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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
GebĂ€ude-Allianz fordert mehr Engagement fĂŒr energetische Sanierung
„Vier WĂ€nde“ mĂŒssen Teil der Energiewende werden

Berlin – Mehr Einsatz der Bundesregierung fĂŒr die GebĂ€udesanierung und ein Maßnahmenpaket fĂŒr die flĂ€chendeckende energetische Modernisierung in Deutschland – das forderte die GebĂ€ude-Allianz, bestehend aus Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD), Deutschem Mieterbund (DMB), VdZ – Forum fĂŒr Energieeffizienz in der GebĂ€udetechnik und dem NABU, am heutigen Mittwoch im Rahmen der Berliner Energietage. Der GebĂ€udesektor sei das bislang vernachlĂ€ssigte Drittel der Energiewende und mĂŒsse endlich zum festen Bestandteil der Energiepolitik werden, so die VerbĂ€nde. Andernfalls drohe die Energiewende zu scheitern.

Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Gewerkschaften, VerbraucherschĂŒtzern und UmweltverbĂ€nden setzt sich die GebĂ€ude-Allianz dafĂŒr ein, in der kommenden Legislaturperiode ein verbindliches Maßnahmenpaket umzusetzen und die energetische Modernisierung insgesamt stĂ€rker in den Mittelpunkt zu rĂŒcken. Dazu mĂŒssen nach Ansicht der Partner sowohl der Energieverbrauch gesenkt als auch die Energieeffizienz in GebĂ€uden erhöht werden. Wohn- und NichtwohngebĂ€ude mĂŒssen stĂ€rker und gezielter als bislang von den drei SĂ€ulen „Information und Beratung“, „Fördern“ und „Fordern“ adressiert werden. Gleichzeitig riefen sie weitere VerbĂ€nde auf, sich der GebĂ€ude-Allianz anzuschließen.


Dr. Michael Herma, GeschĂ€ftsfĂŒhrer VdZ – Forum fĂŒr Energieeffizienz in der GebĂ€udetechnik:

„Mit der Umsetzung der Energiewende steht Deutschland vor einer der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen seit GrĂŒndung der Bundesrepublik. Noch ist allerdings unklar, wie mit den bisherigen Instrumenten die Ziele der Bundesregierung tatsĂ€chlich erreicht werden können. Der GebĂ€udesektor als vernachlĂ€ssigtes Drittel der Energiewende muss endlich stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken. Zudem hat die fehlende PrioritĂ€tensetzung und VerlĂ€sslichkeit Investoren, HauseigentĂŒmer, Handwerk und Wirtschaft verunsichert. Um VerlĂ€sslichkeit zu schaffen, brauchen wir mehr Transparenz bei der Bewertung von GebĂ€uden. Eine einheitliche Bewertung mit einem optimierten Energieausweis hilft, Investoren und HauseigentĂŒmern die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung fĂŒr ihr Haus zu vermitteln.“


Martin Grocholl, Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland (eaD):

„Um den dringend benötigten Schub in das Thema energetische GebĂ€udesanierung zu bekommen, muss HauseigentĂŒmern und Investoren der Weg vom Altbau zum Effizienzhaus transparent und einfach gemacht werden. HierfĂŒr brauchen wir zum einen eine qualitativ hochwertige und nach bundesweit gĂŒltigen Standards qualitĂ€tsgesicherte Beratung durch geschulte Fachleute. Zum anderen mĂŒssen wir Investoren und HauseigentĂŒmer motivieren, fĂŒr jedes GebĂ€ude individuelle SanierungsfahrplĂ€ne als unabdingbare Planungsgrundlage fĂŒr die energetische Modernisierung zu erkennen. Außerdem brauchen wir eine StĂ€rkung der regionalen Informations- und BeratungstĂ€tigkeit, denn nur vor Ort erreichen wir die Hausbesitzer direkt und effektiv. Es gilt, mit Kampagnen und Netzwerkarbeit BĂŒrgern konkret vor Ort die Vorteile der ‚Energiewende zu Hause‘ aufzuzeigen. DarĂŒber hinaus muss die Politik die Weichen stellen fĂŒr eine zuverlĂ€ssige und dauerhafte Förderung fĂŒr qualitativ hochwertige Beratungsleistungen und Sanierungsmaßnahmen.“


Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor Deutscher Mieterbund (DMB):

„Energieeffizienz ist ein zentraler Begriff fĂŒr die Energiewende und den Klimaschutz. Sie ist gleichzeitig der Garant fĂŒr eine auch in Zukunft bezahlbare Energieversorgung. Dabei geht es nicht nur um Strom und Strompreise. Eine SchlĂŒsselrolle kommt dem GebĂ€udebestand und damit Fragen des Heizenergieverbrauchs und der Warmwasserversorgung zu. Die energetische Modernisierung der WohngebĂ€ude hilft mittelfristig, die Kostenbelastung durch steigende Energiepreise zu bremsen und zu senken. Die durch die Modernisierung jetzt entstehenden Kosten können aber im Mietwohnungsbereich nicht allein von den Mietern getragen werden. Im Ergebnis mĂŒssen diese Kosten gleichmĂ€ĂŸig auf Staat, Vermieter und Mieter aufgeteilt werden. NatĂŒrlich sind dabei die von den Mietern erzielten Energiekostenersparnisse in die Rechnung mit einzubeziehen. Heute mĂŒssen jedoch im Ergebnis die Mieter ĂŒber den elfprozentigen Modernisierungszuschlag die Sanierungskosten allein tragen – selbst dann, wenn die Energiekostenersparnis nur minimal ausfĂ€llt. Das ist ungerecht und muss durch ein System ersetzt werden, bei dem der Grad der Effizienzsteigerung und die Energiekostenersparnis zu entscheidenden Kriterien fĂŒr die Höhe einer Mieterhöhung werden. Mittelfristig muss die so genannte ortsĂŒbliche Vergleichsmiete den energetischen Zustand der Wohnung abbilden.“


Jörg-Andreas KrĂŒger, stellvertretender NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer:

„Die Politik ist fĂŒr die Energiewende im WĂ€rmesektor auf einem Auge blind. Bislang hat sie die Chance vertan, die energetische GebĂ€udesanierung zum grĂ¶ĂŸten Wertschöpfungs- und Werterhaltungsprogramm der Bundesrepublik zu machen und damit zu einem echten Jobmotor fĂŒr die heimische Wirtschaft. Investoren und HauseigentĂŒmer mĂŒssen deshalb, genauso wie StĂ€dte und Gemeinden, motiviert werden, in ihre Immobilie und den ökologischen Umbau zu investieren. Gemeinsam mit unseren BĂŒndnispartnern sprechen wir uns daher auch gegen einen ‚Sanierungszwang‘ aus. Gleichzeitig braucht es aber neue, marktwirtschaftliche Anreize, um zusĂ€tzliche Investitionen zu mobilisieren und kluge Anreize zu setzen. Nur mit zusĂ€tzlichen Anstrengungen und der Neuausrichtung der drei SĂ€ulen ‚Fordern‘, ‚Fördern‘ sowie ‚Information und Beratung‘ werden auch die ‚Vier WĂ€nde‘‚ Teil der Energiewende werden.“
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	 FĂŒr Handelsfluss und Flussnatur
Containerschiff auf der Unterelbe © WWF
 
FĂŒr Handelsfluss und Flussnatur
WWF: Szenario einer Hafenkooperation zeigt Alternative zur Vertiefung von Elbe und Weser

Hamburg/Berlin – Eine Kooperation der HĂ€fen Hamburg und Bremerhaven mit dem JadeWeserPort wĂŒrde den Hafenstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stĂ€rken und eine erneute Vertiefung von Elbe und Weser fĂŒr den Containerverkehr ĂŒberflĂŒssig machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des WWF, die ein entsprechendes Szenario fĂŒr die Zusammenarbeit der norddeutschen ContainerhĂ€fen entwickelt hat. „Eine ernsthafte Kooperation der norddeutschen SeehĂ€fen ist eine ökologisch und wirtschaftlich tragfĂ€hige Alternative zur Vertiefung von Elbe und Weser“, sagt Beatrice Claus, Naturschutzreferentin des WWF. „Wenn die norddeutschen HĂ€fen nicht lĂ€nger um dieselben Containerschiffe konkurrieren, wird der Hafenstandort Deutschland gestĂ€rkt, die Natur an den FlĂŒssen geschĂŒtzt und der Steuerzahler entlastet.“ 750 Millionen Euro wĂŒrden laut Studie bei einem Verzicht auf Vertiefungen von Elbe und Weser frei und könnten zur Sicherung des Hafenstandorts Deutschland u.a. in den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals investiert werden. Der WWF fordert, den Subventionswettlauf zu beenden und durch eine Zusammenarbeit der norddeutschen SeehĂ€fen zu ersetzen.

JadeWeserPort erste Anlaufstelle im Asienverkehr – statt Rotterdam und Antwerpen

Die Studie sieht vor, den JadeWeserPort, konsequent als zentralen deutschen Transshipmenthafen zu profilieren, also als Umschlagplatz von großen auf kleinere Frachtschiffe. Umfangreiche Kosten- und Zeitanalysen zeigen: Die Reihenfolge, in der Containerschiffe aus Asien europĂ€ische HĂ€fen anlaufen, könnte sich verĂ€ndern – zugunsten der deutschen SeehĂ€fen. Statt wie bislang entweder Rotterdam oder Antwerpen zuerst anzulaufen, wĂ€re es wirtschaftlich attraktiv, den JadeWeserPort zum ersten Löschhafen zu machen. Dieser einzige deutsche Tiefwasserhafen kann zudem Schiffe mit 18 Meter Tiefgang abfertigen. Von der Neupositionierung des JWP als Transshipmenthafen wĂŒrden mittelfristig alle deutschen ContainerhĂ€fen profitieren. Teilentladen, und somit leichter, können auch die weltgrĂ¶ĂŸten Containerschiffe mit weniger Tiefgang Elbe und Weser befahren. FĂŒr Europa bestimmte Importcontainer erreichen ihren EmpfĂ€nger bei einer solchen Weiterfahrt schneller ĂŒber Hamburg und Bremerhaven als ĂŒber Rotterdam oder Antwerpen. Ein Feedershuttle zwischen Rotterdam und Hamburg wĂ€re zudem teurer als die Weiterfahrt der teilentladenen Containerriesen nach Hamburg.

Hamburg und Bremerhaven bleiben international bedeutende ContainerhÀfen

Prognosen stellen einen deutlichen Zuwachs des Containerumschlags fĂŒr die nĂ€chsten zwölf Jahre in Aussicht. Obwohl Hamburg und Bremerhaven in dem Szenario das Transshipmentsegment an den JadeWeserPort abgeben wĂŒrden, erwartet die Studie fĂŒr beide HĂ€fen eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Ohne TransshipmentgĂŒter wĂŒrden knappe HafenflĂ€chen frei, so dass Hamburg und Bremerhaven sich verstĂ€rkt auf den Umschlag von Containern konzentrieren können, mit denen eine grĂ¶ĂŸer Wertschöpfung verbunden ist, etwa ĂŒber Distributionsdienstleistungen. „Auch ohne Flussvertiefung blieben Hamburg und Bremerhaven im Kooperationsfall international bedeutende SeehĂ€fen“, so Claus. Durch die Zusammenarbeit mit dem JadeWeserPort können Hamburg und Bremerhaven den zukĂŒnftigen Tiefgangsrestriktionen fĂŒr die weltgrĂ¶ĂŸten Containerschiffe begegnen. Eine Anpassung der Fahrwassertiefen in der Elbe an die stetig fortschreitende SchiffsgrĂ¶ĂŸenentwicklung ist schon heute nicht mehr möglich.

„Die Natur wĂŒrde von einer Kooperation ebenfalls profitieren, denn den FlĂŒssen bliebe ein weiterer Eingriff mit unkalkulierbaren Folgen fĂŒr das Ökosystem erspart“, so WWF-Expertin Claus. „Auch der Konflikt mit europĂ€ischem Naturschutzrecht wĂŒrde aufgelöst.“ Die FlussmĂŒndungen der Elbe und Weser – gleichzeitig die Hafenzufahrten von Hamburg und Bremerhaven – sind auf Grund ihrer hohen ökologischen Bedeutung als europĂ€ische Naturschutzgebiete geschĂŒtzt aber bereits jetzt in einem schlechten ökologischen Zustand.

Zum Hintergrund:

Durch eine Klage der UmweltverbĂ€nde BUND und NABU, mit UnterstĂŒtzung des WWF, wurde die geplante Elbvertiefung gestoppt. Nach EinschĂ€tzung der VerbĂ€nde verstoßen die geplanten Vertiefungen von Weser und Elbe gegen die europĂ€ische Flora-Fauna-Habitat-, europĂ€ische Vogelschutz- und europĂ€ische Wasserrahmenrichtlinie und schĂ€digen die Wattenmeernationalparke in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Gegen die Vertiefung der Weser klagt der BUND. Das Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Leipzig, das auch die Klage gegen die Elbvertiefung behandelt, wird am 15.Mai eröffnet.

Bereits 2000 hatten die LĂ€nder Hamburg, Bremen und Niedersachen einen Kooperationsvertrag unterschrieben und das Ende der Hafenkonkurrenz verkĂŒndet. Sie wollten einen deutschen Tiefwasserhafen - den JadeWeserPort – gemeinsam bauen und betreiben. 2002 stieg Hamburg nach Regierungswechsel wieder aus und beantragte die Elbvertiefung. Der Bau des JWP kostete 650 Millionen Euro. Er ging im Herbst 2012 in Betrieb, seit Monaten herrscht dort Kurzarbeit.
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	 Ende der Überfischung erst in ĂŒber 100 Jahren?
Fliegende Fische ĂŒber Berlin. © David Biene / WWF
 
Ende der Überfischung erst in ĂŒber 100 Jahren?
WWF-Studie analysiert EU-PlÀne zum Aufbau der FischbestÀnde

Wie lange dauert es, bis sich Europas FischbestĂ€nde und Meere von der Überfischung erholen? LĂ€nger als ein Jahrhundert – zumindest wenn es nach den aktuellen PlĂ€nen der Fischereiminister geht, die derzeit ĂŒber eine Reform der Fischereipolitik verhandeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Analyse der ReformplĂ€ne durch den WWF. „Kein Gesetz kann die Überfischung auf einen Schlag beenden, aber in den PlĂ€nen der Minister wird die Erholung der FischbestĂ€nde zum bloßen Nebeneffekt. So braucht man mehr als 100 Jahre um die BestĂ€nde zu sanieren. Dabei sind gesunde BestĂ€nde das Fundament fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Fischerei“, kritisiert Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF. Sie fordert daher, den schnellstmöglichen Wiederaufbau der FischbestĂ€nde mit zeitlicher Zielvorgabe im neuen Gesetz zu verankern.

Zwei von drei FischbestĂ€nden in europĂ€ischen GewĂ€ssern gelten als ĂŒberfischt. Um eine Reform der europĂ€ischen Fischereipolitik, die diese Misere beenden könnte und fĂŒr die nĂ€chsten zehn Jahre gelten soll, wird derzeit in BrĂŒssel hart gerungen. Die Verhandlungen zwischen EU-Parlament und Fischereiministern scheinen so festgefahren, dass auch ein Scheitern der Reform nicht ausgeschlossen werden kann. Gestritten wird ĂŒber Kernelemente des Gesetzespakets wie z.B. Ausnahmeregelungen fĂŒr das neue RĂŒckwurfverbot, das die Verschwendung von Beifang beenden soll, oder die verbindliche VerknĂŒpfung von Subventionszahlungen an die Einhaltung von Fischereigesetzen. Uneinigkeit herrscht auch ĂŒber das zentrale Nachhaltigkeitsziel der Reform. Dabei geht es um die Frage, bis wann die FischbestĂ€nde durch eine reduzierte Fischerei wieder auf eine gesunde GrĂ¶ĂŸe angewachsen dĂŒrfen, damit man sie nachhaltig bewirtschaften kann.

Der Parlamentsvorschlag verfolgt das politische Ziel, zunĂ€chst die BestĂ€nde bis 2020 wieder auf eine gesunde GrĂ¶ĂŸe aufzubauen und die Fischerei dementsprechend zu drosseln. Anschließend sollen die BestĂ€nde mit nachhaltigem Fischereidruck bewirtschaftet werden. BestandsgrĂ¶ĂŸe und Fangmengen wĂŒrden so nach dem Prinzip des „höchstmöglichen Dauerertrags“ (MSY) ausgerichtet. Laut WWF Analyse könnten sich bei Umsetzung des Parlamentsvorschlags innerhalb der nĂ€chsten 10 Jahre drei Viertel der ĂŒberfischten BestĂ€nde erholt haben.

Die Fischereiminister dagegen wollen zwar den Fischereidruck schrittweise reduzieren, schreiben dies aber erst ab 2020 verbindlich vor. „Die Anpassung der Fangmengen bis 2020 zu verschleppen, wĂ€re eine bewusste Entscheidung der Politik die Überfischung fortzufĂŒhren“, so WWF Expertin Nemecky weiter „Mit den PlĂ€nen der Fischereiminister verlieren wir wertvolle Zeit, um stabile FischbestĂ€nde und eine wirtschaftlich tragfĂ€hige Fischerei in Europa wieder herzustellen.“ Derzeit landet die EuropĂ€ische Fischerei nur etwa 60 Prozent der Menge an, die gesunde EU-BestĂ€nde liefern könnten.

Den Grund fĂŒr die stockenden Reformverhandlungen sieht der WWF in sozio-ökonomischen Bedenken einzelner MitgliedslĂ€nder. „Vor allem klassischen Fischereinationen wie Frankreich und Spanien ist offenbar am Erhalt des Status Quo gelegen. Damit wird aber der dringend nötige Kurswechsel fĂŒr eine nachhaltige und zukunftsfĂ€hige Fischerei systematisch ausgebremst“, sagt WWF Expertin Nemecky. „Die Reform hĂ€ngt jetzt am seidenen Faden. Sollte sie scheitern, wird auch der Kampf gegen die Überfischung um Jahrzehnte zurĂŒckgeworfen. Das ist fĂŒr sowohl fĂŒr das empfindliche Ökosystem der Meere wie fĂŒr den Fischereisektor bedrohlich.“

Der WWF fordert deshalb Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf, eine FĂŒhrungsrolle in den aktuellen Verhandlungen beim Fischereiministertreffen am 13.und 14. Mai zu ĂŒbernehmen und sich fĂŒr ein schnellstmögliches Ende der Überfischung und ein Gelingen der Reform einzusetzen.
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Zoo Leipzig: Artenschutz: Mit Emotionen das Bewusstsein schÀrfen
Schimpansen in Pongoland © Zoo Leipzig
 
Zoo Leipzig: Artenschutz: Mit Emotionen das Bewusstsein schÀrfen
Zooexperten und Freilandforscher arbeiten zusammen

Unmittelbar vor dem Filmstart des Disneynature-Films Schimpansen in Deutschland haben Prof. Christophe Boesch, Direktor der Abteilung fĂŒr Primatologie am Max-Planck-Institut fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie und PrĂ€sident der Wild Chimpanzee Foundation, sowie Dr. Jörg Junhold, Zoodirektor und PrĂ€sident des Weltverbandes der Zoos und Aquarien (WAZA), heute auf den akuten Bedrohungsstatus der Menschenaffen aufmerksam gemacht und erklĂ€rt, dass Zooexperten und Freilandforscher gleichermaßen gefordert sind, um das Überleben der Arten zu sichern.

„Wir wissen heute, dass die Einrichtung von Nationalparks mit ParkwĂ€chtern, Ökotourismus und Forschungsprojekte in den betroffenen LĂ€ndern den Schutz der Tiere enorm erhöhen. Um darĂŒber hinaus Aufmerksamkeit und Bewusstsein fĂŒr diese bedeutsame Arbeit zu generieren, mĂŒssen wir auch neue Wege gehen. Einen Naturfilm wie ihn Disney jetzt gedreht hat und in die Kinos bringt, transportiert Emotionen und Wissen“, sagt Prof. Boesch, der seit ĂŒber 30 Jahren die Schimpansen des TaĂŻ-Nationalparks in der ElfenbeinkĂŒste erforscht, die fĂŒr den Film begleitet wurden. Gleichzeitig ist er der GrĂŒnder der Wild Chimpanzee Foundation (WCF), in der der Zoo Leipzig seit 2001 Mitglied ist und den Schutz der Schimpansen im Freiland unterstĂŒtzt.

Zoodirektor Dr. Junhold unterstrich zudem, dass der Zoo Leipzig mit Pongoland eine Menschenaffenanlage habe, die die artgerechte Haltung, erfolgreiches Zuchtengage-ment und wissenschaftliche Forschungsarbeit in einer einzigartigen Symbiose vereint. In seiner Funktion als WAZA-PrĂ€sident betonte er: „Zoos spielen im Artenschutz eine ebenso wichtige Rolle wie Freilandprojekte. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Management nachhaltiger Populationen fĂŒr den Erhalt der Arten. Ein zweiter zielt darauf ab, dass unsere Tiere Botschafter fĂŒr ihre Artgenossen in freier Wildbahn sind. Nur wer die Faszination der Menschenaffen erlebt, wird bereit sein, sie zu schĂŒtzen. Wenn uns das durch unsere Arbeit in Zoos und durch beeindruckende Filme wie Schimpansen, den ich fĂŒr den besten Schimpansenfilm aller Zeiten halte, gelingt, ist ein wichtiger Schritt geschafft.“ Der Weltverband WAZA ist zudem neues Mitglied in der Great Ape Survival Partnership (GRASP) und wird dort kĂŒnftig durch Dr. Junhold vertreten.
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NABU begrĂŒĂŸt Vorschlag der EuropĂ€ischen Kommission fĂŒr „grĂŒne Infrastruktur“
Tschimpke: Schritt in die richtige Richtung

Berlin/BrĂŒssel – Der NABU und sein Dachverband BirdLife International haben die am heutigen Montag von der EuropĂ€ischen Kommission vorgelegten VorschlĂ€ge zur Verbesserung einer „grĂŒnen Infrastruktur“ begrĂŒĂŸt. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Bislang stellen die Schutzgebiete des Netzes Natura 2000 nur kleine Inseln in der ansonsten intensiv genutzten Landschaft dar. Diese wichtigen Gebiete zum Erhalt der Artenvielfalt mĂŒssen besser miteinander vernetzt werden“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Der neue Entwurf der Kommission sieht vor, in vielen Politikbereichen der EU wie der Agrar-, Verkehrs- und Raumplanung Elemente der grĂŒnen Infrastruktur zu verankern.

Im Rahmen der EU-Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt haben sich die Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, den weiteren Verlust an biologischer Vielfalt, also seltene Tier- und Pflanzenarten sowie ihre LebensrĂ€ume, bis zum Jahr 2020 zu stoppen und geschĂ€digte Ökosysteme – so weit möglich – wieder herzustellen. Ein wichtiger Baustein ist die Verbindung von Schutzgebieten durch sogenannte „grĂŒne Infrastruktur“. Dazu können naturnahe GewĂ€sser und ihre Auen ebenso gehören wie Hecken und blĂŒtenreiche Ackerraine, aber auch technische Bauwerke wie WildbrĂŒcken. „GrĂŒne Infrastruktur ist auch ein wichtiger Baustein zur Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel. Von ihr können Menschen, LebensrĂ€ume und bedrohte Arten profitieren“, betonte Tschimpke.

In Deutschland schreibt das Bundesnaturschutzgesetz seit 2002 die Schaffung eines Biotopverbundes auf mindestens zehn Prozent der LandesflĂ€che vor. In den Niederlanden wurden umfangreiche Programme zur „Entschneidung“ (ontsnippering) aufgelegt. Doch die meisten Mitgliedstaaten konzentrieren sich bisher lediglich auf den Schutz und die Pflege bestehender Natura-2000-Gebiete. Im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) wird zudem aktuell ĂŒber die Ausweisung von ökologischen VorrangflĂ€chen auf den landwirtschaftlichen Betrieben verhandelt. WĂ€hrend Ökologen aber bereits seit Jahren mindestens zehn Prozent VorrangflĂ€chen pro Hof fĂŒr erforderlich halten, hatte die Kommission nur sieben Prozent vorgeschlagen, das EuropĂ€ische Parlament und die Agrarminister sogar zunĂ€chst nur fĂŒnf Prozent ab 2015.

„Es liegt jetzt am EuropĂ€ischen Parlament und an den Mitgliedstaaten, ob die VorschlĂ€ge der Kommission in eine verbindliche EU-Strategie mit konkreten Maßnahmen zum besseren Schutz von Mensch und Umwelt umgesetzt und dazu aus den Subventionstöpfen der EU auch ausreichend Mittel zur VerfĂŒgung gestellt werden“, so Tschimpke.
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Ab 2015 entfĂ€llt der „Schienenbonus“ mit höheren LĂ€rmemissionen
Freiburgs OB Dieter Salomon begrĂŒĂŸt Beschluss des Bundesrats:
„Streichung des ‚Schienenbonus’ eröffnet die
Chance, den Ausbau der Rheintalbahn zu einem ökologischen
Musterprojekt werden zu lassen!“

Ab Anfang 2015 wird der so genannte Schienenbonus beim Bau
neuer Bahnstrecken endgĂŒltig der Vergangenheit angehören. Die
seit den 1970er Jahren bestehende Ausnahmeregelung in der
Bundesimmissionsschutzverordnung gestand bisher fĂŒr Bahnstrecken
um 5 Dezibel höhere LÀrmemissionen zu als bei vergleichbaren
Straßen. Inzwischen hat nach dem Bundestag auch
der Bundesrat der Streichung des Schienenbonus zugestimmt.
Zuvor hatten die LĂ€nder gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Bundestagsbeschluss
kĂŒrzere Übergangsfristen beschlossen, weshalb
die GesetzesÀnderung Ende April den Vermittlungsausschuss
passiert hat.

Freiburgs OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon wertet die Streichung
des Schienenbonus als eine große Chance fĂŒr den viergleisigen
Ausbau der Rheintalbahn. „Die betroffenen StĂ€dte und
Gemeinden haben von Anfang an mit den BĂŒrgerinitiativen verlangt,
dass der Schienenbonus in der Ausbauplanung nicht gelten
darf. Jetzt kann der Bau des 3. und 4. Gleises zu einem ökologischen
Modellprojekt werden mit bestmöglichem Schutz fĂŒr
Mensch und Umwelt!“

Im MĂ€rz 2013 hatten im Projektbeirat zur Rheintalbahn das Bundesverkehrsministerium
und die Deutsche Bahn AG zugestimmt,
gegenĂŒber der ursprĂŒnglichen Planung die LĂ€rmschutzmaßnah2
men nachhaltig zu verbessern. Allein fĂŒr die so genannte „GĂŒterumfahrung
Freiburg“ summieren sich die Mehrkosten fĂŒr zusĂ€tzliche
LĂ€rmschutzwĂ€nde und –galerien und weitere Verbesserungen
zum Schutz der Anwohner auf geschÀtzt insgesamt 84
Millionen Euro. Damit sollen fĂŒr die zwei zusĂ€tzlichen Gleise parallel
zur Autobahn A 5 deutlich höhere Standards beim LÀrmschutz
erreicht werden. Weil damit die ursprĂŒnglichen Bahn-
Planungen obsolet sind und neue Planfeststellungsverfahren erforderlich
sein werden, ist die Ausbaustrecke am Oberrhein ab
2015 bereits ohne den Schienenbonus, also mit schÀrferen
Grenzwerten (5 Dezibel weniger als mit Schienenbonus) fĂŒr
LĂ€rmemissionen zu planen.

Dieter Salomon: „Der wirksamste LĂ€rmschutz ist die Vermeidung
von LĂ€rm!“ Deshalb komme es nicht nur auf lĂ€ngere und höhere
LĂ€rmschutzwĂ€nde und Galerien an, wie sie jetzt fĂŒr das 3. und 4.
Gleises zugesagt wurden, sondern auf nachhaltige technische
Verbesserungen vor allem an GĂŒterwaggons. So genannte „FlĂŒsterbremsen“,
moderne Fahrgestelle und RĂ€der aus Verbundstoffen
könnten die RollgerĂ€usche von GĂŒterwaggons gegenĂŒber
herkömmlichen Fahrzeugen auf die HÀlfte reduzieren. Salomon
und BaubĂŒrgermeister Prof. Martin Haag sprechen sich dafĂŒr
aus, mittels gestaffelter Preise die EinfĂŒhrung von lĂ€rmgedĂ€mmten
Fahrzeugen im BahngĂŒterverkehr zu beschleunigen. Martin
Haag: „Die Region unterstĂŒtzt nachdrĂŒcklich den Ausbau der
Rheintalbahn als eines der wichtigsten europÀischen Infrastrukturprojekte.
Jetzt ist die Bahn gefordert nicht nur die Strecke optimal
zu bauen, sondern auch ihre ZĂŒge nachzurĂŒsten und wirksam
etwas fĂŒr besseren LĂ€rmschutz zu tun.“

Der Ausbau der Rheintalbahn mit zwei weiteren Gleisen betrifft
den Stadtkreis Freiburg in zwei Abschnitten. Nördlich von Freiburg
sollen die beiden neuen Gleise abseits der vorhandenen
Strecke östlich parallel zur Autobahn gefĂŒhrt werden und sĂŒdlich
der Stadtgrenze bei Mengen wieder an die vorhandene Strecke
herangefĂŒhrt werden. Der Freiburger Abschnitt soll als „GĂŒterumfahrung“
vor allem dem durchgehenden GĂŒterverkehr vorbehalten,
womit die heutigen durch die Stadt und ĂŒber den Hauptbahnhof
fĂŒhrenden Gleise weitgehend von GĂŒterzĂŒgen freigehalten
werden können. Die neue Linie betrifft mit LÀrmemissionen
vor allem die Stadtteile Hochdorf, Lehen, Landwasser, Tiengen
und Munzingen; darĂŒber hinaus gehen WaldflĂ€chen im Mooswald
verloren.

Die Neubaustrecke ist auch fĂŒr das Konzept der Breisgau-SBahn
2020 von Bedeutung, wenn die S-Bahn-Verbindungen auf
der heutigen Rheintalbahnstrecke verstÀrkt werden. Da sie aber
jetzt bereits durch den Fern- und GĂŒterverkehr die Grenzen ihrer
KapazitÀt erreicht hat, sind zusÀtzliche S-Bahnen auf der Rheintalstrecke
zwischen Freiburg und MĂŒllheim oder in Richtung Nor3
den erst dann möglich, wenn eine Entlastung durch zusÀtzliche
Gleise geschaffen ist.
 
 

	 WWF-Report belegt dramatischen Waldverlust am Mekong
Holzlager © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK
 
WWF-Report belegt dramatischen Waldverlust am Mekong
Wirtschaft, Wilderei und Abholzung bedrohen Artenvielfalt und LebensrÀume

Berlin - Die LĂ€nder entlang des Mekong von Myanmar bis zum Delta in Vietnam, leiden unter massiver Waldvernichtung. Mehr als ein Drittel der noch existierenden WĂ€lder in SĂŒdostasien drohen in den nĂ€chsten 20 Jahren abgeholzt werden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Mekong-Report 2013 des WWF. Die Zerstörung hat dramatische Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen.

Die WWF-Studie zeigt, dass heute noch knapp eine Million Quadratkilometer Wald in SĂŒdostasien erhalten sind. Das entspricht etwa der HĂ€lfte der GesamtflĂ€che der LĂ€nder am Mekong. In den letzten 40 Jahren wurde fast ein Drittel der WĂ€lder vernichtet. Kambodscha, Laos und Myanmar verloren fast ein Viertel ihrer WaldflĂ€chen. In Thailand und Vietnam wurde mit 43 Prozent fast die HĂ€lfte der WĂ€lder abgeholzt. Die grĂ¶ĂŸeren zusammenhĂ€ngenden Waldgebiete in diesen LĂ€ndern gingen zwischen 1973 und 2009 von 70 auf 20 Prozent zurĂŒck. Der WWF befĂŒrchtet, dass die WĂ€lder bis 2030 auf 14 Prozent ihrer ursprĂŒnglichen FlĂ€che schrumpfen werden.

„Die LĂ€nder des Mekong stehen am Scheideweg. Wenn sie jetzt nicht handeln, sind die Folgen Zerstörung der Artenvielfalt und GefĂ€hrdung der Lebensgrundlage von ĂŒber 60 Millionen Menschen, die in den Mekong-LĂ€ndern leben“, warnt WWF-Expertin Kathrin Hebel. Der WWF empfiehlt den Regierungen den Stopp der Abholzung und einen grĂŒnen Wirtschaftskurs. „Nachhaltiges Wachstum kann es nur mit gesunden und produktiven Ökosystemen geben“, so Hebel. „Dabei mĂŒssen die Staaten ĂŒber ihre Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten“.

Eine der grĂ¶ĂŸten Bedrohungen fĂŒr die Artenvielfalt in SĂŒdostasien ist der geplante Xayaburi-Staudamm in Laos. Dieses Megaprojekt wurde jĂŒngst vom WWF im Report „Die sieben SĂŒnden des Staudammbaus“ zu einem der verheerendsten Kraftwerksprojekte der Welt erklĂ€rt. Der Xayaburi-Damm bedroht die Lebenswelt des Mekong bis zum MĂŒndungsdelta in Vietnam und gefĂ€hrdet damit den Lebensunterhalt von Millionen Menschen, die vom Fischfang abhĂ€ngig sind.

Durch den Bau des Staudammes werden 13 einzigartige, miteinander verbundene Flusssysteme auseinander gerissen und ihrer zentralen ökologischen Funktion beraubt. Arten wie der Tiger, der Asiatische Elefant und der Irawadi-Delfin geraten unter massiven Druck. Das Überleben dieser Arten hĂ€ngt mehr denn je von gut ĂŒberwachten, intakten Schutzgebieten ab. Derzeit existieren jedoch viele dieser Schutzgebiete nur auf dem Papier. Sogar in ausgewiesenen Nationalparks und Wildreservaten kommt es immer noch zu Wilderei und illegalem Holzeinschlag. Andere Schutzzonen wurden einfach von den Regierungen verkleinert, um landwirtschaftliche oder Bergbaukonzessionen zu vergeben, die Geld in die Kassen der Staaten spĂŒlen sollen.

Die WWF-Studie zeigt aber auch auf, dass die Mekong Region noch eine Chance hat. Denn die Staaten in SĂŒdostasien verfĂŒgen ĂŒber einen reichen Schatz an natĂŒrlichen Ressourcen. Der Wert dieser Ökosysteme gehört zu den höchsten der Welt. Der WWF fordert daher ein Umdenken und eine nachhaltige Investition in den Erhalt und die Intaktheit von Ökosystemen auf nationaler Ebene der Mekong-LĂ€nder, aber auch ĂŒber die Landesgrenzen hinweg.
 
 

Buchtipp: Christina Mann & Friedhelm Strickler
 
Buchtipp: Christina Mann & Friedhelm Strickler "Aus dem Reich d. wilden KrÀuter"
Heilkunde und Rezepte, Mythologie und Zauber, Standort im Garten

KrĂ€uterwissen – zauberhaft und alltagspraktisch prĂ€sentiert. Heilkraft und Gaumenschmaus, Brauchtum und Gartenzier – seit Jahrhunderten begleiten uns die heimischen WildkrĂ€uter. Neugierig öffnen gerade heute viele Menschen das Tor zum KrĂ€utergarten der Natur und seiner grĂŒnen Apotheke. Mit ihrem Buch »Aus dem Reich der wilden KrĂ€uter«, erschienen im pala-verlag, prĂ€sentieren KrĂ€uterfachfrau Christina Mann und GĂ€rtnermeister Friedhelm Strickler einen ebenso fachlich fundierten wie amĂŒsanten Ratgeber, um den KrĂ€utern zu begegnen.

Lesend wandert der Interessierte durch ein heimisches WildkrĂ€uterparadies. BĂ€rlauch und Knoblauchsrauke, Königskerze und Löwenzahn, Nelkenwurz und Wilde Karde stehen am Wegesrand. In mehr als 70 ausfĂŒhrlichen KrĂ€uterportrĂ€ts spannt die Autorin anschließend den Bogen ĂŒber Botanisches, Inhaltsstoffe, zahlreiche Rezepte fĂŒr KĂŒche und Wohlbefinden, Gesundheit und Heilkunde bis hin zu mythologischen und historischen Facetten der Pflanzen. FĂŒr Gartenliebhaber und alle, die nicht selbst sammeln können, nennt GĂ€rtnermeister Friedhelm Strickler fĂŒr jede Pflanze den geeigneten Standort im Garten und gute Partner im Beet.

Ein Überblick ĂŒber Heilmittel der Phytomedizin, ihre Anwendung sowie Informationen zum Haltbarmachen der gesammelten KrĂ€uterschĂ€tze runden das Buch ab. Das offene Tor ins grĂŒne Reich der Natur heißt alle Besucher herzlich willkommen.

pala-verlag 2013, 240 Seiten, EUR 16,00
ISBN: 978-3-89566-316-1
 
 



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