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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
„Erschreckend problemlose“ Fessenheim Besetzung zeigt SicherheitsmĂ€ngel
Der BUND am SĂŒdlichen Oberrhein gratuliert den Greenpeace-Aktivisten zu ihrer gelungenen Aktion beim Ă€ltesten AKW Frankreichs in Fessenheim. Es ist erfreulich, dass Menschen in aufklĂ€rerischer Absicht eingedrungen sind und nicht Menschen mit bösen Absichten.

Die erschreckend „problemlose“ Besetzung auch der Reaktorkuppel bestĂ€tigt unsere alte Kritik am Sicherheitskonzept fĂŒr eine der gefĂ€hrlichsten Atomanlagen der Welt. Die seit dem 1. September 2010 existierende, aus 38 Personen bestehende Polizeitruppe hat versagt. Dies zeigt, dass ein AKW so nicht zu schĂŒtzen ist.

Schon am 8. Sept. 2010 hatten der BUND und die französische CSFR das damals „neue“ Sicherheitskonzept kritisiert.
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BUND-Umwelttipp: Jetzt im FrĂŒhjahr NistkĂ€sten bauen
Eine Kohlmeise vor ihrem Nistkasten / Foto: BUND
 
BUND-Umwelttipp: Jetzt im FrĂŒhjahr NistkĂ€sten bauen
In Deutschland wird mehr als die HĂ€lfte aller Vogelarten inzwischen als gefĂ€hrdet eingestuft oder weist Besorgnis erregende Bestandsverluste auf. Vögel erfreuen uns mit ihrem Gesang, sie vertilgen große Mengen SchĂ€dlinge und sind beliebt. Und dennoch herrscht nicht nur bei "Amsel, Drossel, Fink und Star" Wohnungsnot. Die Landschaft ist ausgerĂ€umt, der Wald ist hĂ€ufig "aufgerĂ€umt", Hecken verschwinden und in den herausgeputzten StĂ€dten und Dörfern finden sich immer weniger Nischen fĂŒr die ganze bunte Vogelwelt und andere Tiere. Mit dem Bau von NistkĂ€sten und Nisthilfen können insbesondere Kinder und Jugendliche fĂŒr die Tierwelt, die Natur und auch fĂŒr den Umweltschutz begeistert werden.

Auf der BUND-Homepage www.bund-freiburg.de finden Sie eine Vielzahl von Bauanleitungen fĂŒr NistkĂ€sten. Und fĂŒr die handwerklich nicht so begabten Menschen gibt es unter www.bund-freiburg.de auch fĂŒr 12 Euro einen Nistkastenbausatz, gefertigt in einer regionalen Behindertenwerkstatt. Das Fichten- und Tannenholz stammt von kleinen, zumeist bĂ€uerlichen Familienbetrieben aus dem Schwarzwald. Die NistkĂ€sten gibtÂŽs natĂŒrlich auch direkt beim BUND in der Freiburger Wilhelmstraße 24a (Hinterhaus).

Wer einmal einen Nistkasten gebaut hat, wer Vögel und Natur beobachtet, wird auch sehen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, wichtiger, kleiner Schritt ist. Denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in GĂ€rten, WĂ€lder, StĂ€dte und Dörfer zurĂŒckgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur- und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt.
 
 

 
Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2014 in Freiburg geehrt
Stadt Freiburg und Georg-Salvamoser-Stiftung wĂŒrdigen Leistung vorbildlicher Pioniere der Energiewende.

PreistrÀger wollen weitere innovative Projekte initiieren.

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am vergangenen Sonntag wurden die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2014 in der Solar-Fabrik Freiburg geehrt. Mit den HauptpreistrĂ€gern Klimakommune Saer-beck und Solarcomplex AG, Singen (jeweils 20.000 Euro) sowie Astrid und Bertram SpĂ€th, Hotel Victoria Freiburg, als SonderpreistrĂ€ger (10.000 Euro) prĂ€sentierte sich eine Gewinnerriege, die mit ihrem vorbildlichen Engage-ment und innovativen Projekten zur 100 Prozent erneuerbare Energiever-sorgung ĂŒberzeugte. Alle PreistrĂ€ger kĂŒndigten an, mit dem Preisgeld wei-tere Projekte zu initiieren.

Freiburgs UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Maria Salvamoser, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Georg-Salvamoser-Stiftung, machten in ihren Anspra-che deutlich, dass es weiterhin auf das Engagement jedes Einzelnen ankom-me, um die 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung Wirklichkeit werden zu lassen. „Wir lassen uns bremsen, aber nicht aufhalten“, sei stets die Devi-se von Georg Salvamoser gewesen.

Überzeugende PreistrĂ€ger
Aus dem nördlichen MĂŒnsterland waren Wilfried Roos, BĂŒrgermeister der Klimakommune Saerbeck sowie Projektleiter Guido Wallraven angereist, um den Georg Salvamoser Preis 2014 (20.000 Euro) entgegen zu nehmen. In der 7.000 Einwohner großen Gemeinde ist vor kurzem ein innovativer Bioener-giepark mit Solarstrom- und Windkraftanlagen sowie Biomassekraftwerken (29 MW) ans Netz gegangen, mit dem die Plusenergiegemeinde doppelt so viel Strom erzeugt, wie ihre BĂŒrger und Betriebe im Ort benötigen. Das

Preisgeld möchte BĂŒrgermeister Roos nun fĂŒr den Aufbau eines außerschuli-schen Lernstandortes im Bioenergiepark einsetzen.

Ein weiterer Hauptpreis (20.000 Euro) ging an Bene MĂŒller von der Solar-complex AG Singen fĂŒr den Wettbewerbsbeitrag „solargestĂŒtztes NahwĂ€r-menetz BĂŒsingen“. Bei dem prĂ€mierten NahwĂ€rmeprojekt wurde eine Holz-heizzentrale mit ĂŒber 1.000 mÂČ hocheffizienten Vakuumröhrenkollektoren kombiniert. Der Jury gefiel dieses Projekt nicht nur, weil hierdurch begrenzte nachwachsende Holzressourcen geschont werden, sondern auch Wachs-tumsimpulse fĂŒr die thermische Solarkollektorindustrie hervorgingen. Bene MĂŒller möchte mit dem Preisgeld nun das kostenlose Besichtigungsangebot fĂŒr interessierte BĂŒrger zu innovativen Energieprojekten weiter ausbauen.

Einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro nahmen Astrid und Bertram SpĂ€th, Inhaber des Vier-Sterne-Hotels Victoria in Freiburg, entgegen. Dort sorgen thermische und photovoltaische Solarenergie sowie Windkraft und eine Pelletheizung fĂŒr eine 100 Prozent Versorgung mit erneuerbaren Ener-gien. Bei der PreisĂŒbergabe kĂŒndigten die engagierten Hotelbetreiber den Aufbau einer Plattform an, auf der sich ökoengagierte Hotels im Rahmen des Verbands „Sleep Green Hotels“ ĂŒber ihre Erfahrungen mit dem umwelt-freundlichen Betrieb ihrer Hotels kĂŒnftig schnell und effektiv austauschen können.

Kommunikation in Zeiten der Energiewende
In seinem Impulsvortrag „Zwischen Protest und Akzeptanz – die schwierige Kommunikation ĂŒber Energie-Infrastruktur“ ging Prof. Frank Brettschneider, Inhaber des Lehrstuhls fĂŒr Kommunikationswissenschaften an der Universi-tĂ€t Hohenheim, der Frage nach, wie die gesellschaftliche Akzeptanz von Energieinfrastruktur-Projekten im Bereich erneuerbare Energien gelingen kann. Seine Empfehlungen: FrĂŒhzeitig, dauerhaft und vor allem proaktiv kommunizieren, das GesprĂ€ch auch und gerade mit Projektgegnern suchen und die Projektidee erklĂ€ren, dabei aber in glaubhaften Bildern und ver-stĂ€ndlich kommunizieren.

Musikalischer Gast des Abends war Helmut Lörscher, der das Publikum mit seinen Klavier-Improvisationen ĂŒber zugerufene musikalische Themen be-geisterte. Die Preisverleihung, zu der 170 geladene GĂ€ste aus Politik und Solarwirtschaft gekommen waren, wurde vom Herausgeber des Magazins „forum Nachhaltig Wirtschaften“, Fritz Lietsch, moderiert.

Georg Salvamoser Preis
Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier, GrĂŒnder der So-lar-Fabrik und visionĂ€re Unternehmer Georg Salvamoser (1950-2009). Die Auszeichnung wurde auf Anregung des Freiburger OberbĂŒrgermeisters Dr. Dieter Salomon sowie des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien (WEE 100%) ins Leben gerufen.

Mit dem Preis werden Menschen und Institutionen unterstĂŒtzt, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen und die mit ihren

Projekten eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien voran-bringen möchten. Sie sind dabei Vorbild und Beispiel fĂŒr andere.

Im Jahr 2014 wird der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Georg Salvamoser Preis zum dritten Mal verliehen.

Dank an Sponsoren
Die Auslobung des Georg Salvamoser Preises ist nur möglich durch die groß-zĂŒgige UnterstĂŒtzung zahlreicher Sponsoren. Die Auslober Stadt Freiburg und Georg-Salvamoser-Stiftung danken folgenden Institutionen fĂŒr ihre fi-nanzielle UnterstĂŒtzung:

Sputnik Engineering AG, Schweiz Solar-Fabrik AG, Freiburg W+S Maschinenbau, Freiburg Agentur triolog, Freiburg Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme ISE, Freiburg Bundesverband Solarwirtschaft BSW, Berlin FWTM Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messen GmbH & Co. KG Energieagentur Regio Freiburg GmbH, Freiburg Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien, Freiburg Stiftung Viamedica, Freiburg Intersolar, Pforzheim

Medienpartner des Georg Salvamoser Preises 2014 Energiekommune- Der Infodienst fĂŒr die lokale Energiewende www.energiekommune.info Energie & Management - Zeitung fĂŒr den Energiemarkt www.energie-und-management.de Klimaretter - Das Magazin fĂŒr die Klima- und Energiewende www.klimaretter.info Solarthemen - Infodienst fĂŒr erneuerbare Energien www.solarthemen.de Sonnenseite - Das Internetportal von Dr. Franz Alt www.sonnenseite.com

 
 

 
Win-win-win-Situation
Langzeitarbeitslose pflanzen in der StadtgĂ€rtnerei Lebensmittel an, der Verein Freiburger Tafel gibt sie an BedĂŒrftige weiter, Baumpaten unterstĂŒtzen die Aktion

Freiburger Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsgesellschaft (FQB) stellt sich mit neuem Projekt „Tafelgarten“ vor

„Wenn ich wĂŒsste, dass morgen der JĂŒngste Tag wĂ€re, wĂŒrde ich heute noch ein ApfelbĂ€umchen pflanzen.“ Martin Luther soll diesen Satz gesagt haben (was nicht belegt ist), Hoimar von Ditfurth hat ihn geschrieben und Reinhard Mey ihn besungen. Nun folgt dem Wort die Tat, auch wenn der JĂŒngste Tag nach heutigem Wissensstand noch nicht fest terminiert ist.

Heute wurde der „Tafelgarten“ in der StadtgĂ€rtnerei am Mundenhof eingeweiht. DafĂŒr haben die ersten Paten – Erster BĂŒrgermeister Otto Neideck, SozialbĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach, Matthias Hecht und Jörg Frenzel – die ersten ApfelbĂ€umchen gepflanzt. Mit von der Partie waren Annette Theobald, Vorsitzende des Vereins Freiburger Tafel, Christiane BlĂŒmle und Michael Broglin, die GeschĂ€ftsfĂŒhrenden der gemeinnĂŒtzigen Freiburger Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsgesellschaft (FQB), Mitarbeitende der StadtgĂ€rtnerei, die den Tafelgarten betreuen, und Boris Gourdial, Stellvertr. Leiter des Amtes fĂŒr Soziales und Senioren. Kinder der Natur-Kita am Mundenhof sangen dazu ein Lied zur Apfelernte.

Im Projekt „Tafelgarten“ bauen langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten Lebensmittel an, die die FQB dem Verein Freiburger Tafel fĂŒr bedĂŒrftige Menschen weitergibt, die im Tafelladen einkaufen. UnterstĂŒtzt wird das Projekt durch eine Baumpatenaktion, die heute mit den erwĂ€hnten Pflanzungen begonnen hat. Die ersten Paten sind demnach gefunden, fĂŒr etwa 40 weitere Apfel- und BirnbĂ€ume werden ab sofort noch Patinnen und Paten gesucht. Sofern sie einverstanden sind, werden ihre Namen auf einem Schild signiert. Der oder die Baumpaten unterstĂŒtzen den „Tafelgarten“, indem sie Anschaffung, Unterhalt und Pflege des Baumes im ersten Jahr finanzieren. Außer einer Spende fĂŒr die

BÀume gibt es auch die Möglichkeit, ehrenamtlich im Tafelgarten mitzuarbeiten.

FĂŒr den Tafelgarten auf dem GelĂ€nde der StadtgĂ€rtnerei haben die FQB, die Stadt Freiburg (Amt fĂŒr Soziales und Senioren/Jobcenter) und der Verein Freiburger Tafel eine Kooperation vereinbart. Das Jobcenter unterstĂŒtzt den Tafelgarten ebenfalls, indem es 15 Arbeitsgelegenheiten fĂŒr den Tafelgarten bewilligt hat. Die FQB stellt dessen Ernte der Freiburger Tafel zur Weitergabe an BedĂŒrftige zur VerfĂŒgung. Die Tafel wiederum holt die Ware ab. Alle Partner sind offen fĂŒr den Ausbau des Projektes (z.B. Nudelwerkstatt), um der Freiburger Tafel weitere Lebensmittel zur VerfĂŒgung stellen zu können. Zugleich ist allen bewusst, dass das Projekt keine Erlöse zur Deckung des Finanzbedarfs erwirtschaften kann.

In der Vorgeschichte des Tafelgartens kommen zunĂ€chst aber mehr KrĂ€uter als Äpfel vor. Der Verein Freiburger Tafel hat zunehmend Probleme, genug Lebensmittel fĂŒr BedĂŒrftige zu bekommen. So entstand die Idee, dass die FQB ihr BeschĂ€ftigungsprojekt „KrĂ€uter- und GemĂŒsegarten“ neu ausrichtet und die dort erwirtschafteten Lebensmittel dem Tafelladen zur VerfĂŒgung stellt. Insgesamt sollen es 50 ObstbĂ€ume werden, davon 5 bis 6 große ObstbĂ€ume, ergĂ€nzt durch kleinere SpindelbĂ€ume, die aufgrund ihres guten Ertrages den Ernteerfolg des Projektes absichern. Paten und Spender können sich entscheiden, ob sie einen großen Baum fĂŒr 500 Euro oder einen kleineren Spindelbaum fĂŒr 250 Euro spenden wollen. Zu den ersten Paten zĂ€hlte auch OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon.

Wer Baumpatin oder Baumpate werden will oder sich fĂŒr eine ehrenamtliche Mitarbeit im Tafelgarten interessiert, wende sich an Christiane BlĂŒmle bei der FQB (Tel. 0761/8818672, bluemle@fqb-freiburg.de).

VABE wird FQB: Umwandlung vollzogen
Die Baumpatenaktion ist zugleich ein Startsignal fĂŒr die Freiburger Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsgesellschaft (FQB gGmbH), die zum 1. Januar aus dem Verein zur Förderung kommunaler Arbeits- und BeschĂ€ftigungsmaßnahmen (VABE) hervorgegangen ist. Mit dieser Umwandlung setzt die Stadt ein deutliches Signal fĂŒr eine aktive BeschĂ€ftigungspolitik und bekennt sich zu ihrem BeschĂ€ftigungstrĂ€ger.

Vor fast 25 Jahren wurde der VABE auf Initiative des damaligen SozialbĂŒrgermeister Hansjörg Seeh und auf Beschluss des Gemeinderates gegrĂŒndet. Seither hatte er kontinuierlich und erfolgreich Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsangebote fĂŒr Langzeitarbeitslose entwickelt und damit Tausenden von Menschen Zukunftsperspektiven geschaffen. In jĂŒngster Zeit haben die massiven KĂŒrzungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik vor allem Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen betroffen. Sie

haben kaum eine Chance auf Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt und profitieren nicht von dessen Aufschwung.

Diese Entwicklung hat die Stadt zum Anlass genommen, verstĂ€rkt eigene beschĂ€ftigungspolitische Akzente zu setzen. Dazu gehören die Umsetzung des Programms BĂŒrgerarbeit (seit 2011), der Ausbildungsverbund (2012) und das kommunale BeschĂ€ftigungsprogramms (2013). Die Umwandlung des VABE in die FQB zum 1. Januar 2014 setzt diese AktivitĂ€ten konsequent fort.

GeschĂ€ftsfĂŒhrerin bleibt Christiane BlĂŒmle, als kaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer wurde zudem Michael Broglin von der ASF bestellt. Das Stammpersonal umfasst rund 50 Mitarbeiter, die handwerklich und/oder pĂ€dagogisch ausgebildet sind und jĂ€hrlich ĂŒber 500 Erwerbslose in Arbeits- und Qualifizierungsprojekten pĂ€dagogisch betreuen, anleiten und qualifizieren. Aktuell gibt es:

– 156 Arbeitsgelegenheiten fĂŒr Langzeitarbeitslose mit besonderen Vermittlungshemmnissen,
– 25 ArbeitsplĂ€tze im Programm BĂŒrgerarbeit,
– 15 PlĂ€tze zur beruflichen Orientierung mit Vermittlung in Betriebspraktika und Ausbildung,
– bis zu 40 AusbildungsplĂ€tze in verschiedenen Programmen,
– Management des Programms BĂŒrgerarbeit fĂŒr die Stadt Freiburg mit 60 PlĂ€tzen,
– Begleitung des Programms Passiv-Aktiv Tausch mit 18 PlĂ€tzen,
– Sinti-Projekt, angesiedelt bei der Jugendagentur Freiburg.

RegelmĂ€ĂŸig werden neue Maßnahmen entwickelt, um die Chancen fĂŒr benachteiligte Menschen weit zu fĂ€chern. Zu den aktuellen Projekten gehören die StadtgĂ€rtnerei, der Holzhof, das Projekt GebĂ€udedienstleistungen (mit Möbelladen, Dienstleistungen und Anti-Graffiti, einfache Renovierungsarbeiten, GebĂ€udereinigung Weingarten-Ost und Quartiersservice Weingarten), die Natur-KindertagesstĂ€tte Mundenhof und das Projekt Stromsparcheck (Beratung einkommensschwacher Haushalte in Kooperation mit dem Caritasverband Freiburg-Stadt).

Derzeit bildet die FQB rund 40 Azubis aus, die durch ihre Vermittlungshemmnisse im ersten Ausbildungsmarkt keine Chance auf einen Berufsabschluss hĂ€tten. Dazu gehört auch die Fachwerkerausbildung fĂŒr Menschen mit Behinderung.
 
 

 
NABU: Wegen Krim-Krise EU-Energie- und Klimapolitik wichtiger denn je
Energieeffizienz bestes Mittel fĂŒr Versorgungssicherheit

Am Donnerstag und Freitag treffen sich in BrĂŒssel die EU-Staats- und Regierungschefs. UrsprĂŒnglich sollten die Energie- und Klimaziele der EU bis 2030 eines der Hauptthemen sein, doch es zeichnet sich ab, dass die Entwicklungen auf der Krim den EU-Gipfel dominieren werden. „Die Krim-Krise macht einmal mehr deutlich, dass die EuropĂ€ische Union die wirtschaftliche AbhĂ€ngigkeit von fossilen EnergietrĂ€gern wie Erdöl und Erdgas durchbrechen muss“, forderte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Antwort auf die Krim-Krise sei daher auch, mehr fĂŒr den Klimaschutz zu tun.

Aus NABU-Sicht ist es fĂŒr die EU und ihre Mitgliedstaaten wichtiger denn je, neben den Einsparungen von 40 Prozent Treibhausgasemissionen auch den Anteil der erneuerbaren Energien um mindestens 30 Prozent zu erhöhen und erstmals ein festes Ziel von 40 Prozent Energieeinsparung fĂŒr das Jahr 2030 festzulegen. Erst im Januar hatte sich das Europaparlament fĂŒr diese Zieltrias ausgesprochen. „Vor allem die Energieeinsparung ist der SchlĂŒssel fĂŒr die EU und Deutschland, unabhĂ€ngiger von Wladimir Putins Energieexporten zu werden, und das beste Mittel fĂŒr Versorgungssicherheit“, so Tschimpke. Zudem mĂŒsse der EU-Binnenmarkt fĂŒr Energie naturvertrĂ€glich, bedarfsgerecht und grenzĂŒberschreitend ausgebaut werden.

Das Thema Klimapolitik muss dem NABU nach auch deshalb ganz oben auf der Tagesordnung des EU-Gipfels stehen, weil neben der Frage der Versorgungssicherheit von der EU auch neue Impulse fĂŒr ein weltweit geltendes Weltklimaabkommen ausgehen mĂŒssen. Dieses soll 2014 im peruanischen Lima auf den Weg und 2015 in Paris beschlossen werden. „Deutschland und die anderen EU-Mitgliedstaaten mĂŒssen jetzt ein starkes Zeichen setzen und mit einer ambitionierten Klimapolitik zu Sicherheit und StabilitĂ€t in Europa beitragen“, forderte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. Die Krim-Krise sei auch eine Energiekrise, deren Ausweg nur ĂŒber mehr Einsparung, Effizienz und erneuerbare Energien fĂŒhren könne.
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Green Tech in der Jugendarbeit
Das ausgezeichnete LEIF-Projekt endet nach zwei Jahren – Abschluss am 25. MĂ€rz in der Ökostation

Bildungsarbeit zum Anfassen: Jugendliche haben Solarkocher, Dörrobst-Automat und Öko-Seifen hergestellt

Die Initiative LEIF (Lernen Erleben in Freiburg) hat in den bald fĂŒnf Jahren ihres Bestehens allerlei angestoßen – einer ihrer Greatest Hits bleibt aber das „Green Tech“-Projekt. Dabei geht es um „grĂŒne“ Berufe in der Jugendarbeit und im Handwerk: MĂ€dchen und Jungen aus drei Freiburger Stadtteilen werden fĂŒr Themen der Ökologie und Nachhaltigkeit sensibilisiert und setzen sich praxisnah, auch bei Betriebsbesichtigungen und AusflĂŒgen, mit Umweltfragen auseinander. Dieses Projekt hat die Welterziehungsorganisation UNESCO so ĂŒberzeugt, dass sie es im April 2013 als Projekt der Dekade „Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“ auszeichnete. BNE vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Diesen MĂ€rz endet das „Green Tech“-Projekt nun nach zweijĂ€hriger Laufzeit. Um die Jungen und MĂ€dchen, die daran teilnahmen, gebĂŒhrend zu wĂŒrdigen, findet am Dienstag, 25. MĂ€rz, um 18 Uhr in der Ökostation im Seepark eine Abschlussveranstaltung statt. Nach der BegrĂŒĂŸung durch Ralf Hufnagel von der Ökostation gewĂ€hren drei Projektpartner – LetzFetz StĂŒhlinger, Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost, Mobile Jugendarbeit Unterwiehre – Einblicke in ihre Teilprojekte.

Anschließend ĂŒbergibt Michael Dilger, Leiter der Gewerbe-Akademie Freiburg, allen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die am Projekt teilnahmen, ihr Green Tech-Zertifikat. An beispielhaften Lernstationen stellen sie dann Beispiele ihrer Teilprojekte vor, bei denen sie von der Idee bis zur praktischen Umsetzung involviert waren. Die Ergebnisse können sich sehen, riechen und zum Teil auch probieren lassen:

– Die Mobile Jugendarbeit westlich der Merzhauser Straße des Jugendhilfswerks (Langemarckstraße 97) hat fĂŒr ihren Bolzplatz eine solarbetriebene Beleuchtung geschaffen.
– In der Mobilen Jugendarbeit Weingarten-Ost der Diakonie SĂŒdwest haben die Jugendlichen ökologische Seifenprodukte hergestellt, einen Wohncontainer renoviert, gedĂ€mmt und ihn – Stichwort Urban Gardening – mit HeilkrĂ€utern umgeben.
– Im LetzFetz StĂŒhlinger der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit sind ein Dörrobstautomat und ein Solarkocher entstanden, ein Bauwagen wurde mit Solarenergie ausgestattet und das Thema „Fair Trade“ am Beispiel Schokolade behandelt.

FĂŒr das Green Tech-Projekt haben unterschiedlichste Institutionen aus Freiburg zusammengearbeitet. Neben den genannten Vertreterinnen und Vertretern der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit waren dies die Gewerbeakademie der Handwerkskammer und die Ökostation. Damit die Jugendarbeiter fĂŒr alle Fragen der jungen Teilnehmer gewappnet waren, haben die Projektpartner eine Fortbildung mit vier Themenfeldern entwickelt (Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung, Berufsbilder, Arbeitsmarkt und Sprachbildung). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und von der Initiative LEIF getragen.

Und auch wenn das Projekt jetzt beendet ist – die Arbeit geht weiter: die Fortbildung wird fortgefĂŒhrt, die Projektpartner wollen weiterhin zusammenarbeiten, die Teilprojekte sollen in andere Einrichtungen ĂŒbertragen werden.

Hinweis an die Redaktionen: Zum Projektabschluss am Dienstag, 25. MĂ€rz, um 18 Uhr in der Ökostation (ParkplĂ€tze an der Falkenbergerstraße) sind Sie mit Ihren Fotografen herzlich eingeladen. Nach dem offiziellen Teil werden auf einem kurzen Rundgang die Green Tech-Lernstationen zu solarem Dörren, Solarkochkiste, ökologischer Seifenherstellung und HeilkrĂ€utern vorgestellt. Die Veranstaltung klingt mit einem Imbiss aus.
 
 

 
NABU zum Waldzustandsbericht
IndustriewÀlder sind keine Antwort auf den Klimawandel

Angesichts der Veröffentlichung des aktuellen Waldzustandsberichtes und der anschließenden Forderungen der Holzwirtschaftslobby nach mehr NadelholzwĂ€ldern erklĂ€rt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Aussage von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, dass der Wald heute ein gesundes Ökosystem ist, kann der NABU so nicht stehen lassen, alleine weil die heimischen WĂ€lder auf gut Zweidrittel der FlĂ€che als nicht naturnah einzustufen sind. “

Fast die HĂ€lfte der WĂ€lder bestehen nur aus einer Baumart, nur neun Prozent der WĂ€lder weisen die fĂŒr ein funktionierendes Ökosystem gemischten Altersstrukturen auf. „Es fehlt vielfach an der natĂŒrlichen Zerfalls- und Alterungsphase, die fĂŒr einen gesunden Wald wichtig ist. Der Holzvorrat in der Altersphase ist im Vergleich zum heutigen Wirtschaftswald doppelt bis dreimal so hoch. In der wichtigen Zerfallsphase, aber auch in der Altersphase, sind enorme Mengen Totholz vorhanden, die einen wichtigen Lebensraum fĂŒr viele Insekten und Pilze darstellen“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler. DarĂŒber hinaus könnten naturnahe WĂ€lder durch die Verdunstung enormer Mengen Wasser, die im Holz gebunden sind, extreme Hitzeereignisse besser ausgleichen. So könne der Wald selbst fĂŒr seine Gesundheit sorgen.

Der NABU kritisiert, dass im aktuellen Waldzustandsbericht, die immer noch viel zu hohen StickstoffeintrĂ€ge aus dem Verkehr und der Landwirtschaft nicht erwĂ€hnt werden, die dem Wald zu schaffen machen. Der NABU warnte ferner davor, den Waldzustandsbericht dahingehend zu interpretierten, dass ein an die industriellen BedĂŒrfnisse angepasster Wald mit jĂŒngeren BĂ€umen und einem hohen Nadelholzanteil die Zukunft des Waldes in Deutschland sei. „Junge NadelwĂ€lder haben in Deutschland so gut wie nichts mit einem natĂŒrlichen Waldsystem zu tun. Die schon heute prekĂ€re Lage fĂŒr ĂŒber 2.000 Pilz- und KĂ€ferarten, die auf einen Wald mit großen Mengen an Totholz und natĂŒrlichen Strukturen angewiesen sind, wĂŒrde sich weiter verschĂ€rfen“, so Adler weiter.

Der NABU apelliert vor diesem Hintergrund an das Bundeslandwirtschaftsministerium, den Waldzustandsbericht qualitativ zu verbessern. Die Erhebung mĂŒsse zukĂŒnftig mehr auf die Ursachen fĂŒr WaldschĂ€den eingehen. DarĂŒber hinaus mĂŒssen zukĂŒnftig wieder mehr Strukturen des Urwaldes und eine natĂŒrliche Dynamik im Wirtschaftswald zugelassen werden.
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Dritter internationaler Umweltkonvent in Freiburg
Freiburg wird im April 2014 zum Treffpunkt der bedeutendsten UmweltpreistrÀger aus aller Welt

Vom 10. bis 13. April 2014 wird Freiburg zum dritten Mal Treffpunkt von Vorbildern in Sachen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz aus aller Welt: Die EuropĂ€ische Umweltstiftung lĂ€dt unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer die PreistrĂ€ger der renommiertesten internationalen Umweltpreise sowie Ver-treter aus Wissenschaft und Politik in die Green City Freiburg ein. 81 Aktivisten, Publizisten und BĂŒrgerrechtler, Wissenschaftler, Stifter und Unternehmer aus 41 Nationen kommen zu diesem weltweit ein-zigartigen interdisziplinĂ€ren Zusammentreffen, das Raum fĂŒr inter-disziplinĂ€ren fachlichen Austausch, persönliches Kennenlernen und die Pflege langfristiger Beziehungen bietet und jeden einzelnen in seinem Einsatz fĂŒr eine bessere Umwelt unterstĂŒtzen soll.

Supraja Dharini beispielsweise hat in Indien mehrere Programme zum Schutz der Meeres- und Forstvielfalt ins Leben gerufen;
Goran Gugic aus Kroatien wiederum setzt sich fĂŒr den Erhalt des europĂ€ischen Naturerbes ein – besonders der kroatischen Fluss-landschaften;
Nadeshda Kutepova aus Russland grĂŒndete in der geschlossenen Atomstadt Ozersk – die Stadt erlangte traurige BerĂŒhmtheit, weil dort 1957 ein Tank mit AtommĂŒll explodierte und die Landschaft ver-strahlte – die erste Menschenrechtsabteilung und verteidigt bis hin zum EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte Opfer der Atom-industrie.
Romina Picolotti aus Argentinien hat als Umweltministerin in ihrem Land die Umweltgesetzgebung erheblich verbessert und die Um-weltkontrollen verschĂ€rft. Sie grĂŒndete bereits 1999 das Zentrum fĂŒr Menschenrechte und Umwelt (CEDHA) und streitet weltweit fĂŒr den Schutz des Klimas.
Samson Tsegaye aus Äthiopien schließlich hat als Direktor der Stif-tung Solarenergie dafĂŒr gesorgt, dass in der ostafrikanischen Re-publik das erste Solardorf geschaffen und ĂŒber 25.000 Solarsysteme installiert wurden. Damit bekommen vor allem Menschen in lĂ€ndli-chen Gebieten erstmals Zugang zu Strom.

Das sind nur fĂŒnf der 81 Teilnehmer des Konvents in Freiburg, deren Bekanntheit und Sichtbarkeit die EuropĂ€ische Umweltstiftung auch außerhalb ihres Landes und ĂŒber das Jahr des Gewinns eines re-nommierten Umweltpreises hinaus steigern möchte. Ihre Leistung ist nicht hoch genug einzuschĂ€tzen. Die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€-ger renommierter internationaler Umweltpreise streiten in ihren LĂ€n-dern fĂŒr Menschenrechte, fĂŒr bessere Lebensbedingungen, den Schutz von Umwelt und die Anpassung an die Folgen des Klima-wandels – wenn man so will fĂŒr den Erhalt einer lebenswerten Welt. Dabei eint sie eines: Sie haben eine Vision und Ziele und sie haben mit meist begrenzten Mitteln und hĂ€ufig in einem widrigem Umfeld Wege gefunden, diese umzusetzen. Der Konvent bietet den Teilneh-merinnen und Teilnehmern UnterstĂŒtzung und Öffentlichkeit, und damit zum Teil auch dringend benötigten persönlichen Schutz, fĂŒr die, die sich in Ihren HeimatlĂ€ndern oft alleine mĂ€chtigen Gegnern und Widersachern in den Weg stellen. Beim Konvent treffen Sie auch auf erfolgreiche Unternehmer und FĂŒhrungspersönlichkeiten aus international tĂ€tigen NGOs.

Auch so prominente PreistrĂ€ger wie die beiden aktuellen Gewinner des Alternativen Nobelpreises Hans Herren und Paul Walker sind unter den Teilnehmern des diesjĂ€hrigen Konvents. Hans Her-ren hat erreicht, dass in EntwicklungslĂ€ndern mit biologischem Landbau gegen Hunger, Armut und Krankheiten vorgegangen wird. Heute ist er PrĂ€sident des US-amerikanischen Millennium Institutes und Leiter der Schweizer Stiftung Biovision. Der Chemiewaffenex-perte Paul Walker wiederum hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Russland und die USA die internationale Chemiewaffenkon-vention unterzeichneten, die es verbietet, solche Waffen zu entwi-ckeln, zu produzieren, zu lagern und einzusetzen. Klaus Töpfer, ehemaliger Executive Director des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), ist Schirmherr des Konvents.

„Die Ergebnisse der internationalen Gipfeltreffen zum Umwelt- und Klimaschutz können leider nur als unzureichend betrachtet werden“, betont Ernst-Ulrich von WeizsĂ€cker, Mitglied im Kuratorium der Eu-ropĂ€ischen Umweltstiftung. „Die Zukunft liegt in einem Zwei-Gang-Modell, in dem die Vorbilder zeigen, dass nachhaltige Politik keine Opfer bedeutet, sondern Hand in Hand mit wirtschaftlichem Fort-schritt und höherem Wohlstand geht.“ Diese Vorbilder einmal im Jahr zusammenzubringen und so ein weltumspannendes Netzwerk zu schaffen und maßgebliche Impulse in der Umwelt- und Klima-schutzpolitik zu setzen, ist Ziel des Konvents. Neben dem persönli-chen Austausch hat sich der Konvent in den vergangenen zwei Jah-ren auch als Ideenplattform fĂŒr neue gemeinsame Projekte etabliert.

Programm:
Die 3rd International Convention of Environmental LaureatesÂŽ startet am Abend des 10. April 2014 in der Aula der Albert-Ludwigs-Univer-sitĂ€t Freiburg mit einer öffentlichen Veranstaltung: Monika Grie-fahn, frĂŒhere niedersĂ€chsische Umweltministerin, Vizedirektorin der Right Livelihood Award Foundation und Mitglied im Kuratorium der EuropĂ€ischen Umweltstiftung wird den Konvent mit einem Vortrag eröffnen. Anschließend stellt Jeremy Leggett, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CEO Solaraid und CEO der Solarcentury, eines der grĂ¶ĂŸten Solar-unternehmen in Großbritannien, seine AktivitĂ€ten im Bereich der So-larwirtschaft bzw. der Entwicklungshilfe vor. Baden-WĂŒrttembergs Umweltminister Alexander Bonde berichtet in seinem Festvortrag von dem schwierigen Prozess, mit dem „Nationalpark Nordschwarz-wald“ ein Waldschutzgebiet gleichsam ‚vor der eigenen HaustĂŒre‘ zu errichten.

Am zweiten Tag, Freitag 11. April 2014 stehen Austausch und das Networking der PreistrĂ€ger untereinander im Vordergrund: Insbe-sondere geht es um die Information ĂŒber aktuelle und zukĂŒnftige Projekte und Möglichkeiten der Kooperation. Am Abend des 11. April wird Blue-Economy-GrĂŒnder Gunter Pauli einen öffentlichen Vor-trag zur Blue Economy halten, ein Programm, das die Ökosysteme der Erde schĂŒtzen und gleichzeitig ArbeitsplĂ€tze schaffen soll. Der dritte Tag, Samstag, 12. April 2014 steht unter dem Motto „Fighting for protection – using social media, boycotts and laws“ und dient dem Austausch der PreistrĂ€ger mit Nachwuchsforschern, Studenten und SchĂŒlern. Der Austausch mit neugierigen und wissbegierigen jungen Menschen, die sich ein halbes Jahr lang intensiv auf das Zusam-mentreffen vorbereitet haben, ist fĂŒr viele PreistrĂ€ger ein besonde-res Highlight des Konvents. Auch an diesem Tag ist die Öffentlich-keit zu einer Vortragsmatinee eingeladen: Zwischen 11:00 Uhr und 12:30 Uhr werden Rita SchwarzelĂŒhr-Sutter, StaatssekretĂ€rin im BMUB und FairphonegrĂŒnder Bas van Abel sprechen.

Auf einen Blick:
3rd International Convention of Environmental Laureates
Leitthema
„Fighting for protection – using social media, boy-cotts and laws“
Termin:
10. – 13. April 2014
Ort:
Freiburg i.Br., Deutschland
Schirmherr:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer eh. Executive Director des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP)
Teilnehmer:
PreistrÀger renommierter internationaler Umwelt-preise sowie des Alternativen Nobelpreises.

Über die EuropĂ€ische Umweltstiftung:
Veranstalter des Konvents ist die EuropĂ€ische Umweltstiftung, de-ren Kuratorium sich aus 16 in Umweltbelangen verdienten Persön-lichkeiten wie Professor Ernst Ulrich von WeizsĂ€cker, Monika Griefahn, Marcello Palazzi, Professor Antonio Luque oder Giovanna Melandri zusammensetzt. Kuratoriumsvorsitzender ist der Direktor des europaweit grĂ¶ĂŸten Solarfoschungsinstituts, des Fraunhofer Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme Eicke R. Weber.

Die im Jahr 2011 gegrĂŒndete European Environment Foundation will neue Impulse fĂŒr die Umwelt- und Klimapolitik geben. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Kommunikation und fachlichen Austausch zwi-schen Gesellschaft, Politik, Forschung und Wirtschaft weltweit und ĂŒber alle Disziplinen hinweg zu fördern. Die Stiftung hat ihren Sitz in Basel in der Schweiz und unterliegt Schweizer Recht.
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