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Samstag, 18. August 2018
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Verschiedenes

Freiburg: Mathe mit der Sonne lernen
 
Freiburg: Mathe mit der Sonne lernen
Vom 03. bis 07. September findet in der √Ėkostation Freiburg die Sommerschule 2012 statt. Das einw√∂chige Bildungsangebot des Ministeriums f√ľr Kultus, Jugend und Sport Baden-W√ľrttemberg will Sch√ľlerinnen und Sch√ľler nach Klasse 7 den Start ins neue Schuljahr erleichtern. Anmeldungen sind noch m√∂glich.

Sch√ľler, die in die 8. Klasse der Haupt- oder Werkrealschule versetzt wurden und Unterst√ľtzung in Deutsch, Mathematik oder Englisch brauchen, k√∂nnen ihre Defizite jetzt ausgleichen. Die Sommerschule in der √Ėkostation bietet dazu in den Ferien eine Erlebnis orientierte Bildungs- und Betreuungswoche an, bei der Spa√ü und Abenteuer nicht zu kurz kommen. Schulische Lerninhalte werden dabei fast ‚Äěnebenbei‚Äú gelernt. So lernen die Sch√ľler beispielsweise Mathematik bei Experimenten mit Solarenergie und bei Sichttiefenmessungen mit dem Tretboot am Fl√ľckiger See. Englisch wird sportlich gelernt: Auf dem Energiefahrrad muss ein CD-Player mit englischsprachigen Liedern durch Treten in Gang gesetzt werden. Deutsch lernen die Teilnehmer, indem sie Interviewfragen erarbeiten und anschlie√üend Profi-Nachwuchsfu√üballern des Sportclubs Freiburg befragen.

Eine Besonderheit der Freiburger Sommerschule ist die Verkn√ľpfung von schulischem Curriculum mit den Themenbereichen ‚ÄěNatur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung‚Äú. Die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler besch√§ftigen sich w√§hrend der Woche projektartig und f√§cher√ľbergreifend mit Themen wie Gew√§sser√∂kologie, Solarenergie oder nachhaltigem Konsum. Die Themen werden dabei in den Bildungsplan Deutsch, Mathematik und Englisch integriert. Dar√ľber hinaus soll die Bildungswoche den Jugendlichen soziale, pers√∂nliche und methodische Kompetenzen vermitteln. Die Freude am gemeinsamen Lernen steht dabei im Vordergrund. Geocaching und eine Grillparty runden das Programm ab.

Die Sommerschule, die seit 2010 angeboten wird, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Freiburg und mit dem Projekt LEIF ‚Äď Lernen erleben in Freiburg entwickelt. Weitere au√üerschulische Kooperationspartner sind die mobile Solarwerkstatt famos, der Verein Kaufrausch und die Expedition N der Landesstiftung Baden-W√ľrttemberg. Interessenten aus der Region Freiburg mit abgeschlossenem 7. Schuljahr k√∂nnen sich in der √Ėkostation noch bis 15.8. anmelden.

Anmeldung:
√Ėkostation Freiburg, Ralf Hufnagel f√ľr die , Tel.: 0761-892333, E-Mail: info@oekostation.de

Zwei Videoclips zum Sommerschule stehen hier http://www.youtube.com/user/Oekostation
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Europas brennende Probleme
WWF f√ľhrt 80 bis 90 Prozent der Br√§nde auf menschliche Ursachen zur√ľck. ¬© WWF
 
Europas brennende Probleme
WWF: Brandbekämpfung ist mehr als das Löschen von Feuer

Berlin - Der S√ľden Europas wird auch in diesem Sommer von heftigen Feuersbr√ľnsten heimgesucht. Von Portugal bis Griechenland: √ľberall lodern tausende Wald- und Buschbr√§nde. ‚ÄěDas Inferno ist meist durch Fahrl√§ssigkeit und Brandstiftung in Kombination mit lang anhaltender Trockenheit ausgel√∂st worden‚Äú, betont Aurel Heidelberg, Waldreferent beim WWF Deutschland. Der WWF f√ľhrt 80 bis 90 Prozent der Br√§nde auf menschliche Ursachen zur√ľck. Feuerteufel, weggeworfene Zigarettenkippen und au√üer Kontrolle geratene Lagerfeuer richten jedes Jahr Milliardensch√§den an.

Allein in den Mittelmeerl√§ndern lodern im Schnitt jedes Jahr rund 50.000 Feuer, denen Jahr f√ľr Jahr etwa 800.000 Hektar Wald- und Buschland zum Opfer fallen. Das entspricht etwa der Fl√§che Korsikas. Statistiken belegen, dass die Intensit√§t der Waldbr√§nde in den vergangenen hundert Jahren deutlich gestiegen ist. ‚ÄěDie W√§lder in S√ľdeuropa brennen wie Zunder‚Äú, erl√§utert Aurel Heidelberg und f√ľhrt dies auf die zus√§tzlichen Stressfaktoren zur√ľck, denen die W√§lder ausgesetzt sind. Dazu z√§hlen im Mittelmeerraum vor allem Wetterextreme, wie lang anhaltende Trockenperioden mit hohen Temperaturen und starken Winden, die in Folge des Klimawandels vermehrt auftreten.

Als Nebeneffekt der Finanzkrise klagen griechische Feuerwehren √ľber mangelhafte Ausr√ľstung. F√ľr den WWF ist das aber nur ein Nebeneffekt. ‚ÄěNat√ľrlich kann man die Brandbek√§mpfung verbessern, indem man die Feuerwehren besser ausr√ľstet. Dabei darf es aber nicht bleiben, sonst werden die Menschen nur in einer tr√ľgerischen Sicherheit gewiegt‚Äú, mahnt WWF-Waldexperte Aurel Heidelberg. ‚ÄěWer die Br√§nde bek√§mpfen will, muss gegen kriminelle Energien und fahrl√§ssige Arroganz vorgehen. Brandbek√§mpfung beginnt in den K√∂pfen.‚Äú Angesichts der Kosten der Brandbek√§mpfung und der Behebung der immensen Sch√§den solcher Feuerkatastrophen fordert der WWF, dass die zust√§ndigen Beh√∂rden verst√§rkt in umfassende Aufkl√§rungs- und Pr√§ventionsma√ünahmen investieren.

Auch eine klare Umsetzung der bestehenden Gesetze sei dringend notwendig. In Griechenland bestehe z. B. die Pflicht zur Wiederaufforstung - allerdings nur auf dem Papier. Seit den 70er Jahren brannten fast eine Million Hektar Wald ab. Wiederaufgeforstet habe man hingegen nur einen Bruchteil dieser Fl√§che. Entscheidend sei zudem, dass die Verursacher der Br√§nde zur Verantwortung gezogen werden. Insbesondere Bodenspekulanten w√ľrden fast √ľberall im Mittelmeerraum viel zu selten vor Gericht gestellt.

Wichtig sei auch eine vern√ľnftige, naturnahe Waldbewirtschaftung. Heimische Baumarten z.B. Korkeichen im Mittelmeerraum sind den klimatischen Bedingungen gut angepasst und k√∂nnen einem Brand viel besser widerstehen als z.B. eingef√ľhrte Eukalyptusarten. Aus √∂kologischer Sicht ist au√üerdem zu beklagen, dass derzeit zum Beispiel auf Madeira selten gewordene Lorbeerw√§lder in Flammen stehen.
 
 

NABU: Auenzerstörung gefährdet Natur und Gesundheit
Bachlauf in Hinterzarten im Hochschwarzwald / Foto: Daniel Jäger
 
NABU: Auenzerstörung gefährdet Natur und Gesundheit
Gute Wasserqualit√§t nur mit naturnahen Fl√ľssen

Berlin ‚Äď Mit Blick auf aktuelle Verunreinigungen von Trinkwasser und Flie√ügew√§ssern infolge von Starkregen fordert der NABU mehr Einsatz f√ľr naturnahe B√§che und Fl√ľsse. ‚ÄěBei starkem Regen h√§lt unser Abwassersystem den Belastungen oft nicht Stand. Deshalb ist es umso wichtiger, naturnahe Gew√§sser und Auen zu erhalten. Sie sch√ľtzen nicht nur vor Hochwasser, sondern filtern auch jene Schadstoffe, die f√ľr den Menschen gef√§hrlich werden k√∂nnen‚Äú, so NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller.

In vielen Gemeinden wird das Regenwasser zusammen mit Haushalts- und Industrieabw√§ssern in die Kl√§ranlagen geleitet. Bei wolkenbruchartigen Niederschl√§gen halten die Anlagen den einstr√∂menden Wassermengen nicht Stand, sodass Teile des √ľbersch√ľssigen Wassers ungekl√§rt in Fl√ľsse und Kan√§le geleitet werden m√ľssen. Dadurch entstehende Verunreinigungen, etwa durch gesundheitsgef√§hrdende F√§kalkeime, f√ľhren nicht nur zu einer schlechteren Badewasserqualit√§t in Flie√ügew√§ssern, sondern auch zu einer schlechten Grundlage f√ľr das Trinkwasser. Flussauen hingegen filtern einen Gro√üteil dieser Stoffe, die bei Menschen zu gesundheitlichen Sch√§den f√ľhren k√∂nnen.

‚ÄěMit dieser nat√ľrlichen Reinigungsfunktion, die wie eine Niere in unserem Wassersystem wirkt, entlasten Flussauen Steuerzahler und Kommunen j√§hrlich um mehrere Millionen Euro. Doch statt diese wertvollen Auen zu erhalten, wird Raubbau an ihnen betrieben. Fl√ľsse werden begradigt und begrenzt und die Auen weichen Industriegebieten, der Landwirtschaft oder Wohnungen‚Äú, so Miller.

In Deutschland dient derzeit nur noch rund jede dritte der urspr√ľnglichen Auenfl√§chen als √úberflutungsfl√§che, nur jede zehnte ist √ľberhaupt noch als naturnah einzustufen. ‚ÄěUnsere Fl√ľsse und B√§che sind in einem alarmierenden Zustand. Projekte zur Renaturierung, wie sie der NABU an Rhein, Elbe und Havel durchf√ľhrt, zeigen jedoch, dass sich die Gew√§sser und Auen erholen k√∂nnen und ihre wichtigen Schutzfunktionen zur√ľckgewinnen‚Äú, so Till Hopf, NABU-Experte f√ľr Naturschutz.

Insbesondere in St√§dten und hochversiegelten Regionen, in denen kaum Niederschlag in den Boden eindringen kann, f√ľhrt der Starkregen h√§ufig zu Problemen. Wirksame Gegenmittel, so Hopf, k√∂nnen begr√ľnte D√§cher und Fl√§chen sein oder Parkpl√§tze, die statt auf Asphalt auf nat√ľrlichem Untergrund angelegt sind. Niederschl√§ge k√∂nnen so in den Erdschichten eindringen und entlasten die Abwassersysteme.

Auf www.stadtklimawandel.de bietet der NABU hilfreiche und kosteng√ľnstige Tipps zur Entlastung der Abwassersysteme in St√§dten, etwa durch das Begr√ľnen von D√§chern oder die Umgestaltung von Parkpl√§tzen. Die Brosch√ľre ‚ÄěPraxis an Fl√ľssen und Seen‚Äú zeigt zudem Ans√§tze, um B√§che und Fl√ľsse naturnah zu gestalten und so zum Schutz vor Verunreinigung und Hochwasser beizutragen. Die Brosch√ľre gibt es ab dem 23. Juli zum Download unter http://www.nabu.de/themen/biologischevielfalt/vielfaltvorort/.
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Insekt des Jahres: der Hirschkäfer
Hirschkäfer: Zwei kämpfende Männchen / Bild: H. Rothacher, Wikipedia
 
Insekt des Jahres: der Hirschkäfer
Begegnungen vor allem an warmen Sommerabenden
im Freiburger Mooswald in alten Eichenwäldern möglich

Jeder kennt (und bewundert) ihn, doch nur wenigen ist sein recht
exklusives Fress- und Paarungsverhalten bekannt: Der Hirschkäfer
ist Insekt des Jahres 2012. Damit wurde eine Art gewählt, die in
Deutschland sehr selten geworden ist. Sie wird bis zu neun
Zentimeter groß und stellt damit die größten Käfer in Mitteleuropa.
Nur die M√§nnchen haben die gewaltigen ‚ÄěGeweihe‚Äú, die etwas
kleineren Weibchen sind aufgrund ihrer Größe (sechs Zentimeter)
aber trotzdem sofort als Hirschkäfer (Lucanus cervus) erkennen.

Mit den ‚ÄěGeweihen‚Äú, den rund drei Zentimetern langen Oberkiefern,
nehmen die Männchen keine Nahrung auf. Nur bei Rivalenkämpfen
und zum Festhalten der Weibchen während der Paarung werden sie
gebraucht. Die Hirschkäfer schwärmen von Mitte Juni bis Ende Juli
an lauen Abenden mit lautem Brummen in Laubwäldern herum. Im
Freiburger Mooswald sind sie dank der alten Eichenbestände noch
gut verbreitet. Die naturnahe Waldbewirtschaftung des Stadtwaldes
nach FSC-Standard erhält diesen wichtigen Lebensraum nachhaltig.

Die beeindruckenden Käfer lieben besonders alte Eichen. Männchen
und Weibchen brauchen f√ľr die Reifung ihrer Keimzellen Baumsaft,
der bestimmte Pilze enthält. Den finden sie an Wundstellen eines
Baumes, der durch Frostrisse, Windbruch oder Blitzschlag verletzt
worden ist. Der Saft aus solchen Baumwunden fließt häufig mehrere
Jahre. Das Weibchen ist auch in der Lage, Wunden mit ihren kleinen,
aber kr√§ftigen Oberkiefern aufzubei√üen. F√ľr die Aufnahme von
Säften sind Unterkiefer und Unterlippe des Hirschkäfers besonders
ausgebildet: Sie sehen aus wie ein gefiedertes und gegabeltes
Pinselchen, das gelb ist.

Zur Paarungszeit kommt es häufig zu Kämpfen zwischen zwei
Männchen, die sehr imposant sind. Einer der Käfer wird vom Ast
gestoßen. Der Sieger sucht danach das Weibchen an der Leckstelle
auf. Er stellt sich √ľber das Weibchen, wobei die K√∂pfe in die gleiche
Richtung zeigen, und verhindert mit seinem Oberkiefer, dass das
Weibchen wegläuft. Männchen und Weibchen bleiben in dieser
Stellung unter Umst√§nden mehrere Tage √ľber der Leckstelle stehen
und nehmen immer wieder Nahrung auf, bis es zur Paarung kommt.

Das Weibchen gräbt sich nach der Begattung 30 bis 50 Zentimeter
tief in die Erde ein, um binnen zwei Wochen 50 bis 100 weißlich
gelbe Eier außen an morsche Wurzelstöcke, vor allem von Eichen,
zu legen. Nach etwa 14 Tagen schl√ľpfen die Larven. Sie h√§uten sich
zweimal und werden schließlich zehn bis zwölf Zentimeter lang, sie
sind also größer als die fertigen Käfer. Indem sie die Mittel- und
Hinterbeine aneinander reiben, erzeugen die Larven knarrende
Ger√§usche ‚Äď zu welchem Zweck, ist noch nicht gekl√§rt.

Die Larven ernähren sich von morschem, feuchtem und verpilztem
Holz, das sie mit der Zeit zu Mulm abbauen. Deshalb ist es so
wichtig, dass das Forstamt darauf achtet, dass immer gen√ľgend
Totholz im Wald verbleibt: Nur so können sich die Larven entwickeln.
Daher hat das Freiburger Forstamt bereits 1996 ein Konzept
entwickelt, dass immer ausreichend Totholz garantiert.

Nach f√ľnf, manchmal auch erst nach sechs oder acht Jahren bauen
sich die Larven in 15 bis 20 Zentimeter Tiefe eine Puppenwiege aus
Erde und Mulm. Dieser Kokon ist oval und etwa faustgroß. Seine
zwei Zentimeter dicken Wände sind innen mit Nahrungsbrei und
Sekreten geglättet, die Pilze und Bakterien abtöten können. Der
Kokon der männlichen Larven ist wesentlich größer als der des
Weibchens; f√ľr Oberkiefer und Geweih braucht das M√§nnchen Platz.
Bei den Puppen sind die Oberkiefer noch an den Bauch angelegt.
Sechs Wochen nach der Verpuppung schl√ľpfen die K√§fer, bleiben
aber den Winter √ľber im Boden. Erst im Fr√ľhjahr graben sie sich
nach oben durch und leben dort nur wenige Wochen. Die meiste Zeit
seines Lebens verbringt der Hirschkäfer also unter der Erde.

Wer den Freiburger Mooswald besucht, kann den Käfern an warmen
Sommerabenden in alten Eichenbeständen begegnen. Oft liegen am
Fuß der Eichenstämme auf dem Waldboden auch noch die Geweihe
der K√§fer, die Flederm√§use und V√∂gel √ľbriggelassen haben.

Das ‚ÄěInsekt des Jahres‚Äú wird von einem Kuratorium f√ľr Deutschland,
√Ėsterreich und die Schweiz gew√§hlt. Der NABU ist im Kuratorium
durch seinen Bundesfachausschuss Entomologie vertreten.
 
 

 
Grundschleppnetze bald verboten?
WWF begr√ľ√üt neuen Vorschlag der EU-Kommission zur Regelung der Tiefseefischerei

Hamburg - Jahrhundertealte Korallenriffe werden in wenigen Minuten zerschlagen und abrasiert, wenn auf der Jagd nach Rot- und Granatbarsch riesige Grundschleppnetze √ľber einen Seeberg der Tiefsee gezogen wird. Damit wird auch der Lebensraum f√ľr bedrohte Tiefseehaie und hunderte wirbelloser Tierarten regelrecht planiert. Die Zerst√∂rung der Meeresumwelt durch umweltsch√§dliche Fischereimethoden wie Grundschleppnetze und Stellnetze k√∂nnte im Nordostatlantik bald per Gesetz beendet werden. Die EU Kommission hat gestern einen Vorschlag zur Neuregelung der Tiefseefischerei vorgelegt. Danach soll der Einsatz von Grundschleppnetzen und Stellnetzen ab 1000 Meter Wassertiefe in s√§mtlichen EU-Gew√§ssern und der Hohen See des Nordost-Atlantik untersagt werden. F√ľr bestimmte Fischereien soll das Verbot bereits ab 500 Meter Tiefe gelten. Der Kommissionsvorschlag bezieht sich auf 50 kommerziell genutzte Fischarten und sieht eine √úbergangsfrist von zwei Jahren vor.

‚ÄěDer Kommissionsvorschlag kann die Fischerei revolutionieren, indem er die destruktivste aller Fischereimethoden in der sensiblen Tiefsee abschafft. Das w√§re ein echter Durchbruch f√ľr den Schutz der Meeresumwelt und ein Vorbild f√ľr die weltweite Fischerei‚Äú, freut sich Stephan Lutter Meeresschutzexperte des WWF. Die Umweltsch√ľtzer fordern von EU Parlament und Ministerrat den mutigen Vorsto√ü voll zu unterst√ľtzen und damit endlich entsprechende Resolutionen der Vollversammlung der Vereinten Nationen umzusetzen.

Viele Tiefseefische sind besonders anf√§llig f√ľr √úberfischung, da sie langsam wachsen und sich erst im hohen Alter fortpflanzen. Unter den bisherigen EU- Regeln f√ľr Tiefseefischerei konnten sich die Best√§nde nicht vom stetigen Fischereidruck erholen. Nur in m√ľhsamer Kleinarbeit wurden bestimmte Fl√§chen per Verordnung f√ľr die Flotten der gro√üen Bodentrawler gesperrt. Ein Gro√üteil der umweltsch√§digenden Fischereien wird auf den Kontinentalsockeln der EU-Mitgliedsl√§nder in Tiefen zwischen 200 und 1000 Metern betrieben. Gerade hier finden sich √∂kologisch wertvolle Kaltwasserkorallenriffe und -g√§rten und andere empfindliche Lebensr√§ume wie Formationen von Tiefseeschw√§mmen. ‚ÄěDiese Zone muss ebenfalls vor Grundschleppnetzen gesch√ľtzt und der Entwurf entsprechend nachgebessert werden‚Äú, fordert Meeresschutzexperte Lutter.
 
 

UGB-Forum spezial
 
UGB-Forum spezial "Unverträglichkeiten und Allergien meistern"
Etwa jeder F√ľnfte leidet hierzulande an einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Milchzucker und fast jeder Dritte hat Probleme mit der Verdauung von Fruchtzucker. Auch die Zahl der Allergiker steigt st√§ndig. Werden diese Erkrankungen nur besser und schneller diagnostiziert oder w√§chst die Zahl der Betroffenen tats√§chlich? Die Werbung f√ľr Enzympr√§parate, lactosefreie Milch oder glutenfreie Backwaren sch√ľrt jedenfalls die Angst, selbst an einer Unvertr√§glichkeit oder Allergie zu leiden. Tats√§chlich k√∂nnen Bl√§hungen, V√∂llegef√ľhl oder Durchfall aber auch an einem Infekt, einem Reizdarm und anderem mehr liegen. Oft erfordert es m√ľhsame Detektivarbeit und ein akribisches Ern√§hrungstagebuch, um die richtige Ursache herauszufinden. Vorsorglich auf verd√§chtige Lebensmittel zu verzichten, ist keine gute L√∂sung. Denn dadurch beschr√§nken viele ihren Speiseplan oft unn√∂tigerweise und erschweren √ľberdies die eindeutige Diagnose.

Wertvolle Hintergrundinformationen zu Lebensmittelunvertr√§glichkeiten und Allergien liefert Ihnen dieses UGB-FORUM spezial. Wie sich Allergien bereits im Kindesalter vorbeugen lassen beleuchten Experten in diesem Heft ebenso wie die Wirksamkeit von alternativen Therapiemethoden. Lesen Sie, warum Laktoseintoleranz nichts mit einer Milchallergie zu tun hat, warum der IgG-Test zum Nachweis bei Allergien √ľberfl√ľssig ist und wie genussvolles Essen auch ohne Gluten, Milch oder Ei gelingt.

Aus dem Inhalt:

Fruktosemalabsorption: Wenn Fruchtzucker f√ľr Unruhe sorgt
Milch unter Verdacht
Histaminintoleranz: Unverträglichkeit mit Fragezeichen
Allergien: Diagnostik und Therapie im Wandel
Lebensmittelallergien: Den Auslösern auf der Spur
Zöliakie: Krankheit mit vielen Gesichtern
Lebensmittelunverträglichkeiten: So gelingt die Praxis
Allergieprävention im 1. Lebensjahr
Alternativmethoden bei Allergien: Sanfte Therapie oder Humbug?
Allergisch auf D√ľfte
Lebensmittelallergene besser kennzeichnen

Der Bezug des Heftes ist ausschließlich direkt beim UGB-Verlag (www.ugb-verlag.de) möglich. Preis EUR 8,90 zzgl. Versandkosten.
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Bilanz Intersolar North America
OB Salomon und Mayor Ed Lee
 
Bilanz Intersolar North America
Intersolar Nordamerika zum f√ľnften Mal erfolgreich in San Francisco

Mayor Edwin Lee, San Francisco und Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon er√∂ffnen gemeinsam

Salomon: Solarentwicklung muss in den Städten vorangetrieben werden

FWTM mit dem Ergebnis zufrieden

Die Intersolar f√ľr Nordamerika in San Francisco, die am Don-nerstag nach dreit√§giger Dauer zu Ende geht, setzt die erfolgreiche Entwicklung auch im f√ľnften Jahr ihres Bestehens fort. Mit ca. 800 Ausstellern und √ľber 20.000 Besuchern war die nach M√ľnchen zweitgr√∂√üte Intersolarmesse auch im f√ľnften Jahr trotz struktureller Probleme durch unsichere Gesetzgebung und teilweiser √úberkapazit√§ten, sowie politisch bedingter Zollkonflikten zwischen China und USA ein wichtiger Treffpunkt der weltweiten Solarexperten.

"Die positive Entwicklung der Solarwirtschaft setzt sich auch in den USA trotz erkennbarer Probleme fort", urteilen die die Gesch√§ftsf√ľhrer Bernd Dallmann und Klaus W. Seilnacht der FWTM, die gemeinsam mit der Solarpromotion die Intersolarmessen betreibt. Damit setzt sich der Erfolg f√ľr Freiburg, das selbst mit einem exponierten Green City-Stand auf der Messe vertreten war und dort die 130 Clustermitglieder aus der Umwelt- und Solarwirtschaft pr√§sentiert hat, nach dem Umzug aus Freiburg auch auf internationalem Parkett fort.

Anl√§sslich des kleinen f√ľnfj√§hrigen Jubil√§ums hatten die Oberb√ľrgermeister aus San Francisco und Freiburg Ed Lee und Dieter Salomon die diesj√§hrige Messe gemeinsam er√∂ffnet und die Vorreiterrolle beider St√§dte beim zuk√ľnftigen Ausbau erneuerbarer Energien betont. Die Oberb√ľrgermeister vereinbarten einen verst√§rkten Austausch beider St√§dte in Sachen Local Renewables und der jeweiligen Erfahrungen im Bereich kommunaler Energiepolitik und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Lee und Salomon stimmten darin √ľberein, dass die solare Entwicklung noch mehr als bisher in den St√§dten vorangetrieben werden m√ľsse.

Oberb√ľrgermeister Salomon hatte Gelegenheit die Strategie der Stadt Freiburg auf dem Weg zu einer CO2 Freien Stadt und Region darzustellen. Ein von der FWTM organisierter Workshop mit acht internationalen Referenten diente dazu, den Austausch zwischen den Kommunen zu intensivieren um den Dialog zum st√§ndigen Element der Intersolarkonferenzen zu machen.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 1.600 Besucher an der drei-t√§gigen Intersolar-Konferenz teil, die jeweils parallel zur Intersolar-Messe stattfindet. Das Kongressprogramm umfasste ein Rekordangebot von 30 Veranstaltungen mit 200 Referenten. Chairman der Konferenz war der Leiter des Freiburger Fraunhofer Institut f√ľr Solare Energiesysteme (ISE), Prof. Eicke Weber.

Mit √ľber 20.000 Besuchern konnte das Vorjahresergebnis trotz unsicherer Rahmenbedingungen wieder erreicht werden. Wa-ren es im ersten Jahr 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfl√§che mit ca. 200 Ausstellern, so belegte die Intersolar North America 2012 mit ca. 800 Ausstellern aus 40 Nationen 35. 000 Quad-ratmeter. Das dokumentiert nach Auffassung der beiden FWTM Gesch√§ftsf√ľhrer die richtige Entscheidung, die Intersolarmessen zu internationalisieren.

Im Rahmen dieser Strategie wird am 15. August auch erstmals eine Intersolar Konferenz in Sao Paulo, Brasilien stattfinden. Ebenfalls noch in 2012 finden die Intersolar India in Mumbai vom 6.-8.November und die Intersolar China in Peking vom 12.-14. Dezember statt.
 
 

Karlsruhe: Schneeleopardin
Seltene Großkatzen: Junge Schneeleoparden im Karlsruher Zoo / (c) Stadt Karsruhe
 
Karlsruhe: Schneeleopardin "Julika" zieht zwei Jungtiere auf
Nachwuchs bei den seltenen Großkatzen im Karlsruher Zoo

Sie verstehen sich ganz offensichtlich gut, oft hat man "Assam" und "Julika", das Schneeleoparden-P√§rchen, eng zusammen gesehen. Und dennoch staunte das Zooteam nicht schlecht √ľber die √úberraschung, die ihnen "Julika" vor f√ľnf Wochen im Innengehege der neuen Schneeleoparden-Anlage pr√§sentierte: Zwei Jungtiere hat die dreij√§hrige Katze zur Welt gebracht. Dies ist auch der Grund, weshalb die Stammg√§ste des Zoologischen Stadtgartens in letzter Zeit nur den vierj√§hrigen "Assam" im Gehege der "Bergwelt Himalaya" am S√ľdosthang des Lauterbergs zu Gesicht bekamen. Unter Anwesenheit des Katers zieht "Julika" ihren Nachwuchs auf, dessen Radius sich momentan noch auf die Wurfbox beschr√§nkt. Wohl erst in rund vier Wochen d√ľrften die beiden Jungtiere f√ľr das Publikum zu sehen sein. Einen veterin√§rmedizinischen Check haben die kleinen Raubtiere am Mittwoch problemlos √ľberstanden. Weshalb man auch wei√ü, dass das m√§nnliche Junge mittlerweile 1,9 Kilogramm schwer ist, sein Geschwisterchen, ein Weibchen, bringt 2,4 Kilogramm auf die Waage.

"Julika" war im April 2011 aus Magdeburg nach Karlsruhe umgezogen, "Assam" kam aus Pilsen und lebt seit 2010 im Zoo Karlsruhe. Die nat√ľrliche Heimat der Schneeleoparden liegt in Zentralasien. Schneeleoparden z√§hlen zu den am st√§rksten vom Aussterben bedrohten Gro√ükatzen. Experten sch√§tzen den Bestand in den schwer zug√§nglichen Hochlagen Zentralasiens auf 4.000 bis 6.000 Tiere.
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 


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