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Verschiedenes

NABU: 300.000 Amseln fielen Usutu-Virus 2011 zum Opfer
Amseln gehören zu den hÀufigsten Gartenvögel Deutschlands / Foto: F.Hecker, NABU
 
NABU: 300.000 Amseln fielen Usutu-Virus 2011 zum Opfer
Miller: Risiko fĂŒr Amseln groß, aber nicht bestandsgefĂ€hrdend

Berlin – Vogelexperten des NABU haben erstmals berechnet, wie sich das Usutu-Virus in Deutschland auf den Amselbestand ausgewirkt hat. Zu diesem Zweck wurden Daten seit dem Jahr 2006 aus Deutschlands grĂ¶ĂŸten VogelzĂ€hlaktionen „Stunde der Gartenvögel“ und „Stunde der Wintervögel“ ausgewertet. Danach fielen dem Virus im vergangenen Jahr rund 300.000 Amseln zum Opfer. „Die Zahlen zeigen, dass das Risiko fĂŒr Amseln in bestimmten Regionen groß, aber bundesweit nicht bestandsgefĂ€hrdend ist“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Bei den NABU-VogelzĂ€hlaktionen, die jĂ€hrlich im Januar und Mai stattfinden, gehen jeweils Vogelerfassungen aus mehr als 30.000 GĂ€rten und Parks ein.

Noch ist unklar, wie sich das Vogelsterben und die AmselbestĂ€nde in Zukunft entwickeln werden. Allerdings belegen die NABU-Daten erstmalig den negativen Einfluss des Virus auf regionale Amselpopulationen. Das Ausbruchsgebiet hat sich im Sommer 2012 leicht ausgebreitet und umfasst nun die Rheinebene von Freiburg im Breisgau bis Köln und das Maintal aufwĂ€rts bis Frankfurt am Main und Hanau. „Die Ausbreitung des Virus sollte allerdings kein Grund zur Panik sein. Wir können davon auszugehen, dass die Amseln zunehmend resistent gegen den Erreger werden. In den befallenen Regionen sollten Ă€hnliche Massensterben von Jahr zu Jahr weniger extrem ausfallen“, so NABU-Vogelexperte Lars Lachmann.

Erstmals ausgebrochen war das tropische Virus im Sommer 2011 am nördlichen Oberrhein im Grenzgebiet von Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-WĂŒrttemberg. Hier hatte es zu einem regelrechten Massensterben gefĂŒhrt. Nach Berechnungen des NABU ist in den 21 betroffenen Landkreisen der Amselbestand innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel im Vergleich zum Mittel der Vorjahre gesunken. In den Landkreisen, in denen das Virus nicht nachgewiesen wurde, ging der Bestand lediglich um zwölf Prozent zurĂŒck. Daraus ergibt sich die Zahl der insgesamt 300.000 am Virus verendeten Amseln.

Ähnlich stellt sich die Situation bei der Winterpopulation im Januar dar: Hier war der RĂŒckgang der Amseln in den vom Usutu-Virus befallenen Landkreisen um 15 Prozent stĂ€rker als im Rest Deutschlands. WĂ€hrend das Virus nach Augenzeugenberichten in manchen Gegenden zwischenzeitlich zum völligen Verschwinden von Amseln gefĂŒhrt hat, ist dies auf Landkreisebene bislang nicht der Fall. Um die weitere Entwicklung des Virus zu beobachten und zu bewerten, ruft der NABU dazu auf, möglicherweise am Usutu-Virus erkrankte oder gestorbene Amseln zu melden. Dies ist ĂŒber ein Online-Formular möglich auf www.nabu.de/amselmeldebogen

Frisch tote verdĂ€chtige Vögel können zudem zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut fĂŒr Tropenmedizin (BNI) geschickt werden.

Das Usutu-Virus stammt ursprĂŒnglich aus SĂŒdafrika und trat 2011 zum ersten Mal in Deutschland auf. Infizierte Vögel wirken apathisch und unkoordiniert und weisen hĂ€ufig auch kahle Stellen im Kopf- und Halsgefieder auf. Das Virus wird von der heimischen Nördlichen HausmĂŒcke ĂŒbertragen, wie Experten der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur BekĂ€mpfung der Schnakenplage (KABS) in Zusammenarbeit mit der UniversitĂ€t Heidelberg und dem Bernhard-Nocht-Institut nachweisen konnten. Das Virus ĂŒberwintert in den MĂŒckenweibchen und wird nur direkt von ihnen ĂŒbertragen. Es kann weder von Vogel zu Vogel noch vom Vogel zum Menschen ĂŒbertragen werden. Obwohl auch andere Vogelarten mit dem Usutu-Virus infiziert werden, ist es bislang unklar, warum ihm hauptsĂ€chlich Amseln zum Opfer fallen.

Amseln sind mit 13 Prozent die am weitesten verbreitete Vogelart in Deutschland. Nach SchÀtzungen leben etwa acht bis 16 Millionen Brutpaare in Deutschland, nach der Brutzeit im Sommer etwa 50 bis 60 Millionen Individuen.
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Freiburger OB nach Störfall mit Verletzten im AKW Fessenheim
OB Dieter Salomon erwartet eine verbindliche Aussage von PrĂ€sident Hollande fĂŒr eine schnellstmögliche Stilllegung des Ă€ltesten französischen Atomreaktors

„Es ist den Menschen nicht zuzumuten, noch jahrelang mit den Risiken von Fessenheim leben zu mĂŒssen!“

Freiburgs OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon nimmt den Störfall im Atomkraftwerk Fessenheim vor wenigen Tagen zum Anlass, die Forderung nach einer umgehenden Stilllegung des Ă€ltesten französischen Atomreaktors zu bekrĂ€ftigen. Dazu sei eine verbindliche Aussage der französischen Regierung ĂŒber einen zeitnahen Termin erforderlich.

Bei Reinigungsarbeiten am 5. September waren im Atomkraftwerk Fessenheim Arbeiter durch Dampfaustritt verletzt worden. Salomon: „Es fĂ€llt angesichts von mehr als 20 Stör- und ZwischenfĂ€llen allein im laufenden Jahr immer schwerer, den Aussagen der Betreiber und der französischen Atomaufsicht Glauben zu schenken, Fessenheim sei sicher.“ Salomon erinnerte daran, dass eine Untersuchung der Atomaufsichtsbehörde vom November 2011 SicherheitsmĂ€ngel bestĂ€tigt habe, die seit langem Anlass zur Sorge vor einem Reaktorunfall in der Region seien.

Bereits im April 2011 hatten rund 400 Regionalpolitikerinnen und -politiker aus dem Elsass in einem offenen Brief an den damaligen französischen StaatsprĂ€sidenten Sarkozy eine Abschaltung des Ă€ltesten französischen Kraftwerks gefordert. Entsprechende Resolutionen, mit denen eine sofortige Stilllegung gefordert worden war, hatten der Freiburger Gemeinderat, viele weitere oberrheinische Kommunen und u.a. auch der Stadtrat von Straßburg verabschiedet.

Salomon erkennt an, dass der neue französische StaatsprĂ€sident Hollande nach seinem Amtsantritt im Mai eine Schließung des Reaktors noch wĂ€hrend seiner Amtszeit (bis 2017) in Aussicht gestellt hat. „Das ist gegenĂŒber den bisherigen zynischen Aussagen von Sarkozy ein deutlicher Fortschritt.“ Allerdings erwarten die Menschen am Oberrhein angesichts der dauernden StörfĂ€lle eine verbindliche Aussage ĂŒber eine möglichst schnelle Schließung nicht erst gegen Ende der PrĂ€sidentschaft, sondern deutlich frĂŒher. „Es ist den Menschen nicht zuzumuten, noch ĂŒber mehrere Jahre mit den Risiken von Fessenheim leben zu mĂŒssen. Fukushima sollte endgĂŒltig eine Lehre gewesen sein, dass auch das Undenkbare passieren kann, mit schlimmsten Auswirkungen fĂŒr die gesamte Oberrheinregion.“ sagt Salomon.

Der OberbĂŒrgermeister regte erneut an, das Thema Fessenheim auf die Tagesordnung der Deutsch-Französischen Regierungskonsultationen zu setzen. Dies hatte Bundeskanzlerin Merkel bisher mit dem Hinweis auf innerfranzösische Angelegenheiten abgelehnt. Diese BegrĂŒndung lĂ€sst der Freiburger OberbĂŒrgermeister nicht gelten, da die Gefahren eines AKW unmittelbar an der Grenze nicht nur Sache der französischen Regierungspolitik seien, sondern die ganze Region am Oberrhein berĂŒhren. Unter Freunden mĂŒsse auch ein klares Wort zu einer fĂŒr die Stadt und die Region existenziellen Frage möglich sein, ohne dass die deutsch-französische Zusammenarbeit dadurch beeintrĂ€chtigt werde, stellt Dieter Salomon fest.
 
 

Buchtipp: Karen Duve
 
Buchtipp: Karen Duve "AnstÀndig essen"
Lebt es noch oder isst du es schon? Ein Selbstversuch.

»Die dringendste Frage zu Beginn meiner Bio-Phase: ob ich weiterhin Cola-Light trinken kann. Davon gehe ich nĂ€mlich aus. Cola-Light besteht doch sowieso ausschließlich aus Chemie. Da dĂŒrfte sich die Bio-Frage eigentlich gar nicht erst stellen.«

Karen Duve gehörte nicht eben zur Gesundheitsfraktion. BratwĂŒrstchen und GummibĂ€ren wanderten genauso in ihren Einkaufswagen wie Schokolade und Curryketchup in 1-L-Plastikflaschen. Doch dann zog sie mit jemandem zusammen, der schnell den Spitznamen Jiminy Grille erhielt – nach dem personifizierten Gewissen der Holzpuppe Pinocchio. Denn Jiminy schrie auf, wenn Karen Duve nach der »GrillhĂ€hnchenpfanne fĂŒr 2,99« griff. Und Karen Duve musste einrĂ€umen, dass das Leben der »GrillhĂ€hnchenpfanne« vor ihrer Schockfrostung wohl eher unerfreulich gewesen war. So stellten sich vor der TiefkĂŒhltruhe schnell grundlegende Fragen: Darf man Tiere eigentlich essen? Und wenn Tiere nicht, warum dann Pflanzen? Wo beginnt die menschliche Empathie, und warum? Was sind wir bereit aus RĂŒcksicht auf die Mitlebewesen zu opfern? Oder können wir sogar einen persönlichen Gewinn daraus ziehen, unsere Gewohnheiten zu Ă€ndern?

Irgendwann wollte Karen Duve es wirklich wissen: Jeweils zwei Monate lang testet sie seitdem ErnĂ€hrungsweisen mit moralischem Anspruch: Biologisch-organisch, vegetarisch, vegan und am Ende sogar frutarisch, also nur das, was die Pflanze freiwillig spendet. Parallel dazu setzt sie sich mit der dahinterstehenden Weltsicht auseinander – und liefert sich mit Jiminy Grille die unausweichlichen Verbalduelle. Erst kurz vor der Veröffentlichung dieses Buches wird sie eine Lebensentscheidung treffen – die, wie sie sich weiter ernĂ€hren und weiter leben will. Schonungslos und mit der ihr eigenen knochentrockenen Komik setzt sie sich jenseits aller Ideologien mit der Frage auseinander: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

Verlag Galiani Berlin 2011, 338 Seiten, EUR 19,99 (D), 20,60 (A) / sFR 28,90
ISBN 978-3-86971-028-0
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Schmutziges Palmöl made in Kamerun
WWF kritisiert geplante Plantage in Zentralafrika des Unternehmens Herakles

Berlin - Der US-amerikanische Palmölproduzent Herakles und seine Tochterfirma Sustainable Oil Cameroon sind aus dem RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ausgetreten. Der Austritt der Unternehmensgruppe ist eine Reaktion auf Beschwerden des WWF Kamerun und acht weiterer NGOs und internationaler Experten gegen eine geplante Ölpalmplantage in Kamerun. Dort sollen rund 70.000 Hektar Wald inmitten von vier Schutzgebieten den KettensĂ€gen zum Opfer fallen. Durch die Beschwerde hatte der RSPO Herakles vorerst weitere AktivitĂ€ten wie Rodungen untersagt. „Offenbar will das Unternehmen die Plantage jetzt ohne RĂŒcksicht auf ökologische und soziale Verluste vorantreiben“, so die EinschĂ€tzung von Ilka Petersen, Referentin fĂŒr Agrarrohstoffe beim WWF Deutschland. „Herakles ist zwar damit gescheitert, den RSPO als Deckmantel fĂŒr seine AktivitĂ€ten zu nutzen, aber leider ist damit die Gefahr fĂŒr den Regenwald nicht gebannt.“

Das von der Plantage betroffene Gebiet gehört zu den ökologisch wertvollsten Gebieten der Erde. Hier leben bedrohte Tiere wie Schimpansen, Waldelefanten, Wildkatzen und Stummelaffen. Der WWF hat mit Hilfe von Satellitenaufnahmen mindestens die HĂ€lfte der Konzession als weitestgehend intakten Wald identifiziert, der als wichtige ökologische Pufferzone und Korridor fĂŒr die umgebenden Schutzgebiete sowie als Lebensgrundlage fĂŒr die lokale Bevölkerung dient. Johannes Kirchgatter, Afrikareferent beim WWF Deutschland kĂŒndigt an, mit den Gemeinden vor Ort und anderen Organisationen weiter massiv gegen die Errichtung der Plantage in diesem artenreichen Wald zu kĂ€mpfen. „Wir hoffen, dass die Regierung in Kamerun Herakles nicht erlaubt, ohne die Zustimmung der lokalen Bevölkerung und die Bewertung der biologischen Risiken mit dem Projekt fortzufahren.“

Sollte dies nicht der Fall sein, wird der WWF auch Klagen vor kamerunischen Gerichten unterstĂŒtzen. Die WĂ€lder Afrikas stehen unter enormen Druck. Nachdem in Indonesien und Malaysia bereits auf einer FlĂ€che von mehr als zehn Millionen Hektar Ölpalmen wachsen, suchen die Produzenten jetzt nach FlĂ€chen in Afrika, um ihre Produktion auszuweiten.

Der WWF wird weiter nach alternativen, umweltfreundlicheren Nutzungen fĂŒr das Gebiet suchen und warnt potenzielle Investoren, darunter auch mögliche Geldgeber aus Deutschland, davor, einen ungezĂŒgelten Palmölboom in Afrika finanziell zu unterstĂŒtzen. „Investitionen in Projekte, die nicht einmal die Regeln des RSPO als Mindeststandards erfĂŒllen, mĂŒssen tabu sein“, so die WWF-Forderung.
 
 

 
Erneuter Störfall in Fessenheim
Der „Störfall“ von heutigen Mittwoch Nachmittag im AKW Fessenheim zeigt, dass auch vom abgeschalteten AKW Gefahren ausgehen. Französische Medien berichten von einem Chemieunfall. Der Energiekonzern EDF erklĂ€rte, Wasserstoffperoxid habe durch einen menschlichen Fehler mit Wasser reagiert, dabei sei es zu einer Dampfexplosion gekommen. L`Essentiell aus Luxemburg meldet, das zwei Mitarbeiter VerbrĂŒhungen an den HĂ€nden erlitten haben. Andere Medien berichten von mehr Verletzten. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Auswertung und Bewertung solcher StörfĂ€lle liegt zuerst immer beim Betreiber EDF. Das natĂŒrliche Interesse der EDF an einer „objektiven Bewertung“ solcher UnfĂ€lle kennen wir und wir haben auch immer erlebt, wie versucht wurde, UnfĂ€lle herunter zu spielen.

Ein „kleiner“ Unfall (wie ihn die Medien aktuell melden) wĂ€re isoliert betrachtet kein großes Problem. Das Problem im Ă€ltesten AKW Frankreichs in Fessenheim ist nach Ansicht von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer die HĂ€ufung extrem vieler „kleiner und großer“ VorfĂ€lle und UnregelmĂ€ĂŸigkeiten. Dies spricht fĂŒr eine schlechte Sicherheitskultur im Atomkraftwerk und eine schlechte Sicherheitskultur ist immer auch eine Gefahr fĂŒr die Menschen.

Echte Sicherheit gibt es erst, wenn der französische PrÀsident François Hollande sein Versprechen umsetzt und das altersschwache AKW Fessenheim abstellt.
 
Autor: BUND Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein

 
Fortbildung zum „Energiewender“
Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ geht in die zweite Runde

Freiburg, 05.09.2012: Die Energiewende ist ins Stocken geraten – dies ist zwar der Fall auf der Ebene der Bundespolitik. In der Region SĂŒdlicher und Mittlerer Oberrhein jedoch wird mit viel neuem Elan, konkreten AktivitĂ€ten und badischer GrĂŒndlichkeit fleißig an der Umsetzung von Klimaschutzzielen und dem Ausbau von Erneuerbaren Energien gearbeitet. In den letzten zwei Jahren wurden Klimaschutzkonzepte fĂŒr Teilregionen und Ober- und Mittelzentren in der Region erstellt, diese mĂŒssen nun fachgerecht in den Gemeinden der Region umgesetzt werden. Im Oktober 2012 beginnt die einzige in SĂŒdbaden angebotene Fortbildung im Bereich „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ in Freiburg. In dieser zukunfts-weisenden Weiterbildung können Akteure in der Region die zur Gestaltung und Umsetzung der Energiewende auf kommunaler Ebene notwendigen Kompetenzen und Qualifikation erwerben.

„Sowohl die Kommunen und Unternehmen in der Region als auch ehrenamtlich Aktive tragen immer wieder an uns heran, dass mehr Wissen und Kompetenz fĂŒr die Durch-fĂŒhrung von Klimaschutzprojekten in StĂ€dten und Gemeinden nötig sind“, erklĂ€rt Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa e.V. Eine Beobachtung, die – so ein Expertenkreis von 25 VertreterInnen nationaler VerbĂ€nde und Organisationen, darunter auch Freiburgs UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik - fĂŒr ganz Deutschland zutrifft. Die vom Experten-kreis bereits 2010 herausgegebende Studie „Förderung von Klimaschutz und Nachhaltiger Energiepolitik fĂŒr die Kommune der Zukunft“ fordert bundesweit mehr und bessere Quali-fizierungsangebote im Bereich „Kommunaler Klimaschutz“, um den in vielen Kommunen, BeratungsbĂŒros und Stadtwerken existierenden Mangel an qualifiziertem Personal zur Umsetzung von kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzepten begegnen zu können.

Bereits seit 2011 unterstĂŒtzt der Fesa e.v. in Kooperation mit ifpro, dem Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement, die Kommunen auf ihrem Weg in Richtung Energie-wende durch ein innovatives und wegweisendes Fortbildungsangebot ‚Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement‘. Der Kurs findet vom 12. Oktober 2012 bis zum 23. MĂ€rz 2013 statt und umfasst 15 Wochenendseminare mit insgesamt 180 Unterrichtseinheiten. Die berufsbegleitende Fortbildung richtet sich an kommunale Angestellte und Gemeindevertreter, Unternehmen im Bereich Klimaschutz und Energie, Energie- und Umweltberater, Hochschulabsolventen zur beruflichen Spezialisierung sowie Personen aus lokalen Energie- und Umweltschutzgruppen. Im MĂ€rz 2012 konnten 11 TeilnehmerInnen den ersten Kurs erfolgreich abschließen und sind nun dabei die erworbenenen Kenntnisse beruflich und praktisch anzuwenden.

Einige Beispiele: Andreas Meyer hat als Beauftragter fĂŒr Energiemanagement der Schwarzwaldgemeinde Niedereschach die Fortbildung besucht, um vor Ort das neu entwickelte Energiekonzept umsetzen zu können. „Die Fortbildung des fesa e.V. ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen einer glaubwĂŒrdigen und nachhaltigen Klimaschutz-politik einer Kommune“, bilanziert er den Kurs. „Mit den vermittelten Inhalten ist meine Gemeinde in der Lage, neue Handlungsfelder zur nachhaltigen Reduzierung von Treib-hausgasen fĂŒr sich zu erschließen und somit ihrer Vorbildfunktion gegenĂŒber ihren BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern gerecht zu werden. Die aufgezeigten Potenziale und Handlungsfelder tragen im erheblichen Ausmaß zur Umsetzung der kommunalen Klimaschutzziele bei und decken Einsparmöglichkeiten im kommunalen Haushalt auf. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Gremien der Kommune profitiert spĂŒrbar von der Fortbildung. So können Fragen schneller beantwortet und auf eine externe, kostenpflichtige Beratung im Klimaschutzfragen oft verzichtet werden.“

Teilnehmerin Marlies Billich gehört mit zu der Gruppe engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die im FrĂŒhjahr dieses Jahres einen „Arbeitskreis Energie & Klimaschutz“ in Efringen-Kirchen gegrĂŒndet hat. Sie kann so ihr Wissen zum Nutzen der Gemeinde in ehrenamtlicher Arbeit einbringen. Derzeit ist sie eine der maßgeblichen treibenden KrĂ€fte zur GrĂŒndung einer Dorfenergiegenossenschaft in Efringen-Kirchen. „Die Inhalte wurden sehr praxisbezogen und gut vermittelt“, so Marlies Billich. „Ich habe viele Anregungen erhalten fĂŒr die Arbeit in meiner Gemeinde und weiß wie das Erlernte praktisch vor-Ort in konkrete AktivitĂ€ten umgesetzt werden kann. So kann ich mich direkt bei der Gestaltung der Energiewende in meiner Gemeinden beteiligen.“

Auch Mattias Rausch, der die Fortbildung im Anschluss an sein Geographiestudium besucht hat, ist zufrieden: „Die Fortbildung hat mir einen umfassenden Einstieg in die Themen der kommunalen Energiewende gegeben.“ Noch wĂ€hrend der Fortbildung wurde er von einem Arbeitgeber rekrutiert. „Besonders wertvoll fĂŒr mich und meinen neuen Arbeitgeber sind vor allem die zahlreichen Praxiserfahrungen, welche die Dozenten uns Teilnehmern mit auf den Weg gaben. Die Fortbildung ist daher genau richtig fĂŒr alle, die sich nachher beruflich in diesem Bereich engagieren möchten." Bei endura kommunal in Freiburg entwickelt er jetzt Klimaschutzkonzepte und NahwĂ€rmenetze. Ein anderer UniverstĂ€tsabgĂ€nger, Pascal Zimmer, hat nach Abschluss der Fortbildung sofort eine Anstellung beim Windkraftentwickler wpd gefunden. „Was mir die Fortbildung gebracht hat, ist zum einen die Vertiefung von Fachwissen ĂŒber Erneuerbare Energien und die diversen Nachhaltigkeitsaspekte“, meint Pascal Zimmer. „Immens vorteilhaft war der Kontakt zu Experten aus der Praxis und der Einblick in deren alltĂ€gliche Arbeit“.

Ausgehend vom Kontext lokaler Klimaschutz und regionale Wertschöpfung vermittelt die Fortbildung den Teilnehmern umfangreiche Kenntnisse ĂŒber die Instrumente und praktische Arbeit im kommunalen Klimaschutz. Frei nach dem Motto von Mahatma Gandhi „Ein Pfund Praxis ist mehr wert als 10 Pfund Theorie“ legen die Veranstalter viel Wert darauf, dass ein Großteil der Inhalte von Experten aus der Praxis vermittelt wird. Einen anschaulichen Einblick in die praktische Umsetzung von Projekten und Konzepten vor Ort bekommen die Teilnehmer durch eine Vielfalt von Referenten, die ganz konkret aus ihren Kommunen und Institutionen berichten. Eine intensive EinfĂŒhrung in das Projektmanagement, verbunden mit praktischen Übungen und der Umsetzung eines im Rahmen des Kurses durchgefĂŒhrten, eigenen Projektes runden das Programm fĂŒr die Klimaschutzmanager von morgen ab. „Unsere Dozentinnen und Dozenten sind aus-gewiesene FachkrĂ€fte, die ĂŒber eine sehr große praktische Erfahrung verfĂŒgen“, ergĂ€nzt Dr. Wulf Westermann, Projektleiter bei ifpro. „Zudem zeichnet sie eine langjĂ€hrige Lehrerfahrung aus.“

Die Fortbildung ist Teil der Kampagne „Energieautonome Kommunen“, mit der der fesa e.V. die Kommunen auf dem Weg in die Energiewende unterstĂŒtzt. „Die Kommunen sind prĂ€destiniert, die Vorreiterrolle einzunehmen“, so Nico Storz vom fesa e.V. „Wir können unsere energie- und klimapolitischen Ziele nur erreichen, wenn die erheblichen Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den Kommunen ausgeschöpft werden.“
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Themenpaket Sparlampen: Alle Tests und Kauftipps
 
Themenpaket Sparlampen: Alle Tests und Kauftipps
Die EU macht GlĂŒhbirnen zum Auslaufmodell und der Abschied fĂ€llt manchem schwer. Doch die Tests der Stiftung Warentest zeigen: Es gibt viel bessere Alternativen, vor allem LED-Lampen. Die QualitĂ€ts- und Preisunterschiede sind allerdings enorm. Die Tester fanden in ihren Tests teure Produkte, die nichts taugen, und billige, die auf Dauer teuer sind.

Das Onlineportal test.de bietet nun ein Themenpaket Sparlampen an, das die bisherigen Tests der Stiftung Warentest bĂŒndelt. Es enthĂ€lt die Testergebnisse von 60 LED-, Kompaktleuchtstoff- und HalogenglĂŒhlampen mit unterschiedlichen Sockeln (E14, E27, GU10, GU5.3.) und Formen (Birne, Kerze und Spot). Zudem beantwortet es die hĂ€ufigsten Fragen rund und den Lampenkauf und gibt hilfreiche Tipps.

Das Themenpaket Sparlampen hat 29 Seiten, kostet 3 Euro und ist als PDF-Datei unter www.test.de/thema/energiesparlampen erhÀltlich.
 
 

 
100-Prozent-Region Freiburg
Die Region Freiburg kann sich in Zukunft zu 100 Prozent mit regenerativen Energien versorgen

Energieverbrauch muss dazu um 50 Prozent gesenkt werden

Milliardeninvestitionen in die Region können in Zukunft hohe Energierechnungen verhindern

Die Region Freiburg, also die Stadt Freiburg und die beiden umliegenden Landkreise Emmendingen und BreisgauHochschwarzwald, könnten ihren Strom- und WÀrmeenergiebedarf durch eigene, regenerative Erzeugung decken. Voraussetzung ist allerdings die Halbierung des Energieverbrauchs.

Dies ist das Ergebnis einer Studie des Clusters Green City Freiburg und der drei Gebietskörperschaften Stadt Freiburg, Landkreis Emmendingen und Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die von der Energieagentur Regio Freiburg erarbeitet wurde. Untersucht wurde die technische Machbarkeit einer 100-Prozent-Region, also die Frage, ob sich Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie in der Region Freiburg durch eine Kombination aus Energieeinsparung und gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien zu 100 Prozent regenerativ versorgen könnten. Der Sektor Verkehr war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Finanziert wurde die Studie maßgeblich durch das Cluster Green City Freiburg mit UnterstĂŒtzung der FWTM, der Stadt Freiburg sowie der Wirtschaftsförderung Region Freiburg e.V. Ziel der Studie ist es, die Diskussion ĂŒber den regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen und die Steigerung der Energieeffizienz zu unterstĂŒtzen. OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon: „Das ehrgeizige Ziel, die Green City Freiburg gemeinsam mit den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen langfristig zur 100-Prozent-Region zu entwickeln, spornt uns an. Freiburg will auch in Zukunft weltweites Vorbild in Sachen Klimaschutz bleiben.“ Salomon dankte dem Cluster Green City fĂŒr die Initiative, durch die es zum ersten Mal gelungen sei, eine Energiestudie fĂŒr die Gesamtregion zu erstellen.

Die Studie untersucht den Energiebedarf der drei Kreise nach Sektoren und den heutigen Stand der Energieversorgung und vergleicht diesen mit den Potentialen fĂŒr regenerative Energien. Die grĂ¶ĂŸten Potentiale werden fĂŒr die Stromerzeugung in den Bereichen Photovoltaik und Windenenergie ausgemacht, fĂŒr die WĂ€rmerzeugung in den Bereichen Solarthermie und Biomasse. Die Potentiale bei Photovoltaik und Wind sind mit mehr als 80 Prozent so groß, dass in der Jahresbilanz erhebliche ÜberschĂŒsse produziert werden könnten. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei beiden Technologien um stark schwankende Energiemengen handelt. Christian Neumann, Projektleiter der Energieagentur Regio Freiburg hierzu: „Allein mit dem Ausbau der Erneuerbaren und Energieeinsparung ist es nicht getan. Das zukĂŒnftige Energiesystem wird von einem hohen Regelbedarf zum Abgleich von Energieproduktion und -verbrauch charakterisiert sein. Technologien wie Energiespeicher und dezentrale Kraft-WĂ€rme-Kopplung werden so SchlĂŒsseltechnologien der Energiewende ohne die eine Zielerreichung unmöglich ist. Auch die Region wird sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen mĂŒssen.“

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien innerhalb der Region ist insbesondere die Nutzung von Einsparpotentialen zur Erreichung des 100-Prozent-Ziels von Bedeutung: Im Vergleich zu heute muss der Energieverbrauch, vor allem bei WĂ€rme, um 50 Prozent gesenkt werden. Das Haupteinsparpotenzial liegt hier in der Sanierung des GebĂ€udebestands. UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik: „Die Aktivierung dieses Potentials ist gleichzeitig auch die grĂ¶ĂŸte Herausforderung der Energiewende.“

Im Gegensatz zu den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, die das 100-Prozent-Ziel jeweils individuell erreichen können, ist die Stadt Freiburg auf den Energieimport aus den umliegenden Landkreisen angewiesen. Auf ihrer eigenen Gemarkung kann die Stadt den notwendigen Energiebedarf regenerativ selbst nicht vollstĂ€ndig erzeugen. Das gilt sowohl fĂŒr den Bereich WĂ€rme als auch fĂŒr den Bereich Strom. Aus eigener Kraft könnte die Stadt Freiburg etwa 70 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Ressourcen decken. In den beiden Landkreisen kann dagegen - vor allem beim Strom - mehr regenerative Energie erzeugt werden, als verbraucht wird.

Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sieht man in der Studie eine sehr gute Grundlage um ressourcenschonenden Energieverbrauch und Energieeffizienz in der Region weiter zu entwickeln. In einem Schreiben an den FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Bernd Dallmann bezeichnet LandrĂ€tin Dorothea Störr-Ritter es als „große Herausforderung, aus den Ergebnissen der Energiebilanzstudie ein Handlungsprogramm zu entwickeln, das auf die kommunalen ZustĂ€ndigkeiten und auf die finanziellen Möglichkeiten abgestimmt werden muss“. Die Studie werde in den nĂ€chsten Gremiensitzungen des Kreistages vorgestellt und diskutiert. Anschließend wĂŒrden die Ergebnisse dann wieder in die weiteren Beratungen in der Region Freiburg einfließen.

Der Landkreis Emmendingen hat kĂŒrzlich in einer eigenen Studie die Möglichkeit untersuchen lassen, den Landkreis unabhĂ€ngig von fossilen EnergietrĂ€gern zu versorgen. Landrat Hanno Hurth: ".Der Landkreis Emmendingen hat das regional wichtige Thema bereits aufgegriffen und in einem Klimaschutzkonzept bereits die Möglichkeit untersuchen lassen, den Landkreis unabhĂ€ngig von fossilen EnergietrĂ€gern zu versorgen. Neben Energiesparmaßnahmen sollen die großen Potenziale bei Solarenergie, Windkraft und Biomasse, insbesondere Holz, ausgebaut werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist eine gewaltige und wichtige Aufgabe fĂŒr alle."

Die 100-Prozent-Region hat erhebliche ökonomische Auswirkungen. Zur vollstĂ€ndigen Erschließung aller Potenziale der Erzeugung erneuerbarer Energien wĂ€ren Investitionen in Höhe von rund drei Milliarden Euro nötig. Hinzu kommen rund zwölf Milliarden Euro fĂŒr die GebĂ€udesanierung der WohngebĂ€ude. Dies kann nur gelingen, wenn eine Vielzahl von Akteuren zugleich handelt. Gleichzeitig trĂ€gt die Energiewende maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Heute werden in der Region jĂ€hrlich ca. 900 Millionen Euro fĂŒr Energie ausgegeben. Da es sich hierbei weitgehend um fossile EnergietrĂ€ger handelt, die von außerhalb der Region importiert werden, fließt ein Großteil dieser Summe aus der Region ab. Der Sprecher des Clusters Green City Freiburg und FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann: „Durch Investitionen in erneuerbare Energien verbleibt der grĂ¶ĂŸte Teil dieser Summe in der Region, anstelle des Abflusses von Hunderten von Millionen jĂ€hrlich nach außen. Regionale Umweltunternehmen, das Handwerk und die Arbeitnehmer werden in großem Maße von der Entwicklung profitieren. Damit wirkt das ökologische Ziel wie ein gigantisches regionales Konjunkturprogramm – eine Win-Win-Situation fĂŒr Ökologie und Ökonomie.“

Das Ziel einer 100-Prozent-Region kann nur erreicht werden, wenn eine Vielzahl von Akteuren handelt und investiert. Aus Sicht der Auftraggeber ist es deshalb notwendig, die Rahmenbedingungen fĂŒr den Ausbau der Produktion erneuerbarer Energien und Einsparinvestitionen zu gestalten und regional abzustimmen.

Als nĂ€chstes steht nun eine Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion des weiteren Vorgehens in den Gremien der Region Freiburg an. Innerhalb dieser Diskussion muss auch ĂŒber ein gemeinsames energie- und klimapolitisches Ziel der Region und die Vorbereitung einer gemeinsamen Umsetzung gesprochen werden.

Der Cluster Green City Freiburg vernetzt ĂŒber 140 Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie und der Erneuerbaren Energien in der Region Freiburg. In einer Steuerungsgruppe werden regelmĂ€ĂŸig umweltpolitische Themen diskutiert und Projektideen fĂŒr die Green City und deren weltweite Spitzenstellung in Sachen Ökologie entwickelt. Der Cluster wird koordiniert von der FWTM und durch den Strukturfond der EuropĂ€ische Union (EFRE) und das Land Baden-WĂŒrttemberg
gefördert.
 
 



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