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Samstag, 18. August 2018
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Verschiedenes

 
Sommertour „Vitale Gewässer“
Umweltminister Franz Untersteller und Umweltstaatssekretär Andre Baumann vom 30. Juli bis 8. August unterwegs im Land

Die diesjährigen Sommertouren führen Umweltminister Franz Untersteller und Umweltstaatssekretär Andre Baumann zu den „Vitalen Gewässern in Baden-Württemberg“. Vom 30. Juli bis 8. August wollen sie sich vor Ort über die im Land umgesetzten Maßnahmen zur Renaturierung von Flüssen und Bächen informieren.

Im Vorfeld seiner Tour wies Minister Untersteller am Dienstag (24.07.) in Stuttgart auf die Bedeutung der naturnahen Entwicklung von Gewässern hin: „Flüsse und Bäche sind die Lebensadern unserer Landschaft. Sie erfüllen zusammen mit ihren Auen vielfältige Aufgaben im Naturhaushalt. Wir setzen uns daher verstärkt dafür ein, ihnen ihren natürlichen Charakter zurückzugeben. Damit schaffen wir neuen Lebensraum für viele heimische Pflanzen und Tiere.“ Eine aufgewertete Flusslandschaft erhöhe auch die Lebensqualität für die Menschen.

Ein intaktes Gewässerökosystem sei darüber hinaus ein wichtiger Baustein für den Hochwasserschutz, ergänzte Staatssekretär Baumann. „Je naturnäher die Gewässer und die sie umgebende Landschaft sind, umso langsamer fließt das Wasser in die Bäche und Flüsse. Die Gefahr von Überflutungen durch Starkregen oder Hochwasser kann so vermindert werden.“

Umweltminister Untersteller startet seine Sommertour am Montag (30.07.) an der Ammer in Tübingen. An den Folgetagen wird er sich ein Bild von den Renaturierungsmaßnahmen an der Stillen Musel und der Breg in Donaueschingen, der Dreisam in Freiburg sowie der Elz bei Riegel machen. Auf dem Programm stehen auch ein Besuch mit Spatenstich bei der Kläranlage des Abwasser-zweckverbands „Unteres Schussental“ und die Sanierung der Oberschwäbischen Seen bei Amtzell.

Andre Baumann wird ab dem kommenden Dienstag zu den Flüssen und Bächen im Land unterwegs sein. Am 31. Juli informiert er sich über Strukturmaßnahmen an der Pfinz in Pfinztal-Berghausen und am Kriegbach in Neulußheim. An den Tagen danach macht der Staatssekretär Station an der Rems in Winterbach, an der Würm in Weil der Stadt sowie an der Donau in Datthausen und zwischen Hundersingen und Binzwangen. Zum Abschluss seiner Sommertour wird Andre Baumann am 8. August die Rheinauen in Altlußheim besichtigen.

Mehr zum Thema Gewässerökologie auf der Internetseite des Umweltministeriums online ...
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Russischer Reimport – Alblinse
Einst war sie auf der Schwäbischen Alb weit verbreitet, verschwand dann zeitweilig von den Feldern und wurde inzwischen als Delikatesse wiederentdeckt. Dass sich die alte Sorte der Alblinse heute wieder genießen lässt, ist einem Zufallsfund in einem Archiv in St. Petersburg zu verdanken, wo die schwäbischen Linsen eingelagert waren. Aus ein paar Linsen konnte über mehrere Jahre hinweg Saatgut gezogen werden, das heute wieder in größerem Umfang auf der Alb angebaut wird. Einer guten Portion Linsen mit Spätzle – dem schwäbische Nationalgericht – steht damit nichts mehr im Weg.
 
 

 
Freiburger-Riesen-Neubaustadtteil auf „grüner Wiese“
RegioBündnis bekräftigtsein Nein zu Dietenbach
Auch bei gestellten Weichen kann der „Dietenbach-Zug“ entgleisen

Der Mehrheitsbeschluss des Gemeinderats von Freiburg i.Br. für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Dietenbach für einen Riesenneubaustadtteil auf landwirtschaftlichem Boden wird vom RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen außerordentlich bedauert. Das Bündnis umfasst 15 Vereinigungen der Landwirtschaft, des Natur- und Umweltschutzes und zu Kleingärten. Es wird sich weiterhin stark machen für den Erhalt der regionalen Landwirtschaft, von Äckern, Wiesen und Wald und lehnt das Bauen auf der grünen Wiese ab. Es ist sich einig mit zahlreichen Oberbürgermeistern deutscher Städte, darunter Karlsruhe, Heidelberg, Tübingen und Lörrach, die im Juni 2018 mit einer gemeinsamen Erklärung dem Bauen auf Äckern und Wiesen die Absage erteilten. Das RegioBündnis sieht große Defizite bei der Finanzierung des Neubaustadtteils und große Hindernisse beim Naturschutz. Auch mit der nun gegen Hochwasser geplanten 3 m hohen Aufschüttung der Äcker und Wiesen mit Millionen Tonnen Erdaushub aus den Landkreisen dürfte die bisherige ökologische Vorzeigestadt Freiburg bundesweite Häme ernten.

Das RegioBündnis beurteilt die nun an die Verwaltung abgegebenen Prüfwünsche für eine 50 %- Mietwohnungsbau-Quote als unverbindlichen Rechtfertigungs-Schachzug und sieht die 50 % Quote aus finanziellen Gründen scheitern u.a. wegen der Kosten für die Herstellung der Bebaubarkeit der Dietenbach-Niederung. Das RegioBündnis wundert sich, dass fast alle Fraktionen die sehr vielen Möglichkeiten der Innenentwicklung klein redeten, die in der Summe mehrfach größer als „Dietenbach“ sind, und sieht in der Bereitwilligkeit zum Ausverkauf von Landwirtschaft, Böden und Natur eine Missachtung natürlicher Lebensgrundlagen.

Binnen Jahresfrist werden Klagen gegen die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme erwartet, ebenso gegen angedrohte Enteignungen und kommende Bebauungspläne. Das Allgemeinwohl von Freiburg und Region bedarf der vollständigen Erhaltung und Pflege der noch verbliebenen intakten Naturräume und landwirtschaftlichen Böden.

Dank und Unterstützung: Das RegioBündnis dankt allen, die die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ablehnen, insbesondere der Fraktionsgemeinschaft FL/FF, die am 24.7. komplett ablehnte. Das RegioBündnis bittet die Einwohnerschaft, mit Schreiben, Unterschriften und Spenden das RegioBündnis-Mitglied „Bürgerinitiative pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach und Regio“ zu unterstützen: Spenden-Konto der BI DE60 6809 0000 0040 3299 00, BIC GENODE51FR1
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NABU startet erste bundesweite Onlinesuche zu lokaler Abfallberatung
Miller: Richtige MĂĽlltrennung ist Voraussetzung fĂĽr hochwertiges Recycling

Berlin – In Deutschland hat die Mülltrennung aktuell keinen guten Stand. Geschätzte 60 Prozent des Restmülls bestehen aus Verpackungen und Biomüll, die in eine andere Tonne gehören. Der NABU hat das Problem erkannt und die erste bundesweite Onlinesuche eingerichtet, die den Weg zur Abfallberatung vor Ort weist. Die Suchmaschine zeigt, wer vor Ort für die Beratung zuständig ist und macht auf Angebote zur Abfallvermeidung und -trennung aufmerksam. Sie umfasst von A wie Aachen bis Z wie Landkreis Zwickau aktuell bundesweit über 500 Abfallberatungen.

„Ressourcenschutz fängt bei den Bürgern an. Sie tragen durch richtiges Trennen dazu bei, dass möglichst viele wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden können oder sorgen dafür, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Entsorgungsunternehmen und Kommunen müssen ihnen dabei beratend zur Seite zu stehen. Das ist kein Serviceangebot, sondern Pflicht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Seit 2015 sind Kommunen und lokale Entsorgungsunternehmen gesetzlich verpflichtet, Bürgern mit einer Abfallberatung die Mülltrennung zu erleichtern und zur Abfallvermeidung anzuregen.

Die eigens für die Onlinesuche gesammelten Daten zeigen, wie unterschiedlich lokale Abfallberatungen in Deutschland aufgestellt sind. „Beratung zur Abfallvermeidung und -trennung, wie gesetzlich vorgesehen, wird in Deutschland aktuell nicht lückenlos umgesetzt“, so NABU-Ressourcenexpertin Verena Bax. Neben engagierten Angeboten wie Geschirrmobile und Gebrauchtkaufhäuser, gibt es Kommunen und Entsorgungsunternehmen, die sich auf Informationen zu Gebühren und Mülltonnenbestellung beschränken.

Für eine hochwertige Kreislaufwirtschaft fordert der NABU flächendeckende Mindeststandards und eine einheitliche Umsetzung des Abfallrechts. Bund und Länder sollten qualitative Standards für die Abfallberatung entwickeln, den Austausch zwischen den Abfallberatungen fördern und sich für bundesweit einheitliche Trennsysteme einschließlich der Wertstofftonne einsetzen.

Die neue NABU-Onlinesuche erleichtert BĂĽrgern die Kontaktaufnahme mit der lokalen Abfallberatung und zeigt, welche lokalen Angebote fĂĽr MĂĽlltrennung und Abfallvermeidung es gibt. Die Onlinesuche findet sich unter: www.NABU.de/abfallberatung
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Der gesuchte „Plan-B“ statt Dietenbach
Es gibt mehr als genug Alternativen – Perspektive über 26.500 neue Wohnungen für Freiburg möglich falls nötig. Umstrittener Freiburger Riesen-Neubaustadtteil wird zur platzenden Seifenblase

Mindestens 20.600 bis 26.500 Wohnungen, die ab 2014 bis 2030 in Freiburg kürzlich fertig wurden, derzeit und in Kürze erstellt und künftig ohne Bauen auf der „grünen Wiese“ erstellt werden können, sind in einem vom RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen jetzt veröffentlichten neuen Werkstattbericht von ECOtrinova e.V. anhand von rund 60 Baugebieten und Aktionsbereichen im Detail aufgelistet. Der Gemeinderat Freiburgs, einige Fraktionen hatten den Bericht wegen unzureichender Unterlagen (Drs. G 17-230) der Stadt angeregt, erhielt ihn wegen der am 24.7.2018 anstehenden Entscheidungen zum Neubaustadtteil Dietenbach zugesandt. Die umstrittenen geplanten Baugebiete Dietenbach, Mooswald-West, „Auf der Höhe“ in Zähringen, Ebnet-Etter-Ost und einige andere sind im Bericht unberücksichtigt. Ohne die jüngst starke Wohnbautätigkeit in Freiburg sind es auch ab 2018 gerechnet mit rund 16.600 bis 22.500 sehr viel mehr als die langfristig in Dietenbach geplanten 6.000 mit bis 2030 max. 2500 bis 3000 WE. Die Stadt nennt auf Basis des Empirica-Gutachtens von 2014 einen Wohnungsmehrbedarf von 14.600 für 2014 bis 2030.

Die Seifenblase Neubaustadtteil Dietenbach platzt nun absehbar spätestens dann, wenn vor Gericht bei den kostenlosen Klagen gegen Enteignung oder bei späteren Klagen gegen Dietenbach-Bebauungspläne die Bedarfs- und Alternativenfrage scharf geprüft wird. Besser aber sollte der Gemeinderat jetzt zum 24.7.2018 Dietenbach stoppen.

Dr. Georg Löser,
für das gewählte Sprecherteam des RegioBündnis
(Martin Linser, Dr. Georg Löser, Alexander Milles, Erwin Wagner)
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Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2018
 
Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2018
Die Juli-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Vanilleeis
Mit der verklärten Sahne-Milch-Zucker-Ei-Vanille-Romantik hat die Rezeptur der getesteten Produkte wenig gemein. Die Hersteller nutzen Tricks, um das Eis möglichst billig zu machen. Viele sparen an der teuren Vanille und pumpen das Volumen des Eises mit viel Luft auf. Es zeigte sich auch, dass die teuren Marken nicht immer die besten sind.

Test: Trinkwassersprudler
ÖKO-TEST kann fünf Geräte empfehlen. Beim Rest summieren sich die Mängel in der Praxisprüfung. Manche Sprudler stehen nicht ganz stabil oder die Handhabung ist nicht optimal.

Test: Kugelgrills
Im Labor prüften Experten unter anderem, wie schnell sich die Grills aufheizen, wie sich die Temperatur auf dem Rost verteilt und wie sich die Temperatur halten lässt. Die Experten untersuchten auch, ob man die Briketts problemlos nachfüllen kann und wie gut sich der Luftabzug und die Luftzufuhr regulieren lassen. Ein Korrosionstest zeigte, wie viel Rost die Produkte ansetzen.

Test: Aloe-vera-Gels und -Cremes
Trotz des guten Images der Aloe vera ist ihre Weste leider nicht ganz so weiß. Denn die äußere Schicht ihrer Blätter enthält natürlicherweise sogenannte Anthranoide, die krebsverdächtig sind und vermutlich das Erbgut schädigen können. Wer zu fertigen Kosmetikprodukten mit Aloe vera greift, muss sich wegen der Anthranoidbelastung wenig Sorgen machen. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Produkte frei von kritischen Substanzen sind.

Test: Waschgele fĂĽr Kinder
Sie gelten als milde Pflege und richten sich an Eltern, die nur das Beste für den Nachwuchs wollen. Sind sie tatsächlich eine saubere Sache? Fast alle Produkte im Test überzeugen. Doch es gibt Marken, die nicht überzeugen. Sie enthalten PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, oder synthetische Polymere, die sich nicht oder nur schlecht in Wasser lösen.

Test: Magnesiumpräparate
„Kann ja nicht schaden“, denken sich viele, die zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Stimmt nicht. Zu viel Magnesium kann schaden. Hinzu kommt: Die Preisunterschiede sind enorm. Eine Tagesdosis kostetentweder 2 oder 79 Cent. Ist das teure Produkt besser?

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Dieses Mal im Heft: Extra Sommer, Sonne, Ferien

Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?
Zur Einstimmung auf die warme Jahreszeit gehört regelmäßiges Stöhnen über wahlweise zu niedrige oder zu hohe Temperaturen, zu viel oder zu wenig Regen irgendwie dazu. Angeblich waren die Sommer früher viel schöner. Doch war das wirklich so oder trügt nur unsere
Erinnerung? Ein Blick in Statistiken klärt auf.

Bademode
Bademode ist nicht gerade gut für das ökologische Gewissen: Meist besteht sie aus elastischer Kunstfaser. Doch bei einigen Herstellern hat ein Umdenken eingesetzt. Der Recyclingstoff Econyl gewinnt an Bedeutung.

Rucksäcke
Nichts gegen Handtaschen. Aber wer länger unterwegs ist und einiges mitnehmen will, der greift zum Rucksack. Der beste Daypack ist der, den man beim Tragen vergisst, weil man ihn nicht spürt.

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Und auĂźerdem:

ErdĂĽberlastung
Am 1. August ist Erdüberlastungstag. Ein symbolischer Termin, mit dem Umweltaktivisten auf den Ressourcenverbrauch aufmerksam machen. Sie warnen: So wie wir heute leben, bräuchten wir 1,7 Erden.
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Resolution des Freiburger Gemeinderats zum Atomkraftwerk in Fessenheim
Der Gemeinderat der Stadt Freiburg wendet sich in großer Sorge an den französischen Staatpräsidenten Emmanuel Macron. Wir sind betroffen und alarmiert, dass die Electricité de France (EDF) die beschlossene Schließung des in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Freiburg liegenden Atomkraftwerks in Fessenheim nun erneut aufschieben will. Zur Begründung wird auf Verzögerungen beim Bau des Kraftwerks in Flamanville verwiesen, welches das Atomkraftwerk in Fessenheim ersetzen soll.

Die Bevölkerung unserer Stadt und der gesamten Region ist seit vielen Jahren besorgt und betroffen durch den Umgang französischer Behörden mit den Sicherheitsmängeln des Kraftwerks in Fessenheim. Es fehlen nach wie vor der Nachweis einer funktionsfähigen Notkühlung und ein ausreichender Schutz bei Erdbeben, Überschwemmungen, Flugzeugabstürzen und terroristischen Anschlägen. Wichtige Anlagenteile wurden nicht wie vorgeschrieben hergestellt und gefälschte Hersteller-Zertifikate vorgelegt. Immer wieder erreichen uns auch Nachrichten von sehr vielen Störungen, die unsere Bevölkerung nachhaltig beunruhigen.

Die Stilllegung dieses ältesten Kernkraftwerkes in Frankreich sollte unabhängig von der Inbetriebnahme des Kraftwerks in Flamanville umgehend aus Sicherheitsgründen erfolgen. Zudem schreibt das französische Energiewende-Gesetz bis zum Jahre 2025 eine Senkung des Atomstrom-Anteils an der französischen Energieproduktion auf 50% vor. Es liegt auf der Hand, dass dann das älteste und mit den größten Sicherheitsmängeln aller französischen Kernkraftwerke behaftete Werk in Fessenheim vorrangig zu schließen ist. Die Fertigstellung der Anlage in Flamanville schiebt sich nun schon seit Jahren immer wieder hinaus. Von den weltweit geplanten Anlagen dieses Typs konnte bislang nach 15 Jahren noch keine einzige in Betrieb gehen.

Auch die wirtschaftlichen Folgen einer Schließung des Atomkraftwerks in Fessenheim für die Region Elsass sind nicht nur lösbar, sondern können auch als Chance für eine Neuaufstellung der Grenzregion in enger deutsch-französischer Kooperation gesehen werden. Das Land Baden-Württemberg hat sich bereit erklärt, mit den französischen Behörden eng zusammenzuarbeiten, insbesondere auch bei der Entwicklung einer grenzüberschreitenden Wirtschaftszone, um die Folgen für den Arbeitsmarkt im Nachbarland zu kompensieren und die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Dazu gehören auch neue Vorstöße für eine durchgehende grenzüberschreitende Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg.

Sehr geehrter Herr Staatspräsident Macron, ein gravierender Zwischenfall in Fessenheim kann jederzeit eintreten und würde verheerende Folgen für die gesamte Region des Elsass und Südbadens und darüber hinaus nach sich ziehen. Wir bitten Sie deshalb, eine Schließung des Atomkraftwerks in Fessenheim, so wie von der EDF zugesagt, bis Ende des Jahres 2018 umzusetzen.

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Resolution aus der Sitzung des Freiburger Gemeinderats vom 26. Juni 2018
 
 

Voller Erfolg fĂĽr Windenergie-Repowering auf dem Weissmoos
Windturbinen auf dem Weismoos / Foto: E.Schulz
 
Voller Erfolg fĂĽr Windenergie-Repowering auf dem Weissmoos
Klage von Windkraftgegnern in allen Punkten abgewiesen

Schuttertal). Auf dem Weißmoos, einem Berg im Schuttertal, Ortenaukreis, wurden Mitte der 90er Jahre zwei Windenergieanlagen errichtet. Um das Windpotenzial noch besser zu nutzen, wurde 2010 der Beschluss gefasst, die Pionieranlagen durch eine neue, deutlich höhere Anlage zu ersetzen.
Ziele waren die Stromproduktion von bis dato einer Million Kilowattstunden (kWh) im Jahr
zu verfĂĽnffachen und gleichzeitig die Zufriedenheit der drei Familien, die im Umkreis von weniger als 500 m um den Standort wohnen, zu erhalten. AuĂźerdem wurde fĂĽr die BĂĽrger, die sich an der neuen WEA finanziell beteiligen, eine passable Rendite geplant.

Die Ziele wurden in vollem Umfang erreicht. Die mit 5,2 Mio. kWh kalkulierte Stromproduktion lag von 2015 bis 2017 bei durchschnittlich 5,5 Mio. kWh und alle drei Nachbarn – unabhängig davon, ob sie Pacht erhalten oder nicht – leben nach wie vor gerne beim Windrad. Für die Bürger erfolgten alle prognostizierten Ausschüttungen.

Bedauerlich war bei diesem Projekt die andauernde Informationsresistenz von Windkraftgegnern. Obwohl schon im Vorfeld über das Projekt öffentlich informiert und alle Fakten zur Sprache kamen, die zeigten, dass die Veränderungsängste unbegründet sind, wurde sowohl eine Petition als auch eine Klage eingereicht. Die, auch öffentlich verbreiteten, Behauptungen reichten von der Anzweifelung der künftigen Stromproduktion bis zur angeblichen Unzulässigkeit wegen Arten- und Immissionsschutzfragen. Alle – durchaus auch für Laien verständliche – Hinweise der Behörden und der Gerichte wurden ignoriert, bis letztlich der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Klage im Frühjahr 2018 in allen Punkten endgültig abwies.

Die Unterzeichner freuen sich, dass am Beispiel des Weissmoos belegt werden konnte, dass erfolgreiche Repowering-Projekte selbstverständlich auch im Schwarzwald möglich sind.

Bundesverband WindEnergie SĂĽdbaden
Ă–kostromgruppe Freiburg
SWE BĂĽrgerwind GmbH & Co. KG
 
Autor: Erhard Schulz



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