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Montag, 23. Mai 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: Orkan Sabine fĂŒhrt im Stadtwald zu SchĂ€den
Forstamt weist auf die andauernde Sturmlage hin und rÀt zu besonderer Vorsicht beim Betreten des Waldes

Das Sturmtief „Sabine“ hat auch im Stadtwald Spuren hinterlassen. Die Mehrheit der breiten Holzabfuhrwege und viele der kleinen Pfade im Stadtwald waren gestern nicht passierbar. GrĂ¶ĂŸere SturmschĂ€den an den WaldbestĂ€nden sind glĂŒcklicher Weise ausgeblieben.

Da die aktuelle Sturmlage nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes andauert, rĂ€t das Forstamt dringend dazu, den Stadtwald möglichst nicht zu betreten. Aktuell gilt fĂŒr Freiburg noch die höchste Unwetterwarnstufe. Die schwere Sturmlage wird sich voraussichtlich bis in den spĂ€ten Dienstag erstrecken.

Nach dem Nachlassen der ersten Sturmfront hat das Forstamt gestern die L124 (Schauinslandstraße) wieder geöffnet und soweit möglich damit begonnen, die breiten Holzabfuhrwege im Stadtwald passierbar zu machen. Alle Risikobereiche (Verkehr und Bebauung) werden anlassbezogen kontrolliert. Diese Arbeiten dauern bis Ende dieser Woche an. Erst danach können die zahlreichen schmalen Pfade, Wanderwege und Mountainbikestrecken geöffnet werden.

Bis sich die Sturmlage beruhigt hat, rĂ€t das Forstamt dringend von Waldbesuchen ab. Es ist damit zu rechnen, dass auch nach dem Ende des Sturms Gefahr durch angeschobene BĂ€ume, in den Kronen hĂ€ngende Äste oder am Boden liegende BĂ€ume und Baumteile besteht.
 
 

 
NABU: FlÀchenverbrauch muss bis 2030 auf Netto-Null gesenkt werden
NABU-Grundsatzprogramm zum Planen und Bauen in Deutschland vorgelegt

Berlin – Der NABU fordert, dass ab 2030 keine neuen FlĂ€chen mehr zur Bebauung ausgewiesen werden, wenn nicht an anderer Stelle ein Ausgleich fĂŒr die Natur geschaffen wird. Das ist eine der Kernforderungen des jetzt vorgelegten NABU-Grundsatzprogramms zum nachhaltigen Planen und Bauen in Deutschland. Notwendig ist die Erweiterung der Baugesetzgebung um ein FlĂ€chenspargesetz, welches verbindlich regelt, wie diese „Netto-Null“ des FlĂ€chenverbrauchs zu erreichen ist. Es muss die LĂ€nder verpflichten, ihren StĂ€dten und Gemeinden verbindliche Ziele vorzugeben, so dass der FlĂ€chenverbrauch wirksam verringert wird. Tag fĂŒr Tag werden in Deutschland rund 58 Hektar Landschaft fĂŒr Gewerbe, Wohnungsbau, Verkehr und ErholungsflĂ€chen verbraucht – das entspricht jĂ€hrlich einer FlĂ€chengrĂ¶ĂŸe der Dimension zwischen Duisburg und Frankfurt/Main.

„Naturschonendes Planen und Bauen sind wichtige Bausteine im Kampf gegen die Arten- und Klimakrise. Eine zeitgemĂ€ĂŸe Raum- und Stadtplanung nimmt den Druck von den Ökosystemen, unterstĂŒtzt die Energie- und Verkehrswende und bildet die Grundlage dauerhaft lebenswerter Siedlungen“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger. „Netto-Null“ bedeutet nicht, dass nach 2030 keine neuen BauflĂ€chen mehr ausgewiesen und bebaut werden dĂŒrfen. Vielmehr sollen als Ausgleich fĂŒr Bebauung anderenorts versiegelte FlĂ€chen entsiegelt und vor erneuter Bebauung freigehalten werden. Dazu ist ein generelles Umdenken nötig: „Nicht der Schutz einer FlĂ€che vor Bebauung muss zukĂŒnftig besonders begrĂŒndet werden, sondern ihre Inanspruchnahme durch Bebauung“, fordert KrĂŒger weiter. Die kommunale Planung mĂŒsse sich mehr und mehr auf die sogenannte „doppelte Innenentwicklung“ konzentrieren, also auf die Nachverdichtung im Ort bei gleichzeitigem Erhalt von GrĂŒnflĂ€chen, um so den FlĂ€chenfraß an den StadtrĂ€ndern zu begrenzen.

Um die „Netto-Null“ zu erreichen, mĂŒssen steuerliche Anreize, die GrundstĂŒckspekulation finanziell belohnen, ebenso wie fehlleitende Subventionen abgeschafft werden. So sollte beispielsweise Baukindergeld nur noch fĂŒr Bauen im Bestand statt fĂŒr Neubau gezahlt werden. Zudem sendet die Pendlerpauschale ein vollkommen falsches Signal.

Eine nachhaltige Siedlungsentwicklung muss eine rĂ€umliche Kombination von Wohnen, Arbeiten und Gewerbe zum Ziel haben. Eine solche „Stadt der kurzen Wege“ schont die umgebende Landschaft und reduziert Kosten fĂŒr aufwĂ€ndige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur.

„Aus dem autogerechten Siedlungsraum muss ein menschengerechter Siedlungsraum werden“, so Stefan Petzold, NABU-Siedlungspolitikexperte. „Fuß- und Radverkehr mĂŒssen bevorzugt behandelt und gefördert werden, da sie flĂ€chensparend, lĂ€rm- und abgasfrei und gesund sind.“

Das Grundsatzprogramm zum Download ...
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Slow Food kritisiert Lebensmittelgipfel im Kanzleramt
TragfÀhige Zukunftsvisionen bleiben aus

Nach dem gestrigen „Lebensmittelgipfel“ im Bundeskanzleramt, an dem neben Bundeskanzlerin Angela Merkel Spitzenvertreter*innen der grĂ¶ĂŸten Lebensmittelkonzerne Deutschlands sowie Bundesagrarministerin Julia Klöckner und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier teilnahmen, kritisiert Slow Food Deutschland: Ermahnungen und Kontrolle von Dumpingpreisen bringen nicht die VerĂ€nderungen, die erforderlich sind. Es fehlt an einer gestaltenden Politik, die eine zukunftsfĂ€hige ErnĂ€hrungs- und Landwirtschaftspolitik vorantreibt. Deren oberstes Ziel mĂŒsste es sein, die Menschen in Deutschland gut zu ernĂ€hren und einen gesunden Planeten zu hinterlassen.

Die anhaltenden Bauernproteste und SchnĂ€ppchenpreise großer Handelsketten gaben Anlass fĂŒr die Spitzenrunde im Kanzleramt. Das Ergebnis: Die GesprĂ€che sollen fortgesetzt, faire Beziehungen zwischen Erzeuger*innen und Handel vorangetrieben werden. Aus Sicht von Slow Food ist es gut, dass damit endlich wieder Bewegung in die Debatte ĂŒber den Wert von Lebensmitteln als unseren Mitteln zum Leben sowie die WertschĂ€tzung der Erzeuger*innen kommt. Aus den meisten wertvollen Grundnahrungsmitteln sind industrielle ‚Ramschprodukte‘ geworden. Bei einem Liter Milch fĂŒr 60 Cent sind weder eine faire Entlohnung fĂŒr Erzeuger*innen noch das Wohl des Tieres und hohe QualitĂ€t möglich.

Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, gehen die Debatte nicht tief und die Ergebnisse nicht weit genug: „Die politisch Verantwortlichen drehen erneut an SchrĂ€ubchen. Statt die Wurzeln des Problems anzupacken, setzen sie dieses Mal beim Handel an. NatĂŒrlich trĂ€gt dieser durch Konkurrenzkampf zur Preismisere bei. Das aber ist Resultat der Herausforderung, ein viel zu großes Volumen an Lebensmitteln aus industrieller Großproduktion an die Verbraucher*innen zu bringen. Allein der Markt an tierischen Erzeugnissen ist in Deutschland von viel zu großen Mengen dominiert, was diese gĂŒnstigen Preise erzwingt. Diese Mengen werden zu Bedingungen produziert, die die Bevölkerung in großen Teilen eigentlich nicht mehr will. Das kann der Handel aber nicht alleine von der Supermarktkasse aus steuern. DafĂŒr braucht es eine Politik, die das System zukunftsfĂ€hig umgestaltet.“

Aus Sicht von Slow Food sollte die Politik eine Lebensmittelerzeugung und -weiterverarbeitung in den Mittelpunkt stellen, die gut und fair im Umgang mit der Natur, den Menschen und den Tieren ist. Damit hĂ€tte das ganze Verschwendungssystem ein Ende. NatĂŒrlich hĂ€tte eine solche Politik höhere Lebensmittelpreise und eine verĂ€nderte ErnĂ€hrungsweise zur Folge. Dazu Hudson: „Wir werden als Verbraucher*innen mehr Geld fĂŒr unsere Lebensmittel ausgeben mĂŒssen. Wenn wir den Planeten fĂŒr die jetzige und die kommende Generationen nicht weiter zerstören wollen, kommen wir da nicht drumherum. Zugleich sollte die Politik dafĂŒr sorgen, dass Menschen mit Lohn und Rente ein lebenswertes Auskommen haben, um sich die wahren Lebensmittelpreise leisten zu können. Billigprise dĂŒrfen keine robuste Sozialpolitik ersetzen.“ Auch viele unserer Gewohnheiten werden sich verĂ€ndern mĂŒssen. Bei verschiedenen Aktionen zeigt Slow Food Verbraucher*innen, dass das nicht nur mit Verlust einhergeht, sondern mit viel kulinarischem Gewinn in der KĂŒche.
 
 

 
Filmtipp: DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME
Deutschland 2020 - 101 Minuten
Regie: Jörg Adolph, Jan Haft
Dokumentation

Die ganze Welt spricht ĂŒber die Umwelt und hört dabei oft der Natur selbst gar nicht zu. Ein Mann hat sich zur Aufgabe gemacht, das zu Ă€ndern und mit seinem Bestseller bereits Millionen erreicht. Peter Wohlleben öffnet die Augen ĂŒber die verborgene Welt des Waldes – ein unterhaltsames PortrĂ€t, bildgewaltig und faszinierend von Jörg Adolph und Jan Haft!

Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch „Das geheime Leben der BĂ€ume" veröffentlicht, stĂŒrmt er damit ĂŒber Nacht die Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand ĂŒber den deutschen Wald geschrieben. Auf unterhaltsame und erhellende Weise erzĂ€hlt Wohlleben von der SolidaritĂ€t und dem Zusammenhalt der BĂ€ume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv: In WaldfĂŒhrungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen nĂ€her. Jörg Adolph (ELTERNSCHULE) und Jan Haft (DAS GRÜNE WUNDER) machen aus dem Bestseller eine fesselnde Dokumentation und geben einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenleben der BĂ€ume. Gleichzeitig folgen sie Peter Wohlleben dabei, wie er auch außerhalb der Landesgrenzen fĂŒr ein neues VerstĂ€ndnis fĂŒr den Wald wirbt. Ein intimes und humorvolles PortrĂ€t

LĂ€uft im Friedrichsbau Freiburg
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Klimaschutzpreis „Climate First“ und Naturschutzpreis
Bewerbungsfrist endet am 16. Februar

In ihrem JubilĂ€umsjahr vergibt die Stadt Freiburg wieder den Klimaschutzpreis „Climate First“ und den Naturschutzpreis. Beide Preise sind mit insgesamt 18.500 Euro dotiert.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik meint dazu: „Ich freue mich, dass wir die Preise diesmal im Rahmen des StadtjubilĂ€ums verleihen können. Dies zeigt, welche Bedeutung der Umweltschutz fĂŒr das SelbstverstĂ€ndnis der Stadt hatte und weiterhin haben wird.“

Der Klimaschutzpreis, mit 13.500 Euro dotiert, zeichnet innovative Projekte in den Bereichen Klimaschutz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Verkehr aus. Ihre BeitrĂ€ge einreichen können vor Ort ansĂ€ssige Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, aber auch BĂŒrger/innen, Vereine, VerbĂ€nde, Schulklassen und -gruppen. Neben neuen können auch laufende oder abgeschlossene Projekte honoriert werden.

In Anlehnung an 900 Jahre Freiburg und im Zeichen der Bewegung „Fridays for Future“ erhalten 9 Projekte aus dem Bereich fĂŒr Kinder und Jugendliche jeweils 900 Euro PrĂ€mie. Die ĂŒbrigen 5.400 Euro sind fĂŒr alle anderen Projekte oder Projektideen gedacht.

Der Naturschutzpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wĂŒrdigt außergewöhnliche Leistungen im Naturschutz. Hier sind vor allem Freiburger Vereine, VerbĂ€nde, Schulen, Unternehmen und einzelne Personen angesprochen. Bei beiden Preisen können auch Anerkennungen ausgesprochen werden.

Interessierte können sich noch bis Sonntag, 16. Februar, bewerben. Auf www.freiburg.de/umweltpreise stehen die nötigen Unterlagen und Richtlinien zu beiden Preisen. Über ihre Vergabe entscheidet eine unabhĂ€ngige Jury unter Leitung von BĂŒrgermeisterin Stuchlik. Ihr gehören Mitglieder des Gemeinderats und UmweltschutzverbĂ€nde an. Verliehen werden die Preise am Mittwoch, 6. Mai, im Jazzhaus.
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Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg
Nach Herzenslust stöbern, feilschen und kaufen

Freiburg. Sammler und SchnÀppchenjÀger aufgepasst: Denn am Freitag, 17.1. und Samstag, 18.1. starten wir mit unserem Riesen Flohmarkt in der Messehalle Freiburg unsere Flohmarktsaison 2020.
Über 250 Aussteller bereichern an diesem Wochenende die Messehalle und bieten neben Kleidung, Spielsachen und Haushaltswaren auch BĂŒcher, Schallplatten, Elektronik, Schmuck, Möbel, und allerlei Ausgefallenes zum Kauf an. Garantiert finden sich hier ganz persönliche SchĂ€tze, die ein jedes Sammlerherz höherschlagen lassen.

Überregionale und internationale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter AtmosphĂ€re ein.
Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein wenig GlĂŒck den einen oder anderen Schatz. Denn hier findet sich fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft ĂŒber jedes der unzĂ€hligen PrachtstĂŒcke.

Die Öffnungszeiten: Freitag, 17.1. von 14-19 Uhr und Samstag, 18.1. von 9-17 Uhr

Besuchereintritt:
1-Tages-Karte: 3,00 Euro / Keine ErmĂ€ĂŸigung / Kinder bis 15 Jahren frei
2-Tages-Karte: 4,50 Euro / Keine ErmĂ€ĂŸigung / Kinder bis 15 Jahren frei
10er Eintrittskarte (ĂŒbertragbar) 20,00 Euro

Weitere Informationen und Flohmarkttermine erhalten Interessierte beim Veranstalter, der SĂŒMa Maier GmbH, unter Telefon 07623 741920 oder im Internet unter www.suema-maier.de

Bequem mit der Straßenbahn zum Flohmarkt und zurĂŒck
Mit der Stadtbahnlinie 4 bis "Technische FakultĂ€t" erreichen Sie die Messe Freiburg im 7,5-Minuten-Takt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fahren Sie ganz bequem zum Flohmarkt und zurĂŒck. Entgehen Sie der evtl. stressigen Anfahrt mit dem PKW. Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und lassen sich chauffieren.
Andernfalls hat es ausreichend BesucherparkplĂ€tze direkt vor der Messehalle. Somit ist der Flohmarkt fĂŒr jedermann gut erreichbar.
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VAG: Jahresfahrplan 2020
Wenig Änderungen im dennoch ereignisreichen Jahr 2019

„Der Wechsel zum Jahresfahrplan 2020, der am 15. Dezember vollzogen wird, zeichnet sich durch eine sehr große KontinuitĂ€t aus.“ Diese Aussage von Oliver Benz, Vorstand der Freiburger Verkehrs AG (VAG) anlĂ€sslich der presseöffentlichen Vorstellung des Jahresfahrplan 2020 ist alles andere als selbstverstĂ€ndlich. Durch die Eröffnung der Stadtbahn Rotteckring am 16. MĂ€rz hatte es allerhand Änderungen im Liniennetz gegeben die zudem teilweise im Vorfeld aus der Öffentlichkeit mit kritischen Anmerkungen bedacht worden waren. „Unsere Erfahrungen seit MĂ€rz sind ausgesprochen positiv, sodass wir keinerlei Anlass sehen grundlegende Dinge zu verĂ€ndern. Die neuen LinienfĂŒhrungen haben sich bewĂ€hrt,“ ergĂ€nzt Benz.

TatsĂ€chlich hatte es vor allem von aktiven BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern aus dem Rieselfeld im Vorfeld Kritik daran gegeben, dass die Stadtbahnlinie 5 jetzt ĂŒber den Rotteckring gefĂŒhrt wird und der Hauptbahnhof oder das Rathaus im StĂŒhlinger fĂŒr die Rieselfelder nicht mehr ohne Umsteigen erreichbar sind. Mitglieder des dortigen Arbeitskreises Verkehr hatten sich sogar die große MĂŒhe gemacht und einen eigenen Vorschlag fĂŒr ein mögliches Liniennetz der VAG erarbeitet.

Nach gut acht Monaten Betrieb bleibt festzustellen, dass bei der VAG nahezu keine Beschwerden ĂŒber diese LinienfĂŒhrung eingegangen sind. Und auch in einem Schreiben des AK Verkehr aus dem Rieselfeld wird konstatiert: „Wir ziehen also insgesamt ein positives ResĂŒmee und stellen fest, dass der kollektive Aufschrei aus dem Rieselfeld nach EinfĂŒhrung der neuen LinienfĂŒhrung ausgeblieben ist.“

Anpassungen an den regionalen Schienenverkehr

Bei den einzigen Änderungen im Verkehrsangebot des Fahrplans fĂŒr 2020 ging es ausschließlich darum, Buslinien besser auf Abfahrtszeiten des regionalen Schienenverkehres einzustellen:

Die Buslinie 17 wurde an die Abfahrtszeiten der Höllentalbahn angepasst.

Die Buslinie 23 wurde hinsichtlich der Abfahrtszeiten der Rheintalbahn verbessert.

Bei der Buslinie 24 gab es Optimierungen an die Abfahrtszeiten der RegionalzĂŒge am Bahnhof Gundelfingen.

Die Fahrten der Buslinie 25 passen jetzt besser zu den Abfahrtszeiten am Bahnhof Hugstetten.

Die Buslinie 31 wird von Februar an besser auf die Abfahrtszeiten der S-Bahn in Breisach abgestimmt sein.

Stadtbahn Messe

Zu einer Erweiterung des Liniennetzes wird es gegen Ende des Jahres kommen. Dann wird die VerlÀngerung der Stadtbahn Messe in Betrieb gehen.

Dreisamtal steigt bei „Safer Traffic aus.

Wie schon lĂ€nger bekannt steigen die Gemeinden im Dreisamtal zum 15. Dezember komplett aus dem Nachtverkehrsangebot „Safer Traffic“ aus. Betroffen davon sind Zarten, Kirchzarten, Stegen, Attental / Wittental, Eschbach, St. Peter, Buchenbach und Oberried.

Der Umsteigepunkt von der Straßenbahn auf die Nachttaxis an der Laßbergstraße bleibt jedoch bestehen, da von hier aus die Freiburger Ortsteile Kappel und Ebnet weiterhin bedient werden.

Haltestellenumbenennung

Wie die VAG VorstĂ€nde mitteilten wird die Haltestelle „Weißerlenstraße“, die von den Buslinien 25 und 26 bedient wird, kĂŒnftig „BeschlĂ€ge-Koch“ heißen.

RĂŒckblick:

„Baustellenbedingte Fahrplanirritationen“

FĂŒr die Buslinien 25 und 36 hatte es vom 21. Oktober bis zum 30. November die ungewöhnliche Situation gegeben, dass ein Baustellen-Umleitungsverkehr gefahren wurde, ohne dass weit und breit eine Baustelle zu sehen gewesen wĂ€re. Dieser Zustand sorgte bei den Kundinnen und Kunden nachvollziehbarer Weise fĂŒr Irritationen. TatsĂ€chlich war der VAG fĂŒr die Hochdorfer Straße eine Kanalbaustelle angekĂŒndigt worden. Der Beginn der Bauarbeiten wurde dann jedoch so kurzfristig verschoben, dass die VAG keine Zeit zum Reagieren mehr hatte. In allen Hintergrundsystemen – also in der Fahrplanung, der Dienstplanung und in den elektronischen Medien der Kundenkommunikation – war der Baustellenfahrplan lĂ€ngst hinterlegt. Dies kurzfristig zu Ă€ndern hĂ€tte einen unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohen technischen und zeitlichen Aufwand bedeutet und dies umso mehr, als an jedem neuen Fahrplan sehr viele individuelle Dienstzuschnitte fĂŒr die Fahrpersonale hĂ€ngen, die kurzfristig kaum geĂ€ndert werden können. Mittlerweile gibt es die verbindliche Aussage, dass die Baustelle am 8. Januar beginnen wird.

Beteiligungsfahrplan

Den gesamten Juni ĂŒber hatten jede und jeder die Möglichkeit im Rahmen eines „Beteiligungsfahrplans“ Anregungen, WĂŒnsche und Kritik zu den Bus- und Stadtbahnangeboten des Freiburger Nahverkehrsanbieters zu dokumentieren. Auf diese Weise wollte die VAG von ihren grĂ¶ĂŸten Experten – nĂ€mlich von den FahrgĂ€sten – wissen, was man noch verbessern kann, oder wo es vielleicht auch mal klemmt. Denn das wichtigste Ziel der Befragung war es mit den Bus- und Stadtbahnverkehren möglichst nahe an den WĂŒnschen und BedĂŒrfnissen der Kundinnen und Kunden zu sein.

Die Zahl der RĂŒckmeldungen hat bei den Organisatoren im Verkehrsbetrieb alle Erwartungen ĂŒbertroffen: Schriftlich und digital sind ĂŒber 400 Fragebögen zurĂŒckgekommen. Dabei haben fast zwei Drittel der Mitmacher angegeben ĂŒber eine RegioKarte zu verfĂŒgen und fast tĂ€glich im Öffentlichen Nahverkehr in Freiburg unterwegs zu sein.

Die VorschlĂ€ge werden derzeit ausgewertet und auf eine mögliche Umsetzbarkeit geprĂŒft. Auch wenn nicht jeder individuelle Wunsch erfĂŒllt werden kann, so ist man sich bei der VAG doch sicher, dass zum Jahresfahrplan 2021 einige der Anregungen umgesetzt werden können.

Frelo

Das im MĂ€rz 2019 erstmals auf Freiburgs Straßen geschickte gestartete Fahrradverleihsystem der der VAG, „Frelo“, wurde zu einem sehr großen Erfolg. Bis November wurden bereits ĂŒber 133.000 Fahrten damit unternommen.

Ausblick 2020:

„Unser Ausbauprogramm geht auch im nĂ€chsten Jahr weiter. Dies wird zu verkehrlichen EinschrĂ€nkungen fĂŒhren. Ebenso sind zum Erhalt der Infrastruktur von Straßen, Schienenstrecken oder auch Versorgungsleitungen Baustellen im Netz zuweilen unvermeidbar. Manche davon werden auch im Jahr 2020 baustellenbedingte Fahrplanirritationen nach sich ziehen,“ erklĂ€rt VAG Vorstand Stephan Bartosch.

- Weiterbau der Stadtbahn Messe – Madisonallee

- Waldkircher Straße vorbereitende Maßnahmen und Baubeginn

- Voraussichtlich etwa ein Jahr lang wird es vom 8. Januar 2019 an wegen der Kanalbaustelle in Hochdorf zu wechselnden Umleitungen und VerkehrsfĂŒhrungen kommen, von denen auch die Busverkehre in unterschiedlicher Weise betroffen sein werden.

- An zwei Wochenenden im Juli werden Weichen im Bereich des Runzmattenwegs erneuert. DafĂŒr mĂŒssen die Stadtbahnlinien 1 und 3 unterbrochen werden.

- In den Sommerferien kommt es dann schließlich fĂŒr mehrere Wochen zu einer Unterbrechung der Stadtbahnlinie 3 zwischen „Runzmattenweg“ und „Am LindenwĂ€ldle“. In dieser Zeit werden die Gleise zwischen „Runzmattenweg“ und „Bissierstraße“ erneuert. Zudem erhalten die Haltestellen „Rohrgraben“ und „Bugginger Straße“ höhere, barrierefreie Bahnsteige mit verbesserten Blindenleiteinrichtungen.

ElektromobilitÀt

Nachdem im November die ersten beiden elektrisch betriebenen Busse bei der VAG eingetroffen sind, werden diese voraussichtlich von kommendem Februar an auf der Linie 27 zum Einsatz kommen. Dabei wird es zunĂ€chst darum gehen Erfahrungen mit der neuen Technik und den neuen BetriebsablĂ€ufen zu sammeln. Anfangs wird in der Regel einer der Busse im Linienbetrieb eingesetzt. Der zweite wird dann erst noch fĂŒr weiter Schulungen des Fahrpersonals benötigt.
 
 

 
Breigau S-Bahn: Ein alter BUND-Traum wird war
Am Sonntag, 15. Dezember, startet der Betrieb der Breisgau-S-Bahn . Die Fahrplanzeiten verbessern sich, es fahren auch elektrische ZĂŒge und es gibt neue, teilweise wesentlich bessere Verbindungen. Damit werden auch alte WĂŒnsche und Forderungen des BUND endlich realisiert.

Wer erinnert sich noch an lang zurĂŒckliegende Demos und Aktionen, fĂŒr die EinfĂŒhrung einer Regio-Karte und fĂŒr einen besseren Nahverkehr? Die positiven Entwicklungen im regionalen ÖPNV sind (trotz massiver MĂ€ngel, VerspĂ€tungen und anderer Probleme auf der Rheintalstrecke) ein echter Grund zur Freude. Nur bei der Entwicklung der Kosten haben wir manchmal den Eindruck, dass der Markt nicht funktioniert, und dass die öffentliche Hand, also wir alle, ĂŒber den Tisch gezogen werden.

Mit dem jetzigen Ausbau des ÖPNV ist allerdings auch ein Aspekt verbunden, der wenig diskutiert wird. Der erfreuliche Ausbau des Nahverkehrs spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von „Groß-Freiburg“. Entlang der Breisgau S-Bahnstrecken streckt Freiburg seine Arme ins Umland. Schon jetzt „explodiert“ der FlĂ€chenverbrauch entlang der Schienen in Gemeinden wie Bahlingen, Waldkirch und Endingen. Eine von den Anliegergemeinden gewĂŒnschte, relativ ungeplante Entwicklung, Ă€hnlich der Verbreiung entlang der B 3, ist leider sehr wahrscheinlich. Zwischen Offenburg und Freiburg ist ein fast durchgĂ€ngiges, gesichtsloses Siedlungsband entstanden. (auf der Gesamtstrecke von 68 km bleiben zwischen 50,3 km SiedlungsflĂ€chen nur noch 17,7 km Freiraum) Ein Ă€hnlicher Betonring wĂ€chst langsam auch um den Kaiserstuhl und wuchert ins Elztal.

Was fehlt, ist eine kluge, flĂ€chensparende, naturschonende, durchsetzungsfĂ€hige Regionalplanung, die Fehlentwicklungen verhindert und RegionalfĂŒrsten bremst.

Gerade mit der Einweihung der S-Bahn wird deutlich, dass Freiburg und die beiden Nachbarkreise viel stĂ€rker als Einheit gesehen werden mĂŒssen. Der in Stadt und Landkreisen vorherrschende „Kantönligeist“ muss ĂŒberwunden werden um ein zukĂŒnftiges „Breiburg mit einer hĂ€sslichen, gesichtslosen Suburbia“ zu verhindern. Das wĂ€ren auch Themen fĂŒr die kommenden „900 Jahre Freiburg“ Debatten.

Axel Mayer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer
 
 



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