oekoplus - Freiburg
Dienstag, 5. Juli 2022
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Ausbau Rad-Vorrang-Route an der Dreisam
Ab sofort Fuß- und Radverkehr zwischen Tuslinger Straße und
Sandfangweg getrennt – Neuer Fußweg sorgt fĂŒr mehr Platz und
weniger Konflikte

Heute können der neue Fußweg und der Dreisamuferradweg
zwischen der Tuslinger Straße und dem Sandfangweg frei gegeben
werden. Durch den neu gebauten Fußweg kann der bisherige Weg
kĂŒnftig als reiner Radweg genutzt werden. Die gemeinsame und zum
Teil recht beengte FĂŒhrung in diesem vom Radverkehr, vielen
SpaziergÀngern oder spielenden Kindern stark frequentierten Bereich
fĂŒhrte immer wieder zu gegenseitigen Störungen und
Gefahrensituationen, die auch schon zu UnfĂ€llen gefĂŒhrt haben.

„Der Ausbau an der Sandfangwiese zeigt eindrĂŒcklich, dass der
Ausbau des Radverkehrsnetzes nicht nur das zĂŒgige und
komfortable Radfahren fördert, sondern auch den FußgĂ€ngern nĂŒtzt“,
betont Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT),
bei der Eröffnung.

Als sinnvollste und gĂŒnstigste Lösung wurde von einem beauftragten
LandschaftsplanungsbĂŒro ein neuer Fußweg auf der Dreisam
abgewandten Seite geplant. Der neue Fußweg auf dieser - eher
unĂŒblichen - Seite erlaubt neben der sinnvollen Zuordnung des
Fußweges zu Spielplatz, Fitness-Parcours und Liegewiese hin auch
den geringsten Eingriff in Baumbestand und Wiese. Trotzdem
mussten die Fachleute des GuT sieben mittelgroße BĂ€ume fĂ€llen.
UnabhĂ€ngig von der Anlage des Fußwegs mussten noch zwei große
Eschen gefÀllt werden, da sie vom Eschentriebsterben und einem
Pilz befallen waren. FĂŒr die entfernten BĂ€ume wurden bereits 14
neue BĂ€ume gepflanzt.

Der neue Fußweg ist asphaltiert, ist rund 260 Meter lang und 2,5
Meter breit. Der von Radfahrenden bisher widerrechtlich genutzte
Abzweig zum UnisportgelÀnde und dem HeilpÀdagogischen Hort
wurde ebenfalls asphaltiert und der Radverkehr jetzt dort zugelassen.
Auch die Beleuchtung wurde an die neue VerkehrsfĂŒhrung
angepasst. Durch den neuen Fußweg mussten Teile des
Spielplatzes, der FreizeitgerÀte und die Laufbahn des Berthold-
Gymnasiums verlegt werden. Dank des Entgegenkommens der
Schule war dies schnell und unkompliziert möglich. Gebaut wurde in
der radverkehrsÀrmeren Winterzeit, was zu einer etwas lÀngeren
Bauzeit knapp fĂŒnf Monaten fĂŒhrte. Der Bau kostete - auch aufgrund
der aufwÀndigen Verlegung der Laufbahn - rund 350.000 Euro, von
denen das Land Baden-WĂŒrttemberg die HĂ€lfte ĂŒbernimmt.

Seit vielen Jahren wird der stark genutzte Dreisamuferradweg immer
weiter ausgebaut. Der Abschnitt direkt am Bertoldgymnasium wurde
bereits 2011 verbreitert und im gleichen Jahr die Querung ĂŒber den
Sandfangweg verbessert. Der Dreisamuferradweg ermöglicht direkte
und komfortable Verbindungen in Ost-West-Richtung quer durch die
ganze Stadt und darĂŒber hinaus in die Region. Auf der gesamten
LÀnge besteht eine fast vollstÀndig vom Autoverkehr unabhÀngige
Trasse mit zahlreichen VerknĂŒpfungen in das Straßen- oder
Radverkehrsnetz. Er ist mit fast allen anderen bestehenden und
geplanten Rad-Vorrang-Routen verknĂŒpft und bildet so das
„RĂŒckgrat“ des im Aufbau befindlichen Freiburger Rad-Vorrang-
Netzes. Bis zu 10.000 Radfahrende tÀglich fahren in Teilbereichen
auf diesem Weg. Einzelne problematische Stellen wurden und
werden noch durch Rampen, Verbreiterungen oder Beleuchtung
verbessert, damit alle Verkehrsteilnehmer den Dreisamuferradweg
sicher nutzen können.

Der Ausbau des Dreisamuferradweges ist ein Bestandteil des
Radkonzeptes 2020, das vor wenigen Tagen vom Gemeinderat
beschlossen wurde. Mit dem Konzept soll der Anteil des Radverkehrs
auf ĂŒber 30 Prozent gesteigert und gleichzeitig die UnfĂ€lle mit
Radbeteiligung deutlich gesenkt werden. Im Mittelpunkt steht der
Aufbau eines "Rad-Vorrang-Netzes", mit denen die vielen
Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sicher und komfortabel auch
grĂ¶ĂŸere Entfernungen zurĂŒcklegen können.

Derzeit und in den nÀchsten Jahren sollen zunÀchst drei Pilotrouten
fĂŒr insgesamt etwa 9,5 Millionen Euro umgesetzt werden: Dreisam,
GĂŒterbahn sowie ZĂ€hringen-StĂŒhlinger-Vauban. Im August letzten
Jahres hatte Verkehrsminister Hermann die Aufnahme dieser drei
Pilotrouten in das Landesförderprogramm bestÀtigt. Der Gemeinderat
hatte im September 2012 den stĂ€dtischen Eigenanteil fĂŒr zunĂ€chst
sechs Projekte bereit gestellt, die nun grĂ¶ĂŸtenteils fertig gestellt
wurden. Am Dreisamuferradweg wurde neben der jetzt erfolgten
Trennung von Fuß- und Radverkehr an der Sandfangwiese im
November letzten Jahres die Rampe zur SchnewlinbrĂŒcke gebaut.

Am GĂŒterbahnradweg wurden von Verkehrsminister Hermann im
August 2012 die Rampe zur Haslacher Straße eröffnet, im MĂ€rz 2013
der Steg ĂŒber die Ferdinand-Weiß-Straße. Gerade abgeschlossen
wurde von der Deutschen Bahn die Sanierung der östlichen Seite der
GĂŒterbahnbrĂŒcke ĂŒber die Dreisam. Dabei wurde das GelĂ€nder
normgerecht erhöht, damit das Radfahren hier weiterhin erlaubt
werden kann. In Bau ist am GĂŒterbahnradweg noch der Durchstich
unter dem Unteren MĂŒhlenweg. Mit dessen Fertigstellung -
voraussichtlich Mitte Mai - ist das erste Paket von sechs einzelnen
Maßnahmen zum Ausbau der Rad-Vorrang-Routen abgeschlossen.
FĂŒr den weiteren Ausbau der drei Rad-Pilotrouten stehen in den
Jahren 2013 und 2014 voraussichtlich ĂŒber drei Millionen Euro von
Stadt und Land zur VerfĂŒgung.
 
 

 
HIV-Wunderglaube bedroht Gecko
WWF: Thailand und Java exportieren Millionen Geckos.
Weltgesundheitsorganisation: Gecko-Extrakt hilft nicht gegen HIV.

Berlin - Nachdem 2009 in Asien das GerĂŒcht aufkam, ein Extrakt, gewonnen aus dem Tokeh-Gecko, helfe bei einer HIV-Infektion, schnellte die Nachfrage nach getrockneten Geckos innerhalb weniger Jahre nach oben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von WWF und TRAFFIC. Zwar wurde die Wirksamkeit inzwischen von der Weltgesundheits-organisation WHO mit Nachdruck widerlegt, trotzdem finden die Tiere noch immer Millionenfach in der traditionellen Medizin und in einem volkstĂŒmlichen Wunderglauben Verwendung. Dabei stellte das HIV-GerĂŒcht inzwischen nur noch die Spitze des Eisbergs dar. Aktuell wird der Gecko außerdem vermehrt bei Asthma, Diabetes und diversen Hauterkrankungen eingesetzt.

GrundsĂ€tzlich gelten die Geckos nach WWF-EinschĂ€tzung noch als weit verbreitet, doch die UmweltschĂŒtzer zeigten sich angesichts der anhaltend hohen Nachfrage und der PopulationsrĂŒckgĂ€nge auf Java und in Thailand „extrem besorgt“. So wird in der Studie ĂŒber eine illegale Lieferung von 6,75 Tonnen berichtet, die aus Java nach Hong Kong geschmuggelt werden sollte. Allein dieser Aufgriff umfasst rund 1,2 Millionen Tiere.

Wenn sich, so die WWF-BefĂŒrchtung, aus der gesteigerten Nachfrage ein langfristiger Trend entwickelt, könnten die Reptilien in arge BedrĂ€ngnis geraten. Ähnliche Entwicklungen konnten in jĂŒngster Vergangenheit bereits bei anderen Arten beobachtet werden. So gilt etwa das in Vietnam kursierende GerĂŒcht, wonach Rhinozeros-Pulver Krebs heilen könne, als ein Auslöser fĂŒr die derzeit tobende, katastrophale Wildereikrise in Afrika. Und auch die TigerbestĂ€nde sind in der Vergangenheit vor allem deshalb zusammengebrochen, da ein weitverbreiteter Wunderglaube beinahe jedem Körperteil der Großkatze eine heilende Wirkung gegen diverse Krankheiten zuschreibt.
Mehr
 

 
Blutiges GeschÀft: Wilderer töten jÀhrlich 40 Ranger in Afrika
NABU International grĂŒndet Fonds fĂŒr Hinterbliebene getöteter NaturschĂŒtzer

Berlin/Addis Abeba – Wer sich fĂŒr den Schutz seltener Arten einsetzt, lebt in Afrika gefĂ€hrlich: JĂ€hrlich werden rund 40 Menschen von Wilderern auf ihrer Jagd nach Horn und Elfenbein getötet. Aus diesem Grund setzt sich die NABU International Naturschutzstiftung in Äthiopien fĂŒr eine finanzielle Versorgung von Hinterbliebenen ein, die Angehörige bei ihrem Einsatz als Ranger verloren haben. Gemeinsam mit der Ă€thiopischen Organisation „Ethiopian Wildlife Conservation Authority“ (EWCA) setzte die Stiftung dazu einen entsprechenden Fonds auf, der zunĂ€chst mit 50.000 Euro ausgestattet ist.

„Wird ein Ranger wĂ€hrend seines Einsatzes fĂŒr den Natur- und Artenschutz getötet, verlieren seine Angehörigen nicht nur einen geliebten Menschen, sondern meist auch das Haupteinkommen fĂŒr die ganze Familie. Auch schwere Verletzungen, die zu einer ArbeitsunfĂ€higkeit fĂŒhren, bringen die Familien hĂ€ufig an den Rand ihrer Existenz“, so Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Vor allem die Nationalparke Afrikas zĂ€hlen zu den Hauptgebieten der Wilderer bei ihrer Jagd nach Elfenbein, Nashorn-Horn oder Buschfleisch. Zu ihrer AusrĂŒstung zĂ€hlen neben Fallen meist auch halb- oder vollautomatische Schusswaffen. In Äthiopien ermittelte die EWCA in den vergangenen fĂŒnf Jahren vier getötete und zwei schwerverletzte Ranger. FĂŒnf von ihnen wurden durch SchĂŒsse getötet oder verletzt. Einer der Ranger fiel einer Wilderer-Falle zum Opfer. Insbesondere der Awash Nationalpark muss dabei als besonders gefĂ€hrlich eingestuft werden: In dem Schutzgebiet, zweihundert Kilometer östlich der Hauptstadt Addis Abeba, ereigneten sich zwei TodesfĂ€lle und eine schwerwiegende Verletzung.

JĂ€hrlich ĂŒbermittelt die Ă€thiopische Organisation EWCA die Zahl der betroffenen Familien an die NABU-Stiftung. Auf dieser Grundlage wird festgelegt, welche Familien fĂŒr eine Auszahlung in Frage kommen. Die Stiftung plant zudem den Fonds, der bislang nur in Zusammenarbeit mit EWCA und nur in Äthiopien greift, auch auf andere LĂ€nder auszuweiten.
Mehr
 

 
70. Geburtstag: WWF benennt Pflanze nach ehemaligem PrÀsidenten Michael Otto
Hamburg, Berlin - Mit einem Blumengruß der besonderen Art ehrt der WWF seinen ehemaligen Stiftungsratsvorsitzenden. Zu dessen 70. Geburtstag benennt die Umweltstiftung eine erst kĂŒrzlich entdeckte Blume aus der Gruppe der HabichtskrĂ€uter nach Michael Otto.

Die Pflanze, deren BlĂŒten gelb wie Habichtsaugen strahlen, trĂ€gt kĂŒnftig den wissenschaftlichen Namen Pilosella ottonis, zu Deutsch Otto-Habichtskraut. Entdeckt wurde die neue Blume vom PrĂ€sidenten des WWF Deutschland, Detlev Drenckhahn. Er fand die Pflanze auf Wiesen im Spessart und lieferte die wissenschaftliche Beschreibung, eine Voraussetzung fĂŒr die offizielle Anerkennung einer Neuentdeckung und Bedingung fĂŒr die Namensgebung von neuen Tier- und Pflanzenarten. Es handelt sich um eine endemische Art, das heißt, das neue Habichtskraut kommt offenbar nur auf Magerwiesen im Spessart in der Gegend um Lohr vor. Typisch fĂŒr die Pflanze sind lange rankenartige AuslĂ€ufer, die bis zu 50 Zentimeter lang werden können und Wurzeln treiben. Dadurch kann sich das GewĂ€chs nicht nur durch Samen, sondern auch durch Ableger vermehren.

"HabichtskrĂ€uter brauchen sehr spezielle ökologische Voraussetzungen", erlĂ€utert Detlev Drenckhahn. "Im Spessart können sie gedeihen, weil die Pflege der Wiesen durch PflegeprĂ€mien an die Landwirte gefördert wird, die nur zu bestimmten ZeitrĂ€umen zur Sense greifen dĂŒrfen. Die begrenzten MĂ€hzeiten sichern das Überleben der Magerwiesen und damit auch das Otto-Habichtskraut."

Mit der Namensgebung wĂŒrdigt der WWF zum 70. Geburtstag des Unternehmers die Verdienste Michael Ottos fĂŒr den Schutz der Natur. Er stand von 1994 bis 2012 als ehrenamtlicher Stiftungsratsvorsitzender an der Spitze des WWF Deutschland und ist jetzt dessen Ehren-vorsitzender. Die Naturschutzorganisation im Zeichen des Pandas feiert in diesem Jahr selbst ebenfalls einen runden Geburtstag. In Deutschland wurde sie vor 50 Jahren ins Leben gerufen.
Mehr
 

 
GrĂ¶ĂŸte Vogelfanganlage der Welt entdeckt – Millionen Vögel sterben in Ägypten
NABU startet Kampagne gegen Zugvogelmord

Berlin – Der NABU hat am heutigen Donnerstag eine Kampagne gegen den Zugvogelmord in Ägypten gestartet. Ziel ist es, auf das drastische Ausmaß des kommerziellen Vogelfangs in Nordafrika aufmerksam zu machen und NaturschĂŒtzer vor Ort in ihrer Arbeit zu unterstĂŒtzen. Nach dem NABU vorliegenden Informationen versperren Fangnetze Zugvögeln auf einer Strecke von ĂŒber 700 Kilometern entlang der gesamten Ă€gyptischen MittelmeerkĂŒste – vom Gaza-Streifen im Osten bis zur libyschen Grenze im Westen – den Weg in ihre Überwinterungsgebiete und zurĂŒck. Nach SchĂ€tzungen von Experten finden hier mindestens zehn Millionen Vögel pro Jahr den Tod an der weltweit grĂ¶ĂŸten Vogelfanganlage.

„Der Vogelfang in Ägypten wird zur Todesfalle fĂŒr Millionen Vögel. Hierunter sind auch seltene Arten wie Wachtelkönig, Bienenfresser, Wiedehopf und Pirol, die wir in Deutschland mit großem Aufwand zu schĂŒtzen versuchen. Unsere Zugvögel leisten Unglaubliches, indem sie nonstop ĂŒber das östliche Mittelmeer fliegen. Statt Applaus erwartet sie bei der Ankunft der Tod durch den kommerziellen Fang mit immer effektiveren Techniken“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Ägypten habe zwar zahlreiche internationale Konventionen zu Natur- und Vogelschutz unterzeichnet, die laut Ă€gyptischer Verfassung unmittelbar national zu gelten hĂ€tten. Dies sei jedoch nur in der Theorie der Fall.

Der NABU hat daher eine Petition an die Ă€gyptische Regierung und die Bundesregierung gestartet und ruft Vogelfreunde dazu auf, diese zu unterzeichnen. Eine zusĂ€tzliche Spendenkampagne soll helfen, die lokale Arbeit des Ă€gyptischen Partners im Dachverband BirdLife International zu unterstĂŒtzen.

„Vogelfang in Ägypten ist seit den Pharaonen bekannt. Die uns jetzt gezeigten Bilder und eigene Recherchen weisen darauf hin, dass der kommerzielle Fang und Handel so stark ist wie nie. Wenn nichts dagegen unternommen wird, kann sich das auf die BestĂ€nde bedrohter Zugvögel auswirken. Hauptzielarten der Wilderer in Ägypten sind Wachteln und Turteltauben. Allerdings nehmen die FĂ€nger auch alles andere, was ihnen in die Netze fliegt, gern mit“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Besonders hĂ€ufig werden Neuntöter, Nachtigallen und GrasmĂŒcken gefangen. Die Tiere werden auf MĂ€rkten verkauft, Abnehmer sind vermutlich Restaurants in Kairo oder im Ă€gyptischen Hinterland. Das GeschĂ€ft ist lukrativ: Wachteln werden fĂŒr fĂŒnf, Singvögel fĂŒr drei Euro verkauft.

Die erschreckenden Informationen und Bilder zur aktuellen Situation in Ägypten wurden dem NABU von dem Biologen und Journalisten Holger Schulz und dem Fernsehautor Jens-Uwe Heins ĂŒbergeben, die fĂŒr Filmaufnahmen des Bayerischen Rundfunks in Ägypten waren. Die Autoren hatten bereits Anfang der 1990er Jahre bei Dreharbeiten in der Region um El Alamein den Fang von Kleinvögeln mit reusenartigen Netzen, die ĂŒber BĂŒschen und BĂ€umen gespannt waren, entdeckt und öffentlich gemacht. Damals wurden 80.000 Unterschriften gesammelt und der Ă€gyptischen Botschaft ĂŒbergeben.

Im Auftrag der NABU-Dachorganisation BirdLife International legte 2005 die kĂŒrzlich verstorbene Ă€gyptische Ornithologin Mindy Baha El Din einen ersten umfassenden Bericht ĂŒber die Jagd auf Zugvögel in Ägypten vor. Demnach wurden schon damals Millionen Zugvögel in Netzen gefangen und mit Luftgewehren erlegt sowie etwa eine Viertelmillion Wachteln und 40.000 Singvögel, vor allem GrasmĂŒcken, pro Jahr erbeutet. Zwischen 2008 bis 2010 hatte sich die Situation in Ägypten vorĂŒbergehend gebessert, Grund war die Angst vor Vogelgrippe. Seit 2011 nimmt der Fang jedoch wieder stark zu.

„In Ägypten fehlt es derzeit an Regelungen fĂŒr eine legale Jagd: Die ZustĂ€ndigkeiten sind unklar und bestehende Vorschriften werden kaum durchgesetzt. Internationaler Druck und Hilfsangebote können hier etwas Ă€ndern. Denn VorschlĂ€ge zur Verbesserung der Lage gibt es bereits, allerdings fehlte bislang der politische Wille, sie auch umzusetzen“, so Lachmann.
Mehr
 

 
Baum des Jahres: Das Waldhaus feiert den Wildapfel
Am Donnerstag, 25. April, ab 15 Uhr mit Infos, Saft und Kuchen.

„An apple a day keeps the doctor away!“ Nicht zufĂ€llig entstand im frĂŒhindustrialisierten und entsprechend ungesunden England des 19. Jahrhunderts diese Redewendung, die vitaminreich auf den Zusammenhang zwischen Eigeninitiative und Arztkosten hinweist (und auch darauf, dass England einer der großen Äpfelproduzenten jener Zeit war). LĂ€ngst hatten die Menschheit da erkannt, dass der Apfel sie zwar aus dem Paradies befördert hatte, seither aber dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe ihrer Gesundheit durchaus förderlich war. Jetzt wurde der EuropĂ€ische Wildapfel (Malus Sylvestris), auch bekannt als Holzapfel, zum Baum des Jahres 2013 gewĂ€hlt – und das wird auch in Freiburg gebĂŒhrend gefeiert.

Um den Apfel im Allgemeinen und den Wildapfel im Besonderen zu wĂŒrdigen, laden die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die JĂ€gervereinigung, das stĂ€dtische Forstamt und das Waldhaus alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger am Tag des Baumes am Donnerstag, 25. April, ab 15 Uhr ins Waldhaus ein. Bei Apfelsaft aus heimischen Streuobstwiesen, Kaffee und Apfelkuchen dĂŒrfen sie viele angenehme Aspekte des Apfels kennen und genießen lernen. An einem Infostand gibt es Wissenswertes zum Baum des Jahres, anschließend pflanzen alle gemeinsam in der NĂ€he des Waldhauses einige Exemplare des Wildapfels. Umrahmt wird die Veranstaltung von den Freiburger JagdhornblĂ€sern. Der Eintritt ist frei.

Der weltweite „Tag des Baumes“ geht auf den 1872 ausgerufenen „Arbor Day“ in den USA zurĂŒck. Am 25. April 1952 pflanzte BundesprĂ€sident Theodor Heuss im Bonner Hofgarten auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald einen Bergahorn und begrĂŒndete so auch in Deutschland den „Tag des Baumes“. Seit 1989 wird nun hierzulande der Baum des Jahres gekĂŒrt.

Im Jahr 2013 steht eine besondere Wildobstbaumart im Mittelpunkt, die aber bis auf ihre BlĂŒtezeitraum so unscheinbar wirkt, dass sie von vielen Menschen fast vergessen wurde. Jeder kennt den Apfelbaum, nur wenige sind aber auch mit dem EuropĂ€ischen Wildapfel (Malus sylvestris) per Du, der gern unauffĂ€llig auf Wiesen oder am Waldrand steht. Seine BlĂ€tter sind rundlich bis eiförmig und tragen gern kleine, einseitig verbogene, etwas eingezogene Spitzchen. Die maximal 3 cm dicken FrĂŒchte sind kaum genießbar, aber immerhin grĂŒn bis gelbgrĂŒn, höchstens an der Sonnenseite mit Stich ins Rötliche. Charakteristisch ist vor allem die Vielfalt der „Holzfehler“ (Astigkeit, Drehwuchs, KrummschĂ€ftigkeit, Knollen, OvalitĂ€t oder ExzentritĂ€t), die jeden Stamm zu einem Unikat macht. Und auch die Rinde mit ihren dicken Borkenschuppen glĂ€nzt wie beim Birnbaum durch UnregelmĂ€ĂŸigkeit. Der Stamm weist im Alter in Brusthöhe durchaus noch gute 50 cm Durchmesser auf; beim sĂ€chsischen Ort GlashĂŒtte steht gar ein Exemplar mit einer Stam dicke von 1,10 Meter. An Höhe erreicht der Wildapfel nie mehr als 10 Meter, an Alter selten mehr als 100 Jahre.

Inzwischen zĂ€hlt er zu den seltensten Baumarten und ist stark gefĂ€hrdet. Dabei war es eigentlich der Wildapfel, der seinen FrĂŒchten ihren ĂŒberragenden Platz in unserer Kulturgeschichte sicherte. Vom Zankapfel bis zu seiner erotischen Symbolkraft – der malus (was im Lateinischen auch „schlecht“ bedeutet) hat die Menschheit stets innig bewegt. Ob in der altskandinavischen Snorra-Edda oder der griechischen Sagenwelt – oft waren es goldene Äpfel, deren Verzehr ewige Jugend bescherte und die daher mindestens von Königinnen oder Jungfrauen gehĂŒtet werden mussten. Martin Luther (vielleicht aber auch Eduard Mörike) soll gesagt haben: „Wenn ich wĂŒsste, dass morgen die Welt unterginge, wĂŒrde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Nun – der globale Spielplan fĂŒr den 26. April steht noch nicht fest. Das mit dem BĂ€umchenpflanzen findet aber mit Sicherheit statt, am Donnerstag, 25. April, beim Waldhaus.

Übrigens: Wer dem Wildapfel persönlich begegnen will, sollte den Themenpfad „Heilwirkungen von Baumarten" im Stadtwald- Arboretum GĂŒnterstal einschlagen. Entlang des Weges vom Kloster St. Lioba zur WaldgaststĂ€tte St. Valentin ist er nicht zu ĂŒbersehen.
Mehr
 

 
Gucken ohne zu stören
Forstamt hat im Naturschutzgebiet Rieselfeld neue Plattform zur Vogelbeobachtung erstellt

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik lobt bei der heutigen Einweihung den „Naturschutz ohne ZĂ€une“

Summ, brumm oder stumm: Die akusti- und optischen EindrĂŒcke im Naturschutzgebiet (NSG) „Freiburger Rieselfeld“ sind mit keinem anderen Schauplatz im Stadtgebiet zu vergleichen. Zu den besten BeobachtungsstĂ€tten zĂ€hlt die Besucherplattform am Löhliteich, gut 600 Meter sĂŒdwestlich des ZMF-GelĂ€ndes. Da die Plattform ĂŒber die Jahre marode geworden war, hat das Forstamt sie im Herbst 2012 durch einen Neubau mit Holz aus dem Stadtwald ersetzt, dessen Konstruktion eng mit dem Freiburger NABU abgestimmt wurde. Heute wurde die neue Plattform nun von UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Forstamtsleiter Hans Burgbacher eingeweiht.

Dabei betonte Stuchlik: „Kleine und große Vogelfreundinnen und Vogelfreunde können wieder von sicherer Warte aus das Feuchtgebiet einsehen, ohne die Vögel zu stören. Durch diesen Naturschutz ohne ZĂ€une wollen wir das Erlebnis in und mit der Natur ermöglichen und fördern.“ Erreicht wird dies durch die Verschalung und Bedachung der Plattform: Schmale Beobachtungsluken geben den Blick frei, die Vögel nehmen die Menschen jedoch nicht wahr.

Und das ist gut so, denn im NSG Freiburger Rieselfeld ist die Tierwelt gegenĂŒber den Menschen deutlich in der Überzahl. Über 200 Vogelarten wurden hier schon nachgewiesen, regelmĂ€ĂŸig ziehen Greifvögel ihre Kreise, und mit etwas GlĂŒck schwirrt die auffĂ€llige nPlattbauchlibelle heran, oder Schnepfen wie der BruchwasserlĂ€ufer stelzen am Publikum vorbei.

Den besten Überblick gewĂ€hrt die neue Aussichtsplattform, die aus vier Metern Höhe mitten im Naturschutzgebiet auf den Löhliteich und weit darĂŒber hinaus blickt. Das verwendete Holz stammt aus dem nachhaltig bewirtschafteten, nach FSC-Standard zertifizierten Stadtwald. Insgesamt beliefen sich die Baukosten auf 4000 Euro.

Die Geschichte des Naturschutzgebietes Rieselfeld ist eng mit dem gleichnamigen Stadtteil verwoben, fĂŒr den der Gemeinderat 1991 insgesamt 78 Hektar BauflĂ€che ausgewiesen hatte. Zum Ausgleich wurde mit diversen Maßnahmen der hohe ökologische Wert der verbleibenden zwei Drittel des Rieselfeldes erhalten und entwickelt. So wurde 1995 das Naturschutzgebiet ausgewiesen, um die reich strukturierte, kleinparzellierte Landschaft dauerhaft zu sichern. In der Folgezeit erfolgte dann die Aufnahme des NSG Rieselfeld in das europĂ€ische Schutzgebietssystem Natura 2000, und zwar sowohl als Vogelschutz- wie auch als FFH- Gebiet (Fauna-Flora-Habitat).

Seit 2001 erlaubt zudem ein 5 Kilometer langer Naturerlebnispfad Besuchern, die Fauna und Flora der Feuchtwiesen zu beobachten. 27 Stationen informieren ĂŒber die Geschichte des Rieselfeldes, die Funktionsweise der frĂŒher betriebenen Abwasserbehandlung und die örtliche Tier- und Pflanzenwelt. Die Schautafeln sind groß, die Texte kurz und bieten einen raschen Überblick. Pflastersteinquadrate entlang des Lehrpfades weisen den Weg zu den Stationen. An Wegkreuzungen geben RobinienpfĂ€hle die Richtung an. Zu den markanten Punkten auf diesem Pfad zĂ€hlt die Beobachtungsplattform, die 2001 eröffnet und nun erneuert wurde.

Übrigens: Eine 50-seitige BroschĂŒre informiert ausfĂŒhrlich ĂŒber das Naturschutzgebiet Freiburger Rieselfeld. Sie ist kostenlos herunterzuladen unter www.freiburg.de/pb/,Lde/234952.html.
Mehr
 

 
Klimaschutz zum Anfassen ausgezeichnet
Klimaschutzpreis „Climate First“ der Stadt Freiburg fĂŒr die pĂ€dagogische Arbeit des fesa e.V.

Freiburg, 15.04.2013: „Klimaschutz zum Anfassen“ hat den Klimaschutzpreis „Climate First“ der Stadt Freiburg gewonnen. Der mit 2.500 Euro dotierte zweite Preis ging an das fesa-Projekt, das GrundschĂŒler fĂŒr das Thema Klimaschutz sensibilisiert. Rund 290 Schulklassen hat das pĂ€dagogische Team des fesa e.V. schon besucht und fĂŒr die potenziellen KlimaschĂŒtzer von morgen einen ersten Kontakt hergestellt. Anhand von AlltagsgegenstĂ€nden erfahren die Kinder bei der Unterrichtseinheit, was sie selbst fĂŒr den Klimaschutz tun können.

Handgreiflich geht es zur Sache beim fesa-Projekt „Klimaschutz zum Anfassen“. Verschiedene AlltagsgegenstĂ€nde, wie eine Regio-Karte, ein Schulheft aus Recyclingpapier, ein Bioapfel oder eine ausschaltbare Steckerleiste machen den Kindern anschaulich, welche ganz akuten Handlungen auf den Klimaschutz einwirken. Ob Wohnen, MobilitĂ€t, ErnĂ€hrung oder Konsum – in allen Bereichen können auch schon GrundschĂŒler aktiv werden. Und natĂŒrlich geben sie das erworbene Wissen auch in ihren Familien weiter. „Die Kinder erfahren in der Unterrichtseinheit, was sie selbst ganz konkret fĂŒr den Klimaschutz tun können“, so Projektleiterin Stefanie Witt. „Das schafft eine positive, motivierende Grundhaltung, auf der spĂ€ter aufgebaut werden kann.“

Am Anfang der spannenden 90 Minuten, die eine Einheit „Klimaschutz zum Anfassen“ dauert, steht eine bildhafte Erarbeitung des Themas Klimawandel. „Einige ViertklĂ€ssler haben schon von Klimawandel und Klimaschutz gehört“, sagt Stefanie Witt. „FĂŒr viele ist es aber doch ein ganz neues Thema.“ Die meisten Kinder sind sehr interessiert, vor allem wenn es dann darum geht, wie sie selbst und ihre Familien im Alltag das Klima schĂŒtzen können. In Gruppenarbeit mit Quizcharakter erarbeiten die Kinder mit GegenstĂ€nden und fröhlich bebilderten Karten ihre HandlungsspielrĂ€ume. „Gerade im Grundschulalter sind die Kinder offen fĂŒr neue Themen“, so Stefanie Witt. „Auf diese Weise legt diese Unterrichtseinheit einen ersten Grundstein fĂŒr die KlimaschĂŒtzer von morgen.“ Die Lehrerinnen und Lehrer bekommen eine Liste mit Materialien an die Hand, mit deren Hilfe sie das Thema weiter vertiefen können.

Die Projektentwicklung 2009 konnte durch Preisgelder aus dem DM-Wettbewerb „Sei ein Futurist“, durch das Agenda21 BĂŒro und den Ideenwettbewerb „Unendlich viel Energie“ finanziert werden. FĂŒr Schulklassen in Freiburg gibt es eine UnterstĂŒtzung der Freiburger BĂŒrgerstiftung finanziert mit Hilfe der Volksbank Freiburg und der EWS Schönau. Seit dem Schuljahr 2011/12 fördert die badenova die Unterrichtsbesuche an Schulen in ganz SĂŒdbaden. Auch dieses Jahr ist das fesa-Team wieder an 130 Schulen zu Gast.

„Wir freuen uns sehr ĂŒber den Climate First Preis fĂŒr Klimaschutz zum Anfassen“, sagt auch fesa-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Diana StrĂ€uber. „Nachdem das Projekt im Rahmen der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung 2012/13 ausgezeichnet wurde, bekommt es jetzt auch die Anerkennung der Stadt Freiburg. Auch im nĂ€chsten Schuljahr kann der fesa e.V. so in viele Kinderherzen einen Samen fĂŒr nachhaltiges Leben und Handeln legen.“

Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir die Menschen fĂŒr Erneuerbare Energien und Energie-effizienz, schlagen mit innovativen Projekten neue Wege ein und schaffen ĂŒber unser Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden. Über unsere Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informieren wir aktuell ĂŒber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 


Copyright 2010 - 2022 Benjamin Jäger