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Verschiedenes

	 Bangkok zeigt Zähne im Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel
Demonstration gegen Elfenbeinhandel in Thailand / © WWF
 
Bangkok zeigt Zähne im Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel
Zum Start der Artenschutz-Konferenz: Gastgeber Thailand will Elfenbeinhandel verbieten.

Die thail√§ndische Premierministerin Yingluck Shinawatra k√ľndigte heute an, den Elfenbeinhandel in Thailand zu verbieten. Der Schritt k√∂nnte ein Meilenstein im Kampf gegen den illegalen, internationalen Elfenbeinhandel sein, in dem Thailand bisher als Drehkreuz galt. Eine Petition von WWF und Avaaz an die Ministerin mit der Forderung den Handel zu stoppen, hatten im Vorfeld der Konferenz beinahe 1,5 Millionen Menschen unterschrieben.

Vierzig Jahre nach Gr√ľndung in den USA treffen sich heute die Mitgliedsl√§nder des Washingtoner Artenschutzabkommens in Bangkok zur inzwischen 16. Vertragsstaaten-Konferenz. In ihrer Konferenz-Er√∂ffungsrede sagte Premierministerin Shinawatra, dass Thailand eine Gesetzesreform einleiten w√ľrde, den Elfenbeinhandel zu beenden - ein einmaliger Vorgang. "Wir freuen uns sehr √ľber die l√§ngst f√§llige Ank√ľndigung der Ministerin. Jetzt muss schnellstens ein konkreter Zeitplan zur Umsetzung des Verbots vorgelegt werden, denn das Abschlachten von Afrikas Elefanten geht unvermindert weiter", sagte Volker Homes, WWF Artenschutzexperte, der vor Ort in Bangkok die Konferenz begleitet.

Der Kampf gegen den illegalen Elfenbeinhandel steht hoch auf der Agenda der Artenschutzkonferenz, denn die Wilderei gegen Elefanten ist au√üer Kontrolle. Im vergangenen Jahr wurden in Afrika √ľber 30.000 Tiere gewildert. Bislang galt Thailand als Teil des Problems, da dort Elfenbein aus nationalen Best√§nden legal gehandelt werden kann. Dieses gesetzliche Schlupfloch nutzen Schmuggler als "Waschanlage" und bringen illegale Ware von gewilderten, afrikanischen Elefanten auf den Markt. Von Thailand aus wird es dann in alle Welt verkauft. Das Land gilt derzeit als zweitgr√∂√üter globaler Elfenbeinmarkt hinter China.

Auch der starke Anstieg der Nashorn-Wilderei wird in Bangkok thematisiert, denn allein in der Republik S√ľdafrika starben in 2012 knapp 670 Nash√∂rner durch Wilderei. "In Bangkok muss gehandelt werden, wir brauchen Sanktionen gegen vertragsbr√ľchige Staaten, die nicht ihren Verpflichtungen zum Schutz der Tiere nachkommen", fordert Volker Homes.

Ein weiteres Konferenzziel des WWF ist es, neue Arten in die Anh√§nge des Abkommens aufzunehmen und so besser zu sch√ľtzen. Vor allem gef√§hrdete H√∂lzer, diverse Schildkr√∂tenarten und bedrohte Haie und Rochen sind im Fokus der Naturschutzorganisation. So gelten die Flossen bedrohter Hai-Arten in Asien als Delikatesse. Palisander, Eben- und Rosenh√∂lzer sind wiederum f√ľr den M√∂bel- und Musikinstrumentenbau von Bedeutung. Die Listung von betroffenen Arten auf den Anhang II w√ľrde den internationalen Handel regulieren, die Listung auf Anhang I komplett verbieten.
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Ameisen-Demo im Kölner Zoo
 
Ameisen-Demo im Kölner Zoo
500.000 Blattschneiderameisen demonstrieren gegen die Abholzung des Regenwalds.

Vom 6. bis 9. M√§rz k√∂nnen Besucher des K√∂lner Zoos eine au√üergew√∂hnliche Protestaktion beobachten: Hunderttausende von Blattschneiderameisen marschieren jeweils um 15 Uhr durch ihr Terrarium und bitten die √Ėffentlichkeit mit Aufrufen wie ‚ÄěHelp‚Äú um Unterst√ľtzung. Der Clou: Die Parolen sind aus echten Bl√§ttern geformt, die von den Insekten durch das Terrarium getragen werden. ‚ÄěSo entsteht jeden Tag ein faszinierendes Schauspiel, bei dem die Bewohner des Regenwalds selbst f√ľr ihr Recht auf einen intakten Lebensraum demonstrieren‚Äú, erkl√§rt Christian Mommertz, Gesch√§ftsf√ľhrer Kreation der Werbeagentur BBDO Proximity D√ľsseldorf, von der die Idee stammt.

Der WWF und der K√∂lner Zoo wollen mit der Ameisen-Demo auf die Zerst√∂rung des tropischen Regenwalds aufmerksam machen und um Spenden f√ľr seinen Erhalt werben. Der WWF finanziert so wichtige Naturschutzprojekte wie z.B. den Schutz des Amazonas-Regenwaldes, die Heimat der Blattschneiderameise.

‚ÄěDer Regenwald verschwindet. Das ist keine neue Nachricht, doch leider ist sie immer noch brandaktuell. Zwischen 1990 und 2010 wurden 125 Millionen Hektar Regenwald durch legale und illegale Entwaldung vernichtet. Das entspricht der 3,5 fachen Fl√§che der Bundesrepublik Deutschland‚Äú, betont Dr. Dirk Reinsberg, Mitglied der Gesch√§ftsleitung WWF Deutschland. ‚ÄěJeden Tag verschwinden nicht nur einzigartige √Ėkosysteme, sondern auch Tierarten. Die Blattschneiderameisen stehen stellvertretend f√ľr die bedrohten Arten und die schwindenden Lebensr√§ume‚Äú, so Dr. Theo Pagel, Direktor des Zoologischen Gartens K√∂ln.
 
 

Zeit f√ľr die 57-Milliarden-Euro-Reform
F√ľr eine starke Reform der EU-Agrarpolitik. ¬© WWF
 
Zeit f√ľr die 57-Milliarden-Euro-Reform
25 Umweltorganisationen starten Online-Petition f√ľr EU-Agrarreform

Berlin - Das Europ√§ische Parlament entscheidet am 13. M√§rz √ľber eine Agrarreform. Geht es nach dem Willen des Agrarausschusses wird der Entwurf von Agrarkommissar Dacian Ciolos g√§nzlich verw√§ssert. 25 europ√§ische Umweltorganisationen, darunter die deutschen Organisationen BUND, EuroNatur, NABU und WWF, wollen das verhindern. Sie fordern die 754 Abgeordneten des EU-Parlaments auf, ein klares Signal f√ľr eine Agrarreform zu setzen, bei der Subventionen in Zukunft nicht mehr mit der Gie√ükanne nach der Gr√∂√üe der H√∂fe vergeben werden. Stattdessen sollten mit Steuergeldern vorrangig Landwirte gef√∂rdert werden, die gesunde Lebensmittel erzeugen und die dazu beitragen, Umwelt, Landschaft und lebenswerte l√§ndliche R√§ume zu erhalten.

Um dieser Idee Nachdruck zu verleihen, geben die Initiatoren allen Interessierten die M√∂glichkeit, ein Signal f√ľr eine starke Reform der EU-Agrarpolitik an die einzelnen EU Parlamentarier zu senden. √úber die Website Farming for Nature k√∂nnen Europas W√§hlerinnen und W√§hlern ihren Volksvertretern signalisieren, dass sie von einer Landwirtschaft, die j√§hrlich 57 Milliarden Euro an Steuermitteln kostet, mehr als die Bereitstellung von Lebensmitteln verlangen.

‚ÄěDie gro√üe Linie f√ľr eine l√§ngst √ľberf√§llige Reform der EU-Agrarpolitik lag mit dem Ciolos-Vorschlag eigentlich l√§ngst auf dem Tisch‚Äú, so die Initiatoren. Anachronistische Bauernverb√§nde aus vielen EU L√§ndern h√§tten jedoch alles getan, um den Entwurf vollst√§ndig zu verhindern. Im 40-k√∂pfigen Agrarausschuss des EU-Parlamentes blockiere eine l√§nder√ľbergreifende Mehrheit aus Landwirtschaftspolitikern alter Schule jeglichen Reformansatz.

Mit ihrer Initiative wollen die Umweltorganisationen auf die Bedeutung des Themas hinweisen und alle Parlamentarier in die Verantwortung nehmen. Die EU investiere Jahr f√ľr Jahr 40 Prozent ihres Haushalts in die Landwirtschaft. Angesichts dieser Investitionen sei es l√§ngst √ľberf√§llig, den Sektor st√§rker in die Verantwortung zu nehmen. Die europ√§ischen Bauern k√∂nnten erheblich zum Umwelt- und Naturschutz beitragen. Es sei im eigenen Interesse der Landwirte, sich dieser Aufgabe zu stellen, um die Natur und damit langfristig ihr Kapital zu sch√ľtzen.

Die Online-Petition läuft vom 1.3.2013 bis zum 13.3.2013 in acht Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
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NABU: ‚ÄěPhantomwolf‚Äú in der Eifel
Wolf im Schnee / Foto: NABU / H. Polli
 
NABU: ‚ÄěPhantomwolf‚Äú in der Eifel
Ein Geheul im Wald macht noch kein Wolfsrudel

F√ľr einen sachlichen Umgang mit der R√ľckkehr des Wolfes nach Nordrhein-Westfalen

D√ľsseldorf/Berlin ‚Äď Derzeit wird in der Nordeifel √ľber die Anwesenheit eines Wolfsrudels spekuliert. Im Raum Hohes Venn soll vergangene Woche ein Heulen von Tieren vernommen worden sein, das wolfs√§hnlich klang. ‚ÄěDass es sich bei den Tieren tats√§chlich um W√∂lfe handelt, ist eher unwahrscheinlich. Ein Wolf kann keinesfalls zweifelsfrei anhand des Heulens erkannt werden‚Äú, sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.

Zur Identifizierung von W√∂lfen hat das Bundesamt f√ľr Naturschutz eindeutige Kriterien ausarbeiten lassen ‚Äď das Heulen z√§hlt nicht dazu. ‚ÄěDa der Hund vom Wolf abstammt, gibt es eine hohe Verwechslungsgefahr bei allen Merkmalen. F√§hrten sind nur in Ausnahmef√§llen einem Wolf zuzuordnen, Wolfsgeheul ist √ľberhaupt nicht eindeutig erkennbar.‚Äú Vor diesem Hintergrund verweist Bathen auf ein bekanntes Ph√§nomen: die Entstehung so genannter ‚ÄěPhantomw√∂lfe‚Äú. Obwohl die Anwesenheit eines Wolfs nicht sicher best√§tigt werden kann, h√§lt sich hartn√§ckig der Glaube an ihn. ‚ÄěOb zum Gutem oder B√∂sen: der Wolf belebt viele Gem√ľter‚Äú, so Bathen.

Grunds√§tzlich sei die Eifel jedoch f√ľr den Wolf geeignet. Schon 2007 hatte eine Studie des Bundesamtes f√ľr Naturschutz hier ausreichend Lebensr√§ume festgestellt. ‚ÄěDie Frage ist nicht, ob der Wolf in die Eifel zur√ľckkommt, sondern nur wann. Inzwischen leben W√∂lfe in sechs Bundesl√§ndern, ihre Best√§nde entwickeln sich gut. Der Wolf f√ľhlt sich wohl in Deutschland und wird auch in NRW wieder heimisch werden‚Äú, so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU Nordrhein-Westfalen. Deshalb m√ľsse f√ľr NRW z√ľgig ein Wolfsmanagementplan erarbeitet werden. ‚ÄěEin Managementplan f√ľr den Wolf kann den Menschen Antworten auf ihre Fragen und Bef√ľrchtungen geben, die sie mit der R√ľckkehr des Wolfes verbinden‚Äú, so der Landesvorsitzende.

Der NABU setzt sich seit vielen Jahren f√ľr einen sachlichen Umgang mit der R√ľckkehr des Wolfes ein. Noch immer verbreiten sich viele Mythen und Vorbehalte zum Wolf: Wildbest√§nde w√ľrden drastisch reduziert oder das Wirtschaften f√ľr Schafhalter unm√∂glich. Die Erfahrungen in der Wolfsregion Lausitz zeigen jedoch: Seitdem W√∂lfe dort im Jahr 2000 wieder Fu√ü gefasst haben, ist es zu keiner Situation gekommen, in der sich ein Wolf aggressiv einem Menschen gen√§hert hat. Keiner der ans√§ssigen Schafsbetriebe musste wegen des Wolfes seinen Betrieb einstellen. Ebenso wird in allen Jagdrevieren nach wie vor die Jagd ausge√ľbt.

Mittlerweile leben wieder 20 Wolfsrudel in Deutschland. Im April 2012 wurde im Westerwald ein aus den Alpen eingewanderter Wolf illegal geschossen. Er war weniger als eine Tageswanderung von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt.
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Freiburg: Amphibien wandern wieder
 
Freiburg: Amphibien wandern wieder
Schutzzäune und Umleitungen

√Ėstliche Waldseestra√üe zwischen M√∂slepark und
Waldsee ist ab Dienstag, 5. März, gesperrt - Helferinnen
und Helfer gesucht

Die ersten Amphibien wandern wieder. Bodentemperaturen
√ľber f√ľnf Grad Celsius, regnerisches Wetter und einsetzende
D√§mmerung sind die g√ľnstigen Bedingungen. So machen
sich jetzt immer mehr Grasfrösche, Erdkröten, Berg-und
Fadenmolche sowie Feuersalamander auf den Weg zu ihren
Teichen, Weihern, T√ľmpeln und Wassergr√§ben. Einem
uralten Instinkt folgend zieht es die Amphibien zu ihrem
Gewässer, in dem sie als Kaulquappen ihr Leben begannen.

Die meisten Amphibien legen auf ihrem Weg zum
Laichgew√§sser bis zu einigen Kilometern Wegstrecke zur√ľck,
die Erdkr√∂te beispielsweise bis √ľber zwei Kilometer. Dabei
m√ľssen sind sie oft Wege, Stra√üen und Parkpl√§tze
√ľberqueren.

An den stark befahrenen Freiburger Stra√üen sind Jahr f√ľr
Jahr viele Naturschutzgruppen des NABU, des BUND und der
Amphibienschutzgruppe Opfingen aktiv. Sie stellen
Fangz√§une auf, graben Eimer ein und tragen Kr√∂ten √ľber die
Straße; vor allem an den Hauptwanderrouten am Waldsee, an
der K 9853 im Bereich des Kleinen Opfinger See und im
Kappler Kleintal. Je nach Witterung werden die Amphibien
entlang dieser Straßen mehrere Wochen lang betreut. Häufig
werden die freiwilligen Helfer von Anwohnern, Familien,
Schulklassen oder Kinderg√§rten unterst√ľtzt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird mit Beginn der
Laichwanderungen zusätzlich die östliche Waldseestraße auf
Höhe der Waldseegasstätte ab Dienstag, 5. März, bis Anfang
Mai gesperrt. In dieser Zeit wird der Verkehr √ľber die
Zufahrtsstraße zum Möslestadion umgeleitet. Die zeitlich
befristete Verkehrsumleitung sch√ľtzt auch die dort meist
jungen Helfer und Helferinnen bei ihren nächtlichen Aktionen.

Wo immer Wanderungen stattfinden, stehen entsprechende
Warnschilder, teilweise kombiniert mit
Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Da die Betreuung der Amphibien morgens und abends sehr
zeitaufwändig ist, sind zusätzliche Helferinnen und Helfer
jederzeit willkommen. Interessenten können sich an das
Umweltschutzamt unter der Telefonnummer 201-6125,
Friedhelm Fischer oder per E-Mail an
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
 

 
Freiburg-Mooswald: Workshop ‚ÄěKlimaschutz und Inklusion‚Äú
Inklusive Bildungsarbeit zum Klimaschutz ist das Thema eines Workshops am 07.03.2013 von 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr in der √Ėkostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b. Der Workshop richtet sich an LehrerInnen weiterf√ľhrender Schulen, JugendleiterInnen und MultiplikatorInnen der Umweltbildung und des globalen Lernens. Er zeigt M√∂glichkeiten, wie sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung an Klimaschutzprojekten beteiligen k√∂nnen und welche Kooperationen der lokalen Bildungseinrichtungen sich daf√ľr eignen. Au√üerdem werden die inklusiven Bildungsmaterialien ‚ÄěUnser Klima ‚Äď unser Leben‚Äú vorgestellt, die bei der Arbeit mit heterogenen Gruppen eingesetzt werden k√∂nnen. Ziel des Nachmittags ist es, Akteure zusammenzubringen und erste gemeinsame Ideen f√ľr ein lokales, inklusives Klimavorhaben zu entwickeln. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein ‚ÄěBehinderung und Entwicklungszusammenarbeit‚Äú e.V. (bezev) und dem Eine Welt Forum Freiburg statt. Die Teilnahme ist kostenlos. F√ľr gehandicapte TeilnehmerInnen werden barrierefreie Rahmenbedingungen geschaffen. Anmeldung bei der √Ėkostation, Tel: 0761-892333 oder √ľber www.oekostation.de
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Kaiserstuhl: Böschungspflege bei winterlichen Verhältnissen
Böschungspflegetag Achkarren / Foto: Matthias Hollerbach
 
Kaiserstuhl: Böschungspflege bei winterlichen Verhältnissen
Mit dem 28. Februar endet die Saison der Gehölzpflege in der Landschaft

Im Naturgarten Kaiserstuhl haben in diesem Winter zehn Gemeinschaftsaktionen zur Pflege von B√∂schungen und anderen Biotopen in der Landschaft stattgefunden. Erstmals dabei waren Fl√§chen am Tuniberg und Marchh√ľgel. Nicht nur das fortschreitende Wachstum von unerw√ľnschten Geh√∂lzen, sondern auch winterliche Verh√§ltnisse haben in diesem Jahr den Winzern, Bauhofmitarbeitern, Natursch√ľtzern und anderen freiwilligen Helfern zu schaffen gemacht. Trotz einiger Terminverschiebungen und einzelnen ganz abgesagten Aktionen l√§sst sich nach Ansicht von PLENUM und der Landschaftserhaltungsverb√§nde die Bilanz mit rund 140 aktiven Personen sehen.

‚ÄěEs ist erfreulich, dass aus den kaiserstuhlweiten B√∂schungspflegetagen, die PLENUM 2007/2008 ins Leben gerufen hat, inzwischen eine gute Tradition geworden ist‚Äú, erl√§utert PLENUM-Regionalmanager Matthias Hollerbach. Die fachliche Beratung, einstmals vom B√ľro f√ľr B√∂schungspflege durchgef√ľhrt, konnte von den jetzt in beiden Landkreisen eingerichteten Landschaftserhaltungsverb√§nden geleistet werden. Somit sind die Weichen f√ľr eine zukunftsf√§hige Weiterf√ľhrung dieser Gemeinschaftsaktionen im gesamten Naturgarten Kaiserstuhl gestellt. Die Erhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die vom Engagement aller gesellschaftlichen Kr√§fte getragen werden muss. Daher ist es ein wichtiges Symbol, wenn das b√ľrgerschaftliche Engagement einmal j√§hrlich auch in einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsaktion zum Ausdruck kommt.

Abgesehen davon k√∂nnen mit Unterst√ľtzung der Landschaftserhaltungsverb√§nde Pflegema√ünahmen an naturschutzfachlich wertvollen B√∂schungen finanziell gef√∂rdert und kontinuierlich fortgesetzt werden. Da gem√§√ü Naturschutzgesetz das F√§llen und Entfernen von Geh√∂lzen auf die Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar beschr√§nkt ist, k√∂nnten zuk√ľnftig auch schon nach der Weinlese im November oder Dezember die ersten Pflegetage starten. Denn ab M√§rz beginnt die Balz- und Brutzeit vieler V√∂gel, so dass dann keine gr√∂√üeren Eingriffe in ihrem Lebensraum stattfinden d√ľrfen.
 
 

Das neue Jahresprogramm des Waldhauses
Ein Luchs im Wald / Foto: Klaus Echle
 
Das neue Jahresprogramm des Waldhauses
W√§lder der Welt, Holzr√ľcken mit Pferden, Spazierg√§nge mit Waldkennern, Familienbacken, Sonntagswerkstatt, Exkursionen.

Ab sofort liegt das neue, 60seitige Programmheft des Waldhauses in vielen √∂ffentlichen Einrichtungen in Freiburg und Umgebung kostenlos zum Mitnehmen aus. Dazu z√§hlen das Waldhaus an der Wonnhalde selbst, das B√ľrgeramt, die Stadtbibliothek und viele Tourist-Informationen.

300 Jahre, nachdem Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz den Begriff der ‚ÄěNachhaltigkeit‚Äú f√ľr die Forstwirtschaft gepr√§gt hat, greift das Waldhaus dieses Jubil√§um in vielen Programmpunkten auf. So steht die nachhaltige Forstwirtschaft beim Waldtag am 5. Mai (in Kooperation mit ForstBW und dem st√§dtischen Forstamt) ebenso im Fokus wie beim zweiten Holzr√ľcketag am 20. Oktober. Praktische Erfahrungen in der traditionellen Waldarbeit k√∂nnen Interessierte in Kursen wie ‚ÄěHolzr√ľcken mit dem Pferd‚Äú oder beim ‚ÄěHandholzen‚Äú mit Axt und Schrots√§ge sammeln.

Auf insgesamt zehn Sonntagsspazierg√§ngen vermitteln Experten Wissen √ľber den Artenreichtum des Stadtwaldes im Wandel der Jahreszeiten. Die Reihe ‚ÄěW√§lder der Welt‚Äú besch√§ftigt sich diesmal mit den W√§ldern und der Kultur Rum√§niens und Chiles.

Bewährtes wie die Familienbacktage oder die Waldapotheke wird ergänzt durch die neue Reihe der Sonntagswerkstatt. Hier können Große und Kleine gemeinsam schnitzen, buchbinden, Insektenhotels bauen oder Papier schöpfen und sich anschließend in der Caféteria des Waldhauses stärken.

Das Ferienprogramm bietet wieder vielen Kindern die M√∂glichkeit, den Wald von der Wurzel bis zur Krone zu durchforsten und nachhaltig kennen zu lernen. Erheblich erweitert wurde das Angebot an Fachkursen im Bereich Naturp√§dagogik und in der Gr√ľnholzwerkstatt, zum Beispiel um einen Bogenbaukurs.

Erstmals bietet das Waldhaus in diesem Jahr auch Exkursionen an. Am 26. April geht es in Kooperation mit dem Studium Generale zur Ausstellung ‚ÄěWaldeslust‚Äú in die Kunstsammlung W√ľrth nach Erstein und am 11. Mai in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Menzenschwand zur Wildapfelbl√ľte.

Neu im Programm sind zwei Wanderungen auf den Schauinsland f√ľr aktive Seniorinnen und Senioren, die in Zusammenarbeit mit der Schauinslandbahn angeboten werden.

Die neue Ausstellung ‚ÄěHolzzeit‚Äú thematisiert die nachhaltige Nutzung von Wald und Holz mit vielen interaktiven Elementen. Sie wird im November abgel√∂st durch pr√§mierte Naturfotoarbeiten der Gesellschaft deutscher Tierfotografen.

Das Waldhaus hat seine √Ėffnungs- und Sprechzeiten erweitert.Ge√∂ffnet ist es ab sofort dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr mit Caf√©teria. Die Sprechzeiten (unter Tel. 0761-89647710) sind Dienstag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr, Donnerstag und Freitag auch 14 bis 16.30 Uhr. Das Programm steht online unter www.waldhaus-freiburg.de zum Herunterladen bereit.
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