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Dienstag, 5. Juli 2022
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Verschiedenes

Zapfenpfl├╝cker pfl├╝cken Rekordernte im Stadtwald Freiburg
(c) Stadt Freiburg/Klaus Echle
 
Zapfenpfl├╝cker pfl├╝cken Rekordernte im Stadtwald Freiburg
2 Millionen Douglasienzapfen im Wert von 54.000 Euro

Saatgut der Freiburger Douglasien ist wegen guter Wuchsform der B├Ąume in ganz Deutschland begehrt

Auch in diesem Jahr waren wieder Baumkletterer im Freiburger Bergwald in den Kronen der m├Ąchtigen Douglasien unterwegs, um die noch gr├╝nen Zapfen zu ernten. Dies ist eine besonders anstrengende und gef├Ąhrliche Arbeit. Forstrevierleiter Klaus Echle freut sich besonders dar├╝ber, dass es keine Unf├Ąlle und kaum Beschwerden ├╝ber die in der Regel im Wald ├╝bernachtenden, freiberuflich t├Ątigen Zapfenpfl├╝cker gab. Alle beernteten Bereiche waren von ihnen vorbildlich abgesperrt worden und der Fahrzeugverkehr wurde auf das Notwendigste beschr├Ąnkt.

Insgesamt wurden an mehreren hundert B├Ąumen rund 49 Tonnen Zapfen geerntet. Das Forstamt freut sich ├╝ber den Erl├Âs von 54.000 Euro aus dem Verkauf der Zapfen an Forstsamenh├Ąndler und Forstbaumschulen. Die Freiburger Erntemenge ist bedeutend ÔÇô sie entspricht 80 Prozent aller in Baden-W├╝rttemberg geernteten Douglasienzapfen.

Die geernteten gr├╝nen Zapfen werden nach der Ernte in Forstsamen-Darren oder Klengen geliefert, von denen es in Deutschland nur acht St├╝ck gibt (das Land Baden-W├╝rttemberg betreibt in Nagold eine eigene ÔÇ×StaatsklengeÔÇť). In der Klenge werden in einem aufw├Ąndigen Prozess die Zapfen getrocknet, die Samen herausgel├Âst und von den Fl├╝gelchen getrennt. Dies erledigt neben der Darre (Ofen zum Trocknen der Samen) ein gro├čes Sch├╝ttelsieb. In K├╝hlh├Ąusern kann das Saatgut aus Freiburg bis zu 25 Jahre eingelagert werden, bis es ein K├Ąufer bei der Klenge bestellt und in seiner Forstbaumschule auss├Ąht. Dabei k├Ânnen aus einem Kilo Saatgut zum Preis von bis zu 1.500 Euro ├╝ber 35.000 S├Ąmlinge gezogen werden.

Auf Grund der guten Herkunft (Nordamerika), die sich in schlankem, geradem Wuchs und feinen ├ästen ausdr├╝ckt, ist das Saatgut aus Freiburgs W├Ąldern sehr begehrt. Der h├Âchste Baum Deutschlands auf dem Illenberg ├╝ber G├╝nterstal ist bekanntlich ebenfalls eine Douglasie. Sie ist inzwischen rund 67 Meter hoch und mit ihren gut hundert Jahren noch jung; der Red Creek Tree, ihr Verwandter gleicher Art in Port Renfrew auf Vancouver Island (Kanada) ist heute 74 Meter hoch und lebte bereits im Jahr 1000 n. Chr. In Deutschland werden Douglasien seit 125 Jahren forstlich angebaut und f├╝hlen sich hier sehr wohl.
 
 

Gro├če M├╝llsammelaktion bei der Ferienfreizeit auf dem Mundenhof
(c) KonTiKi Mundenhof, Stadt Freiburg
 
Gro├če M├╝llsammelaktion bei der Ferienfreizeit auf dem Mundenhof
Mehrere Hundert Kilo Abfall sind das Ergebnis der diesj├Ąhrigen KonTiKi-Ferienfreizeit auf dem Mundenhof: Diesen M├╝llberg haben die teilnehmenden Kinder nat├╝rlich nicht verursacht ÔÇô sondern tapfer gesammelt.

Das KonTiKi (Kontakt-Tier-Kind) ist die naturp├Ądagogische Bildungs- und Freizeiteinrichtung auf dem Freiburger Mundenhof. Kinder k├Ânnen die Natur dort spielerisch mit allen Sinnen entdecken. Die zweiw├Âchige KonTiKi-Ferienfreizeit richtet sich an Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. In Gruppen k├Ânnen sie morgens die Esel, Schafe, Ziegen und Alpakas versorgen und mit ihnen spazieren gehen. Nachmittags gibt es verschiedene Werkst├Ątten und Angebote, die sich nach den W├╝nschen der Kinder richten.

Dieses Jahr waren die Kinder hochmotiviert, bei Waldspazierg├Ąngen und Bachwanderungen M├╝ll zu sammeln. Gemeinsam haben sie eine gro├če Menge Abfall zusammen getragen, darunter Verpackungen, Planen, Bauteile und vieles mehr. Der gro├če Berg, der sich schlie├člich stapelte, machte die jungen M├╝llsammlerinnen und M├╝llsammler nachdenklich und sorgte auch f├╝r die entr├╝stete Frage, was sich die Leute denn dabei denken. Am Ende wurde der M├╝llberg aber auch mit einem gewissen Sammler-Stolz bestaunt: Ob er wohl so viel wiegt wie Veith, der Schwarzw├Ąlder Fuchs?

zum Bild oben:
Das Bild der Ferienaktion zeigt den gesammelten Abfall der ersten Woche mit der jungen M├╝llsammlerin Finja und dem Schwarzw├Ąlder Fuchs Veith. (Bildquelle: KonTiKi Mundenhof, Stadt Freiburg).
 
 

Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme f├╝r Eigenstrom
├ľkostation Freiburg (c) ├ľkostation
 
Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme f├╝r Eigenstrom
am 19.09.2020 von 10:00 bis 16:00
Veranstaltung in der ├ľkostation Freiburg

Ob f├╝r das Gartenhaus, das Tinyhaus, die Wagenburg oder f├╝r den Balkon, es gibt viele Energie-Bed├╝rfnisse f├╝r Stromnetz unabh├Ąngige (autarke) L├Âsungen. Am Vormittag geht es f├╝r ca. 2 Std. um Grundlagen und um die Einsch├Ątzung, wann ein solches System sinnvoll ist, aus welchen Komponenten es besteht und wie man es praktisch umsetzt. Danach gehen wir von der Theorie zur Praxis. Im zweiten Teil kann ein eigenes System verkabelt und getestet werden. Damit das funktioniert, werden noch weitere Elemente, wie z.B. Laderegler, 12 Volt-Akku, evtl. Wechselrichter und einige Kabel ben├Âtigt. Max sechs Teilnehmer*innen k├Ânnen bei dieser Veranstaltung ihr System aufbauen und testen. Weitere sechs k├Ânnen sich als Assistent*innen anmelden, sofern sie nur die Infos und das Wissen mitnehmen m├Âchten. Die Kosten f├╝r eine kleine autarke Solaranlage zum Mitnehmen liegen je nach Komponenten zwischen 80 und 500 ÔéČ. Diese werden im Voraus mit dem Veranstalter besprochen (s.u.) und beschafft. Gerne verwenden wir auch gebrauchte Solarmodule und funktionierende Komponenten. Die ├ľkostation spendet 5 gebrauchte, funktionierende Module. Balkonmodule zum Einspeisen in das eigene Stromnetz k├Ânnen besichtigt werden. So kann Jedermann und Jedefrau zur Solarstromer*in werden.

Leitung: Rolf Behringer, N.N. (Solare Zukunft e.V.)
Zur Hardware-Abstimmung: r.behringer@solarezukunft.org
Materialkosten variieren
F├╝r Verpflegung wird gesorgt
Eine Kooperation von: fesa e.V., Solare Zukunft e.V., Oekostation Freiburg, Photovoltaik-Netzwerk f├╝r den S├╝dlichen Oberrhein, Energieagentur Freiburg
80 bis 500,- je nach Materialbedarf
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Abfallbilanz 2019: Freiburg bleibt Mustersch├╝ler der M├╝lltrennung
Freiburg ist Spitzenreiter bei der Abfallvermeidung und Vorreiter bei der M├╝lltrennung im Land. Zum wiederholten Male liegt die Stadt mit 108 Kilogramm Restabfall und Sperrm├╝ll pro Person an erster Stelle unter den kreisfreien Gro├čst├Ądten. Die Freiburgerinnen und Freiburger produzieren wegen ihres guten Sortierverhaltens deutlich weniger Restabfall als andere Teile der Republik. In Baden-W├╝rttemberg liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei durchschnittlich 140 Kilo Restm├╝ll, das geht aus Zahlen des Umweltministeriums des Landes hervor, die Anfang August ver├Âffentlicht wurden. Bundesweit liegt der Schnitt bei 128 Kilo, in St├Ądten sogar bei 151 Kilo Restm├╝ll pro Kopf, wie Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen. Verglichen mit diesen Werten darf sich Freiburg Mustersch├╝ler der M├╝lltrennung und Abfallvermeidung nennen.

Umweltb├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik zeigte sich erfreut ├╝ber das erneut gute Ergebnis. ÔÇ×Wir haben in Freiburg ein tolles Konzept, das zum M├╝lltrennen anregt. Die guten Werte k├Ânnen wir aber nur erreichen, da viele B├╝rgerinnen und B├╝rger sich f├╝r M├╝lltrennung und Abfallvermeidung einsetzen. Ihnen m├Âchte ich daf├╝r herzlich danken, es ist auch ihr erster PlatzÔÇť, so Stuchlik. Freiburgs Abfallgeb├╝hrensystem belohnt Haushalte finanziell, die wenig Restabfall produzieren. Zudem f├╝hren nutzerfreundliche Entsorgungswege langfristig zum Erfolg.

Auch bei der Bilanz von eingesammelten verwertbaren Abf├Ąllen liegt Freiburg mit 264 Kilogramm pro Kopf im Landesvergleich mit den kreisfreien Gro├čst├Ądten auf Platz eins. Diese Kategorie beinhaltet getrennt gesammelte Wertstoffe wie Bioabfall, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Altholz, Elektroger├Ąte, Altkleider und Metall.

Seit mehr als 20 Jahren k├Ânnen in Freiburg organische Abf├Ąlle ├╝ber die Biotonne entsorgt werden. Im Jahr 2019 wurden an der Verg├Ąrungsanlage der Reterra 15.669 Tonnen Bioabf├Ąlle angeliefert, eine Pro-Kopf-Menge von 68 Kilogramm. Damit rangiert Freiburg ebenfalls auf dem ersten Tabellenplatz unter den kreisfreien Gro├čst├Ądten.

Mit insgesamt 17.855 Tonnen Altpapier sammelten die Freiburgerinnen und Freiburger im Jahr 2019 pro Person 78 Kilogramm. Das bedeutet einen R├╝ckgang von sechs Prozent innerhalb des letzten Jahres, wohl ein Ausdruck der zunehmenden Nutzung von Digital- anstelle von Printmedien.

Nur leichte Ver├Ąnderungen lie├čen sich im Vergleich zum Vorjahr bei den einwohnerspezifischen Mengen an Altglas und Verpackungsabf├Ąllen verzeichnen. Mit 29 Kilogramm Altglas pro Einwohner liegt Freiburg rund 20 Prozent ├╝ber dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Aufkommen Baden-W├╝rttembergs.

Die im gelben Sack erfassten Verpackungsabf├Ąlle beliefen sich im Jahr 2019 auf 5.527 Tonnen. Die Finanzierung der Entsorgung des gelben Sacks l├Ąuft nicht ├╝ber die kommunale Abfallgeb├╝hr, sie ist privatwirtschaftlich organisiert. Die Entsorgungskosten werden mit dem Kaufpreis im Handel bezahlt. Im Durchschnitt produzieren die Einwohnerinnen und Einwohner Freiburgs 24 Kilo Abfallmenge f├╝r den gelben Sack pro Kopf im Jahr. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt von 31 Kilogramm pro Person legt nahe, dass die Freiburgerinnen und Freiburger sparsamer im Gebrauch von Einwegverpackungen sind als die Mehrzahl der Konsumenten in Baden-W├╝rttemberg.
 
 

 
Die Waldbrandgefahr ist in den n├Ąchsten Tagen sehr hoch
Grillen im Stadtwald nur an offiziellen Grillstellen erlaubt.
Rauchverbot im Wald gilt bis Ende Oktober

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert ab morgen die h├Âchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Daher bittet das Forstamt Freiburg alle Waldbesucherinnen und Besucher eindringlich um erh├Âhte Vorsicht und um strenge Einhaltung der folgenden Regeln.

Au├čerhalb der ausgewiesenen Grillstellen im Wald sowie in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand darf auf keinen Fall Feuer entfacht werden.
Auf offiziell eingerichteten Grillpl├Ątzen muss dringend darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht. Zu diesem Zweck darf ab sofort nicht mehr mit Holz gegrillt werden. Ersatzweise ist ausschlie├člich Holzkohle zu verwenden.
Zum L├Âschen der Glut muss ein Kanister Wasser mitgef├╝hrt werden, da nur so die Glut sicher gel├Âscht werden kann.
Das Grillen auf selbst mitgebrachten Grillger├Ąten ist verboten. Im Wald und in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand ist das Rauchen von M├Ąrz bis Oktober grunds├Ątzlich verboten.

Waldbrandgefahr geht auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben aus, au├čerdem von Zigarettenkippen, die entlang von Stra├čen achtlos aus dem Fenster geworfen werden.

Alle Waldbesuchenden werden zudem gebeten, Zufahrtswege in die W├Ąlder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws d├╝rfen nur auf ausgewiesenen Parkpl├Ątzen abgestellt werden. Fahrzeuge sollten nicht ├╝ber trockenem Bodenbewuchs oder laubbedeckten Fl├Ąchen und trockenem Gras parken, da hei├če Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entz├╝nden k├Ânnen.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverz├╝glich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) zu informieren.

Insbesondere die schnelle Information ├╝ber einen Brandherd und die daraufhin eingeleitete Bek├Ąmpfung tr├Ągt dazu bei, das Ausma├č des Schadens einzuschr├Ąnken und Gefahren f├╝r Natur und Mensch zu vermeiden.

Dabei kommt es auch auf eine pr├Ązise Ortsbeschreibung an, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu f├╝hren und vor Ort einzuweisen. Sie k├Ânnen dazu die Rettungspunkte des Forstamtes, allgemein bekannte Parkpl├Ątze, Waldwegenahmen, Wanderwege- und Mountainbike-Beschilderungen oder ├Ąhnliches zur Beschreibung nutzen oder aber die Standortsfunktion Ihres Mobilger├Ątes
 
 

 
P├╝nktlich zum Gro├če Geklapper
Viele Tiergeburten auf dem Mundenhof

Dass es derzeit auf dem Mundenhof die Rekordzahl von 15 Storchennester mit 33 Jungst├Ârchen gibt, hatte der Mundenhof am 2. Juli per PM vermeldet. Nun zeitigt das Gro├če Geklapper saisonal erwartbare Folgen: Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark darf sich aktuell ├╝ber eine selten dagewesene Flut von Tiergeburten freuen!

Junge L├Ąmmer und Zicklein stehen jeden Fr├╝hsommer auf der Tagesordnung des Mundenhofs. Diesmal haben aber auch viele gro├če Vierbeiner an ihrer Alterspyramide gearbeitet.

So bereichern zwei Schottische Hochlandrinder, ein schwarzes M├Ądchen (*23. Mai) und ein roter Junge (*29. Juni), das Tiergehege.

Die Ungarischen Steppenrinder werden durch zwei Jungs (*17. M├Ąrz und 1. Mai) verst├Ąrkt. Auch Familie Watussi bekam m├Ąnnlichen Nachwuchs (*19. Juni), ebenso Familie Yak (*29. Juni).

Bei den Strau├čen recken gleich acht K├╝ken die noch kurzen langen H├Ąlse (*8. bis 10. Mai). Auch bei den M├Ânchsittichen gibt es Nachwuchs, die Kleinen wagen sich langsam aus dem Nest und werden fl├╝gge.

Allen Jungtieren geht es gut.

├ťbrigens: Alle Tiergeburten auf dem Mundenhof werden auch auf www.freiburg.de/mundenhof ver├Âffentlicht
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Freiburg: Die Linde lebt
Anbringung der Mess-Sonde am Stamm / Foto: Stadt Freiburg
 
Freiburg: Die Linde lebt
Landschaftspr├Ągender Baum am Dreisam-Radweg gerettet

Die 200 Jahre alte Linde am Dreisamufer-Radweg, die vergangene Woche bei Grabungsarbeiten besch├Ądigt wurde, kann stehen bleiben. Dies ergaben jetzt Untersuchungen am Naturdenkmal.

Im Zuge des Breitbandausbaus werden im Abschnitt Tuttlingen ÔÇô Freiburg Telekommunikationskabel verlegt. Der Baufirma, die diese Arbeiten zur Zeit im Bereich Ebnet ausf├╝hrt, hatte die Stadtverwaltung strenge Schutzauflagen im Umgang mit den dort vorhandenen B├Ąumen auf mitgeteilt. Dazu geh├Ârt zum Beispiel, den Wurzelbereich dieser Linde bei den Aufgrabungen auszusparen. Als Sicherheitsabstand sollte sie mindestens drei Meter vom Stamm ab einhalten, gemessen bis zur auf den Boden projezierten Kronentraufe. Dazu wurde ein baumschonendes, fachkompetentes Vorgehen in der N├Ąhe des Baumes und der Einsatz einer ├Âkologischen Baubegleitung vorgeschrieben. Dennoch wurden die Wurzeln der Linde bei den Grabungsarbeiten am 9. Juni unerlaubter Weise und entgegen der fachlichen Standards im Baumschutz erheblich verletzt.

Sofort nach Bekanntwerden der Sch├Ądigung veranlasste das Umweltschutzamt (Untere Naturschutzbeh├Ârde), dass der Umfang des Schadens und die Standsicherheit des alten Prachtexemplars von einem Fachgutachter untersucht wurden. Da der Verdacht bestand, seine Standsicherheit k├Ânnte erheblich beeintr├Ąchtigt sein, wurde der Radweg, der direkt an der Linde vorbeif├╝hrt, am Samstag, 27. Juni, sicherheitshalber gesperrt.

Im Beisein des Baumpathologen Dr. Ferner und mit Unterst├╝tzung des Maschinenrings Breisgau hat nun gestern eine Fachfirma die Standsicherheit ermittelt. Bei ihren Zugspannungsversuchen kam modernste Technik zum Einsatz, samt Sensoren an Baumstamm und am Boden des Wurzeltellers.

Ergebnis: Das bei den Freiburgern beliebte und bekannte Naturdenkmal kann stehenbleiben. Die Verkehrssicherheit der Linde ist nicht erheblich beeintr├Ąchtigt, so dass die wichtige West-Ost-Radverbindung umgehend wieder f├╝r den Radverkehr ge├Âffnet werden konnte.

Der Schadensverursacher wurde vom Umweltschutzamt zur Schadensermittlung und Kl├Ąrung der Verkehrssicherheit der besch├Ądigten Linde verpflichtet. F├╝r die massive Missachtung der Naturschutzauflagen muss er mit einem Bu├čgeldbescheid in angemessener H├Âhe rechnen. Hinzu kommen Ausgleichsverpflichtungen, die die Untere Naturschutzbeh├Ârde nach Vorlage des Fachgutachtens festlegen wird.
 
 

 
Frelo: coronabedingtes Nachfragetal ├╝berwunden
Rekordausleihe im Juni

Mit einem neuen Rekord von 28.804 Ausleihen konnte das Fahrradverleihsystem Frelo der Freiburger Verkehrs AG (VAG) im vergangenen Juni das durch die Corona Pandemie entstandene Nachfragetal der Monate M├Ąrz und April endg├╝ltig hinter sich lassen. Der bisherige Spitzenmonat, Oktober 2019, wurde um mehr als 2.000 Ausleihen ├╝bertroffen.

Nach einem guten Start in das Jahr 2020 machten die Auswirkungen des Covid-19-Virus auch den rotwei├čen Leihr├Ądern zu schaffen. Wurde das Angebot im M├Ąrz noch knapp 14.000 Mal genutzt sank dieser Wert im April auf 12.817 Ausleihen.

Das Juniergebnis spiegelt nun offensichtlich die schrittweise R├╝ckkehr zur Normalit├Ąt im ├Âffentlichen Leben wieder.
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