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Samstag, 24. August 2019
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Verschiedenes

Buchtipp: Christina Mann und F. Strickler
 
Buchtipp: Christina Mann und F. Strickler "Aus dem Reich der wilden Kräuter"
Heilkunde und Rezepte, Mythologie und Zauber, Standort im Garten

Kräuterwissen – zauberhaft und alltagspraktisch präsentiert. Heilkraft und Gaumenschmaus, Brauchtum und Gartenzier – seit Jahrhunderten begleiten uns die heimischen Wildkräuter. Neugierig öffnen gerade heute viele Menschen das Tor zum Kräutergarten der Natur und seiner grünen Apotheke. Mit ihrem Buch »Aus dem Reich der wilden Kräuter«, erschienen im pala-verlag, präsentieren Kräuterfachfrau Christina Mann und Gärtnermeister Friedhelm Strickler einen ebenso fachlich fundierten wie amüsanten Ratgeber, um den Kräutern zu begegnen.
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NABU-Umweltpreis: Die grünsten Einzelhändler Deutschlands gesucht
Tschimpke: Ökologischen Handelskonzepten gehört die Zukunft

Berlin – Ab dem heutigen Freitag können sich bundesweit Lebensmitteleinzelhändler um den NABU-Umweltpreis „Grüner Einkaufskorb 2013“ bewerben. Mit ihm zeichnet der NABU engagierte Lebensmittelmärkte aus, die ein zukunftsweisendes und ökologisches Handelsmodell verfolgen. Ziel des Wettbewerbs ist es, jene Märkte herauszuheben, die mit einem saisonalen, regionalen und umweltfreundlichen Warensortiment Verbrauchern einen ökologischen Einkauf erleichtern.

„Lebensmittelhändler, die sich um ein grünes Geschäftsmodell bemühen, stehen vor besonderen Herausforderungen. Mit der Auszeichnung wollen wir daher umso mehr ihre Anstrengungen ehren und weitere Handelsunternehmen dazu anregen, sich ebenfalls für nachhaltigen Konsum einzusetzen“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Preise werden in den drei Kategorien „Filialen der großen Lebensmittelketten“, „Selbstständige Lebensmittelmärkte“ und „Biolebensmittelmärkte“ vergeben. Zusätzlich wird in diesem Jahr ein Jury-Sonderpreis für umweltfreundliche Entwicklung ausgeschrieben. Mit ihm wird das Engagement von Wettbewerbsteilnehmern aus den Vorjahren gewürdigt, die sich besonders stark für einen Wandel hin zu einem grünen Geschäftsmodell eingesetzt haben.

„Um Verbraucherinnen und Verbraucher auf umweltfreundliche Produkte aufmerksam zu machen, sind vor allem die Auswahl und Präsentation der Produkte und die Kommunikation mit dem Kunden entscheidend. Dank Informationen über Umweltsiegel, umweltfreundliche Getränkeverpackungen oder saisonale Produkte fallen den Konsumenten grüne Kaufentscheidungen leichter. Die Händler haben damit einen großen Einfluss darauf, ob Kunden ökologisch einkaufen“, so NABU-Umweltexperte Sascha Roth.

Der ausgefüllte Teilnahmebogen kann bis zum 9. September 2013 beim NABU eingereicht werden. Über die Sieger entscheidet eine Jury aus Einzelhandels- und Umweltexperten sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Den Gewinnern des Wettbewerbs wird am 25. November 2013 in festlichem Rahmen mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der „Grüne Einkaufskorb 2013“ verliehen. Den ausgezeichneten Märkten winkt als Hauptpreis nicht nur der ansehnliche Award, sondern auch ein unvergessliches Kochevent im eigenen Markt.
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Buchsbaumzünsler: Bekämpfen oder verzichten?
Befallener Buchs in Freiburg / Foto: Daniel Jäger
 
Buchsbaumzünsler: Bekämpfen oder verzichten?
Auch im Jahr 2013 fallen immer mehr Buchsbäume in südbadischen Gärten dem Buchsbaumzünsler zum Opfer. Der Buchsbaumzünsler, ein ostasiatischer Kleinschmetterling aus der Familie der Crambidae, wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt und er verbreitet sich auch in Deutschland immer schneller. Die Bekämpfung in den Gärten wird häufig mit sehr umwelt- und bienenschädlichen Giften durchgeführt. Aus diesem Grund haben wir einige erste Informationen zu diesem wichtigen, aktuellen Garten- und Umweltthema zusammen getragen.

BuchsbaumzĂĽnsler! Was tun?

- Keine Gifte, insbesondere keine bienengefährlichen, synthetischen Gifte im Hausgarten
- Absammeln der Raupen (Sehr mĂĽhsam und nur bei geringem Befall effizient)
- Absaugen mit starkem Staubsauger, oder auswaschen mit starkem Wasserstrahl. (Diese Methode ist nicht unumstritten, da auch Nützlinge und andere Tiere betroffen sein können.)
- Abgelesene Raupen nie auf den Kompost, sondern in einer festen TĂĽte in den HausmĂĽll.
- Nistkästen aufhängen. Noch kennen viele Vogelarten die "neu eingewanderte" Nahrungsquelle nicht. Es gibt aber erste Hinweise, dass manche Vögel die Raupen fressen.
- Die Raupen können auch erfolgreich mit "biologische Insektiziden" wie Bacillus thuringiensis oder Neem-Präparaten behandelt werden. Genau die Gebrauchsanleitung beachten!
- Der letzte Tipp fällt uns am schwersten: Da eine einmalige Bekämpfung nicht ausreicht, stehen wir alle vor der Frage ob wir wirklich jedes Jahr die oben aufgeführten mühsamen Maßnahmen durchführen wollen und können. Diese Frage stellt sich auch für die Menschen die noch auf Gift im Garten setzen. Vielleicht müssen wir auch auf den Buchsbaum, diesen Teil unserer Gartengeschichte und das Prunkstück nicht nur der Bauerngärten, verzichten und auf andere Pflanzen oder langfristig (hoffentlich) auf resistente Sorten ausweichen. Der menschengemachte Klimawandel wird uns in Zukunft immer wieder vor solche schwierigen Entscheidungen stellen. Beim Buchsbaum trifft uns dies nur härter als bei den vielen anderen Pflanzen- und Tierarten, die durch unser Zutun täglich weltweit still und unbemerkt verschwinden.
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Von Schnitzwerk bis Staudenhalter: Die Veranstaltungen im Waldhaus im Juni
Schnitzwerke / Foto: Waldhaus Freiburg
 
Von Schnitzwerk bis Staudenhalter: Die Veranstaltungen im Waldhaus im Juni
Sonntag, 9. Juni, 14 bis 18 Uhr – Anmeldeschluss: 29. Mai
Sonntagswerkstatt: Schnitzkurs mit Järmo Stablo
Die Teilnehmenden lernen in der gemütlichen Atmosphäre der
Holzwerkstatt die Grundtechniken des Schnitzens und fertigen in
Anlehnung an die "Bruchtestmännchen" des Referenten Järmo
Stablo nach eigenen Ideen eine kleine Holzskulptur. Beitrag: 20 Euro
inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Donnerstag, 13. Juni, 9 bis 17 Uhr
Der Wald ist ein Haus mit vielen Tieren
Tiere im Wald, das sind viel mehr als Reh, Wildschwein oder Fuchs.
Der Wald bietet eine unglaubliche FĂĽlle von Lebewesen, die es zu
entdecken gilt. Lassen Sie sich am Waldhaus von der Artenvielfalt
und Lebendigkeit interessanter Kleintiere begeistern und erfahren Sie
spielerisch und unterhaltsam, welche Rolle sie in diesem Ă–kosystem
spielen. Diese Fortbildung der Landesforstverwaltung fĂĽr Erzieher,
Lehrer, Forstbeamte und alle Interessierten leiten Anja GlĂĽckstein,
Erzieherin und Waldpädagogin, und Arne Glückstein, Förster und
Erlebnispädagoge. Anmeldung über das Forstliche Bildungszentrum
Karlsruhe, Tel. 0721/926 3391. Teilnahmebeitrag: 50 Euro.

Samstag, 15. Juni, 13 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 7. Juni
Staudenhalter fĂĽr Ihren Garten selbstgemacht
In diesem Workshop mit Johann-Georg Beck, Schreinermeister und
Technischer Lehrer entdecken Teilnehmende ihr handwerkliches
Talent und stellen am Schneidesel in der GrĂĽnholzwerkstatt im
Waldhaus mit dem Ziehmesser aus frischem Eichen- oder
Kastanienholz mehrere Staudenhalter fĂĽr ihren Garten her.
Teilnahmebeitrag: 27 Euro inkl. Holz, zzgl. sonstiges Material. Kinder
ab 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Sonntag, 16. Juni, 14 bis 18 Uhr – Anmeldeschluss: 7. Juni
Grundausbildung Holzschnitzen fĂĽr Erwachsene und Kinder
Messer ĂĽben auch auf Kinder eine groĂźe Anziehungskraft aus. In
diesem Kurs mit Markus Stickling in der GrĂĽnholzwerkstatt im
Waldhaus lernen Kinder und Erwachsene gemeinsam den Gebrauch
von Taschen- und Schnitzmessern von Grund auf. Manchmal
braucht man nur einen Ast und ein Messer, um mit wenigen
Handgriffen einen Wanderstock, einen selbstgefertigten Knopf fĂĽr die
Lieblingsjacke oder eine ganz individuelle Spielfigur zu fertigen. Das
Kennenlernen verschiedener Holzarten, Werkzeuge und Techniken
fördert Motorik, Fantasie, Ausdauer, Zufriedenheit und damit das
Selbstbewusstsein. Erwachsene 20 Euro inkl. Material, Kinder ab 8
Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 10 Euro.

Sonntag, 16. Juni, 14 bis 15:30 Uhr – ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Die Erfindung der Nachhaltigkeit
Das Prinzip der Nachhaltigkeit, das heute in aller Munde ist, wurde
im Wald „erfunden“ und hat dort zumindest in Mitteleuropa schon
eine lange Tradition. Was waren damals die Voraussetzungen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fĂĽr diesen
Entwicklungsschritt? Was können wir für die aktuelle Diskussion
daraus lernen? Auf einem Waldspaziergang ab Waldhaus stellt
Diplom-Forstwirtin Franziska Breyer die unterschiedlichen Aspekte
der Nachhaltigkeit im Wald vor. Teilnahmebeitrag: 3 Euro.

Samstag, 22. Juni, 10 bis 14 Uhr – Anmeldeschluss: 13. Juni
Wanderung: Von Kohlplätzen und Weidbuchen
Auf der Waldhaus-Entdeckungstour fĂĽr aktive Seniorinnen und
Senioren mit WanderfĂĽhrerin Veronika Sumser erfahren
Teilnehmende, wie der Bergbau Freiburg reich gemacht, dabei aber
fast seinen gesamten Bergwald verschlungen hat; wie sich der
Schauinsland im Laufe der Jahrhunderte verändert hat; und wie die
Menschen hier gelebt, gearbeitet und die Kulturlandschaft geprägt
haben. Wir lernen, was „Hinterwälder“, „Weidbuchen“ und
„Fraßkanten“ sind und wie eng Bergbau, Forstwirtschaft und
Nachhaltigkeit zusammenhängen. Unterwegs werden jahreszeitlich
typische Pflanzen dieser Bergwelt bestimmt. Es sind ausreichend
Pausen eingeplant, um den weiten Ausblick und die Natur- und
Landschaftsschönheiten zu genießen. Teilnahmebeitrag: 25 Euro
inkl. Berg- u. Talfahrt. Treffpunkt und Start an der Schauinslandbahn.

Sonntag, 23. Juni, 14 bis 18 Uhr – Anmeldeschluss: 14. Juni
Sonntagswerkstatt: Insektenhotels bauen
Viele Insekten sind für den Menschen nützlich: sie bestäuben Blüten
oder fressen Schädlinge im Garten. Häufig fehlen den Wildbienen
und anderen „Nützlingen“ aber geeignete Stellen für die Eiablage.
Aus Naturmaterialien wie Baumscheiben und Schilfrohr können
Erwachsene und Kinder in der Holzwerkstatt im Waldhaus mit
Markus Stickling, Diplom-Biologe und Naturpädagoge, komfortable
UnterkĂĽnfte fĂĽr den eigenen Balkon oder Garten bauen.
Teilnahmebeitrag: Kinder ab 6 Jahren 10 Euro, Erwachsene 15 Euro.

Dienstag, 25. Juni, 9 bis 17 Uhr – Anmeldeschluss: 5. Juni
Grünholzwerkstatt: „Aus welchem Holz bin ich geschnitzt?“
Ein Oasentag für Betriebs- und Personalräte im Waldhaus. Der Alltag
im Betriebs- und Personalrat ist oft mit viel Arbeit und Belastung
verbunden. Um da kraftvoll zu bleiben, sind Momente der
Regenerierung notwendig. Ausgehend von einem Baumstamm
fertigen Teilnehmende in der GrĂĽnholzwerkstatt im Waldhaus mit
dem Ziehmesser auf dem Schneidesel eine Rätsche an, damit sie
künftig nicht mehr überhört werden können. Der Referent Franz-
Josef Huber ist Erzieher, Schreinermeister und Technischer Lehrer.
Anmeldung ĂĽber arbeitnehmerseelsorge-kab@kath-region-fr.de.

Sonntag, 30. Juni, 14 bis 18 Uhr – Anmeldeschluss: 21. Juni
Familienbacktag: Fladenbrot und Buttermesser
An diesem Familienbacktag mit der Ökopädagogin Gudrun
Janoschka wird im Lehmofen am Waldhaus Fladenbrot gebacken
und aus frischem Holz ein Buttermesser geschnitzt. Taschenmesser
nicht vergessen! Teilnahmebeitrag inkl. Mahlzeit: Kinder ab 6 Jahren
9 Euro, Erwachsene 12 Euro, Familien zahlen maximal 25 Euro.

Sonntag, 30. Juni, 14 bis 15:30 Uhr – ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: „Exoten“ mal anders betrachtet
Viele jener Bäume, die uns heute auf den ersten Blick exotisch
erscheinen, stellen sich unter erdgeschichtlicher Betrachtung als
„alte“ Bekannte der heimischen Vegetation heraus. In dieser Führung
vom Waldhaus zum Stadtwaldarboretum GĂĽnterstal stellt Christopher
Traiser, Biologe, Paläontologe und Geowissenschaftler ausgewählte
Baum-Exoten unter diesem Aspekt vor. Teilnahmebeitrag: 3 Euro.

Das Waldhaus mit Ausstellungsraum und Shop ist dienstags bis
freitags von 10 bis 17 Uhr, das Waldhaus-Café sonntags von 14 bis
17 Uhr geöffnet. Nähere Informationen zu den Vorträgen, Angeboten
und dem Familienprogramm gibt es unter Tel. 0761/8964 7710 oder
auf der Homepage www.waldhaus-freiburg.de.
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NABU ist offizieller Partner der Bundesgartenschau 2015
Havel bei Parey / Foto: NABU / Helge May
 
NABU ist offizieller Partner der Bundesgartenschau 2015
Untere Havel soll als ökologisches Rückgrat der Region Naturtourismus ankurbeln

Havelberg/Berlin – Der NABU ist ab sofort offizieller Partner der in zwei Jahren beginnenden Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion. Unter dem Motto „Von Dom zu Dom – das Blaue Band der Havel“ möchte der Zweckverband der BUGA 2015 das derzeit größte Flussrenaturierungsprojekt in Europa, das vom NABU koordiniert wird, in die Öffentlichkeit rücken. Erstmals ist damit ein Fluss Teil einer Bundesgartenschau. Die BUGA findet auf 90 Kilometern entlang der Havel statt und ist deshalb eng mit dem Landschaftsraum verbunden. NABU und BUGA-Zweckverband betonten die Einzigartigkeit, die sich aus der Verbindung zwischen konventioneller Schau und Flussrenaturierung ergibt.

„Zur BUGA werden wir wahrscheinlich ein Phänomen erleben: Unsere Gäste werden sowohl die gestalteten Parks als auch die naturnahe Havelregion genießen. Im Grunde handelt es sich um eine 90 Kilometer lange Gartenschau, in der ursprüngliche Landschaft, eine artenreiche Tierwelt und die eigentlichen Gartenschau-Parks in den fünf BUGA-Kommunen miteinander verschmelzen“, sagte Erhard Skupch, Geschäftsführer des BUGA-Zweckverbandes bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am Donnerstag in Havelberg.

„Wir freuen uns sehr, dass die bisher umfangreichste Bundesgartenschau und das größte Flussrenaturierungsprojekt Europas sich vereinen. In den kommenden Jahren werden auf insgesamt 100 Flusskilometern Altarme angeschlossen und Ufer wieder naturnah gestaltet. Mehr als 1.100 bedrohte und geschützte Arten finden in dieser besonderen Fluss- und Auenlandschaft wichtige Rückzugsorte. Dazu wollen wir Infopunkte an allen fünf Standorten, Veranstaltungen auf dem Wasser und Besuche der Renaturierungsarbeiten anbieten“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

NABU und BUGA-Zweckverband wollen mit der Zusammenarbeit einen sanften Tourismus ankurbeln. „Davon profitieren sowohl die stressgeplagten Großstadtmenschen wie auch die Natur selbst. Die vielfältigen Lebensbereiche der Havelregion sollen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfältigkeit wahrgenommen werden – das Wissen um sie kann sie schützen und letztlich erhalten“, so Skupch. Von der Renaturierung profitiere auch die gesamte Region, da neben dem Gewässer- und Artenschutz auch Naturtouristen angelockt werden, so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller. „Im Rahmen der BUGA 2015 wird sich die Untere Havel als ökologisches Rückgrat einer lebendigen und vielfältigen Region präsentieren können – für die Natur und die Menschen. Die Havel wird wieder ein lebendiger Fluss, der aber genutzt und erlebt werden kann.“
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Ausbau Rad-Vorrang-Route GĂĽterbahn: Direkte Verbindung am Unteren MĂĽhlenweg
Erstes Paket mit sechs Bausteinen abgeschlossen - Radnetz wird 2013/14 mit rund drei Millionen Euro weiter ausgebaut

Heute kann BaubĂĽrgermeister Martin Haag den Durchstich unter
dem Damm des Unteren MĂĽhlenwegs in Weingarten und die
daneben liegende BrĂĽcke ĂĽber den Haslacher Dorfbach fĂĽr den FuĂźund
Radverkehr freigeben. „Damit haben wir das erste Paket von
sechs Bausteinen des Rad-Vorrang-Netzes in Rekordzeit umgesetzt.
Mit dem Durchstich am Unteren MĂĽhlenweg und dem Steg ĂĽber die
Ferdinand-WeiĂź-StraĂźe ist der GĂĽterbahnradweg einen groĂźen
Schritt voran gekommen. Von St. Georgen bis zur Uniklinik kann man
hier nun besonders komfortabel und zügig Rad fahren“, freut sich
BaubĂĽrgermeister Martin Haag.

Bislang standen Radfahrende auf dem GĂĽterbahnradweg in
Weingarten am Ende der Krozinger StraĂźe vor einem Bach und
einem hohen Damm. Wollten sie auf die andere Seite in die
BadenweilerstraĂźe, dann mussten sie bislang einen rund 250 Meter
langen Umweg und mehrere, teilweise sehr spitzwinklige Kurven
fahren.

KĂĽnftig geht es hier direkt und nur noch 40 Meter lang geradeaus.
Ăśber den Haslacher Dorfbach wurde unter FederfĂĽhrung des Gartenund
Tiefbauamts (GuT) ein fĂĽnf Meter breiter und neun Meter langer
Stahlbetonsteg gebaut. Durch den Damm des Unteren
MĂĽhlenweges, der hier die GĂĽterbahnstrecke ĂĽberquert, fĂĽhrt nun ein
elf Meter langes, fĂĽnf Meter breites und 3,6 Meter hohes Durchlass-
Bauwerk mit ausreichend Platz fĂĽr den FuĂź- und Radverkehr. Die
Kosten für Planung und Bau betrugen rund 630.000 Euro, die Hälfte
der Baukosten trägt das Land Baden-Württemberg.

Nach der Förderzusage des Landes im letzten August und nachdem
der Gemeinderat die restlichen finanziellen Mittel im September
bewilligte, konnte das GuT mit den Planungen beginnen. Baubeginn
war bereits im November 2012, im Januar wurde das Betonfertigteil
fĂĽr den Steg eingehoben. Im April war das Durchlassbauwerk fertig,
anschlieĂźend begannen die restlichen StraĂźenarbeiten. Auf den
anschlieĂźenden Wegen wurden einige Kurven fĂĽr eine komfortable
Fahrweise optimiert, Bordsteine abgesenkt und die bestehende
Treppe neben dem Durchlass neu aufgebaut.

Der Durchstich ist ein Teil der Rad-Vorrang-Route GĂĽterbahn, die
direkt und mit nur wenigen Kreuzungen entlang der GĂĽterbahnlinie in
Nord-Südrichtung durch Freiburg verläuft. Der Durchstich stand
bereits seit vielen Jahren auf der Agenda der Stadt, musste aber
wegen der hohen Investitionskosten immer wieder zurĂĽckgestellt
werden.

Mit der Fertigstellung des Durchstichs am Unteren MĂĽhlenweg ist
nun das erste Paket von sechs einzelnen Bausteinen abgeschlossen.
Die sechs Projekte der Rad-Vorrang-Routen haben zusammen rund
1,8 Millionen Euro gekostet. Am GĂĽterbahnradweg hatte
Verkehrsminister Hermann im März diesen Jahres den Steg über die
Ferdinand-Weiß-Straße eröffnet. Die Deutsche Bahn hatte an der
östlichen Seite der Güterbahnbrücke über die Dreisam den Geh- und
Radweg erneuert und dabei das Geländer erhöht. An der anderen
Pilotroute, dem Dreisamuferradweg, wurde im August 2012 die
Rampe zur Haslacher StraĂźe ebenfalls durch Verkehrsminister
Hermann eröffnet, im November 2012 wurde die Rampe zur
SchnewlinbrĂĽcke fertig gestellt. Im April 2013 wurde an der
Sandfangwiese ein neuer Fußweg eröffnet, der bisherige Geh- und
Radweg ist nun nur noch fĂĽr den Radverkehr da.

Mit den Rad-Vorrang-Routen soll der Anteil des Radverkehrs auf
über 30 Prozent gesteigert und die Unfälle mit Radbeteiligung
gesenkt werden. Derzeit werden in Freiburg rund 28 Prozent aller
Wege mit dem Rad zurück gelegt, das heißt täglich benutzt fast ein
Viertel der Freiburgerinnen und Freiburger, also rund 70.000
Personen, das Rad. Das Radkonzept 2020 mit diesen beiden Zielen
hatte der Gemeinderat im April beschlossen. FĂĽr den weiteren
Ausbau der drei Rad-Pilotrouten - Dreisam, GĂĽterbahn sowie
Zähringen-Stühlinger-Vauban - stehen dieses und nächstes Jahr
ĂĽber drei Millionen Euro von Stadt und Land zur VerfĂĽgung.
 
 

2032 - Verchipt und Zugedreht!
Foto: Ă–kostation Freiburg
 
2032 - Verchipt und Zugedreht!
Eine Theaterproduktion mit Jugendlichen zum Thema Zukunft

Freiburg im Jahr 2032: Das Leben ist gut! Ein Lernchip im Gehirn macht es möglich, den Beruf innerhalb einer Woche zu wechseln. Toll, weil der alte Beruf weggesteuert wurde! Sie hat gerade eine klasse 1,2 Kubikmeter große Wohnung ergattert und Er hat echt Chancen, mit zwei Synthistinnen eine Symbiose zu starten. Bloß - warum kommt plötzlich kein Wasser mehr aus dem Hahn?

Wo steht unsere Gesellschaft in 2032 - 40 Jahre nach der Konferenz von Rio? Wie sieht es mit der Umwelt, mit der Freiheit, mit dem nachhaltigen Leben aus? Sind unsere Träume wahr geworden? Oder eher unsere Alpträume?

Sieben Monate lang haben Franziska Braegger und Len Shirts vom Theater R.A.B. eine Gruppe Jugendlicher bei einem inszenatorischen Prozess begleitet, in dem die Jugendlichen ihre Gedanken, Wünsche, Befürchtungen und Forderungen an die Zukunft zum Ausdruck bringen. Daraus entstand in Kooperation mit der Ökostation eine Theaterproduktion, die jetzt aufgeführt wird. Die Aufführungen sind am Mittwoch 5. und Donnerstag 6. Juni jeweils um 19 Uhr in der Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 B. (Weitere Aufführungen am Mittwoch 19. und Donnerstag 20. Juni um 19 Uhr). Der Eintritt beträgt 5,- Euro. Kartenreservierung unter Tel. 0761 / 29 27 941 (Theater R.A.B.) oder 0761 / 892333 (Ökostation Freiburg) oder online www.oekostation.de.

Die Produktion ist gefördert durch das Kulturamt Freiburg und den Landesverband Freier Theater aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung u. Kunst.
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Unverbesserlicher Abholzer
Abholzung in Indonesien auf der Insel Sumatra © Fletcher Baylis / WWF Indonesia
 
Unverbesserlicher Abholzer
APP bricht Versprechen und lässt weiter tropische Naturwälder abholzen

Pekanbaru, Sumatra/Berlin - Der Papier- und Zellstoffproduzent Asia Pulp and Paper (APP) holzt ungeachtet anders lautender Versprechen weiterhin tropische Primärwälder in Indonesien ab. Das hat ein Report von „Eyes on the Forest“ ergeben, einer Allianz mehrerer Umweltorganisationen, der unter anderem der WWF angehört. Erst im Februar dieses Jahres hatte APP – einer der weltgrößten Papierproduzenten – ein Moratorium verkündet und zugesichert, mit sofortiger Wirkung keine Naturwälder mehr zu roden. Foto- und Videoaufnahmen der Umweltschützer zeigten nun jedoch, dass der Konzern sein Versprechen gebrochen habe und in der Provinz Riau auf Sumatra wichtige Habitate des seltenen Sumatra-Tigers zerstöre.

„Während APP mit seinem vorgetäuschten Umweltengagement weltweit auf Kundenfang geht, werden auf Sumatra die letzten Naturwälder gerodet“, sagte Susanne Gotthardt, Indonesienreferentin beim WWF Deutschland. „Wir müssen erneut sehen, dass Versprechen von APP absolut wertlos sind. Anderen Unternehmen können wir nur raten, Distanz zu halten. Wer sich nicht mitschuldig machen will an unvorstellbaren Umweltzerstörungen, sollte keine Geschäftsbeziehungen mit APP eingehen.“

Seit 1984 hat APP in Indonesien mehr als zwei Millionen Hektar Tropenwald gerodet – ein Großteil davon in der Provinz Riau auf Sumatra. Die Provinz zählt zu den am meisten ausgebeuteten Waldregionen der Erde. Schätzungen zufolge geht rund ein Viertel der gesamten dortigen Entwaldung auf das Konto von APP. Durch die Abholzung werden riesige Mengen Kohlenstoff freigesetzt, wodurch der weltweite Klimawandel angeheizt wird. Gleichzeitig bedeutet die Waldzerstörung eine große Bedrohung für die Artenvielfalt: Tiger, Orang-Utans und Elefanten sind mittlerweile auf Sumatra vom Aussterben bedroht.
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369 370 371 372 373 


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