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Verschiedenes

 
18. Serie mit VortrĂ€gen und FĂŒhrungen vom 26. April bis 11. Juli
Samstags-Forum Regio Freiburg: EnergieWende-, Klima- und Umweltschutz-Pioniere und Vorbilder

Mit dem Motto „Green City und Öko-Region. Pioniere und Vorbilder: verstehen – erleben – mitmachen“ startet der gemeinnĂŒtzige Freiburger Verein ECOtrinova am Samstag, 26. April 2014, mit VortrĂ€gen und FĂŒhrungen die 18. Gemeinschafts-Veranstaltungsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg zur Energiewende und zum Klimaschutz. Die neue Reihe lĂ€uft bis zum 11. Juli. Partner sind das Agenda21-BĂŒro und KlimabĂŒndnis Freiburg, das Umweltreferat des Asta an der UniversitĂ€t, die Energieagentur Regie Freiburg, Fesa e.V., Innovation Academy e.V., die Initiative Schutz vor Elektrosmog SĂŒdbaden e.V. sowie weitere Vereine und Einrichtungen. Schirmherrin ist seit 2006 die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

„Beim Samstags-Forum Regio Freiburg erleben die Teilnehmer fĂŒhrende Fachleute und Pioniere im Hörsaal und vor Ort mit Vorbildprojekten. Es geht bei der neuen Serie vom 26. April bis zum 11. Juli an sechs Samstagen und einem Freitag um Energieeinsparung, intelligente Energienutzung, erneuerbare Energien und BĂŒrgerenergie, Elektrosmog und Verbraucherschutz, das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen, regionale Bioware und um die Folgen und die Vermeidung Atomkatastrophen von Japan bis Fessenheim. Ziel ist, Wissen und Werte zu vermitteln fĂŒr den zukunftsfĂ€higen Umbau von Haus, Stadt und Land“, erlĂ€uterte der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser, seit 2006 Koordinator und wissenschaftlicher Leiter des Forums.

Der Eintritt ist frei. VortrĂ€ge finden statt im KollegiengebĂ€ude 1 der UniversitĂ€t, Stadtmitte, Platz der UniversitĂ€t in Freiburg i.Br.. Zu den FĂŒhrungen ist jeweils Anmeldung erbeten an ecotrinova@web.de oder telefonisch an den Treffpunkt Freiburg 0761-2168730. Treffpunkt, Ort und Anfahrt zu FĂŒhrungen werden den Angemeldeten mitgeteilt.

Das Programmfaltblatt mit den Vortragenden und Details zu den FĂŒhrungen ist ab Mitte April bei www.ecotrinova.de im Internet verfĂŒgbar sowie als Faltblatt u.a. im Alten Rathaus in der Infotheke und im Umweltschutzamt in der Talstr. 4.

Das ĂŒberwiegend ehrenamtlich durchgefĂŒhrte Samstags-Forum ist einzigartig in seiner Zusammenarbeit von Vereinen der BĂŒrgerschaft mit Studierenden und erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, zuletzt fĂŒr 2014 die Anerkennung als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung, 2011 den 1. Preis Umweltschutz der Stadt Freiburg. Förderer sind derzeit der Stiftungsfonds ECO-Stiftung bei der GLS-Treuhand und das Agenda21-BĂŒro der Stadt Freiburg. Die UniversitĂ€t Freiburg stellt freundlicherweise die RĂ€umlichkeiten.

Die Termine und Themen und des Samstags Forums Regio Freiburg
im FrĂŒhjahr 2014 als Übersicht sind:

26. April 10:15
3 Jahre Fukushima – 28 Jahre Tschernobyl – 40 Jahre kein AKW in Wyhl - Fessenheim?

Atomreaktor-Katastrophen Fukushima, Tschernobyl und die Folgen –
„Was war in Wyhl 1974 ? “ . Energiewende aktuell in Deutschland und in Japan.
Dr. Georg Löser, Vorsitzender ECOtrinova e.V. Freiburg

Atomkraftwerk Fessenheim. Störfallserien, NachrĂŒstungen, im Katastrophenfall hilflos.
Klaus Schramm, Journalist, Lahr, Antiatomgruppe Freiburg

FĂŒhrungen in Kirchzarten
13:00 Mini-BHKW im Einsatz - Strom erzeugende Heizung mit Pflanzenöl.
14:15 Neubau-Wasserkraftwerk Osterbach.

10. Mai 10:15 anl. bundesweiter Woche der Sonne

Klimaschutz - was wollen die BĂŒrger der Region wirklich?
Wie hilft der aktuelle Energiewende-Index der Region Freiburg?
Robin Grey, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klimapartner Oberrhein, Freiburg

Der solare Eigenstrom vom HĂ€usle-Dach, die Mehrwertsteuer und das neue EEG.
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg

Eigenstrom gemeinsam wirtschaftlich attraktiv:
Mit Solarstrom und Strom erzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) dem neuen EEG trotzen.
Christian Meyer, Dipl.-Ing. Energy-Consulting-Meyer Umkirch

FĂŒhrungen SolarRegion Kaiserstuhl

13:45 – 14:30 Vorbildliches Passiv- und Solarhaus in Breisach, Station der Sonnen-Energie-Wege.

14:50 – 15:45 Solarpark Vogtsburg/Kaiserstuhl – grĂ¶ĂŸte Photovoltaik-Anlage Baden-WĂŒrttembergs -
8000 kW-Solarstromanlage der BĂŒrgerenergiegenossenschaft Solarpark Vogtsburg eG.

17. Mai 2014 10:15 EnergieWende-LeuchttĂŒrme

Klimaschutz und Energieeffizienz im Industriegebiet Freiburg Nord - Vorteile fĂŒr Industrie und Gewerbe.
Damian Wagner, M.Sc., Projektleiter Green Industry Park, badenova AG Ökologie- und Innovationsmanagement

Strom selber machen - EigentĂŒmer, Mieter, WEGs – 4 Beispiele in MehrfamilienhĂ€usern.
Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW) fĂŒr die Heizungs-Erneuerung
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender

Mini-BHKW & Solarstrom – mit Batterie-Speicherung.
Joachim Kreuz, Bad- und Heizung Kreuz GmbH, Schallstadt

FĂŒhrung: 13:30 Mini-BHKW mit Eigenstrom-Gemeinschaft

24. Mai 10:15 Ökostrom zu Hause

„Guerilla-Photovoltaik“ - Balkonkraftwerke und Strom erzeugende Heizungen fĂŒr alle?
Zur Neufassung des EEG und zur Energiewende zu Hause
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, Freiburg

Wohin mit dem Solarstrom vom Dach? Selbst nutzen, einspeisen oder speichern? Eigenstrom ĂŒber Managementsysteme und Speicher optimal nutzen.
RenĂ© Komann, Produktmanager Photovoltaik, Alexander BĂŒrkle GmbH & Co KG, Freiburg i.Br.

FĂŒhrung: 13 Uhr Mini-BHKW mit Eigenstrom-Gemeinschaft

31. Mai 10:15 Transatlantisches Freihandels- & Investitions-Abkommen

Gentechnik-Pflanzen, Klon-Hormonfleisch, ChlorhÀhn­chen & Co:
Kommen Umwelt, Gesundheit, Verbraucher, Soziales, Kultur & Rechtsstaat unter die RĂ€der?
RĂŒdiger Stegemann, Volkswirt, BUND Kandertal, SEEDS ACTION NETWORK SAN

FĂŒhrung: 13:00 Eichstetten/Kaiserstuhl
Rinklin-Naturkost GmbH. Vom Bioland-GrĂŒnder zum Naturkostmarkt & Großhandel regionaler Bioware. FĂŒhrung, Aussprache kleiner Imbiß. Mit Harald Rinklin

28. Juni 10:15
Elektrosmog- was ist das? Mobilfunk – ist unsere Gesundheit gefĂ€hrdet? Tipps zum Schutz.
Dr. Dorothea von der Ruhr, Baubiologie & Umweltchemie FR

FĂŒhrung: 12 Uhr Elektrosmog-Messungen in Freiburg-Stadtmitte.

11. Juli Freitag 18:00 bis 22:15
AULA der UniversitĂ€t, anl. Nachhaltigkeits-Tage 2014 Baden-WĂŒrttemberg
u.a. mit Agenda21-BĂŒro Freiburg, Studium generale UniversitĂ€t

18:00 und 21:30 Vereine & Gruppen informieren
18:45 Grußwort: BĂŒrgermeister, Stadt Freiburg i.Br.

Fessenheim - ultimative Atomkatastrophe in Mitteleuropa oder Freiburg als heimliche Umwelt- und Kulturhauptstadt?
Mit Lesung aus der Novelle „Fessenheim“.
JĂŒrgen Lodemann, Freiburg, Schriftsteller, vormals Literaturchef SWR Fernsehen Baden-Baden

BĂŒrger-Energie - ökologisch-soziale EnergieWende
Ursula Sladek, Deutscher Umweltpreis 2013 (DBU), Vorstand Netzkauf EWS eG, Schönau

Podiums- und Publikumsdiskussion:
Nachhaltige EnergieWende und Klimaschutz – was tun?
mit Ursula Sladek, Prof. JĂŒrgen Lodemann u.a.
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Bundesregierung verfehlt mit EEG-Neufassung die gerechte Verteilung
...von Nutzen und Finanzierungskosten beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Nutzen und die Finanzierungskosten des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mĂŒssen endlich wieder gerecht verteilt werden. Solange die Bundesregierung die beiden seit 2009/2010 ins Gesetz fĂŒr den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) absichtlich eingebauten Hauptfehler nicht korrigiert, kann eine sinnvolle Neufassung des EEG wie mit dem fĂŒr heute erwarteten Kabinettsbeschluss nicht stattfinden. Solange der Strom aus erneuerbaren Energien per EEG seit 2010 zwangsweise auf dem Kurzzeitmarkt (Spotmarkt) der Strombörse zu Tiefstpreisen, teils sogar unter Null, verschleudert werden muss, sind die Einnahmen fĂŒrs EEG-Konto viel zu niedrig und die Umlage EEG-Umlage bleibt hoch oder steigt weiter, so Dr. Georg Löser, ehrenamtlicher Vorsitzender des gemeinnĂŒtzigen Freiburger Umwelt-Fachvereins ECOtrinova e.V.

Auch das Ausmaß der Befreiungen energieintensiver Industrie von der EEG-Umlage sei weit ĂŒbertrieben, weil Strom aus erneuerbaren Energien, der bei Wind- und Solarkraft keine Brennstoffkosten aufweist, die Börsenstrompreise seit 2010 stark gesenkt hat. Dagegen sind vollstĂ€ndige Beifreiungen von der EEG-Umlage fĂŒr selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom (Eigenstrom) aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter KraftwĂ€rmekopplung mit Gasen anders als von der Bundesregierung beabsichtigt, auch fĂŒr Neuanlagen voll gerechtfertigt. Denn solcher Strom gehört nicht zu den Verursachern von Umwelt- und sozialen Kosten und sollte gemĂ€ĂŸ Verursacherprinzip des EU-Vertrags nicht belastet werden.
Die Nutzen der erneuerbaren Energien ĂŒberwiegen volkswirtschaftlich durch Umweltentlastung, Klimaschutz, weniger Energieimporte, mehr ArbeitsplĂ€tze und Wertschöpfung im Inland sowie BeitrĂ€ge zum Atomenergieausstieg.

„Und wenn die Bundesregierung wirklich eine Senkung der Strompreise fĂŒr die Haushalte und kleinverbrauchendes Gewerbe wolle, hĂ€tte sie lĂ€ngst die Mehrwertsteuer auf die Stromsteuer (rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde) und die auf die EEG-Umlage (rund 1,2 Cent pro Kilowattstunde) streichen oder verringern können“, so Löser.

ECOtrinova e.V., eine Arbeitsgemeinschaft Freiburger Umweltinstitute und –BĂŒros, hat den kĂŒrzlichen „Freiburger Appell zum EEG“ mitverfasst und im MĂ€rz eine der 147 Stellungnahmen an das Bundeswirtschaftsministerium zur EEG-Neufassung eingereicht. Darin wird u.a. eine Absenkung der EEG-Umlage von 6,2 auf unter 4 Cent pro Kilowattstunde vorgeschlagen, dies ohne Deckel auf den Ausbau erneuerbarer Energien, aber mit Abschaffen der beiden genannten derzeitigen Hauptfehler des EEG.
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 Buchtipp: Anne BĂŒhring und Kurt-Michael Westermann
 
Buchtipp: Anne BĂŒhring und Kurt-Michael Westermann "Campus Food"

Vegane StudentenkĂŒche: V-Power fĂŒr Studenten! Vegan kochen ganz cool.
Topfit an der Uni, beim Lernen, beim Sport und durch die Nacht.

Mit Extra-Tipps fĂŒr vegetarische Varianten, kreativen veganen Neuerfindungen von Milchreis & Currywurst und Co. und Zeit- und Geldspartipps vom Vorratskochen bis zum Fertigprodukt.

Einfach, schnell, praktisch und natĂŒrlich möglichst preiswert – so muss die KĂŒche fĂŒr Studenten sein. Zwischen Vorlesung und Arbeitskreis bleiben manchmal nur kurze Zeitfenster. Aber wer geistige Höchstleistungen vollbringen will, muss seine grauen Zellen auch mit den besten Stoffen versorgen. Die vegane KĂŒche ist dazu ideal, denn HĂŒlsenfrĂŒchte, NĂŒsse und reichlich GemĂŒse, Obst und Getreide liefern die nötigen Vitamine, Eiweiß und Vitalstoffe. Campus Food zeigt, wie man vollwertig Fleisch und Milchprodukte ersetzen und so ausgewogen vegan kochen kann und dabei keinesfalls auf Geschmack und Vielfalt verzichten muss.

Die Rezepte von Campus Food fĂŒhren durch den Studententag und werden auch besonderen AnlĂ€ssen gerecht. Dabei wird auch das vertraute GefĂŒhl von Zuhause, beim ‚Kochen wie bei Muttern’ neu geweckt. Alle Gerichte sind vegan variiert und haben noch als Extra-Tipp einen Hinweis auf vegetarische Varianten. NatĂŒrlich sind in allen Speisen reichlich gesunde und fit machende Zutaten enthalten und alle Zutaten kann man schnell und preiswert einkaufen, zubereiten und kochen.

55 köstliche, alltagstaugliche vegane Gerichte fĂŒr den studentischen Alltag – vom Partydinner bis zum Brainfood vor der PrĂŒfung – fĂŒr eine rundum gesunde Versorgung mit Vitaminen, Vitalstoffen und FettsĂ€uren, und Dutzende clevere Tipps und Tricks, Varianten und DenkanstĂ¶ĂŸe fĂŒr gesunden Geschmack.

Systemed Verlag 2014, 148 Seiten, EUR 16,99 (D)
ISBN 978-3-942772-21-1
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Das Karlsruher Leihfahrrad heißt FĂ€cherrad
Vorbereitungen zur EinfĂŒhrung laufen bei Nextbike und Stadt

FĂ€cherrad wird es heißen, das neue Leihrad von Nextbike in Karlsruhe. Das steht seit einigen Tagen fest. Der Name wird die SeitenflĂŒgel des Rades zieren. Vor einigen Wochen konnten alle Karlsruherinnen und Karlsruhe per Internet- Umfrage aus vier vorgeschlagenen Namen - DraisBike, Karlette, karls.rad, draiscycle und FĂ€cherrad - ihren Favoriten auswĂ€hlen. Knapp 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der Umfrage mitgemacht, 31 Prozent haben sich fĂŒr das FĂ€cherrad entschieden, rund 26 Prozent waren fĂŒr karls.rad, ein Viertel fĂŒr karlette. Unter allen, die mitgemacht haben, hat die Stadt fĂŒnf Einkaufsgutscheine verlost, einzulösen bei Karlsruher FahrradhĂ€ndlern. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden in den nĂ€chsten Tagen informiert.

„Wir freuen und auf das FĂ€cherrad im Karlsruher Stadtbild“, betonte BĂŒrgermeister Michael Obert. Das Leihfahrrad-System sei ein wichtiger und gut angenommener Baustein im Karlsruher Radförderkonzept und passe ideal zur VerknĂŒpfung der umweltschonenden Verkehrarten.

Bis klar war, dass Karlsruhe kĂŒnftig mit dem FĂ€cherrad radelt, hat es einige Zeit gedauert, denn die PrĂŒfung des Markenrechts war sehr aufwĂ€ndig. Bei aller Vorbereitung benötigt es Vorlaufzeit, ein komplett neues Fahrradverleihsystem mit ĂŒber 300 RĂ€dern zu implementieren. Aktuell arbeiten Nextbike und die Stadt Karlsruhe Hand in Hand an einem Starttermin Ende Mai, spĂ€testens Anfang Juni. Mit einfach nur einer Radlieferung ist es nicht getan. Vor allem muss die Infrastruktur vor Ort aufgebaut werden. Hierzu gehören beim FĂ€cherrad auch feste Standorte, die zusĂ€tzlich zu der Flexzone - im Kerngebiet und Durlach - zunĂ€chst in der Nordweststadt, in Knielingen und in der Waldstadt errichtet werden. Weitere Stadtteile folgen im kommenden Jahr.

Die MietrĂ€der können in der Flexzone an jeder beliebigen Straßenkreuzung abgegeben werden. DarĂŒber hinaus warten FĂ€cherrĂ€der an den festen Standorten auf ihre Nutzerinnen und Nutzer. Auch hier können die RĂ€der natĂŒrlich wieder abgestellt werden.

Wer einmal angemeldet ist, kann in allen Nextbike-StĂ€dten und LĂ€ndern radeln. Der Verleih ist rund um die Uhr automatisch per Anruf, App am Stationsterminal und ĂŒber Bordcomputer direkt am Rad möglich.
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Schreiadler auf dem RĂŒckweg nach Europa
Welcher Adler ist als erster zurĂŒck am Brutplatz?

Die Schreiadler haben sich auf den RĂŒckweg aus ihren Überwinterungsgebieten im sĂŒdlichen Afrika gemacht. Zehn dieser seltenen Greifvögel sind mit kleinen Rucksacksendern unterwegs. Sie verraten so den Experten vom NABU und der Weltarbeitsgruppe Greifvögel genaue Daten ĂŒber ihren aktuellen Aufenthaltsort. „Durch die Sender gewinnen wir wichtige Erkenntnisse zum Schutz dieser kleinen deutschen Adlerart“, erlĂ€utert Schreiadlerexperte Bernd-Ulrich Meyburg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Greifvogelschutz im NABU und der Weltarbeitsgruppe Greifvögel. Wir hoffen, dass alle Adler rechtzeitig ihre BrutplĂ€tze im Nordosten Deutschlands erreichen werden.

Auch im Internet hinterlassen die Adler ihre Spuren: Unter www.NABU.de/adlerzug stellt der NABU eine interaktive Karte bereit, auf der der RĂŒckflug der Adler genau verfolgt werden kann. So lĂ€sst sich jeden Tag sehen, wo sich die Adler gerade aufhalten.

Die Sender sind mit einem GPS-Modul ausgestattet, das in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden die aktuelle Position der Vögel ermittelt. Die Daten werden dann ĂŒber Satellit oder bei den modernen Sendern ĂŒber das fast ĂŒberall zur VerfĂŒgung stehende Handynetz an die VogelschĂŒtzer ĂŒbertragen. Die Daten lassen wichtige RĂŒckschlĂŒsse auf die genauen Zugwege und das Verhalten der Tiere zu. Aus diesen Daten kann der NABU dann wichtige Schutzmaßnahmen ableiten, wie zum Beispiel den Erhalt von RastplĂ€tzen fĂŒr die Vögel.

Nur noch knapp 100 Paare des seltenen Schreiadlers brĂŒten noch in Deutschland. Und jedes Jahr werden es weniger. Seit Jahren kĂ€mpft der NABU um die letzten LebensrĂ€ume des scheuen Greifvogels, kauft FlĂ€chen in den Brutrevieren und kĂŒmmert sich um den Schutz seiner Nahrungsgebiete. Dabei konnte der NABU dank der UnterstĂŒtzung von Spendern und Adler-Paten schon vieles fĂŒr den Schutz der Schreiadler erreichen.
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Pestizidstudie des NABU belegt GefĂ€hrdung fĂŒr Vögel und SĂ€ugetiere
Tschimpke: Mindestens zehn Prozent AgrarflÀchen ohne Spritzmittel dringend nötig

Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft rauben Vögeln und SĂ€ugetieren die Nahrungsgrundlage und tragen so zum Artenschwund bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des NABU im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Viele Vogelarten, darunter Rebhuhn, Feldlerche und Goldammer, finden durch den Chemikalieneinsatz weniger Nahrung, weil mit den SchĂ€dlingen auch Futtertiere wie Schmetterlingsraupen und andere Insekten getötet werden. Herbizide beseitigen außerdem WildkrĂ€uter auf den Äckern, auf denen Insekten leben und die KleinsĂ€ugern und Jungvögeln Schutz bieten. „Es ist dringend nötig, in der Agrarlandschaft mindestens zehn Prozent VorrangflĂ€chen ohne Spritzmittel einzurichten, wenn die BiodiversitĂ€tsziele der EU fĂŒr 2020 noch erreicht werden sollen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Betroffen von Pflanzenschutzmitteln sind vor allem die Vögel, die ihre Nahrung auf den Feldern suchen und die sich ĂŒberwiegend von Insekten und anderen Kleintieren ernĂ€hren. Nach dem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln bleibt diesen Vögeln nicht genĂŒgend Nahrung, um ihre Brut hochziehen zu können, folglich sinken die BestĂ€nde. Diese indirekten GefĂ€hrdungen durch Pflanzenschutzmittel sind bei Rebhuhn, Goldammer, Grauammer und Feldlerche wissenschaftlich belegt. Die Studie zeigt, dass vermutlich zahlreiche weitere Arten betroffen sind. Die Wirkungen von Pflanzenschutzmitteln sind oft sehr subtil. So ist es erst durch den Einsatz von PilzbekĂ€mpfungsmitteln (Fungiziden) möglich, Getreide so dicht wie heute ĂŒblich zu pflanzen. Die Ackervögel haben weniger Probleme mit den Fungiziden selbst, wohl aber mit den dichten GetreidebestĂ€nden, in denen sie buchstĂ€blich keinen Platz zum Leben mehr finden.

FĂŒr die aktuelle Studie haben Forscher des Michael-Otto-Instituts im NABU und des Instituts fĂŒr Agrarökologie und BiodiversitĂ€t (IFAB) die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien zur GefĂ€hrdung von BestĂ€nden ausgewertet, bei insgesamt 27 Vogel- und 22 SĂ€ugetierarten. Sie wollten wissen, welche Ursachen es fĂŒr den an vielen Orten beobachteten ArtenrĂŒckgang gibt und welche Rolle dabei die Pflanzenschutzmittel spielen. Die Studie enthĂ€lt auch zahlreiche VorschlĂ€ge, wie man den SchĂ€digungen durch Pestizide begegnen kann. So werden etwa im Ökolandbau fast keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Aber auch in der konventionellen Landwirtschaft gibt es viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt auf Äckern zu schĂŒtzen, wie etwa durch BlĂŒhstreifen, BrachflĂ€chen und dĂŒnnere Aussaaten.

FĂŒr die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verlangt die EU mittlerweile, die Wirkung der Mittel auf die BiodiversitĂ€t zu berĂŒcksichtigen. „Es wird höchste Zeit, dass dies in Europa und Deutschland in die Praxis umgesetzt wird. Bisher werden bei der Zulassung nur die toxischen Effekte, nicht aber die indirekten Effekte auf die Natur dokumentiert“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.
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NABU reicht Beschwerde in BrĂŒssel wegen Verlust von artenreichem GrĂŒnland ein
Tschimpke: VerstĂ¶ĂŸe gegen Naturschutzvorgaben sind ein klarer Fall von Rechtsbruch

Angesichts des dramatischen, zuletzt auch von der Bundesregierung selbst belegten Verlusts an artenreichen Wiesen und Weiden sowie den davon abhĂ€ngigen Vogelarten hat der NABU heute formell Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Die deutschen BundeslĂ€nder verstoßen nach Ansicht des NABU klar gegen die EU-Naturschutzrichtlinien, weil sie zu wenig fĂŒr den Erhalt besonders geschĂŒtzter LebensrĂ€ume und Vogelarten tun. Laut NABU kann man dabei von einem Systemversagen der Verwaltung auf ganzer Linie sprechen. „Ein klarer Fall fĂŒr eine EU-Beschwerde – notfalls muss Deutschland vor den EuropĂ€ischen Gerichtshof, damit sich endlich etwas Ă€ndert“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Vögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Bekassine haben in den vergangenen 25 Jahren drei Viertel ihres Bestandes eingebĂŒĂŸt. Sogar in Schutzgebieten werden laut NABU-Studien in großem Stil geschĂŒtzte GrĂŒnlandflĂ€chen meist ungestraft untergepflĂŒgt und zum Beispiel in MaisĂ€cker umgewandelt. Viele FlĂ€chen werden auch durch DĂŒngung oder EntwĂ€sserung intensiviert und damit ökologisch entwertet. „Gehen EntwicklungslĂ€nder so mit dem Regenwald um, ist die Empörung groß. Wenn aber vor unserer HaustĂŒr ein massenhaftes Artensterben beim ‘Tafelsilber‘ unserer Kulturlandschaft angerichtet wird, werden gerne alle Augen zugedrĂŒckt – von den LandratsĂ€mtern bis zur Bundesregierung“, so Tschimpke.

Der NABU hofft nun auf ein Verfahren der EU-Kommission, um Reformen zu erzwingen. Die von Deutschland mit verabschiedete EU-Vogelschutzrichtlinie verlangt nĂ€mlich von den Regierungen, die BestĂ€nde aller wildlebenden Vogelarten in einem gĂŒnstigen Zustand zu erhalten. Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) haben sich die Mitgliedstaaten der EU zudem verpflichtet, artenreiche GrĂŒnlandlebensrĂ€ume zu erhalten und Verschlechterungen auszuschließen. Erst vergangene Woche hat die Bundesregierung Daten nach BrĂŒssel gemeldet, die zeigen, dass in Deutschland genau der gegenlĂ€ufige Trend zu beobachten ist. „In unseren Analysen haben wir gravierende VerstĂ¶ĂŸe gegen beide Richtlinien festgestellt, daher reichen wir zwei Beschwerden in BrĂŒssel ein“, so Tschimpke.

Der NABU betont in diesem Zusammenhang, dass ein Gerichtsprozess vor dem EuGH keinesfalls erstrebenswert ist und nur die letzte Wahl fĂŒr den Naturschutz darstellt. Um ein aufwendiges Verfahren zu vermeiden, fordert der NABU von Bund und LĂ€ndern einen verbindlichen Aktionsplan fĂŒr das artenreiche GrĂŒnland. Darin sollte jeglicher GrĂŒnlandumbruch in Schutzgebieten verboten und ein Maßnahmenpaket zur Behebung der Vollzugsdefizite im GrĂŒnlandschutz vereinbart werden. Ferner fordert der NABU einen effektiven nationalen Schutz fĂŒr die Natura-2000-Schutzgebiete nach EU-Recht sowie eine deutlich stĂ€rkere und gezieltere Förderung des artenreichen GrĂŒnlands und der WiesenbrĂŒter ĂŒber die Förderprogramme von Bund und LĂ€ndern.
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NABU: Agrarminister mĂŒssen vollstĂ€ndiges Bleiverbot bei der Jagd umsetzen
Tschimpke: Jedes Gramm Blei ist eines zu viel

AnlĂ€sslich der heute beginnenden Agrarministerkonferenz hat der NABU gemeinsam mit BUND, DNR, ÖJV und Slow Food – die zustĂ€ndigen Minister von Bund und LĂ€ndern erneut aufgefordert, sich fĂŒr ein umfassendes bundesweites Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzusetzen.

„Es wĂ€re absurd, wenn Bund und LĂ€nder die umfangreichen Studien zur Tötungswirkung, Lebensmittelhygiene und dem Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Munition nicht nutzen wĂŒrden, um endlich ein Verbot dieses toxischen Metalls bei der Jagd umzusetzen. Die Untersuchungen belegen, dass das Fleisch von Rehwild oder anderem Schalenwild, das mit bleihaltiger Munition erlegt wurde, signifikant mehr Blei enthĂ€lt als Wildbret, das mit bleifreier Munition erlegt wurde. Jedes Gramm Blei ist eines zu viel, alternative Materialien stehen zur VerfĂŒgung“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Jedes Jahr sterben zahlreiche Seeadler an einer Bleivergiftung, da sie beispielsweise die Innereien von mit Bleimunition geschossenen Rehen und Wildschweinen fressen. Auch fĂŒr den Menschen ist Blei gesundheitsgefĂ€hrdend, es schĂ€digt das Nervensystem und die Nieren und wird als krebserregend eingestuft. Auch die Intelligenz und die Bewusstseinsentwicklung von Kindern werden nachweislich negativ beeintrĂ€chtigt.

„Es existieren bereits heute bleifreie Geschosse, die im Vergleich mit bleihaltiger Munition eine ebenso sichere Tötungswirkung im Sinne des Tierschutzes erzielen. Daher ist es wichtig, dass sich die Agrarminister fĂŒr ein 100-prozentiges Bleiverbot in der Jagdmunition einsetzen. Eine Bleireduktion, wie z.B. bei so genannten gebondeten Geschossen, die ebenfalls einen Bleikern enthalten, ist nicht ausreichend. Der Grundsatz muss heißen: Blei nein, Innovationen ja“, so NABU-Jagdexperte Stefan Adler.
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