oekoplus - Freiburg
Samstag, 22. September 2018
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Is(s)t Bio tierfreundlicher?

Befragt wurden die VerbĂ€nde ĂŒber ihre Vorstellungen von artgerechter Tierhaltung und Tierschutz. Erfahren Sie außerdem, was EU-Bio, konventionelle Landwirtschaft und Öko-VerbĂ€nde in der Tierhaltung voneinander unterscheidet.
Mehr
 

 
Atomkraft ist kein Klimaretter

Seit Jahrzehnten bemĂŒht sich die Lobby der großen Atomkonzerne, ein Saubermann-Image fĂŒr ihre hochprofitable Einkommensquelle aufzubauen.

Ungeachtet der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, der ungeklÀrten Endlagerfrage und des schÀdlichen Uranabbaus wird die Atomkraft gern als Wunderwaffe gegen den Klimawandel in Stellung gebracht....
Mehr
 

NABU kritisiert illegalen Vogelabschuss in Deutschland
GÀnsegeier auf der Intensivstation Foto: Klinik f. Vögel & Reptilien JLU Giessen
 
NABU kritisiert illegalen Vogelabschuss in Deutschland
Extrem seltener GĂ€nsegeier nach Schussverletzung aufgegriffen

Der NABU hat einen besonders erschĂŒtternden Fall von illegalem Vogelabschuss kritisiert. Ein extrem seltener GĂ€nsegeier wurde am 30. Juni nahe Breidenbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Mittelhessen von Aktiven der lokalen NABU-Gruppe verletzt aufgefunden. Wie sich herausstellte, war der imposante Vogel mit einer Spannweite von zweieinhalb Metern aufgrund eines Armdurchschusses, vermutlich mit einem Kleinkalibergewehr, flugunfĂ€hig.

Der Vogel wurde anschließend in der Klinik fĂŒr Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische der Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen mit KostenunterstĂŒtzung des „Vereins zur Förderung der Vogelmedizin in Gießen e.V.“ intensiv behandelt. Dort konnte sein Leben dank Operation, Physio- und Lasertherapie gerettet werden, er wird aber nie mehr richtig fliegen können. Vor wenigen Tagen konnte der Geier zur weiteren Pflege an den Tier- und Naturschutzpark Herborn ĂŒberstellt werden. Dort wird er am heutigen Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. GĂ€nsegeier sind Ă€ußerst selten. Nur in manchen Jahren gelangen wenige Exemplare dieser Aasfresser aus weiter sĂŒdlich gelegenen Brutgebieten auf ihrer Suche nach Nahrung nach Deutschland.

Der NABU kritisiert den auch in Deutschland andauernden illegalen Mord an Greifvögeln durch Fang, Vergiftung und Abschuss. „Seit Jahren prangern wir die VerhĂ€ltnisse in Malta an, wo Vögel aus purer Schießlust vom Himmel geholt werden“, sagt NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. „Genauso entsetzt sind wir ĂŒber den massenhaften Fang von Vögeln in Ägypten. Sowohl in Malta wie in Ägypten handelt es sich oft um Zugvögel aus Deutschland, die in Deutschland streng geschĂŒtzt sind.“ Bei dem in Hessen abgeschossenen Geier handelt es sich vermutlich um einen Vogel aus Frankreich oder Spanien. GĂ€nsegeier brĂŒten nicht in Deutschland, sondern nur in SĂŒdeuropa und Nordafrika. Die Art ist ĂŒberall selten geworden mit Ausnahme der spanischen Population, die sich derzeit auch in SĂŒdfrankreich ausbreitet. Alle anderen europĂ€ischen Populationen sind stark vom Aussterben bedroht. „Umso beschĂ€mender ist es, dass wir es nicht einmal bei uns in Deutschland schaffen, große Greifvögel vor dem Abschuss zu bewahren, sobald sie unser Land erreichen“, so Lachmann.

Allein in Nordrhein-Westfalen wurden zwischen 2005 und 2009 180 FĂ€lle von Greifvogelverfolgung registriert, bei denen mehr als 360 Vögel getötet wurden. „Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges, die meisten Taten bleiben unentdeckt. Die Tötung der geschĂŒtzten Vögel muss auch in Deutschland angemessen geahndet werden“, so der NABU-Vogelexperte. Die Obere Naturschutzbehörde im RegierungsprĂ€sidium Gießen habe bereits Anzeige erstattet.

Zur weiteren AufklĂ€rung des Falles bittet der NABU dringend um Mithilfe: Hinweise zum Geschehen oder zum TĂ€ter können (auch anonym) ĂŒber das NABU-Infotelefon unter der Nummer 030-284984-6000 abgegeben werden oder per e-mail an info@nabu.de.
Mehr
 

 
NABU und UVP-Gesellschaft fordern europaweite Umweltstandards fĂŒr Fracking
Gesetzliche Regeln mĂŒssen Risiken der Technik fĂŒr Mensch und Natur ausschließen

Am 31. August 2013 findet bundesweit der erste Anti-Fracking-Tag statt. Unter dem Motto „Keine Stimme fĂŒr Fracking – No Vote for Fracking” werden in zahlreichen Regionen in Deutschland BĂŒrgerinitiativen auf die Straße gehen, um sich gegen die Ausbeutung unkonventioneller Erdgasvorkommen mittels Fracking zur Wehr zu setzen.

Aus Sicht des NABU und der UVP-Gesellschaft stellt die Methode, Erdgasvorkommen mittels Tiefbohrungen und dem Einsatz von Chemikalien zu gewinnen, eine erhebliche Bedrohung fĂŒr Mensch und Natur dar. „Fracking ist klima- und energiepolitisch verzichtbar, zu wirtschaftlichen Kosten nicht vertretbar und angesichts der WissenslĂŒcken ĂŒber die Auswirkungen der Technik fĂŒr Mensch und Natur ein Roulettespiel“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Auch der SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen (SRU) und das Umweltbundesamt (UBA) sehen diese Methode wegen ungeklĂ€rter Risiken fĂŒr die Umwelt kritisch.

NABU und UVP-Gesellschaft fordern daher neue gesetzliche Regeln und Umweltstandards. „Der gegenwĂ€rtige gesetzliche Rahmen fĂŒr die Fracking-Methode ist in Deutschland vollkommen unzureichend und muss angepasst werden“, forderte Tschimpke. Neben der Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes und der Verordnung fĂŒr die UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung bergbaulicher Vorhaben gehöre dazu, auch Fracking zum festen Bestandteil des Bundesberggesetzes zu machen. Doch solange die derzeitige Rechtslage gelte, mĂŒssten sich Bund und LĂ€nder auf einen Genehmigungsstopp von Erkundungsvorhaben von Schiefergasvorkommen in Deutschland verstĂ€ndigen, so Tschimpke weiter. Erst wenn lĂŒckenlos alle offenen Fragen um die neue Technologie geklĂ€rt seien, könne es zu einer abschließenden Bewertung kommen. Solange mĂŒssten alle bereits genehmigten Vorhaben ausgesetzt werden und neue AntrĂ€ge unberĂŒcksichtigt bleiben.

Auch auf europĂ€ischer Ebene sehen NABU und UVP-Gesellschaft akuten Handlungsbedarf. „Mit der derzeit laufenden Revision der EU-UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfungsrichtlinie muss es eine UVP-Pflicht fĂŒr die Ausbeutung von unkonventionellen Erdgasvorkommen – egal welcher GrĂ¶ĂŸenordnung des Projektes – geben“, forderte UVP-Vorstand Johannes Bohl. GrundsĂ€tzlich mĂŒsse dies fĂŒr alle umweltrelevanten Vorhaben sowohl auf der Planungs- als auch der Genehmigungsebene gelten. Die UVP diene damit als ein wirksames und taugliches Instrument zur Offenlegung und Bewertung von Umweltrisiken. Der Katalog der UVP-pflichtigen Vorhaben sei daher sowohl in der Richtlinie wie auch im nationalen Recht bei aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen stetig anzupassen.

Vor dem Hintergrund der ungeklĂ€rten Risiken fĂŒr Mensch und Natur sprechen sich der NABU und die UVP-Gesellschaft fĂŒr eine EU-weite Regelung im Rahmen der UVP-Richtlinie fĂŒr Fracking aus. Einige Mitgliedstaaten wie Frankreich und Bulgarien haben Fracking verboten, andere wie die Niederlande ein Moratorium verhĂ€ngt. Wie der Umweltausschuss des EuropĂ€ischen Parlamentes wollen diese LĂ€nder eine verbindliche UVP, wĂ€hrend andere LĂ€nder wie Polen und Großbritannien die Umweltauflagen fĂŒr das Fracking erleichtern wollen. Sie erhoffen sich davon niedrigere Energiepreise.
 
 

 
NABU-Stiftung Nationales Naturerbe seit zehn Jahren aktiv am Wittwesee
Tauchen und Waldumbau im rund 800 Hektar großen NABU-Schutzgebiet

Rheinsberg – Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe lĂ€sst am Wittwesee östlich von Rheinsberg ein neues Naturparadies entstehen. Der im Naturschutzgebiet „Stechlin“ liegende See gehört zu den klarsten GewĂ€ssern Deutschlands. Bei Sichttiefen von bis zu fĂŒnf Meter Tiefe bietet sein Wasser in der heißen Jahreszeit eine willkommene Erfrischung.

Seit zehn Jahren setzt sich die NABU-Stiftung dafĂŒr ein, dass die QualitĂ€t des Sees und der ihn umgebenden WĂ€lder erhalten bzw. noch weiter verbessert werden. „Wichtigste Grundlage hierfĂŒr ist der FlĂ€chenbesitz. Als EigentĂŒmerin von aktuell 813 Hektar, darunter dem 162 Hektar großen Wittwesee und die umliegenden WĂ€lder, kann sich die NABU-Stiftung effektiv fĂŒr die Verbesserung des Lebensraums einsetzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe Christian Unselt. Zur Kontrolle der Entwicklung des Wittwesees sei dieser in das bundesweit beispielhafte Projekt „Naturschutztauchen“ des NABU-Landesverbandes Brandenburg, dem Naturpark Ruppin-Stechliner Land und örtlichen Tauchsportvereinen einbezogen. Die Ergebnisse der naturkundlichen TauchgĂ€nge geben Auskunft ĂŒber die Seenentwicklung und fließen ein in die Steuerung der Managementmaßnahmen der NABU-Stiftung.

„Durch das naturkundliche Tauchen ist die Unterwasserwelt in den anliegenden Seen gut bekannt. Ziel der NABU-Stiftung ist es nun, die Umwandlung von KieferreinbestĂ€nden in LaubwĂ€lder voranzutreiben, um einer Wasserverdunstung entgegenzutreten“, so Unselt.

Bereits 220 Hektar Nadelforst lichtete die NABU-Stiftung hierfĂŒr auf, um Platz fĂŒr Buchen und Eichen zu schaffen. Wo der natĂŒrliche Sameneintrag nicht ausreicht, pflanzt die NABU-Stiftung Jungbuchen. Der Wandel zu LaubmischwĂ€ldern dient nicht nur der Erhöhung der Artenvielfalt, sondern sorgt auch fĂŒr eine verbesserte Grundwasserspeisung des Wittwesees und damit dem Erhalt seiner guten WasserqualitĂ€t. Bereits 165 Hektar der StiftungsflĂ€chen sind der ungestörten Naturentwicklung ĂŒbergeben, darunter die naturnahen LaubmischwĂ€lder an den Ufern des Sees. Seit 2003 flossen rund 350.000 Euro Stiftungsgelder fĂŒr FlĂ€chenerwerb und Waldumbau, aber auch fĂŒr Entsiegelungsarbeiten sowie FlĂ€chenmanagement in das NABU-Naturparadies Wittwesee.

2013 wird sich die NABU-Stiftung beim Umbau eines Weges am Wittwesee engagieren, um den Erhalt des hohen Wasserspiegels und gleichzeitig die nötige Zufahrt zu einer Kleinsiedlung auch bei hohem Wasserstand zu ermöglichen. Seit Jahresbeginn unterstĂŒtzt die LĂŒbzer Brauerei die NABU-Stiftung bei der Entwicklung des Wittwesees.

Aufgabe der NABU-Stiftung ist vorrangig der Erwerb und die langfristige Entwicklung von NaturschutzflĂ€chen, um diese dauerhaft als Lebensraum fĂŒr bedrohte Tiere und Pflanzen zu bewahren. Seit ihrer GrĂŒndung hat die NABU-Stiftung bereits ĂŒber 15.000 Hektar Land in ganz Deutschland erworben.
Mehr
 

 
NABU: Vermehrt Meldungen toter GrĂŒnfinken in Deutschland
Bei Anzeichen von Krankheit: SommerfĂŒtterung einstellen und VogeltrĂ€nken entfernen

Beim NABU gehen in diesem Sommer wieder vermehrt Meldungen zu erkrankten oder toten GrĂŒnfinken ein. Vor allem aus dem sĂŒdlichen Bayern und Baden-WĂŒrttemberg sowie aus Nordrhein-Westfalen, dem westlichen Niedersachsen und aus dem Raum Berlin sind seit Juli viele erkrankte oder tote Vögel gemeldet worden. In allen FĂ€llen wird von apathisch wirkenden oder bereits verendeten GrĂŒnfinken, in seltenen FĂ€llen auch von anderen Arten, stets in der NĂ€he von Futterstellen berichtet.

Es ist davon auszugehen, dass die gemeldeten GrĂŒnfinken mit dem einzelligen Erreger „Trichomonas gallinae“ infiziert sind. Im Sommer 2009 trat erstmals in grĂ¶ĂŸeren Teilen Deutschlands eine Infektion von Finken auf. Nach SchĂ€tzungen des NABU starben 2009 etwa 70 bis 80.000 GrĂŒnfinken an der fĂŒr diese Art tödlichen Krankheit. Als Trichomonaden-Infektionsquelle kommt neben dem direkten Kontakt der Tiere untereinander vor allem Trinkwasser an Futterstellen in Frage, in dem der Erreger bei sommerlich warmen Temperaturen bis zu 24 Stunden ĂŒberleben kann. Vor diesem Hintergrund rĂ€t der NABU dringend, das FĂŒttern sofort bis zum nĂ€chsten Winter einzustellen, sobald mehr als ein kranker oder toter Vogel an einer Sommerfutterstelle beobachtet werden. Ebenso sollten unbedingt alle VogeltrĂ€nken entfernt werden.

Seit 2009 trat die Krankheit in jedem Jahr wieder auf, sobald anhaltend sommerliche Temperaturen herrschen. „Die vermehrten Meldungen an den NABU weisen darauf hin, dass die Krankheit in diesem Jahr aufgrund des lange anhaltenden warmen Wetters wieder grĂ¶ĂŸere Ausmaße erreicht. Futter- und insbesondere Wasserstellen fĂŒr Vögel sind gerade im Sommer ideale Ansteckungsherde, so dass ein kranker Vogel schnell andere Vögel infizieren kann. Selbst die tĂ€gliche Reinigung von Futterstellen und Wasserstellen reicht nicht aus, um die Vögel vor Ansteckung zu schĂŒtzen, sobald kranke Artgenossen in der NĂ€he sind“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Mit dem Trichomonaden-Erreger infizierte Tiere zeigen folgende Merkmale: Schaumiger Speichel, der die Nahrungsaufnahme hemmt, großer Durst, scheinbare Furchtlosigkeit. Eine Medikamentengabe ist nicht möglich, da Wirkstoffe bei freilebenden Tieren nicht dosiert werden können. Die Infektion verlĂ€uft immer tödlich. Nach Angaben von VeterinĂ€ren besteht fĂŒr den Menschen, Hunde und Katzen keine Gefahr einer Infektion. Aus bisher unbekannten GrĂŒnden scheinen auch die meisten anderen Vogelarten wesentlich weniger empfindlich auf den Erreger zu reagieren als GrĂŒnfinken.

Der NABU sieht derzeit durch die Krankheit noch keine zusĂ€tzliche GefĂ€hrdung fĂŒr die allgemein leicht abnehmenden BestĂ€nde der GrĂŒnfinken. „In Deutschland leben rund zwei Millionen Brutpaare, also im Sommer ĂŒber zehn Millionen GrĂŒnfinken, Eltern und Jungvögel eingerechnet. Das Finkensterben fĂŒhrt zu erhöhter Sterblichkeit, ein nachhaltiger Effekt auf die Bestandsentwicklung ist derzeit noch nicht nachweisbar und bisher nur lokal zu erwarten“, so Lachmann.

Meldungen ĂŒber kranke und tote Singvögel nimmt der NABU zudem weiterhin auf seiner Internetseite www.gruenfinken.NABU-SH.de entgegen.

VerdachtsfÀlle aus Regionen, in denen der Nachweis des Erregers bislang nicht gelang, sollten den KreisveterinÀren angezeigt werden und tote Vögel dort als Proben angeboten werden, damit das Auftreten des Erregers amtlich dokumentiert werden kann.
Mehr
 

 
NABU-Umfrage: Verbraucher wollen klare Kennzeichnung von „grĂŒnen“ Produkten
Miller: Chance fĂŒr Handel – Sortimente umweltfreundlicher ausrichten

Neun von zehn Deutschen wĂŒnschen sich, dass SupermĂ€rkte umweltfreundliche Waren klar kennzeichnen, damit sie ökologische Produkte auf den ersten Blick erkennen können. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage, die der NABU beim Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag gegeben hat. 67 Prozent der Befragten wĂŒrden sich außerdem ĂŒber gut ausgebildetes Verkaufspersonal freuen, das ĂŒber die Umweltfreundlichkeit angebotener Waren Auskunft geben kann.

„Die Umfragewerte zeigen, dass es ein dringendes BedĂŒrfnis nach einer transparenten und leicht verstĂ€ndlichen Kennzeichnung von umweltfreundlichen Produkten gibt. HĂ€ndler sollten die Chance nutzen und in allen Regalen ökologische und regionale Produkte stĂ€rker ausweisen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Außerdem solle ein VerkĂ€ufer vor Ort ĂŒber die grĂŒnen Alternativen informieren können. „Zu einem umweltfreundlichen Supermarkt gehört auch ein großes Sortiment an Bio-Lebensmitteln und Produkten aus der Region. Allein fĂŒr die Listung dieser Waren sprechen sich drei Viertel der Verbraucher aus“, so Miller.

Der NABU unterstĂŒtzt die Forderungen der Kunden nach mehr Umweltengagement im Einzelhandel und zeichnet seit drei Jahren engagierte LebensmitteleinzelhĂ€ndler mit dem Umweltpreis „GrĂŒner Einkaufskorb“ aus, die sich besonders dafĂŒr einsetzen, dass ihre Kunden umweltfreundliche Alternativen im Regal vorfinden, diese auch erkennen können und insgesamt den Beitrag des Handels zum Umweltschutz voranbringen. FĂŒr den diesjĂ€hrigen Wettbewerb können sich interessierte HĂ€ndler und Filialen noch bis zum 9. September bewerben. Attraktive Preise werden in verschiedenen Kategorien vergeben. Die Verleihung findet am 25. November in Berlin statt.

„Der Lebensmittelhandel befindet sich in einer SchlĂŒsselposition zwischen Produzenten und Verbrauchern und kann mit der Auswahl und PrĂ€sentation seiner Produkte einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette seiner Waren leisten“, so NABU-Umweltexperte Sascha Roth.
Mehr
 

 
NABU zur Strompreisdebatte: Kosten gerecht verteilen
Miller: Wir wollen die Energiewende, aber wir zahlen sie nicht allein

Angesichts der Diskussion um steigende Stromkosten fordert der NABU faire Bedingungen fĂŒr die privaten Stromkunden. Es ist zu erwarten, dass aufgrund niedriger Börsenstrompreise die Stromkosten erneut steigen werden. Daher mĂŒssten die Weichen neu gestellt werden, um die Endverbraucher zu entlasten. „Die Energieversorger mĂŒssen die durch Wind- und Solarstrom gesunkenen Börsenpreise an die Verbraucher weiterreichen und so den Anstieg der Stromkosten auffangen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Die Politik sei zudem gefordert, bei der Energieproduktion verstĂ€rkte Anreize fĂŒr flexiblen, CO2-armen Strom zu setzen und den Emissionshandel zu stĂ€rken. Denn mit einem sinkenden Kohlestromanteil wĂŒrden die Stromnetze entlastet, die derzeit noch in großen Mengen unflexiblen Kohlestrom aufnehmen mĂŒssten, gleichzeitig wĂŒrde der Klimaschutz wieder Fahrt aufnehmen.

Aus NABU-Sicht könnten lĂ€ngerfristig allein durch erneuerbare Energien die Preise stabil bleiben. „Trotz EEG machen die Strompreise nur einen kleinen Teil unserer Energiekosten aus. Viel drastischer als die Strompreise steigen bereits jetzt Heiz- und Benzinkosten. DarĂŒber mĂŒssten sich verbraucherfreundliche Politiker empören und auch in den Bereichen Wohnen und Verkehr den konsequenten Weg hin zu erneuerbaren Energien einschlagen“, so Miller. Die Strompreisentwicklung der letzten Jahre zeige außerdem, dass es neben der EEG-Umlage noch viele weitere Kostentreiber gebe. Dazu zĂ€hlt die Förderung der Offshore-Windkraft bei der die Zusatzkosten der unvermeidlichen Pannen und Verzögerungen auf die Endverbraucher abgewĂ€lzt werden. Selbst wenn die EEG-Umlage komplett gestrichen wĂŒrde, bliebe eine Steigerung der Haushaltsstrompreise um fast 40 Prozent seit dem Jahr 2000.

Ziel muss es sein, nach der Bundestagswahl das EEG und den Strommarkt weiterzuentwickeln. „Die StĂ€rken der erneuerbaren Energien können dann voll ausgespielt werden, wenn Energieproduzenten, große Energieverbraucher genau wie die Stromnetzbetreiber Systemverantwortung fĂŒr stabile Netze und Versorgungssicherheit ĂŒbernehmen“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 


Copyright 2010 - 2018 Benjamin Jäger