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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

NABU und LBV: „Stunde der Wintervögel“ mit Rekordbeteiligung
Amsel / Foto: Frank Derer; nabu
 
NABU und LBV: „Stunde der Wintervögel“ mit Rekordbeteiligung
Kohlmeise hat den Schnabel vorn, kein weiterer RĂŒckgang der Amseln

Berlin – Zur „Stunde der Wintervögel“ zĂ€hlten in diesem Jahr so viele Menschen wie noch nie die Vögel in ihrem Garten. Mehr als 90.000 Teilnehmer griffen am Wochenende vom 4. bis 6. Januar zum Fernglas, um Vögel zu zĂ€hlen und an den NABU und den Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern (LBV) zu melden. Mit dieser Rekordbeteiligung ist die bundesweite ZĂ€hlung erneut Deutschlands grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Insgesamt wurden am Aktionswochenende mehr als 2,7 Millionen Vögel gemeldet, gut eine Million mehr als im Vorjahr. Die Kohlmeise konnte dabei ihren Spitzenplatz als bundesweit hĂ€ufigster Wintervogel vom Vorjahressieger Haussperling zurĂŒckerobern. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgen, wie im Vorjahr, Blaumeise, Feldsperling und Amsel.

Nach einem besorgniserregenden RĂŒckgang der meisten Arten im Vorjahr wurden zahlreiche Wintervögel 2013 wieder hĂ€ufiger gesichtet. So legte der Buchfink um 20 Prozent zu, die Kohlmeise um 28 Prozent. EichelhĂ€her, Gimpel und Tannenmeisen wurden 50 Prozent hĂ€ufiger gesichtet, der Buntspecht legte sogar um 80 Prozent zu. „Dass wir in diesem Jahr einige Arten besonders hĂ€ufig sehen konnten, liegt an ihrem Verwandtschaftsbesuch aus dem Norden und Osten. Denn zur Zeit der ZĂ€hlung herrschte dort besonders strenges Winterwetter“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Auf Vorjahresniveau verharrten hingegen der Haussperling (Rang zwei), die Amsel (Rang fĂŒnf) und der GrĂŒnfink (Rang sechs). Andererseits kam es zu einem grĂ¶ĂŸeren Einflug der nur in manchen Wintern auftretenden SeidenschwĂ€nze. Neben Einzelbeobachtungen in nahezu allen BundeslĂ€ndern ließen sich die exotisch anmutenden nordischen GĂ€ste im Osten von Vorpommern bis nach Bayern flĂ€chendeckend sehen.

Mit besonderem Interesse beobachteten die Forscher in diesem Jahr auch die Meldungen zum Bestand der Amseln. Hatte die Amsel seit zwei Jahren entlang des Rheintals große BestandseinbrĂŒche durch den Usutu-Virus hinnehmen mĂŒssen, gibt es laut Forscher nun Grund zur Hoffnung: „Die Daten geben fĂŒr die betroffenen Gebiete keinen Hinweis auf weitere BestandseinbrĂŒche. Stattdessen haben sich die Zahlen auf dem niedrigen Vorjahresniveau gehalten“, so Lachmann. Die Vermutung, dass Zugvögel aufgrund der warmen Witterung vermehrt in Deutschland bleiben anstatt in den SĂŒden zu ziehen, konnte fĂŒr dieses Jahr nicht bestĂ€tigt werden.

Vom 9. bis 12. Mai findet die Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ statt, bei der die Brutvögel in GĂ€rten und Parks im Mittelpunkt stehen. Langzeitstudien wie die „Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“ liefern VogelschĂŒtzern eine FĂŒlle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt.
 
 

 
Bundesweiter Fahrradklima-Test des ADFC
Freiburg gewinnt zweiten Platz in Kategorie „GroßstĂ€dte ĂŒber 200.000 Einwohner“ und ist fahrradfreundlichste Großstadt in Baden-WĂŒrttemberg

Wie fahrradfreundlich ist ihre Stadt? Diese Frage hat der Allgemeine
Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) im vergangenen Herbst in ganz
Deutschland gestellt. Rund 80.000 Radfahrerinnen und Radfahrer
haben daraufhin mithilfe von 27 Fragen ihre HeimatstÀdte bewertet.
FĂŒr 332 StĂ€dte wurde so ein bundesweites Ranking der Fahrrad-
Freundlichkeit in drei GrĂ¶ĂŸengruppen ermittelt: ĂŒber 200.000,
100.000 bis 200.000 sowie unter 100.000 Einwohnern.

Freiburg hat in seiner GrĂ¶ĂŸenklasse (ĂŒber 200.000 Einwohner) in der
Gesamtwertung den zweiten Platz errungen, hinter Spitzenreiter
MĂŒnster, aber vor Karlsruhe, Kiel, Oberhausen, Hannover und
Bremen. Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamtes,
nahm den Preis als „Spitzenreiter“, den die drei Erstplatzierten
erhielten, heute in Berlin entgegen. Dabei betonte er: „Dieses
Ergebnis bestÀtigt den hohen Stellenwert, den Radfahren seit
Jahrzehnten in Freiburg hat. Mit dem Radkonzept 2020 erhöht die
Stadt die Förderung des Radverkehrs nochmals. Wir wollen, dass
deutlich ĂŒber 30 Prozent der Wege in Freiburg mit dem Rad
zurĂŒckgelegt werden.“ Uekermann wies darauf hin, dass die Stadt
dafĂŒr mit Förderung des Landes derzeit drei Pilotrouten ausbaue, auf
denen Radfahrer bequem und zĂŒgig durch die ganze Stadt und
möglichst auch in die Region fahren könnten.

Auch BĂŒrgermeister Martin Haag freut sich ĂŒber die gute Platzierung:
„Dieser zweite Platz ist gut, aber wir wollen mehr: Radfahren soll in
Freiburg so angenehm werden, dass wir beim nÀchsten Test des
ADFC ganz oben sind. Die Auszeichnung ist fĂŒr uns also Freude und
Ansporn zugleich. Der Klimatest gibt uns dazu wertvolle Hinweise.“

Besonders gut abgeschnitten hat Freiburg (Durchschnittsbewertung
3,10) in den Kategorien Alle fahren Rad (1,82), Erreichbarkeit des
Stadtzentrums (1,89), Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahrbar
(1,94), ZĂŒgiges, direktes Radfahren (2,02) und Wegweisung (2,10).
Nachholbedarf gibt es nach Meinung der Umfrageteilnehmer beim
Umgang mit Falschparkern auf Radwegen (3,79), bei der FĂŒhrung an
Baustellen (3,83), bei Ampelschaltungen fĂŒr Radfahrer (3,87) und
Fahrraddiebstahl (4,90). Den schlechtesten Wert (5,12) erzielte
Freiburg in punkto Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Fahrradklima-Test des ADFC wird vom Bundesministerium fĂŒr
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert und von der Fahrrad-
Fachhandelsgruppe ZEG unterstĂŒtzt. Die Umfrage wurde sowohl
online als auch mit Postkarten durchgefĂŒhrt, die in GaststĂ€tten und
FahrradgeschÀften auslagen. Einzusehen ist das StÀdteranking samt
aller Detailergebnisse auf www.adfc.de/9205.

Weitere Preise der letzten Jahre im Bereich Verkehr/Radverkehr

2012: „Deutschlands nachhaltigste Großstadt“. Stiftung Deutscher
Nachhaltigkeitspreis, Bundesregierung, Rat fĂŒr Nachhaltige
Entwicklung u.a. fĂŒr die Radvorrangrouten als Teil der konsequenten
StĂ€rkung des Rad- und Fußverkehrs.

2011: „Fahrradfreundliche Stadt“. Auszeichnung des Landes Baden-
WĂŒrttemberg (mit zwei anderen StĂ€dten).

2010: „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“. Wettbewerb der
Deutschen Umwelthilfe. FĂŒnfter Platz im Bereich Verkehr.

2010: „Emissionsfreie MobilitĂ€t in Kommunen". Wettbewerb des
Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Preis (mit vier anderen StĂ€dten): Imagekampagne „Kopf an: Motor
aus. FĂŒr null CO2 auf Kurzstrecken“.

2007: „European Osmose Award“ im Rahmen des „NICHES EUProject“.
Zweiter Preis (zusammen mit Stockholm) fĂŒr innovative und
nachhaltige Maßnahmen im stĂ€dtischen Verkehr.

2006: „Cities enjoy Bicycles Award“. ICLEI Local Government for
Sustainability und Shimano Inc. Auszeichnung (Certificate of honour)
fĂŒr fahrradfreundliche Verkehrsplanung.

2004: „Radfahren in StĂ€dten“. ADAC-Ranking unter 22 deutschen
GroßstĂ€dten. Platz 5 hinter MĂŒnster, Kiel, Krefeld und Hannover.
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Freiburg: Rettungsaktion fĂŒr den Laubfrosch
Ein ferngesteuerter Raupenmulcher bei der Arbeit / Bild: André Toth
 
Freiburg: Rettungsaktion fĂŒr den Laubfrosch
Umweltschutzamt legt kleine GewÀsser am Tuniberg an

Am Tuniberg entstehen neue LebensrĂ€ume fĂŒr eine Tierart, die einst
hier in großer Zahl heimisch war, inzwischen aber als stark gefĂ€hrdet
auf der „Roten Liste“ steht. Eine Fachfirma baut derzeit im Auftrag
des Umweltschutzamtes neue, kleinere GewĂ€sser in vier RegenrĂŒckhaltebecken
des Tunibergs. Damit sollen die wenigen RestbestÀnde
des Laubfrosches am Tuniberg langfristig gesichert werden.

Die Rettungsaktion dauert bis Ende 2014, kostet 27.000 Euro und
wird von der Stadt und dem Innovationsfonds der Badenova
getragen. UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik betont: „Mit dieser
Aktion setzen wir einen weiteren großen Baustein des Kommunalen
Artenschutzkonzeptes um, das der Gemeinderat 2010 beschlossen
hat.“

Amphibien sind in Freiburg, wie in ganz Baden-WĂŒrttemberg, im
RĂŒckgang begriffen. Dies gilt fĂŒr viele Amphibienarten, die frĂŒher hier
hÀufig vorkamen, darunter die Wechselkröte, die Gelbbauchunke
oder auch den Laubfrosch. Der Laubfrosch ist eine relativ mobile Art,
er kann zwischen LaichgewÀsser und Winterquartier bis zu einem
Kilometer zurĂŒcklegen. FrĂŒher war er im ganzen Oberrheingebiet
hĂ€ufig anzutreffen. Seit Jahren geht sein Bestand jedoch zurĂŒck,
inzwischen stuft ihn die „Roten Liste“ als stark gefĂ€hrdet ein.

Der Laubfrosch benötigt reich strukturierte Landschaften als
Lebensraum, wie sie am Tuniberg vorhanden sind. Hier fehlt es
jedoch an flachen besonnten LaichgewÀssern. Er verbringt viel Zeit
an Land uns hÀlt sich zumeist nur zum Ablaichen und nach der
HÀutung im GewÀsser auf. Trocknen ihre LaichgewÀsser aus, kann
es sein, dass vor allem erwachsene Laubfrösche sich ein neues
GewÀsser im Umkreis bis zu vier Kilometern suchen. Daher ist der
LaichgewĂ€sserverbund im Tuniberg wichtig fĂŒr ihre Fortpflanzung.

Der Tuniberg hat bislang zu wenig flache Teiche und stellt daher fĂŒr
Amphibien eine regionale Wander- und Ausbreitungsbarriere dar. Mit
einem vernetzten System an kleinen GewÀssern kann der
Fortbestand des Laubfrosches am Tuniberg gesichert werden. Die
RegenrĂŒckhaltebecken in Waltershofen und Opfingen eignen sich
dafĂŒr ausgezeichnet, da sie das Wasser gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den
Tuniberg verteilen. In einem zweiten Schritt sollen grĂ¶ĂŸere LĂŒcken
zwischen den RĂŒckhaltebecken durch die Anlage zusĂ€tzlicher
KleingewÀsser entlang von GrÀben geschlossen werden.

Mit den Vorarbeiten in den RĂŒckhaltebecken wurde bereits
begonnen. Um den Untergrund zu schonen, werden derzeit etwa im
RĂŒckhaltebecken „Kirchweg“ in Waltershofen spezielle
RaupenmulchgerÀte eingesetzt. Sobald es wÀrmer wird, werden in
drei RĂŒckhaltebecken in Waltershofen und einem weiteren in
Opfingen flache Teiche nach naturschutzfachlichen Vorgaben
angelegt. Vor Beginn der Laichzeit des Laubfrosches werden diese
Teiche fertig gestellt sein.
 
 

Kaufen fĂŒr die MĂŒllhalde – Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz
 
Kaufen fĂŒr die MĂŒllhalde – Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz
Lesung, Film und GesprÀch am Dienstag, 5. Februar

“Geplante Obsoleszenz“ beschreibt das gezielte Einbauen von Schwachstellen in KonsumgĂŒter, um die Lebensdauer der Produkte zu verkĂŒrzen. Wer hat sich nicht schon geĂ€rgert: Die Herstellergarantie ist gerade abgelaufen, das GerĂ€t ist defekt und hĂ€ufig nicht mehr oder nur sehr aufwĂ€ndig zu reparieren. Es wird weggeworfen, entsorgt und gegen ein neues eingetauscht. Die Folgen sind MĂŒllberge und Ressourcenverschwendung. Doch sind die Defekte bisweilen nicht dem Zufall zuzuschreiben, sondern Ergebnis geplanter Obsoleszenz: Der Drucker versagt zu einem im Vorfeld berechneten und bestimmten Zeitpunkt und die GlĂŒhbirne erlischt nach einer vom Hersteller festgesetzten Leuchtdauer.
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Die Veranstaltungen des Waldhauses im Februar
Lesung, Fackelwandern, Papierschöpfen und eine Exkursion nach Stuttgart

Sonntag, 3. Februar, 11 Uhr
Matinee: Lesung mit Katharina Scharlowski
„Ein letztes Schneegestöber ĂŒber Wiesen – dann ist der Winter
vollbracht“: Die Dichterin Katharina Scharlowski nimmt auf ihren
SpaziergÀngen die Spur von Licht, Wind, Wald und Weite gleicvh
schreibend auf oder gestaltet sie, nach Hause zurĂŒckgekehrt, in
ruhigen Stunden nach. Ihre Texte sind somit nicht nur Naturgedichte,
sondern poetische Verweise in inneres Leben, eingebettet in weit
darĂŒber Hinausgehendes. Scharlowski lebt nach ihrem Literatur- und
Sprachwissenschaftsstudium in Paris seit 1996 als freischaffende
Dichterin in Freiburg. Die Lesung im Waldhaus am Sonntag, 3.
Februar, 11 Uhr, wird von Claudius Kroemmelbein am FlĂŒgel mit
kurzen KlavierstĂŒcken von Robert Schumann begleitet.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Gang
durch die Ausstellung „Waldimpressionen“ mit Virpi TörmĂ€nen und je
nach Wetterlage zu einem kleinen Waldspaziergang. Eintritt 3 Euro.

Sonntag, 10. Februar, 18 bis 19.30 Uhr
Fackelwanderung zu den „Waldmenschen“
Lassen Sie sich bei einem stimmungsvollen Spaziergang im dunklen
winterlichen Wald vom HolzkĂŒnstler Thomas Rees in die MĂ€rchen-
und Mythenwelt seiner Holzskulpturen entfĂŒhren. Nur vom Schein
der Fackeln beleuchtet, erzÀhlt jede der 17 Figuren, vom schlafenden
Riesen ĂŒber den Drachen bis zum Einhorn, eine eigene Geschichte.
FĂŒr die Fackelwanderung ums Waldhaus am Sonntag, 10. Februar,
von 18 bis 19.30 Uhr ist eine Anmeldung bis Donnerstag, 7. Februar,
nötig. Teilnahmebeitrag 7 Euro inkl. Fackel.

Sonntag, 17. Februar, ganztÀgig
Exkursion zum Haus des Waldes in Stuttgart
(in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald,
Regionalgruppe Freiburg)
Das Haus des Waldes in Stuttgart-Degerloch ist das zentrale
WaldpĂ€dagogik-Zentrum der Forstverwaltung Baden-WĂŒrttemberg.
Es will Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung theoretisch fundiert, aber
sehr praxisnah vermitteln. Bei einer FĂŒhrung durch das HdW erleben
wir den Wald mit allen Sinnen. Ob in der Ausstellung, im
lichtdurchfluteten AusstellungsgebĂ€ude oder im Wald selbst – ĂŒberall
gibt es etwas zu sehen, zu entdecken, zu erleben. Geplant ist auf
dieser ganztÀgigen Exkursion des Waldhauses am Sonntag, 17.
Februar, auch ein Besuch der Sonderausstellung „Drei SĂ€ulen der
Nachhaltigkeit“ mit Anregungen zur Entwicklung eines nachhaltigeren
Lebensstils. Weitere Informationen unter Tel. 0761-492856,
Anmeldungen an sdw-freiburg@web.de.

Sonntag, 24. Februar, 14 bis 18 Uhr
Sonntagswerkstatt: Papierschöpfen mit Susanna Gill
Oft wird es achtlos verschwendet, aber Papier ist kostbar und man
kann es wiederverwenden. In der Sonntagswerkstatt mit der
AbfallpÀdagogin Susanna Gill lernen Teilnehmende am Sonntag, 24.
Februar, von 14 bis 18 Uhr im Waldhaus, wie man Altpapier als
Rohstoff einsetzen und daraus individuell gestaltetes Schreibpapier
herstellen kann. Anmeldung bis Donnerstag, 21. Februar.
Teilnahmebeitrag 20 Euro, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines
Erwachsenen.
Tipp: Im Laufe des Jahres bietet das Waldhaus Buchbindekurse mit
der Buchbindemeisterin Susanne Natterer an (Termine stehen dann
auf www.waldhaus-freiburg.de). Stellen Sie doch an diesem
Sonntagnachmittag Ihr eigenes handgeschöpftes Papier her und
binden Sie daraus an einem anderen ein schönes Buch!

NÀhere Informationen zu den VortrÀgen, Angeboten und dem
Familienprogramm des Waldhauses gibt es unter Tel. 0761/8964
7710 oder auf der Homepage www.waldhaus-freiburg.de.
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Werden auch Fahrrad- und Autofahrer an der EEG-Umlage beteiligt?
Die Belastung der Eigenstromerzeugung kann ungeahnte BlĂŒten treiben

Freiburg, 29.01.2013: Nicht genug, dass Umweltminister Peter Altmaier am Montag einen Deckel fĂŒr die EEG-Förderung fordert. Auch der Eigenstromverbrauch, der bis April 2012 sogar noch mit einem Zuschuss angeschoben wurde, soll nun bestraft werden.

Ob Solaranlage, Fahrraddynamo, Lichtmaschine oder Baustellengenerator: Peter Altmaier fordert, dass „grundsĂ€tzlich alle Stromverbraucher, auch diejenigen, die ihren Strom selbst produzieren und verbrauchen, an der Finanzierung der Energiewende in einem vertretbaren Umfang beteiligt werden.“ Ob Schiff, Flugzeug oder autarke AlpenhĂŒtte - betroffen sind davon theoretisch alle. „Altmaier beschrĂ€nkt dies nicht auf Erneuerbare Energien“, so Nico Storz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des fesa. Eine Unterscheidung in den Technologien wird in Altmaiers Papier nicht getroffen. „Dies wĂ€re auch noch schlimmer: Der netzferne Schwarzwaldbauer wĂŒrde dann die Umalge zahlen mĂŒssen, wenn er seinen Strom mit Wasserkraft herstellt, nicht jedoch mit einem Dieselgenerator. Der Autofahrer dann, wenn er seine Autobatterie an der Solargarage fĂŒllt, nicht jedoch durch die Lichtanlage des Benziners“ so Storz weiter.

Dabei ist der Eigenstromverbrauch durchaus sinnvoll: Wenn eine Solaranlage ins Netz einspeist, erhĂ€lt ihr Betreiber dafĂŒr etwa 16 Cent aus der EEG-Umlage. Beim RĂŒckkauf des Stroms aus dem Netz zahlt er dafĂŒr jedoch nur 5,28 Cent EEG-Umlage. Ein Defizit von ĂŒber 10 Cent, das von den Stromverbrauchern getragen werden muss. „Es ist vollkommener Quatsch, dass Altmaier von einer Entsolidarisierung der Selbstverbraucher spricht“, meint Nico Storz. „Das Gegenteil ist der Fall: Wer seinen Strom selbst verbraucht, entlastet das EEG deutlich, entlastet das Netz durch Eigenstromoptimierung und hat seine Investitionen in die Energiewende lĂ€ngst durch die Anschaffung der Anlage getĂ€tigt“. Pikant ist, dass nicht einmal zwischen Netzfernen und Netzgekoppelten Anlagen unterschieden wird.

Auf die EEG-Umlage muss dann noch Mehrwertsteuer berechnet werden. Das hieße, dass ein Stromselbstversorger Steuern auf etwas berappen muss, das er selbst erzeugt und selbst verbraucht. Dazu meint der grĂŒne Energieexperte Hans-Josef Fell treffend: „Wird diese Bundesregierung demnĂ€chst auch die Äpfel, die ich von meinem Apfelbaum pflĂŒcke mit der Mehrwertsteuer belasten?“
 
 

Regionen-Partnerschaft „Königsstuhl trifft Kaiserstuhl“ erfolgreich angelaufen
KaiserstĂŒhler Produkte am RĂŒgen-Stand auf der GrĂŒnen Woche in Berlin
 
Regionen-Partnerschaft „Königsstuhl trifft Kaiserstuhl“ erfolgreich angelaufen
Insel RĂŒgen und Naturgarten Kaiserstuhl stellen Ergebnisse des ersten Partnerschaft-Jahres auf der Internationalen GrĂŒnen Woche vor

Seit einem Jahr besteht die bundesweit erste Regionen-Partnerschaft „Königsstuhl trifft Kaiserstuhl“ zwischen dem Naturgarten Kaiserstuhl und der Insel RĂŒgen und ihren jeweiligen regionalen Markenprogrammen. Diese ungewöhnliche Partnerschaft ist im ersten gemeinsamen Jahr bereits prĂ€chtig gediehen und es gibt zwischenzeitlich einen regen Austausch zwischen den jeweiligen Tourismus-Organisationen und den regionalen Produzenten. Auf der GrĂŒnen Woche in Berlin konnten die beiden Regionen nun erste Erfolge ihrer Partnerschaft prĂ€sentieren und auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurĂŒckblicken. Auf der ShowbĂŒhne in der Halle von Mecklenburg-Vorpommern berichteten GeschĂ€ftsfĂŒhrer Heinz Trogus vom Naturgarten Kaiserstuhl und BĂŒrgermeister Ernst Heinemann, der Vorsitzende des Tourismusverbandes RĂŒgen von den gemeinsam durchgefĂŒhrten Veranstaltungen auf RĂŒgen und im Breisgau und dem Ausbau der dadurch geknĂŒpften Kontakte. In Berlin mit dabei waren auch Christian und Inge Fessinger, langjĂ€hrige KaiserstĂŒhler Markenpartner und Betreiber einer ÖlmĂŒhle in Vogtsburg-Achkarren, die einige ausgewĂ€hlte Kaiserlich genießen-Produkte aus dem Kaiserstuhl, wie z.B. das KaiserstĂŒhler Walnussöl, vorstellten. Heinz Trogus zeigt sich begeistert von der gelebten Partnerschaft mit der Insel RĂŒgen. „Wir haben in mehreren Veranstaltungen ĂŒber das Jahr die Partnerschaft mit Leben gefĂŒllt und durch die guten persönlichen Kontakte eine wichtige Basis fĂŒr unsere gemeinsamen Aktionen geschaffen. FĂŒr das laufende Jahr sind weitere Veranstaltungen geplant, an denen die beiden Regionen unter dem Motto „königlich urlauben - kaiserlich genießen“ bundesweite Aufmerksamkeit fĂŒr die Regionen und ihre nachhaltig erzeugten Produkte erwecken wollen. „Unsere Produkte ergĂ€nzen sich optimal“, freut sich der Vorsitzende des Tourismusverbandes RĂŒgen, BĂŒrgermeister Ernst Heinemann. „„RĂŒgen direkt“ und „Kaiserlich genießen“ - Produkte sind beides qualitativ hochwertige und kontrollierte Regionalmarken und verfĂŒgen ĂŒber eine Produktpalette, welche sich am jeweiligen heimischen Markt etabliert hat und weiterhin ausgebaut wird“. In der Kombination der Produkte beider Regionen soll die Kooperation kĂŒnftig auch schmeckbar werden, zum Beispiel in geplanten gastronomischen Themenwochen „Wein und Fisch“. Auch ein intensiverer Austausch zwischen den regionalen Produzenten und den jeweiligen Kommunen soll kĂŒnftig gefördert werden.

Die Kooperation der Region Naturgarten Kaiserstuhl mit der Insel RĂŒgen verkörpert einen neuen Ansatz fĂŒr RegionalitĂ€t und Vernetzung und soll bundesweite Aufmerksamkeit fĂŒr die Regionen, ihre Produkte, das Thema Nachhaltigkeit und die besondere Natur der Regionen erwecken. Beide Regionen stehen fĂŒr besondere NaturschĂ€tze und fĂŒr eine nachhaltige Landnutzung.
 
 

Wie findet man Mitstreiter fĂŒr den Naturschutz?
Studierende und Seminarleiter K.Scherzinger (links) machen eine LĂ¶ĂŸstaubprobe
 
Wie findet man Mitstreiter fĂŒr den Naturschutz?
Lehramtsstudierende suchen im Kaiserstuhl nach ethischen GrĂŒnden und Motiven fĂŒr den Schutz der Natur

Der derzeitige Schnee verdeckt manche Schönheiten der Natur, schĂ€rft dafĂŒr aber die Konturen der Kaiserstuhl-Landschaft. Umso mehr stellt sich die Frage, was Natur und „natĂŒrlich“ ist und welche Rolle der Mensch in der Natur spielt. Und was motiviert Menschen, sich fĂŒr den Schutz der Natur einzusetzen und andere zum Mitmachen zu bewegen? Diese und weitere Fragen waren fĂŒr Studierende der Biologie und Geo-graphie, die das Lehramt anstreben, Anlass fĂŒr eine Exkursion in den Kaiserstuhl. Der integrative Naturschutz, wie er in vielen PLENUM-Projekten am Kaiserstuhl praktiziert wird, stand im Mittelpunkt der Wanderung und anschließenden Diskussion.

Unter Leitung von PLENUM-Manager Matthias Hollerbach ging es durch Hohlwege, ĂŒber Rebterrassen und entlang von SteilwĂ€nden und Böschungen. Hollerbach erlĂ€uterte dabei, dass all diese Landschaftsstrukturen sowie der Bewuchs mit GrĂ€sern und KrĂ€utern, StrĂ€uchern oder BĂ€umen Produkte des Zusammenwirkens von Mensch und Natur sind. Menschen haben seit Jahrtausenden den Kaiserstuhl besiedelt und aus einer Naturlandschaft eine Kulturlandschaft mit einem hohen Struktur- und Artenreichtum geschaffen. Der Naturschutz wolle diese ĂŒberlieferten SchĂ€tze erhalten und diesen Reichtum weitergeben, erlĂ€uterte Hollerbach und betonte, dass es dazu die Menschen brauche, die den Kaiserstuhl weiterhin bewirtschaften und pflegen. Daher mĂŒsse die Zusammenarbeit gesucht und Naturschutz in wirtschaftliches Handeln integriert werden.

Seminarleiter Dr. Klaus Scherzinger, der mit seinem Hintergrund als Biologe und Philosoph das Studienseminar Natur-Ethik leitet, moderierte anschließend im Naturzentrum Kaiserstuhl eine Diskussion mit dem ehrenamtlichen Leiter des Naturzentrums, Reinhold Treiber, und PLENUM-Manager Matthias Hollerbach. Beide machten an verschiedenen Beispielen deutlich, wie wichtig es sei, die unterschied-lichen Interessen und Werthaltungen von NaturschĂŒtzern, Landwirten, Winzern, Touristen, Gemeinde- und Behördenvertretern ernst zu nehmen, den Blick auf sich ĂŒberschneidende Interessen und BedĂŒrfnisse zu lenken und gemeinsame Aktionen durchzufĂŒhren, bei denen positive Erfahrungen gemacht werden. In vielen Projekten von Naturzentrum und PLENUM habe dies erfolgreich praktiziert werden können.
 
 



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346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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