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Donnerstag, 13. Juni 2024
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Verschiedenes

Barrierefreier Umbau der Haltestelle ÔÇ×Munzinger Stra├čeÔÇť abgeschlossen
(c) VAG
 
Barrierefreier Umbau der Haltestelle ÔÇ×Munzinger Stra├čeÔÇť abgeschlossen
Nach knapp f├╝nf Monate Bauzeit wurden die umfangreichen Umbauarbeiten an der Haltestelle ÔÇ×Munzinger Stra├čeÔÇť jetzt abgeschlossen. Entstanden sind drei neue und barrierefrei erreichbare Bussteige, die mit Fahrgastunterst├Ąnden ausgestattet und durch ein Blindenleitsystem miteinander verkn├╝pft sind. Auch sieben neue B├Ąume zieren nun die Endhaltestelle. Nach den Schienenerneuerungen im Sommer 2023 und mit dem barrierefreien Umbau ist diese wichtige End- und Umsteigehaltestelle jetzt eine der modernsten ihrer Art im Streckennetz der Freiburger Verkehrs AG (VAG).

Welcher Aufwand f├╝r die Arbeiten betrieben werden musste, wird deutlich, wenn man die Baumassen betrachtet: Mit 200 Tonnen Altasphalt, 300 Tonnen Schottertragschicht, 250 Quadratmeter neuem Pflaster, 120 Meter neue Bordsteine, 360 Blindenleitplatten und 510 Meter Kabelleerrohre wurde einiges bewegt.

Haltestelle ÔÇ×Munzinger Stra├čeÔÇť wird zur Mobilstation

Mit dem Umbau sind die Pl├Ąne f├╝r die Endhaltestelle jedoch noch nicht abgeschlossen. Sie wird k├╝nftig als Pilotprojekt zu einer von drei geplanten sogenannten Mobilstationen. An solchen Knotenpunkten werden viele verschiedene Mobilit├Ątsangebote miteinander vernetzt: Kundinnen und Kunden k├Ânnen zwischen Verkehrsmitteln wie Bus, Stra├čenbahn, Frelo, Carsharing oder E-Scooter wechseln oder Park-&-Ride-Angebote nutzen. Der Kiosk sowie Sitzgelegenheiten erg├Ąnzen die Infrastruktur.
Ein Baustein dieses Konzeptes ist auch, dass Teile der bisherigen P&R-Parkpl├Ątze auf der nun freiwerdenden Baustelleneinrichtungsfl├Ąche zu einer Radabstellanlage umfunktioniert werden.

Weiter geht es auch mit den Arbeiten der Infrastruktur f├╝r die E-Busse. Nachdem am 15. M├Ąrz ein zus├Ątzlicher Trafo in die vorhandene Station eingebaut worden ist, werden die Arbeiten an der Ladetechnik im April fortgesetzt. Die drei Ladepunkte mit einer Leistung von je 300 Kilowatt sollen dann im Mai in den Betrieb gehen.
 
 

Eine gute L├Âsung f├╝r alle
Visualisierung: Querschnitt Kart├Ąuser/Wallstra├če ÔÇô nachher (c) Link3D, Merzh.
 
Eine gute L├Âsung f├╝r alle
Deutlich mehr Platz f├╝r Rad- und Fu├čverkehr und kaum Einschr├Ąnkungen f├╝r den Autoverkehr

Planungen f├╝r den Umbau des ├Âstlichen Innenstadtrings

An kaum einer anderen Stelle hat das fr├╝here Ziel einer autogerechten Stadt so sichtbare Spuren hinterlassen wie am Schlossbergring. Mit hohem Aufwand entstand dort Ende der 1960er Jahre eine vierspurige Autoschneise ÔÇô ohne an den Rad- und Fu├čverkehr zu denken. Das soll sich jetzt ├Ąndern. Die Strecke zwischen Schwabentorbr├╝cke und Europaplatz wird in Zukunft komfortabler und sicherer f├╝r alle, die zu Fu├č oder mit dem Radunterwegs sind.

B├╝rgermeister Martin Haag betont: ÔÇ×Ich freue mich, dass wir hier eine L├Âsung gefunden haben, die allen Anforderungen gerecht wird: In Zukunft gibt es deutlich mehr Platz und mehr Sicherheit f├╝r den Fu├č- und Radverkehr. Doch auch wer mit dem Auto unterwegs ist, kommt fl├╝ssig um die Innenstadt herum und erreicht die Parkh├Ąuser. Ich bedanke mich bei dem Fu├č- und Radentscheid f├╝r den Impuls, dass wir uns diese Stelle genauer anschauen m├╝ssen. Das war ein wertvoller Beitrag f├╝r den Freiburger Verkehr der Zukunft.ÔÇť

Den Anfang hat die Stadtverwaltung bereits vor zwei Jahren gemacht: Nicht zuletzt aufgrund der Forderungen aus dem B├╝rgerbegehren zum Fu├č- und Radentscheid hat das Garten- und Tiefbauamt ÔÇô zun├Ąchst provisorisch ÔÇô eine Fahrspur des ├Âstlichen Schlossbergrings f├╝r den Radverkehr umgewidmet. Der vorherige, sehr schmale Radweg entlang der St├╝tzmauer zum Schlossberg ist seitdem ein Fu├čweg. Diese L├Âsung brachte deutlich mehr Komfort und Sicherheit f├╝r den Fu├č- und Radverkehr, auch der Autoverkehr lief von Beginn an fl├╝ssig. Die bef├╝rchteten R├╝ckstaus bis auf die B31 blieben bis auf wenige Ausnahmen aus. Das hat inzwischen auch ein externes Gutachten best├Ątigt. Daher bleibt an dieser Stelle auch in Zukunft alles so wie es sich in den vergangenen Jahren bew├Ąhrt hat.

Um herauszufinden, wie fl├╝ssiger und sicherer Verkehr f├╝r alle Verkehrsteilnehmenden auch auf der restlichen Strecke gelingt, hat das Garten- und Tiefbauamt eine detaillierte Untersuchung mit genauer Simulation der Verkehrsabl├Ąufe beim Karlsruher B├╝ro Inovaplan in Auftrag gegeben. Als Planungsziele hat die Stadtverwaltung Verbesserungen f├╝r den Fu├č- und Radverkehr sowie die Verkehrssicherheit, die Ber├╝cksichtigung der Standards f├╝r den geplanten Radschnellweg sowie die allgemeinvertr├Ągliche Abwicklung aller vorhandenen Verkehrsstr├Âme vorgegeben. Seit vergangenem Dezember liegt das Gutachten aus Karlsruhe vor.

Gegenstand der Untersuchung waren mehrere Planungsideen. ├ťberzeugt hat letztendlich nur eine Variante. Diese ist nach Einsch├Ątzung der Karlsruher Fachleute und auch des st├Ądtischen Garten- und Tiefbauamts am besten geeignet, die Situation f├╝r alle, die zu Fu├č oder mit dem Rad unterwegs sind, deutlich zu verbessern und gleichzeitig auch den zuk├╝nftigen Autoverkehr so zu ber├╝cksichtigen, dass keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die Stadtbahn, den B31-Tunnel oder das angrenzende Verkehrsnetz zu erwarten sind. Dies war den verantwortlichen Verkehrsplanenden neben der Verkehrssicherheit wichtig: Neben einer Verbesserung f├╝r den Fu├č- und Radverkehr will man auch zuk├╝nftig einen reibungslosen ├ľPNV-Betrieb sowie die Kfz-Erschlie├čung der Innenstadt weiter sicherstellen.

Kernst├╝ck dieser favorisierten Variante ist die Verringerung der zwei getrennten Autospuren auf eine einzelne, sogenannte ÔÇ×├╝berbreiteÔÇť Fahrspur, die von zwei Autos parallel genutzt werden kann. Diese L├Âsung findet sich bereits heute an vielen Stellen in Freiburg (z.B. auf dem n├Ârdlichen Innenstadtring zwischen Fahnenberg- und Europaplatz) und hat sich bew├Ąhrt. Auf H├Âhe der Einm├╝ndung von Kart├Ąuser- und Wallstra├če (beim Caf├ę Atlantik) werden die Stadtbahngleise zudem in eine von Autos mitnutzbare Fahrspur umgewandelt. Damit gelingt es mit dieser Variante fast durchg├Ąngig, die gew├╝nschten Breiten f├╝r die Radspuren zu erm├Âglichen, ohne dass es zu einer starken Behinderung des Autoverkehrs mit langen R├╝ckstaus kommt.

Abschnitt S├╝d

Die gr├Â├čten Ver├Ąnderungen gibt es zwischen Schwabentorplatz und Schwabentorbr├╝cke. Am Schwabentorring ist Platz besonders rar, weil hier zus├Ątzlich auch die Stadtbahn unterwegs ist ÔÇô bislang auf einem separaten Gleisk├Ârper. Damit jedoch f├╝r den Autoverkehr nach der Umgestaltung zwei Spuren bleiben und in Zukunft auch Menschen, die zu Fu├č oder mit dem Rad unterwegs sind, sicher vorankommen, soll an dieser Stelle ein ÔÇ×dynamischer Gleisk├ÂrperÔÇť entstehen. Das hei├čt: Kraftfahrzeuge und Stra├čenbahnen teilen sich dann eine Fahrspur. So stehen dem Kfz-Verkehr ├Ąhnlich wie heute zwei Fahrstreifen zur Verf├╝gung. Durch diese Regelung wird auch dieser Unfallbrennpunkt zwischen Stadtbahn und in die Wallstra├če linksabbiegendem Autoverkehr beseitigt. Um die Gleise umzuwidmen, wird ein Rechtsverfahren n├Âtig werden, das in den n├Ąchsten Monaten vorbereitet werden soll. Ein weiterer gro├čer Unterschied zum Status quo sind die breiten Fu├č- und Radwege ÔÇô beide zusammen ├╝ber f├╝nfeinhalb Meter breit statt heute jeweils knapp 1,50 Meter. Im ├ťbergang zum Schlossbergring wird dann aus zwei eins ÔÇô etwa so wie heute schon. Auch auf der Schwabentorbr├╝cke stehen den Fahrr├Ądern k├╝nftig fast drei Meter breite Spuren zur Verf├╝gung; hier f├Ąllt eine Autospur ersatzlos weg, ebenso wie eine Abbiegespur aus der Schillerstra├če Richtung Innenstadt. Von Osten kommend bleibt es bei den beiden Abbiegespuren in den Schwabentorring, sodass hier kein aufwendiger Umbau erforderlich ist und R├╝ckstaus in den Tunnel vermieden werden k├Ânnen.

Am Greiffeneggring war die Situation f├╝r den Radverkehr in der Vergangenheit gef├Ąhrlich. Deswegen hat das Garten- und Tiefbauamt schon vor einigen Jahren eine Kfz-Spur in eine breite Radfahrspur umgewandelt. Diese L├Âsung hat sich bew├Ąhrt und wird beibehalten.

Abschnitt Mitte

Auf der Ostseite des Schlossbergrings bleibt es im Wesentlichen bei der heutigen Verkehrsf├╝hrung mit jeweils einem Fahrstreifen f├╝r den Pkw- und Radverkehr sowie einem separaten Fu├čweg. Auch die Zufahrt zur Schlossberggarage bleibt erhalten. Auf der Westseite, also zur Altstadt hin, wird der Kfz-Verkehr k├╝nftig auf einer ├╝berbreiten Fahrspur gef├╝hrt. Vorteil auch hier: Mehr Platz f├╝r alle, die zu Fu├č gehen oder mit dem Rad fahren und kaum Einschr├Ąnkungen f├╝r den Autoverkehr. Dieser wird in der Regel auch nach dem Umbau fast so flie├čen wie heute schon.

Abschnitt Nord

Im Leopoldring zwischen Europa- und Karlsplatz wird die bew├Ąhrte Verkehrsf├╝hrung aus dem Abschnitt westlich der des Europlatzes fortgesetzt: Auch hier gibt es in beiden Fahrtrichtungen einen ├╝berbreiten Fahrstreifen, der in der Regel das Nebeneinander von zwei Pkws erlaubt ÔÇô Lkws brauchen aber die ganze Breite des Fahrstreifens. Dies klappt gut, weil der Anteil an breiteren Fahrzeugen hier nicht so gro├č ist. Gleichzeitig schafft diese L├Âsung gen├╝gend Platz f├╝r einen Radstreifen, der fast durchg├Ąngig deutlich breiter als zwei Meter ist. ├ľstlich des Karlsplatzes ist die Situation seit dem Umbau dort vor einigen Jahren bereits recht radfahrerfreundlich ÔÇô die Erasmusstra├če bietet als ausgewiesene Fahrradstra├če eine gute Radverkehrsbindung. In diesem Abschnitt k├Ânnen daher die heute vorhandenen zwei getrennten Kfz-Fahrspuren Richtung Osten bis zur Einm├╝ndung der Hermannstra├če erhalten bleiben. In Fahrtrichtung Westen werden jedoch zwei Fahrspuren zu einem ├╝berbreiten Fahrstreifen, um mehr Platz f├╝r den Radverkehr zu schaffen. Der Radfahrstreifen wird hier drei Meter breit.

Die Umgestaltungen lassen sich in mehreren, voneinander unabh├Ąngigen Bauabschnitten realisieren. Noch gibt es aber keine konkrete Ausf├╝hrungsplanung und damit weder einen Zeit- noch einen Kostenplan. Nicht zuletzt um die verschiedenen Planungsideen vergleichen zu k├Ânnen, enth├Ąlt das Gutachten dennoch eine grobe Kostenprognose, die auf Erfahrungswerten vergleichbarer Projekte, vereinfachten Kostenannahmen ├╝ber die umzubauenden Fl├Ąchen einschlie├člich einer Risikopauschale basiert. Das mit Abstand beste Kosten-Nutzen-Verh├Ąltnis verspricht die Variante, die auch verkehrlich am meisten ├╝berzeugt: Sie soll daher in den kommenden Jahren und abh├Ąngig von der Haushaltslage Schritt f├╝r Schritt Realit├Ąt werden.

Infos zu allen drei untersuchten Varianten und den jeweiligen Vor- und Nachteilen sowie Grafiken und ein Video gibt es online unter www.freiburg.de/schlossbergring. Auch das vollst├Ąndige Gutachten
steht dort zum Download bereit.
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Mundenhof meldet erneut Rekord
Mehr als eine halbe Millionen Besucherinnen und Besucher im Jahr

Bei der Jahresbilanz 2023 wird deutlich, dass sich das neue Strau├čen- und Erdm├Ąnnchengehege bew├Ąhrt hat
Vom Umbruch auf der Pinto-Koppel, den Konsequenzen aus der Vogelgrippe und den positiven wie negativen Folgen des Klimawandels

Und sie steigen und steigen ÔÇô die Besucherzahlen des Mundenhofs. Erstmals haben 2023 ├╝ber eine halbe Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Tiergehege besucht. Der Mundenhof hat anhand der verkauften Parkplatztickets hochgerechnet, dass es um die 520.000 Menschen gewesen sein m├╝ssen. Seit 2007 hat sich damit die Zahl verdoppelt, damals waren es knapp 245.000 Menschen, die sich aufmachten, um Kamele und Lamas, Esel und Erdm├Ąnnchen, Affen und Strau├če zu entdecken.

Gerade am Wochenende kann es da schon mal etwas enger werden. Fast 50 Prozent der Besucherinnen und Besucher kommen am Samstag, Sonn- oder Feiertag zum Mundenhof. Die anderen gut 50 Prozent verteilen sich auf die restlichen Wochentage. Bei den Parkgeb├╝hren wird hier zuk├╝nftig von April bis August kein Unterschied mehr gemacht. Dann kostet das Parken an allen Tagen 10 Euro. In den ├╝brigen Monaten kostet das Ticket unter der Woche wie bisher 5 und am Wochenende sowie Feiertagen 10 Euro. Die Jahresparkkarte kostet seit Januar 60 statt 50 Euro. Wer die Freiburger FamilienCard hat, zahlt wie gehabt 30 Euro. Der Eintritt ins Tiergehege bleibt aber auch weiterhin kostenlos. Zum Konzept des st├Ądtischen Mundenhofs geh├Ârt, dass er allen Menschen den Zugang zu den Tieren und dem Gel├Ąnde erm├Âglichen will. Ein Besuch soll nicht am Geldbeutel scheitern.

B├╝rgermeisterin Christine Buchheit ist sich sicher, dass der neue Besucherrekord auch am neuen Gehege f├╝r die Erdm├Ąnnchen liegt, das sie sich mit den Strau├čen und Rosenk├Ąfern teilen. ÔÇ×Wir ruhen uns nicht auf unserem Erfolg aus. Das Mundenhofteam macht sich st├Ąndig Gedanken dar├╝ber, wie das Tiergehege f├╝r die Menschen, aber vor allem auch f├╝r die Tiere noch attraktiver werden kann. Das ist beim neuen Strau├čen- und Erdm├Ąnnchenstall wieder wunderbar gelungen.ÔÇť

Auch aus Sicht der Tierpflegerinnen und Tierpfleger hat sich das neue Gehege bereits bew├Ąhrt. Sowohl bei den Strau├čen als auch bei den Erdm├Ąnnchen und im integrierten Rosenk├Ąferterrarium gab es Nachwuchs. Neun Strau├čenk├╝ken und vier Erdm├Ąnnchen z├Ąhlen zur gro├čen Nachkommenschaft im Tierpark. Insgesamt gab es ├╝ber hundert Geburten, etwa die H├Ąlfte davon bei den Schafen und Ziegen. Zwei Mal im Jahr bekommen diese mittlerweile Nachwuchs. Zum einen weil sich die Haltungsbedingungen immer weiter verbessern, zum anderen weil es aufgrund des Klimawandels immer w├Ąrmer wird.

Doch die h├Âheren Temperaturen haben f├╝r die Tiere nicht nur positive Auswirkungen. So werden beispielsweise bei der Heuernte oft nicht mehr die erwartenden Ertr├Ąge erzielt. 2023 waren es immerhin zwei gute Ernten. Die milden Winter haben erneut zu einem recht hohen Parasitenbefall gef├╝hrt, gerade Tiere mit dichtem langem Fell haben darunter gelitten.

Und auch die Vogelgrippe machte den Verantwortlichen im vergangenen Jahr zu schaffen. Zwar hatte sich keines der Tiere angesteckt, aber trotzdem gab es zahlreiche Einschr├Ąnkungen in der Haltung. Das meiste Gefl├╝gel musste ├╝ber l├Ąngere Zeit im Stall bleiben. Die gro├čen Laufv├Âgel durften zwar dank einer Ausnahmeregelung weiterhin auf die Koppeln, allerdings nur unter strengen hygienischen Auflagen. Besonders erfreulich ist, dass es trotzdem nicht nur bei den Strau├čen Nachwuchs gab, sondern auch bei den Nandus, Pfauen und M├Ânchsittichen.

Aber auch Todesf├Ąlle geh├Âren zu einem Tierpark dazu. So mussten das Tiergehegeteam und die Besucherinnen und Besucher unter anderem von den beiden Strau├čen Themba und Kito Abschied nehmen. Die Nachricht, dass Watussikuh Luzies gestorben ist, war allerdings noch aus einem anderen Grund bewegend. Watussik├╝he werden nur noch in wenigen Tierparks gehalten. Eine neue Kuh zu finden ist bisher nicht gelungen. Dieses Problem gibt es bei anderen Rinderrassen nicht. Der Mundenhof hat im vergangenen Jahr sowohl zwei neue Yaks als auch zwei Schottische Hochlandrinder gekauft. Ebenfalls neu hinzugekommen sind zwei Lamastuten. Und bei den Pintos wohnt seit einigen Monaten Anupi, eine D├╝lmener Pferdestute. Diese deutsche Wildpferdrasse soll die Pintos langfristig ersetzen.

Spannend bleibt es nach wie vor bei den Javaneraffen. Noch verteidigt Nijamuk seine Anf├╝hrerrolle, doch die Auseinandersetzungen mit jungen Thronanw├Ąrtern werden immer heftiger. Zu h├Âren ist das am lauten Geschrei, das immer wieder aufkommt. Zu sehen ist es an wilden Verfolgungsjagden und manchmal leider auch an den Verletzungen der Widersacher.

Entspannter geht es bei den Schottischen Hochlandrindern zu. Mundenhofmitarbeitende haben f├╝r sie zeitweise die Wiesen um das ZMF-Gel├Ąnde mit einem mobilen Zaun begrenzt. So hatten die Tiere mehr Platz und gutes Futter, der Mundenhof hat Geld eingespart, weil die Wiese nicht gem├Ąht werden musste und die Besucherinnen und Besucher konnten auch au├čerhalb des eigentlichen Gel├Ąndes Tiere beobachten. Ein Win-Win-Win-Konzept, das jetzt auch auf andere Tiere ausgeweitet werden soll.

Auch die naturp├Ądagogische Bildungs- und Freizeiteinrichtung KonTiKi (Kontakt-Tier-Kind) zieht unter der neuen Leitung von Stefanie Rohrer nach wie vor viele Menschen auf den Mundenhof. Dazu beigetragen haben sicher auch der neugestaltete Flyer und die ├╝berarbeitete Homepage. Gut besucht waren sowohl die sieben Nachmittagsgruppen, die drei Mal die Woche parallel stattfinden, als auch die w├Âchentliche Jugendgruppe. Zudem nahmen 82 Schulklassen, 20 mehr als im Vorjahr, an den Angeboten teil. Einige der ├╝ber 1200 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler kamen dabei in den Genuss des neuen Projekts ÔÇ×ich-du-wir mit TierÔÇť, das an vier Vormittagen die Klassengemeinschaft durch erlebnisp├Ądagogische ├ťbungen, tiergest├╝tzte Inhalte und Wahrnehmungsaufgaben st├Ąrkt. Der SC Freiburg unterst├╝tzt das Projekt mit dem Stiftungsprogramm ÔÇ×fairwaysÔÇť.

Die KonTiKi-Tiere sind im engen Kontakt mit den Kindern. Damit dieses Konzept reibungslos funktioniert, braucht es manchmal geeignete Hilfsmittel. So haben Schafe und Ziegen im vergangenen Jahr Halfter bekommen, mit denen sie sich deutlich leichter f├╝hren lassen. Und auch bei den H├╝hnern hat sich einiges getan. Nicht nur der Stall wurde versch├Ânert. Da absehbar ist, dass es immer h├Ąufiger Vogelgrippeausbr├╝che mit Stallpflicht in der Region geben wird, wird die H├╝hnerschar in Zukunft kleiner gehalten.

Die Menschenschar dagegen war auch bei den Festen und Veranstaltungen auf dem Mundenhof alles andere als klein. Vor allem das Krippenspiel, das erstmals nach vier Jahren wieder stattfand, war ein Publikumsmagnet. Und auch das K├╝rbisfest und der Ostertag waren gut besucht. Beim Sommerfest dagegen war es schlichtweg zu hei├č, als dass sich die Menschen auf der Pinto-Koppel gedr├Ąngt h├Ątten.

Auch dieses Jahr wird es die bekannten Publikumsmagnete wieder geben. Neu im Programm ist ein Fr├╝hlingsfest am Sonntag, 24. M├Ąrz, und eine bereits ausgebuchte ÔÇ×GummistiefelwocheÔÇť f├╝r Kinder und Jugendliche mit Werkeln und Tierkontakt in der ersten Osterferienwoche. Je eine F├╝hrung im Schauaquarium und zu den St├Ârchen auf dem Mundenhof runden die Neuerungen des Jahresprogramms ab.

Einiges ver├Ąndert sich auch im historischen Zentrum des Hofs. Der Betriebshof wird weiter ausgebaut, damit der Mundenhof auch f├╝r kommende Besucherrekorde gewappnet ist. Die Werkstatt zieht in ein saniertes Stallgeb├Ąude. In der so frei gewordenen Alten Schmiede entsteht in den n├Ąchsten Jahren die Zukunftsschmiede mit noch mehr p├Ądagogischen Angeboten. Im angrenzenden Zukunftsgarten sind die ersten Umgestaltungen schon sichtbar. Damit alle neuen R├Ąume auch Heizung und Wasser haben, werden zahlreiche Leitungen verlegt. Gleichzeit bekommt das frisch sanierte Dach der KonTiKi-Scheune eine Photovoltaik-Anlage.
 
 

Umweltsch├╝tzer Jean-Jacques Rettig gestorben:
Jean-Jacques Rettig bei einer der unz├Ąhligen Fessenheim-Aktionen (c) Axel Mayer
 
Umweltsch├╝tzer Jean-Jacques Rettig gestorben:
Freund, Europ├Ąer, Atomkraftgegner, Humanist & Umwelt-Aktivist

Mon ami, l'Alsacien Jean-Jacques Rettig

Am Montag, 19.2.2024 ist eine der wichtigsten Pers├Ânlichkeiten der els├Ąssischen Umweltbewegung, Jean-Jacques Rettig aus Freconrupt, gestorben. Aus Wunsch der Familie wird er im kleinen Familienkreis beerdigt. Eine gr├Â├čere Trauerfeier ist f├╝r den Sommer geplant.

Mein Freund, der Els├Ąsser Jean-Jacques Rettig, Jahrgang 1937, war gemeinsam mit Solange und Michel Fernex eine der gro├čen Pers├Ânlichkeiten der els├Ąssischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung. Der fr├╝here Realschullehrer war schon 1974 bei der Bauplatzbesetzung gegen das Chemiewerk im els├Ąssischen Marckolsheim dabei und auch beim Protest gegen das AKW in Wyhl stand er an vorderster Stelle. Am 17. Juli 1970, nachdem der erste Artikel in der "Derniere Nouvelle d'Alsace" ├╝ber das AKW Fessenheim erschien, hat er mit drei Familien eine B├╝rgerinitiative gegr├╝ndet. 1971 waren es schon 1500 Menschen, darunter 150 Deutsche. Vier Jahre sp├Ąter waren 15 000 dabei. Jean-Jacques war seit ├╝ber 50 Jahren aktiv und er war "nicht nur" AKW-Gegner und Umweltsch├╝tzer. Er war auch ein gro├čer, engagierter Europ├Ąer und Humanist. Seit den fr├╝hen ├Âkologischen Konflikten am Oberrhein hat er sich f├╝r das grenzenlose Europa der Menschen engagiert.

Ich erinnere mich an unsere wichtigste, gemeinsame, nirgends journalistisch verwertete Presseerkl├Ąrung aus dem Jahr 2007. Gemeinsam hatten wir die sehr konkreten Pl├Ąne des damaligen franz├Âsischen Pr├Ąsidenten Sarkozy kritisiert, franz├Âsische AKW an Pr├Ąsident Gaddafi in Libyen zu exportieren. Eine Katastrophe f├╝r die Menschheit ist jedes neue Land, das mithilfe der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird. Es w├Ąre schrecklich, wenn heute im B├╝rgerkriegsland Libyen franz├Âsische AKW st├╝nden und die B├╝rgerkriegsparteien Zugang zu Atomkraftwaffen und schmutzigen Bomben h├Ątten.

Als Jean-Jacques Rettig 1974 die Bauplatzbesetzung gegen ein extrem umweltverschmutzendes Bleiwerk nach Marckolsheim mit organisierte, war in Frankreich und Deutschland noch die Zeit der ÔÇ×guten, alten, offenenÔÇť und vor allem sichtbaren Umweltzerst├Ârung und Umweltvergiftung. Fl├╝sse waren stinkende Kloaken, Kinder in der Umgebung von Verbrennungsanlagen litten an Pseudokrupp, in der Umgebung von Bleichemiewerken starben die K├╝he an Bleivergiftung. Der Schweizer Atomm├╝ll wurde damals noch im Meer versenkt. Es war die unkritisch-technikbesoffene Nachkriegszeit, in der, trotz des Konzernwissens um die Gefahren, noch hemmungslos Asbest verbaut wurde.

Heute, 50 Jahre nach diesen ersten Konflikten, sind Luft und Wasser sauberer geworden. In unseren B├Ąchen kann wieder gebadet werden. Das Atomkraftwerk in Fessenheim wurde endlich abgeschaltet. Strom aus Wind und Sonne ist um ein Vielfaches kosteng├╝nstiger als Strom aus neuen Atomkraftwerken.
Diese Erfolge f├╝r Mensch, Natur und Umwelt sind nicht vom Himmel gefallen. Wir haben sie Menschen wie Jean-Jacques Rettig zu verdanken.

In diesen Tagen der Trauer demonstrieren junge und alte Menschen mit Fridays for Future f├╝r eine nachhaltige, bessere Welt. Sie tragen sein Werk und Engagement weiter.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND Gesch├Ąftsf├╝hrer, TRAS Vorstand
(kennt Jean Jacques seit der Bauplatzbesetzung 1974 in Marckolsheim)
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RegioForum - K├╝che und Region direkt und digital vernetzt
(c) Foto: Veranstalter
 
RegioForum - K├╝che und Region direkt und digital vernetzt
Das ÔÇťRegioForum - K├╝che und Region direkt und digital vernetztÔÇŁ zeigt die Vielfalt der Region und unterstreicht die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit zwischen Produzenten und Gastronomie

Rund 100 Landwirtinnen und Landwirte, Verarbeitungsbetriebe, Lieferanten, K├╝chen- und Kantinenprofis sowie zahlreiche regionale Initiativen kamen am 29. Februar 2024 zum RegioForum in der Messe Freiburg zusammen. Aufh├Ąnger der Veranstaltung war die bis dato einj├Ąhrige Zusammenarbeit der Bio-Musterregion Freiburg und des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands mit der Online-Plattform nearbuy, die die regionalen Produzenten und K├╝chen der Region dabei unterst├╝tzt, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen.
Finanziell erm├Âglicht wurde die zun├Ąchst einj├Ąhrige Testphase von der Stadt Freiburg. ÔÇ×Wir sind uns mit der Landwirtschaft der Region einig, dass die regionalen Versorgungsstrukturen gest├Ąrkt werden m├╝ssen. Daher unterst├╝tzen wir als Stadt gerne dieses Pilotvorhaben, da es auf einfache und ├╝berzeugende Weise die Vernetzung vor Ort st├Ąrkt.ÔÇť, so Christine Buchheit (B├╝rgermeisterin).

ÔÇťF├╝r uns ist es eine tolle Best├Ątigung, dass so viele Betriebe das Angebot annehmen. In unserer Arbeit begegnet uns immer wieder der Wunsch, mehr Bio- und regionale Produkte in der Gastronomie einzusetzen, doch die Beschaffung stellt viele K├╝chen vor Herausforderungen. Mit der digitalen Plattform stellen wir ihnen ein Hilfsmittel zur Verf├╝gung und m├Âchten so auch den Erzeugern, Verarbeitern und Lieferanten die Vermarktung ihrer Waren erleichtern. Die Plattform erleichtert das Kennenlernen sowie die Kontaktaufnahme und bringt damit Angebot und Nachfrage zusammen. So konnten bereits neue Gesch├Ąftsbeziehungen gekn├╝pft werden.ÔÇť, res├╝miert Andrea K├╝hner, Regionalmanagerin Bio-Musterregion Freiburg. Wichtig seien aber auch immer wieder das pers├Ânliche Kennenlernen und Zusammenkommen. Um dies zu unterst├╝tzen, organisieren die Projekttr├Ąger Veranstaltungen wie das RegioForum. Martina Braun, Abgeordnete des Landtags Baden-W├╝rttemberg, betonte, dass die Initiative dabei helfe die Landesziele f├╝r mehr regionales Bio, auch in den Landeseigenen Kantinen, zu erreichen.

Bei der Veranstaltung kamen auch Praktikerinnen und Praktiker von Betrieben aus der Region zu Wort und diskutierten dar├╝ber, worauf es bei der regionalen Zusammenarbeit ankommt, woran es teils noch hakt und wie den Herausforderungen begegnet werden kann. Ein Verarbeitungsbetrieb sucht beispielsweise seit langem Bio-Senfsaaten aus der Region. In der Diskussion stellte sich heraus, dass ein Bio-Betrieb am Kaiserstuhl diese anbaut und bisher noch nicht von dem Bedarf wusste. So wurde ein weiterer Schritt f├╝r eine m├Âgliche Zusammenarbeit getan.

Im Anschluss an die Diskussion standen Kulinarik und pers├Ânlicher Austausch im Vordergrund. Bei einer Waren-B├Ârse konnten die Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Produkte aus der Region kennenlernen und verkosten. Die K├╝chenprofis bekamen neue Anregungen und Kontakte f├╝r die regionale Beschaffung.

Aufbauend auf dem Erfolg der bisherigen Zusammenarbeit und dem gro├čen Interesse soll die pers├Ânliche und digitale Unterst├╝tzung der regionalen Betriebe fortgef├╝hrt werden. ÔÇťDie vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Verbindung aus Vernetzungsveranstaltungen in Kombination mit der digitalen Plattform einen Beitrag leisten kann, um unserem Ziel mehr regionale Produkte in K├╝chen und Kantinen n├Ąherzukommen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, insbesondere die Logistik und B├╝ndelung stellt die Betriebe vor gro├če Herausforderungen. Unsere Zusammenarbeit geht daher weiterÔÇŁ, so Tasmin Taskale, BLHV. ÔÇťWir freuen uns, dass in kurzer Zeit so viele vielf├Ąltige Anbieter und Abnehmer regionaler Produkte aus Freiburg und Umgebung nearbuy f├╝r die pers├Ânliche Zusammenarbeit nutzen, und unterst├╝tzen sie weiterhin, damit das digitale ÔÇťSchaufensterÔÇŁ fortlaufend gef├╝llt wird und sich die Initiative auch auf benachbarte Regionen ausweitetÔÇŁ, so Susanne Ge├čner, Ansprechperson f├╝r interessierte Betriebe und Kommunen von nearbuy.

Weitere interessierte Betriebe k├Ânnen sich unter www.freiburg.nearbuy-food.de ├╝ber die Initiative und Beteiligungsm├Âglichkeiten informieren.

zum Bild oben:
Caterer Thomas Zahner (Feinkost Zahner, links) informiert sich bei Diana Rein (Pilzhof Rein) ├╝ber Bio-Edelpilze aus Breisach
(c) Foto: Veranstalter
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RadNETZplus bindet in Zukunft die Ortschaften besser an die Innenstadt
(c) Stadt Freiburg
 
RadNETZplus bindet in Zukunft die Ortschaften besser an die Innenstadt
Garten- und Tiefbauamt reinigt Radweg nach Opfingen, verbreitert Engstellen und markiert die R├Ąnder

Die Freiburger Ortschaften sollen besser an die Innenstadt angeschlossen werden ÔÇô das hat der Gemeinderat mit der Verabschiedung des RadNETZ plus im April 2023 beschlossen. Im Blick hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) momentan den Radweg nach Opfingen. Zwar sollen auch weiterer Radvorrangrouten im inneren Stadtgebiet ausgebaut werden, aber die l├Ąngeren Strecken in die Au├čengebiete werden durch die zunehmende Zahl von Pedelecs und E-Bikes als Alternative zum Auto immer wichtiger.

Das GuT hat den Radweg nach Opfingen bereits an zwei problematischen Engstellen verbreitert. An einer un├╝bersichtlichen Kurve ├Âstlich der Autobahnbr├╝cke wurde ein kleines St├╝ck B├Âschung zur├╝ckgenommen und Pflanzen, die in den Radweg gewachsen waren, entfernt. Dadurch konnte das GuT den Radweg auf eine Breite von 2,50 Meter plus 1,30 Meter Gr├╝nstreifen als Abtrennung zur Fahrbahn ausbauen. Mitarbeitende haben zudem auf der ganzen L├Ąnge des Radwegs zwischen Opfingen und Rieselfeld den Bewuchs zur├╝ckgeschnitten und Wurzelhebungen beseitigt.

In K├╝rze reinigt das GuT den Radweg gr├╝ndlich und befreit ihn von festgesetztem Laub, Erde und anderen Verunreinigungen, damit Radfahrerinnen und Radfahrer ihn wieder in voller Breite nutzen k├Ânnen. Danach pr├╝ft das Amt, an welchen Stellen der Weg noch verbreitert oder anders verbessert werden kann. Angrenzende sch├╝tzenwerte Waldfl├Ąchen, Biotope und B├Âschungen werden dabei ber├╝cksichtigt.

Als letzten Schritt versieht das GuT den Radweg, wie bereits im vergangenen Jahr den Weg nach Tiengen, mit einer reflektierenden Randmarkierung, damit Radfahrende gerade bei Dunkelheit und schlechtem Wetter sicherer unterwegs sind.

zum Bild oben:
Radweg an der Engstelle ├Âstlich der Autobahnbr├╝cke nach dem Ausbau: 2,50 Meter breit, 1,30 Meter Gr├╝nstreifen zur Fahrbahn
(c) Stadt Freiburg
 
 

Windkraftanlagen im Breisgau lieferten 2023 Rekordergebnis
(c) Foto: Erhard Schulz
 
Windkraftanlagen im Breisgau lieferten 2023 Rekordergebnis
Die 19 Windkraftanlagen im Breisgau produzierten im Jahr 2023 mit 78 Millionen kWh gen├╝gend elektrischen Strom f├╝r 26000 Haushalte d.h. f├╝r etwa 100000 Einwohner und waren dar├╝ber hinaus t├╝chtige Steuerzahler an die Bundesrepublik Deutschland sowie mit der Gewerbesteuer auch wichtige Finanzleister der Kommunen.
Die 6 Freiburger Windkraftanlagen produzierten 10% mehr umweltfreundlichen Strom als in der Prognose vorgesehen und die 4 Anlagen in St. Peter erzielten eine Steigerung von 22% auf 18,2 Mio. kWh. Die 5 Anlagen in Freiamt/Kreis Emmendingen produzierten ├╝ber 22 Mio kWh. Allein die im Jahr 2014 von 108 B├╝rgern errichtete 186 m hohe Anlage auf dem T├Ąnnleb├╝hl (Gemarkungsgrenze von Freiamt/Gutach) erzeugte mit 7 Mio. kWh 21% mehr als prognostiziert.
Die in den Jahren 2020/2021 gebauten 3 Anlagen in Biederbach und die 21 Jahre alte Windkraftanlage in Yach (Elzach) verzeichneten erfreuliche Steigerungen um ├╝ber 16%.

Mit den im Jahr 2024 geplanten leistungsf├Ąhigen Repowering- und Neuanlagen wird eine Verdopplung der umweltvertr├Ąglichen Windstromerzeugung im Breisgau angestrebt.
Mit diesen B├╝rgerwindenergieanlagen wird die regionale Stromversorgung gesichert und die Einnahmen bleiben bei den Kommunen sowie den B├╝rgern.

zum Bild oben:
Windkraftanlage T├Ąnnleb├╝hl auf der Gemarkungsgrenze von Freiamt und Gutach stehend zahlt die Gewerbesteuer h├Ąlftig an Gutach und Freiamt sowie die j├Ąhrliche Pachtgeb├╝hr an zwei Landwirten aus beiden Gemeinden.
(c) Foto: Erhard Schulz
 
 

 
Renaturierte Fl├╝sse sch├╝tzen vor Hochwasser
Miller: Rein technischer Hochwasserschutz reicht nicht

Berlin, 11.1.24 ÔÇô Die Folgen des Winterhochwassers in weiten Teilen Deutschlands sind dramatisch. Immer noch stehen ganze Ortschaften fl├Ąchendeckend im Wasser, welches nun durch den Temperatursturz gefriert. Durch die Klimakrise werden ├╝ber Tage andauernde Regenf├Ąlle im Winter in Zukunft eher h├Ąufiger auftreten. Das Land muss sich also gegen Hochwasser wappnen. Doch ein rein technischer Schutz reicht nicht aus, betont der NABU. Nur eine Renaturierung unserer Fl├╝sse und Auen sowie die Verbesserung des Wasserr├╝ckhaltes in der Landschaft kann die Folgen von Hochwasser deutlich abmildern und gleichzeitig D├╝rren sowie ├ťberhitzungen vorbeugen.

ÔÇ×Renaturierte Auen sind ein nicht zu untersch├Ątzender Hochwasserschutz f├╝r die Menschen an unseren Fl├╝ssen. Doch leider wird immer noch beinahe ausschlie├člich auf technische Vorsorge gesetzt. So fehlen heute in Deutschland nat├╝rliche R├╝ckhalter├Ąume f├╝r Hochwasser. Das erh├Âht die Pegelst├ĄndeÔÇť, sagt Rocco Buchta, Leiter des NABU-Instituts f├╝r Fluss- und Auen├Âkologie (IFA). Zudem m├╝sse die Wasserspeicherf├Ąhigkeit der B├Âden deutlich verbessert und wasserspeichernde ├ľkosysteme, wie naturnahe W├Ąlder und Moore, besser gesch├╝tzt werden.

Wie eine erfolgreiche Renaturierung aussieht, zeigt das NABU-Projekt Untere Havelniederung. ÔÇ×Der einstmals stark ausgebaute Fluss wird bis sp├Ątestens 2033 renaturiert und wieder in ein Naturparadies verwandelt. Altarme und Hochflutrinnen werden wieder angeschlossen und Auenw├Ąlder angepflanzt. Deichabschnitte werden zur├╝ckgebaut und so ├ťberflutungsfl├Ąchen f├╝r den Hochwasserschutz gewonnenÔÇť, so Buchta. ÔÇ×Es ist das europaweit gr├Â├čte Projekt seiner Art.ÔÇť Seit 2022 gibt es ein weiteres NABU-Flussrenaturierungsprojekt an der Aller.

Laut Bundesumweltministerium sind 80 Prozent unserer Flie├čgew├Ąsser durch Schifffahrt, technischen Hochwasserschutz, Wasserkraft und Landwirtschaft so stark ver├Ąndert, dass nur noch etwa 15 bis 20 Prozent der nat├╝rlichen Auen erhalten geblieben sind. In den vergangenen 40 Jahren wurden nur 1,5 Prozent der ├ťberflutungsfl├Ąchen gro├čer Fl├╝sse zur├╝ckgewonnen. ÔÇ×Es ist daher dringender denn je, den ├Âkologischen Umbau unserer Wasserstra├čen voranzutreiben. Die K├╝rzung der Mittel f├╝r das Aktionsprogramm Nat├╝rlicher Klimaschutz, wie sie die Ampel plant, m├╝ssen darum zur├╝ckgenommen werdenÔÇť, fordert NABU-Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer Leif Miller. Technischer Schutz wie Flutmauern seien zwar lokal notwendig, die dauerhafte Verbesserung der nat├╝rlichen Wasserr├╝ckhaltef├Ąhigkeit k├Ânne jedoch nur durch den Anschluss alter R├╝ckhalter├Ąume erreicht werden.
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