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Dienstag, 5. Juli 2022
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Verschiedenes

WildkÀtzchen aus dem Freiburger Stadtwald werden ausgewildert
Wildkatzen aus dem Opfinger Wald (c) Forstliche Versuchsanstalt Freiburg
 
WildkÀtzchen aus dem Freiburger Stadtwald werden ausgewildert
Die Freiheit ruft: Am Dienstag wurden zwei der WildkĂ€tzchen, die vergangenen Juli im Opfinger Wald gefunden wurden, in ihr Auswilderungsgehege umgesiedelt. Nach der behĂŒteten Zeit in der Aufzuchtstation trainieren sie hier weiter ihre SelbstĂ€ndigkeit und werden bald ganz in die Freiheit entlassen.

Nachdem die Wildtierstation „Tierart“ in Rheinland-Pfalz die Katzen aufgezogen hat, sind sie nun gesund und krĂ€ftig genug, um sich auch in freier Wildbahn zu behaupten. Statt sie zurĂŒck in den Breisgau zu transportieren, werden die Wildkatzen direkt vor Ort im PfĂ€lzer Wald ausgewildert. Der RĂŒcktransport hĂ€tte enormen Stress fĂŒr die Tiere bedeutet. Auch ist der PfĂ€lzer Wald dĂŒnner besiedelt und weniger von Verkehrsachsen durchschnitten als die MooswĂ€lder, so dass die GefĂ€hrdung durch den Straßenverkehr dort deutlich geringer ist. Genetisch betrachtet gehören die Wildkatzen aus SĂŒdwestdeutschland und die PfĂ€lzer Wildkatzen der gleichen Population an. Eine der drei Katzen, die letzten Sommer aufgefunden wurden, ist leider kurze Zeit spĂ€ter an einer Infektionskrankheit gestorben. „Wir freuen uns mit allen Beteiligten, dass zwei der KĂ€tzchen sich so prĂ€chtig entwickelt haben und wĂŒnschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg“, so Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß.

Jetzt im FrĂŒhling werden im Stadtgebiet Wildtierjunge jeglicher Art geboren, auch die Setzzeit der Wildkatze beginnt im April. Das Forstamt bittet eindringlich, aufgefundene Jungtiere nicht zu streicheln, aufzuheben oder aus der Natur zu entnehmen, sondern sie möglichst ungestört vor Ort zu belassen. Meist kehren die Elterntiere zu ihrem Nachwuchs zurĂŒck. Bei getigerten Katzenjungen im Wald kann es sich in unserer Region um streng geschĂŒtzte Wildkatzenjunge handeln, die nicht zuhause aufgezogen werden können und dĂŒrfen.

Wer hilflose oder verlassene Wildtierjunge im Stadtkreis oder getigerte Katzenjunge im Wald auffindet und sich nicht sicher ist, ob gehandelt werden muss, kann sich direkt an die Wildtierbeauftragten des stĂ€dtischen Forstamtes wenden: Andreas SchĂ€fer, Tel. 0761 / 201-6213 und Myriam Forster, Tel. 0761 / 201-6204. Ebenso kann der jeweils zustĂ€ndige Revierförster angefragt werden. Das Wildtierinstitut der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg hat außerdem speziell fĂŒr Fragen rund um Wildkatze, Luchs und Wolf die Notfallnummer 0173 / 604 1117 eingerichtet.
 
 

Dynamische Fahrgastinformation
(c) Patrick Seeger/ Stadt Freiburg
 
Dynamische Fahrgastinformation
Jetzt auch Regionalbusse auf den elektronischen Anzeigetafeln

Die elektronischen Anzeigetafeln an fast allen Stadtbahnhaltestellen und einigen Bushaltestellen, die die Abfahrt der nÀchsten Fahrzeuge in Echtzeit anzeigen, sind seit vielen Jahren Standard bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Neu ist, dass zunehmend auch die Daten von Bussen anderer Unternehmen dargestellt werden können.

„Eine Verkehrswende kann nur dann gelingen, wenn die VerknĂŒpfungen einer Reisekette fĂŒr die FahrgĂ€ste sehr leicht verstĂ€ndlich und transparent sind. Dies gilt naturgemĂ€ĂŸ insbesondere auch bei Fahrten, die ĂŒber die Grenzen der Gebietskörperschaften hinausgehen. Die Anzeige der Regionalbusse auf den Digitalen Fahrgastinformationssystemen mag auf den ersten Blick nur wie ein kleiner Baustein dahin wirken, er trĂ€gt aber tatsĂ€chlich wesentlich dazu bei, den Informationsfluss deutlich zu erhöhen und den FahrgĂ€sten beim Umsteigen eine gewisse Sicherheit zu geben,“. sagt VAG Vorstand Oliver Benz bei der medienöffentlichen Vorstellung der Neuerung.

Manfred HovenjĂŒrgen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SĂŒdbadenBus GmbH (SBG) ergĂ€nzt: „Die VerknĂŒpfung der Umlandverkehre mit dem Netz der VAG ist fĂŒr die Berufspendler wie auch fĂŒr den Freizeit- und Einkaufsverkehr elementar. Die neuen Anzeigen erleichtern den Kundinnen und Kunden die Orientierung an den Schnittpunkten von Regional- und Stadtverkehr.“

VAG Vorstand Stephan Bartosch betont: „Mit der lokalen Gesamtdarstellung der anstehenden ÖPNV-Verkehrsverbindungen auf unseren Fahrgastinformationsanzeigen werden alle Umsteige- und Nutzungsmöglichkeiten auch auf die Busverbindungen aus dem Regio-Umland ersichtlich. Damit können wir die Nutzerfreundlichkeit des öffentlichen Personenverkehrs weiter steigern.“

Bislang war es so, dass auf den dynamischen Fahrgastinformations-Anzeigetafeln (DFI) ausschließlich die VAG-Linien berĂŒcksichtigt werden konnten. Jetzt wurde das System so erweitert, dass auch Fahrplan- und Echtzeitdaten von Bussen anderer in der Region tĂ€tiger Unternehmen abgerufen und dargestellt werden können. FĂŒr die derzeit laufende Pilotphase wurden dafĂŒr die Haltestellen „Gundelfinger Straße“ und „Paula-Modersohn-Platz“ entsprechend ausgestattet. In manchen FĂ€llen, wie beispielsweise am Paula-Modersohn-Platz, werden in diesem Rahmen auch neue DFI-Tafeln aufgebaut bzw. bestehende erweitert, da die anzuzeigenden Fahrten durch die Darstellung weiterer Linien angewachsen sind und so die bisherige GrĂ¶ĂŸe der Anzeigetafel nicht mehr ausgereicht hĂ€tte.

Die fĂŒr diesen neuen Service notwendigen Daten werden direkt vom Server der Nahverkehrsgesellschaft Baden-WĂŒrttemberg (NVBW) abgerufen. Dorthin liefern Leitsysteme anderer Verkehrsunternehmen, die entsprechend ausgerĂŒstete Busse im Einsatz haben, permanent ihre Daten. Dieses ermöglicht zum Beispiel auch elektronische FahrplanauskĂŒnfte mit Echtzeit zu erweitern – wie beispielsweise in der VAGmobil-App umgesetzt.

Die erweiterten Anzeigen machen im Netz der VAG ĂŒberall dort Sinn, wo Umlandverkehre mit der Stadtbahn verknĂŒpft sind. Dementsprechend kĂ€men nach erfolgreichem Testlauf auch die Haltestellen „Moosweiher“, „Messe Freiburg“ und „Laßbergstraße“ fĂŒr einen weiteren Ausbau in Betracht.
 
 

CLIMATE OVERDOSE
 
CLIMATE OVERDOSE
Was bleibt fĂŒr dich, wenn dir die Klimakrise ĂŒber den Kopf wĂ€chst?

Der Klimawandel zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Herausforderungen, vor denen Menschen jemals gestanden haben. Der Krieg in der Ukraine verstĂ€rkt den Druck. Viele Menschen machen sich Sorgen, grĂŒbeln oder haben Angst. Es ist nicht verwunderlich, dass dabei seelische Prozesse ausgelöst werden, mit denen wir uns ĂŒberfordert und allein gelassen fĂŒhlen.

Inmitten der Coronakrise hat in Freiburg ein Team von acht Psycholog:innen und klimaengagierten Menschen hierfĂŒr zwei UnterstĂŒtzungsangebote auf die Beine gestellt, die nun an den Start gehen. Ab dem 2. April öffnen wir regelmĂ€ssig die TĂŒren unseres KlimacafĂ©s und unserer Climate Overdose GesprĂ€chsrunde.

Ein Angebot fĂŒr alle, denen die Klimakrise ĂŒber den Kopf wĂ€chst, begleitet von Menschen von Psychologists for Future und vom KlimaaktionsbĂŒndnis Freiburg.
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GrĂŒne Daumen gesucht
Große FlĂ€che fĂŒr neue Gartenformen in St. Georgen
2400 Quadratmeter fĂŒr innovatives GĂ€rtnern und Urban Gardening
Jetzt fĂŒr eine Parzelle bewerben

In St. Georgen ist eine große FlĂ€che fĂŒr innovatives GĂ€rtnern wie etwa Urban Gardening entstanden. Jetzt werden Menschen gesucht, die hier gemeinsam ihre grĂŒnen Daumen einsetzen wollen. Auf den 2400 Quadratmetern der erweiterten Kleingartenanlage Moosacker sollen je nach Bedarf sechs bis zehn Parzellen entstehen, die zwischen 100 und 400 Quadratmeter groß sein können.

Menschen, die sich fĂŒr dieses Angebot interessieren, werden aufgerufen, sich jetzt zu bewerben. Die Frist dafĂŒr lĂ€uft bis zum 31. MĂ€rz. In die Bewerbung sollten eine kurze Beschreibung der Gruppe, der Idee des GĂ€rtnerns und der angedachte FlĂ€chenbedarf (Richtwert: 30 Quadratmeter pro Person). AusdrĂŒcklich werden Gruppen von Sozial- und Senioreneinrichtungen sowie AktionsbĂŒndnisse zur Förderung von Migration und Integration ermuntert, ihre Bewerbung einzureichen. Sollten mehr geeignete Bewerbungen eingehen als FlĂ€chen zur VerfĂŒgung stehen, wird das Los entscheiden.

Kontakt fĂŒr die Bewerbungen: antje.tritschler@stadt.freiburg.de RĂŒckfragen können an die Kleingartenverwaltung gerichtet werden:
markus.moeller@stadt.freiburg.de oder 0761/201 4522

Da auf diesen FlĂ€chen zukĂŒnftig das GĂ€rtnern und Anbauen von Lebensmitteln im Vordergrund steht, sind hier Gartenlauben oder sonstige Einrichtungen zur Freizeitnutzung nicht erlaubt. Zum Aufbewahren von GartengerĂ€ten sollen ausschließlich GerĂ€tekisten dienen. Eine Frischwasserversorgung wird fĂŒr jede Gruppe eingerichtet. Das gesamte Gartenareal ist eingezĂ€unt. Zaunanlagen zwischen den einzelnen Gruppen und Gartenkonzepten sind aber nicht zugelassen.

In St. Georgen sind seit Mai 2021 insgesamt 54 neue KleingĂ€rten entstanden, außerdem die große FlĂ€che fĂŒr innovatives GĂ€rtnern. DafĂŒr wurde die Kleingartenanlage Moosacker erweitert. Die neuen GĂ€rten sind entstanden, da die Stadt Ersatz geschaffen hat fĂŒr die FlĂ€chen, die beim Bau des Rathauses im StĂŒhlinger sowie der Rettungswache in Haslach beansprucht wurden. Hinter dem Ansatz des gemeinschaftlichen GĂ€rtnerns steht auch das 2018 vom Gemeinderat beschlossene Entwicklungskonzept GĂ€rtnern in Freiburg.
 
 

 
NABU: Spritpreis-Rabatt wÀre falscher Weg der Entlastung
KrĂŒger: Klimafreundliche Verkehrsmittel billiger machen und Antriebswende beschleunigen

Berlin – Den von Bundesfinanzminister Christian Lindner am Wochenende ins Spiel gebrachten Rabatt auf Kraftstoffe an der Tankstelle bewertet der NABU als einen Fehlanreiz. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger kommentiert:

„Ein Spritpreis-Rabatt wĂ€re ein teures Subventionsinstrument, das höheren Verbrauch fossiler EnergietrĂ€ger fördert, anstatt Energie einzusparen. Der Staat sollte in dieser Krisensituation dennoch seine HandlungsfĂ€higkeit unter Beweis stellen und Menschen mit geringem Einkommen entlasten. Zugleich mĂŒssen wir aber auch mit Hochdruck den Umstieg auf erneuerbare Energien, Effizienztechnologien und umweltfreundliche VerkehrstrĂ€ger forcieren. Die Bundesregierung hat sich auch auf Betreiben von Verkehrsminister Volker Wissing dagegen entschieden, die Verbrauchsgrenzwerte fĂŒr Pkw zu verschĂ€rfen. Damit wurde die Chance verpasst, Hersteller zur Entwicklung sparsamer Fahrzeuge und einem schnelleren Umstieg auf Elektroantriebe zu verpflichten. Die wirkungsvollste Spritpreisbremse sind sparsame Fahrzeuge, beziehungsweise solche, die ganz ohne Erdöl auskommen. Strengere CO2-Flottengrenzwerte wĂŒrden verhindern, dass weiter neue Spritschlucker auf die Straße kommen und so Geldbeutel und Klima gleichermaßen entlasten.“

Von einer pauschalen Regelung profitieren die, die am wenigsten auf eine Entlastung angewiesen sind. Menschen mit geringen Haushaltseinkommen haben seltener ĂŒberhaupt ein Auto zur VerfĂŒgung, wĂ€hrend Menschen mit hohen Einkommen oft gleich auf mehrere Fahrzeuge zugreifen können und auch deutlich höhere Jahresfahrleistungen aufwiesen. Die Entlastung kĂ€me also im Zweifel gar nicht dort an, wo sie aus GrĂŒnden der SozialvertrĂ€glichkeit am dringendsten gebraucht wĂŒrde. Die Idee eines Spritpreis-Rabatts fĂŒhrt letztlich jedoch in eine Sackgasse und entzieht der Volkswirtschaft Investitionsmittel fĂŒr den dringend benötigten Umbau in Richtung klimaneutraler Gesellschaft.

KrĂŒger: “Um den Menschen kurzfristig gĂŒnstige Alternativen zur VerfĂŒgung zu stellen, sollten temporĂ€r flĂ€chendecke Ein-Euro-Tickets fĂŒr den öffentlichen Nahverkehr angeboten werden und die Mehrwertsteuer fĂŒr Bahntickets entfallen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h innerorts wĂŒrde unmittelbar den Kraftstoffverbrauch senken. KaufprĂ€mien fĂŒr FahrrĂ€der, Pedelecs und LastenrĂ€der wĂ€ren eine sinnvolle Maßnahme, um nachhaltige Alternativen zum Auto zu schaffen. Arbeitgeber sollten zudem möglichst großzĂŒgige Homeoffice-Regelungen anbieten oder beibehalten.”
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FuchsrÀude in Freiburg
Mehrere FĂ€lle dieser Krankheit im Stadtgebiet – Was man beachten sollte

In den vergangenen Jahren und auch in diesem Jahr kam es in verschiedenen Stadtteilen Freiburgs zum Fund toter FĂŒchse, die an RĂ€ude erkrankt waren. Das Forstamt und die VeterinĂ€rbehörde informieren, was es zu beachten gilt:

Die FuchsrĂ€ude ist eine Parasitenerkrankung. Sie wird durch Milben verursacht, die recht hĂ€ufig bei FĂŒchsen vorkommen. Die meisten TrĂ€ger leben symptomfrei damit, oder die Erkrankung heilt nach kurzer Zeit aus. Ist ein Tier aber geschwĂ€cht, kann es zu starkem Juckreiz und borkigen, entzĂŒndlichen HautverĂ€nderungen kommen, die bis zum Tod des Fuchses fĂŒhren können. Betroffen sind vor allem vorerkrankte und junge Tiere, die sich nicht gut alleine ernĂ€hren können. Sie sind oft abgemagert und erkennbar an struppigem, löchrigem Fell sowie auffĂ€lligem Gestank. Ist ein Fuchs schwer erkrankt und liegt im Sterben, zieht er sich hĂ€ufig auch in Gartenlauben oder -ecken zurĂŒck, wo er letztlich verendet.

Wird ein verendeter Fuchs (auch ohne entsprechende Anzeichen) gefunden, sollte er nicht ohne Handschuhe berĂŒhrt werden. Als Fehlwirt kann auch der Mensch durch direkten Hautkontakt infiziert werden. Es kann zu unangenehm juckenden HautverĂ€nderungen kommen, die meist binnen 2 Wochen ohne Behandlung abheilen.

Anders liegt der Fall beim Hund: Durch direkten Kontakt kann es ebenfalls zur AusprÀgung der RÀude mit deutlich schwererem Verlauf kommen. Da die Milben sich auf Hunden vermehren und die Erkrankung nicht von alleine ausheilen kann, ist unbedingt eine tierÀrztliche Behandlung nötig.

Findet man also einen toten Fuchs im Garten, sollte man ihn mit Gummihandschuhen in einen dichten MĂŒllsack packen und fest verschnĂŒren. Die Handschuhe und der Sack können dann gefahrlos ĂŒber die RestmĂŒlltonne entsorgt werden. Hunde sollten fĂŒr einige Zeit von Fundstellen fern gehalten werden. Eine Bergung der Kadaver durch stĂ€dtische Mitarbeiter ist leider nicht möglich.

Beim Spaziergang im Wald sollten Hunde unbedingt angeleint sein und Waldwege nicht verlassen. Oft sind Fuchskadaver im dichten Unterholz verborgen. Aus Interesse wollen Hunde sie beschnuppern oder sich in den Überresten wĂ€lzen, die nicht mal mehr als solche erkennbar sein mĂŒssen. Durch den Hautkontakt kommt es dabei immer wieder zur Ansteckung, die noch dazu erst spĂ€t bemerkt wird.
 
 

 
Fuß und Radoffensive 2021 / 2022
Neue Radwege an der Breisacher Straße unter den Bahngleisen bis zum Hauptbahnhof

Straßenraum wird neu verteilt: Autoverkehr gibt Spur ab

Durchgehende Radverkehrsanlagen in der Breisacher Straße geplant

Der Radverkehr auf der Breisacher Straße wird weiter gestĂ€rkt: Auf dem TeilstĂŒck, das unter den Gleisen vom StĂŒhlinger auf die Stefan-Meier-Straße fĂŒhrt, baut das Garten- und Tiefbauamt (GuT) jetzt Radwege und Radstreifen. DafĂŒr wird der Straßenraum zwischen Kreuzstraße und Stefan-Meier-Straße neu verteilt, der Autoverkehr hat in Zukunft in beiden Fahrtrichtungen weniger Platz zur VerfĂŒgung um im Gegenzug die Situation fĂŒr den Fuß- und Radverkehr zu verbessern.

Bislang gab es in diesem Abschnitt keine Radwege. Jetzt werden beidseitig Fahrradanlagen angelegt und durch Umbauten Platz fĂŒr zu Fuß Gehende gewonnen. Auf der StĂŒhlingerseite der BahnunterfĂŒhrung wird zudem ein Teil der Fahrbahn saniert, auf dem zukĂŒnftig der Radfahrstreifen angelegt wird. Um die Kreuzung mit der Stefan-Meier-Straße und der Bismarckallee sicherer zu gestalten werden die Radverkehrsfurten dort rot eingefĂ€rbt.

Die Arbeiten dafĂŒr beginnen Anfang MĂ€rz und sollen bis Ende April dauern. Die Stadt investiert hier rund 200.000 Euro. Die Durchfahrt wird fĂŒr den Kfz-Verkehr wĂ€hrend der Arbeiten durchgehend möglich sein. Hierbei steht je Richtung mindestens ein Fahrstreifen zur VerfĂŒgung. Die Bushaltestelle „Am Planetarium“ wird weiterhin angefahren und ist fĂŒr FußgĂ€nger jeder Zeit zugĂ€nglich. Umleitungen fĂŒr den Fußverkehr werden ausgeschildert.

Die Breisacher Straße ist eine wichtige Ost-West-Verbindung. Die Radverkehrsanlagen wurden in den letzten Jahren fortlaufen ausgebaut und verbessert: Zwischen der Berliner Allee und der Fehrenbachallee wurden bereits mit der Stadtbahn Messe (2015) beidseitig komfortable und sichere Radwege angelegt. 2020/21 hat das GuT zwischen der Fehrenbachallee und der Eschholzstraße je eine Autospur in einen ĂŒberbreiten Radfahrstreifen umgewandelt. Auch die Gehwege wurden dadurch sicherer, zu Fuß Gehende haben mehr Platz.

Ziel ist es, Radwege entlang der gesamten Breisacher Straße zu schaffen. In den kommenden Jahren soll die letzte LĂŒcke zwischen der Eschholzstraße und der Kreuzstraße geschlossen werden.

Die neuen Radwege sind Teil des großen Investitionsprogramms in den Fuß- und Radverkehr. 2021 und 2022 werden 16 Millionen Euro zu investieren. Es ist das grĂ¶ĂŸte Ausbau-Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Dabei wird der Straßenraum neu verteilt, Autospuren werden zu Radwegen, neue Fahrradwege werden gebaut. Kreuzungen werden sicherer, Radwege breiter und besser beleuchtet.
 
 

 
Höchste Zeit, den Neubaustadtteil Dietenbach zu stoppen
ErklĂ€rung des RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen an die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, im Februar 2022:
Viel zu teuer – der sozialökologische Umbau Freiburgs und der Klimaschutz leiden unter Dietenbach

Drei Jahre nach dem BĂŒrgerentscheid vom 24.2.2019 zum Freiburger RiesenNeubaustadtteil Dietenbach sieht es fĂŒr diesen gar nicht gut aus. Es bestehen weiterhin hohe sachliche, finanzielle und rechtliche HĂŒrden, an denen das Projekt scheitern kann. Zwei Klagen sind anhĂ€ngig: gegen die stĂ€dtebauliche Entwicklungsmaßnahme insgesamt und gegen den GewĂ€sserausbau des gesetzlich geschĂŒtzten Biotops Dietenbach. Die Stadt schreitet derweil bei gewaltigem Risiko mit sehr teuren Vorbereitungen fĂŒr das defizitĂ€re Projekt voran.

Seit den ersten Gemeinderats-BeschlĂŒssen in 2012 und seit der stĂ€dtebaulichen Entwicklungssatzung von 2018 hat die Stadt bei hohem Personaleinsatz und mit zig Mio. € bisher Null Wohnraum geschaffen, ohne Änderungsaussicht bis 2027.

Umso schlimmer: Der Bedarf fĂŒr den Neubaustadtteil ist abhanden gekommen! Netto rund 3.350 neuen Wohnungen von Anfang 2017 bis Ende 2020 stehen nur 2649 mehr Personen gegenĂŒber. Neubau-Wohnraum war viel zu teuer, schlimm fĂŒr den Mietspiegel, trotz viel Bauen. Von 2024 - 2035 sieht das statistische Landesamt nur geringen Bevölkerungszuwachs oder gar RĂŒckgang voraus.

Die Klimaschutzziele Freiburgs zu erreichen, wĂŒrde mit Dietenbach klar verhindert. Es gibt bei weitem nicht genug Handwerk und Baupersonal schon fĂŒr den Klimaschutz-Umbau der Stadt. Und Dietenbach selber wĂ€re nicht klimaneutral.

Das RegioBĂŒndnis lehnt bei den WĂ€ldchen an der Mundenhofer Str. sĂ€mtliche Rodungen ab. 40.000 bis 50.000 qm Wald bzw. rund 3.700 BĂ€ume sind dort vom Neubaustadtteil bedroht. Der Vogelschutz verlangt den vollstĂ€ndigen Erhalt der Dietenbach-WĂ€ldchen: Sie können rechtlich als „faktisches Vogelschutzgebiet“ gelten. Die lt. Energiekonzept riesigen Grundwasserabpumpungen fĂŒrs Heizen und meterhohe AufschĂŒttungen des Baugrunds durch belastetes Material gefĂ€hrden das vorbereitete Trinkwasserschutzgebiet unter Dietenbach.

Die sehr stark gestiegenen Erschließungs- und Baukosten verbieten akut das Weitermachen mit Dietenbach. Die Sparkasse und andere Akteure verdeutlichen weiterhin Unwirtschaftlichkeit. Erschlossener Baugrund wĂŒrde netto ungeheure rund 1.500 Euro pro qm kosten. FĂŒr halbwegs akzeptable Mieten wĂ€ren Baugrundkosten nahe Null nötig, was auch manche Baugenossenschaft betont. Dietenbach wĂŒrde den Freiburger Mietspiegel weiter verschlimmern.

Zu Dietenbach sind eine volltransparente Kosten- und Finanzierungsrechnung und die schonungslose PrĂŒfung nötig, ob Dietenbach in der hoch verschuldeten Stadt neben kleinen Neubaustadtteilen wie StĂŒhlinger West ĂŒberhaupt ginge. Und was alles in Freiburg an sozialökologischen Aufgaben ausfĂ€llt wegen Dietenbach. Besser jetzt ein Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende!

Ausblick: Neu entscheiden – der BĂŒrgerentscheid bindet nicht mehr Der BĂŒrgerentscheid bindet Stadt und Gemeinderat ab 24. Februar 2022 nicht mehr. Der Gemeinderat ist frei, anders zu entscheiden – fĂŒrs Allgemeinwohl.

Das RegioBĂŒndnis wiederholt, dass der Neubaustadtteil nicht erforderlich ist, viel zu teuer wĂŒrde und Landwirtschaft und Natur dort zu erhalten sind. Falls wider Erwarten Mehr-Bedarf an Wohnraum entstehen sollte, gibt es Alternativen ohne FlĂ€chenverbrauch. Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“ ist zu stoppen wie baugesetzlich geboten samt Erhalt der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen lt. Art. 20a GG.
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