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Verschiedenes

Pappaufsteller anstelle von Elefanten
Gemeinsam ein Zeichen setzen - WWF und Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
 
Pappaufsteller anstelle von Elefanten
Gemeinsame Aktion von Zoos und WWF fĂŒr den Artenschutz

Der illegale Handel mit Nashorn und Elfenbein hat in den letzten fĂŒnf Jahren besorgniserregende
Ausmaße angenommen. In SĂŒdafrika stieg die Nashornwilderei seit 2007 um ĂŒber
6.000 Prozent. Und etwa 30.000 afrikanische Elefanten starben im vergangen Jahr fĂŒr ihr
Elfenbein, die meisten davon in der Kongowald-Region. Um ein starkes Zeichen gegen die
weltweite Wildtier-Mafia zu setzen, haben WWF sowie die deutschen Zoos in Leipzig, Köln,
MĂŒnster und der Opel-Zoo in Kronberg daher den „Tag des leeren Geheges“ ausgerufen. Im
Elefanten- und Nashorngehege fehlten heute temporÀr die Bewohner. Die Botschaft:
Institutionen wie der WWF und Zoos engagieren sich fĂŒr den Erhalt der BiodiversitĂ€t, damit
Tiere wie Elefanten und Nashörner nicht direkt vor unseren Augen verschwinden.

„Mit dem Aktionstag wollen wir aufrĂŒtteln und auf die dramatische Situation fĂŒr Nashörner
und Elefanten hinweisen. Ranger sind die letzten Schutzschilder der Tiere in der Wildnis und
riskieren oftmals ihr Leben fĂŒr deren Rettung. Wir zollen ihnen Respekt und wollen ihnen Mut
zusprechen“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Die Bedeutung der
Zoos fĂŒr den Arterhalt hebt Prof. Dr. Jörg Junhold, PrĂ€sident des Weltverbandes der Zoos
und Aquarien, hervor: „Bestimmte Tierarten werden gejagt, bis es zu spĂ€t ist. In Zoos
gehaltene BestÀnde von bedrohten Tierarten haben bereits mehrfach die Wiederansiedelung
möglich gemacht. Die internationale Zoo-Gemeinschaft versteht sich als Ort des
Artenschutzes – und auch der Bildung. Die Tiere sind Botschafter fĂŒr ihre freilebenden
Artgenossen, Zoos damit PR-Agenturen fĂŒr die Interessen der Wildtiere. Wie wir heute
wissen, schĂŒtzt der Mensch nur, was er kennt.“

Besondere Aufmerksamkeit haben in Leipzig auch die Ranger in den Nationalparks erfahren,
die an vorderster Front fĂŒr den Schutz der Tiere kĂ€mpfen. Um sie moralisch aus der Ferne
zu unterstĂŒtzen, haben die Zoo-Besucher Dankespostkarten an die WildhĂŒter geschrieben,
die nun an Ranger im Kongobecken und in die Republik SĂŒdafrika weitergeleitet werden. Um
sie fĂŒr ihre gefĂ€hrliche Arbeit zu wappnen, unterstĂŒtzt der WWF in verschiedenen LĂ€ndern
den Aufbau von Rangertrainings zur Wilderei-BekĂ€mpfung, liefert AusrĂŒstungen und beteiligt
sich am Aufbau von grenzĂŒbergreifenden Anti-Wilderei-Einheiten. Zudem finanziert er
Trainings, um die Tatortaufnahmen und Beweissicherstellung zu verbessern und TĂ€ter
einfacher ĂŒberfĂŒhren zu können.

Der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) unterstĂŒtzt weltweit Artenschutz- und
Forschungsprogramme, um vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten. Um den Schutz
von Elefanten geht es bspw. in Programmen in Indien und Botswana, fĂŒr den Erhalt von
Nashörnern laufen u.a. Projekte in Namibia und Botswana.

So hat sich in Zentralafrika der Bestand der Waldelefanten SchÀtzungen zufolge zwischen
2002 und 2011 auf weniger als 100.000 Tiere halbiert. Weiter sĂŒdlich sind es vor allem die
Nashörner, die gnadenlos verfolgt werden: In der Republik SĂŒdafrika wurden in diesem Jahr
bereits mehr als 536 Nashörner gewildert. Sogar das MilitÀr ist zu ihrem Schutz im Einsatz.
Schuld daran ist die unstillbare Nachfrage aus Asien. Die astronomischen Preise, die fĂŒr
Wildtierprodukte auf dem dortigen Schwarzmarkt zur medizinischen Nutzung oder als
Schmuck gezahlt werden, machen den illegalen Handel mit bedrohten Arten enorm lukrativ.

Hintergrund:

Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben laut Zahlen der International Ranger
Federation mindestens 82 WildhĂŒter weltweit beim Einsatz fĂŒr die Natur ihr Leben verloren.
60 davon kamen gewaltsam ums Leben. UnfÀlle, wie Feuer oder Tierattacken, waren
dagegen die Ausnahme. Allein in Afrika starben 42 von ihnen im Einsatz – doppelt so viele
wie im Jahr zuvor.
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NABU-Zahl des Monats
BreitflĂŒgelfledermaus am Quartier / Foto: Eberhard Menz
 
NABU-Zahl des Monats
2862 „Fledermausfreundliche HĂ€user“ in Deutschland

NABU: Wohnungsnot der kleinen Flugakrobaten wird gelindert

2862 HĂ€user hat der NABU in Deutschland inzwischen als „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet. In ihnen finden die nĂ€chtlichen Flugakrobaten den dringend benötigten Unterschlupf. Denn FledermĂ€use sind wie kaum eine andere Tiergruppe in ihrer Wohn- und Lebensweise vom Menschen abhĂ€ngig. Bevorzugt besiedeln sie Dachböden und HohlrĂ€ume – ohne dabei die Bausubstanz zu schĂ€digen.

„Fledermausfreundliche HĂ€user“ werden vom NABU und seinen Partnern mit einer Plakette ausgezeichnet. Mit der Aktion soll langfristig die Wohnungsnot der kleinen Flugakrobaten gelindert werden.

Damit FledermĂ€use durch die Sanierung von GebĂ€uden und andere baulichen Maßnahmen ihre LebensrĂ€ume nicht verlieren, sollten Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Der NABU empfiehlt, Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und DĂ€chern verloren gehen, durch kĂŒnstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle zu ersetzen.

Am 24. und 25. August können die seltenen Kunstflieger wieder an vielen Orten Deutschlands beobachtet werden. Bei der „Batnight 2013“ bieten NABU-Gruppen zahlreiche Exkursionen und Veranstaltungen an. Durch die jĂ€hrlich stattfindende EuropĂ€ische Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden.
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NABU-Kreuzfahrt-Check: Fast alle Schiffe schaden Gesundheit und Umwelt
TUI und Hapag-Lloyd legen mit Abgastechnik vor, AIDA weiter ohne Kat und Filter

Kaum ein Kreuzfahrtschiff, das in den kommenden Jahren in Europa unterwegs sein wird, ist aus Gesundheits- und Umweltsicht empfehlenswert. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des NABU. Der Umweltverband untersuchte alle 20 der bis 2016 fĂŒr den europĂ€ischen Markt vom Stapel laufenden Kreuzfahrtschiffe auf ihre Abgastechnik und deren Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit hin.

Am besten schneiden die Anbieter TUI und Hapag Lloyd ab. Beide setzen mit Stickoxid-Katalysatoren erstmals bei Kreuzfahrtschiffen auf wirksame Abgastechnik. Allerdings fehlt auch ihnen weiter ein Rußpartikelfilter. Klarer Verlierer des NABU-Kreuzfahrtrankings ist AIDA. Beim BranchenfĂŒhrer klaffen Anspruch und Wirklichkeit am weitesten auseinander. „AIDA wird bis auf Weiteres ohne jegliche Abgastechnik unterwegs sein. Seinen jĂ€hrlich mehr als 600.000 GĂ€sten pustet das Unternehmen damit weiter hochgradig giftige Abgase um die Nase“, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.

Insgesamt, so zeigt die Analyse, werden 17 der 20 Schiffe ĂŒber keinerlei Abgasreinigung verfĂŒgen. Und das, obwohl die Technik lĂ€ngst verfĂŒgbar und im Vergleich zu den Gesamtkosten der Schiffe erschwinglich ist. Pro Schiff, so der NABU-Verkehrsexperte, koste ein wirksames Abgassystem maximal eine Million Euro – bei Gesamtinvestitionen von insgesamt 9,7 Milliarden Euro fĂŒr alle Neubauten bis 2016 mache dies gerade einmal 0,2 Prozent aller Kosten aus. „Es ist beschĂ€mend, dass AIDA, Costa und Royal Carribean lieber Millionen in teure Greenwashing-Kampagnen stecken, als tatsĂ€chlich einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein funktionierendes Abgassystem zu investieren“, so Oeliger.

Obwohl die Gesundheitsgefahr, die von ungefilterten Stickoxiden und Rußpartikeln ausgeht, auch den Reedereien hinreichend bekannt ist, seien diese weiterhin nicht bereit, flĂ€chendeckend Katalysatoren und Filter einzubauen und die Abgasbelastung so um weit mehr als 90 Prozent zu senken. Rußpartikel dringen tief in die Lunge ein, sind Krebs erregend und können Herzinfarkte verursachen. UnlĂ€ngst haben auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und die deutsche Wissenschaftsorganisation Helmholtz-Gemeinschaft die massive GefĂ€hrdung von Anwohnern, GĂ€sten und Crewmitgliedern durch Schiffsabgase bestĂ€tigt. Rußpartikel aus Dieselmotoren sind demnach mit der Giftigkeit von Asbest gleichzusetzen. „Aus gesundheitlichen GrĂŒnden ist zurzeit auf keinem einzigen Kreuzfahrtschiff Urlaub ratsam“, so Axel Friedrich, weltweit anerkannter Experte fĂŒr Luftreinhaltung.

Erschwerend kommt hinzu, dass alle Reeder weiter auf Schweröl als Kraftstoff setzen. „Schweröl enthĂ€lt Unmengen an giftigen Substanzen, die bei der Verbrennung in die Atemluft gelangen. Auch im Falle einer Havarie birgt es erhebliche Gefahren fĂŒr die Meeresökologie. So genannte ‚Scrubber‘, wie verschiedene Reeder sie einsetzen wollen, senken zwar die Schwefeldioxidbelastung. Doch ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind durch Reststoffe und die verlĂ€ngerte Nutzung von Schweröl inakzeptabel“, so Friedrich. Eine Umstellung auf den vergleichsweise sauberen Schiffsdiesel wĂ€re dabei sofort möglich.

ZusĂ€tzlich ist die gesundheitliche Belastung fĂŒr Hafenanwohner in den vergangenen Jahren durch Kreuzfahrtschiffe enorm gestiegen. Derzeit liegen die Ozeanriesen mit laufenden Motoren inmitten der HafenstĂ€dte vor Anker und pusten so Unmengen an Abgasen in die Luft. Die von den Reedereien seit Langem angekĂŒndigte emissionsreduzierte Stromversorgung wĂ€hrend der Liegezeit, zum Beispiel im Hamburger Hafen, fehlt noch immer. „Die Verzögerungstaktik der Reedereien ist angesichts zunehmender KreuzfahrtschiffanlĂ€ufe und der wachsenden Belastung von GĂ€sten und Anwohnern so unverstĂ€ndlich wie unverantwortlich“, sagte der Umweltexperte des NABU Hamburg, Malte Siegert. Schon fĂŒr dieses Jahr hatten TUI und AIDA jeweils mit FlĂŒssiggas betriebene Versorgungssysteme versprochen, um ihre Maschinen im Hafen teilweise abschalten zu können. „Die werbewirksamen Schlagzeilen haben die Unternehmen eingefahren, wĂ€hrend ihre Schiffe heute noch immer mit wenig RĂŒcksicht auf Verluste Dreck durch die Schornsteine ausstoßen“, so Siegert.

Ein einziges modernes Kreuzfahrtschiff stĂ¶ĂŸt tĂ€glich rund 450 Kilogramm Rußpartikel, 5.250 Kilogramm Stickoxide und 7.500 Kilogramm Schwefeldioxide aus. Die Luftschadstoffbelastung, die von den untersuchten 20 Kreuzfahrtschiffen ausgeht, entspricht damit insgesamt derjenigen von rund 120 Millionen modernen Pkw.
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Geburtenalarm auf dem Mundenhof: Nachwuchs bei Watussi-Rindern und Javaner-Affen
Auf dem Mundenhof gibt es derzeit keine Nachwuchssorgen: In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August haben eine Watussi-Kuh und ein Javaner-Affen-Weibchen jeweils ein Tierbaby zur Welt gebracht. Die Geburten wurden mit Spannung erwartet – seit Wochen waren die BĂ€uche rund und die Tierpfleger in Bereitschaft. Umso grĂ¶ĂŸer war die Überraschung, als es nun in einer Nacht gleich zweimal Nachwuchs gab.

In der afrikanischen Steppe vergrĂ¶ĂŸerte sich die Herde der Watussi-Rinder mit den prĂ€chtigen Hörnern damit auf fĂŒnf Tiere. Bei den Javaner-Affen sorgte die zwölfjĂ€hrige Mandiri fĂŒr den Zuwachs. Insgesamt tummeln sich nun 29 Tiere im Javaner-Affen-Gehege, 17 davon sind Kinder und Jugendliche. Entsprechend turbulent geht es im Gehege zu, das Leittier Niamuk hat alle HĂ€nde voll zu tun, die Gruppe im Griff zu behalten. Wer sich selbst davon ĂŒberzeugen möchte, kann dies bei einem Besuch in Baden-WĂŒrttembergs grĂ¶ĂŸtem Tiergehege tun - und dabei mit etwas GlĂŒck auch die Tierbabys entdecken.
 
 

Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung
Das Logo der UN-Dekade / Foto: Fesa e.V.
 
Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung
Der fesa e.V. erhÀlt Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Freiburg, 06.08.2013: Die Deutsche UNESCO-Kommission hat den fesa e.V. als Projekt der UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Nachdem 2012 das fesa-Projekt fĂŒr Grundschulen "Klimaschutz zum Anfassen" die Auszeichnung als Dekade-Projekt erhielt, bekommt nun der Verein als Ganzes die Anerkennung fĂŒr seine Arbeit.

"Der fesa e.V. zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfĂ€hige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury wĂŒrdigt das Projekt, weil es verstĂ€ndlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln", so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits ĂŒber 1.700 Projekte ausgezeichnet: In SchĂŒlerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll und dabei umweltvertrĂ€glich sowie sozial gerecht zu handeln. KindergĂ€rten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich fĂŒr fairen Handel. Außerschulische TrĂ€ger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.

VielfĂ€ltiges Angebot im Rahmen von Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen der Bildung fĂŒr Nachhaltige Entwicklung bietet der fesa e.V. nicht nur pĂ€dagogische Projekte fĂŒr Kinder und Jugendliche, sondern ist auch in Bereichen Erwachsenbildung, AufklĂ€rung und Öffentlichkeitarbeit tĂ€tig. Zu den aktuell laufenden, pĂ€dagogischen Projekten zĂ€hlen "Unser Dorf hat Power", "Experimente mit Erneuerbaren Energien", "Klima-Rallye" und "Klimaschutz zum Anfassen".

Innerhalb der Erwachsenenbildung fördert der fesa e.V. zum einen den Kompetenzaufbau fĂŒr ehrenamtliche Energieinitiativen, der in Form von Workshops innerhalb des Projekts RegioNetz angeboten wird; zum anderen berĂ€t und informiert er Kommunen, fĂŒhrt jĂ€hrlich den Kongress "Energieautonome Kommunen" durch und bietet Fortbildungen im Bereich Energie- und Klimaschutzmanagement an.

FĂŒr AufklĂ€rung und Öffentlichkeitsarbeit sorgt der fesa e.V. nicht nur durch seine PresseprĂ€senz, sondern auch durch Veröffentlichung aktueller Themen und wichtiger Termine auf den Webseiten www.fesa.de, www.solarregion.net und www.energie-autonome-kommunen.de. VierteljĂ€hrlich bringt der fesa e.V. zudem die Zeitschrift SolarRegion mit immer wechselnden Topthemen auf den Markt, die ĂŒber regionale und ĂŒberregionale Entwicklungen in der Energiewirtschaft informiert und energie- und umweltpolitische Entscheidungen kritisch unter die Lupe nimmt. Auch im E-Paper fesa-Thema werden Themen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit kritisch durchleuchtet und der Öffentlichkeit nĂ€her gebracht.

UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" (2005-2014)

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder fĂŒr eine menschenwĂŒrdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen FĂ€higkeiten dazu vermittelt Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen AktivitĂ€ten zur UN-Dekade "Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte

Eine Jury aus Experten entscheidet ĂŒber die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den GrundsĂ€tzen der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. So mĂŒssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemĂŒhen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Auch Kommunen können sich bewerben

Auch StĂ€dte, Gemeinden und Landkreise können eine Auszeichnung erhalten. FĂŒr außergewöhnliches Engagement im Bereich der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung erhalten sie die Auszeichnung als Stadt oder Gemeinde der UN-Dekade. Bis heute wurde dieser Titel an 16 Kommunen in Deutschland verliehen. Nach zwei Jahren ist fĂŒr Projekte und Kommunen eine Wiederbewerbung fĂŒr die kommenden beiden Jahre möglich.
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Zoo Leipzig: Zwei LippenbÀren abgegeben
LippenbÀren Heiderose und Rachana in der LippenbÀrenschlucht © Zoo Leipzig
 
Zoo Leipzig: Zwei LippenbÀren abgegeben
Seit kurzer Zeit hat LippenbÀrin Heiderose (geb. 04.01.2012 in Leipzig) eine SpielgefÀhrtin:
Rachana aus Indien. Die ZweijÀhrige ist eine von vier Indischen LippenbÀren (Melursus
ursinus ursinus), die vor knapp drei Monaten aus Indien im Zoo Leipzig eingetroffenen sind.
WĂ€hrend Rachana sowie das vier Jahre alte MĂ€nnchen Subodh kĂŒnftig in der
LippenbÀrenschlucht im Zoo Leipzig leben, sind die beiden BÀren Kaveri und Rajath gestern
an den Zoo Berlin abgegeben worden. Mit der Einfuhr der in indischen Zoos geborenen Tiere
ist ein wichtiger Schritt fĂŒr den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tierart gelungen. Sie
sind Bestandteil des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) und vergrĂ¶ĂŸern damit
die genetische VariabilitÀt des europÀischen Bestandes. Ziel ist es, auf beiden Kontinenten
eine stabile, selbsterhaltende Zoopopulation zu sichern. Das ist notwendig, weil die Tierart in
der Wildbahn vom Aussterben bedroht ist.

Möglich wurde die interkontinentale Zusammenarbeit fĂŒr den Artenschutz auf der Grundlage
der im Dezember unterzeichneten ErklÀrung zwischen dem Zoo Leipzig und der indischen
Zoobehörde (CZA), die dem Umweltministerium unterstellt ist. Im Rahmen der Vereinbarung,
die dem Artenschutz und dem interkontinentalen Wissenstransfer dient, wurde bereits ein
Expertenbesuch von Leipzig in Indien sowie ein Workshop-Aufenthalt indischer Kollegen in
Deutschland realisiert. „Mit dem Einleben der vier LippenbĂ€ren aus Indien ist ein weiterer
wichtiger Bestandteil der interkontinentalen Zusammenarbeit fĂŒr den Arterhalt umgesetzt
worden,“ erklĂ€rt Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold, der als PrĂ€sident des Weltverbandes der
Zoos und Aquarien (WAZA) das globale Populationsmanagement forciert und die
Zusammenarbeit der internationalen Zoogemeinschaft mit asiatischen Zoos intensiviert.

Traditioneller Jahresbericht veröffentlicht

Bereits im vergangenen Jahr hat der Zoo Leipzig mit dem Import von zehn Komodowaranen
aus Amerika die internationale Zusammenarbeit zum Erhalt bedrohter Tierarten
vorangetrieben. Dieser Transfer sowie viele weitere zurĂŒckliegende Geschehnisse aus dem
Jahr 2012 sind in der kĂŒrzlich erschienenen Panthera, dem JahresrĂŒckblick des Zoo Leipzig,
beschrieben. Zoofreunde können den Jahresbericht in den Zoo-Shops erwerben.
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NABU warnt vor dem Aussterben des Sumatra-Tigers
Sumatra-Tiger / Foto: Thomas Herzog
 
NABU warnt vor dem Aussterben des Sumatra-Tigers
Tennhardt: Wilderei und illegaler Handel in Indonesien wieder auf dem Vormarsch

Berlin/Jakarta – AnlĂ€sslich des Internationalen Tiger-Tags (29. Juli) warnt der NABU vor dem Aussterben einer der seltensten Tiger-Unterarten: des Sumatra-Tigers. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN gab es in den 1970er Jahren noch etwa 1000 wildlebende Sumatra-Tiger. Gesicherte aktuelle Bestandszahlen gibt es nicht, ExpertenschĂ€tzungen liegen allerdings bei nur noch 400 erwachsenen Tieren – mit abnehmender Tendenz. Wie fĂŒr alle Tiger-Unterarten sind Wilderei, die Dezimierung von Beutetieren und Lebensraumverlust die grĂ¶ĂŸten Bedrohungen. Bis heute werden Indonesiens WĂ€lder fĂŒr Palmöl-Plantagen gerodet. Inzwischen wurden die meisten Tiefland-RegenwĂ€lder vernichtet und mit ihnen auch die dort lebenden Tiger. Außerdem bedroht die Nachfrage nach Tiger-Produkten fĂŒr die traditionelle asiatische Medizin die letzten Tiger Sumatras.

Laut IUCN wurden allein zwischen den Jahren 1998 und 2002 jĂ€hrlich mindestens 51 Tiere getötet, drei Viertel von ihnen fĂŒr den Handel. „Auch heute sieht die Situation nicht besser aus“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Ein FĂŒnftel aller in den vergangenen drei Jahren weltweit beschlagnahmten illegal gehandelten Tiger wurde in Indonesien konfisziert. Bis heute gibt es offenbar innerhalb Indonesiens einen Schwarzmarkt fĂŒr Tigerklauen und -zĂ€hne. Knochen und HĂ€ute landen vor allem auf dem Exportmarkt.“ Bestandteile der Großkatze werden fĂŒr die traditionelle asiatische Medizin beispielsweise zu „Tiger-Wein“ oder „Tigerknochen-Leim“ verarbeitet.

Im Harapan-Regenwald auf der indonesischen Insel Sumatra unterstĂŒtzt der NABU ein Wald- und Tigerschutz-Projekt, dass im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert wird. Die gute Nachricht zuerst: In dem etwa 100.000 Hektar großen Gebiet gibt es noch ausreichend Beutetiere, vor allem Wildschweine, so dass es den Tigern in Harapan gut geht. Jedoch finden die NaturschĂŒtzer vor Ort immer wieder Fallen von Wilderern im Harapan-Regenwald. „Wir nehmen die VorfĂ€lle ernst und werden nicht zulassen, dass Wilderei in dem Gebiet um sich greift“, sagte NABU-Projektreferentin Katjuscha Dörfel. „Unsere Kollegen vor Ort zerstören deshalb Fallen, die sie finden, und beobachten die Tiger-Population in Harapan genau, unter anderem mit Hilfe von Kamerafallen.“

Der Tiger-Handel ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES verboten. Doch manche FĂ€lle von Tiger-Wilderei werden bis heute nicht geahndet. So sind in Indonesien lediglich zwei Unterarten des Tigers gesetzlich geschĂŒtzt: der Sumatra-Tiger und der Java-Tiger, der bereits als ausgestorben gilt. Strafvollzugsbehörden mĂŒssen also stets genau beweisen, dass beschlagnahmte Tiere zu einer dieser Unterarten zĂ€hlen, bevor es zu einer Anklage kommen kann. Dies kann jedoch nicht immer beweiskrĂ€ftig nachgewiesen werden. „Indonesien muss die Gesetzgebung so schnell wie möglich anpassen, um sicherzustellen, dass alle Unterarten des Tigers umfassend geschĂŒtzt und Wilderei sowie illegaler Handel strafrechtlich verfolgt werden“, sagte NABU-Artenschutzexperte Tom Kirschey. „Dies gilt auch fĂŒr andere Staaten. Weltweit gibt es nur noch etwa 3000 bis 5000 wild lebende Tiger. Daher mĂŒssen alle Verbreitungsstaaten die grĂ¶ĂŸtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um Wilderei und internationalen Handel mit Tiger-Produkten zu stoppen.“

Derweil kommt auf die Tiger im Harapan-Regenwald eine weitere Bedrohung zu. Zurzeit wird eine Straße fĂŒr die Kohleförderung geplant, die das Gebiet zweiteilen und damit auch den Lebensraum der Tiger zerstören wĂŒrde: 800 LKW pro Tag könnten kĂŒnftig ĂŒber eine 15 Meter breite Straße rollen. Der NABU bemĂŒht sich nun gemeinsam mit den Partnern vor Ort, die Regierung von den StraßenbauplĂ€nen abzubringen.
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Rad- und Gehwege der Schauinslandstraße sind bis GĂŒnterstal fertiggestellt
Die Geh- und Radwege entlang der Westeseite der Schauinslandstraße auf Höhe des neuen Baugebiets „Schauinslandstraße SĂŒd“ sind jetzt bis zum Ortseingang GĂŒnterstal fertiggestellt. Vor dem Ortseingang verbessert ein Fahrbahnteiler die StraßenĂŒberquerung und trĂ€gt zur Reduzierung der Geschwindigkeit bei. Die Straßenplanung war mit dem RegierungsprĂ€sidium abgestimmt, weil ein Teil der Straße außerhalb der Freiburger Stadtgrenzen liegt. Nachdem die KanĂ€le fertiggestellt wurden begannen im Mai die Arbeiten. Das RegierungsprĂ€sidium beteiligt sich auch an den Gesamtkosten in Höhe von 220.000 Euro mit einem Anteil von 100.000 Euro. Noch nicht fertiggestellt ist der sĂŒdliche Einfahrtsbereich ins Baugebiet „Schauinslandstraße SĂŒd“ und der EinmĂŒndungsbereich nach St. Valentin. Der Verkehr wird daher weiterhin ĂŒber die nördliche Zufahrt ins Baugebiet und ĂŒber die Baustraße nach St. Valentin geleitet.
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 


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