oekoplus - Freiburg
Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Projekt "Kraftwerk Wiehre - Strom und WĂ€rme vor Ort"
FĂŒhrung in Mehrfamilienhaus mit Mini-BHKW am Samstag, 27. April, um 13.30 Uhr und um 14.20 Uhr Anmeldung notwendig bis zum 26. April.

Am Samstag, 27. April, findet um 13.30 und 14.20 Uhr
jeweils eine FĂŒhrung in einem Mehrfamilienhaus mit einem
Mini-BHKW in der Wiehre statt.
Interessierte sollten sich bitte bis zum 26. April bei
ecotrinova@web.de oder telefonisch bis 13 Uhr unter
2168730 anmelden. Bei der Anmeldung wird der genaue Ort
der FĂŒhrung mitgeteilt.
Informationen zum stĂ€dtischen Projekt „Kraftwerk Wiehre“ gibt
es unter www.freiburg.de/kraftwerkwiehre. Oder bei der
Hotline unter der Telefonnummer: 0761/7671644.
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Nachhaltig und naschfertig
Freiburg begibt sich mit neuer "Stadtschokoloade" auf den Weg zur "Fair-Trade-Town"

Veranstaltung mit OB Salomon und BĂŒrgermeister von Kirchbach am Freitag, 26. April, ab 17 Uhr im Innenhof des Rathauses

Am Freitag, 26. April, steigt von 17 bis 19.30 Uhr im Innenhof des
Rathauses und im Ratssaal eine „Naschparty“ der besonderen Art.
Sie heißt „Freiburg auf dem Weg zur Fair Trade Town“ und will ĂŒber
fairen Handel, Entwicklungszusammenarbeit und die örtlichen Welt-
LĂ€den informieren. Beim Kaffee-Parcours und in der Schoko-
Werkstatt können Besucherinnen und Besucher ihre Kenntnisse ĂŒber
zwei Produkte auffrischen, die in der ein oder anderen Form bei Jung
und Alt zu einem gelungenen Tag einfach dazugehören.

Zudem wird Susan Reiner vom Regenwaldinstitut ĂŒber tropische
RegenwĂ€lder und die Herstellung der „nachhaltigsten Schokolade
der Welt“ berichten. FĂŒr die „Freiburger Stadtschokolade“ werden
nĂ€mlich nur die FrĂŒchte wildwachsender KakaobĂ€ume genutzt, und
zwar ausschließlich aus jenem Amazonasgebiet in Brasilien, in dem
der Regenwald noch in Ordnung ist. Die erste Verarbeitungsstufe
des Kakaos findet vor Ort statt, die indigenen ArbeitskrÀfte erhalten
gegenĂŒber Arbeitern auf herkömmlichen Monokultur-Plantagen den
drei- bis sechsfachen Lohn, das fertige Produkt wird zum fairen Preis
nur in den Freiburger WeltlÀden in Littenweiler, Herdern und der
Gerberau sowie in der Tourist-Info am Rathausplatz verkauft.

OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon wird im Rahmen dieser Fair-
Trade-Veranstaltung von 18 Uhr an im Ratssaal die Möglichkeiten
Freiburgs bei den Themen Entwicklungszusammenarbeit und fairer
Handel erlĂ€utern. Zuvor wirkt SozialbĂŒrgermeister Ulrich von
Kirchbach im Innenhof des Rathauses bei der Herstellung von
Schokolade mit und ĂŒberreicht die Preise der Aktion „Verkosten und
Bewerten“. Bei dieser Aktion konnte die Stadtschokolade gekostet
und nach Geschmacksrichtungen bewertet werden. Claudia BrĂŒck
vom Verein TransFair wird die Entscheidung der Jury ĂŒber die
Bewerbung Freiburgs als „Fair-Trade-Town“ bekannt geben. Im
Herbst 2012 hatte sich der Gemeinderat fĂŒr diese Bewerbung
ausgesprochen.

Das blau-grĂŒne „Fairtrade“-GĂŒtesiegel wird seit 2009 vom
gemeinnĂŒtzigen Verein Transfair vergeben. Inzwischen schmĂŒcken
sich in Deutschland 140 solcher „StĂ€dte des fairen Handels“ damit,
aus Freiburger Sicht am nÀchsten liegen dabei Freudenstadt, Bad
Herrenalb, Balingen und Meckenbeuren. Aber auch in
Großbritannien, Australien und 22 weiteren Staaten ist das Siegel
„Fair-Trade-Town“ eine begehrte Auszeichnung.

Mit der Umsetzung dieser Bewerbung hat der Gemeinderat das
Agenda 21-BĂŒro Freiburg beauftragt. Seither koordiniert eine
Steuerungsgruppe, der BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach vorsitzt,
die entsprechenden BemĂŒhungen engagierter BĂŒrgerinnen und
BĂŒrgern, der WeltlĂ€den und des Eine-Welt-Forums. Mit einer
eindrucksvollen Palette hat sich Freiburg Ende Dezember 2012 um
die Auszeichnung als „Fair Trade Town“ beworben. Dazu zĂ€hlen
ĂŒber 70 EinzelhandelsgeschĂ€fte, die mindestens zwei fair gehandelte
Produkte fĂŒhren, rund 30 CafĂ©s, Mensen und Kantinen, die „faire
Produkte“ ausschenken, 11 Schulen sowie zahlreiche Vereine und
Kirchengemeinden, die fair gehandelte Produkte anbieten und
konsumieren. Weitere Informationen stehen auf www.agenda21-
freiburg.de.
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Erfolg im Kampf gegen Gen-Pflanzen
Bildquelle: umweltinstitut.org
 
Erfolg im Kampf gegen Gen-Pflanzen
Beharrlichkeit und ein langer Atem zahlen sich aus! Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um Gentechnik-Freilandversuche von ZuckerrĂŒben bis Weizen wird es in Deutschland 2013 aller Voraussicht nach keine Freisetzungen genmanipulierter Pflanzen geben. Nun gilt es, die anderen LĂ€nder zu ĂŒberzeugen und den Import genmanipulierter Lebens- und Futtermittel zu verhindern.
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Morgendliche Überraschung in Pongoland
Bonobosnachwuchs im Pongoland / Foto: Zoo Leipzig
 
Morgendliche Überraschung in Pongoland
Bonobodame Lexi brachte am 18. April ein mÀnnliches Jungtier zur Welt

Das 13-jĂ€hrige Bonoboweibchen Lexi (seit 2012 im Zoo Leipzig) brachte am 18. April in den Morgenstunden ihren ersten Nachwuchs zur Welt. PĂŒnktlich zum Dienstbeginn konnten die Tierpfleger den mĂ€nnlichen Bonobo in Augenschein nehmen. Bisher kĂŒmmert sich die noch unerfahrene Mutter rĂŒhrend um den Kleinen, der aus dem Nachbargehege von der Gruppe neugierig beĂ€ugt wird. Die ersten Trinkversuche konnten die Pfleger ebenfalls schon beobachten. „Sobald die Mutter-Kind-Bindung stabil ist, werden wir die beiden in ein paar Tagen mit der Gruppe zusammenlassen, so dass sie dann auch fĂŒr die Besucher zu sehen sein werden“, so Kurator Ruben Holland. GegenwĂ€rtig ruhen sich Mutter und Kind im rĂŒckwĂ€rtigen Bereich der Anlage aus.

FĂŒr den Zoo Leipzig ist es bereits der zweite Bonobonachwuchs in diesem Jahr. Im Januar gebar Yasa ihren Sohn Kasai. Dieser hat sich seitdem sehr gut entwickelt und in die bestehende Gruppe eingelebt.

Bonobos, die auch als Zwergschimpansen bezeichnet werden, sind in den RegenwĂ€ldern Zentralafrikas beheimatet. Charakteristisch sind der im Vergleich zu den Schimpansen schlankere Körperbau und die dunklere Gesichtsfarbe. Erst im Jahr 1929 wurden sie als eigene Menschenaffenart erfasst. Durch Bushmeat-Handel, Brandrodungen und Wilderei gelten sie als stark bedroht. Das Internationale Zuchtbuch wird in Antwerpen gefĂŒhrt.
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Don’t worry, be fair!
Foto: Ökostation
 
Don’t worry, be fair!
Die Ökostation Freiburg und der Verein Solare Zukunft starten ein Nachhaltigkeits-Projekt fĂŒr Jugendeinrichtungen, Schulen und Familien.

MOOSWALD. Kaffee, Schokolade oder Bananen aus fairem Handel sind lĂ€ngst bekannt und immer beliebter. Was genau hinter der Bezeichnung „Fairtrade“ steckt und wie man mit dem eigenen Konsumverhalten und dem Einsatz erneuerbarer Energien etwas zur Nachhaltigkeit beitragen kann, erfahren Kinder, Jugendliche und Familien jetzt bei einem Projekt der Ökostation und des Vereins Solare Zukunft. „Don’t worry, be fair – mit solarem Dörrobst durchs Jahr“ ist der Name des Projektes, das vom Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr eine Dauer von zwei Jahren gefördert wird. Partner sind die beiden Freiburger WeltlĂ€den Gerberau und Herdern.

MitarbeiterInnen von Jugendzentren, Jugendeinrichtungen und Horten sowie Schulklassen sind eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Geplant sind Aktionstage, an denen Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren (Sekundarstufe 1 und 2) sonnenbetriebene Dörrapparate bauen. Mit diesen Dörraparaten sowie mit Solaröfen und Solarkochern werden anschließend regionale und fair gehandelte Produkte gedörrt und verarbeitet. Die Jugendlichen können wĂ€hrend der Workshops auch erfahren, wie man mit Trockenobst und anderen fairen Produkten eine SchĂŒler- oder Jugendfirma grĂŒndet und somit nachhaltiges Wirtschaften ĂŒbt. Nach den Aktionstagen besteht die Möglichkeit, den Dörrer dauerhaft mit in die Einrichtung zu nehmen, und dort weiter zu benutzen. Außerdem finden fĂŒr Familien mit Kindern am 23.Juni und am 7.Juli in der Ökostation Sonntagsveranstaltungen zum solaren Dörren statt.

Wer sich fĂŒr das Projekt interessiert und mit einer Jugendgruppe oder Schulklasse an den Aktionstagen teilnehmen möchte, kann sich bei der Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b, Tel. 0761 – 892333, www.oekostation.de oder bei Solare Zukunft, Tel. 0761 – 1373680, www.solarezukunft.org anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Es sind noch PlĂ€tze zu vergeben.
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NABU startet bundesweite Aktion zum torffreien GĂ€rtnern
Mohre sind gefĂ€hrdete Ökolandschaften / Foto: NABU / Willi Rolfes
 
NABU startet bundesweite Aktion zum torffreien GĂ€rtnern
Moorschutz wird zum neuesten Trend fĂŒr das Gartenjahr 2013

Berlin – Zurzeit steigt im Handel wieder die Nachfrage nach Blumenerde. Viele HobbygĂ€rtner wissen jedoch nicht, dass sich in den PlastiksĂ€cken mit der Aufschrift „Erde“ grĂ¶ĂŸtenteils Torf befindet. „In Deutschland wird eine FlĂ€che von insgesamt ĂŒber 27.000 Hektar fĂŒr den Abbau dieses fossilen und damit endlichen Rohstoffes genutzt“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. ZusĂ€tzlich werden große Mengen vor allem aus dem Baltikum importiert. „Verbraucher tragen mit dem Kauf von torfhaltiger Blumenerde oft ohne es zu wissen zum Lebensraumverlust fĂŒr viele Tier- und Pflanzenarten bei“, so Tschimpke. Auch der „Vogel des Jahres“ 2013, die Bekassine, ist als typischer Bewohner von Mooren und Feuchtwiesen davon betroffen.

Der NABU startet daher eine „Torffrei GĂ€rtnern“-Aktion und ruft dazu auf, nur noch torffreie Erde oder regionalen Kompost zu kaufen und zu nutzen. Mehr als 40 Gemeinschafts- und Kleingarten-Projekte in ganz Deutschland machen bereits mit, viele davon aus Berlin. Die Hauptstadt gilt als Vorreiter der „Urban Gardening“-Bewegung, die mit der Verwendung torffreier Erde nun den neuesten Trend fĂŒr das Gartenjahr 2013 vorgibt.

Teilnehmende KleingĂ€rten und Gruppen werden auf www.NABU.de/torffrei vorgestellt und erhalten ein kostenloses Info-Schild mit der Aufschrift: „Hier gĂ€rtnern wir ohne Torf. FĂŒr die Moore und unser Klima!“. Mittlerweile ist im Handel nicht nur Blumenerde mit stark reduziertem Torfanteil erhĂ€ltlich, sondern alle namhaften Hersteller bieten auch komplett torffreie Produkte an. Aufpassen sollten Verbraucher bei der Aufschrift „Bioerde“, auch hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein.

Moore gehören zu den am stĂ€rksten gefĂ€hrdetsten Ökosystemen Deutschlands. 95 Prozent der noch vor wenigen Jahrhunderten bestehenden MoorflĂ€chen wurden bereits entwĂ€ssert und gelten als „tot“. „Nicht nur fĂŒr die Artenvielfalt, auch fĂŒr uns Menschen hat der Verlust von Mooren erhebliche Folgen“, sagt NABU-Moorschutzexperte Felix GrĂŒtzmacher. „Moore speichern doppelt so viel CO2 wie alle WĂ€lder weltweit zusammen. Durch die Torfnutzung entweichen in kurzer Zeit große Mengen klimaschĂ€dlicher Gase.“ Der Erhalt der Moore bedeute daher aktiven Klimaschutz.
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Ausbau Rad-Vorrang-Route an der Dreisam
Ab sofort Fuß- und Radverkehr zwischen Tuslinger Straße und
Sandfangweg getrennt – Neuer Fußweg sorgt fĂŒr mehr Platz und
weniger Konflikte

Heute können der neue Fußweg und der Dreisamuferradweg
zwischen der Tuslinger Straße und dem Sandfangweg frei gegeben
werden. Durch den neu gebauten Fußweg kann der bisherige Weg
kĂŒnftig als reiner Radweg genutzt werden. Die gemeinsame und zum
Teil recht beengte FĂŒhrung in diesem vom Radverkehr, vielen
SpaziergÀngern oder spielenden Kindern stark frequentierten Bereich
fĂŒhrte immer wieder zu gegenseitigen Störungen und
Gefahrensituationen, die auch schon zu UnfĂ€llen gefĂŒhrt haben.

„Der Ausbau an der Sandfangwiese zeigt eindrĂŒcklich, dass der
Ausbau des Radverkehrsnetzes nicht nur das zĂŒgige und
komfortable Radfahren fördert, sondern auch den FußgĂ€ngern nĂŒtzt“,
betont Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT),
bei der Eröffnung.

Als sinnvollste und gĂŒnstigste Lösung wurde von einem beauftragten
LandschaftsplanungsbĂŒro ein neuer Fußweg auf der Dreisam
abgewandten Seite geplant. Der neue Fußweg auf dieser - eher
unĂŒblichen - Seite erlaubt neben der sinnvollen Zuordnung des
Fußweges zu Spielplatz, Fitness-Parcours und Liegewiese hin auch
den geringsten Eingriff in Baumbestand und Wiese. Trotzdem
mussten die Fachleute des GuT sieben mittelgroße BĂ€ume fĂ€llen.
UnabhĂ€ngig von der Anlage des Fußwegs mussten noch zwei große
Eschen gefÀllt werden, da sie vom Eschentriebsterben und einem
Pilz befallen waren. FĂŒr die entfernten BĂ€ume wurden bereits 14
neue BĂ€ume gepflanzt.

Der neue Fußweg ist asphaltiert, ist rund 260 Meter lang und 2,5
Meter breit. Der von Radfahrenden bisher widerrechtlich genutzte
Abzweig zum UnisportgelÀnde und dem HeilpÀdagogischen Hort
wurde ebenfalls asphaltiert und der Radverkehr jetzt dort zugelassen.
Auch die Beleuchtung wurde an die neue VerkehrsfĂŒhrung
angepasst. Durch den neuen Fußweg mussten Teile des
Spielplatzes, der FreizeitgerÀte und die Laufbahn des Berthold-
Gymnasiums verlegt werden. Dank des Entgegenkommens der
Schule war dies schnell und unkompliziert möglich. Gebaut wurde in
der radverkehrsÀrmeren Winterzeit, was zu einer etwas lÀngeren
Bauzeit knapp fĂŒnf Monaten fĂŒhrte. Der Bau kostete - auch aufgrund
der aufwÀndigen Verlegung der Laufbahn - rund 350.000 Euro, von
denen das Land Baden-WĂŒrttemberg die HĂ€lfte ĂŒbernimmt.

Seit vielen Jahren wird der stark genutzte Dreisamuferradweg immer
weiter ausgebaut. Der Abschnitt direkt am Bertoldgymnasium wurde
bereits 2011 verbreitert und im gleichen Jahr die Querung ĂŒber den
Sandfangweg verbessert. Der Dreisamuferradweg ermöglicht direkte
und komfortable Verbindungen in Ost-West-Richtung quer durch die
ganze Stadt und darĂŒber hinaus in die Region. Auf der gesamten
LÀnge besteht eine fast vollstÀndig vom Autoverkehr unabhÀngige
Trasse mit zahlreichen VerknĂŒpfungen in das Straßen- oder
Radverkehrsnetz. Er ist mit fast allen anderen bestehenden und
geplanten Rad-Vorrang-Routen verknĂŒpft und bildet so das
„RĂŒckgrat“ des im Aufbau befindlichen Freiburger Rad-Vorrang-
Netzes. Bis zu 10.000 Radfahrende tÀglich fahren in Teilbereichen
auf diesem Weg. Einzelne problematische Stellen wurden und
werden noch durch Rampen, Verbreiterungen oder Beleuchtung
verbessert, damit alle Verkehrsteilnehmer den Dreisamuferradweg
sicher nutzen können.

Der Ausbau des Dreisamuferradweges ist ein Bestandteil des
Radkonzeptes 2020, das vor wenigen Tagen vom Gemeinderat
beschlossen wurde. Mit dem Konzept soll der Anteil des Radverkehrs
auf ĂŒber 30 Prozent gesteigert und gleichzeitig die UnfĂ€lle mit
Radbeteiligung deutlich gesenkt werden. Im Mittelpunkt steht der
Aufbau eines "Rad-Vorrang-Netzes", mit denen die vielen
Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sicher und komfortabel auch
grĂ¶ĂŸere Entfernungen zurĂŒcklegen können.

Derzeit und in den nÀchsten Jahren sollen zunÀchst drei Pilotrouten
fĂŒr insgesamt etwa 9,5 Millionen Euro umgesetzt werden: Dreisam,
GĂŒterbahn sowie ZĂ€hringen-StĂŒhlinger-Vauban. Im August letzten
Jahres hatte Verkehrsminister Hermann die Aufnahme dieser drei
Pilotrouten in das Landesförderprogramm bestÀtigt. Der Gemeinderat
hatte im September 2012 den stĂ€dtischen Eigenanteil fĂŒr zunĂ€chst
sechs Projekte bereit gestellt, die nun grĂ¶ĂŸtenteils fertig gestellt
wurden. Am Dreisamuferradweg wurde neben der jetzt erfolgten
Trennung von Fuß- und Radverkehr an der Sandfangwiese im
November letzten Jahres die Rampe zur SchnewlinbrĂŒcke gebaut.

Am GĂŒterbahnradweg wurden von Verkehrsminister Hermann im
August 2012 die Rampe zur Haslacher Straße eröffnet, im MĂ€rz 2013
der Steg ĂŒber die Ferdinand-Weiß-Straße. Gerade abgeschlossen
wurde von der Deutschen Bahn die Sanierung der östlichen Seite der
GĂŒterbahnbrĂŒcke ĂŒber die Dreisam. Dabei wurde das GelĂ€nder
normgerecht erhöht, damit das Radfahren hier weiterhin erlaubt
werden kann. In Bau ist am GĂŒterbahnradweg noch der Durchstich
unter dem Unteren MĂŒhlenweg. Mit dessen Fertigstellung -
voraussichtlich Mitte Mai - ist das erste Paket von sechs einzelnen
Maßnahmen zum Ausbau der Rad-Vorrang-Routen abgeschlossen.
FĂŒr den weiteren Ausbau der drei Rad-Pilotrouten stehen in den
Jahren 2013 und 2014 voraussichtlich ĂŒber drei Millionen Euro von
Stadt und Land zur VerfĂŒgung.
 
 

HIV-Wunderglaube bedroht Gecko
Gecko / Foto: Wikipedia
 
HIV-Wunderglaube bedroht Gecko
WWF: Thailand und Java exportieren Millionen Geckos.
Weltgesundheitsorganisation: Gecko-Extrakt hilft nicht gegen HIV.

Berlin - Nachdem 2009 in Asien das GerĂŒcht aufkam, ein Extrakt, gewonnen aus dem Tokeh-Gecko, helfe bei einer HIV-Infektion, schnellte die Nachfrage nach getrockneten Geckos innerhalb weniger Jahre nach oben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von WWF und TRAFFIC. Zwar wurde die Wirksamkeit inzwischen von der Weltgesundheits-organisation WHO mit Nachdruck widerlegt, trotzdem finden die Tiere noch immer Millionenfach in der traditionellen Medizin und in einem volkstĂŒmlichen Wunderglauben Verwendung. Dabei stellte das HIV-GerĂŒcht inzwischen nur noch die Spitze des Eisbergs dar. Aktuell wird der Gecko außerdem vermehrt bei Asthma, Diabetes und diversen Hauterkrankungen eingesetzt.

GrundsĂ€tzlich gelten die Geckos nach WWF-EinschĂ€tzung noch als weit verbreitet, doch die UmweltschĂŒtzer zeigten sich angesichts der anhaltend hohen Nachfrage und der PopulationsrĂŒckgĂ€nge auf Java und in Thailand „extrem besorgt“. So wird in der Studie ĂŒber eine illegale Lieferung von 6,75 Tonnen berichtet, die aus Java nach Hong Kong geschmuggelt werden sollte. Allein dieser Aufgriff umfasst rund 1,2 Millionen Tiere.

Wenn sich, so die WWF-BefĂŒrchtung, aus der gesteigerten Nachfrage ein langfristiger Trend entwickelt, könnten die Reptilien in arge BedrĂ€ngnis geraten. Ähnliche Entwicklungen konnten in jĂŒngster Vergangenheit bereits bei anderen Arten beobachtet werden. So gilt etwa das in Vietnam kursierende GerĂŒcht, wonach Rhinozeros-Pulver Krebs heilen könne, als ein Auslöser fĂŒr die derzeit tobende, katastrophale Wildereikrise in Afrika. Und auch die TigerbestĂ€nde sind in der Vergangenheit vor allem deshalb zusammengebrochen, da ein weitverbreiteter Wunderglaube beinahe jedem Körperteil der Großkatze eine heilende Wirkung gegen diverse Krankheiten zuschreibt.
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346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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