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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
Freiburg: Gemeinderat wĂ€hlt neuen Leiter fĂŒr das Umweltschutzamt
Klaus von Zahn wird der neue Leiter des Umweltschutzamtes.
Der Gemeinderat wÀhlte heute den promovierten
Umweltplaner mit sehr großer Mehrheit als Nachfolger von
Dieter Wörner, des bisherigen langjÀhrigen Leiters des
Freiburger Umweltschutzamtes. Von Zahn wird sein Amt zum
1. September antreten.

Der 1966 geborene Bonner studierte Technischen
Umweltschutz in Wuppertal und promovierte an der
Technischen UniversitÀt in Dortmund im Fach Raumplanung.
Klaus von Zahn trat 1993 in den Dienst der Stadt DĂŒsseldorf.
Sein Weg fĂŒhrte dabei vom Umweltschutz ĂŒber die
Stadtplanung zur Stadtentwicklung und Stadterneuerung,
bevor er dort zum Leiter des Umweltschutzamtes gewÀhlt
wurde. Er besitzt fundierte Fachkenntnisse und eine
langjĂ€hrige Verwaltungs- und FĂŒhrungserfahrung.

Klaus von Zahn ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
 
 

 
Freiburg: Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2014 stehen fest
Der Georg Salvamoser Preis 2014 in Höhe von jeweils 20.000 EUR geht an die Gemeinde Saerbeck (Nordrhein-Westfalen) sowie an die Solarcomplex AG, Singen (Baden-WĂŒrttemberg).

Einen Sonderpreis (10.000 Euro) erhÀlt das Hotel Victoria in Freiburg.

Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2014 stehen fest. Aus einer Vielzahl hochrangiger Bewerbungen fĂŒr den von der Stadt Freiburg und der Georg-Salvamoser-Stiftung ausgelobten Preis hat die Jury insgesamt drei sehr engagierte Gewinner mit Strahlkraft ausgewĂ€hlt.
Die zwei mit jeweils 20.000 EUR dotierten Hauptpreise gehen an die Gemeinde Saerbeck in Nordrhein-Westfalen fĂŒr das kommunale Projekt „Bio-energiepark“ sowie an die bĂŒrgerfinanzierte Solarcomplex AG in Singen (Hegau) fĂŒr das „solargestĂŒtzte NahwĂ€rmenetz BĂŒsingen“. Einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 EUR erhĂ€lt das familiengefĂŒhrte Freiburger Best Western Premier Hotel Victoria von Astrid und Bertram SpĂ€th fĂŒr das außergewöhnliche Engagement bei der Nutzung erneuerbarer Energien.

Neue Dimension der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energie

Auf dem 90 Hektar großen GelĂ€nde eines ehemaligen Munitionsdepots hat die Gemeinde Saerbeck einen innovativen Bioenergiepark mit einem großen Solarkraftwerk, sieben Windkraftanlagen und zwei Biomassekraftwerken errichtet (insgesamt 29 MW). Damit erzeugt die Gemeinde im nördlichen MĂŒnsterland doppelt so viel Strom, wie ihre BĂŒrger und die Betriebe im Ort benötigen. Das Eigenkapital fĂŒr die insgesamt 70 Mio. Euro Investitionsmittel kam ausschließlich von örtlichen Investoren. Mit dem Energielehrpfad und einer glĂ€sernen Heizzentrale motiviert die Kommune ihre BĂŒrger und eine zunehmende Zahl von Besuchern zum Nachahmen. „Als Plusenergiegemeinde rĂŒckt Saerbeck in eine neue, zukunftsweisende Dimension der Energiewende vor. Sie zeigt, dass die Potenziale fĂŒr 100% erneuerbare Energien auf lokaler Ebene im Überfluss vorhanden und auch finanzier- und umsetzbar sind“, so die Jury.

Solarthermie gewinnt: Solarcomplex AG

Dass eine erneuerbare Vollversorgung auch im WĂ€rmebereich möglich ist und dabei Solarthermie wirtschaftlich integriert werden kann, zeigt das zweite Gewinnerprojekt „SolargestĂŒtztes NahwĂ€rmenetz BĂŒsingen“ der Solarcomplex AG in Singen. Dort wurde eine Holzheizzentrale mit ĂŒber 1.000 mÂČ hocheffizienten Vakuumröhrenkollektoren kombiniert. „Die Solarcomplex AG zeigt auf, dass der bislang vorherrschende ökonomische Interessenskonflikt zwischen Solarthermie und Biomasse in gemeinsamen WĂ€rmenetzen ĂŒberwunden werden kann“, so die Jury. Dies gebe Wachstumsimpulse fĂŒr die thermische Kollektorindustrie, gleichzeitig wĂŒrden regional begrenzte Holzressourcen geschont.

GrĂŒner Tourismus international: Das Hotel Victoria in Freiburg

FĂŒr ihr ĂŒberdurchschnittliches Engagement bei der Nutzung erneuerbarer Energien in ihrem familiengefĂŒhrten Hotel Victoria erhalten Astrid und Bertram SpĂ€th aus Freiburg einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 EUR. Passivhausstandard, Pelletheizung und thermische Solarenergie sorgen fĂŒr eine 100%ige Deckung des WĂ€rmebedarfs. GekĂŒhlt wird das 1875 erbaute Hotel mit der KĂ€lte des Grundwassers. Eine Photovoltaikanlage und KleinwindrĂ€der auf dem Hoteldach sowie der Bezug von Ökostrom garantieren in der Summe eine 100% erneuerbare Strombilanz. Jetzt möchte die Familie SpĂ€th, gemeinsam mit anderen grĂŒnen Hotels in Europa, sich im Rahmen der Initiative „Sleep Green Hotels“ fĂŒr die Verbreitung ihrer Erfahrungen mit dem umweltschonenden Hotelbetrieb einsetzen. „Hiermit sorgt das Hotel fĂŒr einen wichtigen Impuls fĂŒr eine 100% erneuerbare Energieversorgung in einer bislang zu wenig beachteten Tourismusbranche“, begrĂŒndet die Jury die Vergabe des Sonderpreises.

Georg Salvamoser Preis

Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier, GrĂŒnder der Solar-Fabrik und visionĂ€re Unternehmer Georg Salvamoser (1950-2009). Die Auszeichnung wurde auf Anregung des Freiburger OberbĂŒrgermeisters Dr. Dieter Salomon sowie des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien (WEE 100%) ins Leben gerufen.
Mit dem Preis werden Menschen und Institutionen unterstĂŒtzt, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen und die mit ihren Projekten eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranbringen möchten. Sie sind dabei Vorbild und Beispiel fĂŒr andere.
Im Jahr 2014 wird der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Georg Salvamoser Preis zum dritten Mal verliehen.
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NABU: PlastiktĂŒte muss aus Europa verschwinden
Miller: EU-Parlamentarier haben die Chance, Plastikflut endlich einzudÀmmen

Berlin/BrĂŒssel – Der NABU ruft die EU-Parlamentarier dazu auf, in dieser Woche ein deutliches Zeichen gegen die zunehmende Plastikflut in Europa zu setzen. Seit dem gestrigen Mittwoch berĂ€t der Umweltausschuss des europĂ€ischen Parlaments erste ÄnderungsantrĂ€ge zur EU-Verpackungsrichtlinie. Mit ihnen könnten PlastiktĂŒten kĂŒnftig nicht mehr kostenlos an Verbraucher abgegeben werden, einzelne Mitgliedsstaaten können die Taschen sogar verbieten. „PlastiktĂŒten verursachen jedes Jahr immense UmweltschĂ€den. Europa muss daher endlich ein deutliches Zeichen setzen: Statt auf freiwillige Maßnahmen von Plastikproduzenten und Einzelhandel zu hoffen, mĂŒssen PlastiktĂŒten endlich so weit wie möglich aus unserem Alltag verbannt werden“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Der NABU befĂŒrwortet daher den Bericht der dĂ€nischen Parlamentarierin Margrete Auken, der jetzt dem Umweltausschuss vorliegt. Dieser nennt explizit die Besteuerung von Tragetaschen als wirksames Mittel, um den Verbrauch von PlastiktĂŒten zu reduzieren. In Irland etwa hatte sich nach der Besteuerung der Tragetaschen ihr Verbrauch von ĂŒber 300 pro Person und Jahr auf rund 18 reduziert. In der Folge wurden nachweisbar weniger PlastiktĂŒten in der Natur gefunden und Tierwelt und Ökosysteme dadurch weniger gefĂ€hrdet.

Der zur Debatte stehende Berichtsentwurf sieht ein absolutes Ziel zur Verringerung der PlastiktĂŒten vor. Um dieses innerhalb von zwei Jahren zu erreichen, soll eine kostenlose Abgabe von Plastiktragetaschen kĂŒnftig nicht mehr möglich sein. Dazu könnten die Mitgliedsstaaten die Taschen besteuern oder verbieten. „Verbraucher, die mit ihrer Entscheidung gegen PlastiktĂŒten aktiv zur Abfallvermeidung beitragen, sollten davon auch finanziell profitieren. Mit Beschluss der EU-Parlamentarier könnte dies endlich Wirklichkeit werden“, sagte NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt.
 
 

 
Wassersport und Naturschutz: Gemeinsam fĂŒr saubere Meere, FlĂŒsse und Seen
NABU prĂ€sentiert Meeresschutzarbeit auf der Wassersportmesse „boot“

Berlin/DĂŒsseldorf – Auch in diesem Jahr wird der NABU auf der weltgrĂ¶ĂŸten Wassersportmesse „boot“ vom 18. bis 26. Januar in DĂŒsseldorf seine Meeresschutzarbeit vorstellen. Anhand von ausfĂŒhrlichen Materialien können sich die Besucher ĂŒber das Thema MĂŒll im Meer informieren und das Internetportal zum Projekt „Saubere Meere“ entdecken. Der NABU hatte dieses im vergangenen Jahr gemeinsam mit den drei deutschen WassersportverbĂ€nden VDST, DSV und DKV ins Leben gerufen.

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV), der Deutsche Segler-Verband (DSV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) setzen damit gemeinsam mit dem NABU ein Zeichen gegen die zunehmende VermĂŒllung von GewĂ€ssern und rufen zur MĂŒllvermeidung und einem rĂŒcksichtsvollen Naturerlebnis auf. „PlastikmĂŒll ist heute eines der drĂ€ngenden Probleme im Natur- und Meeresschutz und stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Mit dem Projekt ‚Saubere Meere‘ möchten wir ĂŒber die Gefahren von PlastikmĂŒll fĂŒr die heimische Tier- und Pflanzenwelt aufklĂ€ren, und den Menschen gleichzeitig die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden,“ sagte NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

Auf der Projekt-Webseite www.saubere-meere.de können Mitglieder der VerbĂ€nde, aber auch jeder SpaziergĂ€nger oder Tourist, MĂŒll an KĂŒsten und Ufern dokumentieren und melden. Die gesammelten Daten werden in einer interaktiven Karte dargestellt und liefern den VerbĂ€nden wichtige Informationen ĂŒber die Abfallbelastung der Seen, FlĂŒsse und der Nord- und Ostsee. DarĂŒber hinaus rufen die Partner zu Reinigungsaktionen auf, organisieren Informations- und Diskussionsveranstaltungen und stellen auf der Internetseite nĂŒtzliche Tipps fĂŒr Wassersportler und NaturschĂŒtzer bereit.

JĂ€hrlich werden bis zu zehn Millionen Tonnen MĂŒll in die Weltmeere eingetragen, etwa drei Viertel davon bestehen aus Plastik. Mit bis zu 80 Prozent kommt der Großteil der AbfĂ€lle von Land. Über kleine BĂ€che und große FlĂŒsse gelangen die PlastiktĂŒten, Flaschen oder Verpackungen in die Meere, wo sie zur tödlichen Falle fĂŒr die Tierwelt werden.

Auf der „boot“ ist der NABU in Halle 3 am Stand B53/54 zu finden. DarĂŒber hinaus prĂ€sentiert er seine Projektarbeit auf der VeranstaltungsbĂŒhne am Tauchturm am Freitag, 24. Januar, um 12:10 und um 16:30 Uhr. An den Messe-Wochenenden macht eine „MĂŒll-Meerjungfrau“ auf die dramatische Umweltproblematik aufmerksam.
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Buchtipp: Hans-Ulrich Grimm "Chemie im Essen"
Die Nahrungsindustrie braucht Chemie. Der Mensch nicht. Ihn macht sie krank. Hans-Ulrich Grimm ĂŒber die GesundheitsgefĂ€hrdung durch Lebensmittel-Zusatzstoffe.

Herz-OP durch Chemie im Essen? Am Bodensee hat der Autor eine junge Frau besucht, kurz vor ihrer Herz-Operation. Ursache: Verkalkung, aufgrund von Phosphaten. Die junge Frau hatte gern Fertig-Cappuccino aus dem Lidl-Supermarkt in der NĂ€he getrunken. Auch da stecken die Phosphate drin.
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Karlsruhe: Wie soll das Karlsruher Leihrad heißen?
Internet-Umfrage vom 21. bis 26. Januar/flexibles System wird durch feste Standorte in weiteren Stadtteilen ergÀnzt
Voraussichtlich Ende April geht das neue Leihfahrradsystem mit der Firma Nextbike an den Start. Die neuen LeihrĂ€der sollen an einem einheitlichen Karlsruher Outfit erkennbar sein. Dazu gehört auch ein eigener Name. Diesen können alle Karlsruherinnen und Karlsruher per Mehrheitsentscheid in einer Internet- Umfrage aussuchen. Zur Wahl stehen DraisBike, Karlette, karls.rad, draiscycle und FĂ€cherrad. Die Umfrage ist vom Dienstag, 21. Januar, bis einschließlich Sonntag, 26. Januar, ĂŒber folgenden Link zu erreichen: web1.karlsruhe.de/limesurvey/index.php?sid=48422&lang=de.

Auch mit Nextbike bleibt es bei den bisherigen zwei Kerngebieten. Die Areale mit flexiblem Angebot bestehen wie gehabt aus dem Kerngebiet der Innenstadt mit den Stadtteilen Nordstadt, MĂŒhlburg, Weststadt, SĂŒd-Weststadt, Beiertheim, Weiherfeld, Dammerstock, SĂŒdstadt, Oststadt und Rintheim sowie aus dem Kerngebiet Durlach. Hier kann man sein Rad an beliebigen Straßenkreuzungen abstellen und per App oder Anruf zurĂŒckgeben. Neu hinzu kommen weitere zehn Stadtteile, in denen man das Leihrad nutzen kann. In diesen Stadtteilen wird es fest definierte Standorte geben. An diesen kann man das Rad entleihen oder abgeben. In einem ersten Schritt werden Knielingen, die Nordweststadt und die Waldstadt angeschlossen.

Weitere Informationen zur Umfrage zum Namen des Leihrades (aktiviert vom 21. bis 26. Januar 2014) ...
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„Freiburg packt an“
Rund 200 NistkĂ€sten in Herdern werden fĂŒr die neue Brutsaison vorbereitet

Am Samstag, 25. Januar, treffen sich die Mitglieder des
BUND und alle Interessierten, um die NistkÀsten in Herdern
fĂŒr die neue Brutsaison vorzubereiten.

200 HolznistkÀsten wurden vom BUND und von Freiwilligen
im Rahmen von „Freiburg packt an“ vor vier Jahren in der
Mozart- und Karlstraße aufhĂ€ngt, um die Verbreitung der
Kastanienminiermotte, die die BĂ€ume befallen hatte,
einzudÀmmen. Meisen, Kleiber und Sperlinge nehmen die
NistkÀsten an den alten KastanienbÀumen in Herdern gerne
an und nutzen die Miniermotte als Nahrungsquelle fĂŒr ihren
Nachwuchs. So kann der lÀstige SchÀdling der BÀume auf
natĂŒrliche Weise bekĂ€mpft werden und die Vögel finden
wertvolle LebensrÀume mitten in der Stadt.

Die alten Nester werden entfernt, protokolliert und die
NistkĂ€sten mit BĂŒrsten gereinigt. Freiwillige Helferinnen und
Helfer sind herzlich willkommen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am
Musikpavillon im Stadtgarten.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer: 201-4712
oder per E-Mail unter fpa@stadt.freiburg.de .
 
 

 
GrĂŒne Woche: NABU fordert Bekenntnis fĂŒr naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft
Tschimpke: Agrarpolitik ökologisch neu ausrichten

Berlin – AnlĂ€sslich der morgigen Eröffnung der Internationalen GrĂŒnen Woche in Berlin hat der NABU den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich zu einem klaren Bekenntnis fĂŒr eine naturvertrĂ€glichere Landwirtschaft aufgefordert. „Nitrat und Pestizide im Grundwasser, Vermaisung der Landschaft, Futtermittel-Skandale und Massentierhaltung sowie anhaltender Verlust der Artenvielfalt machen deutlich, dass es ein ‚Weiter so‘ in der Agrarpolitik nicht geben kann“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Daher sei es erforderlich, die bestehenden HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr eine Ökologisierung der Agrarpolitik konsequent zu nutzen. So mĂŒsse sich Minister Friedrich fĂŒr die Schaffung von ökologischen VorrangflĂ€chen ohne Pestizid- und DĂŒngemitteleinsatz sowie fĂŒr einen Ausbau der Agrarumweltmaßnahmen einsetzen. Zudem sei eine deutliche VerschĂ€rfung der DĂŒngepolitik sowie eine Initiative gegen den anhaltenden Umbruch von Wiesen und Weiden ĂŒberfĂ€llig. Nur so könnten die zentralen Herausforderungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bewĂ€ltigt werden.

In diesem Zusammenhang rief der NABU zu einer breiten Teilnahme an der Demonstration „Wir haben es satt!“ fĂŒr eine andere Agrarpolitik auf. „Es wird höchste Zeit, dass die Agrarpolitik auf einen zukunftsfĂ€higen und naturvertrĂ€glichen Kurs gebracht wird“, so Tschimpke. Immer mehr Menschen hĂ€tten es satt, dass die BrĂŒsseler Agrarmilliarden gießkannenartig in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert wĂŒrden, die durch großflĂ€chigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden. Tschimpke appellierte zudem an Bundesminister Friedrich, sein Haus gesellschaftlich breiter aufzustellen, anstatt es den Lobbyinteressen der Agrarindustrie zu ĂŒberlassen. „Wer die Landwirtschaft auf die Massenproduktion von Lebensmitteln fĂŒr den Weltmarkt konzentrieren möchte, setzt die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen fĂŒr kĂŒnftige Generationen aufs Spiel und gefĂ€hrdet die gesellschaftliche Akzeptanz der Agrarzahlungen“, so der NABU-PrĂ€sident.
 
 



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