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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
Aktuelle Umfrage: weniger Fleisch fĂŒr mehr Umweltschutz
Wie Verbraucher Umweltprobleme durch Lebensmittel bewerten

Um die Umwelt zu schonen, befĂŒrworten Verbraucherinnen und Verbraucher weniger Fleischkonsum: Drei von vier (73 Prozent) halten es fĂŒr sinnvoll, freiwillig weniger Fleisch zu essen. Verordneter Fleischverzicht kommt hingegen nicht gut an: Nur knapp die HĂ€lfte (46 Prozent) spricht sich fĂŒr fleischfreie Tage oder ein reduziertes Fleischangebot in Kantinen aus. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) anlĂ€sslich der Internationalen GrĂŒnen Woche (IGW). Befragt wurden Verbraucherinnen und Verbraucher nach ihrer Sicht auf Umweltprobleme im Lebensmittelbereich und Lösungsmöglichkeiten.

Die Umfrage thematisierte vier Handlungsfelder, die der vzbv und das Umweltbundesamt (UBA) zum Auftakt der IGW als besonders drĂ€ngend vorgestellt hatten: Neben der hohen Fleischproduktion und dem hohen Fleischkonsum sind das StickstoffĂŒberschĂŒsse in der Landwirtschaft, ein langsamer Ausbau des Ökolandbaus und vermeidbare LebensmittelabfĂ€lle. Den grĂ¶ĂŸten Handlungsbedarf sehen die befragten Verbraucher mit 88 Prozent beim Problem der LebensmittelabfĂ€lle. Drei Viertel (74 Prozent) meinen, dass mehr getan werden mĂŒsse, um die StickstoffeintrĂ€ge aus der Landwirtschaft zu reduzieren.

„Wenn die Umwelt durch die Produktion und den Verbrauch von Lebensmitteln Schaden nimmt, kann sich das langfristig auf die Preise und das Angebot auswirken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben sehr klare Vorstellungen, wie sich gegensteuern lĂ€sst und wer handeln muss“, sagt Holger Krawinkel, Leiter des GeschĂ€ftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv.
Wenig Vertrauen in Industrie und Handel

Sehr großen oder großen Einfluss auf das Thema Umweltschutz bei Lebensmitteln sprechen die Befragten der Lebensmittelindustrie (79 Prozent) und dem Lebensmittelhandel (72 Prozent) zu. Zweifel, dass diese Akteure den Einfluss auch nutzen, sind allerdings groß: Nur 14 Prozent der Verbraucher vertrauen darauf, dass die Industrie die Umweltbelastung gering hĂ€lt. Mit Blick auf den Handel sind es 15 Prozent.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sehen auch sich selbst in der Verantwortung. Eine Mehrheit von 73 Prozent meint, selbst großen Einfluss auf umweltfreundlichere Lebensmittel zu haben. Viele Verbraucher benennen allerdings HĂŒrden: So fĂ€llt es 94 Prozent der Befragten meist schwer zu erkennen, wie umweltfreundlich Lebensmittel sind. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) sagen, umweltfreundliche Lebensmittel seien zu teuer. Ebenso vielen Befragten fehlt im Alltag oft die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.

Um solche HĂŒrden fĂŒr Verbraucher abzubauen, halten zum Beispiel 78 Prozent der Befragten bei Fleisch staatlich geprĂŒfte GĂŒtesiegel fĂŒr sinnvoll. Auch vzbv und UBA sprechen sich fĂŒr eine gesetzlich verbindliche Kennzeichnung von Produkten aus tiergerechter Haltung aus. „FĂŒr einen bewussten Einkauf, mĂŒssen Verbraucherinnen und Verbraucher klar erkennen können, unter welchen Bedingungen Tiere gehalten wurden“, sagt Krawinkel.

Wichtig sind Verbrauchern zudem Information und AufklĂ€rung: So befĂŒrworten neun von zehn Befragten (92 Prozent) die Förderung von Bildungsmaßnahmen, um LebensmittelabfĂ€lle im Haushalt zu vermeiden. Bei diesem Thema kann aus Sicht des vzbv auch der Handel viel machen. Holger Krawinkel: „Der Handel muss seine Anforderungen an Aussehen, Form und GrĂ¶ĂŸe von Produkten prĂŒfen. Unnötig hohe QualitĂ€tsansprĂŒche oder Abverkaufsziele dĂŒrfen das Abfallproblem nicht verschĂ€rfen.“

SchÀrfere gesetzliche Regelungen

Politik und Landwirtschaft sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem bei den Themen Fleischproduktion, StickstoffĂŒberschĂŒsse und Ökolandbau in der Pflicht. FĂŒr sinnvoll halten sie unter anderem verschĂ€rfte gesetzliche Regelungen und Kontrollen bei der Tierhaltung (91 Prozent), verschĂ€rfte gesetzliche Grenzwerte fĂŒr umweltschĂ€dliche Stickstoffverbindungen in GewĂ€ssern und in der Luft (90 Prozent) sowie eine bessere gesetzliche Förderung des Ökolandbaus in Deutschland (82 Prozent).
 
 

 
NABU unterzeichnet Leitbild zum Zugvogelschutz
Wattenmeer-Konferenz bringt Flyway-Initiative auf den Weg

Berlin – Der NABU begrĂŒĂŸt die auf der 12. Trilateralen Wattenmeer-Konferenz beschlossene Initiative zum Schutz der Zugvögel auf dem Ostatlantischen Zugweg. Der NABU hatte die sogenannte Flyway-Initiative gemeinsam mit seinen Partnern im Netzwerk von BirdLife International bereits seit langem gefordert. „Die BestĂ€nde vieler Zugvögel des Wattenmeers haben in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen“, erklĂ€rte Dr. Hermann Hötker, Leiter des Michael-Otto-Instituts im NABU. Hötker und Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen, unterzeichneten in Vertretung fĂŒr den NABU-Bundesverband und die NABU-LandesverbĂ€nde Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg die Initiative. Zu den Arten mit den stĂ€rksten Abnahmen zĂ€hlten der KampflĂ€ufer, der Seeregenpfeifer und der Austernfischer.

Die Probleme lĂ€gen laut Hötker aber nicht nur auf dem Zugweg, sondern vor allem auch in den europĂ€ischen Brutgebieten. Als Beispiele nannte Hötker den Verlust von Feuchtwiesen im Hinterland des Wattenmeers, die Überfischung der MuschelbestĂ€nde des Wattenmeeres sowie BeeintrĂ€chtigungen durch KĂŒstenschutzmaßnahmen. Der NABU setze sich daher unter anderem durch eigene Forschungs- und SchutzaktivitĂ€ten in den norddeutschen Brutgebieten fĂŒr den Erhalt der Zugvögel ein.

Der Ostatlantische Zugweg verbindet als wichtige Vogelfluglinie die Brutgebiete der KĂŒstenvögel in der Arktis mit den Überwinterungsgebieten an den KĂŒsten West- bis SĂŒdafrikas. Das Wattenmeer Deutschlands, DĂ€nemarks und der Niederlande stellt den wichtigsten Trittstein fĂŒr die Zugvögel auf dem Zugweg dar. Zehn bis zwölf Millionen Vögel sind im Jahresverlauf auf das Wattenmeer angewiesen, um hier ihre Energiereserven aufzufĂŒllen.

„Durch die Initiative soll insbesondere die Zusammenarbeit mit den afrikanischen LĂ€ndern ausgebaut werden, die wie Mauretanien eine zentrale Bedeutung fĂŒr die Vögel des Wattenmeers besitzen. Hierbei spielt als erster Schritt der Auf- und Ausbau von Strukturen zur Überwachung der VogelbestĂ€nde in den afrikanischen Winterquartieren eine Rolle“ sagte Hötker. Als ein erster Schritt wurde im Anschluss eine AbsichtserklĂ€rung (Memorandum of Understanding) zur engen Zusammenarbeit zwischen den UNESCO-WelterbestĂ€tten Wattenmeer und Banc d’Arguin unterzeichnet. „Der Nationalpark in Mauretanien ist das zentrale Überwinterungsquartier fĂŒr viele Watvögel des Wattenmeers wie AlpenstrandlĂ€ufer und sibirische Knutts“, so Hötker.
 
 

 
Freiburg: Vor Ort die Energiewende anpacken!
Energetische Stadtsanierung auf Quartiersebene umsetzen
Neue Fortbildung fĂŒr zukĂŒnftige Sanierungsmanager

Die Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) unterstĂŒtzt seit zwei Jahren StĂ€dte und Gemeinden bei der Erstellung energetischer Quartierskonzepte. Zu deren Umsetzung gibt es Fördermittel fĂŒr die Einstellung qualifizierter Sanierungsmanager. Das nötige Know-how bekommen die kĂŒnftigen Allrounder im Quartier in der neuen Fortbildung, die der fesa e.V. und das Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) ab dem 5. Mai 2014 gemeinsam anbieten.

In fĂŒnf Modulen ĂĄ zwei Tagen vermittelt die Fortbildung praxisnahes Wissen fĂŒr die Umsetzung energetischer Maßnahmen in Stadtteilen und Gemeinden. FĂŒr eine erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzkonzepten ist es dabei wichtig, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger frĂŒhzeitig einzubeziehen. Der Sanierungsmanager oder die Sanierungsmanagerin ist die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Neben einer umfassenden EinfĂŒhrung in Instrumente und Planung Energetischer Stadtsanierung stehen daher von Anfang an BĂŒrgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit auf dem Stundenplan. Prozess- und Projektmanagement, Monitoring, Evaluation und Finanzierung sind ebenso Bestandteile der berufsbegleitenden Weiterbildung. Parallel zum Kurs erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Übungsprojekt – idealerweise aus ihrem kommunalen Alltag.

Bundesweit hat das KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" bei den Kommunen große Resonanz gefunden. Schon ĂŒber 300 Quartierskonzepte wurden bewilligt. Viele StĂ€dte und Gemeinden auch in Baden-WĂŒrttemberg sind auf der Suche nach qualifiziertem Personal oder haben bereits Sanierungsmanager eingestellt. Die vom fesa e.V. und ifpro geschaffene Fortbildung ist die erste dieser Art deutschlandweit, welche gezielt abgestimmt auf die hohen KfW- Anforderungen die benötigten Kompetenzen fĂŒr das neue Berufsbild "Sanierungsmanager" entwickelt.

Die Fortbildung richtet sich sowohl an Kommunen, die ihr eigenes Personal fĂŒr die neue Aufgabe qualifizieren möchten, als auch an Hochschulabsolventen, Energieberater, Architekten oder Bauingenieure und andere motivierte Menschen, die sich gezielt in Bereich energetische Stadtsanierung und Quartiersmanagement weiterbilden möchten. Die fĂŒnf Unterrichtsblöcke finden jeweils freitags und samstags zwischen dem 9. Mai und dem 19. Juli 2014 in Freiburg statt und umfassen insgesamt 80 Unterrichtseinheiten PrĂ€senzzeit. FĂŒr die kursbegleitende Praxisarbeit sind weitere 20 Unterrichtseinheiten angesetzt. Die Kosten betragen 1.740 Euro. Wie beim Kurs "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" werden die Kursinhalte von erfahrenen Praktikern aus der Region vermittelt.

Die einzelnen Kurstermine und die detaillierten Inhalte sind auf www.energieautonome-kommunen.de/weiterbildung zu finden.
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Ecofit-Projekt: Preisverleihung im Historischen Kaufhaus
Feierliche Abschlussveranstaltung mit fĂŒnf Freiburger Unternehmen

FĂŒnf Freiburger Unternehmen werden fĂŒr ihr vorbildliches ökologisches Engagement in ihren Betrieben ausgezeichnet. Der Badische Verlag, die Deutsche Post AG, die Firmen Hopp Elektronik und Zahoransky und der Zypresse-Verlag. Sie hatten 2013 am Ecofit-Projekt teilgenommen, einem baden-wĂŒrttembergischen Förderprogramm, das Unternehmen in Freiburg die Möglichkeit bietet, im eigenen Betrieb Energieeinsparpotenziale zu ermitteln und dann umzusetzen.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Roland Schestag vom baden-wĂŒrttembergischen Umweltministerium ĂŒberreichen heute bei der Abschlussveranstaltung im Historischen Kaufhaus den fĂŒnf Freiburger Unternehmen eine Urkunde mit der Auszeichnung „Ecofit Betrieb“ fĂŒr ihr Engagement im betrieblichen Umweltschutz.

„Hier haben die Freiburger Unternehmen bereits zum dritten Mal bewiesen, dass sich ökologisches Arbeiten auch ökonomisch lohnt. Und damit leisten sie auch einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2 “, freut sich UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik anlĂ€sslich der Preisverleihung.

Ecofit ist ein Förderprogramm des Landes Baden-WĂŒrttemberg. Es setzt im Bereich der Energieeffizienz sowie im betrieblichen Umweltschutz an und ermutigt die Betriebe, nicht nur einschlĂ€gige Umweltvorschriften einzuhalten, sondern hilft auch, gezielt Kosten einzusparen, was
letztendlich die WettbewerbsfÀhigkeit der Unternehmen steigert.

Über ein Jahr hinweg wurden die Projektteilnehmer in acht gemeinsamen Workshops und zusĂ€tzlich auch individuell vor Ort betreut. Neben der Reduzierung von negativen Umweltauswirkungen und einer Kostenreduzierung schafft das Programm in den Betrieben darĂŒber hinaus die notwendigen Grundlagen, um zu einem spĂ€teren Zeitpunkt mit wenig Mehraufwand ein vollstĂ€ndiges Umweltmanagementsystem aufzubauen.

Inhaltlich und organisatorisch wurden die Unternehmen von der Beratungsgesellschaft Arqum aus Stuttgart betreut. Arqum berĂ€t Unternehmen, Kommunen und Ministerien in Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens und bei der EinfĂŒhrung von QualitĂ€ts- und Umweltmanagementsystemen.

Die Ergebnisse des Projekts wurden berechnet und detailliert in einer BroschĂŒre zusammengefasst. Die erzielten Einsparungen in einer kurzen Übersicht:

Kosteneinsparungen nach Bereichen:
Energie: 63.000 Euro
Rohstoffe/AbfÀlle: noch nicht abschÀtzbar
Sonstiges: noch nicht abschÀtzbar
Summe: 63.500 Euro

Stoffmengeneinsparungen:
Gesamteinsparung Energie: 398.000 kWh
Gesamteinsparung CO2-Emissionen: 196.000 kg

Um weiteren Unternehmen in Freiburg die Teilnahme am ECOfit Förderprogramm zu ermöglichen, werden die Stadt und Arqum die vierte Projektrunde anbieten. Interessierte Unternehmen können sich gerne vorab an das Umweltschutzamt, Sabine Wirtz, Telefon: 201-6148, sabine.wirtz@stadt.freiburg.de oder an die Projektbetreuer von Arqum (Christian Meichle, Telefon: 0711 / 90035900, meichle@arqum.de) wenden.
 
 

 
Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten lÀnger zugÀnglich
Auf die lĂ€nger werdenden Tage reagiert der Zoologische Stadtgarten mit lĂ€ngeren Öffnungszeiten der EingĂ€nge. Alle drei EingĂ€nge haben ab Februar bis 17 Uhr geöffnet und damit eine Stunde lĂ€nger als bisher. Die Kasse SĂŒd am Hauptbahnhof ist ab 9 Uhr, die Kasse Nord am Festplatz ab 10 Uhr (ab MĂ€rz: 9 Uhr) und die Kasse Ost in der Ettlinger Straße/Augartenstraße ab 11 Uhr (Sonn- und Feiertags ab 10 Uhr) besetzt. Mit Beginn der Sommerzeit im MĂ€rz verlĂ€ngern sich die Kassenöffnungszeiten um eine halbe Stunde. Dann hat die Kasse West (Rosengarten) auch wieder sonn- und feiertags von 10.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.
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Überwachung der RadioaktivitĂ€t auf hohem Niveau
EU-Kommission legt Bericht zu Baden-WĂŒrttemberg vor

Die landesweite Überwachung der RadioaktivitĂ€t hat in Baden-WĂŒrttemberg in weiten Bereichen „höchstes Niveau“. Das ist das Ergebnis einer ÜberprĂŒfung, die ein Team der EuropĂ€ischen Kommission zur Überwachung der UmweltradioaktivitĂ€t vorgenommen hat.

Nach Artikel 35 des Euratom-Vertrages muss jeder Mitgliedsstaat ĂŒber die notwendigen Einrichtungen verfĂŒgen, um den RadioaktivitĂ€tsgehalt der Luft, des Wassers und des Bodens stĂ€ndig ĂŒberwachen zu können. Zugleich muss gewĂ€hrleistet sein, dass die europĂ€ischen Grundnormen im Strahlenschutz eingehalten werden.

Die EuropĂ€ische Kommission hat 2012 diese Überwachungseinrichtungen in acht Mitgliedsstaaten, darunter auch in Deutschland am Beispiel von Baden-WĂŒrttemberg, ĂŒberprĂŒft. Der Schwerpunkt der unabhĂ€ngigen ÜberprĂŒfung lag auf dem Raum Freiburg und umfasste ausgewĂ€hlte Einrichtungen des Systems der bundes- und landesseitigen Überwachung der UmweltradioaktivitĂ€t. Im anlagenbezogenen Bereich hatte sich das Team auf die Überwachung der radioaktiven Ableitungen aus der Nuklearmedizin des UniversitĂ€tsklinikums Freiburg und der Euro-PET GmbH, die Radiopharmazeutika mit kurzer Halbwertszeit fĂŒr Positronenemissionsuntersuchungen (bildgebende Verfahren der Nuklearmedizin) produziert, konzentriert. Gegenstand der PrĂŒfungen an den Standorten und Labors waren vertiefte Fragen zur Überwachung und Probenahme, Analyseverfahren, QualitĂ€tskontrolle und QualitĂ€tssicherung, Archivierung und DatenĂŒbermittlung. In diesem Zusammenhang wurden auch Teile der Kernreaktor-FernĂŒberwachung (KFÜ) in die ÜberprĂŒfung einbezogen. Der Bericht dazu wurde jetzt von der EuropĂ€ischen Kommission an das Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ĂŒbersandt.

Der PrĂŒfbericht kommt zu dem Schluss, dass „in Baden-WĂŒrttemberg die landesweite Überwachung der RadioaktivitĂ€t umfassend durchgefĂŒhrt wird und in weiten Bereichen höchstes Niveau hat“. Den fĂŒr die Überwachung der Ableitungen der nuklearmedizinischen Abteilung des UniversitĂ€tsklinikums Freiburg und der Firma Euro-PET in Freiburg erforderlichen Anlagen wird ein „sehr guter Stand der Technik“ bescheinigt.

Die aus dem Erfahrungsaustausch hervorgegangenen Empfehlungen, zum Beispiel die Erneuerung der Messeinrichtungen zur Messung der GammaaktivitĂ€t an den Messstellen der Bundesanstalt fĂŒr GewĂ€sserkunde, werden bei der Optimierung der Überwachung der RadioaktivitĂ€t genutzt.


Der Bericht ist im Internet eingestellt:
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Freiburg: Strom statt Sprit
Neues Elektrofahrzeug fĂŒr die Innenstadt tankt Strom statt Sprit

Mit einem neuen Elektrofahrzeug startet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) einen Echttest. In der Freiburger Innenstadt wird kĂŒnftig eine Straßenbaukolonne mit einem elektrobetriebenen Fahrzeug unterwegs sein. Das schmale Pritschenfahrzeug, beladen mit Werkzeug, Maschinen und Straßenbaumaterial wird tĂ€glich in der FußgĂ€ngerzone eine Pflasterkolonne beliefern. Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts, freut sich ĂŒber den neuen klimaschonenden fahrbaren Zuwachs, da das kleine, wendige Elektrofahrzeug ideal fĂŒr den Einsatz in der doch manchmal recht engen Innenstadt sei.

Das Fahrzeug besitzt einen Elektromotor mit einer Standardleistung von 12 kW und kann mit einer maximalen Leistung von 24 kW bis auf 60 km/h beschleunigen. Die Reichweite mit einer Batterie betrĂ€gt je nach Fahrweise 40 bis 60 Kilometer. Sie könnte durch ein zweites Batteriepaket erhöht werden. Aufgeladen wird das Elektromobil ĂŒber Nacht auf dem Betriebshof St. Gabriel, wobei auf den DĂ€chern des Betriebshofes tagsĂŒber Strom aus 540 Solarmodulen erzeugt wird. Auf der 2,70 Meter langen Ladepritsche können bis zu 1.000 Kilogramm transportiert werden. Entwickelt wurde das Fahrzeug von einer Firma in Norditalien. Das Elektrofahrzeug kostetet knapp 50.000 Euro, die Stadtverwaltung erwartet aber langfristig weniger Kosten durch niedrigere Betriebskosten als bei den herkömmlich eingesetzten Fahrzeugen.

Das Elektrofahrzeug erweitert den Fuhrpark der Stadtverwaltung fĂŒr klimaneutrale Fahrzeuge. Bereits in den 80ziger Jahren setzte das Gartenamt schon einmal im Stadtgarten ein elektrobetriebenes Fahrzeug fĂŒr GĂ€rtnerarbeiten im Park ein. Doch nach 15 Jahren wurde das Fahrzeug, auch wegen seiner begrenzten Einsatzmöglichkeiten, außer Betrieb genommen.

Auch auf den Friedhöfen der Stadt fahren schon ĂŒber 20 Jahre vier Elektrowagen. Zur schadstofffreien Fahrzeugflotte der Stadt gehören mittlerweile ein Kombi beim GebĂ€udemanagement Freiburg, ein Kleinwagen in der Bauverwaltung, ein Kleinwagen als Botenfahrzeug beim Haupt- und Personalamt, eine wasserstoffbetriebene Limousine sowie einige zwei- und dreirĂ€drige Elektrobikes können von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fĂŒr Außentermine genutzt werden.

Seit Ende 2007 werden in der Stadtverwaltung rund zwei Drittel der Leasingautos mit Erdgas betrieben und seit 2003 durch eine optimiertere Auslastung des Fuhrparks die Anzahl der Dienstwagen um rund 20 Prozent reduziert. Die weitere ökonomische und ökologische Optimierung des Fuhrparks wird derzeit im Rahmen eines MobilitÀtskonzeptes untersucht.

Das Elektrofahrzeug wurde bereits Ende letzten Jahres vom GuT in einem Probebetrieb erfolgreich getestet und danach bestellt. Als Sonderausstattung fĂŒr das flĂŒsterleise Fahrzeug wurde ein Lautsprecher zusĂ€tzlich geordert, der bei Bedarf die FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger in der Innenstadt auf das Fahrzeug aufmerksam machen soll. FĂŒr Aufmerksamkeit wird auch die witzige Fahrzeugbeschriftung sorgen. Der „Kleine Strom-er fĂŒr die Stadt“ soll mit seiner zukunftsorientierten, klimaneutralen Technik fĂŒr ein gesundes Leben in der Stadt werben.
 
 

 
ÖKO-TEST-Magazin Februar 2014
Die Februar - Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 24. Januar 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet einmalig nur 2,80 Euro. Wieder mit dabei: das Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

Test: TiefkĂŒhlblattspinat
Der LebensmittelhĂ€ndler Edeka hat einen TiefkĂŒhlspinat aus dem Handel genommen, der in der ÖKO-TEST-Untersuchung fast doppelt soviel giftiges Cadmium enthielt, wie der Gesetzgeber erlaubt. Doch auch viele andere Spinatsorten waren betroffen. Zudem enthalten viele Marken Nitrat, das aus der DĂŒngung stammen kann.

Test: Allergiemittel
Die Mittel zum Einnehmen haben mehrheitlich gut abgeschnitten, allerdings setzt ein großer Hersteller immer noch veraltete Wirkstoffe ein. Probleme bereiten hingegen die FlĂŒssigprĂ€parate wie Augentropfen und Nasensprays. Problematische Konservierungs- und andere Hilfsstoffe sind in vielen Produkten ein Problem, Allergiker mĂŒssen also genau hinschauen, was sie sich in Augen und Nasen trĂ€ufeln.

Test: Feuchtes Toilettenpapier
So bequem es scheint: Mit feuchtem Toilettenpapier landen leider Schadstoffe auf dem Allerwertesten. Das betrifft auch Produkte, die als „sensitiv“ verkauft werden. ÖKO-TEST kritisiert etwa Formaldehyd/-abspalter. Formaldehyd ist krebsverdĂ€chtig, reizt schon in geringen Mengen die SchleimhĂ€ute und kann Allergien auslösen. Kein Produkt schneidet besser ab als mit „befriedigend“. Feucht ist also keine Alternative zu trocken.

Test: Nuss-Nougat-Cremes
Ausgerechnet die Bio-Anbieter sind in diesem Test von schlechteren Noten betroffen. Die kritisierten Produkte enthalten Fettschadstoffe: In zwei Bio-Nuss-Nougat-Cremes ist der Anteil an sogenannten 3-MCPD-FettsĂ€ureestern erhöht, in einem weiteren sogar stark erhöht. Fast alle konventionell hergestellten Cremes bekommen hingegen Bestnoten – nur Nutella-Hersteller Ferrero patzt: Im Produkt des MarktfĂŒhrers steckt das synthetische Aroma Vanillin – statt echter Vanille.

Test: Plastik- und StoffbilderbĂŒcher
Sie sind kuschelig, können quietschen, knistern oder sogar mit in die Badewanne genommen werden: Stoff- und PlastikbilderbĂŒcher. Der aktuelle ÖKO-TEST von 14 Produkten zeigt jedoch, dass es einige dieser Kinderspielzeuge ganz schön in sich haben. Betroffen sind sowohl Produkte aus Plastik als auch aus Stoff. Die Liste der MĂ€ngel reicht von ĂŒberflĂŒssigen optischen Aufhellern, halogenorganischen Verbindungen aus der FĂ€rbung, krebsverdĂ€chtigem Anillin, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bis hin zu Flammschutzmitteln.

Test: Lebensversicherungen
Deutschlands Lebens- und Rentenversicherer klagen nach wie vor bitter ĂŒber die anhaltende Niedrigzinsphase. Doch die ÖKO-TEST-Analyse zeigt: Schlecht geht es nur den Kunden. Die Branche insgesamt fĂ€hrt dagegen nach wie vor gute Gewinne ein. Das versucht sie aber tunlichst zu verbergen.

Test: Holzöle
Holzöle gelten bei vielen Verbrauchern als die natĂŒrlichere Variante zu lackierten HolzoberflĂ€chen. Was viele Heimwerker aber nicht wissen: Viele Produkte enthalten auch Erdöl, Lösemittel, problematische Trockenmittel und manchmal auch krebsverdĂ€chtige Substanzen. Vier von 15 untersuchten Holzölen bekommen ein „mangelhaft“, ein Produkt ist sogar „ungenĂŒgend“. Oft dĂŒnsten die Öle stark aus, auch natĂŒrliche Öle können Beschwerden hervorrufen, besonders bei Allergikern, die auf intensiv riechende „Bio“-Lösemittel wie Zitronenschalen manchmal heftig reagieren.


 und außerdem:

DiĂ€ten: Jetzt haben DiĂ€ten wieder Hochkonjunktur, denn spĂ€testens im FrĂŒhjahr sollen die ĂŒberflĂŒssigen Winterpfunde herunter sein. Doch wer je eine DiĂ€t gemacht hat, der weiß: Die AbnehmbemĂŒhungen sind allesamt nur von bescheidenem Erfolg gekrönt. Warum das so ist, hat ÖKO-TEST aus der Sicht vieler seriöser Wissenschaftler, die sich schon lange mit diesem Thema beschĂ€ftigen, dargestellt. Und es scheint so zu sein, dass der Staat bei diesem Thema eingreifen muss, etwa mit einer Kaloriensteuer. Solche Maßnahmen sind leider schon bitter nötig. Denn in Deutschland gelten bereits 23,3 Prozent der MĂ€nner und 23,9 Prozent der Frauen als fettleibig, also als adipös.
 
 



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