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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Besançonallee: Rad- und Gehwege werden saniert
Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) saniert ab Donnerstag, 20. Februar, die Rad- und Gehwege an der Besançonallee zwischen der BesançonbrĂŒcke und der Opfinger Straße auf beiden Seiten. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Anfang April dauern.
Starke Wurzelanhebungen im Asphalt machen die Sanierung der Wege erforderlich. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 90.000 Euro.
WĂ€hrend der Arbeiten mĂŒssen abschnittsweise die jeweiligen Rad- und Gehwegabschnitte voll gesperrt werden. Der Rad- und FußgĂ€ngerverkehr wird dann auf den jeweils gegenĂŒberliegenden Rad- und Gehweg umgeleitet.
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VorfrĂŒhlingsfreude bei FrĂŒhlingsforscherInnen
Die Erle macht den Auftakt fĂŒr den bundesweiten Kinderwettbewerb "Erlebter FrĂŒhling" der Naturschutzjugend (NAJU)

„Hatschi!“ - auch so könnte der Startschuss des diesjĂ€hrigen Kinderwettbewerbs „Erlebter FrĂŒhling“ klingen. Denn wenn die Erle blĂŒht, beginnt der VorfrĂŒhling und fĂŒr viele AllergikerInnen die Zeit trĂ€nender Augen und juckender Nasen. FĂŒr Kinder hingegen heißt es jetzt: Raus aus dem Haus und rein in die Natur!

Die NAJU lĂ€dt alle Kinder bis zwölf Jahre ein, am Wettbewerb teilzunehmen und die diesjĂ€hrigen FrĂŒhlingsboten, den Apfelbaum, den Igel, die Honigbiene und den GrĂŒnspecht, zu suchen und zu erforschen. Denn was des einen Leid, ist des anderen Freud: So bezieht der GrĂŒnspecht als Vogel des Jahres 2014 gerne kleine Höhlen im Stamm der Erle.

„Der 'Erlebte FrĂŒhling' ist nix fĂŒr Stubenhocker“, weiß Guido Hammesfahr, bekannt als Schauspieler aus der ZDF-Kinderserie „Löwenzahn“ und Schirmherr des Wettbewerbs. Ist das ein Igel, der da im Unterholz raschelt? StĂ€rkt sich dort schon eine Honigbiene am BlĂŒtennektar? Und ist das nicht der lachende Gesang des GrĂŒnspechts, der da durch den lichten Wald schallt? „Der Wettbewerb ermöglicht ErzieherInnen und LehrerInnen den Unterricht aus dem Klassenraum in die Natur zu verlagern. Aber auch Kindergartenkinder und Kinder mit ihren Familien rufen wir auf, die Tiere und Pflanzen vor ihrer eigenen HaustĂŒr kennen zu lernen“, erklĂ€rt Norina Möller, Bundesjugendsprecherin der NAJU.

Die Beobachtungen, Erlebnisse und Erkenntnisse ihrer Forschungsreise durch den FrĂŒhling können die Kinder als Zeichnungen, Geschichten, ForschertagebĂŒcher, gebastelte und multimediale WettbewerbsbeitrĂ€ge bis zum 13. Juni 2014 bei der NAJU-BundesgeschĂ€ftsstelle einreichen. Mit ExperimentierkĂ€sten, prall gefĂŒllten ForscherrucksĂ€cken und vielen anderen tollen Preisen werden die eifrigsten ForscherInnen fĂŒr ihr Engagement belohnt.

FĂŒr LehrerInnen, ErzieherInnen, Eltern und Gruppenleitungen bietet die NAJU pĂ€dagogische Begleitmaterialien zum Wettbewerb an. Diese umfassen jeweils ein Aktionsheft mit Forscher- und Aktionstipps zu jedem der vier FrĂŒhlingsboten, Steckbriefkarten, ein Poster mit Aufkleber sowie einen FrĂŒhlingsausweis fĂŒr die Hosentasche.

Das Paket kann gegen eine GebĂŒhr von acht Euro bei der NAJU, CharitĂ©straße 3, 10117 Berlin oder online bestellt werden. Ein Bestellformular sowie weitere Informationen zum Wettbewerb und Materialien zum Download gibt es unter www.Erlebter-Fruehling.de.


Hintergrund: Kinderwettbewerb „Erlebter FrĂŒhling“

Der „Erlebte FrĂŒhling“ ist das Markenzeichen der NAJU und zugleich Deutschlands Ă€ltester Kinderwettbewerb im Umweltbereich. Seit 1984 nehmen jedes Jahr Tausende kleiner NaturforscherInnen mit phantasievollen BeitrĂ€gen an dem Wettbewerb teil und lernen so Pflanzen und Tiere vor ihrer eigenen HaustĂŒr kennen.

Der FrĂŒhlingsspruch in diesem Jahr lautet: „Welch ein BlĂŒtentraum!“, summt die Biene im Apfelbaum. „Hier lebt es sich wahrlich nicht schlecht“, flĂŒstern Igel und GrĂŒnspecht.

Hintergrund: Die Naturschutzjugend (NAJU) im NABU

Die NAJU ist die Jugendorganisation des NABU. Mit ĂŒber 75.000 Mitgliedern ist die NAJU deutschlandweit der grĂ¶ĂŸte Kinder- und Jugendverband im Natur- und Umweltschutz. In ĂŒber 1000 Gruppen vor Ort setzen sich Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre fĂŒr den Natur- und Umweltschutz ein. Weitere Informationen unter www.NAJU.de.
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Freiburger Appell zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
Es ist möglich, den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent voranzutreiben und gleichzeitig die EEG-Umlage noch in diesem Jahr um ein Drittel zu senken. FĂŒr solch eine sinnvolle Reform des EEG und eine Reform des Stromhandels setzen wir uns ein. Wir appellieren an die Verantwortlichen in der Regierung, im Bundestag und im Bundesrat, das EEG im Sinne unserer VorschlĂ€ge weiterzuentwickeln.

Die Novellierung des EEG fĂŒhrt in der Form, wie sie die Große Koalition derzeit vorsieht, immer weiter in die Sackgasse (Koalitionsvertrag, Eckpunktepapier Gabriel, Gesetzentwurf EEG 2014). Viele zukunftsfĂ€hige ArbeitsplĂ€tze sind durch die RegierungsplĂ€ne bedroht; zehntausende wurden durch die drastische Verschlechterung der Rahmenbedingungen fĂŒr die Photovoltaik-Stromerzeugung bereits vernichtet. Zudem können die Ausbauziele der Energiewende nicht erreicht werden und der Klimaschutz als wichtigstes politisches Ziel gerĂ€t vollkommen ins Abseits!

Um die EEG-Umlage zu senken und um die Förderkosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und ihren Nutzen gerechter zu verteilen, schlagen wir folgende Änderungen des EEG vor: Die derzeitige gesetzliche Zwangsvermarktung von EEG-Strom zu Niedrigstpreisen am Spotmarkt der Strombörse wird abgeschafft. Stattdessen wird der EEG-Strom zeitgleich den StromhĂ€ndlern zugewiesen. Die Bewertung des Stroms erfolgt zum höheren Terminmarkt-Preis (neues Strommarktdesign). Damit steigen die Erlöse fĂŒr EEG-Strom stark an und die EEG-Umlage wird deutlich gesenkt. Zugleich kann so auch die von der EU angegriffene ĂŒbermĂ€ĂŸige Befreiung der stromintensiven Industrie und anderer Strombezieher von der EEG-Umlage entfallen. Mit diesen zwei Maßnahmen kann die EEG-Umlage noch in diesem Jahr um rund ein Drittel sinken, also um ĂŒber 2 Cent pro Kilowattstunde.

Die PlĂ€ne der Bundesregierung zum EEG sehen dagegen mehrere Punkte vor, die aus unserer Sicht eine erfolgreiche FortfĂŒhrung der Energiewende verhindern und die im Falle der Umsetzung unserer obigen VorschlĂ€ge ĂŒberflĂŒssig sind.

Im Einzelnen lehnen wir ab:

Zubau-Korridore und Deckelungen der Photovoltaik- und Windstromeinspeisung,
eine EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch aus erneuerbaren Energien und hocheffizienten KraftwÀrmekopplungsanlagen (KWK),
die Abschaffung des kostengĂŒnstigen GrĂŒnstromhĂ€ndlerprivilegs
und Ausschreibungsmodelle, die eine EinschrÀnkung der Teilnahme
von kleinen und mittleren Akteuren bewirken.

Diese PlĂ€ne der Bundesregierung machen Investitionen in Strom aus erneuerbaren Energien und in KWK außer bei Kleinstanlagen weitgehend unwirtschaftlich. Auch be- und verhindern sie bĂŒrgerschaftliches Engagement bei der Energiewende. Ein weiterer Anstieg der EEG-Umlage wĂŒrde mit den Maßnahmen der Bundesregierung dagegen kaum vermieden, geschweige denn umgekehrt.
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NABU: Gutachten offenbart VerstĂ¶ĂŸe bei Genehmigung von Offshore-Windparks
Miller: SĂŒndenfall Butendiek belastet die ganze Branche

Nach einem vom NABU veröffentlichten Rechtsgutachten gab es grobe VerstĂ¶ĂŸe bei der Genehmigung mehrerer Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee. Vorgaben europĂ€ischer Umweltgesetze blieben unberĂŒcksichtigt, kritische Stellungnahmen der Naturschutzbehörden wurden ignoriert und bestehende WissenslĂŒcken stets pro Windparkbau interpretiert. Der Park „Butendiek“ westlich von Sylt fĂ€llt dabei besonders negativ auf: Das Baugebiet liegt inmitten zweier Schutzgebiete fĂŒr Schweinswale und Seevögel. „Der Streit um Butendiek belastet die gesamte Entwicklung der Offshore-Windkraft. Es ist der SĂŒndenfall in einer unzureichenden Gesamtstrategie fĂŒr Windenergie vom Meer“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Rechtsexperten des Instituts fĂŒr Naturschutz und Naturschutzrecht TĂŒbingen hatten sich im Auftrag des NABU am Beispiel der vier genehmigten Parks „Butendiek, „Dan Tysk“, „Amrumbank West“ und „Borkum Riffgrund II“ mit der Verwaltungspraxis des Bundesamtes fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auseinandergesetzt. Alle Genehmigungsbescheide weisen danach eklatante VersĂ€umnisse in Bezug auf geltendes Naturschutzrecht auf und hĂ€tten in der vorliegenden Form nicht erteilt werden dĂŒrfen. Fehlende wissenschaftliche Untersuchungen fĂŒhrten stets dazu, dass BeeintrĂ€chtigungen der Schutzgebietsziele und die GefĂ€hrdung und Störung streng geschĂŒtzter Arten ausgeschlossen wurden. Nach Meinung der Juristen steht das im Widerspruch zur EU-Vogelschutzrichtlinie und Fauna-FloraHabitat (FFH)Richtlinie.

„Butendiek“ gehörte zu den ersten Projekten, die in der deutschen Nordsee entwickelt wurden. Schon 2002 wollte der NABU den Bau des Parks verhindern, scheiterte aber, da das damalige Bundesnaturschutzgesetz die Klagemöglichkeiten von UmweltverbĂ€nden in der Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) nicht zuließ. Das hat sich heute geĂ€ndert. „Der Park liegt im wichtigsten Lebensraum fĂŒr Schweinswale in der sĂŒdlichen Nordsee, dem FFH-Gebiet „Sylter Außenriff“. Hier werden im spĂ€ten FrĂŒhjahr die KĂ€lber geboren und verbringen ihre ersten Lebensmonate. Jetzt sollen dort Fundamente errichtet werden, deren Rammung so laut ist, dass Schweinswale ihr Gehör verlieren können und von dort vertrieben werden, “ so NABU-Meeresexperte Kim Detloff. Aber nicht nur Schweinswale sind bedroht. Auch fĂŒr die seltenen Stern- und Prachttaucher ist das Gebiet ein wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet. Sie sind sehr störanfĂ€llig, meiden Windparks großrĂ€umig und verlieren dauerhaft ihren Lebensraum, mitten im EU-Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“. Das ist fĂŒr den NABU nicht nur unzumutbar, sondern ein klarer Bruch des EU-Umweltrechts. „Das Rechtsgutachten verpflichtet uns zum Handeln. Wenn solche gravierende SchĂ€den an unserer Natur billigend in Kauf genommen werden, bleibt uns nur der Klageweg“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller.

Der NABU setzt sich fĂŒr eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Stromsektor ein und hĂ€lt in diesem Rahmen auch einen naturvertrĂ€glichen Ausbau der Offshore-Windkraft fĂŒr erforderlich. „Wir begrĂŒĂŸen, dass die Bundesregierung die geplanten KapazitĂ€ten fĂŒr WindrĂ€der auf dem Meer auf 6,5 Gigawatt Leistung bis 2020 reduziert hat. Doch schon jetzt sind allein in der Nordsee 28 Parks mit fast zehn Gigawatt genehmigt. Daher sollte jetzt die Chance genutzt werden, kritische Projekte auf den PrĂŒfstand zu stellen und ein rĂ€umliches Gesamtkonzept fĂŒr den weiteren Ausbau zu entwickeln“, forderte Miller.
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Aktuelle Umfrage: weniger Fleisch fĂŒr mehr Umweltschutz
Wie Verbraucher Umweltprobleme durch Lebensmittel bewerten

Um die Umwelt zu schonen, befĂŒrworten Verbraucherinnen und Verbraucher weniger Fleischkonsum: Drei von vier (73 Prozent) halten es fĂŒr sinnvoll, freiwillig weniger Fleisch zu essen. Verordneter Fleischverzicht kommt hingegen nicht gut an: Nur knapp die HĂ€lfte (46 Prozent) spricht sich fĂŒr fleischfreie Tage oder ein reduziertes Fleischangebot in Kantinen aus. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) anlĂ€sslich der Internationalen GrĂŒnen Woche (IGW). Befragt wurden Verbraucherinnen und Verbraucher nach ihrer Sicht auf Umweltprobleme im Lebensmittelbereich und Lösungsmöglichkeiten.

Die Umfrage thematisierte vier Handlungsfelder, die der vzbv und das Umweltbundesamt (UBA) zum Auftakt der IGW als besonders drĂ€ngend vorgestellt hatten: Neben der hohen Fleischproduktion und dem hohen Fleischkonsum sind das StickstoffĂŒberschĂŒsse in der Landwirtschaft, ein langsamer Ausbau des Ökolandbaus und vermeidbare LebensmittelabfĂ€lle. Den grĂ¶ĂŸten Handlungsbedarf sehen die befragten Verbraucher mit 88 Prozent beim Problem der LebensmittelabfĂ€lle. Drei Viertel (74 Prozent) meinen, dass mehr getan werden mĂŒsse, um die StickstoffeintrĂ€ge aus der Landwirtschaft zu reduzieren.

„Wenn die Umwelt durch die Produktion und den Verbrauch von Lebensmitteln Schaden nimmt, kann sich das langfristig auf die Preise und das Angebot auswirken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben sehr klare Vorstellungen, wie sich gegensteuern lĂ€sst und wer handeln muss“, sagt Holger Krawinkel, Leiter des GeschĂ€ftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv.
Wenig Vertrauen in Industrie und Handel

Sehr großen oder großen Einfluss auf das Thema Umweltschutz bei Lebensmitteln sprechen die Befragten der Lebensmittelindustrie (79 Prozent) und dem Lebensmittelhandel (72 Prozent) zu. Zweifel, dass diese Akteure den Einfluss auch nutzen, sind allerdings groß: Nur 14 Prozent der Verbraucher vertrauen darauf, dass die Industrie die Umweltbelastung gering hĂ€lt. Mit Blick auf den Handel sind es 15 Prozent.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sehen auch sich selbst in der Verantwortung. Eine Mehrheit von 73 Prozent meint, selbst großen Einfluss auf umweltfreundlichere Lebensmittel zu haben. Viele Verbraucher benennen allerdings HĂŒrden: So fĂ€llt es 94 Prozent der Befragten meist schwer zu erkennen, wie umweltfreundlich Lebensmittel sind. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) sagen, umweltfreundliche Lebensmittel seien zu teuer. Ebenso vielen Befragten fehlt im Alltag oft die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.

Um solche HĂŒrden fĂŒr Verbraucher abzubauen, halten zum Beispiel 78 Prozent der Befragten bei Fleisch staatlich geprĂŒfte GĂŒtesiegel fĂŒr sinnvoll. Auch vzbv und UBA sprechen sich fĂŒr eine gesetzlich verbindliche Kennzeichnung von Produkten aus tiergerechter Haltung aus. „FĂŒr einen bewussten Einkauf, mĂŒssen Verbraucherinnen und Verbraucher klar erkennen können, unter welchen Bedingungen Tiere gehalten wurden“, sagt Krawinkel.

Wichtig sind Verbrauchern zudem Information und AufklĂ€rung: So befĂŒrworten neun von zehn Befragten (92 Prozent) die Förderung von Bildungsmaßnahmen, um LebensmittelabfĂ€lle im Haushalt zu vermeiden. Bei diesem Thema kann aus Sicht des vzbv auch der Handel viel machen. Holger Krawinkel: „Der Handel muss seine Anforderungen an Aussehen, Form und GrĂ¶ĂŸe von Produkten prĂŒfen. Unnötig hohe QualitĂ€tsansprĂŒche oder Abverkaufsziele dĂŒrfen das Abfallproblem nicht verschĂ€rfen.“

SchÀrfere gesetzliche Regelungen

Politik und Landwirtschaft sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem bei den Themen Fleischproduktion, StickstoffĂŒberschĂŒsse und Ökolandbau in der Pflicht. FĂŒr sinnvoll halten sie unter anderem verschĂ€rfte gesetzliche Regelungen und Kontrollen bei der Tierhaltung (91 Prozent), verschĂ€rfte gesetzliche Grenzwerte fĂŒr umweltschĂ€dliche Stickstoffverbindungen in GewĂ€ssern und in der Luft (90 Prozent) sowie eine bessere gesetzliche Förderung des Ökolandbaus in Deutschland (82 Prozent).
 
 

Buchtipp: Masanobu Fukuoka
Masanobu Fukuoka / Foto: pala Verlag
 
Buchtipp: Masanobu Fukuoka "Der Große Weg hat kein Tor"
»Solange sich die Menschen der Natur verschließen, kann es weder natĂŒrliche Landwirtschaft noch natĂŒrliche Nahrung geben.« Masanobu Fukuoka

»Read this!«
Dieser Empfehlung des Autors Tom Hodgkinson im britischen »The Idler Magazine« können wir uns nur anschließen.
Vor 30 Jahren erschien »Der Große Weg hat kein Tor« als eines der ersten BĂŒcher des pala-verlags. Es wurde wegweisend nicht nur fĂŒr das Verlagsprogramm, sondern auch fĂŒr weite Teile der alternativen ErnĂ€hrungsbewegung und fĂŒr die Ökolandwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Der japanische Bauer und Philosoph Masanobu Fukuoka verfasste mit »Der Große Weg hat kein Tor« ein Buch, das gerade deshalb so bedeutend ist, weil es nicht nur von Landwirtschaft handelt.
Wir freuen uns, dieses Buch, das mittlerweile in rund 30 Sprachen erschienen ist, jetzt komplett ĂŒberarbeitet wieder anbieten zu können.
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NABU: Sotschi ist von „GrĂŒner Olympiade“ weit entfernt
Tennhardt: IOC vernachlÀssigt eigene Umweltstandards

Berlin – Zum Start der Olympischen Winterspiele in Sotschi am heutigen Freitag kritisiert der NABU die mangelhafte Überwachung der Umweltstandards durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). Bereits im Jahr 2006 hatte sich das IOC selbst verpflichtet, bei der Auswahl der Olympia-Orte auch Natur- und Umweltschutzaspekte zu berĂŒcksichtigen. „Die russische Regierung und das IOC hatten versprochen, Sotschi als ,grĂŒne Olympiade‘ zu planen. Doch die olympische Infrastruktur richtete viel Schaden in der umliegenden Natur an“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. Der IOC hatte die MĂ€ngel des Olympiaaustragungsortes zwar erkannt und Umweltstandards festgelegt, aber kaum ĂŒberprĂŒft, inwieweit sie in Russland umgesetzt wurden. „Die russische Regierung muss nun unbedingt Maßnahmen zur Kompensation der Umweltzerstörung ergreifen und beispielsweise WĂ€lder wieder aufforsten“, forderte Tennhardt.

Der NABU hatte bereits im Jahr 2007 davor gewarnt, dass eine Veranstaltung dieser GrĂ¶ĂŸe im Großraum Sotschi ökologische Probleme nach sich ziehen wĂŒrde und an das IOC appelliert, die Winterspiele nicht dort auszutragen. „Der Westkaukasus ist eines der bedeutendsten BiodiversitĂ€tszentren der Erde und Lebensraum der letzten Bergwisente Europas“, sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU Kaukasusprogramms, der selbst aus dem Gebiet Krasnodar stammt. „Die Olympiade richtete zwar bislang nicht wie befĂŒrchtet SchĂ€den im benachbarten UNESCO-Weltnaturerbegebiet Westkaukasus an, aber der Sotschier Nationalpark und die Imeretinskaya-Tiefebene sind von den Vorbereitungen stark gezeichnet“, so Kovalev weiter.

Die mangelhafte Überwachung durch das IOC zeigt sich beispielhaft anhand der MĂŒlldeponien, die zum Teil in NationalparknĂ€he errichtet wurden. „Zwar existiert ein aufwendig ausgearbeitetes Abfallvermeidungs- und Entsorgungskonzept, doch wurde bisher kaum etwas davon umgesetzt“, bemĂ€ngelte Kovalev. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Baumaßnahmen: Seit 2008 entstanden Sportkomplexe in Adler an der KĂŒste und im 40 Kilometer entfernten Krasnaja Poljana/Esto Sadok im Landesinneren an der Grenze zum Weltnaturerbegebiet Westkaukasus und seinen Gebirgsmassiven. Die neu errichtete Straße und parallel verlaufende Eisenbahn, die beide Wettbewerbsorte verbindet, verlĂ€uft durch das Tal entlang des Flusses Mzymta, der Trinkwasserlieferant fĂŒr die Bevölkerung Sotschis ist und direkt ins Schwarze Meer mĂŒndet. Die Errichtung der Verkehrswege ging zu Lasten des Mzymta und der umliegenden WĂ€lder. Die Begradigung und Verschmutzung des Flusses sowie die Abholzung von LaubwĂ€ldern zwischen Adler und Krasnaja Poljana hinterlassen eine sichtbare Spur in der Landschaft des Großraumes Sotschi.

Auch wenn das gesamte Ausmaß ökologischer SchĂ€den bislang nicht bekannt ist: „Sicher ist, dass Sotschi keine grĂŒne Olympiade erleben wird. Sotschi ist ein Beispiel der Superlative und der Beweis, dass die derzeitigen Umweltstandards und die Vorgehensweise des IOC bislang unzureichend sind“, so Kovalev weiter.
 
 

 
Ethisch-ökologische Geldanlagen
Ethik ist fĂŒr Anleger wichtiger als Ökologie

Ethische Aspekte sind Verbrauchern bei ethisch-ökologischen Geldanlagen wichtiger als ökologische. Ansonsten haben sie aber sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was ihnen bei dieser Form der Geldanlage wichtig ist. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei 1014 Personen, die darĂŒber entschieden, wie in ihrem Haushalt finanzielle Angelegenheiten geregelt werden. In Auftrag gaben die Umfrage die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Bremen, die das Projekt „Klimafreundliche Geldanlage“ durchfĂŒhrt.

Vor die Wahl gestellt, hielt die HĂ€lfte der Befragten ethische Aspekte fĂŒr das wichtigste Kriterium, der Umwelt gaben nur ein gutes Viertel den Vorzug, der Rest mochte sich nicht entscheiden. Am wenigsten akzeptabel fanden die Befragten Investments, die mit Waffen und Kinderarbeit zu tun haben. Aber auch klassische Laster wie GlĂŒcksspiel, Pornografie, Alkohol und Tabak stießen auf wenig Gegenliebe, ebenso wie Atomkraft, industrielle Tierhaltung und Gentechnik in der Landwirtschaft. Auch die Finanzdienstleister schafften es noch vor Erdöl und Chemie in die Top Ten der Branche, in die kein Geld aus ethisch-ökologischer Geldanlage fließen soll.

ArmutsbekĂ€mpfung wĂ€hlten die Befragten am hĂ€ufigsten bei der Frage, in welche Bereiche auf alle FĂ€lle Geld fließen soll. Auf die PlĂ€tze dahinter setzten sie KrankenhĂ€user, Pflegeeinrichtungen und Bildung. Ökologische Themen folgen ab Rang vier mit erneuerbaren Energien, ökologischer Landwirtschaft und nachhaltiger Forstwirtschaft.

Fast die HĂ€lfte sprach sich fĂŒr die Vorgabe aus, die hinsichtlich ethischer und ökologischer Aspekte vorbildlichsten Unternehmen einer Branche zu berĂŒcksichtigen. Nur ein Drittel befĂŒrwortet einen strengeren Ansatz, der Investments aus umstrittenen Bereichen generell ausschließt.

AusfĂŒhrlich sind die Umfrageergebnisse unter www.test.de/umfrage-ethisch abrufbar.
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