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Samstag, 24. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU schickt seltene Schreiadler mit Sendern auf die Reise nach Afrika
Informationen über Zugverhalten hilft die Vögel besser zu schützen

Zwölf der vom Aussterben bedrohten Schreiadler fliegen zurzeit im Auftrag des NABU mit kleinen Rucksacksendern in ihre Überwinterungsgebiete im südlichen Afrika. Auf dem Rücken der Vögel wurden circa 30 Gramm leichte Rucksacksender angebracht, die regelmäßig die genaue Position, Höhe und Fluggeschwindigkeit der Adler mitteilen. Ziel ist es, das Zugverhalten der Vögel zu erforschen. Auf einer interaktiven Karte unter www.NABU.de/adlerzug können die kleinsten Adler Deutschlands auf ihrer Reise begleitet werden.

„Durch die modernen Sender erhalten wir völlig neue Erkenntnisse, die wir für den Schutz des seltenen Adlers einsetzen. So erfahren wir erstmals, ob und wie die Tiere auf ihrem Zug Nahrung aufnehmen, wo sie rasten und in welchen Regionen sie besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Denn nicht wenige Schreiadler fallen auf ihrem Zug Abschüssen zum Opfer“, berichtet Schreiadlerexperte Bernd-Ulrich Meyburg, der die Vögel für den NABU und die Weltarbeitsgruppe Greifvögel und Eulen e.V. mit den Sendern ausgerüstet hat.

Meyburg setzt zwei verschiedene Typen von Sendern ein, die ĂĽber ein eingebautes GPS-Modul die Position ermitteln. Zum einen werden die Daten ĂĽber Satelliten an Bodenstationen gefunkt. Zum anderen nutzen die modernsten Sender das Mobilfunknetz, um ihre Positionsdaten zu ĂĽbermitteln.

Nur noch knapp 100 Paare des seltenen Schreiadlers brüten noch in Deutschland. Und jedes Jahr werden es weniger. Seit Jahren kämpft der NABU für den Erhalt der letzten Lebensräume des scheuen Greifvogels, kauft Flächen in den Brutrevieren und kümmert sich um den Schutz seiner Nahrungsgebiete. Auch in diesem Jahr konnte der NABU so wertvollen Lebensraum für den Schreiadler dauerhaft sichern, zum Beispiel in der Lapitz-Geveziner Waldlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Erfolge erzielt der NABU auch mit der Auswilderung von Schreiadlern in Brandenburg. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgruppe Greifvogelschutz des NABU und der Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen e.V. werden in Brandenburg junge Schreiadler aufgezogen und ausgewildert. Damit soll der Bestandsrückgang der seltensten Adlerart Deutschlands gestoppt werden. „Vier Jungadler haben die Auswilderungsstation bereits erfolgreich verlassen. Damit hat der NABU den Bruterfolg der brandenburgischen Schreiadler um 40 Prozent erhöht“, so Meyburg.

Schreiadler legen in der Regel zwei Eier, aus denen zwei Junge schlüpfen. Nur das Stärkere von ihnen überlebt. Das jüngere Küken stirbt bereits nach wenigen Tagen, es wird vom erstgeborenen Jungen bekämpft und verhungert. Dieses Verhalten ist als Kainismus bekannt. In einigen Nestern wird daher der zweitgeborene Jungvogel (der „Abel“) behutsam aus dem Nest genommen und in der Auswilderungsstation in Brandenburg groß gezogen. Mit diesem Projekt wollen die Vogelschützer des NABU dazu beitragen, den Schreiadler in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Die Projekte werden aus Spendengeldern und Adlerpatenschaften finanziert.
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Neuer Schlossbergpfad durch den ehemaligen Mez’schen Garten wird eröffnet
Kindergruppe ĂĽbernimmt Patenschaft fĂĽr neue
Sitzgruppe – Bauminstallation von Josef Bücheler kann
eingeweiht werden

Heute wird der neue Schlossbergpfad vom Gewerbekanal an
der Kartäuserstraße durch den ehemaligen Mez’schen Garten
zum kleinen Kanonenplatz offiziell eröffnet. Baubürgermeister
Martin Haag, Marcel Thimm, Vorsitzender des Kuratoriums
Schlossberg sowie Norbert Tobisch, Geschäftsführer des
Siedlungswerks Stuttgart, können nicht nur den neuen Pfad,
sondern auch den neu gestalteten Sitzplatz sowie die von
dem KĂĽnstler Josef BĂĽcheler geschaffene Bauminstallation
einweihen.

Die dort vorhandenen Wege waren im Lauf der Zeit
zugewachsen, verwildert und zu einem groĂźen Teil zerfallen.
Dem Siedlungswerk Freiburg, einer gemeinnĂĽtzigen
Gesellschaft für Wohnungs- und Städtebau in kirchlicher
Trägerschaft, ist es gemeinsam mit der Stadt Freiburg und mit
dem Kuratorium Schlossberg zu verdanken, dass dieses
schon lange geplante Projekt jetzt verwirklicht werden konnte.

Die Arbeiten wurden vom Forstamt unter dem Revierförster
Dieter Thoma ausgefĂĽhrt. Die Wege wurden instandgesetzt,
die Geländer erneuert, das Unterholz entfernt und die
Mauerteile repariert. Die zwei bisher vorhandenen Routen
wurden voneinander getrennt und sollen in Zukunft zum einen
Teil von Mountainbikern und zum anderen Teil von
Fußgängerinnen und Fußgängern genutzt werden. Die
Initiatoren hoffen, dass die angebrachten Schilder strikt
beachtet werden, um ein ungestörtes Miteinander zwischen
Zweiradfahrern und Fußgängern sicherzustellen. Die
gesamten Kosten der Instandsetzung von 10.000 Euro
wurden auf Vermittlung des Kuratoriums Schlossberg vom
Siedlungswerk Stuttgart ĂĽbernommen.

Die Mez’schen Gärten waren von der Fabrikantenfamilie Mez
hinter deren Villa und dem angrenzenden Betrieb angelegt
worden und sollten vor allem der Erholung der Arbeiterinnen
und Arbeiter in den Pausen dienen. Das Siedlungswerk hatte
eine Anregung des inzwischen verstorbenen langjährigen
Geschäftsführers des Kuratoriums Freiburger Schlossberg,
Josef Diel, aufgenommen und gemeinsam mit der Stadt die
BrĂĽcke ĂĽber den Gewerbekanal erneuert, um eine direkte
Verbindung zwischen der Oberau und dem Burghaldering zu
erschlieĂźen. Mit der jetzt abgeschlossenen Sanierung des
Gartenwegs ist eine fußläufige Verknüpfung zwischen dem
Stadtteil Wiehre ĂĽber den Hanggarten, den Burghaldering,
dem Kleinen Kanonenplatz und der Treppe zum
Schlossbergturm hergestellt worden.

Am Ausgangspunkt des neuen Pfades steht die vom
Siedlungswerk angeschaffte Bauminstallation „Für Kaspar
Hauser“ des Rottweiler Künstlers Josef Bücheler, die
Bestandteil der 2012 auf dem Schlossberg gezeigten
Ausstellung „aussichtKunst“ war. Ebenfalls am Fuß des
Pfades wurde ein Sitzplatz eingerichtet, fĂĽr den eine Gruppe
des angrenzenden Kinder- und Familienzentrums St.
Augustinus die Patenschaft ĂĽbernehmen wird.
 
 

 
Neues HochwasserrĂĽckhaltebecken Grafenacker gebaut
Opfingen ist für das nächste Hochwasser gerüstet

Opfingen hat ein neues Hochwasserrückhaltebecken. Bei der Vorstellung und Inbetriebnahme des neuen Rückhaltebeckens Grafenacker bedankte sich Baubürgermeister Martin Haag bei Hans-Jürgen Stadelhofer, Ortsvorsteher von Opfingen, den betroffenen Anliegern und den Landwirten für die unkomplizierte und gute Zusammenarbeit. Die Tuniberggemeinde sei für das nächste Hochwasser deutlich besser gerüstet, so Haag weiter.

Von März bis September hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) ein neues Hochwasserrückhaltebecken gebaut. Es liegt westlich der Landesstraße 187 am Ortsausgang Opfingen in Richtung Tiengen und ist so konzipiert, dass es für ein starkes Hochwasser ausreicht. Der Rückhaltedamm ist rund hundert Meter lang, drei Meter hoch, und kann bis zu rund 7.000 Kubikmeter Regenwasser aufnehmen.

Die Gesamtkosten für das neue Becken belaufen sich auf 730.000 Euro. Ab Oktober werden um das Becken herum noch rund 140 Sträucher und sieben Silberweiden gepflanzt.
 
 

Herbst- und Winterprogramm der Ă–kostation
Foto: Ă–kostation Freiburg
 
Herbst- und Winterprogramm der Ă–kostation
Mit ihrem Herbst und Winterprogramm lädt die Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b Familien, Kinder, Jugendliche und Natur- und Umweltinteressierte zu Kursen und Veranstaltungen ein.
Die ökologischen Themen sind breit gefächert. Wer ökologisch gärtnern möchte, kann sich am Gartensonntag, dem 13. Oktober oder bei der Garten- und Kompostberatung donnerstags praktisches Wissen für den eigenen Garten einholen. Naturkundliche Führungen im Biogarten und Seepark vermitteln Artenkenntnisse zu Wiese und Gehölzen. In Kooperation mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg finden Tages-Workshops für Multiplikatoren zu den Themen „Nachhaltiger Verkehr“ und „Nachhaltiges Bauen“ statt. Für Jugendliche, die grüne Berufe kennenlernen möchten, bietet die Ökostation am 12. November einen Informationsnachmittag und stellt Jobperspektiven und Praktika in Umwelteinrichtungen vor.
Beliebt sind die Sonntagsöffnungen für Familien. Dafür bietet das Ökostationsteam im Herbst und Winter wieder ein buntes Programm an: Am 6.Oktober, dem Freiburger Tag der Regionen, können Besucher regionale Produkte verkosten. An weiteren Sonntagen stehen Kürbisse schnitzen, Naturkunst, Herbstblätter pressen, Seifenwerkstatt oder Papierschöpfen auf dem Programm.
Die „Müllpiraten“, ein Mitmach-Theaterstück erwartet Schulklassen und Kindergartengruppen vom 23. bis 25. Oktober in der Ökostation. Die Theatertage, die in Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft Freiburg stattfinden, wollen Kinder im Vorschul- und Grundschulalter zu einem bewussten Umgang mit Müll anregen.
Auch der Freizeitspaß für Kids kommt nicht zu kurz. Eine Herbst-Ferienfreizeit in der Woche vom 28. bis 31. Oktober lockt zu Abenteuern im Seepark. Und wer seinen Kindergeburtstag im Biogarten feiern möchte, kann sich beim Ökostationsteam dafür anmelden.

Das Programm liegt an mehreren Stellen in der Stadt aus oder kann bei der Ă–kostation Freiburg, Tel: 0761 - 892333 oder info@oekostation.de angefordert werden.
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EnergieWende- und Klimaschutz-Pioniere und Vorbilder
Samstags-Forum Regio Freiburg

17. Serie mit Vorträgen und Führungen.

Mit dem Motto „Green City und Öko-Region. Pioniere und Vorbilder: verstehen – erleben – mitmachen“ startet der gemeinnützige Freiburger Verein ECOtrinova am Samstag, 19. Okt. 2013, mit Vorträgen und Führungen die 17. Gemeinschafts-Veranstaltungsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg zur Energiewende und zum Klimaschutz. Die neue Reihe läuft bis zum 7. Dezember. Partner sind das Umweltreferat des u-asta und das Zentrum für erneuerbare Energien an der Universität, das Agenda21-Büro und Klimabündnis Freiburg, die Energieagentur Regie Freiburg, der Landesnaturschutzverband LNV sowie weitere Vereine und Einrichtungen. Schirmherrin ist seit 2006 die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Der Eintritt ist frei. Vorträge finden statt im Hörsaal 1015 der Universität, Stadtmitte, Platz der Universität, Kollegiengebäude 1, in Freiburg i.Br., am 7.12. im Hörsaal 1221. Zu den Führungen ist Anmeldung erbeten an ecotrinova@web.de oder telefonisch an den Treffpunkt Freiburg 0761-2168730. Treffpunkt, Ort und Anfahrt zu Führungen werden den Angemeldeten mitgeteilt.

Die Termine und Themen des Samstags Forums Regio Freiburg im Herbst 2013 als KurzĂĽbersicht sind:

19. Okt. 2013 10:00 FĂĽhrungen: heimische Energie:
Bioenergiedörfer St. Peter und St. Märgen in Bau und Betrieb – erstes Holzgas-BHKW

26. Okt. 2013 10:30 Windkraft-Forum Regio Freiburg – 10 Jahre Regiowind.
Vortrag und Podium mit Publikumsdiskussion
13 - 14 Uhr FĂĽhrung Windkraft Schauinsland

9. Nov. 2013 10:30 Freiburger Plus-Energiehaus-Tag 2013
Bauen und Wohnen fĂĽr die Zukunft - Plusenergie mit Solararchitektur. 20 Jahre Heliotrop.
Innovationen für Null- und Plus-Energie-Gebäude. Solar Decathlon.
13 – 14 Uhr Führung: 15 Jahre Start Solarsiedlung Freiburg. Sonnenschiff

16. Nov. 2013 10:30 Die Energiewende lohnt sich!
Durchblick im Förder-Dschungel für Bürgerschaft und Kommunen.
Kurzvorträge: Energiegenossenschaften aktiv in Freiburg und Region
13 – 14 Uhr Führung: Vorbildgebäude

23. Nov. 2013 10:30 Strom erzeugende Heizungen – Mini-BHKW-Infotage –
Vorbilder für die Region und städtisches Förderprogramm für Freiburg und die Wiehre.
13 – 15 Uhr Führungen: Strom erzeugende Heizungen

30. Nov. 2013 11:00 Die Energiewende voranbringen in Gebäuden und Kommunen.
Neue und bewährte Förderprojekte beim Innovationsfonds der badenova AG & Co. KG
13:15 – 14:45 Führung: Ziel 100% erneuerbar und effizient: Vorbild­projekte des Innovationsfonds

7. Dez. 2013 11:00 Hörsaal 1221 ! Ökosoziales Stadtumbau-Theater Freiburg.
Der Mieterhöhungsspiegel. Strom erzeu­gende Heizungen für Mieter mit Vermietern.
Bauen auf Teufel komm raus ?



„Beim Samstags-Forum Regio Freiburg erleben die Teilnehmer führende Fachleute und Pioniere im Hörsaal und vor Ort mit Vorbildprojekten. Es geht bei der neuen Serie vom 19. Oktober bis zum 7. Dezember mit sieben Samstags-Terminen um Energieeinsparung, intelligente Energienutzung, erneuerbare Energien, Umweltschutz und Verbraucherinformation und auch ums Energiekosten Senken. Ziel ist, Wissen und Werte zu vermitteln für den zukunftsfähigen Umbau von Haus, Stadt und Land“, erläuterte der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser, Koordinator und wissenschaftlicher Leiter des Forums.

Das überwiegend ehrenamtlich durchgeführte Samstags-Forum ist einzigartig in seiner Zusammenarbeit von Vereinen der Bürgerschaft mit Studierenden und erhielt mehrere Preise, zuletzt den 1. Preis Umweltschutz der Stadt Freiburg 2011. Förderer sind derzeit der Stiftungsfonds ECO-Stiftung bei der GLS-Treuhand und das Agenda21-Büro der Stadt Freiburg. Die Universität Freiburg stellt freundlicherweise die Räumlichkeiten.
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Neuer Schwung fĂĽr die Energiewende
Energiewende und du ! / Foto: NAJU
 
Neuer Schwung fĂĽr die Energiewende
11.000 Jugendliche setzen sich lokal fĂĽr erneuerbare Energien ein

Vom 14. - 21. September engagieren sich bundesweit mehr als 11.000 junge Menschen in über 400 Jugendgruppen für eine zügige Umsetzung der Energiewende und setzen damit kurz vor der Bundestagswahl ein deutliches Signal an die zukünftige Bundesregierung. Mit kreativen Aktionen vor Ort wollen die jungen UmweltschützerInnen der stockenden Energiewende neuen Schwung geben. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist vielen Jugendlichen nicht konsequent genug und dauert ihnen zu lange. In der Aktionswoche werden sie daher lokal auf die Möglichkeiten einer umweltverträglichen Energieversorgung aufmerksam machen. Aufgerufen zu dieser Aktionswoche hat die Naturschutzjugend (NAJU), der größte Jugendumweltverband in Deutschland.

Die Aktionswoche findet im Rahmen des NAJU-Projekts „Energiewende und du!“ statt. Den teilnehmenden Jugendgruppen wurden kostenlose Aktionspakete zur Verfügung gestellt, die die Energiewende zielgruppengerecht vorstellen und Ideen für die lokale Umsetzung bieten. Die Aktionswoche informiert über die Energiewende, zeigt Einflussmöglichkeiten auf und fördert die Beteiligung junger Menschen an der gesellschaftlichen Debatte zu Energie- und Klimapolitik. Die Materialien zur Aktionswoche stehen ab sofort unter www.energiewende-und-du.de kostenlos zum Download zur Verfügung.

Das Projekt "Energiewende und du!" wird gefördert vom Umweltbundesamt (UBA) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
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Eine echte Erfolgsgeschichte
Die Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" geht in die dritte Runde

Ab dem 11. Oktober bieten der fesa e.V. und das Institut für Projektmanagement (ifpro)zum dritten Mal die erfolgreiche Fortbildung "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" an. In 15 Wochenendseminaren erwerben die TeilnehmerInnen ein breitgefächertes Wissen, mit dem sie Energie- und Klimaschutzprojekte vor Ort umsetzen können. Die einzelnen Module finden jeweils Freitagnachmittags und am Samstag ganztägig in Freiburg statt. Mittels einer Praxisarbeit zum Projektmanagement planen die TeilnehmerInnen bereits kursbegleitend eigene Projekte. 21 Männer und Frauen haben die Fortbildung bereits erfolgreich abgeschlossen und bringen die Energiewende in den unterschiedlichsten Bereichen weiter voran.

Ob als Projektleiter für das Generalkonzept "Masterplan 100% Klimaschutz" der Stadt Frankfurt oder als Vorstand von Bürgerenergiegenossenschaften – die Teilnehmer der zwei bisher von ifpro und fesa e.V. gemeinsam durchgeführten Fortbildungen "Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement" profitieren in vielfältiger Weise von ihren im Rahmen des Kurses erworbenen Kompetenzen. Andere Absolventen sind mittlerweile als Projektmanager für verschiedene Planungs- und Projektierungsunternehmen tätig, einer betreut das Kommunale Klimaschutzmanagement der Stadt Radolfzell, ein weiterer ein Umweltbildungszentrum und wieder andere sind Energiemanager in kleineren Gemeinden – um nur einige Beispiele zu nennen. "Der Kurs hat mich fit gemacht für meine neue Stelle als Klimaschutzmanager der Stadt Radolfzell", bestätigt Absolvent Markus Zipf. Das Ziel der Fortbildung ist die Stärkung der Kompetenzen aller relevanten Akteure im Klimaschutz, d.h. sowohl in der Gemeindeverwaltung als auch in Wirtschaft und Bürgerschaft.

Vermittelt wurde den TeilnehmerInnen ein breites Spektrum an fachlichem Know-how und Methodik für die tägliche, praktische Arbeit vor Ort. Dazu boten Experten mit langjähriger Erfahrung in Lehre und Praxis den Teilnehmern neben einem breiten Grundwissen in Klimaschutz, Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz die nötigen Hintergrundinformationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Öffentlichkeitsarbeit, Klimaschutz-instrumenten, Förderprogrammen und vielem mehr. Eine intensive Einführung in das Projektmanagement, verbunden mit der Umsetzung eines eigenen Projektes rundete das Programm ab. Einige dieser Projekte befinden sich über das Kursende hinaus in der erfolgreichen Umsetzung.

"Klimaschutz muss vor Ort umgesetzt werden", so fesa-Projektleiter Armin Bobsien. "Die Kommunen haben das erkannt und lassen Klimaschutzkonzepte erstellen." Deren Umsetzung erfordere dann qualifiziertes Personal. "Dank vielfältiger Bundes- und Landesförderungen entstehen derzeit landauf landab Stellen für Klimaschutzmanager", ergänzt Dr. Wulf Westermann von ifpro. "Unsere Fortbildung bietet die dafür notwendige Qualifikation, richtet sich aber auch an Angestellte aus der Verwaltung, in der freien Wirtschaft oder Klimaschutzengagierte aus der Bürgerschaft."

Die vom 11. Oktober 2013 bis zum 22. März 2014 stattfindende dritte Fortbildung stützt sich auf das bewährte Konzept, bietet jedoch auch Raum für Anregungen und Wünsche der TeilnehmerInnen.
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NABU fordert Nachbesserung bei EU-Verordnung zu invasiven Arten
Tschimpke: Gemeinsame Regelung für ökologische Zeitbomben ist überfällig

Der NABU und sein Dachverband BirdLife International haben die heute von der EU-Kommission vorgelegten Vorschläge für eine Verordnung zu invasiven Arten begrüßt, fordern aber Nachbesserungen. Die Verordnung soll dazu beitragen, gebietsfremde Arten besser zu kontrollieren und einzudämmen, etwa durch Verbote der bewussten Ausbringung und Aktionspläne zur Beseitigung bereits eingewanderter Arten. „Weltweit gehören invasive Arten zu den größten Bedrohungen der biologischen Vielfalt. Es handelt sich um ökologische Zeitbomben“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Vorschlag für eine EU-Verordnung sei mehr als überfällig, zumal sich die Vertragsstaaten der Biodiversitäts-Konvention (CBD), darunter alle EU-Mitgliedstaaten, bereits 1992 dazu verpflichtet hätten, die Einwanderung neuer invasiver Arten zu verhindern sowie bereits eingewanderte Arten besser zu kontrollieren.

In Europa gibt es inzwischen über 12.000 gebietsfremde Arten, von denen mindestens 15 Prozent als invasiv gelten. Diese invasiven Arten (Englisch: „Invasive Alien Species“), können sich sehr negativ auf die biologische Vielfalt auswirken, wenn sie zum Beispiel einheimische Arten aus ihrem Lebensraum verdrängen. Ein bekanntes Beispiel sind amerikanische Flusskrebse, die eine Pilzinfektion eingeschleppt haben („Krebspest“), die fast zur Ausrottung des europäischen Edelkrebses führte. Andere Arten können erhebliche ökonomische Schäden anrichten wie beispielsweise die pazifische Auster in Miesmuschelbänken im Wattenmeer. Manche Arten stellen auch eine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar, so etwa der aus dem Kaukasus stammende Riesenbärenklau oder die nordamerikanische Beifuß-Ambrosie, deren Pollen für Allergiker gefährlich sind.

Die ökonomischen und medizinischen Folgekosten invasiver Arten werden EU-weit auf mindestens zwölf Milliarden Euro jährlich geschätzt. Invasive Arten werden häufig durch das Ballastwasser von Schiffen oder Rumpfanhaftungen eingeschleppt, sowohl auf See als auch auf Flüssen. Andere Arten wie der Riesenbärenklau oder das im Himalaya beheimatete Drüsige Springkraut wurden gezielt von Menschen importiert, zum Beispiel für den Gartenbau. Die Ausbreitung vieler Arten wird inzwischen auch durch den Klimawandel begünstigt, etwa des Asiatischen Tigermoskito, der Gelbfieber und andere Krankheiten überträgt und inzwischen in südeuropäischen Ländern bis nach Norditalien festgestellt wurde.

Claus Mayr, NABU-Experte in Brüssel, kritisierte, dass der Vorschlag der Kommission viel zu kurz greife: „Angesichts der enormen ökologischen und ökonomischen Folgen von mehr als tausend invasiven Arten ist es nicht nachvollziehbar, weshalb die EU-Kommission sich in ihrem Vorschlag auf nur fünfzig Arten beschränken will.“ Zudem hätte die Kommission das Verursacherprinzip stärker berücksichtigen müssen. „Wer bewusst invasive Arten einführt oder diese in die Natur ausbringt, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden. Im deutschen Naturschutzrecht ist dies schon seit einigen Jahren verankert“, so Mayr. Der NABU und BirdLife fordern jetzt Nachbesserungen durch den Ministerrat und das Europäische Parlament, die den Entwurf in den kommenden Monaten beraten und voraussichtlich am Jahresende verabschieden werden.
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369 370 371 372 373 


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