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Verschiedenes

Freiburg: Ă–kostation informiert ĂĽber grĂĽne Jobs
Ă–kostation Freiburg / Foto: Ă–kostation
 
Freiburg: Ă–kostation informiert ĂĽber grĂĽne Jobs
MOOSWALD. Am Dienstag den 12. November bietet die Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b einen Informationstag für Jugendliche über Berufe in Natur- und Umweltverbänden sowie in Umweltbildungszentren an. Arbeitsmöglichkeiten, Praktika, Freiwilliges Ökologisches Jahr und weitere Beschäftigungsmöglichkeiten werden vorgestellt. Die Ökostation beteiligt sich damit am „GreenDay“, dem bundesweiten Berufsorientierungstag der Zeitbild Stiftung, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Für Schulklassen der Stufe 8-13 findet von 10 bis 11:30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Hierfür können sich Lehrer mit ihren Klassen online unter www.greenday2013.de anmelden. Am Nachmittag von 15 bis 16.30 Uhr können Jugendgruppen aus Jugendzentren sowie interessierte Besucher teilnehmen. Hierfür ist keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme für beide Veranstaltungen ist kostenlos.

Nähere Information: Ralf Hufnagel Ökostation 0761 – 892333 oder www.oekostation.de
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Ă–KO-TEST SPEZIAL Schlafen
Das aktuelle Ă–KO-TEST SPEZIAL Schlafen gibt es seit dem 18. Oktober im Handel.
 
Ă–KO-TEST SPEZIAL Schlafen
Etwa ein Drittel der Deutschen leidet unter Schlafproblemen. Doch gut und ausreichend zu schlafen, ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig. Ständiger Schlafmangel kann auch ernsthaft krank machen. Oft lassen sich die Probleme durch einfache Verhaltensänderungen lösen, manchmal werden Medikamente nötig. Und für einen Teil der Betroffenen sind verhaltenstherapeutische Verfahren notwendig – und oft auch erfolgreich. ÖKO-TEST beschäftigt sich in diesem Heft mit den vielfältigsten Schlafproblemen, darunter auch Schnarchen und Schlafapnoe, und gibt kompetenten Rat, wie Betroffene das Problem lösen können – gut lesbar aufbereitet und garantiert kritisch hinterfragt.

Die Tests:

• Test Pflanzliche Schlafmittel: Es müssen nicht gleich chemische Keulen sein. Viele pflanzliche Schlafmittel sind eine gute Alternative. 13 freiverkäufliche Mittel bekamen das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Mit sechs Produkten war ÖKO-TEST allerdings nicht zufrieden, sie halten etwa wichtige Qualitätskriterien nicht ein oder werden für Kinder unter zwölf Jahren empfohlen. Doch wenn Kinder nicht schlafen können, brauchen sie keine Schlafmittel, sondern jemanden, der nach den Ursachen sucht.

• Test Latexmatratzen: Neun Modelle waren im Test. Wer eine wirklich gute Matratze haben will, ist mit einem Billigmodell meist nicht gut bedient. So war etwa die günstige Ikea-Matratze das Schlusslicht im Test. Aber es gibt gute Alternativen, die in Sachen Liegekomfort und Schadstoffbelastung gute Ergebnisse erzielten.

• Test Kindermatratzen: 15 Schlafunterlagen für die Kleinsten mussten sich einem harten Prüfprogramm unterziehen. Zehn Modelle bekamen ein „sehr gut“ oder „gut“. Der Rest zeigte sich nicht von seiner besten Seite: So fanden die Tester Schadstoffe oder die Hersteller warben mit zweifelhaften Auslobungen, etwa damit, dass die Kohlendioxidrückatmung durch die Matratze erheblich reduziert werde.

Aus dem Inhalt:

• Rätsel der Nacht: Was beim Schlafen passiert und warum der natürliche Schlafrythmus aus dem Takt geraten kann.

• Schlafstörungen: Das Leiden hat viele Ursachen. Betroffene berichten, wie sie ihre Schlafprobleme in den Griff bekommen haben.

• Behandlungsmethoden: Wie man aus der Grübelfalle herauskommt und wann Schlafmittel oder therapeutische Verfahren sinnvoll sind.

• Wie man sich bettet: Alles über das richtige Bett, Matratzen und Lattenroste.

• Gut zugedeckt: Decken, Kissen, Schlafsäcke – für jeden Schläfer das richtige Zubehör.

• Schlafzimmer: Auch das Ambiente kann den Schlaf verbessern. Vielen Betroffenen hilft es auch, wenn die Quellen von Elektrosmog aus dem Schlafzimmer verbannt werden.

• Träume: Noch hat die Wissenschaft verschiedene Theorien über die Entstehung von Träumen. Aber bereits jetzt gibt es Methoden, schlechte Träume selbst umzuschreiben.

• Schlafprobleme bei Kindern: Wenn die lieben Kleinen Nachts nicht zur Ruhe kommen, wird das für die Eltern schnell zum Albtraum. Wir stellen Schlaflernprogramme vor und geben viele Tipps, wie die ganze Familie wieder zur Ruhe kommt.
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Apfelsaft pressen und Papier schöpfen für Schulklassen
Das „Grüne Klassenzimmer“ der Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b bietet in diesem Herbst noch Termine für Schulklassen zum Thema Apfelsaft pressen und Papier schöpfen an. Schüler der Klassen 1 bis 6 können zum Beispiel Apfelsaft pressen, eine Streuobstwiese erkunden und verschiedene Apfelsorten verkosten. Zum Thema Recyclingpapier werden in der Vor- und Adventszeit Papierschöpf-Klassenzimmer angeboten. Lehrer können in den Wochen vom 25.11. bis 29.11. und vom 9.12. bis 13.12. dafür Termine buchen. Die Angebote, die in Kooperation mit der Stadt Freiburg stattfinden, richten sich an Freiburger Schulen. Pro Schüler entstehen Kosten von 2,- .
 
 

 
Keine Empfehlung fĂĽr Muscheln aus dem Watt
WWF und NABU kritisieren MSC-Zertifikat der Miesmuschelfischerei im niedersächsischen Wattenmeer

In Kürze können Verbraucher Miesmuscheln aus Niedersachsen mit MSC-Siegel kaufen, gerade hat die Fischerei ihr Zertifikat erhalten. Die fragliche Muschelfischerei wird dort innerhalb des als Nationalpark geschützten und als Weltnaturerbe anerkannten Wattenmeeres durchgeführt. WWF und NABU kritisieren diese Zertifizierung, da sie weder die ökologisch nachteiligen Auswirkungen der Fischerei noch den Schutzanspruch des Wattenmeeres ausreichend berücksichtigt. Laut Umweltverbänden steht die niedersächsische Miesmuschelfischerei auch im Widerspruch zu nationalem und europäischen Naturschutzrecht. Der MSC ist die weltweit glaubwürdigste Umweltzertifizierung für Meeresfischereien, hat aber bei dieser speziellen Zertifizierung nicht die nötigen Nachhaltigkeitskriterien sicherstellen können.

„Die jetzige Form der Fischerei schädigt die Muschelbänke im Wattenmeer und nimmt geschützten Vögeln die Nahrungsgrundlage. Sie entspricht nicht den Zielen des Nationalparks und der Verbraucher kann nicht darauf vertrauen, dass diese Muscheln ohne Belastung des Ökosystems gewonnen wurden. Ein Umweltsiegel für diese Fischerei lehnen wir daher ab, solange die Fischerei nicht auf naturschonende Verfahren umgestellt wird“, kommentiert Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF Wattenmeerbüros die Zertifizierung.

Wilde Miesmuschelbänke werden unter Wasser und auf dem Watt mit schwerem Fanggerät – sogenannten „Dredgen“, die aus einem Metallrahmen und aufgespannten Netz bestehen – fast vollständig abgeerntet. Der charakteristische Lebensraum Muschelbank geht so auch für zahlreiche Begleitarten verloren. Neue Muschelbänke können so nicht mehr natürlich entstehen. Vogelarten wie der Austernfischer sind aber auf die Miesmuscheln als Nahrungsquelle angewiesen. Die Bestände der eigentlich zu zehntausenden im Wattenmeer rastenden Austernfischer gehen seit vielen Jahren stark zurück. Zudem wollen die Fischer junge Miesmuscheln, sogenannte Saatmuscheln, aus dem niederländischen Wattenmeer in den Nationalpark importieren. Hier werden sie auf Kulturflächen ausgesetzt, und nach dem Heranreifen abgefischt. Mit solchen Importen werden aber weitere gebietsfremde Arten in den Nationalpark eingeschleppt. Zu den schon verbreiteten Bioinvasoren gehören beispielsweise die Pazifische Auster oder die amerikanische Schwertmuschel.

„In so sensiblen Schutzgebieten wie dem Wattenmeer muss man die Auswirkung einer Fischerei auf das gesamte Ökosystem bewerten, doch gegen diesen Grundsatz wird in Niedersachsen verstoßen. Das System MSC weist hier in seinem Bewertungsschema eine gefährliche Lücke auf“, erläutert Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte. „Zentrales Ziel eines Nationalparks sollte es sein, dass sich heimische Natur ungestört entwickeln kann und alle typischen Arten einen intakten Lebensraum vorfinden.“

WWF und NABU haben sich über Jahre aktiv und konstruktiv am MSC-Verfahren beteiligt. Sie hatten erwartet, dass im Rahmen des Verfahrens entsprechende Veränderungen zu einer ökologisch nachhaltigen Form der Muschelfischerei erarbeitet würden. Dies ist jedoch nicht gelungen, die Fischerei will auf schädliche Praktiken wie die Abfischung von natürlichen Wildmuschelbänken und den Import von gebietsfremden Muscheln in den Nationalpark nicht verzichten. Im Laufe des Verfahrens wurde deutlich, dass für die bisherige Muschelfischerei auch keine Umweltverträglichkeitsprüfungen vorliegen, wie sie deutsches und europäisches Naturschutzrecht für Schutzgebiete vorschreiben. Nicht einmal hierfür wurde im Zertifizierungsverfahren eine Nachbesserung verlangt.

WWF und NABU erwarten vom MSC, seiner Aufgabe als globales Umweltsiegel nachzukommen. Viele Staaten sind nicht in der Lage oder willens Fischerei nachhaltig durchzuführen und zu regulieren. Negative Begleiteffekte wie Überfischung und Zerstörung von Ökosystemen sind die Folge. Ein mangelhaftes Management durch die Behörden muss aus Sicht der Verbände durch entsprechende Auflagen in der MSC-Zertifizierung korrigiert werden, damit die zertifizierte Fischerei nachhaltig wird:

„Fischereien in Naturschutzgebieten oder Nationalparks sind nicht automatisch umweltverträglich, sondern stehen oft noch im Konflikt mit dem Schutzauftrag. Der MSC-Standard berücksichtigt momentan die strengeren Anforderungen durch Schutzgebiete nicht ausreichend und muss entsprechend verbessert werden. Eine Fischerei in geschützten Gebieten darf erst dann als nachhaltig zertifiziert werden, wenn sie in voller Übereinstimmung mit den Naturschutzzielen ausgeübt wird“, fordern WWF und NABU. Der MSC-Standard durchläuft aktuell eine Überarbeitung, in der dieses Defizit nach Ansicht der Verbände nachgebessert werden muss. Nur so könne MSC seinen Status als heute glaubwürdigster Umweltstandard für Fischprodukte erhalten.
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Netzentwicklungsplan 2013 - Ja, aber bitte in MaĂźen!
Bis zum 8. November können Bürgerinnen und Bürger noch Stellung zum Netzentwicklungsplan beziehen.

Freiburg, 28.10.2013: Dass sich das deutsche Stromnetz nicht auf dem neusten Stand befindet, ist lange kein Geheimnis mehr. Doch im Hinblick auf den aktuellen Netzentwicklungsplan 2013 und die enorme Masse an geplanten Maßnahmen, drängen sich für den Verbraucher einige Fragen auf: Sind wirklich so viele Kilometer an neuen Leitungen nötig, um den Strom aus Erneuerbaren Energien aufnehmen zu können? Oder wie sieht es mit der Effektivität der Bürgerbeteiligung im Hinblick auf den Netzentwicklungsplan aus. Noch bis zum 8.November 2013 hat die breite Öffentlichkeit die Möglich-keit im 3. und letzten Konsultationsverfahren den finalen Entwurf des Netzentwicklungsplans zu kommentieren. Der fesa e.V. ist mit den Netzausbauplänen nicht einverstanden. Sie sind völlig überdimensioniert, weil sie weder die Potenziale einer dezentralen Energiewende auf Basis der Erneuerbaren Energien einbeziehen noch die Möglichkeiten für Energieeinsparung, Energiespeicherung und Lastmanagement.

Der erste Entwurf des NEP stand vom 02.03. bis zum 14.04.2013 zur Konsultation und wurde nach Sichtung und Auswertung der 466 Stellungnahmen überarbeitet und ergänzt. Der zweite Entwurf wurde nun im Juli 2013 veröffentlicht und ist mit über 150 Seiten ein sehr komplexes Dokument. Die Stellungnahmen, die verwertet wurden, haben keine elementaren Veränderungen herbeigeführt. Generell kann festgestellt werden, dass Maßnahmen und Einwendungen, die das Potenzial hätten, den Bedarf des Netzausbaus zu verringern, keine Änderungen zur Folge hatten. "Das im Entwicklungsprozess verankerte Verfahren, die Öffentlichkeit im Rahmen eines Konsultationsprozesses zu beteiligen, ist theoretisch sehr begrüßenswert", bilanziert Diana Sträuber, Geschäfts-führerin des fesa e.V. "Die Beteiligungsmöglichkeiten in der Realität sind jedoch minimal". Diese Art der Bürgerbeteiligung ist ein zeitaufwendiger Prozess, da interessierte Mitbürger viel Kraft und Mühe aufwenden, um die komplizierten Sachverhalte des Entwicklungsplanes zu verstehen und anschließend zu kommentieren. Hat es jedoch den Anschein, dass diese Mühe ohne Auswirkung bleibt, besteht die Gefahr einer rückläufigen Entwicklung der Beteiligung bei Entwicklungsprozessen. Deshalb hat der fesa e.V. eine Einwendung verfasst, indem die wichtigen kritischen Elemente aufgeführt sind.

Der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans ist ein Maximalentwurf des Netzausbaus, der Alternativmaßnahmen nicht hinreichend in Betracht zieht. Zu diesen alternativen Maßnahmen gehört beispielsweise der regional verstärkte Ausbau der Erneuerbaren Energien, vor allem auch der Windkraftanlagen-Ausbau in den südlichen Bundesländern. Der Zeitraum für den Bau riesiger Stromtrassen steht in keinem Verhältnis zu den vielen, weniger aufwändigen und kostengünstigeren Alternativen. "Die Bundesnetzagentur sollte diese Alternativen mit in ihre Berechnungen aufnehmen, damit der Netzausbau nicht überdimensioniert, sondern angepasst entwickelt werden kann", meint auch Diana Sträuber. "Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Planungen in diesem Sinne kommentiert und wollen eine Berücksichtigung ihrer Einwendungen sehen".

Der zweite Entwurf des NEP 2013 mit seinem vorgeschlagenen Neubau riesiger Stromtrassen geht an einer schnellen Energiewende völlig vorbei. Der fesa e.V. ist mit den Netzausbauplänen nicht einverstanden. Sie sind für das eigentliche Ziel - eine schnelle Energiewende - überdimensioniert, weil sie weder die Potenziale einer dezentralen Energiewende auf Basis der Erneuerbaren Energien einbeziehen noch die Möglichkeiten für Energieeinsparung, Energiespeicherung oder Lastmanagement. Des Weiteren fehlt die notwendige Transparenz für die Stromverbraucher, die Erkennbarkeit der Einflussnahme der öffentlichen Stellungnahmen in den Entwicklungsprozess sowie eine nachvollziehbare Argumentation für die Trassenverläufe, die sich als eher vorgeschoben erweisen.
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Countdown läuft für hochdotierten Georg Salvamoser Preis
50.000 Euro fĂĽr Pioniere der Energiewende

Bewerbungsfrist endet am 15. November 2013

Der Countdown läuft für den Georg Salvamoser Preis. Noch können
sich Wegbereiter und Pioniere der Energiewende mit ihren Projekten fĂĽr
den mit 50.000 Euro dotierten Umweltpreis bewerben. Die Bewerbungs-
frist endet am 15. November 2013.

„Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird überall voran getrieben, von
Privatpersonen, Organisationen und Vereinen, von engagierten Kommunen
wie Unternehmen“, erklärt Maria Salvamoser, Geschäftsführerin der Georg-
Salvamoser-Stiftung, die gemeinsam mit der Stadt Freiburg den mit 50.000
Euro hochdotierten Umweltpreis auslobt. „Daher möchten wir mit dem Preis
vor allem Menschen würdigen, die mit ihren Projekten Widerstände und Hin-
dernisse auf dem Weg zu einer 100% erneuerbaren Energieversorgung ĂĽ-
berwinden.“ Weitere Kriterien für die Preisvergabe sind Innovationsgrad, Ori-
ginalität und Vorbildfunktion aber auch der dezentrale Charakter der einge-
reichten Projekte.

Bewerbungen sind noch bis 15. November 2013 möglich. Sie können aus-
schlieĂźlich online auf der Webseite www.georg-salvamoser-preis.de einge-
reicht werden.
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Zahl der Streuobstwiesen am Schönberg nimmt wieder zu
Engagierte BĂĽrgerinnen und BĂĽrger setzen sich fĂĽr den Erhalt und fĂĽr neue Wiesen ein

Die Zahl der Streuobstwiesen am Schönberg nimmt wieder
zu. Baden-WĂĽrttemberg ist das Land der Streuobstwiesen,
einem der artenreichsten Lebensräume, die hier existieren
oder besser existierten. In den zurĂĽckliegenden Jahrzehnten
fielen viele dieser Wiesen der Siedlungsentwicklung und den
Flurbereinigungen zum Opfer oder aber die bisherigen
Obstbäume wurden durch erntefreundlichere
Niederstammsorten ersetzt. Auch Freiburg besaĂź frĂĽher einen
ObstbaumgĂĽrtel um die Stadt. Heute sind nur noch Relikte auf
der Zähringer Höhe, auf dem Lehener Bergle und am
Schönberg vorhanden.
„Am Schönberg soll sich dies in absehbarer Zeit wieder
ändern. Seit Jahren engagieren sich vor Ort Mitglieder von
Naturschutzvereinigungen und nicht-organisierte BĂĽrgerinnen
und BĂĽrger fĂĽr den Erhalt der Streuobstwiesen und auch fĂĽr
neue Wiesen“, freut sich Umweltbürgermeisterin Gerda
Stuchlik über dieses tatkräftige Engagement.
Die verbliebenen Streuobstwiesen am Schönberg bieten für
viele Vögel einen wertvollen Lebensraum und sind deshalb
dort noch zahlreich vorhanden. So lassen sich hier neben
Gartenrotschwanz, Sumpfmeise, Star und Wendehals auch
ein ganze Reihe von Spechtarten beobachten. Während
Buntspecht und Kleinspecht ihre Nahrung bevorzugt in der
Borke der Obstbäume suchen, tun dies Grau- und
GrĂĽnspecht - letzterer gerade zum Vogel des Jahres 2014
ernannt - ĂĽberwiegend am Boden. Eine Besonderheit am
Schönberg ist das Vorkommen der Zaunammer. Allerdings ist
sie keine typische Vogelart der Streuobstwiesen. Als Brutplatz
benötigt sie Hecken und dort sucht sie auch ihre Nahrung.
In den zurĂĽckliegenden Jahren wurden zunehmend alte
Obstbäume am Schönberg gefällt und dafür neue,
ertragreichere Sorten gepflanzt. Mit den Fällungen verloren
viele Vögel aber ihre Bruthöhlen. Durch extra angebrachte
Nistkästen wurden ihnen neue Brutstätten angeboten.
In jĂĽngerer Zeit engagieren sich vermehrt BĂĽrgerinnen und
BĂĽrger, darunter Mitglieder von Naturschutzvereinigungen
und der Verein zum Erhalt der Schönbergwiesen, für eine
Wiederbelebung der Streuobstwiesenkulturen am Schönberg.
Auf erworbenen und gepachteten GrundstĂĽcken pflegen sie
noch vorhandene Obstbäume, erhalten Totholz und pflanzen
wieder alte Obstbaumsorten. Diese Aktionen zeigen jetzt
schon Erfolge: So entstanden mehrere orchideenreiche
Streuobstwiesen mit Orchideenarten, wie Händelwurz,
Purpurknabenkraut oder Bieneragwurz. Die untere
Naturschutzbehörde beim Umweltschutzamt unterstützt
dieses Engagement, indem sie den Engagierten bei den
Förderanträgen nach dem baden-württembergischen
Landschaftspflegeprogramm fachkundig zur Seite steht und
hilft. Die Mitglieder des NABU und BUND haben gar eine
Vision für den Schönberg. Ihnen schwebt mittel- bis langfristig
ein artenreicher Streuobstgürtel rund um den Schönberg vor.
 
 

 
NABU: Fukushima erfordert internationalen Rettungsplan
Miller: Japan hilflos im Umgang mit Katastrophen-Reaktor

Anlässlich der heute endenden Untersuchungen durch die internationale Atomenergiebehörde (IAEO) fordert der NABU einen internationalen Rettungsplan für den Katastrophen-Reaktor. „Schlimm genug, dass die japanische Regierung mehr als zwei Jahre brauchte, um die internationale Gemeinschaft um Hilfe zu bitten. Bis heute ist Japan nicht in der Lage, Schritt für Schritt die Schäden rund um die havarierte Atomanlage in Fukushima einzudämmen. Es sind viele Firmen vor Ort, aber es gibt keinen Masterplan“, kritisiert Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Damit die weltweit besten Wissenschaftler und Ingenieure in Sachen Nuklearsicherheit in Fukushima helfen können, muss jetzt schonungslos und ehrlich die Lage vor Ort bewertet werden. Die japanische Betreiberfirma Tepco, die nationalen Behörden und internationale Experten der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der IAEO müssten jetzt endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und effektiv zusammenarbeiten, um schnellstmöglich die Kontrolle über das zerstörte Atomkraftwerk wieder herzustellen. „Wer jetzt noch die Interessen der Atom-Industrie vertritt und die Gefahren von Fukushima ignoriert oder verharmlost, spielt mit dem Leben zahlreicher Menschen“, warnte NABU-Bundesgeschäftsführer Miller weiter.

Die bisher eher hilflosen Schutzmaßnahmen in Fukushima bestünden hauptsächlich darin, verseuchtes Wasser in den Pazifik zu pumpen. Die ausgetretenen radioaktiven Nuklide lagern sich im Sediment am Meeresboden ab und werden von Muscheln und Röhrenwürmer aufgenommen und teilweise wieder ausgeschieden. Mit den Strömungen des Pazifiks breitet sich die Kontamination über belastete Fische und Algen in die Welt aus. Dazu droht eine weitere Katastrophe: Die Aufräumarbeiten im maroden Reaktor 4 stecken fest, hier müssten über tausende hochradioaktive Brennelemente gesichert werden. „Noch ist aber völlig unklar, wie das gelingen soll“, so Miller. Können die Brennelemente nicht mehr gekühlt werden, müssten riesige Gebiete evakuiert werden, je nach Windrichtung auch Tokio, was in der Praxis bei über 13 Millionen Einwohnern aber kaum möglich sei. Die internationalen Atomkraft-Experten müssten daher in ihren Rettungsplan auch mit aufnehmen, welche Wege die radioaktive Strahlung Fukushimas zurücklegen könnte.
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