Freiburger Solaranlage am Eichelbuck mit 2,5 Megawatt peak (MWp) im vergangenen Dezember startete Freiburg auf Platz 6 der Solarbundesliga ins neue Jahr - und rutschte im Verlauf sogar noch auf Platz 7 ab. 2003 bis 2006 stand die Stadt auf Rang 1 - wurde in den folgenden Jahren jedoch von StĂ€dten wie Ulm und Ingolstadt ĂŒberholt. Doch der AbwĂ€rtstrend scheint gebrochen - erstmals machte Freiburg wieder Punkte gut und landet knapp hinter Erlangen, aber recht deutlich vor Reutlingen auf dem vierten Platz.

Dritter Platz ist machbar

"Der dritte Platz muss zur Herbstmeisterschaft machbar sein!", meint Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des regionalen Vereins fĂŒr Erneuerbare Energien, fesa e.V. Nur auf die ersten beiden RĂ€nge braucht sich Freiburg auf absehbare Zeit erst mal keine Hoffnungen zu machen. Ulm und Ingolstadt liegen in der Tabelle der GroßstĂ€dte mit ĂŒber 160 Punkten weit vorne - gefolgt von Erlangen mit 91 und Freiburg mit 90 Punkten.
"Große StĂ€dte haben es grundsĂ€tzlich schwerer, FlĂ€chen fĂŒr Fotovoltaik und Solarthermie zu erschließen", erlĂ€utert Nico Storz, "Deshalb ist es ganz beachtlich, dass sich Freiburg nach wie vor mit ĂŒber 200.000 Einwohnern in den Top10 der GroßstĂ€dte behauptet", so Storz weiter. Die GrĂŒnde, warum große StĂ€dte mehr HĂŒrden meistern mĂŒssen, sind zahlreich. Anders als auf dem Land, wo privater Hausbesitz weit verbreitet ist, sind die EigentumsverhĂ€ltnisse von WohngebĂ€uden in StĂ€dten komplizierter. Um ein Dach mit Fotovoltaik zu bestĂŒcken, mĂŒssen hier EigentĂŒmergemeinschaften, Erbgemeinschaften oder Investoren ĂŒberzeugt werden - was sich lange ziehen kann und viel Überzeugungsarbeit benötigt. In Freiburg kommt hinzu, dass verglichen mit anderen StĂ€dten wenig IndustriedĂ€cher zur VerfĂŒgung stehen und die Einwohner sehr dicht beieinander wohnen: Mit 36,3 mÂČ WohnflĂ€che je Einwohner liegt Freiburg im Deutschlandvergleich fast auf dem letzten Platz - im Schnitt hatte in Baden-WĂŒrttemberg 2010 jeder Einwohner 42,9 mÂČ zur VerfĂŒgung. Je weniger WohnflĂ€che, desto weniger DachflĂ€che fĂŒr Fotovoltaik stehen je Einwohner zur VerfĂŒgung - und die Solarbundesliga misst genau diesen Wert, nĂ€mlich die Solarthermie in mÂČ je Einwohner sowie die Fotovoltaik in Watt je Einwohner.

Freiburg nutzt sein Potenzial

"Trotz etwas schwierigerer Ausgangsbedingungen hat Freiburg einen ganz bedeutenden Vorteil: Eine den Erneuerbaren Energien gegenĂŒber sehr aufgeschlossene Bevölkerung", erlĂ€utert Nico Storz vom fesa e.V. Seitdem 1994 die erste BĂŒrgerbeteiligungssolaranlage des fesa e.V. in Betrieb ging, hat Freiburg seine Vorreiterrolle in Sachen Erneuerbare Energien behalten. Zahlreiche Unternehmer, Architekten, die Verwaltung der Stadt Freiburg, die regionalen Energieversorger und insbesondere eine Vielzahl von Privatpersonen setzen sich ehrgeizig fĂŒr die Energiewende ein. Laut der FREE-Sun Statistik der Stadt Freiburg aus dem Jahr 2009 hat die Stadt ein theoretisches Potenzial von 3,3 Millionen Quadratmetern DachflĂ€che. Nur mit Fotovoltaik belegt wĂŒrde dies eine Gesamtleitung von 300 MWp ergeben.

Solarenergie ist nicht alles - der Mix zÀhlt

"Ausschlaggebend fĂŒr den Erfolg ist nicht nur ein guter Platz in der Solarbundesliga", erlĂ€utert Nico Storz. "Um die Energiewende zu einer 100-prozentigen Umstellung auf Erneuerbare Energien zu erreichen, brauchen wir einen intelligenten Mix mit Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser, Geothermie, Biomasse und insbesondere der Energieeffizienz." Die Studie "Freiburg 2050 - auf dem Weg zur KlimaneutralitĂ€t" zeigt die hohen Anforderungen, die auf die Stadt zukommen. "Mehr denn je brauchen wir einen hohen Einsatz der Bevölkerung, AufklĂ€rung auf allen Ebenen und viel Überzeugungsarbeit, um die ehrgeizigen Ziele in Sachen Klimaschutz zu erreichen", bestĂ€tigt Nico Storz.

Solaranlage am Eichelbuck trÀgt zum Erfolg bei

Anders als in anderen Regionen gibt es auf Freiburger Gemarkung keine großen FreiflĂ€chenanlagen, was den Erfolg in der Solarbundesliga umso beachtlicher macht. Die bisher grĂ¶ĂŸte Freiburger Fotovoltaikanlage mit 2,5 MWp auf dem Eichelbuck wurde am 20.12.2011 feierlich in Betrieb genommen. Der Eichelbuck als ehemalige MĂŒlldeponie zĂ€hlt als KonversionsflĂ€che, da das zuvor brach liegende Land landwirtschaftlich nicht nutzbar ist und der Nahrungsmittelproduktion somit keine Konkurrenz bietet. "Es muss absolute PrioritĂ€t haben, alle DachflĂ€chen und brachliegenden FreiflĂ€chen zur Gewinnung von Solarenergie zu verwenden. Eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion soll vermieden werden", ist Nico Storz ĂŒberzeugt, "Denn zu Recht wollen die Freiburger auf dem Tuniberg lieber Weintrauben statt Solaranlagen wachsen sehen." Die Solarbundesliga honoriert diese Einstellung: Eine Vielzahl dezentraler, kleinerer Anlagen wird höher bewertet als wenige große Anlagen.
"Freiburgs Platz in den Top10 der Solarbundesliga ist ein schöner Nebeneffekt der ehrgeizigen Energiewende in der Region - darĂŒber hinaus dĂŒrfen wir jedoch das eigentliche Ziel, eine umfassende, demokratische und dezentrale Energiewende unter Einbezug einer Vielfalt an Technologien und mit breiter Akzeptanz und Beteiligung der Bevölkerung nicht aus den Augen verlieren", schließt Nico Storz.

Veranstaltungshinweis

Um den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben veranstaltet die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit dem fesa e.V. das Fachseminar "Gemeinsam von Solaranlagen profitieren", das insbesondere WohnungseigentĂŒmer, EigentĂŒmergemeinschaften, Genossenschaften oder Wohnbaugenossenschaften anspricht und ĂŒber die aktuellen Rahmenbedingungen, die Direktvermarktung und den Eigenverbrauch von Solarstrom informiert. ZusĂ€tzlich besteht die Möglichkeit fĂŒr Interessierte, sich direkt vor Ort von Finanzierungsexperten beraten zu lassen.

Datum und Ort:
Seminar: Mittwoch, 4. Juli, 18:30 Uhr, Gertrud-Luckner-Gewerbeschule, Kirchstraße 4
Exkursion: Freitag, 6. Juli, 18:00, Opfingen

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung an umweltschutzamt@stadt.freiburg.de
 
 

ENERGIEWENDE BEIM ZMF
ZMF in Freiburg, Foto: © Tourismus Baden-WĂŒrttemberg GmbH 2003
 
ENERGIEWENDE BEIM ZMF
Das Zelt-Musik-Festival soll klimaneutral werden: Bereits seit 2011 arbeiten ZMF und badenova an diesem Ziel. Maßnahmen, um die „Energiewende fĂŒr alle“ in der Region voranzutreiben, verwirklicht der regionale Energie- und Umweltdienstleister in all seinen Sponsoringengagements. Die badenova ist seit ihrem GrĂŒndungsjahr 2001 Partner des ZMF.

Die ZMF-Verantwortlichen haben im vergangenen Jahr gemeinsam mit badenova die relevanten Emissionsquellen des Festivals detailliert identifiziert und Bilanz gezogen, was konkret zu tun ist, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Nach Optimierung in Planung, Organisation und DurchfĂŒhrung des Festivals blieb letztlich eine Restmenge von 1.116 Tonnen CO2 ĂŒbrig. Diesen Wert möchten die beiden Partner in 2012 weiter reduzieren.

Versorgt wird das Festival mit reinem Ökostrom. Durch den Bezug von „regiostrom aktiv“ wird der Ausbau regenerativer Energieanlagen in der Region unterstĂŒtzt. Indem die ZMF-Eintrittskarte im gesamten Gebiet des Regio-Verkehrsbundes Freiburg als Fahrkarte anerkannt ist, verbessert sich die Ökobilanz des ZMF weiter. Nach wie vor ist die Anfahrt mit Privat-Pkw, die insgesamt fĂŒr 60 % des CO2-Ausstoßes beim ZMF verantwortlich ist, der grĂ¶ĂŸte Verursacher von Emissionen. Darum hat das ZMF fĂŒr 2012 die Anfahrt fĂŒr das Kinder- und Klassikprogramm in Absprache mit der Freiburger Verkehrs AG verbessert. Die Besucher können nun auch mit der BusSonderlinie vom P+R Parkplatz Munzingerstraße direkt zum FestivalgelĂ€nde fahren. Auch die Fahrradabstellmöglichkeiten und dortige Beleuchtung werden ĂŒberprĂŒft und ggf. verbessert, damit mehr Besucher den Privat-Pkw zu Hause stehen lassen.

Weitere Umweltverbesserungen lassen sich bei den Drucksachen realisieren. Die 90. 000 Programmflyer werden bereits auf Papier mit FSC-Siegel gedruckt. Bei dem ActionProgramm und DJ-Flyer folgt dieser Schritt in diesem Jahr. FĂŒr das Programmheft wird bis 2013 geprĂŒft, ob es ein Papier mit besserer UmweltvertrĂ€glichkeit fĂŒr den Rollenoffsetdruck gibt.

Über eine gewĂŒnschte Umstellung auf biologische GetrĂ€nke und Speisen hat das ZMF eine StandpĂ€chter und Anbieter informiert. Ziel ist es, spĂ€testens 2013 erste Speisen und GetrĂ€nke in biologischer QualitĂ€t anzubieten. NatĂŒrlich wird das ZMF wie bereits bisher auf regionale Produkte und Anbieter Wert legen.

Es sind viele Schritte nötig, um den CO2-Fußabdruck des ZMF zu verbessern. Die ersten Maßnahmen sind getan, die nĂ€chsten folgen. Besucher können mithelfen, indem sie mit dem Rad, Bus oder Bahn zum Festival kommen.
 
 

Tartex feiert - Feiern Sie mit!
 
Tartex feiert - Feiern Sie mit!
1962 rollten die ersten Dosen mit pflanzlichen Brotaufstrichen in Freiburg vom Band. Jetzt öffnet Tartex die TĂŒren des Werkes fĂŒr Sie zum großen Fest.

Veggies, gesundheitsbewusste Genießer und Bio-Fans – Tartex-Liebhaber sind so vielfĂ€ltig wie die Produkte. Mit Hefe-Pasteten, pflanzlichen Brotaufstrichen aus Sonnenblumenkernen oder HĂŒlsenfrĂŒchten, Senfen und Saucen macht Tartex seit Jahrzehnten Lust auf vegetarischen Genuss. Als Pionier und Wegbereiter fĂŒr den ersten vegetarischen Brotaufstrich auf Hefebasis bringt Tartex die Delikatess-Pastete nach der Rezeptur von 1962 mit echtem SchwarzwĂ€lder RĂ€uchersalz nun als JubilĂ€umsedition wieder in den Handel. In jeder Dose stecken Erfahrung und Leidenschaft aus 50 Jahren. Lassen Sie es sich schmecken – nicht nur auf Brot!

Am 23.06. von 11-18 Uhr feiert Tartex das Werks-JubilĂ€um und Sie können dabei sein! Es erwartet Sie ein Programm fĂŒr die ganze Familie. Die Großen können bei einer interessanten WerksfĂŒhrung und im "Museum" mehr ĂŒber Tartex erfahren, bei der Tombola gewinnen oder einfach auf der RasenflĂ€che entspannen, wĂ€hrend die Kleinen sich schminken lassen, Dosen werfen und auf der HĂŒpfburg toben.

FĂŒr das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt: NatĂŒrlich gibt es viele Leckereien von Tartex zum Probieren! Vebu Chefkoch Jerome Eckmeier wird demonstrieren, dass sich die Tartex Produkte hervorragend zum Kochen eignen (Kochshows: 14 Uhr, 16 Uhr) und auch unsere Partner Allos, Whole-Earth und Taifun bieten Veggie-SpezialiĂ€ten an. Der Erlös der Einnahmen wird gespendet.

Lassen Sie sich informieren, unterhalten und kaufen Sie tolle Produkte bei unseren interessanten Partner-StĂ€nden. Mit einem Stand vertreten sind z.B. der Vegetarierbund, zĂŒndstoff (fair produzierte Kleidung), waschbĂ€r, Reformhaus Steinhart, VITA Naturmarkt, mahl vegetarisch und noch viele Andere.

Parkmöglichkeiten stehen begrenzt auf dem GelĂ€nde der Firma Micronas zur VerfĂŒgung. Bitte weichen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel aus. Die Haltestelle "StĂŒbeweg" befindet sich direkt vor dem WerksgelĂ€nde

Datum: Samstag, 23.06.2012
Uhrzeit: 11 bis 18 Uhr
Ort: Tartex WerksgelÀnde (Hans-Bunte-Str. 8a, 79108 Freiburg)

Programm:

- Leckere Veggie-SpezialitÀten
- Bunte Mischung aus Informations- und VerkaufsstÀnden (schauen Sie gerne am VEBU-Infostand vorbei)
- WerksfĂŒhrungen
- Kochshows mit VEBU-Koch JĂ©rĂŽme Eckmeier
- Kinderprogramm mit HĂŒpfburg, Kinderschminken und vielem mehr
- Große Tombola
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Buchtipp: Martina Hahn und Frank Herrmann:
 
Buchtipp: Martina Hahn und Frank Herrmann: "Fair einkaufen - aber wie?"
Der Ratgeber fĂŒr fairen Handel, fĂŒr Mode, Geld, Reisen und Genuss.

Mit einem Vorwort von Gerd Billen, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen

Immer mehr Verbraucher möchten wissen, wo sie fair gehandelte Lebensmittel erhalten: In welchem Laden hÀngen T-Shirts, die nicht von Kindern zusammengenÀht worden sind? Wo kann eine Reise gebucht werden, bei der auch das ZimmermÀdchen einen gerechten Lohn erhÀlt und welcher Investmentfonds ist wirklich nachhaltig angelegt?

Mithilfe dieses Ratgebers kann jede und jeder fair konsumieren – vom Szene-Kenner ĂŒber den Fairtrade-Einsteiger bis hin zum Bio-KĂ€ufer. Hier findet sich alles, um sich zurechtzufinden: ausfĂŒhrliche Hintergrundinfos, jede Menge Adressen, Weblinks, Literaturempfehlungen und Einkaufstipps.

Faire Biketour 77 Orte – 111 Tage – 4.444 km

Frank Herrmann plant fĂŒr die Zeit von Juni bis September 2012 eine faire Fahrradtour durch ganz Deutschland. »Fair« deswegen, weil er bei seinen Stationen VortrĂ€ge u. a. ĂŒber Fairen Handel halten wird und so Menschen informieren möchte, wie sie ihren Lebensstil nachhaltiger gestalten können. In seinem Blog www.faire-biketour.blogspot.de informiert der Radler ĂŒber sein Vorhaben, die Reiseroute und dokumentiert ab Anfang Juni seine Erlebnisse. Frank Herrmann ist derzeit auf der Suche nach Partnern, die an einer Vortragsveranstaltung interessiert und/oder bereit sind, ihm fĂŒr eine Nacht eine Unterkunft zur VerfĂŒgung zu stellen. Wer Interesse hat, kann Frank Herrmann per Mail unter frank_herrmann@yahoo.com kontaktieren.

Brandes & Apsel Verlag 2011, 340 Seiten, EUR 24,90
ISBN 978-3-86099-610-2
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Zoo Leipzig stellt Masterplan 2020 vor
Unterwassertunnel in Feuerland © Zoo Leipzig
 
Zoo Leipzig stellt Masterplan 2020 vor
Auf dem Weg zum Zoo der Zukunft

Es geht weiter! Der Zoo Leipzig hat vergangenen Mittwoch seine PlĂ€ne fĂŒr die weitere Modernisierung zum Zoo der Zukunft vorgestellt und deutlich gemacht, dass trotz der Fortschritte der vergangenen Jahre noch in weiteren Teilen des Zoos Handlungsbedarf besteht. „Wir sind auf unserem Weg in die Zukunft bereits ein gutes StĂŒck vorangekommen. Aber kritische Bereiche wie die BĂ€renburg, die Leopardenhaltung, zentrale Zoobereiche und die gesamte Themenwelt SĂŒdamerika verlangen auch weiterhin die konsequente Fortsetzung des Masterplanes“, fasst Zoodirektor Dr. Jörg Junhold den Status quo zusammen. OberbĂŒrgermeister Burkhard Jung hat bereits gestern seine Zustimmung zur Vorlage gegeben und damit das Beschlussverfahren durch den Stadtrat eingeleitet. Die geplante Fertigstellung bis 2020 ordnet sich in die UN Dekade der BiodiversitĂ€t 2011-2020 ein.

Fast auf den Tag genau vor zwölf Jahren hat der Leipziger Stadtrat das strategische Unternehmenskonzept Zoo der Zukunft beschlossen. Damals drohte dem Zoo auf Grund verschlissener, nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸer Anlagen und rĂŒcklĂ€ufiger Besucherzahlen die schrittweise Schließung und internationale Bedeutungslosigkeit. Seither sind Meilensteine wie Pongoland, Kiwara-Savanne und die Tropenerlebniswelt Gondwanaland verwirklicht und insgesamt ca. 100 Millionen Euro investiert worden. Die Besucherzahlen haben sich von 750.000 im Jahr 2000 auf 2,1 Millionen in 2011 fast verdreifacht. Damit stĂ€rkt der Zoo Leipzig die Bedeutung Leipzigs als touristisches Ziel – und durch das zusĂ€tzlich aufgebaute EventgeschĂ€ft auch als Messe- und Kongressstadt. „Der Zoo ist unter der Leitung von Dr. Jörg Junhold zur besucherstĂ€rksten Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtung der Stadt geworden und hat einen großen Anteil an der ĂŒberregionalen Wahrnehmung Leipzigs“, betont Michael Faber, BĂŒrgermeister fĂŒr Kultur und Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Leipzig GmbH. „Der große Zuspruch der Besucher sagt mir, dass es richtig ist, diesen Weg weiterzugehen und den Masterplan, der die Grundlage des Erfolgs ist, fortzuschreiben“, so Michael Faber.

Die dritte Phase des Masterplanes sieht wie ursprĂŒnglich geplant die Umgestaltung der alten Gehege in naturnahe und artgemĂ€ĂŸe Anlagen vor. FĂŒnf Bauabschnitte sind geplant. Damit soll die BesucherattraktivitĂ€t auf hohem Niveau gefestigt und die qualitativ hochwertige Arbeit im Sinne des Artenschutzes und der Bildungsarbeit gesichert werden.

Abschnitt I: Neuer Ausgangsbereich, Amurleoparden, Infrastruktur (2012-2014)

Die gestiegene Besucherzahl erfordert einen separaten Ausgangsbereich, der um eine begehbare große Flamingovoliere ergĂ€nzt wird. In der Tigerfarm leben derzeit noch Amur- und Schneeleoparden. Beide Arten sind hoch bedroht und sollen auch kĂŒnftig im Zoo gehalten werden. Die Amurleoparden erhalten eine ĂŒbernetzte Anlage im Stil eines Felshangs mit Wasserlauf neben der Tiger-Taiga.

Abschnitt II: BĂ€renburg, Kiwara-Kopje fĂŒr Nashörner, GrĂŒndergarten (2013-2015)

Die Spitzmaulnashörner erhalten an der Kiwara-Savanne Freianlagen in einer original afrikanischen Felskopje. Teilweise erfolgt die Vergesellschaftung mit Bewohnern der Savanne und Mantelpavianen. Die historische BĂ€renburg wird zu einem attraktiven Spielplatz fĂŒr alle Altersstufen. Auf dem neu zu gestaltendem Aquariumsvorplatz entsteht ein Brunnen. Anstelle der Flamingos ziehen Krallenaffen auf zwei kleine Inseln. Das denkmalgeschĂŒtzte Tieraffenhaus wird zum Paradies fĂŒr bedrohte Vögel und Kleintiere.

Abschnitt III: Himalaya; Pantanal/Pampa/Patagonien, Infrastruktur (2015-2017)

An den neu erstellten Raubtierfelsen neben dem Ein-/Ausgang von Gondwanaland entsteht die asiatische Hochgebirgswelt Himalaya mit einer begehbaren ĂŒbernetzten Anlage fĂŒr Schneeleoparden, Rote Pandas sowie Geier. Die historische große Vogelvoliere wird – nach vollstĂ€ndiger und denkmalgerechter Sanierung – an diese Anlage angebunden. Die Themenwelt SĂŒdamerika erstreckt sich unter dem Stichwort „vom Pantanal ĂŒber die Pampas nach Patagonien“ von Nord nach SĂŒd – wie der echte Kontinent. NasenbĂ€ren, MĂ€hnenwölfe, Große AmeisenbĂ€ren, Vikunjas u.a. werden die Themenwelt bewohnen.

Abschnitt IV: Feuerland – Pinguine und Robben (2016-2018)

Im SĂŒdzipfel SĂŒdamerikas entsteht eine spektakulĂ€re Wasserwelt fĂŒr Pinguine und Robben. Eine Wellenanlage sorgt fĂŒr Meeresstimmung und beschĂ€ftigt die Tiere. Über den ersten begehbaren 360° Unterwassertunnel steigen die Besucher von den Pinguinen zu den Robben hinab und erleben die Tiere wie bei einem Tauchgang.

Abschnitt V: Asiatische Inselwelt mit Volieren und Kranichanlage; Sulawesi (2018-2020)

Die vorhandenen Vogelteiche werden zu einer Inselwelt vergrĂ¶ĂŸert, die zahlreiche asiatische Arten beherbergt, wie Leierhirsch, Moschustier, Bartaffe und Rothund. An der Stelle des alten Vogelhauses erhalten die Gebirgsloris und Mandschurenkraniche eine neue Anlage. Das an den Löwenstall angrenzende GebĂ€ude fĂŒr Wildhunde (derzeit fĂŒr KĂ€ngurus genutzt) wird mit einer großzĂŒgigen Freianlage versehen, um die neue Art halten zu können. Angrenzend an den nördlichen Teil der BĂ€renburg werden Anoas und Babirusas in einem großzĂŒgigen Freigehege prĂ€sentiert.

Voraussetzung fĂŒr die Realisierung des Masterplanes, der fĂŒr die ausstehenden Bauabschnitte eine Investitionssumme von 56,5 Millionen Euro vorsieht, ist die finanzielle UnterstĂŒtzung der Stadt Leipzig aus dem Investitionshaushalt in Höhe von 30 % des geplanten Investitionsvolumens. Die ĂŒbrigen 70 % sollen aus Krediten und Eigenmitteln finanziert werden. Der Stadtrat wird ĂŒber den weiterentwickelten Masterplan 2020 voraussichtlich in der Ratsversammlung Mitte Juli entscheiden.
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Aktuelle Studie: Rindfleisch ist 25-mal klimaschÀdlicher als bisher angenommen
FĂŒr die Ermittlung der Klimabilanz von Lebensmitteln wurde erstmals auch der FlĂ€chenverbrauch eingeschlossen. Bisher in der Bilanz ignoriert, spielt dieser in der RealitĂ€t eine zentrale Rolle fĂŒr das Klima.

Berlin/Wien.13.06.2012. Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch in Brasilien erzeugt mit 335 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) so viel Treibhausgase wie eine Fahrt von ĂŒber 1600 Kilometern eines durchschnittlichen europĂ€ischen PKWs. Das ergab eine aktuelle Studie an der UniversitĂ€t Wien unter Studienautor Kurt Schmidinger und Elke Stehfest von der PBL Netherlands Environmental Assessment Agency.
Die besonders schlechte Bilanz von brasilianischem Rindfleisch ergibt sich aus dem großen WeideflĂ€chenverbrauch auf ehemaligem Regenwaldgebiet. Laut den Vereinten Nationen gehen etwa 70 Prozent der Abholzungen des Amazonaswaldes auf das Konto von WeideflĂ€chen.

NiederlÀndisches Rindfleisch aus der Intensivmast schneidet mit 22.1 kg CO2/kg, also 110 Autokilometer zwar weniger schlecht ab als brasilianisches Rindfleisch. Die Intensivmast sei jedoch laut Schmidinger aufgrund ihrer massiven negativen Auswirkungen auf Klima, Tiere und Umwelt generell keine nachhaltige und ethisch vertretbare Option.

Die Berechnung basiert auf dem so genannten Life Cycle Assessment (LCA), einer Methode zur Ermittlung der Klimabilanz von Lebensmitteln, die von Lebensmittelwissenschaftler und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Vegetarierbunds (VEBU) Kurt Schmidinger sowie Elke Stehfest (PBL Netherlands Environmental Assessment Agency) um relevante Faktoren erweitert wurde. Die wesentliche Neuerung: FĂŒr die Berechnung des gesamtheitlichen CO2-Ausstoßes wurden zusĂ€tzlich zu den Emissionen aus der Produktion der Lebensmittel auch der FlĂ€chenverbrauch der Produktion eingeschlossen. Dieser ist fĂŒr das Klima ein entscheidender Faktor. Eine große Beanspruchung an FlĂ€chen verhindert, dass auf diesen natĂŒrliche WĂ€lder und StrĂ€ucher nachwachsen können, die wiederum durch ihr Wachstum CO2 aus der AtmosphĂ€re aufnehmen und damit das Weltklima entlasten.

Unter den Tierprodukten schneidet in der Studie das Kilogramm des in industrieller Tierhaltung erzeugten niederlĂ€ndischen HĂŒhnerfleischs mit 6,2 Kilogramm CO2 oder 31 Autokilometer am „besten“ ab. Jedoch sind Tiere in der industriellen Tiermast, anders als grasende Rinder, vor allem auf flĂ€chenintensive Futterpflanzen angewiesen.
Schmidinger warnt deshalb vor FehlschlĂŒssen: „Die industrielle Tierhaltung ist eine Sackgasse. Ein Umstieg von Weidehaltung auf industrielle Tierhaltung wĂŒrde den Druck auf die AckerflĂ€chen weiter enorm steigern, mit Konsequenzen fĂŒr die WelternĂ€hrungssituation. Auch unter Gesichtspunkten wie globalen Seuchen, Antibiotikaresistenzen, Tierschutz, BiodiversitĂ€t, Wasserverschmutzung, Bodenerosion und vielen anderen ist die industrielle Tierhaltung sehr problematisch. Pflanzliche Lebensmittel hingegen schneiden unter Einbeziehung aller ethischen Aspekte der WelternĂ€hrung tatsĂ€chlich wesentlich besser ab als Tierprodukte".

Eiweißreiche pflanzliche Lebensmittel zeigen in der neuen Studie die mit Abstand besten Klimawerte: Die Produktion von einem Kilogramm Tofu bzw. Tempeh aus Soja erzeugt 3,8 bzw. 2,4 Kilogramm CO2, das sind umgerechnet 19 beziehungsweise 12 gefahrene Autokilometer.

„Der zunehmende Treibhauseffekt ist das globale Problem des 21. Jahrhunderts. Entscheidende GrĂŒnde dafĂŒr sind der Ausstoß von Treibhausgasen und die Zerstörung von WĂ€ldern – beides Folgen des hohen Fleischkonsums“, so Sebastian Zösch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VEBU: „Mit einer pflanzlichen ErnĂ€hrung leistet man folglich den effektivsten Klimaschutz.“

Die Deutschen verzehren pro Kopf ĂŒber 60 kg Fleisch im Jahr, rund 20 Prozent davon in Form von Hackfleisch. „Wenn man in Deutschland lediglich Hackfleisch durch Sojafleisch ersetzen wĂŒrde, könnte so viel CO2 vermieden werden, wie vier bis sieben Millionen Autos im Jahr verursachen“, so Zösch.
Im Auftrag des Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und Greenpeace Österreich hat das SERI - Sustainable European Research Institut das weltweit erste Life Cycle Assessment mit acht Fleischalternativprodukten durchgefĂŒhrt. Ziel der Studie war es, einen seriösen Vergleich der ökologischen Nachhaltigkeit zwischen pflanzlichen Fleischalternativen und Fleisch zu ermöglichen. Analysiert wurden die auf Soja und Weizeneiweiß basierenden Produkte Seitan und Sojagranulat auf ihre CO2-Bilanz, ihren FlĂ€chen- und Wasserverbrauch sowie auf biotische und abiotische Ressourcen. Das Ergebnis: Seitan, Tofu und Sojagranulat schneiden in allen getesteten Bereichen um LĂ€ngen besser ab als Fleisch.

Link zur Studie . . .
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BuchsbaumzĂŒnsler: Mehr Gift im Garten auf Empfehlung des Landratsamtes?
Ein Beitrag des Fachbereichs Landwirtschaft des Landratsamtes im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, im HexentĂ€ler Amtsblatt vom 1.6.2012, ist Anlass fĂŒr einen Brief des BUND an die LandrĂ€tin:


Sehr geehrte Frau LandrÀtin,

am 16. Juni 2012 ist der 14. GEO-Tag der Artenvielfalt, der auf die bedrohte Vielfalt der Arten aufmerksam machen soll. Die globale und regionale BiodiversitÀt ist vielfÀltig gefÀhrdet. Eine der Ursachen dieser Bedrohung ist auch der massive Gifteinsatz (nicht nur) in der Landwirtschaft.

Gerade in HausgĂ€rten sollte auf den Einsatz von Giften verzichtet werden. In den letzten Jahren haben neben dem BUND erfreulicherweise auch Behörden fĂŒr den „giftfreien Garten“ geworben.

Um so erschrockener war unser BUND-Vorstandsmitglied Ulrike Treidel aus Au, als sie das „BuchsbaumzĂŒnsler-Info“ im HexentĂ€ler Amtsblatt vom 1.6.2012 las. Was der Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes dort schrieb, insbesondere die Empfehlung von bienengefĂ€hrlichen Neonicotinoiden ist ein RĂŒckfall in die umweltpolitische Steinzeit. (Text unten im Anhang.) Wir fragen: Arbeitet der Fachbereich fĂŒrÂŽs Landratsamt oder fĂŒr Bayer?

Hier einige Informationen des BUND-Argarspezialisten Gottfried May-StĂŒrmer zu den empfohlenen „Mitteln“:
„Provado Gartenspray“ und „Bayer Garten Spinnmilbenspray“ enthalten die Wirkstoffe Methiocarb - ein Carbamat - und Imidacloprid, ein Neonicotinoid. Carbamate sind auch fĂŒr WarmblĂŒter hochgiftig, Neonicotinoide vor allem fĂŒr Bienen. Damit trifft der Buchsbaumliebhaber also auch Vögel und Bienen auf einen Schlag. Schon, dass dasselbe Mittel gegen Spinnmilben, also Spinnentiere und Schmetterlingsraupen wirkt, zeigt, wie breit, also wie wenig spezifisch die Wirkung ist.
„SchĂ€dlingsfrei Careo“ enthĂ€lt Acetamiprid. Der Wirkstoff gehört auch zu den Neonicotinoiden und ist daher als Bienenkiller verdĂ€chtig. Die sehr breite Wirkung - gegen Milben, Fliegen, BlattlĂ€use, KĂ€fer, Schmetterlinge - spricht fĂŒr sich. Calypso enthĂ€lt Thiacloprid, auch ein Neonicotinoid.

Weniger problematisch ist der Hinweis auf Neem- und Bacillus-thuringiensis-PrĂ€parate. Dipel ist ein Bacillus-thuringiensis-PrĂ€parat. Es wird gegen unterschiedliche Schmetterlingsraupen eingesetzt. Im Gegensatz zu den chemischen Mitteln dĂŒrfte es wenigstens einigermaßen gruppenspezifisch wirken. Außerdem wird das Bt-Toxin unter Sonnenlichteinwirkung relativ schnell abgebaut. Allerdings steht unter den Auflagen (die laut LRA "strikt zu beachten" sind): „Es ist eine dicht schließende Schutzbrille, ein Schutzanzug und eine GummischĂŒrze zu tragen.“ Welcher HobbygĂ€rtner und Buchsbaumliebhaber macht das schon?

Auch Neem-PrÀparate und Spruzit sind weniger gefÀhrlich als die chemischen Mittel, können jedoch KollateralschÀden unter Insekten zur Folge haben.

Nach BUND-Ansicht ist die Empfehlung von Neonicotinoiden zum Einsatz durch Gartenbesitzer sehr problematisch. Das Bienensterben im Jahr 2008 wurde durch Neonicotinoiden ausgelöst.

Was nach unserer Meinung im Landratsamt-Info leider absolut fehlt, sind Hinweise auf giftfreie BekĂ€mpfungsmethoden des BuchsbaumzĂŒnslers. Gerade Hinweise einer Behörde fĂŒr Gartenbesitzer sollten immer in Richtung „giftfreier Garten“ gehen, auch wenn Bayer und Co. dann weniger verdienen. Giftfreie GĂ€rten sind ein kleiner Beitrag zum Erhalt der BiodiversitĂ€t, nicht nur am GEO-Tag der Artenvielfalt.

Aus diesem Grund tragen wir jetzt auf unserer Homepage erste Tipps zur giftfreien BekÀmpfung zusammen.

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/buchsbaum-buchsbaumzuensler.html

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Axel Mayer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer

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Anhang

„BuchsbaumzĂŒnsler-Info“ im HexentĂ€ler Amtsblatt vom 1.6.2012

BuchsbaumzĂŒnsler wieder aktiv

Schmetterlingsraupen bedrohen erneut Buchspflanzen. Seit Ende MĂ€rz findet man an vielen Buchspflanzen die noch kleinen Raupen des BuchsbaumzĂŒnslers (Glyphodes perspectalis), welche versteckt ĂŒberwintert haben. Dieser aus Asien eingeschleppte Falter ist mittlerweile in der ganzen Rheinebene zwischen Weil und Offenburg zu finden und bedroht den Bestand der Buchspflanzen. Der Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes möchte daher allen Betroffenen Hinweise zum richtigen Umgang mit befallenen Pflanzen geben:
Die Pflanzen sollten sobald wie möglich behandelt werden. Wichtig fĂŒr eine erfolgreiche Behandlung ist dabei eine gute Benetzung der Pflanzen auch im Inneren. Deshalb sollten dichte BĂŒsche mit StĂ€ben o. Ă€. auseinander gedrĂŒckt werden. Sinnvoll ist es, wenn mehrere benachbarte Gartenbesitzer eine gemeinsame BekĂ€mpfung organisieren. So wird verhindert, dass sich an unbehandelten Pflanzen Falter entwickeln und es so durch Zuflug aus der Nachbarschaft zu erneutem Befall kommt. Auch Dienstleistungsunternehmen (z. B. Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus) können mit der DurchfĂŒhrung der Spritzungen beauftragt werden.
Zugelassen im Hausgarten sind etwa „Provado Gartenspray“, „Bayer Garten Spinnmilbenspray Plus“, „SchĂ€dlingsfrei Careo Spray“ oder „Bayer Garten SchĂ€dlingsfrei Calypso“.
Bei der BekĂ€mpfung von Buchsblattfloh und anderen saugenden Insekten mit den pflanzlichen Neem- oder Pyrethrine-PrĂ€paraten („Spruzit Gartenspray“ u. a.) wird der BuchsbaumzĂŒnsler mit erfasst.
Neu zugelassen fĂŒr den Hausgarten ist das PrĂ€parat Dipel ES. Es enthĂ€lt ein Bakterium, welches nur Schmetterlingsraupen infiziert, und ist fĂŒr alle anderen Lebewesen unbedenklich. Da eine Wirkung nur einsetzt, wenn die Raupen das Bakterium fressen, mĂŒssen diese aktiv sein. Zur Spritzung sollte es also mindestens fĂŒr einige Stunden am Tag eine Temperatur von ĂŒber 18 Grad haben. Die kleinste erhĂ€ltliche PackungsgrĂ¶ĂŸe ist ein Kilogramm. Deshalb eignet sich dieses Mittel nur fĂŒr einen großflĂ€chigen Einsatz. Auf einen sachgerechten Einsatz der Mittel muss geachtet werden. Die Anwendungsbestimmungen, Auflagen und Hinweise, welche der Gebrauchsanweisung zu entnehmen sind, sind strikt zu beachten.
NĂ€here Angaben zum Schadbild, Biologie und Maßnahmen gegen den BuchsbaumzĂŒnsler sind in einem Merkblatt des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg zusammengefasst (www.ltz-augustenberg.de im Bereich "Pflanzengesundheit / Pflanzenschutz" und anschließend in der Rubrik "Haus- und Kleingarten").
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