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Freitag, 17. August 2018
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Verschiedenes

 
NABU: Nach Fukushima muss Atomkraft weltweit zum Auslaufmodell werden
Tschimpke: Risikotechnologie rechnet sich im Vergleich zu Erneuerbaren nicht mehr

Berlin – Mit Blick auf den zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima fordert der NABU, dass die Atomkraft weltweit zum Auslaufmodell werden muss. „Die Menschen in Japan leiden nach wie vor unter der hohen Strahlenbelastung. Die Kostenschätzungen für die Folgen von Fukushima liegen zwischen 100 und 850 Milliarden Euro. Das macht deutlich: Atomkraft ist nicht nur gefährlich für Mensch und Natur, sondern birgt auch immense ökonomische Risiken“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In ganz Europa werden Baustellen von Atommeilern zum industriepolitischen Desaster und zum Teil bereits aufgegeben, wie kürzlich in Bulgarien. In Finnland explodierten die Baukosten für die Atomanlage Olkiluoto von ursprünglich drei Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro.

Aus NABU-Sicht werde damit Atomstrom zunehmend unrentabel. „Für das französische Atomkraftwerk in Flamanville wird mittlerweile mit Stromerzeugungskosten von mindestens sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde kalkuliert. Bei dieser Größenordnung kann umweltfreundlich erzeugter Strom aus modernen Windenergieanlagen locker mithalten“, so Tschimpke. Was Atomstrom wirklich koste, lasse sich derzeit noch gar nicht abschätzen. So seien zum Beispiel die Kosten für eine dauerhaft sichere Entsorgung von hochradioaktivem Atommüll unbekannt, weil weltweit kein funktionierendes Endlager in Betrieb ist. In Deutschland sei noch nicht einmal klar, wer denn die Kosten für ein sorgfältiges Verfahren zur Endlagersuche trage. „Wie wichtig eine gründliche Standortprüfung ist, zeigt sich an den Fehlentscheidungen mit dem Atommülllager ASSE II, wo nun marode Atomfässer auf Kosten der Allgemeinheit geborgen werden müssen“, warnt der NABU-Präsident.

Im Vergleich dazu sei die aktuelle Debatte um steigende Strompreise durch den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland völlig verzerrt. „Zum einen belasten die Zusatzkosten der Energiewende beim Strom die privaten Haushalte viel weniger als die Preissteigerungen für Heizung und Kraftstoffe. Zum anderen wären die Folgekosten für den Neubau von Atom- oder Kohlekraftwerken noch höher“, betont NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Immer weniger zu vermitteln sei aber die ungleiche Verteilung der Kosten für die Energiewende im Strommarkt. Weite Teile der Industrie profitierten mittlerweile nicht nur von zahlreichen Ausnahmeregelungen, sondern auch von den durch die erneuerbaren Energien gesunkenen Großhandelspreisen.
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NABU: Der Eisbär sieht seine Felle davon schwimmen
Darf nicht mehr gejagt werden: der Manati / Foto: Marion, pixelio.de
 
NABU: Der Eisbär sieht seine Felle davon schwimmen
CITES-Vertragsstaaten lehnen seinen Schutz vor Jagd und Handel ab

Berlin/Bangkok – Eisbären dürfen aller Voraussicht nach weltweit weiter gejagt und gehandelt werden. So lautet das vorläufige Votum der 177 Staaten, die heute über die Aufnahme des Eisbären in die höchste Schutzstufe des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) berieten. Mit einer Listung im Anhang I wäre der Eisbär vor kommerziellem Handel geschützt gewesen, den Kanada – als einziges Land weltweit – noch immer betreibt. Nach dem Klimawandel ist der internationale Handel eine der größten Bedrohungen für die nach Expertenschätzungen etwa 20.000 bis 25.000 Tiere: In den vergangenen Jahren erreichten die Preise für Eisbären-Felle Rekordhöhe, die Zahl der gehandelten Exemplare explodierte, Jagdquoten wurden erhöht.

Eingebracht hatten den Antrag die USA. Nach zwei Stunden hitziger Diskussion und zahlreichen Wortmeldungen lehnten viele Delegationen den Antrag ab oder enthielten sich der Stimme, wie etwa die EU – und das obwohl sich Russland demonstrativ auf die Seite der USA gestellt hatte. Lediglich 38 Länder sprachen sich für einen besseren Schutz des Ursus maritimus aus. Damit scheitert der Listungsantrag in erster Instanz – wie schon auf der 15. CITES-Konferenz in Doha/Katar vor drei Jahren. „Niemand bestreitet, dass der Klimawandel die größte Bedrohung für den Eisbären darstellt, aber das ist eben nur ein Faktor von vielen. Den internationalen Handel zu unterbinden wäre die Verantwortung der Vertragsstaaten – man nennt das Vorsorge-Prinzip“, so Claudia Praxmayer, NABU-Artenschutzexpertin. Die Ablehnung des Antrages muss allerdings nächste Woche noch im Plenum bestätigt werden.

Der Manati hingegen schwimmt in Bangkok ohne Probleme auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Die Seekuh fand breite Unterstützung von allen Seiten, sodass diese Entscheidung mit großer Wahrscheinlichkeit auch so im Plenum kommende Woche bestätigt wird. Derzeit leben noch rund 10.000 der Tiere in afrikanischen Binnen- und Küstengewässern, Tendenz abnehmend. Vor allem die Verschlechterung ihres Lebensraumes, Wilderei und internationaler Handel setzen den Säugern zu. Experten versprechen sich von einer Listung des Manatis in Anhang I nicht einen Handelsstopp, sondern ein verbessertes Management dieser Art in Zukunft.
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Freiburg: Cafébesuch mit Zimmerpflanze
Wie reagiert die Umwelt, wenn ein Mann eine Zimmerpflanze
zu einer Cola beziehungsweise einem Wasser ins Café
einlädt? Und was will er damit erreichen?

Im Vorfeld der Ausstellung „Make active choices. Kunst und
Ökologie. Wie tun?“ (17.5.-8.9.2013) findet eine Aktion des
jungen Künstlers Sebastian Gräfe statt. Gräfe ist dafür
bekannt auf verspielte und poetische Weise den Fokus auf die
häufig vergessenen Themen Natur und Wetter, sowie auf
Naturphänomene zu lenken. In diesem Rahmen erhielt er im
Jahre 2006 den 30. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst.

Die Aktion findet am Montag, 11.März um 14 Uhr im Café
Manna am Augustinerplatz statt. Wer kommen möchte, ist
herzlich eingeladen.
 
 

Pflege von Trockenrasen am Schneckenberg-Gipfel
Mit Freischneider gegen GestrĂĽpp auf Schneckenbergipfel / Foto: R. Treiber
 
Pflege von Trockenrasen am Schneckenberg-Gipfel
Arbeitseinsatz für das PLENUM-Projekt „Achkarrer Schneckenberg – Artenvielfalt der Reblandschaft fördern“

Am Achkarrer Schneckenberg haben Winzer in Kooperation mit dem Naturzentrum Kaiserstuhl und gefördert durch PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl einen wertvollen Trockenrasen und Trockenwald auf dem Gipfel im Naturschutzgebiet gepflegt. Die Lichtung wurde gemeinschaftlich erweitert und von Gestrüpp befreit, der angrenzende Wald aufgelichtet.

„Wo Vulkangestein nur dünn von Erde überdeckt wird, sind natürliche Steingärten mit Trockenrasen zu finden“, erläutert Reinhold Treiber, Leiter des Projekts. Damit die Trockenrasen mit rosa blühendem Berglauch, gelbem Frühlings-Fingerkraut und Sonnenröschen auf größerer Fläche erblühen können, haben Winzer nun kräftig Hand angelegt. Mit Motorsägen, Gabeln und Schlepper mit Seilwinde und Frontlader ausgerüstet befreiten Michael Kunzelmann, Matthias Lang, Nicolas Herr, Phillip Hammacher, Dirk Graner, Manuel Holzer, Andreas Zwick und ein Mitarbeiter des Weinguts Michel die Felsen von aufwachsenden Brombeeren und Gebüsch. Markante Flaumeichen, Wildapfel, Feldulme und Elsbeere wurden belassen. Der an die Trockenrasen angrenzende lichte Eichenwald auf dem flachgründigen Boden bietet seltenen Schmetterlingen wie dem Großen Waldportier einen idealen Lebensraum. Die Fläche wird im Rahmen des PLENUM-Projekts bis Ende 2013 weiter gepflegt. Matthias Hollerbach, Regionalmanager der PLENUM-Geschäftsstelle betont: „PLENUM schätzt den engagierten Einsatz der Achkarrer Winzer für die Naturschätze in der Weinbergslandschaft sehr und hat daher gerne zu einer finanziellen Förderung verholfen. Hier wird Vorbildliches geleistet und dabei gelernt, dass besondere Tier- und Pflanzenarten des Kaiserstuhls durch gezielte und regelmäßige Pflege erhalten und gefördert werden können.“

„Durch die Mitarbeit der Winzer bei der Landschaftspflege am Schneckenberg-Gipfel wird im PLENUM-Projekt die Förderung der Böschungspflege in der darunter liegenden Reblage möglich“, erläutert Projektleiter Reinhold Treiber die Vorteile. Dabei wird erstmals ein Doppelmesserbalken-Mäher der Firma Kunzelmann aus Achkarren zum Einsatz kommen. Dieser schont die Tierwelt der Böschungen viel besser als ein Mulchgerät.

Am Samstag, den 9. März findet ab 9.30 Uhr eine weitere Pflegemaßnahme am Schneckenberg-Gipfel statt, zu der Michael Kunzelmann alle Winzer von Achkarren um rege Teilnahme bittet.

zum Bild oben: Achkarrer Winzer auf dem Gipfel des Schneckenbergs im Einsatz gegen GestrĂĽpp auf wertvollen Trockenrasen (Foto: Reinhold Treiber)
 
 

 
Den heimatlichen Naturgarten Kaiserstuhl näher kennen lernen
Dreiteiliges Seminar bietet fachkundige EinfĂĽhrung

Was macht den Naturgarten Kaiserstuhl so einzigartig und beliebt? Was lockt Tagesausflügler und Touristen in die Region? Wie prägt der Weinbau die Landschaft und das Leben in der Region? Auf diese Grundfragen gibt es in einem Basisseminar im April umfassende Antworten von Personen, die sich als Winzer, Touristiker oder Naturschützer und Landschaftspfleger tagtäglich damit beschäftigen. Angeboten wird das dreiteilige Seminar von der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH, dem Verein Kaiserstühler Gästeführer e.V. und dem Naturzentrum Kaiserstuhl. Es richtet sich besonders an Menschen, die mehr über ihre Heimat erfahren wollen, die in ihrem Beruf immer wieder mit Fragen von Gästen und Urlaubern konfrontiert werden oder die gerne anderen Menschen die Besonderheiten und Schönheiten vermitteln möchten.

Das Basisseminar Naturgarten Kaiserstuhl findet nach Ostern jeweils Freitags statt:

12. April, 19-21:30 Uhr: „Natur und Landschaft der Region Naturgarten Kaiserstuhl“

19. April, 19-21:30 Uhr: „Weinbau und Landwirtschaft an Kaiserstuhl und Tuniberg“

26. April 16-19 Uhr: „Tourismus im Naturgarten Kaiserstuhl“

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Interessentinnen und Interessenten mögen sich bis zum 20. März bei folgender Adresse anmelden: Kaiserstuhl-Tuniberg Information / Breisach-Touristik, Marktplatz 16, 79206 Breisach, Tel: 07667-940155, Fax: 07667- 940158, info@kaiserstuhl.cc. Nach der Anmeldung erhalten Sie weitere Informationen über Ort, Zeit und Programminhalte.

Wer Interesse hat, aber an den genannten Terminen nicht teilnehmen kann, möge dies ebenfalls anmelden, damit bei ausreichendem Bedarf ein weiteres Basisseminar organisiert werden kann.

Aufbauend auf dem Basisseminar wird für Interessierte ab Sommer ein neuer Ausbildungsgang zum Kaiserstühler Gästeführer angeboten. Informationen hierzu gibt es im Basisseminar oder bei PLENUM, Matthias Hollerbach unter 0761-2187-5314.
 
 


 
"Fukushima mahnt - jetzt handeln!"
ist das Motto der Demonstration und Kundgebung in Neckarwestheim am 09. März.
Die Aktion beginnt ab 13.00 Uhr in Kirchheim/Neckar (Bahnhof) und wird von einem landesweiten Trägerkreis durchgeführt.

Es reden:
Franz Wagner (AktionsbĂĽndnis Energiewende Heilbronn)
Tomoyuki Takada (AtomfreeJapan - Atomfreie Welt in Ost und West - von Mensch zu Mensch)
Axel Mayer ( Bund fĂĽr Umwelt und Naturschutz Deutschland)
 
 

 
Europäischer Aktionstag: Bauernhöfe statt Agrarindustrie!
am 12. März 2013, 11.00 bis 15.30 Uhr
vor dem Europäischen Parlament in Straßburg

Fließen unsere Steuergelder weiter an die Agrarindustrie und in Monokulturen? Oder wird mit den Agrarsubventionen der EU endlich eine nachhaltig-bäuerliche und global verantwortliche Landwirtschaft gefördert? Am 12. März debattieren die Europa-Abgeordneten in Straßburg die EU-Agrarpolitik (GAP), am nächsten Tag entscheiden sie. Gemeinsam läuten wir am 12. März eine Agrarwende ein!
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Mehr Harmonie bei Mensch und Wolf
Eine kleine Wolfsfamilie / © Ralph Frank / WWF
 
Mehr Harmonie bei Mensch und Wolf
WWF startet neues Wolfsprojekt in Sachsen-Anhalt

Berlin/Magdeburg - Der WWF startet in enger Kooperation mit den zuständigen Fachbehörden des Landes ein neues Wolfsprojekt in Sachsen-Anhalt. Das teilte die Naturschutzorganisation am Mittwoch mit. Ziel sei es, die natürliche Rückkehr des Wolfes zu begleiten. Gemeinsam mit relevanten Interessensgruppen, wie etwa Nutztierhalter und Jäger, sollen daher Lösungsstrategien zur Konfliktvermeidung entwickelt werden. Ein Schwerpunkt wird daher in der Betriebsberatung und der Präventionsbetreuung liegen. Weiterhin könne Unterstützung geboten werden, um neue Wolfsgebiete im Land Sachsen-Anhalt möglichst zeitnah zu erfassen. Die Schaffung von Synergien mit anderen Verbänden sei ebenfalls ein Aspekt des Projektes, so der WWF. „Die Wölfe werden sich aller Voraussicht nach, hauptsächlich von Brandenburg und Sachsen kommend, weiter im Land ausbreiten. Das ist eine aufsehenerregende Entwicklung und eine enorme Herausforderung für den Naturschutz in Sachsen-Anhalt“, sagt Dr. Janosch Arnold, Wildbiologe beim WWF Deutschland und zuständig für Europäische Großsäuger.

Das neue WWF-Projektbüro wird in Arneburg (Landkreis Stendal) seinen Sitz haben und von dort aus die landesweiten Aktivitäten koordinieren. WWF-Büroleiterin Yvette Krummheuer arbeitet seit 2006 im Bereich Wolfsmonitoring, Herdenschutz und allgemeine Konfliktprävention in Brandenburg. „Der Wolf kehrt nach Sachsen-Anhalt zurück und ist europaweit streng geschützt. Es gilt nun, Wege zu finden, die ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander ermöglichen“, so Krummheuer. Sachsen-Anhalt könne in dieser Hinsicht von den Erfahrungen anderer Bundesländer profitieren. „Wolfsmanagement umfasst nicht nur effektive Herdenschutzmaßnahmen und schnelle Ausgleichszahlungen. Es geht vielmehr um einen ganzheitlichen, effizienten und für alle Betroffenen befriedigenden Ansatz. Das kommt letztlich Wolf und Mensch zugute“, findet Krummheuer.

Das WWF-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Landesreferenzstelle Wolfsschutz im Biosphärenreservat Mittelelbe koordiniert und durchgeführt. Ansprechpartner der Landesreferenzstelle Wolfsschutz ist Andreas Berbig vom Biosphärenreservat Mittlere Elbe mit Sitz in Arneburg.
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