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Samstag, 24. August 2019
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Verschiedenes

 
Mundenhof: Die ersten Mönchssittichbabys haben das Licht der Welt erblickt
Frisch geschlüpft: Auf dem Mundenhof sind drei kleine Mönchsittichbabys geschlüpft. Wer genau hinschaut, kann die etwas tapsig wirkenden aufgeplusterten Jungpapageien in der Nähe des Nests entdecken.

Die Mönchsittichgruppe ist vor einem guten halben Jahr vom Zoo Halle in das umgebaute Vogelhaus auf dem Mundenhof gezogen. Einige Vögel waren schon bei der Ankunft in einer festen Paarbeziehung. Dieser Umstand und die fürsorgliche Pflege der Tierpfleger haben dazu geführt, dass sie nach kurzer Zeit eifrig mit dem Nestbau begannen. Ein spannendes Unterfangen - denn das Besondere an den Vögeln aus Südamerika ist, dass die ganze Gruppe ein großes Gemeinschaftsnest errichtet, in dem die Paare ihren einzelnen Bau beziehen. Dieser besteht aus mehreren Kammern zum Schlafen, Brüten und Aufhalten. Ein solches Zuhause haben sich die Mönchsittiche auch auf dem Mundenhof geschaffen. Schon kurz nach der Ankunft fingen sie an, das von den Tierpflegern angebotene Nest zu erweitern. Dabei waren sie so fleißig, dass die Pfleger Mühe hatten, genügend Nistmaterial bereitzustellen.

Die Brutzeit dauerte etwa 22 Tage. Wenn die Jungvögel flügge sind, kann man als Laie den Unterschied zu den erwachsenen Vögeln nur schwer erkennen. Mit dem Nachwuchs gibt es derzeit 16 Mönchsittiche. Die Chancen auf weiteren Gruppenzuwachs stehen gut.

Das Vogelhaus befindet sich nahe der Erdmännchen in der exotischen Mitte des Mundenhofs. Dank eines Vermächtnis von Claire Keidel, der Witwe des ehemaligen Oberbürgermeisters Eugen Keidel, konnte es umgebaut und um eine Außenvoliere erweitert werden.
 
 

 
BUND-Umwelttipp: Schnooge? Mugge? Brämme ?
Nach dem Frühjahrshochwasser gibt es in Südbaden wieder eine Vielzahl von Stechmücken, Fliegen und Bremsen (auf badisch: Schnooge, Mugge, Brämme).
Es gibt einige Tipps, mit denen die kleinen Blutsauger abgehalten oder zumindest gebremst werden können: Fliegengitter an Türen und Fenstern, Regentonnen abdecken, vollgeregnete Töpfe entfernen und helle Kleidung tragen...

Der Bund für Umwelt und Naturschutz am Südlichen Oberrhein möchte an dieser Stelle aber vor allem aufzeigen, wie wichtig unsere Vogelwelt für die Schnakenbekämpfung ist. Vögel sind die natürlichen Feinde von Mücken und anderen Insekten. Sie fressen nicht nur eine Vielzahl von Insekten sondern auch deren Larven.

Es ist unglaublich wie viele Insekten ein Rauchschwalbenpaar für die Aufzucht der Jungen benötigt. Schätzungsweise 1.2 kg also ca. 100.000 bis 150.000 Insekten (eine Bremse wiegt viel weniger als eine Stechmücke) sind für die Aufzucht einer Schwalbenbrut von vier bis sechs Jungen nötig. Und manche Schwalben brüten zweimal pro Jahr!

Doch nicht nur die tagaktiven Vögel, sondern auch die nachtaktiven Fledermäuse haben Gefallen an den Insekten. Große Fledermäuse vertilgen im Verlauf eines Sommers bis zu einem Kilo Insekten. Die „Mückenfresser“ sind tatsächlich große Nützlinge und gerade haben viele Meisenarten auch die "neue" Nahrungsquelle, den Buchsbaumzünsler entdeckt.

Wer jetzt von „Schnooge, Mugge un Brämme“ geplagt ist sollte sich überlegen im Herbst und Winter Nistkästen aufzuhängen und im Garten ein wenig mehr vogelfreundliche „Wildnis“ zuzulassen. Bauanleitungen für Nistkästen finden Sie unter
www.bund-freiburg.de und beim BUND in der Freiburger Wilhemstraße 24a gibt’s nach den Sommerferien auch wieder Nistkästen, gefertigt in einer regionalen Behindertenwerkstatt.
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MĂĽllgebĂĽhren und RestmĂĽllmengen auf historischem Tiefstand
Umweltminister Franz Untersteller: „Wenn wir unsere Rolle als eine der führenden Wirtschaftsregionen Europas erhalten wollen, müssen wir unsere Anstrengungen zum Aufbau einer umfassenden Kreislaufwirtschaft weiter verstärken“

Umweltminister Franz Untersteller hat am 29.07. in Stuttgart die 24. Abfallbilanz Baden-WĂĽrttemberg vorgestellt.

Die aktuellen Müllgebühren (2013, alle anderen Daten beziehen sich auf das Jahr 2012) sind mit 148,69 Euro für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt auf einen neuen Tiefstand gesunken. „Inflationsbereinigt haben wir im Land seit dem Jahr 2002 einen Rückgang der Gebühren um fast 30 Prozent“, erklärte der Umweltminister.

Auch das Haus- und SperrmĂĽllaufkommen im Land ist erneut zurĂĽckgegangen und liegt mit 142 Kilogramm je Einwohner ebenfalls auf einem historischen Tiefstand.

„Diese Zahlen belegen einmal mehr die bundesweite Spitzenstellung unserer Abfallwirtschaft“, betonte Minister Untersteller.

Insgesamt sind im Jahr 2012 in Baden-Württemberg knapp 3,8 Millionen Tonnen Hausabfälle angefallen, davon rund 1,53 Millionen Tonnen Haus- und Sperrmüll. „Das sind über 20 Tausend Tonnen weniger als im Jahr zuvor“, erläuterte Franz Untersteller.

Je Einwohner wurden 43 Kilogramm Bioabfälle verwertet, eine weitere Steigerung gegenüber 2011 um ein Kilogramm. „Dennoch gibt es hier noch Luft nach oben“, betonte Franz Untersteller. „Wir wollen diese Menge kontinuierlich um weitere 17 Kilogramm auf insgesamt 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr erhöhen.“

Statistisch betrachtet am wenigsten Haus- und Sperrmüll produziert haben mit 64 Kilogramm pro Kopf erneut die Bewohner im ländlich geprägten Landkreis Freudenstadt. Mit 220 Kilogramm pro Kopf den höchsten Wert im ländlichen Raum weist der Hohenlohekreis auf. An der Spitze der städtischen Bereiche stehen die Universitätsstädte Freiburg mit 112, Ulm mit 121 und Heidelberg mit 140 Kilogramm Haus- und Sperrmüll je Einwohner. Am anderen Ende der Tabelle liegt hier die Stadt Mannheim mit 241 Kilogramm pro Kopf. „Das sind allerdings beachtliche sechs Kilogramm weniger als noch im Vorjahr“, unterstrich Umweltminister Untersteller.

Die Abfallbilanz liefere wertvolle Hinweise für die künftige Ausrichtung der Abfallpolitik im Land, erklärte der Minister weiter. „Eine gute und vorausschauende Abfallpolitik ist nicht nur praktizierter Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch beste Wirtschaftspolitik für unser Land.“ Das rohstoffarme Baden-Württemberg könne es sich nicht erlauben, die im Abfall steckenden knappen Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer oder Seltene Erden nicht wieder dem Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. „Wenn wir unsere Rolle als eine der führenden Wirtschaftsregionen Europas erhalten wollen, müssen wir unsere Anstrengungen zum Aufbau einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft weiter verstärken“, lautete das Fazit von Franz Untersteller.
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Vor 35 Jahren: Untere Havel wird zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung
NABU fordert bessere Umsetzung der Ramsar-Konvention

Der NABU hat anlässlich der Ausweisung der Unteren Havelniederung als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung vor 35 Jahren eine bessere Umsetzung der Ramsar-Konvention gefordert. Das rund 5.800 Hektar große Deichvorland beiderseits der Havel zwischen Hohennauen und Havelberg in den Ländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg besitzt seit 1978, insbesondere aufgrund seiner Bedeutung als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wat- und Wasservögel, sowie als CO2-Speicher großflächigen Schutzstatus. „Von den mehr als 200 nationalen Feuchtgebieten, die den Ramsar-Kriterien entsprechen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten allerdings nur 34 ausgewiesen. Dabei sind 95 Prozent der Moore in Deutschland bereits entwässert oder zerstört“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Die Bundesrepublik sollte ihre Vorbildfunktion gegenüber anderen Ramsar-Mitgliedsstaaten wahrnehmen und mehr nationale Gebiete wie die Untere Havelniederung ausweisen“, forderte Tschimpke.

Neben der Havel, dem Schollener See und dem Gülper See prägen zahlreiche Auen- und Kleingewässer, Nebenflüsse und Altarme der Havel sowie ausgedehnte Feuchtwiesen unterbrochen von Sandrücken, Gebüschen und Ufergehölzen diese Landschaft. Die natürlichen Hochwässer der Havel und ihrer Nebenflüsse sowie der Rückstau der nahen Elbe führen jährlich, insbesondere im Winter und Frühjahr, zu großflächigen Überflutungen. Das über weite Flächen gering besiedelte Gebiet und das verzweigte Gewässersystem bilden die Grundlage für die reiche Artenvielfalt. Der Schutz vieler hier vorkommender Tier- und Pflanzenarten hat überregionale Bedeutung, unter anderem das Vorkommen bedrohter Pflanzen wie Brenndolde und Lungenenzian, Vogelarten wie Fischadler und Schwarzstorch und der FFH-Richtlinie unterliegenden Arten wie Biber, Fischotter, Rotbauchunke und Moorfrosch.

„Die Untere Havelniederung ist das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mit ihrer Renaturierung schützen wir nicht nur mehr als 1.100 bedrohte und geschützte Arten, sondern sichern auch die Flächen, die sowohl vor Hochwasser schützen, als auch große Mengen an Kohlenstoff binden „Es besteht dringender Handlungsbedarf, den Schutz und die Renaturierung unserer Feuchtgebiete im Sinne des Klima-, Hochwasser- und Naturschutzes voranzutreiben“, sagte NABU-Havelprojektleiter Rocco Buchta.
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NABU zum Inkrafttreten des Endlagersuchgesetzes
Tschimpke: Kommission muss kritische Fragen klären

Zum morgigen Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes für hochradioaktive Abfälle erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke:

„Bei dem Gesetz handelt sich um einen politischen Kompromiss, von einem gesamtgesellschaftlichen Konsens kann noch keine Rede sein. Der NABU hat erfolgreich auf Nachbesserungen bei der Endlagersuche gedrängt, damit sichergestellt ist, dass es keine Vorfestlegungen auf den Standort Gorleben gibt und die Atomwirtschaft die Kosten für die Suche selbst zu tragen hat. Ziel muss es jetzt sein, durch konstruktiv-kritische Begleitung der Arbeit der vorgesehenen Enquete-Kommission, einen gesellschaftlichen Konsens zur Endlagersuche herzustellen. Die Kommission muss dabei unabhängig vom neuen Amt für kerntechnische Entsorgung arbeiten und über ihre Öffentlichkeitsarbeit alleine bestimmen.

In der Zwischenlagerfrage, für die teils am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangten Castoren, ist leider weiter keine Lösung in Sicht. „Daher müssen die Länder zügig zusammen mit der Bundesregierung und den Kraftwerksbetreibern klären, in welche Zwischenlager die noch ausstehenden Castortransporte gehen sollen.“
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Ă–KO-TEST-Magazin August 2013
 
Ă–KO-TEST-Magazin August 2013
Die August-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es seit dem 26. Juli im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: das Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

Test: Olivenöl „nativ extra"
Da kommt es mal wieder schwarz auf weiß: Teuer ist nicht zwangsläufig gut. Und bekannte Namen stehen nicht unbedingt für beste Qualität: Ausgerechnet das teuerste Olivenöl im Test – ein Produkt von Starkoch Alfons Schuhbeck – hat in einer aktuellen ÖKO-TEST-Untersuchung am schlechtesten abgeschnitten. Es schmeckte ranzig und alt und trägt deshalb die falsche Gütebezeichnung „nativ extra“. Der Geschmack war im übrigen das Kriterium, bei dem viele Testprodukte Mängel zeigten. Aber es gibt auch gute Öle für wenig Geld.

Test: Farbstoffe in Lebensmitteln, die von Kindern gegessen werden
Das ist echt erschreckend: In fast einem Viertel der von ÖKO-TEST untersuchten Lebensmittel stecken Farbstoffe, für die ein Warnhinweis vorgeschrieben ist, weil sie die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen können. Doch auch andere Schönfärber sind nicht harmlos - aber ausnahmslos überflüssig. Denn ein gutes Lebensmittel braucht keine Farbstoffe.

Test: Kinderinvaliditätsversicherungen
Viele Versicherungen sind nicht nötig, eine Invaliditätsversicherung schon: Sie soll ein Kind für den Fall absichern, dass durch einen Unfall eine Invalidität eintritt. Doch genau letzteres ist für viele Versicherer Dreh- und Angelpunkt bei der Frage, ob geleistet wird oder nicht. Und leider – so fand ÖKO-TEST bei seiner großen Untersuchung heraus – leisten einige Versicherer eben nicht, was man eigentlich erwartet. Sie zahlen etwa für ein querschnittsgelähmtes Kind nur dann, wenn es nicht noch im Rollstuhl in die Schule fahren kann.

Test: Mittel gegen Nagelpilz
13 freiverkäufliche Mittel waren im Test. Dreizehnmal konnte ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ vergeben. Das sind doch mal gute Nachrichten für alle Betroffenen: Wer sich mit leichten bis mittelschweren Nagelpilzinfektionen plagt, kann die von ÖKO-TEST untersuchten Produkte durch die Bank weg probieren. Allerdings dauert die Behandlung lange und muss konsequent durchgeführt werden.

Test: Perchlorat in Obst und GemĂĽse
Durch verunreinigte Düngemittel und belastete Wasser kann die Substanz Perchlorat in Obst und Gemüse enthalten sein. Der Stoff steht im Verdacht, dass er die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmt. Im ÖKO-TEST waren 40 Prozent der Proben Erdbeeren, Tomaten, Zucchini und Gurken belastet – meist nur gering. Aber ausgerechnet ein Bio-Produkt enthielt hohe Mengen – und wurde vom Anbieter umgehend aus dem Verkehr gezogen.

Test: Sommer-Duschgele
Ganz Deutschland schwitzt – da tut eine kalte Dusche einfach gut. Wer dazu eines der von ÖKO-TEST untersuchten aktuellen Sommer-Duschgele benutzt, muss sich bei den meisten Produkten keine Sorgen machen. Viele Duschgele waren frei von Schadstoffen, besonders erfreulich haben Naturkosmetikmarken abgeschnitten.

Test: Tapetenablöser
Gewiefte Heimwerker kennen den Trick schon lange: Eingetrockneten Leim, dicke Farbschichten und alte Tapeten bekommt man mit Wasser und einem Schuß Spülmittel gut von der Wand. Das Geld für so genannte Tapetenablöser, die es im Baumarkt zuhauf gibt, kann man sich wirklich sparen. Denn der aktuelle ÖKO-TEST ergab: Die Spezialprodukte können´s auch nicht besser als Wasser und Spülmittel.
 
 

NABU: Klimawandel verändert heimische Tier- und Pflanzenwelt
Der Wiedehopf liebt Wärme / Foto: nabu
 
NABU: Klimawandel verändert heimische Tier- und Pflanzenwelt
Tschimpke: Mit naturnahen Wäldern und Mooren gegensteuern

Berlin – Infolge des Klimawandels wird Deutschland als Standort wärmeliebender Arten immer attraktiver. Der ehemals ausschließlich in Südosteuropa beheimatete Bienenfresser zum Beispiel fühlt sich mittlerweile in Deutschland äußerst wohl. 2010 wurden allein in Sachsen-Anhalt bereits mehr als 500 Brutpaare dieser Vogelart gezählt. Er ist dabei kein Einzelfall. So verbreiten sich Wiedehopf, Gottesanbeterin, die aus Südeuropa stammende Giftspinne Ammen-Dornfinger, aber auch Pflanzenarten wie Stechpalme, Edelkastanie oder die allergieauslösende Ambrosia stetig weiter in Richtung Nordeuropa.

„Der vermeintliche Mehrwert für die Artenvielfalt ist jedoch ein Irrglaube. Allein der durch den Klimawandel verursachte zusätzliche Verlust von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in Deutschland wird von Experten auf 30 Prozent geschätzt. Die über Jahrhunderte und Jahrtausende auf einander eingespielten Beziehungen zwischen Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten drohen zu kippen“, sagte NABU Präsident Olaf Tschimpke. So zeige sich am Beispiel der Stieleiche, dass im Falle zunehmender Trockenheit nicht nur die Baumart selbst verschwinden würde, sondern auch von ihr abhängige Insektenarten wie unter anderem der Eremit, ein äußerst seltener Käfer ursprünglicher, mitteleuropäischer Waldgesellschaften. Auch Lebensraum-Spezialisten wie das in den Alpen lebende und karge Landschaften bevorzugende Schneehuhn haben es besonders schwer, da sie wenig flexibel auf Veränderungen ihrer Umwelt reagieren können. Wenn sich durch wärmere Durchschnittstemperaturen Bäume auch über die derzeitige Wachstumsgrenze von 1800 Metern über Seehöhe ansiedeln, wird es für den seltenen Vertreter der Rauhfußhühner immer schwieriger, ein geeignetes Habitat zu finden.

„Wichtig ist es, rechtzeitig mit umweltpolitischen Maßnahmen zu reagieren. Die Senkung von Klimagasemissionen, der Schutz und die Förderung naturnaher Wälder und Moore, die Vernetzung isolierter Biotope sowie die Renaturierung von Flüssen sind unbedingt notwendig, um die Anpassung der heimischen Flora und Fauna an sich verändernde Umweltbedingungen zu unterstützen“, so der NABU-Präsident.

Weitere umfassende Infos bietet die NABU-Broschüre „Arten im Klimawandel – Species and Climate Change“. Sie widmet sich 30 Tier- und Pflanzenarten, deren Entwicklungen beispielhaft für die Auswirkungen des Klimawandels sind. Der NABU veranschaulicht darin Gewinner und Verlierer von Veränderungen klimatischer Verhältnisse in Deutschland.

Die BroschĂĽre kann im Internet unter www.shop.nabu.de/shop bzw. beim NABU Natur Shop, info@nabu-natur-shop.de, Telefon 0511-89 81 38-0 fĂĽr 2,50 Euro bestellt werden.
 
 

 
Freiburg: Immer mehr fahren mit dem Rad
Rad ist das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel – Auf der Wiwilibrücke werden Rekordwerte gezählt

Der Rekordwert von 2012 am Rad-Zähl-Display an der Wiwilibrücke ist übertroffen. Gleich mehrfach wurde der Wert in den letzten Wochen geknackt. Im Jahr 2012 gab es nur einen Tag, an dem über 12.000 Menschen mit dem Rad über die Wiwilibrücke fuhren: am 28. Juni, beim WM-Halbfinale, mit 12.375 Zählungen. Dieses Jahr wurde die magische Zahl von 12.000 Radfahrenden bislang schon sechs Mal überschritten, der Höchstwert betrug dabei 12.514. In Spitzenzeiten fährt so durchschnittlich alle drei Sekunden ein Rad über die Zählschleife. In diesem Juni und Juli sind das durchschnittlich an jedem Wochentag fast 11.000 Radler, die über die Wiwilibrücke fahren.

Zu einem weiteren Rekord haben wohl die Fans der Toten Hosen beigetragen: An dem Samstag, an dem das Konzert statt fand, fuhren 9.759 Radfahrende am Zähl-Display vorbei, damit lag die Zahl zum ersten Mal an einem Samstag über 9.000.

Bislang fuhren über 1,3 Millionen Radfahrende über die Wiwilibrücke. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) rechnet damit, dass es bis zum Jahresende 2,3 bis 2,4 Millionen werden. Die Radler und Radlerinnen kommen so dem Limit der Skala von 2,5 Millionen auf dem Zähl-Display immer näher. Martin Leser, stellvertretender Leiter des GuT: „Das übertrifft alle unsere Erwartungen. Die Rekordwerte der letzten Wochen zeigen, dass der Radverkehr in Freiburg weiter zunimmt. Das ist das Ziel unseres Radkonzepts, die wir seit Jahren kontinuierlich umsetzen.“

Ein zentraler Punkt des Radkonzeptes ist der Ausbau von RadVorrang-Routen, auf denen Radfahrer große Strecken mit wenig Wartezeiten komfortabel und sicher zurücklegen können. Derzeit und in den nächsten Jahren läuft der Ausbau von drei Routen: an der Dreisam, an der Güterbahn und von Zähringen durch den Stühlinger nach Vauban/St.Georgen. Ziel des Konzeptes ist es, den Radverkehr bis 2020 auf über 30 Prozent der Wege anzuheben.

Nach der aktuell veröffentlichte Bürgerumfrage der Freiburger Statistiker Anfang Juli wäre dieses Ziel längst erreicht: Das Fahrrad ist die erste Wahl, wenn sich Freiburgerinnen und Freiburger fortbewegen. Im Alltagsverkehr geben zwischen 43% (zur Arbeit, Schule, Ausbildung) und 52% (zum Einkaufen, Erledigungen) der Befragten an, meist das Rad zu nutzen, im Freizeitverkehr sind es sogar 62%. Aufgrund der unterschiedlichen Erhebungsmethode sind die Werte aber nicht mit denen des Radkonzeptes vergleichbar.

In der Bürgerumfrage zeigte sich auch: Je höher der Schulabschluss und das Einkommen der Befragten ist, desto stärker nutzen sie das Rad. Radfahren ist auch eine Frage des Lebensstils: In modernen und liberalen Milieus wird es stärker genutzt als in konservativen.

Die beiden wichtigsten Gründe für die Nutzung des Fahrrades sind dessen Schnelligkeit (79%) und der Spaß (68%), den Radfahren macht. Auch die Tatsache, dass Radfahren sehr preiswert ist, sowie die sportliche Betätigung und die Gesundheit spielen eine große Rolle. Nur 7% geben an, dass sie keine andere Alternative zum Fahrrad haben. Das Radfahren wird also nicht aus Not gewählt, sondern weil es große Vorteile bringt. Auch das Vorhandensein von Radwegen ist ein Grund für das Radfahren. Die Planerinnen und Planer des GuT freuen sich: Über 71% der Befragten sind mit den Radwegen in Freiburg zufrieden.

Die „Ergebnisse der Bürgerumfrage 2012“ sind unter www.freiburg.de/statistik > „Veröffentlichungen“ einsehbar. Weitere Informationen zum Rad-Zähl-Display unter: www.freiburg.de/radverkehr und Zählergebnisse des Rad-Zähl-Displays aktuell unter: http://fr-wiwili.visio-tools.com
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