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1912 - 1952 - 1962 - 1972 - 1992 - 2002 - 2012 ...
Stationen fĂŒr Umwelt und Entwicklung und eine bahnbrechende Perspektive

Notwendige RĂŒckblicke und Ausblicke zum Jahresende

Umweltprobleme, Energiemangel und Klimawandel im Griff?

Das scheidende Jahr 2012 griff einen Rhythmus auf, der bei den Gebieten Umweltschutz und Energie seit 60 Jahren angelegt ist und seit 1972 weltweit seinen Ausdruck findet. Sogar 100 Jahre zurĂŒck, zum Jahr 1912, besteht eine Verbindung mit einer bahnbrechenden Perspektive fĂŒr Energie, Entwicklung und fĂŒr den Klimaschutz:

ZunĂ€chst waren es heute fast in Vergessenheit geratene Umweltkatastrophen, die bald nach Ende des 2. Weltkriegs die aufstrebende industrialisierte Welt schockten. Danach wurden auch von der Staatengemeinschaft gemeinsame Lösungen gesucht. Schließlich haben findige Ingenieure fĂŒr das Doppelproblem Energie und Klimarisiko einen eleganten Ausweg verfĂŒgbar gemacht, dessen Wurzeln 1912 mit einem Nobelpreis geehrt worden waren.

1952: Die „große giftige Dunkelheit“

Der „Great London Smog“, auch die „große giftige Dunkelheit“ genannt, fĂŒhrte vom 5.-9. Dezember 1952 zunĂ€chst zu 4000, im Gefolge dann zu rund 12000Toten, hauptsĂ€chlich bei Kleinkindern und Ă€lteren Menschen und bei denen, die schon Atemwegs- und Herzkrankheiten hatten. Was war geschehen? Viel intensiver als sonst hatte sich wetterbedingt eine winterliche Kaltluftglocke gebildet, die ĂŒber London fast eine Woche lang eingesperrt blieb und zu extremem Nebel fĂŒhrte, immer mehr angereichert mit den giftigen Abgasen aus Hunderttausenden kohlebefeuerten Einzelzimmer-Öfen: Smog als Mischung von Nebel (englisch: fog) und Rauch (smoke). Das öffentliche Leben und der Verkehr brachen praktisch total zusammen. Auch in GebĂ€uden: Theatervorstellungen konnten mangels Sicht zur BĂŒhne nicht stattfinden. Busse verirrten sich, der Verkehr wurde eingestellt, die Menschen mussten sich an HauswĂ€nden entlang tasten, die Sicht sank teilweise auf nur rund 30 Zentimeter, einen Fuß weit, man konnte teils die eigene Hand am ausgestreckten Arm nicht mehr sehen. Die Luft war eigentlich ĂŒberhaupt nicht mehr atembar. Schließlich kam dann doch wieder Wind auf. Die Regierung beschwichtige danach. Erst vier Jahre spĂ€ter, 1956, wurde das national das Luftreinhaltegesetz (Clean Air Act) verabschiedet und die Vielzahl der Kohleöfen eingeschrĂ€nkt

1962: „Stummer FrĂŒhling“

1962, 10 Jahre nach Londoner Katastrophe, erschien eines der wichtigsten BĂŒcher zur Umwelt: „Silent Spring“, deutsch „Stummer FrĂŒhling“ der US-amerikanischen Biologin Rachel Carson. Das zunĂ€chst vor allem in den USA großes Aufsehen erregende Buch widmete sich den stark aufkommenden Bioziden, eigentlich chemische Biokampfstoffe, die in der Landwirtschaft und bei der ĂŒbrigen SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung in der Natur und zur „Entseuchung“ von Menschen, etwa bei Soldaten, zunehmend eingesetzt wurden. Eine der Hauptgefahren war Schaden fĂŒr die Vogelwelt. Die Auslöschung etwa des Weißkopfadlers drohte in den USA aufgrund dĂŒnnerer Ei-Schalen des Nachwuchses, auch die ĂŒbrige Vogelwelt erschien gefĂ€hrdet, daher der Titel „Stummer FrĂŒhling“ - ohne Vogelgezwitscher. Rachel Carson Buch fĂŒhrte zum weltweiten Verbot der Chemikalie DDT, ein Chlor-Kohlenwasserstoff, der sich in natĂŒrlichen Geweben anreichert. Weitere Folge des Buchs waren die ersten modernen Umweltschutzgesetze in den USA zum 1.1.1970.

1972: „Grenzen des Wachstums“

Diese und weitere Umweltprobleme fĂŒhrten 1972 zum alarmierenden Bericht „Grenzen des Wachstums“ (Limits to Growth) des Club of Rome mit Dennis Meadows als einem der Autoren. Der Club of Rome, eine internationale Wissenschaftlervereinigung, die auch in 2012 weiter besteht, gehört u.a. auch zu den Initiatoren des aktuellen internationalen Projekts Desertec fĂŒr einen Verbund erneuerbarer Energien zwischen Nordafrika und Europa. Aufgrund des gefĂ€hrlichen Anstiegs der Umweltbelastung und des Rohstoffverbrauchs sowie des absehbaren weiteren Bevölkerungswachstums suchten die Wissenschaftler nach einem Modell, das die GrundbedĂŒrfnisse aller Menschen befriedigt, ohne unkontrollierbare ZusammenbrĂŒche zu erzeugen. Denn bei GrundbedĂŒrfnissen wie sauberes Wasser, saubere Luft und vielen Rohstoffen sah der Bericht große Probleme der Verknappung bis hin zu „Umweltkriege“ voraus. Kriege um absehbar knappe Rohstoffe ereigneten sich in der Folge auch real, beispielsweise in Nahost mit Erdöl als Hintergrund, obwohl andere GrĂŒnde vorgeschoben wurden.

Stockholm 1972: UN-Konferenz zur Umwelt des Menschen

In demselben Jahr 1972 kam auf Initiative vor allem der umweltbesorgten skandinavischen Staaten die Weltgemeinschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen zur UN-Konferenz ĂŒber die Umwelt des Menschen (UN Conference on Human Environment) zusammen. EntwicklungslĂ€nder bestanden dabei, wie die indische Regierungschefin Indira Ghandi es ausdrĂŒckte, aber darauf, Armut sei der grĂ¶ĂŸte Verschmutzer. Man habe keine Verantwortung fĂŒr die Umweltprobleme des „Nordens“, sondern wolle sich uneingeschrĂ€nkt entwickeln.

Immerhin fĂŒhrte „Stockholm“ zur GrĂŒndung des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi, Kenia, und 1987 zum Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ (Our Common Future) der von der UN eingesetzten Weltkommission fĂŒr Umwelt und Entwicklung. Dieser Bericht, nach der Vorsitzenden und frĂŒheren norwegischen MinisterprĂ€sidentin auch „Brundtland-Report“ genannt, definierte auf moderne Weise den Begriff nachhaltiger Entwicklung. Dieser war bereits 1713 in Deutschland von Hans-Carl von Carlowitz fĂŒr die Fortwirtschaft geprĂ€gt worden. Die BrundtlandKommission formulierte es so: eine Entwicklung, die die BedĂŒrfnisse der jetzt Lebenden erfĂŒllt, ohne die FĂ€higkeit kĂŒnftiger Generationen einzuschrĂ€nken, deren BedĂŒrfnisse zu befriedigen. Speziell seien die GrundbedĂŒrfnisse der Armen wie Nahrung und Wasser vorrangig zu decken. Bei der Umwelt sei zu berĂŒcksichtigen, dass bei ihr Grenzen bestehen mit RĂŒcksicht auf gegenwĂ€rtige und kĂŒnftige BedĂŒrfnisse. Hieraus entstand die Idee des Umweltraums, der begrenzten TragfĂ€higkeit der Erde. Die Ergebnisse der Kommission gelten als diplomatischer Kompromiss und Versuch zur Harmonie zwischen den sich nach damaliger Meinung widersprechenden Zielen Umweltschutz und Entwicklung. Unter Entwicklung wurde allgemein die Entwicklung Richtung moderner Industriestaat mit dauerhaftem, aber angepassten Wirtschaftswachstum verstanden.

1992: UN Konferenz fĂŒr Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro

1992 gipfelte die aufkommende weltweite Zusammenarbeit der Staaten bei der großen UN Konferenz fĂŒr Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro, Brasilien, der UN Conference for Environment and Development UNCED’92. Mehrere 10 000 offizielle und inoffizielle Teilnehmer trafen sich bei den Haupt- und Nebenkonferenzen. Die UNCED’92 anerkannte die Nachhaltigkeit bzw. nachhaltige Entwicklung als Leitprinzip der Staatengemeinschaft, der Weltwirtschaft, der Weltzivilgesellschaft und sowie als Grundprinzip der Rio-ErklĂ€rung der Regierungen und der Agenda 21. Die Agenda 21 war als weltweites Handlungsprogramm fĂŒr alle Lebensbereiche vorgesehen. IndustrielĂ€nder sollten die Produktion und den Konsum in Richtung Nachhaltigkeit neu ausrichten, EntwicklungslĂ€nder die Armut bekĂ€mpfen und sich entwickeln. Das 28. Kapitel der Agenda 21 wendet sich an StĂ€dte und Gemeinden fĂŒr die Zusammenarbeit der gesellschaftlichen Gruppen von der BĂŒrgerschaft bis hin zur Industrie vor Ort.

Besonders wichtig erschienen der Weltöffentlichkeit die in Rio beschlossenen weltweiten Rahmenkonventionen zum Schutz des globalen Klimas und zum Erhalt der Artenvielfalt. Der sich abzeichnende Klimawandel war in Jahren unmittelbar vor „Rio“ nachdrĂŒcklich in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und Politik gelangt. Auch ein Protokoll zum Schutz der WĂ€lder und eine ErklĂ€rung zu WĂŒsten wurden verabschiedet. In der Folge waren jedoch trotz der optimistischen Stimmung von „Rio“ ĂŒberwiegend klar unzureichende Erfolge zu verzeichnen, etwa das mangelhafte Kyoto-Protokoll von 1997 zum Klimaschutz, dem ĂŒberdies etliche wichtige „KlimasĂŒnder“-Staaten wie die USA nicht beitraten. Außerdem wirkte die1994 in Marrakesch nach jahrelangen Verhandlungen gegrĂŒndete Welthandelorganisation WTO mit ihrem Vorrang fĂŒr Freihandel, Liberalisierung und Globalisierung der Wirtschaft den Absichten von Rio, nĂ€mlich Umweltschutz, Soziales und Wirtschaft in Einklang zu bringen, entgegen.

2002: Aktionsplan von Johannesburg-

2002 in Johannesburg, SĂŒdafrika, in Nachfolge von „Rio“, erbrachte der UN-Weltgipfel fĂŒr nachhaltige Entwicklung WSSD mit rund 20.000 Delegierten aus Regierungen, Wirtschaft, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen den Johannesburg-Aktionsplan. Diesem wurden aber keine finanziellen Mittel zugewiesen. Als Hauptergebnis von „Johannesburg“ gelang es dessen ungeachtet, dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung durch neue PrioritĂ€ten und Umsetzungsprogramme erstmals quantifizierbare, d.h. Mengen-Ziele zuzuweisen. In den Aktionsplan wurden dabei so genannte Millenniumsziele von 2000 aufgenommen, das sind anlĂ€sslich der Jahrtausendwende in 2000 von der UN-Vollversammlung verabschiedete Ziele, unter anderem:

- bis 2010 den RĂŒckgang der Artenvielfalt deutlich vermindern,
- bis 2015 die Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben, um 500 Millionen verringern,
- weltweit fĂŒr alle Kinder Grundschulausbildung erreichen,
- den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sanitÀrer Grundversorgung halbieren,
- bis 2020 eine Minimierung der gesundheits- und umweltschÀdlichen Auswirkungen bei der Produktion und dem Gebrauch von Chemikalien erzielen. Hierzu kam einiges in der angestrebten Richtung in Gang, u.a. die 2007 in Kraft getretene Chemikalien-Gesetzgebung REACH der EuropÀischen Union.

2012: Rio + 20: RĂŒckschritt oder kein Fortschritt oder doch?

2012 schließlich, zwanzig Jahre nach der UN-Konferenz fĂŒr Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (UNCED 1992), fand im Juni 2012 die UN-Weltkonferenz fĂŒr nachhaltige Entwicklung (UNCSD Rio+20) statt. Die UNCED 92 hatte trotz der dort beschlossenen Konventionen zum Klimaschutz und zur BiodiversitĂ€t sowie trotz ihrer ErklĂ€rung zu Umwelt und Entwicklung, ihrer WĂ€lder-Prinzipien und ihrem weltweiten Aktionsprogramm Agenda 21 auch bis 2012 die erhofften positiven Wirkungen kaum entfaltet. Die BeschlĂŒsse wurden von mehreren Staaten nicht ratifiziert oder unterlaufen. Ungerechtigkeit, UnterdrĂŒckung und Gewalt auf allen Ebenen, Hunger und Armut, Überfluss und Verschwendung von Ressourcen, Ausgrenzung und Sozialisierung ökonomischer Kosten, Ungleichheit und fehlende Bildungschancen sowie die Zerstörung natĂŒrlicher Lebensgrundlagen und die GefĂ€hrdung der BiosphĂ€re insgesamt standen und stehen in 2012 weiterhin und unakzeptabel fĂŒr den Zustand der Welt.

Die Ergebnisse zu den beiden Hauptthemen von „Rio+20“ „Eine grĂŒne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und ArmutsbekĂ€mpfung“ und „Das institutionelle GerĂŒst fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung“ werden unterschiedlich beurteilt. Einerseits bekrĂ€ftigt die AbschlusserklĂ€rung nachhaltiges Wirtschaften und das Modell einer „Green Economy“. Ziele dazu betreffen konkret die BekĂ€mpfung von Armut und Hunger, Klimawandel und Bodenerosion. Auch die Millenniumsziele fĂŒr das Jahr 2015 seien einzuhalten. Andererseits erklĂ€rten Vertreter der Zivilgesellschaft und der Nichtregierungsorganisationen die gesamten Verhandlungen fĂŒr gescheitert, da verbindliche Abmachungen fĂŒr die Umsetzung der Ziele ausblieben.

1912 – 2012: Eine bahnbrechende Perspektive tut sich auf fĂŒr Energie und Klimaschutz

Eine fĂŒr die Umwelt und Energiezukunft bahnbrechende Erfindung hatte in 2012 ein100-jĂ€hriges JubilĂ€um: der Nobelpreis fĂŒr den französischen Chemiker Paul Sabatier fĂŒr dessen Methode, organische, also kohlenstoffhaltige MolekĂŒle mit Wasserstoff zu verbinden. Die naturwissenschaftliche UniversitĂ€t in Toulouse, Frankreich, ist nach ihm benannt. Speziell die „Sabatier-Reaktion“ verbindet Kohlendioxid mit Wasserstoff zu erdgasidentischem Methan CH4.

Genau das eröffnet eine umfassende Revolution fĂŒr das Wirtschaften mit erneuerbaren Energien: Zum Beispiel aus Wind- und Solarstrom erzeugter Wasserstoff kann mit der Sabatier-Reaktion also erneuerbares Methan erzeugen und daraus auch Produkte der Chemieindustrie sowie mit Ă€hnlichen Reaktionen auch Erdölersatz. Anders gesagt: Kohlendioxid aus industriellen Prozessen oder sogar aus der Luft wird mit Wasserstoff unter WĂ€rmefreisetzung zu Methan verbunden. Das wird in Deutschland nach fast 100-jĂ€hrigem Dornröschenschlaf 2012 in Demonstrationsanlagen fĂŒr den Einsatz in der Energiewirtschaft bereits praktisch erprobt, so beim Zentrum fĂŒr Solar- und Wasserstoff-Forschung Baden-WĂŒrttemberg ZSW in Stuttgart und vom Autokonzern Audi am Standort Werlte im Emsland/Niedersachen. Die deutsch-österreichische Firma Solar Fuel nimmt sich des Themas intensiv an. Auch der Stadtwerke-Energiekonzern ThĂŒga will die Methanherstellung nun in Frankfurt auch selber erproben, und die regionale Badenova, Freiburg, ist am Thema ebenfalls eng dran. Der Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. und das KlimabĂŒndnis Freiburg weisen seit 2009 nachdrĂŒcklich auf die „neuen“ Chancen hin.

Die Doktorarbeit von Michael Sterner in 2009 an der UniversitĂ€t Kassel und am Fraunhofer Institut fĂŒr Windenergiesysteme IWES hatte zuvor in Zusammenarbeit mit weiteren Forschern aus Kassel und Stuttgart die Sabatier-Reaktion fĂŒr die Energiewirtschaft neu durchdacht. Sie kann sich besonders eigenen sich fĂŒr die Erzeugung von Methangas aus ĂŒberschĂŒssigem Windkraftstrom, der sonst bei Abregeln der Anlagen bei Starkwind aufgrund von NetzengpĂ€ssen oder mangels Strombedarf gar nicht erst erzeugt worden wĂ€re. Analog wird man bei kĂŒnftig ĂŒberschĂŒssigem Solarstrom an Wochenenden und in den Ferienmonaten vorgehen können.

ZunĂ€chst wird hierbei mit der aus dem schulischen Chemieunterricht bekannten Elektrolyse auf technischem Weg Wasserstoff erzeugt, dann dieser mit Kohlendioxid verbunden. Beide, der Wasserstoff und das Methan, eröffnen das Tor zu einer Energieversorgung zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien fĂŒr Strom, WĂ€rme und Verkehr. Das bestehende Erdgasnetz und dessen riesige Speicher, die allen in Deutschland fĂŒr mehrere Monate reichen, sind fĂŒr das erneuerbare Methan uneingeschrĂ€nkt nutzbar, fĂŒr einige Prozent Wasserstoff-Beimischung ebenfalls. Der Wasserstoff eignet sich auch direkt zum Einsatz in Brennstoffzellen in Fahrzeugen und in Blockheizkraftwerken bzw. stromerzeugenden Heizungen fĂŒr Strom und WĂ€rme.

Indem sie mit Hilfe der Sabatier-Reaktion Kohlendioxid binden, können Wind- und SolarstromĂŒberschĂŒsse perspektivisch helfen, den von der Menschheit verursachten zusĂ€tzlichen Treibhauseffekt der ErdatmosphĂ€re, d.h. den Klimawandel zu mindern, der vor allem durch Abgase aus der Verbrennung fossiler Energien entsteht. Sogar die geleerten Erdgas- und ErdölLagerstĂ€tten könnten zumindest teilweise wiederaufgefĂŒllt werden. Aussichten, die es wert sind, jetzt voll angepackt zu werden.

28.12.2012. Autor und © : Dr. Georg Löser,
Energie- und UmweltbĂŒro Dr. Löser, Weiherweg 4 B, 79194 Gundelfingen
 
 

 
Karlsruhe: Tiere und Pflanzen des Jahres
Wildapfel, Bekassine, Flussköcherfliege, Schlingnatter, LeberblĂŒmchen

Der Wildapfel ist der Baum des Jahres 2013. In den WĂ€ldern rund um Karlsruhe ist er nur noch sehr selten anzutreffen. Vereinzelt stehen WildapfelbĂ€ume in den HartholzwĂ€ldern der Rheinaue, in der Flussaue und in der Vorbergzone, bevorzugt an lichten WaldrĂ€ndern. Die maximal vier Zentimeter im Durchmesser großen FrĂŒchte sind herb-sauer, holzig und fĂŒr den Menschen allenfalls gedörrt oder gekocht genießbar. „Die zweifelsfreie Bestimmung reiner WildĂ€pfel ist schwierig“, weiß Ulrich Kienzler, Leiter der stĂ€dtischen Forstverwaltung, denn „Wild- und KulturĂ€pfel bilden durch gegenseitige BestĂ€ubung gerne so genannte Bastarde“. Exakte Artbestimmungen lassen sich zweifelsfrei nur durch DNA-Analysen durchfĂŒhren“, so Kienzler. Typisch fĂŒr WildĂ€pfel sind die sehr kleinen, gelb-grĂŒnen FrĂŒchte mit einem maximalen Durchmesser von nur vier Zentimeter. Sie sind herb-sauer, holzig und fĂŒr den Menschen höchstens gedörrt oder gekocht genießbar. Die BĂ€ume können bis zu 100 Jahre alt werden und erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 45 Zentimetern. Übringens zeigen genetische Untersuchungen, so Kienzler, dass "unsere Kulturapfelsorten vermutlich nicht vom europĂ€ischen Wildapfel, sondern wohl von asiatischen WildĂ€pfeln abstammen". Das Holz des Wildapfelbaumes spielt aufgrund der geringen Mengen keine Rolle fĂŒr die wirtschaftliche Nutzung. Wegen seines rötlich-braunen Kernholzes sind kleine Holzmengen aber bei Drechslern und Kunsttischlern sehr beliebt. FrĂŒher wurde das harte Holz fĂŒr ZahnrĂ€der und Holzschrauben verwendet. Die Forstverwaltung Baden-WĂŒrttemberg hat ein Programm zur Rettung dieser gefĂ€hrdeten Baumart aufgelegt. Auch stĂ€dtischen Förster beteiligen sich daran. Im FrĂŒhjahr 2013 steht der Wildapfel im Mittelpunkt einer Pflanzaktion zusammen mit einer Schule. Wie nach Angaben von Forstabteilungsleiter Ulrich Kienzler ohnehin vorgesehen ist, in Zukunft bei allen Waldpflanzungen Wildobstsorten mit zu pflanzen.

Eine echte Seltenheit und in der Umgebung von Karlsruhe allenfalls noch an sehr versteckten Ecken in Mooren und SĂŒmpfen zu finden ist der Vogel des Jahres 2013. Die Bekassine, auch „Meckervogel“ genannt, ist durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes in ganz Deutschland stark vom Aussterben bedroht. Auch Verwandten der Bekassine, dem Großen Brachvogel oder der Uferschnepfe, droht ein Ă€hnliches Schicksal.

Nicht ganz so selten, aber dennoch gefĂ€hrdet ist das Insekt des Jahres, die gebĂ€nderte Flussköcherfliege. Sie bevorzugt saubere, relativ sauerstoffreiche BĂ€che, wie etwa die Alb in ihrem Oberlauf. Die ausgewachsenen Fliegen sind ziemlich unscheinbare, graue Insekten, die sich tagsĂŒber im Moos und Totholz oder unter BlĂ€ttern ufernaher Pflanzen verbergen. Gegen Abend tanzen sie am Wasser in SchwĂ€rmen und werden hĂ€ufig mit MĂŒcken verwechselt. FĂŒr Ökologen eher faszinierend sind ihre Larven. Sie leben im Wasser und bauen sich aus kleinen Steinchen und Pflanzenteilen einen Köcher. Daher stammt der Name fĂŒr das Tier.

Lediglich im Norden von Grötzingen kommt die Schlingnatter noch vor. Dieses Reptil des Jahres ist den meisten Menschen unbekannt, weil es nur selten beobachtet werden kann. Auch dieses harmlose Reptil, das sich von MÀusen und Eidechsen ernÀhrt, ist gefÀhrdet.

Das LeberblĂŒmchen, die Blume des Jahres, ist in Karlsruhe allenfalls an lichten Stellen des Turmbergs anzutreffen. Weitere Informationen ĂŒber Tiere und Pflanzen des Jahres gibt es auf der Internetseite des NABU: www.nabu.de/tiereundpflanzen/naturdesjahres.
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StimmtÂŽs oder stimmtÂŽs nicht: alles rund ums Thema Essen
Spinat darf man keinesfalls aufwĂ€rmen, lautet ein eisernes KĂŒchengesetz. Aber ist aufgewĂ€rmter Spinat tatsĂ€chlich so gesundheitsschĂ€dlich? Und ist ein Glas Rotwein am Tag wirklich gesund? ÖKO-TEST klĂ€rt auf, ob solche RatschlĂ€ge und KĂŒchenweisheiten tatsĂ€chlich wissenschaftlich wahr sind.


Mit Olivenöl darf man nicht braten
Stimmt nicht. Dank seines hohen Anteils an Vitamin E und der Zusammensetzung seiner FettsĂ€uren ist Olivenöl sogar recht hitzebestĂ€ndig. Selbst natives Olivenöl lĂ€sst sich ohne weiteres bis auf 180 Grad Celsius erhitzen und eignet sich so zum Grillen ĂŒber Alufolie, Backen, Braten und Frittieren.

Orangensaft verbessert die Eisenaufnahme
Richtig. Wer ein Glas Orangensaft zum Essen trinkt, verbessert die Eisenverwertung aus der Nahrung. Das liegt am hohen Vitamin-C-Gehalt des Orangensafts. Vitamin C reduziert dreiwertiges Eisen zu zweiwertigem. Und zweiwertiges Eisen kann unser Körper sehr viel besser aufnehmen. Schwarzer Tee ist dagegen ein Eisenfresser. Seine Inhaltsstoffe Phytin, Phosphat und GerbsÀure bilden mit Eisen Komplexe und verhindern so die Aufnahme des Spurenelements.

Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund
Das stimmt nicht. Rotwein soll zwar vor Herzinfarkt und Krebserkrankungen schĂŒtzen. DafĂŒr werden vor allem die Polyphenole verantwortlich gemacht, die als Farb- und Aromastoffe im Wein reichlich vorhanden sind. In Laborversuchen wurden bereits zahlreiche potenziell gesundheitsfördernde Wirkungen der Rotweinphenole nachgewiesen – zum Beispiel die Hemmung der Blutgerinnung, Blutdrucksenkung, antioxidative Wirkung, EntzĂŒndungshemmung oder auch StĂ€rkung des Immunsystems. Allerdings lassen sich die Ergebnisse nicht unbedingt auf den Menschen ĂŒbertragen, erklĂ€rt die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE). So ist zwar fĂŒr viele rote Farbstoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören, eine antioxidative Wirkung im Laborversuch belegt. Doch dafĂŒr mĂŒssten die Stoffe hoch konzentriert aufgenommen werden, weitaus höher, als sie in NahrungsergĂ€nzungsmitteln wie Rotweinkapseln oder Traubensaft enthalten sind. Von einem vorbeugenden Konsum raten Wissenschaftler deshalb ab. Denn schon nach einem Glas Wein (0,25 Liter) ist die kritische tĂ€gliche Alkoholmenge fĂŒr MĂ€nner erreicht, die fĂŒr Frauen (0,1 Liter) bereits ĂŒberschritten. Wein bleibt also ein Genussmittel, das in Maßen getrunken werden sollte.

SpÀtes Essen macht dick
Das stimmt so nicht. Denn entscheidend ist nicht wann, sondern wie viel man isst. Niemand wird dicker, wenn er nicht mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt. Der menschliche Körper verwertet grundsĂ€tzlich mehr als 90 Prozent der ihm zugefĂŒhrten Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate, weniger als 10 Prozent verlassen den Körper unverĂ€ndert. Nahrungsenergie, die der Organismus nicht sofort verbraucht, speichert er als Kohlenhydrate in den Körperzellen und als Fett. Das gilt fĂŒr jede Tageszeit. Bei Bedarf werden diese Reserven mobilisiert und die Speicher – so auch das ungeliebte Fett – wieder abgebaut. FĂŒr das Körpergewicht ist es unerheblich, ob das Essen auf wenige oder viele Mahlzeiten verteilt wird. Trotzdem empfehlen ErnĂ€hrungsexperten fĂŒnf kleine statt drei großer Mahlzeiten, weil Vitamine und Mineralstoffe dann besser aufgenommen werden.

FĂŒr ein Dessert ist immer noch Platz
Klar. Echte SĂ€ttigung hĂ€ngt nicht nur von der Menge der verzehrten Speisen ab. Entscheidend fĂŒr ein rundum wohliges GefĂŒhl ist auch die so genannte sensory specific satiety. ErnĂ€hrungswissenschaftler meinen damit eine SĂ€ttigung an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Der Appetit auf Deftiges ist zwar nach dem Essen gestillt, nicht aber die Lust auf SĂŒĂŸes. Deshalb sind ein StĂŒck Tiramisu oder ein Becher Eis höchst willkommen. Außerdem isst das Auge auch mit - so banal das klingt. Nett dekorierte Desserts heben sich nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch vom Hauptessen ab. Bei einem mehrgĂ€ngigen MenĂŒ wird deshalb weitaus mehr gegessen, als wenn nur Erbsensuppe auf dem Tisch steht. Warum sich die klassische Abfolge eines Essens ausgerechnet von pikant zu sĂŒĂŸ vorarbeitet, können ErnĂ€hrungswissenschaftler bisher aber nicht erklĂ€ren.

Spinat und Pilze soll man nicht aufwÀrmen
Prinzipiell stimmt das. Denn Bakterien können das im Spinat enthaltene Nitrat in Nitrit oder Nitrosamine umwandeln. Nitrit kann bei SĂ€uglingen den Sauerstofftransport im Blut behindern, Nitrosamine wirken krebserregend. Bei Pilzen – egal ob frisch, aus der TiefkĂŒhltruhe oder Konserve – ist es das Eiweiß, das von Bakterien rasch zersetzt wird. Die Abbauprodukte verursachen Beschwerden im Verdauungstrakt. Wenn man folgende Regeln beachtet, können Reste von Spinat oder Pilzen ausnahmsweise aufgewĂ€rmt werden: Die Speisen mĂŒssen schnell kĂŒhl gestellt werden, dĂŒrfen höchstens einen Tag im KĂŒhlschrank stehen und mĂŒssen dann auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden.

KĂ€se schließt den Magen
Die Sitte, KĂ€se als letzten Gang zu essen, stammt vermutlich aus dem Mittelalter. Sie ist bereits in einem deutschen Gedicht dokumentiert, das etwa um 1500 verfasst wurde. Zu dieser Zeit haben die Menschen hauptsĂ€chlich SauermilchkĂ€se gegessen, der mit dem heutigen Harzer oder Limburger vergleichbar ist. Solch ein SauermilchkĂ€se als Abschluss einer Mahlzeit wirkt tatsĂ€chlich verdauungsfördernd, weil er im Gegensatz zu festem SchnittkĂ€se noch MilchsĂ€ure enthĂ€lt. Der intensive Geschmack von SauermilchkĂ€se mag ein weiterer Grund gewesen sein, warum er nicht zwischendurch, sondern am Schluss der Mahlzeit gegessen wurde. Heute kennt man noch einen Grund, warum KĂ€se ein MenĂŒ abschließen sollte. Wer KĂ€se kaut, fördert damit den Speichelfluss und vermindert den Zahnbelag. KĂ€se enthĂ€lt zudem kaum noch Milchzucker, der den ZĂ€hnen schaden könnte, dafĂŒr aber viel Kalzium. Dieses Mineral wird beim Essen aus den ZĂ€hnen ausgewaschen und muss anschließend ĂŒber den Speichel wieder ergĂ€nzt werden. KĂ€se als Nachtisch sorgt also fĂŒr den richtigen Kalziumgehalt im Speichel.

GewĂŒrze machen Essen haltbarer
Ja, die konservierende Wirkung von GewĂŒrzen ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Schon die Inkas haben Chili in ihre Speisen gemischt, Ägypter, Griechen und Römer verwendeten Senf, um Fleisch haltbarer zu machen. Die UniversitĂ€t von Saragossa hat das an Rinderhackfleisch untersucht. Mehrere Portionen wurden mit unterschiedlichen Mengen von Paprikapulver und Cayennepfeffer versetzt und bei 20 °C liegen gelassen. Unbehandeltes Fleisch hielt vier Tage, gewĂŒrztes bis zu 16 Tage - und zwar sowohl das mit sĂŒĂŸem als auch mit scharfem Pulver versetzte. Bei lebenden Tieren hat die Virginia Tech University in USA in einem Versuch herausgefunden, dass sich mit Chili gefĂŒtterte HĂŒhner nur halb so oft mit Salmonellen infizierten wie normal ernĂ€hrte.

NĂŒsse sind Nervennahrung
Stimmt. NĂŒsse enthalten viele B-Vitamine, die die KonzentrationsfĂ€higkeit fördern und Gereiztheit vorbeugen. Wichtig ist auch das in NĂŒssen enthaltene Lecithin, das wichtige Gehirnfunktionen der Nerven steuert. Amerikanische Wissenschaftler wollen sogar herausgefunden haben, dass man Denksportaufgaben leichter löst, wenn man dabei NĂŒsse knabbert.

Obst-Aufkleber ĂŒbertragen Schadstoffe
Stimmt nicht, denn Klebstoffe, die zur Etikettierung von Lebensmitteln verwendet werden, dĂŒrfen nicht auf der OberflĂ€che des Lebensmittels zurĂŒckbleiben. Das Gleiche gilt fĂŒr Druckerfarben. Latex- oder Acrylkleber mĂŒssen speziell fĂŒr Lebensmittel zugelassen werden. Naturklebstoffe brauchen hingegen keine spezielle Zulassung. Sie werden aus Zuckermelasse und StĂ€rke hergestellt und beispielsweise fĂŒr Briefmarken benutzt. Um mögliche andere Schadstoffe, etwa RĂŒckstĂ€nde von Pestiziden, so gut wie möglich zu entfernen, ist es aber immer empfehlenswert, die Ware grĂŒndlich zu waschen und danach trockenzureiben.
 
 

 
Schlank nach Weihnachten: DiĂ€ten im Überblick
DiĂ€ten gibt es wie Sand am Meer. Ob sie zum dauerhaften Abnehmen taugen, hĂ€ngt vor allem davon ab, was auf den Teller kommt. ÖKO-TEST hat einige DiĂ€ten ĂŒberprĂŒft. Nicht alle kann das Verbrauchermagazin zum Abspecken empfehlen.


Die meisten DiĂ€ten sind heutzutage recht moderat. Nur Eier, nur Kartoffeln oder nur Ananas, das empfiehlt heute kaum ein seriöses Abnehmbuch mehr. In Zeitschriften und Zeitungen sind solche DiĂ€ten allerdings nach wie vor zu finden. DafĂŒr nĂ€hern sich die DiĂ€ten immer stĂ€rker einander an. GemĂŒse und Obst gibt es praktisch bei jeder DiĂ€t, ebenso mageres Fleisch, leichte Milchprodukte und Vollkorn.

Doch ob DiĂ€ten rank und schlank machen, hĂ€ngt weniger davon ab, ob NĂ€hrstoffe getrennt verzehrt werden oder ob der Insulinspiegel geschont wird, ob wenig Fett auf den Teller kommt oder viel Eiweiß und viele Kohlenhydrate. Entscheidend ist, was unter dem Strich in der Kalorienbilanz herauskommt. Wissenschaftliche Daten, unter anderem aus den USA zeigen, dass man mit ‚low-cal' (kalorienarm) abnimmt, egal ob die Kalorien bei den Fetten oder Kohlenhydraten eingespart wurden. Damit werde noch einmal das entscheidende Grundprinzip bestĂ€tigt: das der negativen Energiebilanz. Das neue Gewicht halten kann aber nur, wer das Essverhalten dauerhaft Ă€ndert und am Bewegungsverhalten schraubt. Und das bedeutet das Wort "DiĂ€t" ja auch: eine geregelte, gesunde LebensfĂŒhrung – hin zu mehr AktivitĂ€t, weg von Fernseher und ChipstĂŒte. Dass dies nur schwer gelingt, zeigt schon die FĂŒlle der DiĂ€ten nach Weihnachten in den einschlĂ€gigen Magazinen und Zeitschriften.

ÖKO-TEST bewertet fĂŒnf gĂ€ngige DiĂ€ten und erklĂ€rt, welches DiĂ€tprinzip dahinter steckt, wie es funktioniert, was positiv und was weniger gĂŒnstig ist, ebenso ob die DiĂ€t praktikabel ist, ob Bewegung eine Rolle spielt und ob die Rezepte ansprechend sind.


Metabolic Balance

DiĂ€tprinzip: wenig Fett, viel Eiweiß. Die Methode basiert auf der Annahme, dass jeder Organismus individuell unterschiedliche Baustoffe aus der Nahrung benötigt, um alle erforderlichen Enzyme und Hormone fĂŒr eine optimale FunktionsfĂ€higkeit herzustellen. Mithilfe einer Blutanalyse sollen die benötigten Stoffe exakt ermittelt werden. Die Lebensmittel, die genau diese liefern, werden dann in einem individuellen ErnĂ€hrungsplan zusammengestellt. Ziel ist es zugleich, den Insulinspiegel im Lot zu halten. In Verbindung mit langen Pausen zwischen den Mahlzeiten soll die Fettverbrennung angekurbelt werden. Metabolic Balance kann nur zusammen mit einem Arzt oder Heilpraktiker, einem sogenannten Betreuer durchgefĂŒhrt werden. Auf Basis der Blutanalyse wird im Metabolic-Balance-Institut der individuelle ErnĂ€hrungsplan erstellt. Die Kosten betragen im Durchschnitt etwa 300 Euro.

Wie funktioniert es? Nach den Voruntersuchungen beginnt das Programm mit einer zweitĂ€gigen "Vorbereitungsphase". In dieser soll der Körper mit Obst- oder GemĂŒsetagen sowie EinlĂ€ufen entschlackt werden. Es schließt sich eine "strenge Umstellungsphase" nach Plan an, die bis zur Erreichung des Zielgewichts eingehalten werden soll, mindestens aber 14 Tage. Die Mahlzeiten bestehen in der Regel aus Joghurt, Fleisch, Fisch, Körnern, GemĂŒse oder Obst. Die erlaubten Mengen sind jeweils vorgegeben. Fett darf nicht zugegeben werden. Alle erlaubten Lebensmittel der verschiedenen Gruppen finden sich in dem individuellen ErnĂ€hrungsplan. In der "gelockerten Umstellungsphase" kommen weitere Produkte hinzu, außerdem sind zusĂ€tzlich drei Esslöffel Öl tĂ€glich erlaubt. In der "Erhaltungsphase", die als DauerernĂ€hrung gedacht ist, geht es darum, den neu erlernten Essensrhythmus beizubehalten. FĂŒr alle Phasen gilt: nur drei Mahlzeiten tĂ€glich, fĂŒnf Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten.

Das ist positiv: Es gibt jeden Tag GemĂŒse und Obst sowie magere Milchprodukte.

Das ist weniger gĂŒnstig: Die hohen Kosten. Heikel ist zudem, dass die DiĂ€t in der Umstellungsphase sehr kalorienarm ist, sodass es kaum möglich ist, alle NĂ€hrstoffe in ausreichender Menge zu erhalten. Dass beim Abnehmen vor allem eine negative Kalorienbilanz nötig ist, wird nicht thematisiert.

Ist die DiĂ€t praktikabel? Metabolic Balance arbeitet mit sehr strengen Vorgaben in Bezug auf gestattete Lebensmittel. Die erlaubten Mengen mĂŒssen abgewogen werden, die Mahlzeitenverteilung ist strikt. Das erfordert eine hohe Disziplin und ein großes Durchhaltevermögen. Ob die kleinen Tagesrationen satt machen, erscheint darĂŒber hinaus fraglich.

Sind die Rezepte ansprechend? Die Rezepte sind allesamt fĂŒr die "Umstellungsphase" konzipiert. Sie enthalten keinerlei Fettzugabe. Dadurch sind sie recht karg und versprechen nicht den grĂ¶ĂŸten Essgenuss.

Ist Bewegung ein Thema? Nein.

Fazit: Die zugrunde liegende Theorie ist wissenschaftlich nicht haltbar. Es gibt keine Belege dafĂŒr, dass aus einer Blutuntersuchung geschlussfolgert werden kann, dass zum Beispiel nur HĂŒttenkĂ€se und Mozzarella, aber keine anderen KĂ€sesorten gegessen werden dĂŒrfen, um einen gut funktionierenden Stoffwechsel zu erreichen. Da die Kost sehr karg ist, wird man damit vermutlich deutlich abnehmen. LĂ€ngerfristig ist das strenge Essen nach Plan sicher nicht durchzuhalten, und ob danach tatsĂ€chlich die gewĂŒnschte ErnĂ€hrungsumstellung erfolgt und damit eine dauerhafte Gewichtsabnahme erreichbar ist, muss angezweifelt werden.


Schlank im Schlaf

DiĂ€tprinzip: Trennkost, wenig Fett. Die "Insulin-Trennkost" besteht aus einer morgendlichen Mahlzeit mit reichlich Kohlenhydraten, mittags werden Kohlenhydrate und Eiweiß kombiniert, abends soll vor allem Eiweiß gegessen werden. Zu jeder Mahlzeit sind geringe Fettmengen erlaubt. Durch diese Form des Trennens soll nachts der Insulinspiegel niedrig gehalten werden.

Wie funktioniert es? Zum FrĂŒhstĂŒck gibt es vor allem Kohlenhydrate, also Brot, sĂŒĂŸen Brotaufstrich, MĂŒsli, Obst und FruchtsĂ€fte, dazu ein wenig Streichfett und NĂŒsse. Das Mittagessen besteht hauptsĂ€chlich aus Eiweiß und Kohlenhydraten, also magerem Fleisch oder Fisch, viel GemĂŒse sowie Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Die abendliche Mahlzeit enthĂ€lt vor allem Eiweiß durch Fleisch oder Fisch, dazu GemĂŒse und/oder Salat. Außerdem werden EiweißprĂ€parate empfohlen. Unterschieden wird zwischen zwei "Stoffwechseltypen": dem Nomaden - er vertrĂ€gt Kohlenhydrate besonders schlecht, und dem Ackerbauern, dem Kohlenhydrate etwas besser bekommen.

Das ist positiv: Es gibt sehr viel GemĂŒse und Obst, fettarme Milchprodukte, Kartoffeln, Nudeln/Reis und pflanzliche Öle. Durch den hohen GemĂŒseanteil und wenig Fett kann relativ viel gegessen werden, sodass der Bauch lange satt bleibt.

Das ist weniger gĂŒnstig: Wer sich an den Rezepten und TagesplĂ€nen orientiert, nimmt circa 1.600 bis 1.700 Kalorien am Tag zu sich. Dies dĂŒrfte zumindest fĂŒr Frauen zu viel sein, um damit nennenswert abzunehmen. EiweißprĂ€parate sind unnötig.

Ist die DiĂ€t praktikabel? Vielen dĂŒrfte - trotz eines Fragebogens - nicht klar sein, zu welchem Typ (Nomade oder Ackerbauer) sie gehören. Auch gibt es je nach Typ und BMI fĂŒnf unterschiedliche DiĂ€tvarianten. Doch die richtige Wahl der individuellen Variante ist schwierig. Wenn man alle Regeln der DiĂ€t genau befolgt, ist sie sehr kompliziert und alltagsuntauglich. Sofern man sich im Wesentlichen nur an den Rezepten und den vorgeschlagenen TagesplĂ€nen orientiert, wird es einfacher. Die anschließende DauerernĂ€hrung nach dem Insulin-Trennkost-Prinzip ist dementsprechend auch kaum praktikabel.

Sind die Rezepte ansprechend? Die Rezepte sind vielseitig und abwechslungsreich. Teilweise erfordern sie jedoch viel Zeitaufwand.

Ist Bewegung ein Thema? Auf die Bedeutung der Bewegung wird ausfĂŒhrlich eingegangen, insbesondere in Bezug auf den Muskelerhalt bzw. -aufbau. Es gibt umfangreiche Anregungen fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten, sowohl Ausdauer-, als auch Kraftsport.

Fazit: Insgesamt entbehrt das Konzept einer wissenschaftlichen Grundlage. Es ist zwar richtig, dass der Fettabbau bei einem hohen Insulinspiegel erschwert wird, aber dies wird erst bei einer sehr kalorienreichen Kost relevant. Der beim Abnehmen entscheidende Aspekt der negativen Energiebilanz wird ĂŒberhaupt nicht thematisiert. Man gewinnt den falschen Eindruck, dass allein die richtige Kombination bzw. Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten praktisch "automatisch" zur Gewichtsabnahme fĂŒhrt. Der abendliche Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht sinnvoll, weil das Gehirn auch nachts Glucose benötigt. Diese kann nicht durch den Fettabbau gewonnen werden, sondern wird durch die - unerwĂŒnschte - Umwandlung von Eiweiß in Glucose geliefert. Langfristig wird das Konzept wegen der EinschrĂ€nkungen bei der Mahlzeitengestaltung schwer durchzuhalten sein.


Die neue GLYX-DiÀt

DiĂ€tprinzip: wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß. Der Insulinspiegel im Blut soll möglichst niedrig gehalten werden, damit Fett abgebaut werden kann und das Gewicht somit runtergeht. Abgenommen werden soll mit Lebensmitteln, die einen niedrigen glykĂ€mischen Index (GLYX) haben. Sogenannte Slow-carb-Lebensmittel wie Vollkorn lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und der Insulinspiegel bleibt folglich niedrig.

Wie funktioniert es? Die DiĂ€t beginnt mit zwei Fatburner (Fettverbrennungs)-Suppentagen, an denen beliebig viel GemĂŒsesuppe gegessen werden darf. Es folgt eine Fatburner-GLYX-Woche nach DiĂ€tplan mit drei Mahlzeiten pro Tag. Daran schließt sich das zeitlich unbegrenzte GLYX-Baukastensystem an. Anhand von Ampelfarben-Tabellen kann man Lebensmittel mit niedrigem GLYX, sogenanntes Fit-Fett und eiweißreiche Produkte beliebig kombinieren.

Das ist positiv: Die Orientierung am GLYX bedeutet, dass vor allem reichlich naturbelassenes GemĂŒse und Obst gegessen wird, ebenso Vollkornprodukte. Versteckte (gesĂ€ttigte) Fette und SĂŒĂŸes werden stark eingeschrĂ€nkt.

Das ist weniger gĂŒnstig: Die tĂ€glich vorgeschriebene Eiweißmenge ist sehr hoch und praktisch nur durch Aufnahme von Proteinpulver möglich. Dabei ist die sehr hohe Eiweißzufuhr als Voraussetzung zum Abnehmen wissenschaftlich gar nicht belegt. NahrungsergĂ€nzungsmittel als Fettverbrenner wie Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Carnitin sind fragwĂŒrdig, weil ihre Wirkung nicht nachgewiesen ist. Mit einem Gramm Vitamin C tĂ€glich wird man sicher nicht mehr abnehmen als ohne diese Zulage.

Ist die DiĂ€t praktikabel? Ja. FĂŒr die ersten zehn Tage gibt es klare Anleitungen. Die anschließende individuelle Zusammenstellung der Mahlzeiten und Tageskost anhand der vorgegebenen Tabellen ist nachvollziehbar und erlaubt persönliche Freiheiten, was den Abnehmerfolg erhöht. Teils ist der Aufwand bei der Zubereitung aber hoch. Wer tĂ€glich drei Gerichte nach dem Kochbuch zubereitet, benötigt bis zu anderthalb Stunden Zeit.

Sind die Rezepte ansprechend? Es gibt vielfĂ€ltige und abwechslungsreiche RezeptvorschlĂ€ge. Zu vielen Gerichten wird - da Kartoffeln, Nudeln oder Reis zumeist fehlen - allerdings lediglich eine kleine Scheibe Brot oder ein Brötchen empfohlen. Das ist etwas dĂŒrftig.

Ist Bewegung ein Thema? Ja. Es gibt ein umfangreiches Programm mit Schwerpunkt auf Trampolinspringen und DehnĂŒbungen. Das Programm ist weitgehend in Ordnung. Warum der Fokus auf Trampolinspringen liegt, lĂ€sst sich allerdings nicht nachvollziehen. Die Versprechungen zum Ausmaß der Fettverbrennung sind teilweise massiv ĂŒbertrieben.

Fazit: Die zugrunde liegende GLYX-Theorie ist durchaus hilfreich beim Abnehmen. Sie funktioniert in der Praxis aber nur, wenn die Kost gleichzeitig energiereduziert ist. Dass Abnehmen nur bei negativer Energiebilanz gelingt, wird jedoch nicht thematisiert. Es entsteht der falsche Eindruck, die richtige Lebensmittelwahl wĂŒrde automatisch und ohne RĂŒcksicht auf die verzehrten Mengen die Pfunde purzeln lassen. Dass man mit der GLYX-DiĂ€t abnimmt, liegt daran, dass sie nur wenige Kalorien liefert und wegen des vielen Eiweißes gut satt macht. In den ersten zehn Tagen liefern die Suppen bzw. TagesplĂ€ne maximal 1.000 Kilokalorien am Tag. Auch anschließend ist das, was auf den Teller kommt, nicht gerade ĂŒppig.


Weight-Watchers-Programm - ProPoints Plan

DiĂ€tprinzip: wenig Fett. Beim Weight-Watchers-Konzept wird in der Gruppe abgenommen. Es soll eine langfristige ErnĂ€hrungsumstellung erreicht werden. Kalorien werden vor allem durch die BeschrĂ€nkung von Fett im Essen eingespart. Das neue, seit 2010 gĂŒltige ProPoints-Programm setzt zusĂ€tzlich auf eine gute SĂ€ttigung, die durch ballaststoff- und eiweißreiche Lebensmittel erreicht werden soll.

Wie funktioniert es? Alle Lebensmittel werden auf Basis ihrer Gehalte an Fett, Kohlenhydraten, Eiweiß und Ballaststoffen mit einer bestimmten Point-Zahl bewertet. Die Formel dafĂŒr ist Firmengeheimnis. Dazu gibt es sehr umfassende Lebensmittellisten fĂŒr gĂ€ngige Handelsprodukte, die stĂ€ndig aktualisiert werden, und Angaben fĂŒr Restaurantgerichte. Jeder Teilnehmer bekommt abhĂ€ngig von Gewicht, GrĂ¶ĂŸe, Alter und Geschlecht ein individuelles tĂ€gliches ProPoints-Budget zugeteilt. Dieses darf anhand der Lebensmittellisten aus Produkten der Wahl individuell zusammengestellt, aber nicht ĂŒberschritten werden. Es wird empfohlen, tĂ€glich mindestens zwei calciumreiche Lebensmittel wie Milch und Joghurt sowie fĂŒnf Portionen GemĂŒse und Obst zu essen. FĂŒr Letzteres werden keine Points angerechnet. Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoff- oder Eiweißgehalt werden aufgrund ihrer guten SĂ€ttigung besonders empfohlen und mit einem "Sattfaktor" gekennzeichnet.

Das ist positiv: Es wird reichlich GemĂŒse und Obst gegessen, ebenso calciumreiche Produkte. Die Lebensmittel mit dem Sattfaktor sorgen fĂŒr eine ausreichende Ballaststoffzufuhr und Eiweiß. Die Lebensmittelauswahl ist vielseitig, die NĂ€hrstoffzufuhr ausreichend. Ein Pluspunkt sind die praktischen Hilfen beim Einkauf und im Restaurant, die die Wahl der geeigneten Produkte und Gerichte erleichtern.

Das ist weniger gĂŒnstig: Theoretisch ist es möglich, das tĂ€gliche Points-Budget aus sehr fett- oder zuckerreichen Produkten zusammenstellen. Da Croissants und Kuchen jedoch sehr viele Points haben, wĂ€re die Verzehrmenge sehr gering und der Hunger groß.

Ist die DiĂ€t praktikabel? Die Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Basis ihrer Points-Werte und der individuell erlaubten tĂ€glichen Points-Zahl ist einfach durchfĂŒhrbar. Sie ermöglicht einen großen persönlichen Gestaltungsspielraum. Die umfangreichen Einkaufs- und RestaurantfĂŒhrer fĂŒr fast alle gĂ€ngigen Lebensmittel und Restaurantgerichte erleichtern die Umsetzung zusĂ€tzlich.

Sind die Rezepte ansprechend? Es gibt fĂŒr die Teilnehmer verschiedene KochbĂŒcher von Weight-Watchers mit zumeist alltagstauglichen Rezepten.

Ist Bewegung ein Thema? Ja. Es gibt einige allgemeine Informationen zur Bedeutung der Bewegung, geeigneten Sportarten und TrainingsintensitÀten.

Fazit: Das Weight-Watchers-Konzept setzt auf eine langfristige Umstellung des Essverhaltens. Es ist ernĂ€hrungsphysiologisch ausgewogen und bietet viel Gestaltungsspielraum. Empfehlenswert ist es vor allem fĂŒr diejenigen, denen die UnterstĂŒtzung durch Gleichgesinnte und regelmĂ€ĂŸige Gruppentreffen hilft, die ĂŒberflĂŒssigen Pfunde loszuwerden. Individualisten, denen solche Gruppenveranstaltungen eher ein Greuel sind, finden hier nicht ihr Erfolgsprogramm.


Brigitte-DiÀt

DiÀtprinzip: wenig Fett. Das Grundprinzip ist eine fett- und energiereduzierte Mischkost mit 1.200 Kilokalorien und 40 Gramm Fett am Tag. In den ersten Wochen soll nach vorgegebenen SpeiseplÀnen gegessen werden, die viele individuelle Austauschmöglichkeiten bieten. Langfristig soll eine Umstellung der ErnÀhrungsgewohnheiten erreicht werden.

Wie funktioniert es? Es gibt verschiedene beispielhafte Zwei-Wochen-SpeiseplĂ€ne, dazu entsprechende Einkaufs- und Vorratslisten. Die Gerichte können beliebig getauscht und so persönliche Vorlieben berĂŒcksichtigt werden. Die Anzahl der Mahlzeiten kann individuell gestaltet werden. Es gibt reichlich GemĂŒse und Obst sowie Vollkornprodukte. ErgĂ€nzt wird die Kost mit magerem Fleisch und Fisch, fettarmen Milchprodukten, Eiern, Kartoffeln und HĂŒlsenfrĂŒchten. Versteckte Fette und raffinierte Kohlenhydrate sollten die Ausnahme bleiben. DarĂŒber hinaus gibt es viele Informationen zum Essverhalten und wie man es erkennt bzw. langfristig verĂ€ndern kann.

Das ist positiv: Die Empfehlungen bedeuten eine vollwertige ErnĂ€hrung mit ausreichend Ballaststoffen und sekundĂ€ren Pflanzenstoffen. Die Lebensmittelwahl ist abwechslungsreich. Durch den geringen Fettgehalt der Kost liegt auch der Anteil an gesĂ€ttigten FettsĂ€uren im wĂŒnschenswerten Bereich. SpeiseplĂ€ne und Einkaufslisten sind gut aufeinander abgestimmt und so konzipiert, dass kaum Reste bleiben, die wieder zum Essen verfĂŒhren könnten.

Das ist weniger gĂŒnstig: FĂŒr Menschen, die einen großen individuellen Gestaltungsfreiraum brauchen und sich nicht an vorgegebenen Rezepten und PlĂ€nen orientieren möchten, ist das Brigitte-Konzept weniger tauglich.

Ist die DiĂ€t praktikabel? Ja, zumindest fĂŒr diejenigen, die eine Zeit lang nach einem genauen Plan essen wollen und können. Die vorgegebenen Austauschmöglichkeiten erleichtern dies. Es fĂ€llt somit nicht stĂ€ndig die Entscheidung an, wann welche Lebensmittel in welcher Menge gegessen werden dĂŒrfen. Das ist fĂŒr viele eine wichtige Alltagshilfe.

Sind die Rezepte ansprechend? Ja, die Rezepte sind abwechslungsreich und vielseitig. Es gibt VorschlĂ€ge fĂŒr alle Mahlzeiten und Gelegenheiten. Die Gerichte bestehen grĂ¶ĂŸtenteils aus gĂ€ngigen Lebensmitteln; die Zubereitungszeit hĂ€lt sich in Grenzen. Im Buch Lieblingsrezepte sind die Rezepte "fĂŒr jeden Tag" teilweise etwas aufwendiger. Gelegentlich werden Bio-Produkte empfohlen. Das ist natĂŒrlich positiv. Doch es erschließt sich nicht, warum es in dem einem Rezept Bio sein soll, in anderen hingegen nicht.

Ist Bewegung ein Thema? Ja. Es gibt Informationen und Tipps fĂŒr mehr Bewegung und Sport sowie ein Programm fĂŒr ein Kraft-Ausdauer-Training, das zu Hause durchgefĂŒhrt werden kann.

Fazit: Die Brigitte-DiĂ€t setzt auf eine langfristige Umstellung des Essverhaltens mit einer fett- und kalorienreduzierten Kost. Sie ist ausgewogen und vollwertig. Zum Einstieg gibt es Zwei-Wochen-SpeiseplĂ€ne mit individuellen Austauschmöglichkeiten. Das ist fĂŒr Abnehmwillige sehr hilfreich, die eine gewisse Richtschnur brauchen, um eine DiĂ€t durchzuhalten. Andere mögen sich in ihren individuellen ErnĂ€hrungsgewohnheiten dadurch zu stark eingeschrĂ€nkt fĂŒhlen.
 
 

 
Richtig Heizen mit Holz will gelernt sein
FĂŒr Holzheizungen gelten seit 2010 strengere FeinstaubGrenzwerte

Immer mehr Menschen heizen mit Holz. Doch das will gelernt sein – andernfalls können teils hochgiftige Schadstoffe in die WohnrĂ€ume oder durch den Kamin in die Umwelt gelangen. Als zunehmend problematisch erweisen sich außerdem die Feinstaubemissionen.

Holzöfen schaffen eine behagliche WĂ€rme, und das Brennmaterial ist im Vergleich zu Gas und Öl nach wie vor relativ gĂŒnstig. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen zusĂ€tzlich zur vorhandenen Heizung einen Holzofen zulegen. Doch weil heute fast niemand mehr darin geĂŒbt ist, mit Holz zu heizen, werden dabei viele Fehler gemacht – und unnötig viele Schadstoffe produziert. Entsprechend hĂ€ufen sich in der kalten Jahreszeit die Beschwerden beim Umweltschutzamt, das deshalb nochmals auf den richtigen Umgang mit Holzöfen hinweist.

Bei der richtigen Holzverbrennung sind drei Dinge unbedingt notwendig: das richtige Brennmaterial, der korrekte Umgang mit dem Ofen sowie dessen einwandfreier Zustand. Hier gilt die Empfehlung: Einmal im Jahr, am besten vor Beginn der Heizperiode, sollte ein Fachbetrieb das GerĂ€t grĂŒndlich untersuchen.

Holz ist keinesfalls gleich Holz: Frisch geschlagen betrĂ€gt sein Wasseranteil je nach Holzart zwischen 45 und 60 Prozent. Nach durchschnittlich zwei Jahren wettergeschĂŒtzter Lagerung sinkt dieser Anteil auf 15 bis 20 Prozent – erst jetzt kann das Holz verfeuert werden. Gespaltenes Holz trocknet und brennt ĂŒbrigens besser. Unter keinen UmstĂ€nden gehören lackierte Althölzer oder Spanplatten in den Ofen, da bei deren Verbrennung sogar das hochgiftige Dioxin entstehen kann.

Leider garantiert das richtige Brennmaterial noch keine optimale Verbrennung: Die gelingt in der Regel nur bei ausreichender Luftzufuhr und voller Leistung – brennt der Ofen nur mit halber Kraft oder zu wenig Luft, entstehen vermehrt Schadstoffe, außerdem können Geruchs- und RauchbelĂ€stigungen fĂŒr die Nachbarschaft die Folge sein.

Besonders kritisch ist daher auch der Gluthaltebetrieb. Dabei wird versucht, bei verringerter Luftzufuhr die Glut möglichst lange zu erhalten, um schnell wieder ein Feuer entfachen zu können. Auch wichtig: Der Ofen darf nicht ĂŒberladen werden, da dann keine vollstĂ€ndige Verbrennung mehr möglich ist. Besser ist es, hĂ€ufiger kleinere Mengen nachzulegen.

Ein Problem besteht allerdings selbst bei besten Rahmenbedingungen: Holzöfen produzieren erhebliche Mengen Feinstaub, was mittlerweile deutlich zur Luftbelastung beitrĂ€gt. Der Gesetzgeber hat deshalb 2010 neue Umweltauflagen beschlossen, die niedrigere Grenzwerte festschreiben. Diese gelten jetzt auch fĂŒr die in den Haushalten ĂŒblichen Öfen, zum Beispiel Schwedenöfen, mit einer Leistung ab 4 Kilowatt.

Auch die NachrĂŒstung oder Außerbetriebnahme Ă€lterer Öfen ist in der „Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung“ geregelt. Der Erwerb einer neuen Anlage kann daher empfehlenswert sein. Nicht zuletzt mĂŒssen sich alle EigentĂŒmer vom Schornsteinfeger beraten lassen, wie der eigene Ofen korrekt zu betreiben ist.
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Freiburg: Rad-ZĂ€hl-Display bald ĂŒber 1,8 Millionen Radler ĂŒber WilwilibrĂŒcke
Bis zum Jahresende wird das Rad-ZĂ€hl-Display ĂŒber die WiwilibrĂŒcke ĂŒber 1,8 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer zĂ€hlen. GegenĂŒber der gleichen Menge an Autofahrten haben die Radfahrenden dort somit fast eine Million Tonnen CO2 eingespart.

Erst vor gut acht Monaten hatte Verkehrsminister Winfried Hermann das Rad-ZĂ€hl-Display an der WiwilibrĂŒcke eingeweiht. Ende August fuhr bereits der 1millionste Radler ĂŒber die WiwilibrĂŒcke.

Im Durchschnitt fuhren tĂ€glich rund 7400 Radfahrerinnen und Radfahrer ĂŒber die WiwilibrĂŒcke. Wochentags waren es im Schnitt ĂŒber 8300, samstags und sonntags immer noch ĂŒber 5000. Seit Beginn der ZĂ€hlungen gab es keine einzige Stunde, in der kein Radler die SĂ€ule passiert hat. Der Rekord wurde mit 12.375 Radlern am 28. Juni aufgestellt, als die deutsche Nationalelf im Halbfinale der Fußball-EM stand.

Auch bei Regen und Schnee kann man dank guter RÀder und wetterfester Kleidung und Winterdienst auf den Radwegen heutzutage gut radeln. WÀhrend im Sommer durchschnittlich rund 9000 Radler tÀglich unterwegs waren, waren es im November und Dezember immerhin noch rund 6000 Radfahrer.

Das ZĂ€hl-Display war ein Geschenk des Landes zur Auszeichnung Freiburgs als „Fahrradfreundliche Stadt“. Die Radfahrenden werden beim Überfahren einer Induktionsschleife in der Rampe zur WiwilibrĂŒcke gezĂ€hlt. Auf dem Display kann man die Anzahl der Radfahrenden des jeweiligen Tages sehen, sowie Datum, Uhrzeit und Temperatur. Darunter gibt es eine wachsende SĂ€ule, auf der die Radlerzahl im Jahr angezeigt werden - und das dadurch fiktiv eingesparte Kohlendioxid.

Das Display zeigt so den Radfahrenden: Nicht nur Du wirst gezĂ€hlt, sondern wir zĂ€hlen auch auf Dich. Denn Radfahren entlastet Straßen und ParkplĂ€tze und trĂ€gt zu einem besseren Klima bei - und davon profitieren alle.

Der Text auf der RĂŒckseite des Displays zur Bismarckallee hin „Hier zĂ€hlen (wir) Sie ... wenn Sie mit dem Rad fahren“ soll auch vorbeifahrende Autofahrer neugierig machen und daran erinnern, dass viele Wege schneller und angenehmer mit dem Rad zurĂŒckgelegt werden können. Denn ĂŒber zwei Drittel der innerhalb Freiburgs zurĂŒckgelegten Strecken sind kĂŒrzer als zweieinhalb Kilometer und ĂŒber 90 Prozent sind kĂŒrzer als fĂŒnf Kilometer - das sind Strecken, die sich prima und schnell mit dem Rad zurĂŒcklegen lassen.
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Kartoffelchips: Viele Top, Bio Flop
Chips von Alnatura / Bild (c) Stiftung Warentest
 
Kartoffelchips: Viele Top, Bio Flop
Über die HĂ€lfte der 30 Kartoffelchips im Test sind „gut“. Darunter auch fettreduzierte Chips und Stapelchips aus KartoffelpĂŒreepulver. EnttĂ€uscht haben dagegen die drei Bioprodukte: Sie kamen ĂŒber ein „Mangelhaft“ nicht hinaus. Das Ergebnis veröffentlicht die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.
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Sekt und Champagner: Schampus fĂŒr alle
Bald ist Silvester – da lassen viele die Korken knallen und stoßen mit einem Glas Sekt oder Champagner an. ÖKO-TEST erklĂ€rt, wie die Edelbrause entsteht und warum auch manche billigen Sektsorten durchaus zu empfehlen sind.

Sekt gehört zu Silvester wie die Butter aufs Brot. Gegen Jahresende machen die Anbieter doppelt so viel Umsatz wie im Rest des Jahres. Sekt und Champagner sind edel und fein. Komisch nur, dass die Sektpreise immer weiter in den Keller rutschen. Im Discounter bekommt man den Durchschnittssekt pro Flasche schon fĂŒr zirka 2,50 Euro. Man bedenke: Davon geht noch ungefĂ€hr ein Euro fĂŒr die Sektsteuer ab. Bleiben 1,50 Euro ĂŒbrig, die der Kunde fĂŒr Rohstoffe, Herstellung und Vertrieb bezahlt. Schwer zu glauben, dass dann noch qualitativ hochwertige Zutaten in der Flasche landen.

Dennoch bekommt der KĂ€ufer hĂ€ufig einen Sekt, der schmeckt, denn man kann durchaus aus einem billigen Wein einen trinkbaren Sekt machen, so ÖKO-TEST. Die Edelbrause entsteht in mehreren Schritten und meistens auch aus mehreren unterschiedlichen Grundweinen. ZunĂ€chst bekommt die Weinmischung in Form von Zucker und Hefe Futter fĂŒr eine zweite GĂ€rung. WĂ€hrend sie reift, bilden sich KohlensĂ€ure und Aromen. Zum Schluss hat der Kellermeister beispielsweise mit der Zugabe von Zucker oder SĂ€ure noch die Möglichkeit, den Geschmack abzurunden.

GĂŒnstige Sekte reifen meist nicht traditionell in der Flasche, sondern in großen Tanks, mĂŒssen deshalb aber nicht schlechter schmecken. Das zeigt auch eine Untersuchung von ÖKO-TEST. Das Verbrauchermagazin hat 20 mittelpreisige Sekte und gĂŒnstige Discounterchampagner im Labor auf schĂ€dliche bzw. bedenkliche Inhaltsstoffe und den Geschmack von geschulten Sensorikern untersuchen lassen (siehe ÖKO-TEST Jahrbuch 2012). Mehr als die HĂ€lfte der untersuchten Prickelweine gingen mit der Bestnote aus dem Rennen, darunter alle fĂŒnf Champagner.

Je nachdem, ob die Sekte sich brut, trocken oder extra trocken nennen, dĂŒrfen sie nur einen definierten Zuckergehalt aufweisen. Sekte mit der Bezeichnung trocken enthalten wesentlich mehr Zucker als trockener Wein, nĂ€mlich bis zu 35 Gramm Zucker pro Liter. Extra trocken heißt bis 20 g/l, brut bis 15 g/l Zucker. Wer halbtrockene Sekte bevorzugt, muss mit bis zu 16,5 StĂŒck WĂŒrfelzucker (50 g Zucker) pro Liter rechnen. Alle Sekte, die ÖKO-TEST untersucht hat, haben die Bestimmungen im Rahmen der erlaubten Toleranzen eingehalten. Das gilt auch fĂŒr den Alkoholgehalt. Er muss bei mindestens zehn Prozent liegen und darf nur geringfĂŒgig von der Deklaration auf der Flasche abweichen.

Allerdings haben acht Sekte im Test mit zu großen Mengen an FremdkohlensĂ€ure gesprudelt. Das ist gesetzlich verboten. Es steht im geltenden EU-Recht: "Kohlendioxid im Schaumwein darf nur aus der alkoholischen GĂ€rung der CuvĂ©e (eine Mischung unterschiedlicher Weine) stammen, aus der er bereitet wird." Erlaubt ist aber die Verwendung von Kohlendioxid bei der UmfĂŒllung durch Gegendruck, sofern dies unter Aufsicht geschieht und sich der Druck im Schaumwein nicht erhöht. Die Hersteller folgern daraus, dass ein Austausch von technischem und gĂ€rungseigenem Kohlendioxid technologisch nicht vermeidbar und damit erlaubt ist. FremdkohlensĂ€ure ist aber nicht gesundheitsschĂ€dlich und schmĂ€lert auch nicht den Geschmack. Mit FremdkohlensĂ€ure ist ein Sekt wesentlich einfacher und preisgĂŒnstiger zu produzieren. Perlwein, dem der Blubber von außen zugesetzt wird, hat ein schlechteres Image als Sekt. Deshalb haben die Versekter wohl auch etwas gegen die Kennzeichnung "mit zugesetzter KohlensĂ€ure". Über den Sachverhalt streitet man in der Branche schon seit Jahren.

Gesetze fördern manchmal VerbrauchertĂ€uschung. Bei der Sektherstellung spielt das Wörtchen "traditionell" eine besondere Rolle. Nur wenn traditionelle FlaschengĂ€rung draufsteht, findet die Versektung ausschließlich in der Flasche statt, in der der Sekt spĂ€ter auch verkauft wird. Steht nur FlaschengĂ€rung ohne das Wörtchen "traditionell" auf dem Etikett, reift der Sekt zwar zunĂ€chst in grĂ¶ĂŸeren Flaschen, wird dann aber in Tanks ĂŒberfĂŒhrt, gefiltert und wieder in Flaschen abgefĂŒllt. Dabei geht oft sogar noch mehr gĂ€rungseigene KohlensĂ€ure verloren als bei der reinen TankgĂ€rung.

Die ÖKO-TEST-Empfehlung: Das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis fĂŒr die Discounterchampagner ist sehr gut. Zwar macht der Schampus bei den GĂ€sten Eindruck, doch man sollte bedenken: Nicht jedem schmeckt das sehr trockene, herbe GetrĂ€nk. Sekt ist im Unterschied dazu frischer und fruchtiger. Im schmalen, hohen Flötenglas können die Perlen am besten aufsteigen. Glas nur zu zwei Dritteln fĂŒllen. Er perlt dann besser und entwickelt mehr Aroma. Wichtig ist zudem: Sekt sollte möglichst bald getrunken werden. Bis dahin stehend, kĂŒhl und dunkel lagern.

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Wissenswert

‱ Champagner wird aus Trauben der französischen Provinz Champagne gemacht und immer traditionell in der Flasche hergestellt. Verwendet werden nur die drei Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Pinot Chardonnay. Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners.

‱ CuvĂ©e: Die Kellermeister vermischen Rebensaft verschiedener Lagen, Jahre und Traubensorten miteinander. Diesen fein abgestimmten Mix nennt man CuvĂ©e. Bei Markensekten ist die CuvĂ©e unumgĂ€nglich. Nur so lĂ€sst sich ein ĂŒber Jahre möglichst gleich bleibender Geschmack erzielen.

‱ CrĂ©mant: Französischer Schaumwein der nach traditionellem Champagnerverfahren hergestellt wird, aber nicht aus der Champagne kommen muss. Ansonsten gelten fĂŒr ihn Ă€hnliche Bestimmungen wie fĂŒr Sekt.

‱ Dosage: Der Zusatz von im Wein gelösten Zucker. Die FĂŒlldosage leitet die zweite GĂ€rung ein, mit der Versanddosage kann nach der zweiten GĂ€rung noch der gewĂŒnschte SĂŒĂŸegrad eingestellt werden.

‱ Enthefen: Entfernen der Hefe aus dem Schaumwein. In der traditionellen FlaschengĂ€rung werden die Flaschen mit dem Hals schrĂ€g nach unten auf ein Pult gestellt und regelmĂ€ĂŸig gerĂŒttelt, sodass sich die Hefe am Flaschenhals sammelt. Bei den anderen Sektverfahren filtert man.

‱ Prosecco gehört nicht zur Sektfamillie. Es handelt sich um eine weiße Rebsorte, die ursprĂŒnglich aus dem Norden Italiens kommt, die es aber auch anderswo gibt. Aus dieser Traubenart wird hauptsĂ€chlich ein Perlwein, auf Italienisch "Frizzante" gekeltert. Er reift nicht so lange in der Flasche wie Sekt, schmeckt fruchtiger und leichter und ist oft auch gĂŒnstiger.

‱ Rebsorten- und Jahrgangssekt: 85 % der verwendeten Weine mĂŒssen aus der namensgebenden Rebsorte (zum Beispiel Riesling) beziehungsweise aus dem entsprechenden Jahrgang stammen.
 
 



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