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Dienstag, 16. Juli 2024
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Verschiedenes

 
LĂŒckenschluss FR2
Freie Fahrt zwischen der Breisacher und der ElsĂ€sser Straße

Ein weiterer LĂŒckenschluss im Freiburg Radnetz ist fertig: Wer auf dem FR2 unterwegs ist, muss nun auf Höhe der Uniklinik nicht mehr den Umweg durch die Killianstraße nehmen, sondern kann parallel zur GĂŒterbahnlinie radeln. Der 200 Meter lange und vier Meter breite Geh- und Radweg schließt auf Höhe der Breisacher Straße an die bestehende Rad-Vorrang-Route FR2 an und fĂŒhrt bis zur Kreuzung ElsĂ€sser Straße und Hartmannstraße.

Frank Uekermann, Leiter des Garten und Tiefbauamts, betont: „Mit dem LĂŒckenschluss konnten wir die AttraktivitĂ€t dieser wichtigen Radverbindung durch Freiburg deutlich steigern. FĂŒr alle, die entlang der GĂŒterbahnlinie unterwegs sind, ist das eine große Verbesserung.“

Seit vielen Jahren stellt die Stadt bereits Teile des GĂŒterbahnradwegs FR2 her oder baut sie aus. Im SĂŒden und der Mitte Freiburgs ist der Radweg deshalb bereits in grĂ¶ĂŸeren Abschnitten fertig. SĂŒdlich der Uniklinik wurden in den letzten Jahren etwa die vorhandenen Radwege ausgebaut, beleuchtet und mit einer Vorfahrtsregelung oder wie in der Breisacher Straße mit kreuzungsfreien Querungen versehen.

Nördlich der Klinik wurde 2019 mit dem Neubau des Radweges entlang der Hartmannstraße ein weiteres wichtiges TeilstĂŒck gebaut. Mitte dieses Jahres wurde im Rahmen der Fuß- und Radoffensive der Weg vom GĂŒterbahnhof zur Tullastraße asphaltiert und beleuchtet.

In einem weiteren Schritt soll der Fuß- und Radverkehr auf dem FR2 im nĂ€chsten Sommer als Vorfahrtsstraße ĂŒber den Kreuzungsbereich ElsĂ€sser Straße und Hartmannstraße gefĂŒhrt werden. DafĂŒr wird dort die Fahrbahn erhöht, entsprechende Schilder aufgebaut und Markierungen angebracht. Zudem werden Rillenplatten fĂŒr Sehbehinderte eingesetzt und die Bordsteine fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen abgesenkt. Der Umbau der Kreuzung steht jedoch erst im Sommer an.

Insgesamt kostet der LĂŒckenschluss knapp eine Million Euro. Zu den 0,75 Millionen Euro fĂŒr den Bau des Fahrradwegs und die Kreuzung, kommen 250.000 Euro fĂŒr die Erweiterung einer StĂŒtzwand entlang der Böschung. Das Land wird voraussichtlich 575.000 Euro beisteuern.

Die LĂŒckenschluss ist ein wichtiger Teil der Fuß- und Radverkehrsoffensive, die das Garten- und Tiefbauamt auf Beschluss des Gemeinderates seit 2021 mit einem Etat von rund 16 Millionen Euro durchfĂŒhrt. Informationen zu den einzelnen Projekten der umfangreichen Fuß- und Radverkehrsoffensive gibt es unter www.freiburg.de/radverkehr
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Freiburg spart Energie
Umweltschutzamt warnt vor Einsatz von HeizlĂŒftern

Wie komme ich energiesparend gut durch den Winter? Vielen stellt sich diese Frage zurzeit. Manche halten HeizlĂŒfter fĂŒr eine Alternative zur Nutzung der gas- oder ölbefeuerten Heizung. Die Idee scheint verfĂŒhrerisch: die Gasheizung runterdrehen und nur dort heizen, wo ich es brauche. Mit einem HeizlĂŒfter, den es fĂŒr kleines Geld im Baumarkt oder Elektrohandel gibt. Ein HeizlĂŒfter saugt kalte Luft an, diese wird durch erhitzte DrĂ€hte gefĂŒhrt und dabei erwĂ€rmt, wie die Scheibe Brot im Toaster. Ein Ventilator im GehĂ€use verteilt dann die warme Luft im Raum. Diese WĂ€rme ist schnell da, es braucht keine Heizungsrohre und keine weitere Installation.

HeizlĂŒfter haben aber einen großen Haken: Sie brauchen Strom – und zwar ziemlich viel davon. Ein durchschnittlicher HeizlĂŒfter kann bei tĂ€glich fĂŒnfstĂŒndiger Nutzung mit Stromkosten von 80 Euro und mehr pro Monat zu Buche schlagen. Energieunternehmen fĂŒrchten sogar, dass bei gleichzeitiger Nutzung vieler solcher GerĂ€te die Stromnetze ĂŒberlasten werden könnten.

Von Januar bis Juni 2022 wurden laut Marktforschungsunternehmen GfK 600.000 HeizlĂŒfter in Deutschland verkauft. Die örtliche Filiale der Baumarktkette Bauhaus spricht von einer „atypischen Nachfrage nach alternativen WĂ€rmequellen“ bereits im Sommer. Laut Unternehmen sei der Wunsch nach mehr Autarkie und nach Interimslösungen in ungewissen Zeiten zu erkennen.

„Eine enorme Nachfrage nach HeizlĂŒftern in diesem Sommer“ bestĂ€tigt auch Florian Albrecht, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des FachgeschĂ€fts Elektro Bareiss. Er vermutet, dass die Sorge bestanden habe, im Winter ohne Heizung dazustehen. Seit dem warmen SpĂ€tsommer habe die Nachfrage aber stark nachgelassen. Albrecht empfahl seinen Kunden, einen HeizlĂŒfter höchstens zu nutzen, um im Bad kurz mal WĂ€rme entstehen zu lassen: „Machen Sie das bloß nicht auf Dauer, sie werden arm dabei!“

Auch das stĂ€dtische Umweltschutzamt warnt Verbraucherinnen und Verbraucher mit klaren Worten: Mit HeizlĂŒftern spart man erstens kein Geld und zweitens keine Energie. Stattdessen verweist das Amt auf www.freiburg.de/energiesparen - hier sind zahlreiche Spartipps und Informationen zu Fördermöglichkeiten gebĂŒndelt zu finden.

Tipps und Hinweise, um Heizkosten zu sparen und trotzdem nicht zu frieren:

1) zu Hause Pulli tragen statt T-Shirt
2) immer willkommen: eine Kuscheldecke auf dem Sofa
3) zu Weihnachten warme Socken schenken lassen
4) ZwischentĂŒren immer schließen
5) wenn es zieht: Fensterrahmen isolieren
6) zusammengerollte Decke vor den TĂŒrschlitz legen
7) dran denken: ein Grad weniger RaumwÀrme spart 6% Energie.
8) alte Heizkörper entlĂŒften oder neue Heizkörperthermostate einbauen
9) GĂ€ste einladen – denn KörperwĂ€rme strahlt ab!
 
 

Freiburg: Fahrplanwechsel 2023:
(c) Freiburger Verkehrs AG
 
Freiburg: Fahrplanwechsel 2023:
Schnellbuslinie fĂŒr Munzingen und Tiengen
Eröffnung Stadtbahn Waldkircher Straße
Diverse Baustellenverkehre

Ab dem 11. Dezember gilt bei der Freiburger Verkehrs AG der neue Fahrplan 2022/23. GrĂ¶ĂŸte Neuerung ist dabei die EinfĂŒhrung einer Pilot-Schnellbuslinie von den Tuniberg-Ortsteilen Munzingen und Tiengen zum Freiburger Hauptbahnhof. Diese neue Linie 37 fĂ€hrt zusĂ€tzlich zu den bestehenden Linien 33 und 35 und startet mit einer ersten Fahrt morgens um 4.54 Uhr ab Munzingen „WindhĂ€uslegasse“. Die Fahrt fĂŒhrt dann ĂŒber die Haltestellen „Apotheke“, „HĂ€usleacker“, „Siedlerhöfe“ nach Tiengen mit den Haltestellen „Rivanerstraße“, „Vogteiweg“, „Etzmattenstraße“ und „Im MaierbrĂŒhl“. Danach geht es ohne weiteren Halt bis zur Haltestelle „Heinrich-von Stephan-Straße“. Hier kann auf die Stadtbahnlinien 3 und 5 umgestiegen werden. Von dort geht es ohne Halt weiter zur Endstation am Freiburger Hauptbahnhof.

Am Vormittag werden zwischen 4.54 Uhr und 8.24 Uhr halbstĂŒndlich insgesamt acht Fahrten ab Munzingen angeboten; zwischen 15.29 Uhr und 18.38 Uhr starten die Busse der Linie 37 am Freiburger Hauptbahnhof insgesamt fĂŒnf Mal zurĂŒck Richtung Tuniberg.

FĂŒr die FahrgĂ€ste aus Munzingen und Tiengen verkĂŒrzt sich so die Fahrtzeit in das Freiburger Kernstadtgebiet und zurĂŒck erheblich. Von Munzingen aus benötigt man mit dem Schnellbus dann noch rund 25 Minuten statt bisher 39 Minuten und von Tiengen aus brauchen die Busse dann nur noch etwa 15 Minuten bis zum Hauptbahnhof statt bisher 29 Minuten. Ein weiterer Vorteil der Schnellbusse ist, dass man ohne umzusteigen in die Freiburger Innenstadt kommt.

Die neue Linie 37 wird zunĂ€chst zwei Jahre als Pilotprojekt betrieben. Dann werde man auswerten, wie sie angenommen wurde. Das neue Angebot ist bei der VAG mit Mehrkosten von knapp 700.000 Euro fĂŒr den zweijĂ€hrigen Pilotzeitraum verbunden.

VAG Vorstand Oliver Benz freut sich ĂŒber die Angebotsausweitung: „Ein wesentliches Merkmal fĂŒr die Wahl eines bestimmten MobilitĂ€tsmittels ist die Schnelligkeit der Beförderung. Ich bin mir daher sicher, dass die Schnellbuslinie gut angenommen wird und wir die Bewohnerinnen und Bewohner von Munzingen und Tiengen damit fĂŒr den ÖPNV gewinnen können.“

Auch VAG Vorstand Stephan Bartosch ist davon ĂŒberzeugt und unterstreicht dies nochmals deutlich: Wir sind guter Hoffnung, dass wir nach dem zweijĂ€hrigen Pilotbetrieb sagen können: ‚Die Linie 37 ist ein Erfolg und wurde von den FahrgĂ€sten aus Munzingen und Tiengen gut angenommen – diese Linie werden wir weiterfĂŒhren.‘“

Weitere Änderungen im Fahrplan 2023

Wesentlichste Änderung im Jahr 2023 wird die Eröffnung der Stadtbahn in der Waldkircher Straße sein, die nach heutigem Planungsstand im Juni 2023 erfolgen wird.

Daneben wird das Jahr durch mehrere baustellenbedingte Schienenersatzverkehre (SEV) gekennzeichnet sein: Im Juni werden die Stadtbahnlinien 3 und 5 wegen Gleisbauarbeiten im Bereich der Haltestelle „Am LindenwĂ€ldle“ fĂŒr mehrere Tage unterbrochen sein. Die Stadtbahnlinie 3 wird zudem von Juni bis September wegen Gleisarbeiten in den Bereichen „VAG Zentrum“ und „Munzinger Straße“ durch einen SEV ersetzt werden mĂŒssen.

Zu einer weiteren Unterbrechung der Stadtbahnlinien 2 und 3 wird es voraussichtlich in den Osterferien kommen, wenn die Gleise bei der KaiserbrĂŒcke und den dortigen Querungen der Dreisamufer-Straßen erneuert werden mĂŒssen.

Ansonsten gibt es im bewĂ€hrten Fahrplan nur marginale Änderungen. So wird die Linie 35 vom 12. Dezember an zusĂ€tzlich die Haltestelle ‚Im Hubhof‘ in Tiengen bedienen und die Haltestelle ‚BeschlĂ€ge Koch‘ kehrt wieder zu ihrem alten Namen ‚Weißerlenstraße‘ zurĂŒck.

RĂŒckblickend lĂ€sst sich sagen, dass sich der Fahrplan des Jahres 2022 bewĂ€hrt hat. Die Vereinheitlichung und Verdichtung der Fahrplantakte auf den Stadtbahnlinien 3, 4 und 5 montags bis freitags zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr werden gut angenommen und auch die neuen FrĂŒhverbindungen aus allen Freiburger Ortsteilen mit denen der erste gemeinsame Stadtbahnanschluss am Bertoldsbrunnen erreicht wird, finden ihr Publikum.

Herausfordernd fĂŒr die VAG aber auch fĂŒr die FahrgĂ€ste waren die Phasen der Schienenersatzverkehre fĂŒr die Stadtbahnlinie 2 – wegen des Baues der Stadtbahn Waldkircher Straße – oder wĂ€hrend der Herbstferien die Unterbrechung der Linien 1 und 3 fĂŒr den Weichentausch an der Bissierstraße und am Runzmattenweg.

Die Verkehre zu den Heimspielen des SC Freiburg, die durchaus eine logistische Herausforderung darstellen, wurden mit zunehmender betrieblicher Erfahrung immer wieder punktuell angepasst und laufen mittlerweile weitgehend reibungslos.

zum Bild oben:
Ein Haltestellenschild in Freiburg Munzingen wird um die neue Liniennummer 37 ergÀnzt
(c) Freiburger Verkehrs AG
 
 

 
Freiburg: Recyclinghöfe verkaufen Streusplitt
Bei GlĂ€tte sind Freiburgs BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu verpflichtet, auf dem Gehweg ausschließlich Splitt oder Sand zu streuen. Streusalz ist verboten, weil es Pflanzen schĂ€digt und das Grundwasser belastet. Damit jeder Freiburger Haushalt mit ausreichend Splitt versorgt werden kann, hat die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) auf den Recyclinghöfen in Haslach, Littenweiler und St. Gabriel Verkaufsstellen fĂŒr Splitt eingerichtet.

Das Granulat wird lose angeboten. Es ist salzfrei und zum Streuen auf Gehwegen und Treppen bestens geeignet. Interessierte mĂŒssen eigene Eimer (bis 10 Liter Volumen) mitbringen, eine SplittfĂŒllung kostet 1 Euro.

Öffnungszeiten der Recyclinghöfe
St. Gabriel (Liebigstraße): Dienstag 9-12.30 und 13-18 Uhr, Freitag und Samstag 8-13 Uhr
Haslach (Carl-Mez-Straße 50): Donnerstag 8-16 Uhr, Samstag 9-16 Uhr
Littenweiler (Schnaitweg 7): Mittwoch 9-16 Uhr, Samstag 9-13 Uhr
 
 

Erfolge! Vor 50 Jahren an der Wutach
Ein alter Aufkleber aus dem Jahr 1972 (c) mitwelt.org
 
Erfolge! Vor 50 Jahren an der Wutach
Der Kampf um sauberes Wasser beginnt

Die Wutach, der kleine, schöne Fluss im Schwarzwald war einmal eines der besten ForellengewĂ€sser Europas und berĂŒhmt fĂŒr seine WasserqualitĂ€t. Der exklusive Londoner „Bad Boll Fishing Club“ hatte auf einer LĂ€nge von 80 Kilometern die Angelrechte an der Wutach gepachtet und Bad Boll war damals ein kleines Schwarzwald-Bad am Rande der Wutach-Schlucht. Doch die ungeklĂ€rten AbwĂ€sser der Papierfabrik in Neustadt fĂŒhrten ab 1905 zu einem raschen RĂŒckgang des Fischbestandes.
Vor 50 Jahren, im Jahr 1972 geschah in der kleinen, konservativen Schwarzwaldstadt Donaueschingen „Ungeheuerliches“. Die UmweltschĂŒtzer und Paddler Roland Görger und Konrad JĂ€ger, beide aktiv in der Freiburger Aktion Umweltschutz, dem spĂ€teren BUND, demonstrierten bei den Donaueschinger Musiktagen. Sie verteilten 1000 InfoblĂ€tter und verlangten die AbwasserklĂ€rung der fĂŒrstlichen Papierfabrik in Neustadt und die Beendigung der massiven Wasserverschmutzung der Wutach. Nach dem Krieg mussten die beiden Kajak-Fahrer die Plastifizierung der Ufer, die hemmungslose GewĂ€sserverschmutzung und die immer schnellere Zerstörung der BĂ€che und FlĂŒsse erleben und erleiden. Beide standen fĂŒr eine neue, politischere Generation im Natur- und Umweltschutz, die sich auch mit AutoritĂ€ten anlegte. Der Zustand der Umwelt in Deutschland war 1972 teilweise entsetzlich und viele BĂ€che und FlĂŒsse stinkende Kloaken. Es war eine Zeit, in der in Deutschland Kinder durch Luftverschmutzung krank wurden, Asbest-Gefahren wurden verharmlost und der Schweizer AtommĂŒll noch im Meer versenkt. Es war die Zeit einer erwachenden Umweltbewegung, in der aus „Nur-NaturschutzverbĂ€nden“ politisch engagierte "Umwelt- und Naturschutzorganisationen wurden. Ein »Fenster der Möglichkeiten« öffnete sich am Oberrhein und wenige Jahre spĂ€ter kam es zu den großen, spektakulĂ€ren Protestaktionen und Bauplatzbesetzungen gegen ein Bleiwerk in Marckolsheim (F) und gegen die AKW Wyhl, Kaiseraugst (CH) und Gerstheim (F).

Heute wĂ€re so eine Aktion keine besondere Nachricht, damals war sie sehr ungewöhnlich. Sponsor der Donaueschinger Musiktage war der FĂŒrst zu FĂŒrstenberg, der auch Besitzer der Papierfabrik Neustadt war. Protest gegen "den FĂŒrst" war damals in Donaueschingen noch ein Sakrileg. Nach langem Streit und wirtschaftlichen Verwerfungen wurde endlich eine KlĂ€ranlage eingebaut. Ein erster Erfolg fĂŒr den Wasserschutz und den Schutz unserer BĂ€che und FlĂŒsse, an dem eine damals noch junge Umweltbewegung ihren Anteil hat. Wenn heute in BĂ€chen und FlĂŒssen wieder gebadet werden kann, wenn die Lachse langsam zurĂŒckkehren, dann sollten wir daran erinnern, dass diese Erfolge nicht vom Himmel gefallen sind, sondern teilweise hart erkĂ€mpft werden mussten.
Die frĂŒhen KĂ€mpfe waren schwierig und mĂŒhsam und dennoch einfach, denn die Vergiftungen und Belastungen waren zumeist sichtbar, messbar und erkennbar. Die erfreulichen heutigen KĂ€mpfe gegen Klimawandel, Artenausrottung, AtommĂŒllproduktion und die Folgen unbegrenzten Wachstums sind schwieriger. Dennoch können wir aus den frĂŒhen Erfolgen Hoffnung und Kraft schöpfen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Nachtrag:
„Die Umweltbewegung wird fĂŒr das gelobt, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht hat und sie wird heftig dafĂŒr kritisiert, was sie aktuell fordert und durchsetzen will“
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Anpassung an den Klimawandel
KĂŒhle ErholungsrĂ€ume statt Hitzehotspots

Projekt untersucht, wo und wie Menschen in Freiburg vor starker Hitze geschĂŒtzt werden können

180.000 Euro Fördermittel vom Bund fĂŒr die Planung und Umsetzung kĂŒhlender ErholungsrĂ€ume in Freiburg
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Freiburgs Radfurten rot eingefÀrbt
Rote Radfurten (c) Patrick Seeger / Stadt Freiburg
 
Freiburgs Radfurten rot eingefÀrbt
Neues Konzept fĂŒr mehr Sicherheit:
33 Kreuzungen und mehr als 100 StraßeneinmĂŒndungen rot markiert
Viele positive RĂŒckmeldungen
Programm wird 2023 fortgesetzt
Fuß- und Radoffensive 2021/22

Freiburg hat den Roten Teppich fĂŒr Radfahrende ausgerollt. An 33 Kreuzungen entlang von fĂŒnf Hauptverkehrsachsen wurden Radwege rot eingefĂ€rbt. Die Signalfarbe schafft Sicherheit und Orientierung. Autofahrende erkennen schneller, wo mit Radverkehr zu rechnen ist und fahren deshalb aufmerksamer. Radfahrende werden an unĂŒbersichtlichen Kreuzungen zudem besser geleitet. So erhöht sich die objektive und auch die subjektive Sicherheit. Der letzte Punkt ist nicht zu unterschĂ€tzen, denn nur wenn sich die Menschen wohl und sicher im Fahrradsattel fĂŒhlen, entscheiden sie sich fĂŒr das klimafreundliche und platzsparende Verkehrsmittel.

Eine Radfurt ist die mit weißen Strichen markierte FĂŒhrung des Radverkehrs ĂŒber eine Kreuzung. Dass sie rot eingefĂ€rbt werden ist in Freiburg nicht neu – doch bislang wurde das nur vereinzelt an auffĂ€lligen Konfliktstellen getan. Im Zuge der Fuß- und Radoffensive, dem 16 Millionen Euro schweren Infrastruktur-Investitionsprogram, wurde jetzt umgedacht und im großen Stil rotgesehen. Jetzt werden mit den farblichen Markierungen die VerkehrsflĂ€chen in Kreuzungen ĂŒbersichtlicher gemacht. Die zahlreichen positiven RĂŒckmeldungen der Freiburgerinnen und Freiburger zeigen, dass sich die roten Radfurten schnell bewĂ€hrt haben.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn ist ĂŒberzeugt: „Die roten Radfurten machen den Radverkehr nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver. Die zahlreichen positiven RĂŒckmeldungen aus der BĂŒrgerschaft zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Wir hoffen, dass durch unsere Initiativen das Fahrradfahren in dieser Stadt noch attraktiver und vor allem noch sicherer wird.“

„Damit ist der Auftakt fĂŒr die neue Systematik gelegt. Die roten Radfurten sollen stadtweit eingefĂŒhrt werden, nĂ€chstes Jahr werden viele weitere folgen“, sagt BaubĂŒrgermeister Martin Haag. „Mit gezielten Investitionen in die Infrastruktur schaffen wir die Grundlage dafĂŒr, dass die Freiburgerinnen und Freiburger auch weiter gerne auf das Rad steigen.“

Seit April wurden an fĂŒnf auf das ganze Stadtgebiet verteilten Verkehrsachsen, 33 Kreuzungen und mehr als 100 EinmĂŒndungen eingefĂ€rbt. Rote Radfurten gibt es jetzt an der Habsburger Straße, Teilen der Eschholzstraße, der Bahnhofsachse von der Stefan-Meier-Straße bis zur Gemarkungsgrenze nach Merzhausen, der Schwarzwaldstraße und der ElsĂ€sser Straße. FĂŒr rund 200.000 Euro wurden entlang dieser Achsen 33 Kreuzungen und mehr als 100 EinmĂŒndungen eingefĂ€rbt. Wichtig war auch, neben den Verkehrsfaktoren, dass an diesen Straßen in nĂ€chster Zeit keine Bauarbeiten anstehen.

Die Planungen fĂŒr ein umfangreiches Programm laufen bereits. Darin enthalten sind zum Beispiel die Tuniberg-Gemeinden, die Berliner, Madison- und Besançonallee und die Achse Carl-Kistner-Straße / Opfinger Straße. Hinzu kommen zahlreiche rote Radfurten, die im Rahmen von aktuellen Baumaßnahmen wie beispielsweise der Stadtbahn Waldkircher Straße umgesetzt wurden.
 
 

Erster erneuerter Aufzug auf der StadtbahnbrĂŒcke geht in Betrieb
(c) Patrick Seeger/ Stadt Freiburg
 
Erster erneuerter Aufzug auf der StadtbahnbrĂŒcke geht in Betrieb
Freiburg, 11.11.22. Nach sechseinhalb Monaten Bauzeit geht auf der StadtbahnbrĂŒcke am 11. November Aufzug 5 in Betrieb. OberbĂŒrgermeister Martin Horn und die VAG-VorstĂ€nde Stephan Bartosch und Oliver Benz rĂ€umten zur offiziellen Inbetriebnahme das rot-weiß gestreifte Absperrelement zur Seite, das bislang den Zugang zum Lift verwehrte.

„Diese AufzĂŒge sind in erster Linie fĂŒr alle FahrgĂ€ste der VAG da. Sie sorgen allerdings zugleich fĂŒr die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige des Freiburger Hauptbahnhofes – auch wenn dies nicht die originĂ€re Aufgabe unserer VAG ist,“ fasste OberbĂŒrgermeister Horn die Bedeutung der FahrstĂŒhle zusammen und fand zugleich noch lobende Worte: „Mit einem verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurzen Planungsvorlauf ist es der VAG gelungen, die Erneuerung der Aufzugsanlagen und der Fahrtreppen anzugehen und jetzt schon ein erstes Ergebnis vorweisen zu können. Die VAG zeigt, wie das geht. Die Deutsche Bahn muss nun ihrerseits die eigenen Planungen fĂŒr den Einbau von AufzĂŒgen an den Bahnsteigen und den barrierefreien Umbau schneller und konsequent vorantreiben.“

Sarah Baumgart, Beauftragte fĂŒr die Belange von Menschen mit Behinderungen bei der Stadt Freiburg pflichtet dem OberbĂŒrgermeister bei: „MobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen – aber auch Reisende mit schwerem GepĂ€ck – sind weitgehend auf die AufzĂŒge angewiesen, die in den vergangenen Jahren aufgrund ihres Alters immer hĂ€ufiger Ausfallzeiten hatten. Ich bin sehr froh, dass die alten FahrstĂŒhle jetzt durch moderne, zuverlĂ€ssige und grĂ¶ĂŸere ersetzt werden.“

„Die AufzĂŒge und Rolltreppen an der StadtbahnbrĂŒcke sind 39 Jahre alt, und auch wenn diese 2008 technisch saniert wurden sind sie heute von ihren Maßen her nicht mehr zeitgerecht, zudem zunehmend störungsanfĂ€llig, und die Ersatzteilbeschaffung gestaltet sich immer schwieriger“, schildert VAG-Vorstand Bartosch den Satus Quo vor der Erneuerung und fĂ€hrt fort: „Die Erneuerung der fĂŒnf AufzĂŒge erfolgt bis Mai 2025 nacheinander, damit möglichst nie mehr als ein Aufzug gleichzeitig wegen der Erneuerung stillstehen muss. Die Erneuerung der Rolltreppen ist fĂŒr das Jahr 2024 vorgesehen.“ Je Aufzug investiert die VAG jeweils rund 600.000 Euro.

VAG Vorstand Oliver Benz beschreibt die Vorteile der neuen Einrichtungen: „Die neuen Aufzugskabinen sind grĂ¶ĂŸer und besser zugĂ€nglich als ihre VorgĂ€ngerinnen. Die Innenmaße betragen dann 2,10 Meter auf 1,10 Meter statt bisher 1,40 Meter auf 1,10 Meter. Besonders vorteilhaft fĂŒr Personen mit viel GepĂ€ck, mit Gehhilfen oder im Rollstuhl wird sein, dass die TĂŒren dann einen Meter breit sind – also 20 Zentimeter breiter als bisher.“

Mit einer TragfĂ€higkeit von 1000 Kilogramm – die derzeitige liegt bei 630 Kilogramm – legt die neue Anlage auch leistungsmĂ€ĂŸig deutlich zu. Es können dann bis zu 13 Personen befördert werden, derzeit sind es nur acht. Neu ist auch, dass die Kabinen dann mit einer Sonnenschutzverglasung ausgestattet sind.

Nicht nur wegen der grĂ¶ĂŸeren Kabinen wird sich die Außenansicht der AufzĂŒge von der bisherigen unterscheiden. Da der Antrieb dann im Schachtkopf, also ĂŒber der Kabine sein wird und nicht mehr wie bislang im unterirdischen Maschinenraum, werden die AufzugstĂŒrme höher als derzeit.
Erfreuliches gibt es auch von der energetischen Seite zu berichten: Als neuer Antrieb wird ein Seilaufzug mit Gegengewichten eingebaut, der im Betrieb wesentlich effizienter ist und somit weniger Energie verbraucht als der bisherige.

Aufzug 5 ist erst der Anfang

Die schwierige Ersatzteilbeschaffung zeigte sich zuletzt auch insbesondere bei den Rolltreppen, die immer wieder lĂ€ngere Stillstandzeiten hatten. Auf der automatisierten Information im Internet ĂŒber Störungen der AufzĂŒge (https://www.vag-freiburg.de/fahrplan/zustandsanzeige-aufzuege) sind auch die AusfĂ€lle wĂ€hrend der Umbauphase zu entnehmen. Da die Bahnsteige der Deutschen Bahn am Freiburger Hauptbahnhof bislang ĂŒber keine eigenen AufzĂŒge verfĂŒgen, dienen die in Regie der VAG betriebenen Lifte vielen Menschen nicht nur fĂŒr den Umstieg von Zug auf Stadtbahn und umgekehrt, sondern auch fĂŒr den Wechsel von einem Bahnsteig zum anderen. Insbesondere fĂŒr MobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte und Reisende mit viel GepĂ€ck sind die AufzĂŒge sehr nĂŒtzlich. Wer in der Zeit des Umbaus der AufzĂŒge am Freiburger Hauptbahnhof ankommt – oder von dort wegfahren will - und Hilfe benötigt, kann sich wie gewohnt auch an die MobilitĂ€tsservice-Zentrale (MSZ) der Deutschen Bahn (Telefon: 030 65212888; Fax: 030 65212899; E-Mail: msz@deutschebahn.com) wenden.

Auf dem Bild oben
von links: VAG Vorstand Stephan Bartosch, OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Behindertenbeauftragte Sarah Baumgart und VAG Vorstand Oliver Benz.
(c) Patrick Seeger/ Stadt Freiburg
 
 



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