oekoplus - Freiburg
Samstag, 16. Februar 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

Zeit fĂŒr die 57-Milliarden-Euro-Reform
FĂŒr eine starke Reform der EU-Agrarpolitik. © WWF
 
Zeit fĂŒr die 57-Milliarden-Euro-Reform
25 Umweltorganisationen starten Online-Petition fĂŒr EU-Agrarreform

Berlin - Das EuropĂ€ische Parlament entscheidet am 13. MĂ€rz ĂŒber eine Agrarreform. Geht es nach dem Willen des Agrarausschusses wird der Entwurf von Agrarkommissar Dacian Ciolos gĂ€nzlich verwĂ€ssert. 25 europĂ€ische Umweltorganisationen, darunter die deutschen Organisationen BUND, EuroNatur, NABU und WWF, wollen das verhindern. Sie fordern die 754 Abgeordneten des EU-Parlaments auf, ein klares Signal fĂŒr eine Agrarreform zu setzen, bei der Subventionen in Zukunft nicht mehr mit der Gießkanne nach der GrĂ¶ĂŸe der Höfe vergeben werden. Stattdessen sollten mit Steuergeldern vorrangig Landwirte gefördert werden, die gesunde Lebensmittel erzeugen und die dazu beitragen, Umwelt, Landschaft und lebenswerte lĂ€ndliche RĂ€ume zu erhalten.

Um dieser Idee Nachdruck zu verleihen, geben die Initiatoren allen Interessierten die Möglichkeit, ein Signal fĂŒr eine starke Reform der EU-Agrarpolitik an die einzelnen EU Parlamentarier zu senden. Über die Website Farming for Nature können Europas WĂ€hlerinnen und WĂ€hlern ihren Volksvertretern signalisieren, dass sie von einer Landwirtschaft, die jĂ€hrlich 57 Milliarden Euro an Steuermitteln kostet, mehr als die Bereitstellung von Lebensmitteln verlangen.

„Die große Linie fĂŒr eine lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Reform der EU-Agrarpolitik lag mit dem Ciolos-Vorschlag eigentlich lĂ€ngst auf dem Tisch“, so die Initiatoren. Anachronistische BauernverbĂ€nde aus vielen EU LĂ€ndern hĂ€tten jedoch alles getan, um den Entwurf vollstĂ€ndig zu verhindern. Im 40-köpfigen Agrarausschuss des EU-Parlamentes blockiere eine lĂ€nderĂŒbergreifende Mehrheit aus Landwirtschaftspolitikern alter Schule jeglichen Reformansatz.

Mit ihrer Initiative wollen die Umweltorganisationen auf die Bedeutung des Themas hinweisen und alle Parlamentarier in die Verantwortung nehmen. Die EU investiere Jahr fĂŒr Jahr 40 Prozent ihres Haushalts in die Landwirtschaft. Angesichts dieser Investitionen sei es lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig, den Sektor stĂ€rker in die Verantwortung zu nehmen. Die europĂ€ischen Bauern könnten erheblich zum Umwelt- und Naturschutz beitragen. Es sei im eigenen Interesse der Landwirte, sich dieser Aufgabe zu stellen, um die Natur und damit langfristig ihr Kapital zu schĂŒtzen.

Die Online-Petition lÀuft vom 1.3.2013 bis zum 13.3.2013 in acht Mitgliedsstaaten der EuropÀischen Union.
Mehr
 

NABU: „Phantomwolf“ in der Eifel
Wolf im Schnee / Foto: NABU / H. Polli
 
NABU: „Phantomwolf“ in der Eifel
Ein Geheul im Wald macht noch kein Wolfsrudel

FĂŒr einen sachlichen Umgang mit der RĂŒckkehr des Wolfes nach Nordrhein-Westfalen

DĂŒsseldorf/Berlin – Derzeit wird in der Nordeifel ĂŒber die Anwesenheit eines Wolfsrudels spekuliert. Im Raum Hohes Venn soll vergangene Woche ein Heulen von Tieren vernommen worden sein, das wolfsĂ€hnlich klang. „Dass es sich bei den Tieren tatsĂ€chlich um Wölfe handelt, ist eher unwahrscheinlich. Ein Wolf kann keinesfalls zweifelsfrei anhand des Heulens erkannt werden“, sagte NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.

Zur Identifizierung von Wölfen hat das Bundesamt fĂŒr Naturschutz eindeutige Kriterien ausarbeiten lassen – das Heulen zĂ€hlt nicht dazu. „Da der Hund vom Wolf abstammt, gibt es eine hohe Verwechslungsgefahr bei allen Merkmalen. FĂ€hrten sind nur in AusnahmefĂ€llen einem Wolf zuzuordnen, Wolfsgeheul ist ĂŒberhaupt nicht eindeutig erkennbar.“ Vor diesem Hintergrund verweist Bathen auf ein bekanntes PhĂ€nomen: die Entstehung so genannter „Phantomwölfe“. Obwohl die Anwesenheit eines Wolfs nicht sicher bestĂ€tigt werden kann, hĂ€lt sich hartnĂ€ckig der Glaube an ihn. „Ob zum Gutem oder Bösen: der Wolf belebt viele GemĂŒter“, so Bathen.

GrundsĂ€tzlich sei die Eifel jedoch fĂŒr den Wolf geeignet. Schon 2007 hatte eine Studie des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz hier ausreichend LebensrĂ€ume festgestellt. „Die Frage ist nicht, ob der Wolf in die Eifel zurĂŒckkommt, sondern nur wann. Inzwischen leben Wölfe in sechs BundeslĂ€ndern, ihre BestĂ€nde entwickeln sich gut. Der Wolf fĂŒhlt sich wohl in Deutschland und wird auch in NRW wieder heimisch werden“, so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU Nordrhein-Westfalen. Deshalb mĂŒsse fĂŒr NRW zĂŒgig ein Wolfsmanagementplan erarbeitet werden. „Ein Managementplan fĂŒr den Wolf kann den Menschen Antworten auf ihre Fragen und BefĂŒrchtungen geben, die sie mit der RĂŒckkehr des Wolfes verbinden“, so der Landesvorsitzende.

Der NABU setzt sich seit vielen Jahren fĂŒr einen sachlichen Umgang mit der RĂŒckkehr des Wolfes ein. Noch immer verbreiten sich viele Mythen und Vorbehalte zum Wolf: WildbestĂ€nde wĂŒrden drastisch reduziert oder das Wirtschaften fĂŒr Schafhalter unmöglich. Die Erfahrungen in der Wolfsregion Lausitz zeigen jedoch: Seitdem Wölfe dort im Jahr 2000 wieder Fuß gefasst haben, ist es zu keiner Situation gekommen, in der sich ein Wolf aggressiv einem Menschen genĂ€hert hat. Keiner der ansĂ€ssigen Schafsbetriebe musste wegen des Wolfes seinen Betrieb einstellen. Ebenso wird in allen Jagdrevieren nach wie vor die Jagd ausgeĂŒbt.

Mittlerweile leben wieder 20 Wolfsrudel in Deutschland. Im April 2012 wurde im Westerwald ein aus den Alpen eingewanderter Wolf illegal geschossen. Er war weniger als eine Tageswanderung von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt.
Mehr
 

Freiburg: Amphibien wandern wieder
 
Freiburg: Amphibien wandern wieder
SchutzzÀune und Umleitungen

Östliche Waldseestraße zwischen Möslepark und
Waldsee ist ab Dienstag, 5. MĂ€rz, gesperrt - Helferinnen
und Helfer gesucht

Die ersten Amphibien wandern wieder. Bodentemperaturen
ĂŒber fĂŒnf Grad Celsius, regnerisches Wetter und einsetzende
DĂ€mmerung sind die gĂŒnstigen Bedingungen. So machen
sich jetzt immer mehr Grasfrösche, Erdkröten, Berg-und
Fadenmolche sowie Feuersalamander auf den Weg zu ihren
Teichen, Weihern, TĂŒmpeln und WassergrĂ€ben. Einem
uralten Instinkt folgend zieht es die Amphibien zu ihrem
GewÀsser, in dem sie als Kaulquappen ihr Leben begannen.

Die meisten Amphibien legen auf ihrem Weg zum
LaichgewĂ€sser bis zu einigen Kilometern Wegstrecke zurĂŒck,
die Erdkröte beispielsweise bis ĂŒber zwei Kilometer. Dabei
mĂŒssen sind sie oft Wege, Straßen und ParkplĂ€tze
ĂŒberqueren.

An den stark befahrenen Freiburger Straßen sind Jahr fĂŒr
Jahr viele Naturschutzgruppen des NABU, des BUND und der
Amphibienschutzgruppe Opfingen aktiv. Sie stellen
FangzĂ€une auf, graben Eimer ein und tragen Kröten ĂŒber die
Straße; vor allem an den Hauptwanderrouten am Waldsee, an
der K 9853 im Bereich des Kleinen Opfinger See und im
Kappler Kleintal. Je nach Witterung werden die Amphibien
entlang dieser Straßen mehrere Wochen lang betreut. HĂ€ufig
werden die freiwilligen Helfer von Anwohnern, Familien,
Schulklassen oder KindergĂ€rten unterstĂŒtzt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird mit Beginn der
Laichwanderungen zusĂ€tzlich die östliche Waldseestraße auf
Höhe der WaldseegasstÀtte ab Dienstag, 5. MÀrz, bis Anfang
Mai gesperrt. In dieser Zeit wird der Verkehr ĂŒber die
Zufahrtsstraße zum Möslestadion umgeleitet. Die zeitlich
befristete Verkehrsumleitung schĂŒtzt auch die dort meist
jungen Helfer und Helferinnen bei ihren nÀchtlichen Aktionen.

Wo immer Wanderungen stattfinden, stehen entsprechende
Warnschilder, teilweise kombiniert mit
GeschwindigkeitsbeschrÀnkungen.

Da die Betreuung der Amphibien morgens und abends sehr
zeitaufwÀndig ist, sind zusÀtzliche Helferinnen und Helfer
jederzeit willkommen. Interessenten können sich an das
Umweltschutzamt unter der Telefonnummer 201-6125,
Friedhelm Fischer oder per E-Mail an
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
 

 
Freiburg-Mooswald: Workshop „Klimaschutz und Inklusion“
Inklusive Bildungsarbeit zum Klimaschutz ist das Thema eines Workshops am 07.03.2013 von 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr in der Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b. Der Workshop richtet sich an LehrerInnen weiterfĂŒhrender Schulen, JugendleiterInnen und MultiplikatorInnen der Umweltbildung und des globalen Lernens. Er zeigt Möglichkeiten, wie sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung an Klimaschutzprojekten beteiligen können und welche Kooperationen der lokalen Bildungseinrichtungen sich dafĂŒr eignen. Außerdem werden die inklusiven Bildungsmaterialien „Unser Klima – unser Leben“ vorgestellt, die bei der Arbeit mit heterogenen Gruppen eingesetzt werden können. Ziel des Nachmittags ist es, Akteure zusammenzubringen und erste gemeinsame Ideen fĂŒr ein lokales, inklusives Klimavorhaben zu entwickeln. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein „Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit“ e.V. (bezev) und dem Eine Welt Forum Freiburg statt. Die Teilnahme ist kostenlos. FĂŒr gehandicapte TeilnehmerInnen werden barrierefreie Rahmenbedingungen geschaffen. Anmeldung bei der Ökostation, Tel: 0761-892333 oder ĂŒber www.oekostation.de
Mehr
 

Kaiserstuhl: Böschungspflege bei winterlichen VerhÀltnissen
Böschungspflegetag Achkarren / Foto: Matthias Hollerbach
 
Kaiserstuhl: Böschungspflege bei winterlichen VerhÀltnissen
Mit dem 28. Februar endet die Saison der Gehölzpflege in der Landschaft

Im Naturgarten Kaiserstuhl haben in diesem Winter zehn Gemeinschaftsaktionen zur Pflege von Böschungen und anderen Biotopen in der Landschaft stattgefunden. Erstmals dabei waren FlĂ€chen am Tuniberg und MarchhĂŒgel. Nicht nur das fortschreitende Wachstum von unerwĂŒnschten Gehölzen, sondern auch winterliche VerhĂ€ltnisse haben in diesem Jahr den Winzern, Bauhofmitarbeitern, NaturschĂŒtzern und anderen freiwilligen Helfern zu schaffen gemacht. Trotz einiger Terminverschiebungen und einzelnen ganz abgesagten Aktionen lĂ€sst sich nach Ansicht von PLENUM und der LandschaftserhaltungsverbĂ€nde die Bilanz mit rund 140 aktiven Personen sehen.

„Es ist erfreulich, dass aus den kaiserstuhlweiten Böschungspflegetagen, die PLENUM 2007/2008 ins Leben gerufen hat, inzwischen eine gute Tradition geworden ist“, erlĂ€utert PLENUM-Regionalmanager Matthias Hollerbach. Die fachliche Beratung, einstmals vom BĂŒro fĂŒr Böschungspflege durchgefĂŒhrt, konnte von den jetzt in beiden Landkreisen eingerichteten LandschaftserhaltungsverbĂ€nden geleistet werden. Somit sind die Weichen fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige WeiterfĂŒhrung dieser Gemeinschaftsaktionen im gesamten Naturgarten Kaiserstuhl gestellt. Die Erhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die vom Engagement aller gesellschaftlichen KrĂ€fte getragen werden muss. Daher ist es ein wichtiges Symbol, wenn das bĂŒrgerschaftliche Engagement einmal jĂ€hrlich auch in einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsaktion zum Ausdruck kommt.

Abgesehen davon können mit UnterstĂŒtzung der LandschaftserhaltungsverbĂ€nde Pflegemaßnahmen an naturschutzfachlich wertvollen Böschungen finanziell gefördert und kontinuierlich fortgesetzt werden. Da gemĂ€ĂŸ Naturschutzgesetz das FĂ€llen und Entfernen von Gehölzen auf die Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar beschrĂ€nkt ist, könnten zukĂŒnftig auch schon nach der Weinlese im November oder Dezember die ersten Pflegetage starten. Denn ab MĂ€rz beginnt die Balz- und Brutzeit vieler Vögel, so dass dann keine grĂ¶ĂŸeren Eingriffe in ihrem Lebensraum stattfinden dĂŒrfen.
 
 

Das neue Jahresprogramm des Waldhauses
Ein Luchs im Wald / Foto: Klaus Echle
 
Das neue Jahresprogramm des Waldhauses
WĂ€lder der Welt, HolzrĂŒcken mit Pferden, SpaziergĂ€nge mit Waldkennern, Familienbacken, Sonntagswerkstatt, Exkursionen.

Ab sofort liegt das neue, 60seitige Programmheft des Waldhauses in vielen öffentlichen Einrichtungen in Freiburg und Umgebung kostenlos zum Mitnehmen aus. Dazu zĂ€hlen das Waldhaus an der Wonnhalde selbst, das BĂŒrgeramt, die Stadtbibliothek und viele Tourist-Informationen.

300 Jahre, nachdem Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz den Begriff der „Nachhaltigkeit“ fĂŒr die Forstwirtschaft geprĂ€gt hat, greift das Waldhaus dieses JubilĂ€um in vielen Programmpunkten auf. So steht die nachhaltige Forstwirtschaft beim Waldtag am 5. Mai (in Kooperation mit ForstBW und dem stĂ€dtischen Forstamt) ebenso im Fokus wie beim zweiten HolzrĂŒcketag am 20. Oktober. Praktische Erfahrungen in der traditionellen Waldarbeit können Interessierte in Kursen wie „HolzrĂŒcken mit dem Pferd“ oder beim „Handholzen“ mit Axt und SchrotsĂ€ge sammeln.

Auf insgesamt zehn SonntagsspaziergĂ€ngen vermitteln Experten Wissen ĂŒber den Artenreichtum des Stadtwaldes im Wandel der Jahreszeiten. Die Reihe „WĂ€lder der Welt“ beschĂ€ftigt sich diesmal mit den WĂ€ldern und der Kultur RumĂ€niens und Chiles.

BewĂ€hrtes wie die Familienbacktage oder die Waldapotheke wird ergĂ€nzt durch die neue Reihe der Sonntagswerkstatt. Hier können Große und Kleine gemeinsam schnitzen, buchbinden, Insektenhotels bauen oder Papier schöpfen und sich anschließend in der CafĂ©teria des Waldhauses stĂ€rken.

Das Ferienprogramm bietet wieder vielen Kindern die Möglichkeit, den Wald von der Wurzel bis zur Krone zu durchforsten und nachhaltig kennen zu lernen. Erheblich erweitert wurde das Angebot an Fachkursen im Bereich NaturpĂ€dagogik und in der GrĂŒnholzwerkstatt, zum Beispiel um einen Bogenbaukurs.

Erstmals bietet das Waldhaus in diesem Jahr auch Exkursionen an. Am 26. April geht es in Kooperation mit dem Studium Generale zur Ausstellung „Waldeslust“ in die Kunstsammlung WĂŒrth nach Erstein und am 11. Mai in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Menzenschwand zur WildapfelblĂŒte.

Neu im Programm sind zwei Wanderungen auf den Schauinsland fĂŒr aktive Seniorinnen und Senioren, die in Zusammenarbeit mit der Schauinslandbahn angeboten werden.

Die neue Ausstellung „Holzzeit“ thematisiert die nachhaltige Nutzung von Wald und Holz mit vielen interaktiven Elementen. Sie wird im November abgelöst durch prĂ€mierte Naturfotoarbeiten der Gesellschaft deutscher Tierfotografen.

Das Waldhaus hat seine Öffnungs- und Sprechzeiten erweitert.Geöffnet ist es ab sofort dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr mit CafĂ©teria. Die Sprechzeiten (unter Tel. 0761-89647710) sind Dienstag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr, Donnerstag und Freitag auch 14 bis 16.30 Uhr. Das Programm steht online unter www.waldhaus-freiburg.de zum Herunterladen bereit.
Mehr
 

Fischerei und Naturschutz – Gemeinsamer Einsatz fĂŒr eine saubere Nordsee
MĂŒll am Ostseestrand Foto: NABU/Andrea Hentschel
 
Fischerei und Naturschutz – Gemeinsamer Einsatz fĂŒr eine saubere Nordsee
Land Niedersachsen und NABU starten Kooperation zu Fishing for Litter.

Oldenburg/Wilhelmshaven/Bremerhaven/Berlin – Das Land Niedersachsen und der NABU engagieren sich zukĂŒnftig gemeinsam gegen die zunehmende VermĂŒllung der Nordsee. In der Initiative „Fishing for Litter“ helfen niedersĂ€chsische Fischer, AbfĂ€lle aus dem Meer zu entfernen und umweltgerecht in den HĂ€fen zu entsorgen. Der NABU schloss hierzu einen Kooperationsvertrag mit dem NLWKN (NiedersĂ€chsischer Landesbetrieb fĂŒr Wasserwirtschaft, KĂŒsten- und Naturschutz). Ebenfalls ProjekttrĂ€ger sind die Nationalparkverwaltung NiedersĂ€chsisches Wattenmeer und das Staatliche Fischereiamt Bremerhaven. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Mit dieser Kooperation kommen wir der Idee eines flĂ€chendeckenden Fishing for Litter-Systems in Deutschland einen großen Schritt nĂ€her“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Im Jahr 2011 startete der NABU das erste Fishing for Litter-Projekt in der Ostsee, inzwischen beteiligen sich Fischer aus drei OstseehĂ€fen (Heiligenhafen, Burgstaaken/Fehmarn und Sassnitz) an der Aktion. Im Sommer 2012 gelang mit dem Hafen Norddeich der Sprung an die deutsche NordseekĂŒste. Der NABU koordiniert dort zukĂŒnftig den Aufbau der Logistik und die Absprache der Projektpartner in den HĂ€fen Greetsiel, Ditzum, Dornumersiel und Neuharlingersiel. Weitere HĂ€fen sollen im kommenden Jahr folgen. Das Projekt wird dabei mit ĂŒber 66.000 Euro durch das NiedersĂ€chsische Umweltministerium gefördert.

Den Fischern werden kostenlos IndustriesĂ€cke zur MĂŒllsammlung an Bord und Container zur Abfallentsorgung in den HĂ€fen zur VerfĂŒgung gestellt. Die gefischten AbfĂ€lle werden nicht einfach entsorgt, sondern in einer speziellen Sortieranlage auf ihre Zusammensetzung und Wiederverwertbarkeit untersucht. So wollen die Projektpartner mehr ĂŒber den MĂŒll in der deutschen Nordsee erfahren. Bisher sind verlĂ€ssliche Daten zur Belastung der deutschen Meeresgebiete durch AbfĂ€lle rar. „Die Erkenntnisse aus dem Projekt können uns helfen, Maßnahmen zum Meeresschutz zu entwickeln. Damit kann das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie leisten“, so Ute Schlautmann vom NLWKN. Begleitet wird das Projekt durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsame Informationsveranstaltungen der Partner.

AbfĂ€lle und insbesondere PlastikmĂŒll sind heute ein großes Problem fĂŒr die Ozeane. GeschĂ€tzte 20.000 Tonnen MĂŒll landen Jahr fĂŒr Jahr allein in der Nordsee. Die ökologischen Folgen fĂŒr die Meeresumwelt sind dramatisch. Seevögel und MeeressĂ€uger ersticken oder verhungern an den AbfĂ€llen. Auch Fische, Muscheln und Kegelrobben sind durch Mikroplastik belastet, mit noch unabsehbaren Folgen fĂŒr das marine Nahrungsnetz. „Schließlich sollten wir als Nationalparkverwaltung alles daran setzen, mögliche Gefahren fĂŒr unsere SchutzgĂŒter im Nationalpark und Weltnaturerbegebiet abzuwenden“, betont Peter SĂŒdbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung NiedersĂ€chsisches Wattenmeer. Zugleich klagen Fischer ĂŒber verunreinigte FĂ€nge sowie kaputte Netze, und die Kommunen mĂŒssen Millionen Euro fĂŒr die Reinigung von StrĂ€nden und KĂŒsten ausgeben. Um dies zukĂŒnftig zu vermeiden, haben das Land Niedersachsen und der NABU der MĂŒllkippe Meer nun gemeinsam den Kampf angesagt.
Mehr
 

Eine Stunde fĂŒr den Schutz der Erde
Am 23. MĂ€rz wird das Licht weltweit fĂŒr eine Stunde ausgeschaltet. © WWF
 
Eine Stunde fĂŒr den Schutz der Erde
Berlin - Es ist die wohl grĂ¶ĂŸte Freiwilligenaktion des Planeten: Am 23. MĂ€rz werden im Rahmen der WWF Earth Hour wieder Millionen Menschen rund um den Globus von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr die Lichter ausschalten und so ein Zeichen fĂŒr mehr Umwelt- und Klimaschutz setzen. Parallel dazu hĂŒllen mehrere Tausend StĂ€dte ihre wichtigsten DenkmĂ€ler in Dunkelheit. In Deutschland, wo die Aktion unter dem Motto „JA zur Energiewende“ steht, haben nach Angaben des WWF Ende Februar bereits ĂŒber 90 StĂ€dte und Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt. Privatpersonen können sich ab sofort unter www.earthhour.wwf.de registrieren und sich mit Neuigkeiten sowie Anregungen fĂŒr ihre persönliche Earth Hour versorgen lassen.

„Das Besondere an Earth Hour ist, dass jeder mitmachen und so ganz einfach fĂŒr mehr Umwelt- und Klimaschutz eintreten kann“, sagt Antje Schuler, Kampagnenreferentin beim WWF Deutschland. „Das gilt speziell fĂŒr die Energiewende in Deutschland. Sie braucht die FĂŒrsprache vieler Menschen, damit die Politik nicht vor den Interessen der Industrie- und Atomlobby einknickt.“ Der Erfolg des Projekts entscheide nicht nur ĂŒber eine umweltvertrĂ€gliche Energieversorgung in Deutschland, sondern sei auch fĂŒr ein weltweites Umdenken von Bedeutung: „Die Welt verfolgt die ‚German Energiewende‘. Wenn wir den Umschwung auf erneuerbare Energien schaffen, werden andere LĂ€nder folgen“, beschreibt Antje Schuler die Wichtigkeit des Projekts.

Die WWF Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum siebten Mal statt. Was 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen Ereignis aus. Ein Jahr spĂ€ter nahmen bereits geschĂ€tzte 50 bis 100 Millionen Menschen in 35 LĂ€ndern teil, um dem Umwelt- und Klimaschutz ihre Stimme zu geben. FĂŒr 2009 wurde anhand registrierter Teilnehmer, Umfragen und des RĂŒckgangs des Energieverbrauchs ermittelt, dass weltweit mehrere hundert Millionen Menschen teilgenommen hatten. Mit Berlin, Hamburg und Bonn waren im selben Jahr erstmals deutsche StĂ€dte bei dem internationalen Event dabei. An der letzten Earth Hour in 2012 nahmen 6.525 StĂ€dte in 150 LĂ€ndern teil. Rund um den Globus gingen die Lichter weltberĂŒhmter GebĂ€ude aus – darunter zum Beispiel der Big Ben in London oder die Christusstatue in Rio de Janeiro.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger