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Verschiedenes

Freiburg: Baumschnittkurs fĂŒr zukĂŒnftige Obstbaumpaten in Hochdorf
 
Freiburg: Baumschnittkurs fĂŒr zukĂŒnftige Obstbaumpaten in Hochdorf
Am Samstag, 23. Februar, können interessierte Obstbaumpaten von
10 bis 13 Uhr die Grundlagen des richtigen Obstbaumschnitts
kennen lernen. Ein Fachmann des Garten- und Tiefbauamts (GuT)
wird am Beispiel der ObstbĂ€ume im Kindergarten „Löwenzahn“ in
Hochdorf, sowie am Apfelpfad Richtung Landwasser anschaulich
zeigen, wie solche BĂ€ume geschnitten werden.

„Birnen, Äpfel, Zwetschgen - Obst fĂŒr Freiburg“ ist eine Aktion im
Rahmen von „Freiburg packt an“. Hier können BĂŒrgerinnen und
BĂŒrger Patenschaften fĂŒr ObstbĂ€ume in ihrer Umgebung
ĂŒbernehmen. Sie pflanzen die BĂ€ume auf geeigneten, öffentlichen
FlĂ€chen, kĂŒmmern sich um diese und genießen im Herbst
gemeinsam die Ernte. Durch neu gepflanzte ObstbÀume werden die
öffentlichen GrĂŒnflĂ€chen in Freiburg ökologisch aufgewertet.

Die Aktion findet zusammen mit der Ortsverwaltung Hochdorf statt. In
Hochdorf gibt es viele stÀdtische ObstbÀume sowie FlÀchen, auf
denen neue ObstbÀume gepflanzt werden können.

Treffpunkt ist am Kindergarten „Löwenzahn“ ,Zu den MĂŒhlmatten
10, in Hochdorf. Anmeldung und weitere Informationen zum
Baumschnittkurs in Hochdorf und zu kommenden, weiteren „Birnen,
Äpfel, Zwetschgen“-Aktionen gibt es unter „Freiburg packt an“
Telefon: 201-4712 oder per E-Mail unter fpa@stadt.freiburg.de .
 
 

 
Rösler und Altmaier außer Rand und Band
Erneuter Vorschlag zum EEG verschlimmert Altmaiers Eckpunktepapier

Freiburg, 15.2.2013: Die gute Nachricht zuerst: Fahrradfahrer sollen nun doch keine EEG-Umlage bezahlen mĂŒssen. In allen anderen Punkten verschlimmert das abgestimmte Eckpunktepapier zwischen Rösler und Altmaier die Bremskraftwirkung der VorschlĂ€ge jedoch – EEG wird faktisch abgeschafft.

Einzig bei der Eigenstromversorgung, bei der eigentlich alle Anlagen mit einer Umlage hĂ€tten belastet werden sollen, sind im neuen Eckpunktepapier von Rösler und Altmaier Anlagen unter 2 Megawatt (MW) und Kraft-WĂ€rme-Kopplungs-Anlagen (KWK) ausgenommen. Fahrrad- und Autofahrer, SchwarzwaldhĂŒtten und kleine Solaranlagenbetreiber können also aufatmen, das Schlimmste konnte verhindert werden – scheinbar.

Viel schlimmer sind die ĂŒbrigen VorschlĂ€ge. „Die VorschlĂ€ge sind im Einzelnen so absurd, dass es schwierig ist, Luft zu holen und die passende Antwort zu finden“, meint Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa e.V. Ab August soll die EEG-EinspeisevergĂŒtung faktisch aufgehoben werden, ausgenommen sind Kleinanlagen, die sowieso auf den Eigenverbrauch ausgelegt sind.
„Die Förderung der Windenergie ist damit gestrichen, die rĂŒckwirkenden VergĂŒtungseinschnitte sind ein grundgesetzwidriger Eingriff in die Wirtschaft, ganze zukunftsweisende Technologien wie die Geothermie werden abgeschafft, die zusĂ€tzlichen Absenkungen werfen jede Kalkulation und jedes Vertrauen in diese Bundesregierung ĂŒber Bord“, so Storz weiter. „Altmaier sollte sich an seine Worte halten und bis zur Wahl keine EEG-Novelle mehr zulassen. Danach bleibt zu hoffen, dass eine neue Regierung hoffentlich kompetentere VorschlĂ€ge fĂŒr eine nachhaltige und langfristig planbare KĂŒrzung und Anpassung der VergĂŒtung vorlegt“, resĂŒmiert Nico Storz.
 
 

 
NABU: Debatte um Strompreis-Bremse ist Wahlkampf-Taktiererei
Tschimpke: Neue Spielregeln im EEG und im Strommarkt erforderlich

Berlin – AnlĂ€sslich der Bund-LĂ€nder-GesprĂ€che zu den VorschlĂ€gen von Bundesumweltminister Peter Altmaier fĂŒr eine Strompreis-Bremse kritisiert der NABU, dass die politische Debatte um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) derzeit vor allem von Wahlkampf-Taktiererei statt von zielfĂŒhrenden Lösungen bestimmt wird. „WĂŒrde die Strompreis-Bremse wie vorgeschlagen umgesetzt, liefe sie auf einen faktischen Ausbaustopp fĂŒr erneuerbare Energien hinaus. Das kann nicht das Ziel sein. Deshalb mĂŒssen vor allem die Vermarktungsregeln von EEG-Strom an der Börse und der Strommarkt insgesamt reformiert werden“, forderte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Um kurzfristige Korrekturen noch vor der Bundestagswahl umzusetzen, ist aus NABU-Sicht ein ĂŒberparteilicher Konsens erforderlich. Dabei gibt es derzeit nur wenige Stellschrauben fĂŒr die Politik, um zugleich verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen fĂŒr Stromkunden einerseits und Investitionen in die Energiewende andererseits zu gewĂ€hrleisten. „Ein ĂŒberparteilicher Konsens vor der Bundestagswahl könnte zum Beispiel so aussehen: Die Ausnahmeregelungen im EEG fĂŒr die Industrie und die Eigenerzeugung von Strom wĂŒrden zurĂŒckgefahren, die EntschĂ€digungen bei NetzengpĂ€ssen, zum Beispiel fĂŒr Windkraftanlagen, wĂŒrden gekappt und die VergĂŒtungen fĂŒr windreiche Standorte gesenkt“, so Tschimpke. ZusĂ€tzlich könne die Stromsteuer moderat gesenkt werden, um die Mehreinnahmen des Bundes durch den Anstieg der EEG-Umlage an die privaten Verbraucher zurĂŒckzugegeben.

„Ziel muss es sein, nach der Bundestagswahl das EEG weiterzuentwickeln und den Strommarkt umfassend zu reformieren. Nur so kann das nötige Maß an FlexibilitĂ€t und Systemverantwortung sichergestellt werden, wenn kĂŒnftig Wind- und Solarstrom die Energiewende bestimmen“, erklĂ€rte NABU-Energieexperte Carsten Wachholz. Die Parteien sollten im Wahlkampf ihre Konzepte fĂŒr die Zukunft des Strommarkts und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bewerben. Nach der Wahl mĂŒssten beide Reformen sorgfĂ€ltig vorbereitet und aufeinander abgestimmt werden, damit sie Anfang 2015 in Kraft treten können.
 
 

 
Freiburg: Projekt „Kraftwerk Wiehre - Strom und WĂ€rme vor Ort“
Erste Informationsveranstaltung am 21. Februar in der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule

Wiehre soll Modellstadtteil mit einer effizienten dezentralen Energieversorgung werden - Interessierte herzlich willkommen

Am Donnerstag, 21. Februar, findet von 19.00 bis 21.30 Uhr die erste Informationsveranstaltung zu dem neuen Projekt „Kraftwerk Wiehre - Strom und WĂ€rme vor Ort“ in der GertrudLuckner-Gewerbeschule, Kirchstraße 4, statt. Die Stadtverwaltung hat den Stadtteil Wiehre als Modellstadtteil fĂŒr eine effiziente dezentrale Energieversorgung ausgewĂ€hlt.

In der Veranstaltung haben GebĂ€ude- und WohnungseigentĂŒmer sowie Mieterinnen und Mieter die Gelegenheit, sich ausfĂŒhrlich ĂŒber die Möglichkeiten des neuen Projekts zu informieren. In der Wiehre sollen im Projekt „Kraftwerk Wiehre“ vorrangig der Ausbau der Kraft-WĂ€rmeKopplung, also Blockheizkraftwerke (BHKW), gefördert werden. „Zu dieser ersten Informationsveranstaltung sind alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus der Wiehre herzlich willkommen! Vor allem die GebĂ€udebesitzer, aber auch Mieter, BĂŒrgervereine oder Vertreter von bĂŒrgerschaftlichem Engagement können von diesem innovativen, attraktiven und zweijĂ€hrigen Projekt profitieren. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme“, erlĂ€utert UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Die Wiehre mit ihren vielen, oftmals denkmalgeschĂŒtzten GrĂŒnderzeithĂ€usern und der damit verbundenen Restriktionen bei der energetischen Sanierung, vor allem der Fassaden und dem Fehlen von FernwĂ€rmenetzen, ist wie geschaffen fĂŒr den Ausbau der dezentralen Kraft-WĂ€rme-Kopplung.

Der Programmablauf: Nach der BegrĂŒĂŸung von UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik wird Projektleiter Christian Neumann ĂŒber das neue Projekt „Kraftwerk Wiehre“ informieren. Die Erzeugung von Strom und WĂ€rme mit hocheffizienten BHKWs ist eine ökologisch und ökonomisch gĂŒnstige Alternative zu vorhandenen Öl- oder Gasheizungen. Wirtschaftlich besonders attraktiv ist das Konzept der Eigenstromerzeugung, bei dem die Nutzergemeinschaft, zu der auch Mieterinnen und Mieter des GebĂ€udes gehören können, ihren Strom selbst erzeugt und verbraucht.

Den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern wird eine praxisnahe PrĂ€sentation von Technik und Wirtschaftlichkeit eines BHKWs prĂ€sentiert, ein filmischer Blick in die Keller von drei umgesetzten BHKW-Projekten zeigt anschaulich, was alles mit dieser innovativen Technik möglich ist. Anschließend besteht ausreichend Gelegenheit fĂŒr individuelle Fragen. ZusĂ€tzlich können sich Interessierte fĂŒr einen kostenlosen Vor-Ort-Check, bei dem die grundsĂ€tzliche Objekteignung fĂŒr den Betrieb eines BHKW durch einen Experten ĂŒberprĂŒft und dokumentiert wird, anmelden.

Weitere Informationen zu dem Projekt „Kraftwerk Wiehre“ gibt es unter www.freiburg.de/kraftwerkwiehre. Oder bei der Hotline unter der Telefonnummer: 0761/7671644.
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ISS, WAS DU ERHALTEN MÖCHTEST
Veranstalter und Referenten Workshop Getreidevielfalt
 
ISS, WAS DU ERHALTEN MÖCHTEST
Die Stiftung KaiserstĂŒhler Garten veranstaltete ein Seminar zur Nutzung alter Getreidesorten

KĂŒrzlich waren vier Experten aus GetreidezĂŒchtung, Landwirtschaft und BĂ€ckerhandwerk zu Gast bei der Stiftung KaiserstĂŒhler Garten in Eichstetten am Kaiserstuhl. In einem Workshop tauschten sie ihre Erfahrungen aus ihren AktivitĂ€ten zur Erhaltung und Vermarktung traditioneller, robuster und geschmacklich vielfĂ€ltiger Getreidesorten aus. Denn die Stiftung KaiserstĂŒhler Garten möchte im Rahmen eines von PLENUM geförderten Projektes auch in der hiesigen Region die frĂŒher ĂŒbliche Vielfalt der Getreidesorten wieder vergrĂ¶ĂŸern und dadurch einen Nutzen fĂŒr das ökologische GefĂŒge und fĂŒr die BĂ€cker und Konsumenten aufzeigen.

Die Experten berichteten ĂŒber ihre positiven Erfahrungen mit eigenen Getreide-Projekten in ihrer Region. Im Elsass hat ein Landwirt eine Weizensorte ĂŒber Jahrzehnte auf dem eigenen Hof weiter gezĂŒchtet und diese mit MĂŒhlen und BĂ€ckern erfolgreich in die Vermarktung gebracht. Auf der SchwĂ€bischen Alb unterstĂŒtzt eine GroßbĂ€ckerei die Erhaltung und WiedereinfĂŒhrung des frĂŒher beliebten Dickkopfweizens. Im Bodenseeraum hat ein kleines ZĂŒchtungsinstitut zusammen mit Landwirten eine Erzeugergemeinschaft gegrĂŒndet, die Mehl von mehreren alten Getreidesorten inzwischen an drei BĂ€ckereien verkauft und dafĂŒr einen Aufpreis fĂŒr die zĂŒchterische Arbeit erhĂ€lt. Interessant waren auch die Schilderungen eines BĂ€ckers aus der Kölner Bucht, der ĂŒber die handwerkliche Kunst der Verarbeitung alter Getreidesorten berichtete und deren geschmacklichen QualitĂ€ten hervorhob. Davon konnten sich die Teilnehmer des Workshops bei der Verkostung verschiedener Brote ĂŒberzeugen, die die Referenten aus ihren Regionen und Projekten mitgebracht hatten.

Die Erfahrungen aus diesen erfolgreichen Projekten möchte die Stiftung KaiserstĂŒhler Garten fĂŒr ihr eigenes Projekt nutzbar machen. Im letzten Jahr wurden im Samengarten 15 verschiedene Getreidesorten angebaut, ihre Eignung fĂŒr die hiesigen StandortverhĂ€ltnisse bewertet und mit der Ernte erste Backversuche durchgefĂŒhrt. Diese Sortenversuche sollen in diesem Jahr fortgesetzt werden. „Hiermit soll die Vielfalt der Getreidesorten erhalten werden, die im Zuge der weltweiten Vereinheitlichung von Saatgut und HybridzĂŒchtung von Hochleistungssorten verloren geht“, erlĂ€utert Jörgen Beckmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung. Letztlich mĂŒsse man solche alten Sorten wieder in die Vermarktung bringen. So kann der Verbraucher Einfluss auf die Entwicklungen in der Landwirtschaft nehmen, nach dem Motto „iss, was Du erhalten möchtest“.
Weitere VorzĂŒge sogenannter alter Sorten zeigte der Kulturpflanzenspezialist Dr. Thomas Gladis auf. Die HochwĂŒchsigkeit und der breitere Halmabstand eröffnen die Möglichkeit, dass sich viele unterschiedliche AckerunkrĂ€uter wieder entwickeln können. Diese dienen den Insekten, Lerchen und RebhĂŒhnern als Nahrung, stören die Getreideernte nicht und bieten somit auch nach dem Abernten noch ein BlĂŒten-, Nektar- und Samenangebot in der ansonsten ausgerĂ€umten Ackerlandschaft.

In der abschließenden Diskussion wurde von allen Seiten betont, dass eine WiedereinfĂŒhrung alter Getreidesorten sehr davon abhĂ€ngt, ob sich BĂ€cker finden, die nicht nur Maschinen bedienen können, sondern wieder handwerkliche FĂ€higkeiten lernen und weiterentwickeln möchten. Menschen, die den Geschmack dieser Sorten kennen gelernt haben, werden wieder danach fragen. So besteht Hoffnung, dass die Bevölkerung auch bei Backwaren wieder ein Bewusstsein fĂŒr sortentypischen Geschmack entwickelt, wie es bei Wein, Äpfeln und Kartoffeln bereits ausgeprĂ€gt ist.

Zum Foto:
Die Stiftung KaiserstĂŒhler Garten mit GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Beckmann (vorne) und Leonhard Reindl (rechts) veranstaltete mit UnterstĂŒtzung von PLENUM (Matthias Hollerbach, 2. von links) einen Workshop mit Getreide-Experten zur Erhaltung alter Getreidesorten
 
 

 
Neues „GrĂŒnes Klassenzimmer“ – Programm der Ökostation
MOOSWALD. Die Ökostation Freiburg stellt ihr „GrĂŒnes Klassenzimmer“ - Programm 2013 fĂŒr Schulklassen und KindergĂ€rten vor. Rund um die Themenfelder Naturschutz, Abfallvermeiden und Gesunde ErnĂ€hrung bietet das PĂ€dagogik-Team Projektvormittage, Exkursionen und GrĂŒne Klassenzimmer an, die von Schulklassen nahezu aller Alterstufen sowie von Kindergartengruppen gebucht werden können. So können SchĂŒler zum Beispiel mit Hilfe von Geo-Caching die Artenvielfalt im Seepark erkunden, Abfallvermeidung ĂŒben, regionale Lebensmittel kennenlernen oder einen Bauernhof besuchen. Neu ist ein Angebot fĂŒr die 3 bis 5 JĂ€hrigen. Damit will die Ökostation die kleineren Kinder in ihrer natĂŒrlichen Forscherhaltung unterstĂŒtzen.

Die Angebote, die pro Teilnehmer 2,- bis 4,- Euro kosten, werden von der Stadt Freiburg und von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg gefördert. Der Flyer mit dem ausfĂŒhrlichen Programm ist in der Ökostation unter Tel: 0761 892333 erhĂ€ltlich oder online als pdf www.oekostation.de
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NĂ€chstes Milliardengrab: Die Fehmarnbeltquerung
Miller: Mit den DĂ€nen ĂŒber Ausstieg verhandeln

Berlin/Fehmarn – Mit Blick auf die finanziell völlig aus dem Ruder gelaufenen Großprojekte Flughafen Berlin-Brandenburg und Stuttgart 21 hat der NABU vor dem nĂ€chsten Milliardengrab gewarnt: Mit der Fehmarnbeltquerung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dĂ€nischen Insel Lolland sowie den jeweiligen Hinterlandanbindungen, ist bereits das nĂ€chste finanziell ausufernde Mammut-Projekt in Planung.

„Es ist absehbar, dass sich noch vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Sommer 2013 auch bei der deutschen Hinterlandanbindung die Kosten, wie vom Bundesrechnungshof vorhergesagt, fast verdoppeln werden“, warnte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der NABU habe lange vor der Entscheidung im Deutschen Bundestag 2009 immer wieder darauf hingewiesen, dass allein die ein halbes Jahrhundert alte FehmarnsundbrĂŒcke erneuert werden mĂŒsse, weil das Bauwerk zukĂŒnftige Mehrbelastungen durch rund 80 zusĂ€tzliche GĂŒterzĂŒge pro Tag kaum werde tragen können.

„Man muss kein Prophet sein, um diese Entwicklung vorherzusehen. Großprojekte werden fĂŒr die politische Zustimmung grundsĂ€tzlich kleingerechnet, wĂ€hrend die Quittung am Ende immer der Steuerzahler bekommt “, so Miller. Allein die drei großen Vorhaben Berlin Brandenburg, Stuttgart 21 und die Hinterlandanbindung zur Fehmarnbeltquerung produzierten Mehrkosten von mehreren Milliarden Euro.

„Angesichts der Schuldenkrise in Europa mit erheblichen Belastungen der Menschen und dem wirklich fragwĂŒrdigen volkswirtschaftlichen Nutzen solcher Prestigeprojekte sind diese gigantischen Summen nicht mehr zu rechtfertigen. Und noch weniger die erheblichen nachhaltigen ökologischen SchĂ€den, die damit einhergehen. Deswegen muss der Bund bei der Fehmarnbeltquerung mit den DĂ€nen ĂŒber einen vertraglich möglichen Ausstieg verhandeln“, forderte Miller. Der NABU sei nicht grundsĂ€tzlich gegen Infrastruktur, sondern fĂŒr eine kluge, umwelt- und sozialvertrĂ€gliche Planung sowie eine solide Finanzierung. Dies sei bei der festen Fehmarnbeltquerung nicht zu sehen. Denn bis heute hĂ€tten die politisch Verantwortlichen nicht erklĂ€ren können, wie der Bund angesichts der Schuldenbremse 2015 immer mehr Infrastrukturmaßnahmen ohne neue Schulden finanzieren wolle.
 
 

 
„Wind & Energie“
Kongress mit Ausstellung zur Windenergie und zu Strom-Speichertechnologien

Ein Fachkongress mit Ausstellung zu den Themen Windenergie und Stromspeicherung findet im Februar erstmals in SĂŒddeutschland statt. Unter dem Titel ‚Wind & Energie‘ bietet er vom 20.-21. Februar in der Messe Ulm Firmen aus der Windenergie-Branche und den damit verknĂŒpften Speichertechnologien die Möglichkeit, ihr Angebot im SĂŒden des Landes zu zeigen und ein interessiertes Fachpublikum aus kommunalen EntscheidungstrĂ€gern, interessierten GrundstĂŒckseigentĂŒmern und Fachleuten aus dem Bereich Windkraft anzusprechen.

„Gemeinsam wollen wir die Energiewende in SĂŒddeutschland voranbringen“, betont Richard Mair, Vorsitzender der renergie AllgĂ€u. „Trotz guter Bedingungen bilden Baden-WĂŒrttemberg und Bayern bislang das Schlusslicht in der bundesweiten Winderzeugung.“ „Das soll sich Ă€ndern!“ ergĂ€nzt Dr. Walter Witzel, Landesvorstand des BWE Baden-WĂŒrttemberg. „Deshalb freuen wir uns sehr, mit dem Kongress die Zusammenarbeit mit den Bayerischen Kollegen zu intensivieren.“

Der lĂ€nderĂŒbergreifende Kongress will Informationen vermitteln und neue Kontakte herstellen, um so dem Ausbau der Windenergie neuen Schwung zu verleihen und gleichzeitig die flexible Nutzung und vor allem die Speicherung aller Erneuerbarer Energien voranzutreiben. Hersteller, Planer, Projektierer und Anwender prĂ€sentieren dazu in der Fachausstellung ihre neuesten Ideen und Angebote. Gleichzeitig werden Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Praxis im zweitĂ€gigen Kongress Antworten geben, Richtungen weisen und Lösungen anbieten. Der Vormittag des zweiten Kongresstages, Donnerstag, 21. Februar 2013, gehört dabei den BWE-LandesverbĂ€nden aus Baden-WĂŒrttemberg und Bayern.
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