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Verschiedenes

 
NABU: Engagement gegen Elfenbeinhandel wird zur tödlichen Bedrohung
Rangerfonds unterstĂŒtzt WildhĂŒter in Afrika

AnlĂ€sslich des Internationalen Tages des Artenschutzes am kommenden Montag (3. MĂ€rz) verweist der NABU auf die zunehmende Wilderei in afrikanischen Nationalparks. TĂ€glich töten Wilderer etwa 100 Elefanten in Afrika. In den siebziger Jahren gab es auf dem Kontinent noch 1,2 Millionen Elefanten; heute sind es weniger als 440.000. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 45 Tonnen Elfenbein weltweit beschlagnahmt. Der Hauptanteil des gewilderten Elfenbeins geht nach China, wo er zu Amuletten und Statuen verarbeitet wird. „Die Schmuggler sind keine armen Landbewohner, die ihren Lebensunterhalt verdienen mĂŒssen, sondern skrupellose GeschĂ€ftemacher, die oft in Drogenschmuggel und Terrorismus verstrickt sind“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Im Kampf gegen diese Elfenbein-Mafia verlieren immer mehr WildhĂŒter ihr Leben oder werden schwer verletzt. Zur AusrĂŒstung der Wilderer zĂ€hlen meist halb- oder vollautomatische Schusswaffen.“

Nach Angaben der „International Ranger Foundation“ wurden im Jahr 2013 weltweit mehr als 85 WildhĂŒter wĂ€hrend ihres Dienstes ermordet, etwa die HĂ€lfte von ihnen in Afrika. Wird ein Ranger im Einsatz fĂŒr den Natur- und Artenschutz getötet oder verletzt, verlieren seine Angehörigen nicht nur einen geliebten Menschen, sondern meist auch das Haupteinkommen fĂŒr die ganze Familie. Aus diesem Grund hat die NABU International Naturschutzstiftung den Rangerfonds ins Leben gerufen. Mit dem Geld aus diesem Fonds können Ranger in der AusĂŒbung ihres gefĂ€hrlichen Berufs unterstĂŒtzt werden, beispielsweise durch eine verbesserte Ausbildung und AusrĂŒstung. Zudem greift NABU International mit dem Rangerfonds den Familien verletzter oder getöteter WildhĂŒter in Äthiopien unter die Arme. Seit Anfang dieses Jahres wurde dies auf Kenia ausgeweitet, wo die staatliche Wildschutzbehörde „Kenya Wildlife Service“ mit Hilfe der Spendengelder sicherstellt, dass die Kinder der getöteten Ranger zu einer weiterfĂŒhrenden Schule oder zur UniversitĂ€t gehen können.

Wie viele andere Natur- und Tierschutzorganisationen weisen der NABU und die NABU International Naturschutzstiftung darauf hin, dass die immer wieder diskutierte Lockerung des Marktes fĂŒr Elfenbein aus vielen NachhaltigkeitsgrĂŒnden unvertretbar ist. „Daher fordern wir ein absolutes Verbot des internationalen und nationalen Elfenbeinhandels“, sagte Dr. Barbara Maas, Leiterin Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung.

Zudem fordert der NABU gemeinsam mit vielen anderen VerbĂ€nden das in Deutschland lagernde beschlagnahmte Elfenbein zu vernichten, um es unbrauchbar und fĂŒr Diebe uninteressant zu machen. „Es muss zudem dringend eine zentrale Erfassungsstelle fĂŒr eingefĂŒhrtes Elfenbein in Deutschland eingerichtet werden, damit Missbrauch öffentlich gemacht werden kann“, so Maas.



Terminhinweis und Einladung zur Veranstaltung „Gefahr fĂŒr WildhĂŒter in Afrika – Die Folgen der Wilderei fĂŒr Menschen und Tierwelt“



Termin: Sonntag, 9. MĂ€rz 2014, 11:00 Uhr

Ort: Internationale Tourismus-Börse (ITB), Berlin (Halle 4.1., „Adventure“-BĂŒhne)


mit: Thomas Tennhardt, NABU-VizeprÀsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung

Werner Schröder, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Afrika

William Kiprono, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Kenya Wildlife Service

Edwin Wanyonyi, stellvertretender GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Kenya Wildlife Service
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Karlsruhe ist Carsharing-Hauptstadt Deutschlands
Bundesverband CarSharing legt in Berlin Jahresbilanz vor

OB Mentrup: stadtmobil und andere Anbieter leisten wichtigen Beitrag zur LebensqualitÀt in StÀdten

Karlsruhe ist die "Carsharing-Hauptstadt Deutschlands". Mit nahezu zwei Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt die FĂ€cherstadt mit deutlichem Abstand vor den nachfolgenden GroßstĂ€dten und hat ihre Spitzenposition im jĂŒngsten StĂ€dtevergleich des Bundesverbands CarSharing (bcs) erfolgreich behauptet. Im Rahmen der bcs-Bilanzpressekonferenz 2013 am gestrigen Donnerstag in Berlin betonte OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup: „Das Autoteilen entlastet die Innenstadt vom Individualverkehr, reduziert die Abgasbelastung und macht sich auch im privaten Budget der Nutzenden positiv bemerkbar. Der Karlsruher Anbieter 'stadtmobil' und alle anderen Carsharing-Anbieter leisten einen nicht zu unterschĂ€tzenden Beitrag fĂŒr die LebensqualitĂ€t in unseren StĂ€dten.“

Das Erfolgsrezept von "stadtmobil" in Karlsruhe als einem der Ă€ltesten Carsharing-Anbieter in Deutschland sieht das Stadtoberhaupt im Dreiklang aus "einfachem Handling, flĂ€chendeckender VerfĂŒgbarkeit und gĂŒnstigen Tarifen". "stadtmobil" hatte erst im vergangenen November Platz eins im Ranking des "Automobilclub Mobil" in Deutschland belegt. "stadtmobil" konnte in puncto VerfĂŒgbarkeit und Preis die Wettbewerber mit teils großen Konzernen im Hintergrund weit hinter sich lassen. Das Karlsruher Carsharing-Unternehmen bietet an 200 Stationen 660 Fahrzeuge an - darunter 570 PKW, 75 Busse und Transporter sowie sechs Elektro- und neun Hybridfahrzeuge. Bei 10.000 Teilnehmern und 12.500 Fahrtberechtigten steht damit statistisch 19 Fahrerinnen und Fahrern ein Fahrzeug zur VerfĂŒgung - im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei eins pro 42. Pro Monat werden rund 20.000 Fahrten absolviert, die gesamte Fahrzeugflotte legt pro Jahr rund 20 Millionen Kilometer zurĂŒck.

Der bcs stellt in seinem Jahresbericht einen anhaltenden Carsharing-Boom fest. Anfang 2014 waren 757.000 Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 67,1 Prozent entspricht. Bei stationsbasierten Angeboten waren 320.000 Teilnehmer registriert (plus 50.000), bei stationsunabhĂ€ngigen („free floating“) Angeboten 437.000 Nutzer (plus 254.000). Erstmals hat die Quote der Carsharing-Teilnehmer bezogen auf die fĂŒhrerscheinfĂ€hige Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren damit die 1 ProzenthĂŒrde ĂŒbersprungen (1,13 Prozent). Diesen Nutzern stehen 7.700 Fahrzeuge an 3.900 Stationen im stationsbasierten Carsharing und 6.250 Pkw in stationsunabhĂ€ngigen Angeboten zur VerfĂŒgung. Durchschnittlich 42 Nutzer teilen sich ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhĂ€ngigen Angeboten.

Die Rangfolge im bcs-StĂ€dtevergleich zur Fahrzeugdichte pro 1.000 Einwohner bei kombinierter Wertung stationsbasierter und frei im Straßenraum verfĂŒgbarer Angebote sieht Karlsruhe mit 1,76 Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohner klar vor DĂŒsseldorf (0,91), MĂŒnchen (0,64), Stuttgart (0,58) und Berlin (0,55).
 
 

„Hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“
Uferstraße SĂŒdansicht (c) Freiburger Stadtbau GmbH
 
„Hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“
FSB erhĂ€lt Deutschen Bauherrenpreis fĂŒr Miet- und Eigentums-Projekt „Haslacher / Uferstraße“

Freiburg, 19. Februar 2014. Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) wurde heute in Berlin mit dem Deutschen Bauherrenpreis fĂŒr „hohe QualitĂ€t und tragbare Kosten im Wohnungsbau“ ausgezeichnet. Die FSB erhielt damit die im Bereich des Wohnungsbaus wichtigste bundesweit ausgelobte Auszeichnung fĂŒr das Neubauprojekt „Haslacher / Uferstraße“. Der Preis wird von der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und dem Deutschen StĂ€dtetages vergeben. Freiburgs BaubĂŒrgermeister Prof. Dr. Martin Haag und FSB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralf Klausmann nahmen die Auszeichnung gemeinsam mit den Architekten Hermann Binkert und Thomas Melder entgegen.
Ausschlaggebend fĂŒr die Auszeichnung ist das sozial ausgewogene Wohnkonzept, dass beispielhaft Eigentumswohnungen sowie Mietwohnungen mit und ohne Belegungsrechte vereint. Die 5 GebĂ€ude wurden im Passivhausstandard gebaut und erfĂŒllen die Richtlinien der Freiburger-Energie-Effizienzhaus-Standard 40. Alle 34 Eigentumswohnungen und 47 Mietwohnungen sind barrierefrei erschlossen. Die Zwei-Zimmer-Wohnungen verfĂŒgen zusĂ€tzlich ĂŒber barrierefreie BĂ€der. FĂŒr unterschiedliche Generationen entstand somit qualitativ hochwertiger aber dennoch erschwinglichen Wohnraum. „Auf einer ehemaligen BrachflĂ€che ist ein neues, zukunftsweisendes Vorzeigeobjekt entstanden, das herausstellt, wie erfolgreiche Stadtentwicklung aussehen kann“, so BaubĂŒrgermeister Prof. Dr. Martin Haag. „Ich freue mich sehr, dass das Projekt hierdurch bundesweit Anerkennung findet.“ Auch Ralf Klausmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburger Stadtbau GmbH freut sich ĂŒber die Auszeichnung: „Die GebĂ€ude bilden durch die Kombination aus preisgĂŒnstigen Eigentumswohnungen sowie freifinanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen fĂŒr Familien und Ă€ltere Menschen eine wichtige Grundlage fĂŒr generationsĂŒbergreifende Wohnformen, die fĂŒr eine gute Durchmischung und stabile Bewohnerstrukturen im Quartier sorgen.“

Durch die neue Bebauung und die damit verbundene Schaffung von neuen ParkplĂ€tzen wurde die stĂ€dtebauliche Erschließung optimiert und die Parkplatzsituation im Quartier deutlich verbessert.

Über die Freiburger Stadtbau:
Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) gehört dem Unternehmensverbund an, zu dem auch
die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG (FSI), die Freiburger Kommunalbauten
GmbH & Co. KG (FKB) und die Regio BÀder GmbH (RBG) gehören. Der Verbund deckt die
Bereiche Wohnungs- und StĂ€dtebau, Wohnungs- und GrundstĂŒcksverwaltung, GebĂ€udesanierung und FĂŒhrung von stĂ€dtischen BĂ€dern und Parkgaragen ab. Mit ĂŒber 11.000 Wohnungen, davon ca. 9.000 eigene Wohnungen, ist die FSB die grĂ¶ĂŸte Wohnungsbaugesellschaft in SĂŒdbaden.
 
 

 Buchtipp:
 
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Studie zeigt: Biokraftstoffe aus AbfĂ€llen haben großes ungenutztes Potenzial
Anstatt Anbaubiomasse sind neue Konzepte zur Reststoffnutzung gefragt

Europa hat ein erhebliches ungenutztes Potenzial fĂŒr Biokraftstoffe aus AbfĂ€llen der Land- und Forstwirtschaft sowie aus Industrie und Haushalten. Sofern alle nachhaltig zur VerfĂŒgung stehenden Reststoffe der EU in Biokraftstoffe umgewandelt wĂŒrden, könnten damit bis zum Jahre 2030 rund 16 Prozent des Gesamtkraftstoffbedarfes gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des „International Council on Clean Transportation“ (ICCT) mit dem Titel „Wasted: Europe’s Untapped Resource“ im Auftrag mehrerer Umweltorganisationen wie dem NABU-Dachverband BirdLife International und Transport & Environment.

„Die Energie fĂŒr den Kraftstoff der Zukunft liegt vor allem auf dem Land. Aber nicht als Anbaubiomasse mit erheblichem DĂŒngemittel- und Pestizideinsatz sowie der Gefahr von LandnutzungsĂ€nderungen, wie es die EU leider immer noch versteht, sondern in Form von Reststoffen. Immerhin 37 Millionen Tonnen fossiler Kraftstoff könnten so Jahr fĂŒr Jahr eingespart werden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. EinschrĂ€nkend gelte jedoch, dass auch bei den Reststoffen negative Begleiterscheinungen vermieden werden sollten. So dĂŒrften beispielsweise nicht alle ErnteabfĂ€lle genutzt werden, sondern ein Drittel mĂŒsse auf dem Acker verbleiben, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Auch in der Viehhaltung werde Stroh weiterhin als Einstreu verwendet und stĂŒnde der energetischen Nutzung nur begrenzt und vorrangig in einer Kaskadennutzung zur VerfĂŒgung. FĂŒr Holz gelte, dass es zunĂ€chst fĂŒr langfristige Produkte verwendet werden mĂŒsse, danach aber ebenfalls fĂŒr Biokraftstoffe eingesetzt werden könne.

Im Jahr 2030 könnte der Verkehrssektor zur Emissionsquelle Nummer eins werden, wenn nicht rechtzeitig mit politischen Maßnahmen gegengesteuert wird. Ein Teil der Lösung könne die Biomasse auf Reststoffbasis darstellen. Entscheidend ist nach Ansicht des NABU aber, dass Biokraftstoffe nicht als Allheilmittel angesehen werden dĂŒrften. „Ohne drastische Effizienzsteigerungen beim Kraftstoffverbrauch von Pkw, Lkw oder Flugzeugen und einer Verkehrsvermeidung beziehungsweise Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel werden die Klimaschutzziele der EU nicht eingehalten werden. Nur wenn alle Effizienzpotenziale konsequent ausgeschöpft sind, kann die dann noch bestehende VersorgungslĂŒcke mit Biokraftstoffen auf Reststoffbasis geschlossen werden“, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger.
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Fukushima mahnt zum sofortigen Atomausstieg!
AnlÀsslich des dritten Jahrestages der Atomkatastrophe
von FUKUSHIMA, in Erinnerung an die Opfer und dass eine
solche Katastrophe in FESSENHEIM nicht vorkommen soll,
wird eine sofortige Schließung und ein Atomausstieg gefordert.

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen, die BI Energie-
wende Waldkirch, die BĂŒrgerinitiative Weisweil e.V., der BUND,
CSFR (F), der Förderverein SolarRegio Kaiserstuhl, die Mahn-
wachen Weisweil und Endingen und STOP Fessenheim (F) rufen die
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger beiderseits des Rheins am Sonntag, den
09. MĂ€rz 2014 zu einer gemeinsamen Kundgebung auf der RheinbrĂŒcke
Marckolsheim-Sasbach auf!

Unter dem Motto "HAND IN HAND FÜR EINE ATOMFREIE ZUKUNFT - MAIN
DANS LA MAIN POUR UN AVENIR SANS NUCLÉAIRE" wird bereits ab 13.00
Uhr auf den Parkplatz direkt nach der RheinbrĂŒcke auf der fran-
zösischen Seite bei der alten Zollanlage mit Musikdarbietungen
eingeladen. Kinder erhalten Luftballons mit Postkarten fĂŒr einen
"Flugwettbewerb".

Um 13.45 Uhr werden die Demonstranten gemeinsam auf die BrĂŒcke
schlendern, um eine Menschenkette zu bilden und mit einer Schweige-
minute den Opfern von Fukushima zu gedenken.
Anschließend werden sich die Teilnehmer in der Mitte der BrĂŒcke
zu einer deutsch/französischen Kundgebung treffen:
Marie Reine Haug von der CSFR aus Feldkirch/Elsaß und Erhard
Schulz von den Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen werden
zwei kurze aber unmissverstÀndliche Reden halten:

"FÜR DIE ZUKUNFT UNSERES PLANETEN - POUR L`AVENIR DE NOTRE PLANET
FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER - POÜR L`AVENIR DE NOS ENFANTS"

Es besteht die Möglichkeit um 15.30 Uhr an der Abschlusskundgebung
in Fessenheim teilzunehmen: Treffpunkt ist der Parkplatz an der
Kreuzung D52/Maison des Energies.
 
 

Vom Ei zum KĂŒken
(c) StÀdtische Museen Freiburg / Foto: Axel Kilian
 
Vom Ei zum KĂŒken
Naturmuseum lĂ€dt wieder zu Osterausstellung „Vom Ei zum KĂŒken“ ein / Ab sofort können FĂŒhrungen gebucht werden

Die flauschigen Publikumslieblinge sind wieder da: Von Samstag, 8. MĂ€rz, bis Sonntag, 27. April, lĂ€dt das Naturmuseum zur traditionellen Osterausstellung „Vom Ei zum KĂŒken“ ein. Sieben Wochen lang kann man den Nachwuchs beim SchlĂŒpfen in der Brutstation und bei seinen Artgenossen im KĂŒkengehege beobachten. In der bunten Schar tummeln sich dieses Jahr zwölf unterschiedliche HĂŒhnerrassen, von denen einige auf der roten Liste bedrohter Nutztiere stehen.

Die Studioschau „Das Ei im Tierreich“ zeigt andere eierlegende Lebewesen, von Insekten bis zum Schnabeltier. In Terrarien sind dieses Mal sogar lebende Schlangen zu sehen, die auch zu den eierlegenden Arten gehören. Aber keine Angst: Die KĂŒken werden nicht an die Schlagen verfĂŒttert. Wenn sie flĂŒgge werden, nehmen die ZĂŒchterinnen und ZĂŒchter, die das Naturmuseum mit befruchteten Eiern versorgen, die kleinen NestflĂŒchter wieder auf.

Wissenswertes rund um Ei und Huhn sowie allgemeine Informationen zur GeflĂŒgelhaltung ergĂ€nzen die Schau. DarĂŒber hinaus werden volkskundliche Aspekte thematisiert. Auf Familien wartet eine Lese- und Spielecke. Kinder und Jugendliche können sich an einem Quiz beteiligen und schöne Preise gewinnen. Vor allem an Wochenenden bietet das Museum abwechslungsreiche Veranstaltungen zur Ausstellung. Alle Termine stehen im Kalender der StĂ€dtischen Museen Freiburg unter www.freiburg.de/museen. Schulen, KindergĂ€rten und Gruppen können ab sofort Programme buchen (Tel. 0761/201-2504, axel.demuth@stadt.freiburg.de). Das Naturmuseum in der Gerberau 32 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 3 Euro.
 
 

 
Freiburger Klimaschutzbilanz 2010 und 2011 und Fortschreibung des Klimaschutzko
Stagnation bei den absoluten Freiburger CO2-Emissionen bzw. leichter RĂŒckgang der CO2-Emissionen pro Einwohner

Neue Zielsetzung beim Klimaschutz geplant: Bis 2030 CO2-Emissionen
um 50 Prozent gesenkt werden - Langfristiges Ziel ist KlimaneutralitÀt bis 2050

Die Klimabilanz zeigt fĂŒr 2011 gegenĂŒber 2009 einen nahezu
gleichbleibenden Stand der absoluten beziehungsweise einen
leichten RĂŒckgang der spezifischen CO2-Emissionen
(bezogen auf die Einwohnerzahl) auf. Dies ist unter
BerĂŒcksichtigung des Bevölkerungswachstums in Freiburg ein
gutes Ergebnis. Damit wird sichtbar, dass die durch
Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen erzielten
CO2-Reduktionen durch das Bevölkerungswachstum quasi
wieder aufgezehrt werden.

Diese Bewertung ist das Ergebnis der aktuellen Freiburger
Klimaschutzbilanz fĂŒr die Jahre 2010 und 2011, die heute der
Presse vorgestellt wird. Die Verwaltung will die stÀdtischen
Klimaschutzziele fortschreiben und schlÀgt deshalb dem
Gemeinderat vor, die Reduktion der CO2-Emissionen um 50
Prozent, statt wie bisher 40 Prozent, bis 2030 als aktuelles
Klimaschutzziel fĂŒr Freiburg zu beschließen. Und bis zum
Jahr 2050 soll Freiburg klimaneutral werden.

Fachliche Leitlinie fĂŒr die Fortschreibung muss sein, dass das
"2-Grad-Ziel" (Begrenzung des Temperaturanstiegs auf
maximal 2 Grad) weiterhin als internationales Ziel gilt und
erreicht werden muss. Dies erfordert auf allen Ebenen die
entsprechenden politischen Vorgaben und Ziele zu
verschÀrfen und das konkrete Handeln dazu zu verstÀrken.
Insbesondere muss der Stillstand bei weltweiten
Klimaschutz-Konferenzen und auf der EU-Ebene ĂŒberwunden werden,
auf Bundes- und Landesebene sind die Zielsetzungen zum
Klimaschutz zu ergÀnzen.

„Wir können und wollen diese Klimaschutzziele erreichen!
Aber dies ist fĂŒr Freiburg nur machbar, wenn wir vom Land,
vom Bund und auch von der EU massiv unterstĂŒtzt werden“,
betont OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon. „Wir und alle
verantwortlichen HandlungstrĂ€ger mĂŒssen heute bereits die
Grundlagen fĂŒr 2030 und 2050 schaffen“, so Salomon weiter.

„Die neue Zielsetzung erfordert von uns zusĂ€tzliche
Anstrengungen, weitere Maßnahmen und auch weitere
Projekte. Um sie realisieren zu können, sollten zusÀtzliche
Ressourcen zur VerfĂŒgung gestellt werden“, so
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.
Die aktuelle Klimabilanz analysiert die
Treibhausgasemissionen und damit auch den
Energieverbrauch in Freiburg in den Jahren 2010 und 2011.
Vor sieben Jahren hatte der Gemeinderat das Klimaschutzziel
beschlossen, die CO2-Emissionen in Freiburg um 40 Prozent
bis 2030 gegenĂŒber dem Basisjahr 1992 zu reduzieren. Alle
zwei Jahre wird vom Umweltschutzamt eine Klimabilanz
vorgelegt. Die letzte Klimabilanz im Juli 2011 wies einen
RĂŒckgang der CO2-Emissionen bis 2009 um 17,1 Prozent
aus.

Die Bilanz fĂŒr 2010 und 2011 wurde, wie in den Vorjahren,
vom Ifeu-Institut aus Heidelberg ermittelt. In der letzten
Klimabilanz konnten die Zahlen vom Uniklinikum-
Heizkraftwerk nur geschÀtzt werden; diese wurden aktualisiert
und fĂŒr 2010 und 2011 liegen nun die tatsĂ€chlichen
Verbrauchsdaten vor.

2011 lagen die absoluten CO2-Emissionen mit rund 1,72 Mio.
Tonnen etwa auf dem Stand von 2009 und damit 17,0
Prozent unter dem Basisjahr 1992. FĂŒr das Jahr 2010 können
die CO2-Emissionen wegen noch offener Daten
Abgrenzungsprobleme beim Gasverbrauch der Badenova
derzeit nicht abschließend bewertet werden.
Die Pro-Kopf-Emissionen sind 2011 aufgrund des
Bevölkerungswachstums in Freiburg jedoch leicht gesunken.
Ausgehend von 10,7 Tonnen CO2 je Einwohner im Jahr 1992
lagen sie 2011 bei 8,1 Tonnen CO2 je Einwohner. Die CO2-Minderung
pro Kopf liegt damit 2011 bei 24,8 Prozent gegenĂŒber 24,3 Prozent im
Jahr 2009. Trotz des Wachstums der Stadt konnte damit ein
leichter RĂŒckgang der spezifischen CO2-Emissionen erreicht
werden.

Energie:
Der Gesamtverbrauch ist wieder leicht angestiegen. In der
Industrie stieg er weniger stark an als in Haushalten und im
Gewerbe. Die Ursachen fĂŒr die SprĂŒnge in der Energiebilanz
zwischen den Jahren 2009, 2010 und 2011 - zunÀchst starker
Anstieg, dann wieder RĂŒckgang - resultieren vor allem aus
den Gasverbrauchsdaten der Badenova, die derzeit nicht
vollstÀndig erklÀrt werden können.

Wird nur der Energiebereich betrachtet, sind die CO2-
Emissionen von 1992 bis 2011 um 19,3 Prozent
zurĂŒckgegangen und damit ĂŒberproportional im Vergleich
zum RĂŒckgang im Verkehr (dort 8 Prozent). Ursachen sind
vor allem eine gesteigerte Energieeffizienz, besonders im
Bereich der KWK, aber auch Energieeinsparungen. Auch
durch die Umstellung auf emissionsarme EnergietrÀger haben
sich die CO2-Emissionen beim Uniheizkraftwerk in den letzten
Jahren deutlich verringert. Seit 2012 wird dort keine Kohle
mehr verbrannt.

Die beiden Kraftwerke, Uniheizkraftwerk und
WĂ€rmeverbundkraftwerk (WVK) deckten 2011 zusammen 28
Prozent des Freiburger WĂ€rmebedarfs. Der Gutachter geht
davon aus, dass die Effizienz- und Einsparpotenziale in den
beiden Kraftwerken und den jeweiligen Netzen bei weitem
noch nicht ausgeschöpft sind. So sollte aus Sicht des
IFEU-Institutes ein Gesamtkonzept zur FernwÀrme in Freiburg
erarbeitet und umgesetzt werden, das unter anderem auch
die EinfĂŒhrung von FernwĂ€rme mit niedrigen Temperaturen
fördert.

Verkehr:
Die gesamten CO2-Emissionen des Verkehrs in Freiburg sind
in den letzten Jahren relativ konstant geblieben; bezogen auf
die wachsende Bevölkerung nahmen die Emissionen pro Kopf
ab. Diese Abnahme dĂŒrfte unter anderem auch auf diese
GrĂŒnde zurĂŒckzufĂŒhren sein: im Durchschnitt fahren
emissionsÀrmere Fahrzeuge, das Auto wird hÀufiger stehen
gelassen und umweltfreundliche Verkehrsmittel werden
verstÀrkt genutzt. Dies belegen die seit Jahren kontinuierlich
steigenden Fahrgastzahlen bei der VAG und dem RVF. Beim
Radverkehr ist dies ebenso zu vermuten, wenn auch wegen
Witterungsschwankungen schwer messbar.

Aus diesen GrĂŒnden werden derzeit in Freiburg verstĂ€rkt
umweltfreundliche Verkehrsmittel ausgebaut. Beim
Stadtbahnnetz ist die StadtbahnverlÀngerung ZÀhringen kurz
vor der Inbetriebnahme, die Stadtbahn Messe ist im Bau und
die Stadtbahn Rotteckring kurz vor Baubeginn. Auch die
Radinfrastruktur wird mit einem ehrgeizigen Ausbauprogramm
kontinuierlich erweitert.

Ausblick:
Die neueste Klimabilanz fĂŒr Freiburg zeigt, dass die absoluten
CO2-Emissionen in Freiburg seit 1992 insgesamt rĂŒcklĂ€ufig
sind. Allerdings konnte in den letzten beiden Jahren keine
wesentlichen Reduktionen fĂŒr die wachsende Gesamtstadt
verzeichnet werden. Lediglich die pro-Kopf-Emissionen
nehmen leicht ab.

Die Verwaltung will die stÀdtischen Klimaschutzziele
fortschreiben und schlÀgt deshalb dem Gemeinderat vor, die
Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 50
Prozent bis 2030 als aktuelles Klimaschutzziel fĂŒr Freiburg
sowie die KlimaneutralitĂ€t bis 2050 zu beschließen. Diese
neuen stÀdtischen Klimaschutzziele sind sehr ambitioniert.
Um diese Ziele, trotz der aktuellen Stagnation bei der
Reduktion der CO2-Emissionen, zu erreichen, bedarf eines
einerseits eines klaren kommunalpolitischen Willens und
andererseits der Intensivierung der konkreten stÀdtischen
Anstrengungen und Maßnahmen und der Erhöhung der
finanziellen Ressourcen.

Bereits laufende und geplante Projekte:
Unter dem Begriff „Maßnahmenplan Klimaschutz“ koordiniert
und steuert die Verwaltung die einzelnen laufenden Projekte.
Einige Beispiele: Förderprogramm „Energiebewusst
sanieren“, „Green Industry Park als grĂŒnes Industriegebiet,
Modellprojekt „Kraftwerk Wiehre“ und „Energiequartier
Haslach“ oder die Umsetzung des „Radkonzepts 2020“.
Einige geplante Projekte: Das neue Verwaltungszentrum an
der Fehrenbachallee als Netto-PlusenergiegebÀude, eine
FernwĂ€rmestrategie fĂŒr ganz Freiburg, das Energiekonzept
Gutleutmatten, der Stadtbahnneubau Messe und der Bau der
„Rad-Vorrang-Routen“.

Um diese hochgesteckten Ziele erreichen zu können, bedarf
es zusÀtzlicher Ressourcen. Die Verwaltung schlÀgt vor, dass
Mittel, die aus der Konzessionsabgabe von Badenova fĂŒr
zusĂ€tzliche Klimaschutzmaßnahmen durch stĂ€dtische Ämter
und Gesellschaften zur VerfĂŒgung gestellt werden, von 10
Prozent auf 20 Prozent erhöht werden.

Die stÀdtische Klimaschutz-Arbeit zeigt Erfolge, sie muss
jedoch weiter intensiviert und in den kommenden Jahren
durch zusĂ€tzliche Maßnahmen und Projekte ausgebaut
werden. Die Klimabilanz der folgenden Jahre fĂŒr Freiburg wird
auf das neue bundesweit einheitliche Berechnungssystem
umgestellt. FrĂŒhere Ergebnisse werden entsprechend
angepasst und sollen zukĂŒnftig mit anderen StĂ€dten
vergleichbar sein.

FĂŒr eine nachhaltige Breitenwirkung mĂŒssen jedoch
zusÀtzlich auf Landes- und Bundes- sowie EU-Ebene die
klimapolitischen Weichen ebenfalls richtig gestellt werden.
Diese UnterstĂŒtzung der kommunalen Anstrengungen ist
zwingend erforderlich, kommunale Vorhaben und
BemĂŒhungen alleine reichen nicht fĂŒr einen nachhaltigen
Erfolg im Klimaschutz aus.
 
 



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