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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

Birdwatch 2013: Gemeinsam mit dem NABU Zugvögel erleben
Vögel beobachten mit dem NABU / Foto: NABU / Guido Rottmann
 
Birdwatch 2013: Gemeinsam mit dem NABU Zugvögel erleben
NABU fordert stĂ€rkeren Schutz in Ägypten und Malta

Nun sind sie wieder am Himmel zu sehen: Kraniche, WildgĂ€nse, Buchfinken und Rauchschwalben auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Der NABU lĂ€dt daher zur gemeinsamen Vogelbeobachtung ein. Im Rahmen des EuroBirdwatch 2013 bieten der NABU und der Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern (LBV) am Wochenende des 5. und 6. Oktober bundesweit zahlreiche fachkundig geleitete Exkursionen zum Höhepunkt des sichtbaren Vogelzuges ĂŒber Deutschland an. Mit den Vogelkundlern des NABU können Sie rastende Zugvogeltrupps entdecken oder erfahren, wie man ziehende Vögel in einem Schwarm identifizieren kann.

Die ersten Zugvogelarten, wie Mauersegler, Nachtigallen und GrasmĂŒcken, haben uns jetzt schon verlassen. Auf ihrem Weg in den SĂŒden rauschen sie jedoch in die grĂ¶ĂŸte Vogelfanganlage der Welt: 140 Millionen Zugvögel und damit fast jeder Siebzehnte europĂ€ische Zugvogel enden jeden Herbst in den Fangnetzen Ă€gyptischer VogeljĂ€ger. Die Netze versperren auf einer Strecke von ĂŒber 700 Kilometern Zugvögeln ihren Weg in die Überwinterungsgebiete. Seit April engagiert sich der NABU mit einer Kampagne gegen den zunehmenden Zugvogelmord in Ägypten. Ziel ist es, auf das drastische Ausmaß des kommerziellen Vogelfangs aufmerksam zu machen und NaturschĂŒtzer vor Ort in ihrer Arbeit zu unterstĂŒtzen.

Aber auch im europĂ€ischen Malta, seit vielen Jahren Brennpunkt im Kampf gegen den Mord an Zugvögeln, wird die Situation fĂŒr die gefiederten Wanderer schlechter. „Die im FrĂŒhjahr neu gewĂ€hlte Regierung Maltas löst derzeit ihre Wahlversprechen an die JĂ€ger ein und hebt wichtige JagdbeschrĂ€nkungen wieder auf“, sagt Lars Lachmann, NABU-Vogelexperte. Dies öffne der unkontrollierbaren Wilderei TĂŒr und Tor und habe dramatische Folgen fĂŒr Arten wie Wespenbussard oder Fischadler, die in Deutschland mit großem Aufwand geschĂŒtzt werden.

Um den spektakulÀren Vogelzug weiterhin erleben zu können fordert der NABU einen besseren Schutz der Zugvögel.
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NABU-Zahl des Monats
„Fishing for Litter“-Projekt erreicht 3 Tonnen-Marke

Fischer holten zwei Jahre lang MĂŒll aus Nord- und Ostsee

Fast drei Tonnen MĂŒll haben Fischer in den vergangenen zwei Jahren aus der Nord- und Ostsee gezogen. Mehr als die HĂ€lfte des MĂŒlls besteht aus Plastik: Kanister, Folien und Verpackungen, aber auch Reste von Netzen und Tauwerk. Auch alte ÖlfĂ€sser und Farbeimer werden immer noch illegal im Meer entsorgt. Das ist das Ergebnis einer ersten Bilanz des „Fishing for Litter“- Projektes des NABU. Mehr als 70 Fischer sammeln AbfĂ€lle, die sich in ihren Netzen verfangen und entsorgen den MĂŒll umweltgerecht im Hafen.

Neben Schleswig-Holstein beteiligen sich HĂ€fen auf RĂŒgen und in Ostfriesland an dem Projekt. Ziel ist es, AbfĂ€lle aus dem Meer zu entfernen, wertvolle Daten zur MĂŒllbelastung von Nord- und Ostsee zu erheben und die Öffentlichkeit fĂŒr die Problematik der „MĂŒllkippe Meer“ zu sensibilisieren.
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NABU: Monopolkommission propagiert Investitionsstopp fĂŒr Energiewende
Miller: Quoten fĂŒr erneuerbare Energien fĂŒhren in die Planwirtschaft

In dem heute vorgelegten Sonderbericht zur Energiewende fordert die von der Bundesregierung beauftragte Monopolkommission die Abschaffung der bisherigen Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Stattdessen sollen kĂŒnftig alle Energieversorger mit einem Quotensystem verpflichtet werden, fĂŒr ihre Kunden bestimmte Mindestanteile an Ökostrom bereit zu halten oder einzukaufen. „Dass ausgerechnet die Berater der Bundesregierung, die fĂŒr Markt und Wettbewerb zustĂ€ndig sind, ein System empfehlen, das an staatlichen Kontrollen, bĂŒrokratischem und finanziellem Aufwand kaum zu ĂŒbertreffen ist, ist vollkommen paradox“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Statt eine nationale Strategie fĂŒr die Energiewende aufzulegen, wĂŒrden die hiesigen Energieversorger zu Ausbau-Bremsern gemacht. Sie wĂŒrden gezwungen, sich am Strommarkt mit möglichst billigen GrĂŒnstromzertifikaten einzudecken, weil es kaum noch Anreize fĂŒr Investitionen in eigene Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom gĂ€be.

Selbst das von der Monopolkommission gerne zitierte Vorzeige-Quotenmodell in Schweden sei nach Ansicht von Experten lange Zeit ein Hemmnis fĂŒr den Ausbau von erneuerbaren Energien gewesen, weil es in Reinform nicht funktioniert hat. Erst nachdem mit massiven Strafzahlungen, Investitionskosten-ZuschĂŒssen und Steueranreizen nachgebessert wurde, wurden die Vorgaben an die Energieversorger auch erfĂŒllt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass in LĂ€ndern mit Quotensystemen die Kosten fĂŒr die Förderung erneuerbarer Energien aufgrund fehlender Investitionssicherheit deutlich höher liegen als mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz. „Statt einen Systembruch und einen Ausbaustopp fĂŒr erneuerbare Energien zu propagieren, mĂŒssen wir die Steuerungsinstrumente fĂŒr die Energiewende intelligent weiter entwickeln. Quotenmodelle mit Verpflichtungen fĂŒr die Energieversorger sind dagegen ein Irrweg in die Planwirtschaft“, so Miller.

Der NABU fordert die neue Bundesregierung auf, direkt nach der Wahl ein Sofortpaket mit Maßnahmen zur kurzfristigen Kostenentlastung bei den Strompreisen vorzubereiten. „Die Ausnahmeregelungen fĂŒr die Industrie und die Eigenerzeugung von Strom im Erneuerbare-Energien-Gesetz können zurĂŒckgefahren, die EntschĂ€digungen bei NetzengpĂ€ssen gekappt und die VergĂŒtungen fĂŒr windreiche Standorte gesenkt werden“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
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Straßenbeleuchtung: Energiesparkonzept ist umgesetzt
11.000 Leuchten in fĂŒnf Jahren umgerĂŒstet -
Stromverbrauch um knapp 35 Prozent gesenkt

Freiburgs Straßenlampen leuchten flĂ€chendeckend mit
deutlich weniger Energie. Um Energie und damit auch CO2
einzusparen, beauftragte das Garten- und Tiefbauamt (GuT)
die Badenova 2005 ein Energiesparkonzept fĂŒr Freiburgs
Straßenleuchten zu erarbeiten. Ergebnis des Konzepts war,
die vorhandenen Quecksilberdampflampen (HQL= weißes
Licht) gegen energiesparende Natriumdampflampen (NAV=
gelbes Licht) auszutauschen und damit den Stromverbrauch
von etwa 10 Millionen kWh auf rund 6.6 Millionen kWh zu
senken, also jÀhrlich rund 3,4 Millionen kWh.

Der Austausch der Leuchten sollte sich nach spÀtestens
sechseinhalb Jahren amortisieren. Zuerst ging es an die
grĂ¶ĂŸten Stromfresser; deren Lampen wurden zum Beispiel
von 160 Watt auf 70 Watt oder von 250 Watt auf 100 Watt
ausgetauscht. Die Lichtausbeute litt nicht darunter, denn die
NAV-Lampen sind in ihrer Leuchtkraft stÀrker als die
bisherigen HQL-Leuchten. Hinzu kommt, dass die alten
Leuchtenköpfe mit ihren satinierten und ĂŒber die Jahre bereits
vergilbten GlĂ€ser weniger Licht durchließen. Mit den neuen,
klaren GlÀser und einer neuen Spiegeltechnik können die
neuen Lampen auch besser leuchten.

Zwischen 2007 und 2012 hat die Badenova im Auftrag des
GuT insgesamt 11.000 Leuchten umgerĂŒstet, wodurch der
Stromverbrauch um knapp 35 Prozent gesenkt werden
konnte. Mit der Umstellung wurden etwa 2.000 Tonnen jÀhrlich
CO2 eingespart. Damit ist die Stadtverwaltung ihrem
ambitionierten Klimaschutzziel bis 2030 die klimaschÀdlichen
Emissionen um 40 Prozent senken, wieder einen Schritt nÀher
gekommen. Die Investitionskosten von insgesamt 3,6
Millionen Euro amortisieren sich aufgrund der gestiegenen
Strompreise nun bereits nach fĂŒnf Jahren.

Die Freiburger Innenstadt wurde in diesem
Energiesparkonzept ausgespart, da die Leuchten in weißem
Licht weiterhin leuchten sollen und somit der Einsatz der
gelben Natriumdampflampen nicht möglich war.

Als eine der Gewinnerinnen des Bundeswettbewerbs
„Kommunen in neuem Licht“ hat die Stadt Freiburg in der
Innenstadt jedoch bereits rund 280 HQL-Leuchten durch LEDLeuchten
ersetzt und wird die restlichen rund 200 Leuchten in
den kommenden Jahren noch umrĂŒsten.
 
 

 
NABU: Deutsche finden Umweltsteuer auf GetrÀnkeverpackungen sinnvoll
Miller: UmweltschÀdliche Einweg-Verpackungen aus Sortiment nehmen

Fast jeder zweite Kunde in Deutschland wĂ€re bereit, fĂŒr umweltfreundliche GetrĂ€nkeverpackungen mehr zu zahlen. 44 Prozent halten die EinfĂŒhrung einer Umweltsteuer auf GetrĂ€nkeverpackungen fĂŒr sinnvoll. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag des NABU. Die Umweltabgabe wird vor allem von weiblichen Befragten (49 Prozent) befĂŒrwortet. Von den mĂ€nnlichen Verbrauchern sehen 39 Prozent den Staat in der Verantwortung, ĂŒber solch eine Steuer nachzudenken.

Die Quote ökologisch vorteilhafter GetrĂ€nkeverpackungen – dazu zĂ€hlen Mehrwegflaschen und GetrĂ€nkekartons – geht seit Jahren dramatisch zurĂŒck. Sie liegt inzwischen unter 50 Prozent. In vielen SupermĂ€rkten gibt es ausschließlich GetrĂ€nke in umweltschĂ€dlichen Plastikflaschen und Dosen. Deshalb fordert der NABU eine Umweltsteuer zur Erhöhung des Mehrweganteils. Die Einnahmen einer solchen Abgabe, die sich an der CO2-Bilanz einer Verpackung orientieren soll, könnte fĂŒr die Förderung umweltfreundlicher Unternehmen verwendet oder fĂŒr die UnterstĂŒtzung von Handelsfilialen eingesetzt werden, die bewusst auf ein Mehrwegsortiment setzen.

Dies ist auch ganz im Sinne der Verbraucher, wie die Umfrage zeigt: FĂŒr drei Viertel der Kunden ist es beim Einkauf wichtig, dass GetrĂ€nkeverpackungen umweltfreundlich sind. Über 60 Prozent der Befragten wĂ€ren sogar bereit das GeschĂ€ft zu wechseln, wenn ein Laden nur umweltschĂ€dlich verpackte GetrĂ€nke anbietet. „Es ist an der Zeit, politische Maßnahmen zu ergreifen, um den Trend zu immer mehr umweltschĂ€dlichen Plastikflaschen, Dosen und Einwegglas umzukehren. Die Verbraucher sind dazu bereit, nun muss die Politik die Hersteller umweltbelastender GetrĂ€nkeverpackungen stĂ€rker in die Pflicht nehmen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der Handel hingegen habe sofort die Möglichkeit, im Sortiment stĂ€rker auf umweltfreundliche Verpackungen wie Mehrwegflaschen und GetrĂ€nkekartons zu setzen.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass es vielen Verbrauchern nach wie vor schwerfĂ€llt, umweltfreundliche Verpackungen zu erkennen und richtig einzuschĂ€tzen. Mehr als ein Drittel der Befragten hĂ€lt umweltschĂ€dliche GetrĂ€nkedosen fĂŒr umweltschonend. Die vom Umweltbundesamt ebenfalls als ökologisch vorteilhaft bewerteten GetrĂ€nkekartons werden vom Verbraucher gĂ€nzlich falsch beurteilt: Sie werden schlechter eingeschĂ€tzt als die umweltschĂ€dlichen Einwegflaschen aus Glas oder Plastik. „Die Umfrage zeigt, wie wichtig den Verbrauchern dieses Thema ist und dass knapp die HĂ€lfte sogar bereit ist, die Trendwende bei den GetrĂ€nkeverpackungen durch eine Umweltsteuer einzuleiten. Wenn ein Großteil der Kunden aber umweltfreundliche Verpackungen falsch einschĂ€tzt, ist der Handel gefragt, die Verbraucher durch die Auswahl und PrĂ€sentation seiner Waren auf umweltfreundliche Produkte aufmerksam zu machen“, so NABU-Umweltexperte Sascha Roth.
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Zoologischer Garten Berlin
Zebra im Berliner Zoo / Foto: Daniel JĂ€ger (c) prolix-verlag.de
 
Zoologischer Garten Berlin
Der Berliner Zoologische Garten ist der Ă€lteste und bekannteste Zoo in Deutschland. Eröffnet im Jahr 1844 umfasst er 34 Hektar und liegt in Berlin-Tiergarten. Mit fast 1.500 verschiedene Arten und rund 19.500 Tieren im Zoo prĂ€sentiert er die umfangreichste Sammlung von Arten in der Welt. Der Zoo und seinem Aquarium hatte fast 3 Millionen Besucher im vergangenen Jahr. Es gilt als das meistbesuchte Zoo in Europa und einer der beliebtesten weltweit. RegelmĂ€ĂŸige TierfĂŒtterungen gehören zu den berĂŒhmtesten SehenswĂŒrdigkeiten. Weltweit bekannte Tiere wie Knut , der EisbĂ€r, und Bao Bao, der Panda haben zur PopularitĂ€t in der Öffentlichkeit beigetragen. Der Zoo arbeitet mit vielen UniversitĂ€ten, Forschungseinrichtungen und anderen Zoos auf der ganzen Welt zusammen. Es pflegt und fördert europĂ€ische Zuchtprogramme, trĂ€gt zum Schutz verschiedener bedrohter Tierarten bei und beteiligt sich an mehreren Programmen zur WiedereinfĂŒhrung seltener Arten.
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PartnerverbĂ€nde schließen sich zum „BĂŒndnis Energieausweis“ zusammen
Verbrauchsbasierter Energieausweis fĂŒr GebĂ€ude / Foto: Wikipedia
 
PartnerverbĂ€nde schließen sich zum „BĂŒndnis Energieausweis“ zusammen
Reform des Energieausweises fĂŒr GebĂ€ude gefordert

Berlin – Der bisherige Energieausweis ist weit hinter seinen Erwartungen als klimapolitisches Instrument zurĂŒck geblieben. Zum einen existieren derzeit parallel der Bedarfsausweis und der Verbrauchsausweis, zudem sind bei dem Bedarfsausweis verschiedene Berechnungsmethoden möglich. Die Ergebnisse sind untereinander in keiner Weise vergleichbar. Zum anderen lĂ€sst die Verbraucherfreundlichkeit beim Design und die Aussagekraft des derzeitigen Ausweises zu wĂŒnschen ĂŒbrig. EigentĂŒmer und Mieter können mit der Darstellung nur wenig anfangen und auch die Aussagekraft des Bandtachos ist nicht nur in Fachkreisen umstritten.

„Der Ausweis in der jetzigen Form bietet weder verlĂ€ssliche Ergebnisse ĂŒber das energetische Niveau des jeweiligen GebĂ€udes, noch ist er von den Verbrauchern als Instrument angenommen worden. Wer fragt bei Kauf oder Anmietung schließlich wirklich nach dem Energieausweis?“, so der Sprecher des BĂŒndnisses Energieausweis und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Branchenverbandes VdZ, Dr. Michael Herma. Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD), fĂŒgt hinzu: „Der neue GebĂ€udeenergieausweis soll das Bewusstsein dafĂŒr schĂ€rfen, dass jede verschwendete Kilowattstunde Energie auch eine Verschwendung finanzieller Ressourcen ist. Nur wenn EigentĂŒmer und Mieter ĂŒber den energetischen Zustand ihres Hauses fachlich korrekt und zuverlĂ€ssig informiert sind, kann es ein Umdenken hin zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Energiebereitstellung und -nutzung geben.“

Unter BerĂŒcksichtigung des enormen Energieeinsparpotenzials im GebĂ€udesektor darf ein so vielversprechendes Instrument nicht ungenutzt bleiben. Deswegen haben sich die PartnerverbĂ€nde zum „BĂŒndnis Energieausweis“ zusammengeschlossen, um das Thema Energieausweis auf die politische Tagesordnung zu setzen.

Das BĂŒndnis fordert eine Abkehr vom Dualismus des Bedarfs- und Verbrauchsausweises hin zum reinen Bedarfsausweis, mit einem einheitlichen Berechnungsverfahren. „Der Energieausweis soll bei HauseigentĂŒmern und Mietern fĂŒr Transparenz sorgen, vergleichbare Ergebnisse zur energetischen Beschaffenheit des GebĂ€udes liefern und rechtlich belastbar sein“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Nur so könne er als Grundlage fĂŒr RechtsgeschĂ€fte, fĂŒr Fördermittel oder andere verbindliche Aussagen dienen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Des Weiteren fordert das BĂŒndnis Effizienzklassen, um dem Nutzer einen klaren Überblick zu dem Zustand des GebĂ€udes zu geben. „Die Darstellung als Bandtacho ist einfach nicht verbraucherfreundlich. Effizienzklassen, wie sie von ElektrogerĂ€ten bekannt sind, eignen sich aus unserer Sicht besser, weil der Verbraucher mit dem System bereits vertraut ist und sein Konsumverhalten danach orientiert. Wir möchten einen Ausweis, der jedem auf einen Blick zeigt, wie es um die Energieeffizienz seines Hauses bestellt ist und wo diese im Vergleich zu anderen einzuordnen ist“, sagt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes.

Der vom BĂŒndnis vorgestellte Ausweis informiert ĂŒber den energetischen Zustand des GebĂ€udes und gibt dem potentiellen KĂ€ufer oder Mieter die Möglichkeit, die kĂŒnftigen Wohnkosten, neben der Miete und sonstigen Nebenkosten auch die Heizkosten, realistisch abzuschĂ€tzen. Investoren wird die Bewertung von GebĂ€uden und damit die RisikoabschĂ€tzung fĂŒr Investitionen erleichtert. Dem EigentĂŒmer wiederum werden Energiesparpotentiale und wertsteigernde Effekte des GebĂ€udes aufgezeigt, die einen Modernisierungsanreiz auslösen. Hiervon erwartet sich das BĂŒndnis Impulse fĂŒr den lahmenden Sanierungsmarkt. Carsten MĂŒller von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) hierzu: „Energieeffizienz ist bereits heute ein wesentlicher Job- und Wachstumsmotor und entscheidend fĂŒr ein Vorankommen der Energiewende. Die Sanierungsquote bleibt aber weit hinter den politisch gewĂŒnschten und ökonomisch sinnvollen Zielen zurĂŒck. Wichtige Impulse fĂŒr die heimische Wirtschaft bleiben aus, stattdessen kaufen wir weiter fleißig Öl und Gas von Putin und den Scheichs.“

Auch die Politik wird von einer einheitlichen Bewertungsgrundlage, die eine Vergleichbarkeit innerhalb des GebĂ€udebestands möglich macht, profitieren. Der Vorschlag ist ein adĂ€quates Werkzeug, um die Energiewende im GebĂ€udesektor mit voranzubringen. „Wir sehen unseren Vorschlag zum Energieausweis als wichtiges Thema im Wahlkampf. Ziel der BĂŒndnispartner ist es aber einen langfristigen Anstoß zur Erneuerung des Energieausweises zu geben. Dieses System ist bereits in einigen anderen LĂ€ndern gut angenommen worden, hier darf Deutschland nicht den Anschluss verpassen“, sagt der Sprecher des BĂŒndnisses Dr. Michael Herma und lĂ€dt alle Interessenten ein, sich an dem BĂŒndnis zu beteiligen.

Der GebĂ€udebestand bietet hohe Effizienzpotentiale, die fĂŒr die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende abgerufen werden mĂŒssen. So werden 40 Prozent der Energie in Deutschland in GebĂ€uden verbraucht. Drei Viertel des GebĂ€udebestandes wurden vor der ersten WĂ€rmeschutzverordnung 1979 errichtet. Diese GebĂ€ude sind oft gar nicht oder kaum energetisch saniert. Ohne energetische Sanierung wird es keine Energiewende geben.

Es ist aus Sicht des BĂŒndnisses Energieausweis höchste Zeit, den Energieausweis sinnvoll zu optimieren!
 
 

 
Abfallbilanz 2012: Immer weniger RestmĂŒll in Freiburg
69 Prozent der AbfÀlle werden recycelt - landesweiter
Spitzenwert

Abfall vermeiden, Wertstoffe recyceln – darin ist Freiburg
klasse, wie die Abfallbilanz 2012 zeigt. Die vom
Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg veröffentlichte Bilanz
gibt einen Überblick ĂŒber die Abfallmengen aller Stadt- und
Landkreise. Unter vergleichbaren Stadtkreisen nimmt Freiburg
den Spitzenplatz ein. Auch im Gesamtvergleich mit allen
Kreisen rangiert die Stadt auf den vorderen PlÀtzen.

Die gesamte RestmĂŒllmenge ging 2012 um weitere 200
Tonnen auf 20.786 Tonnen zurĂŒck. Pro Kopf wurden in
Freiburg im Schnitt 112 Kilogramm Haus- und SperrmĂŒll
produziert – rund 21 Prozent weniger als der Pro-Kopf-
Landesdurchschnitt.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik lobt den
verantwortungsbewussten Umgang mit dem MĂŒll: „Die
Freiburgerinnen und Freiburger behandeln AbfÀlle als Wertund
Rohstoffe. Deshalb konnte wir die Recyclingquote, also
der Anteil der wiederverwertbaren AbfÀllen, auf dem hohen
Vorjahresniveau von 69 Prozent halten.“ Die Menge der
recycelbaren AbfĂ€lle liegt damit deutlich ĂŒber dem
Landesdurchschnitt.

Punkten kann Freiburg vor allem bei der Sammlung
organischer AbfĂ€lle: Seit EinfĂŒhrung der braunen Biotonne im
Jahr 1997 nimmt die Bioabfallmenge stetig zu, 2012 lag sie
bei 15.168 Tonnen. Statistisch sammelt jede Freiburgerin und
jeder Freiburger 53 Prozent mehr organische AbfÀlle als der
durchschnittliche LandesbĂŒrger. Auch beim Altpapier liegt
Freiburg neun Prozent ĂŒber dem Landesschnitt: Insgesamt
kamen im vergangenen Jahr 20.404 Tonnen zusammen – 89
Kilogramm Altpapier pro Kopf. Die Altglasmenge blieb mit
6.331 Tonnen nahezu konstant und deckt sich mit dem
Landesdurchschnitt.

Die Wiederverwertung von Elektro- und Elektronikschrott spielt
im rohstoffarmen Baden-WĂŒrttemberg eine immer wichtigere
Rolle. 2012 lag die Menge an entsorgten Elektro- und
ElektronikgerĂ€ten in Freiburg, Ă€hnlich wie im ĂŒbrigen
Landesgebiet, bei 7,5 Kilogramm pro Einwohner. Außerdem
entsorgten die Freiburger pro Kopf 1,2 Kilo Problemstoffe
beim Schadstoffmobil und auf den Recyclinghöfen.

Die Gewerbe- und BaustellenabfÀlle sind um 25 Prozent auf
5.403 Tonnen gesunken. Hauptgrund fĂŒr die starke Abnahme
sind rechtliche Neuerungen, nach denen viele
Verbrennungsanlagen heute als Verwertungsanlagen gelten.
Die Gewerbebetriebe geben nun viele AbfÀlle dort in die
Verwertung.
 
 



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