oekoplus - Freiburg
Samstag, 18. August 2018
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

NABU und Burung Indonesia starten Klimaschutzprojekt auf Sulawesi
Tropischer Regenwald auf Gorontalo / Foto: B.v.Gemerden/Vogelbescherming NL
 
NABU und Burung Indonesia starten Klimaschutzprojekt auf Sulawesi
Tennhardt: Biologische Vielfalt in gefÀhrdeten Tropenwaldgebieten ist besonders hoch

Berlin – Der NABU und sein indonesischer Partner im BirdLife-Netzwerk, Burung Indonesia, haben ein neues Projekt zum Tropenwaldschutz auf der indonesischen Insel Sulawesi gestartet. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums fördert das von der KfW-Bank getragene Projekt mit 4,405 Millionen Euro. Umgesetzt wird das Projekt von NABU und Burung Indonesia bis April 2019 in der Provinz Gorontalo im Norden Sulawesis. „68,5 Prozent dieser Provinz sind noch mit WĂ€ldern bedeckt, die sich durch eine einzigartige, sehr hohe BiodiversitĂ€t auszeichnen“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Daher gilt Gorontalo als einer der 34 globalen ,Hotspots der biologischen Vielfalt‘.“ Allein im Projektgebiet leben 36 endemische Vogelarten und zahlreiche weitere Tierarten, die nur hier vorkommen, darunter Gorontalo-Makaken (Macaca nigrescens) und Sulawesi-Hirscheber (Babyrousa celebensis).

Das Projektgebiet verbindet zwei Schutzgebiete (Panua Nature Reserve und Nantu Wildlife Reserve) und sechs geschĂŒtzte Waldgebiete. Damit fördert es die Vernetzung von insgesamt 257.000 Hektar WaldflĂ€chen. Aufgrund der hĂŒgeligen Topographie und des erschwerten Zugangs zeichnet sich ein großer Teil des Waldes durch eine relativ gute QualitĂ€t aus. Allerdings wurden im Westen des Gebietes bereits erste, grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen fĂŒr Ölpalmpflanzungen vergeben. Die von NABU und Burung Indonesia im Projekt vorgesehene Ausweisung eines 84.798 Hektar großen Gebietes als „Gebiet fĂŒr Ökosystem-Restaurationen“ stoppt die weitere Ausbreitung der Ölpalmplantagen.

NABU und Burung Indonesia arbeiten bereits seit dem Jahr 2009 bei dem ebenfalls von der IKI geförderten Modellprojekt im Harapan-Regenwald auf Sumatra erfolgreich zusammen. Damals wurde dort das erste so genannte Gebiet fĂŒr Ökosystem-Restaurationen in Indonesien geschaffen. Die neuartige Waldnutzungslizenz (engl.: Ecosystem Restoration Concessions, ERC) wurde im Jahr 2004 per Gesetz in Indonesien eingefĂŒhrt und verbietet jedes Abholzen sowie die Umwandlung in AgrarflĂ€chen. Zugleich verlangt sie vom Inhaber den Schutz und die Wiederherstellung des Waldökosystems. Zuvor waren Forstlizenzen in Indonesien lediglich zum Abholzen von WĂ€ldern vergeben worden.

Nun besteht die Chance, auch in Gorontalo einen der artenreichsten WĂ€lder der Erde und seine seltenen Bewohner zu schĂŒtzen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In Gorontalo geht es vor allem darum, die gefĂ€hrdeten Tropenwaldgebiete als Speicher von Kohlenstoff, als Lebensraum fĂŒr indigene Völker und zum Schutz der einzigartigen BiodiversitĂ€t zu erhalten. Zudem sind Maßnahmen zur StĂ€rkung der strukturellen Wirkungen der ERC sowie zur Verbesserung des gesetzlichen Rahmens geplant. Hierzu soll ĂŒber das von Burung Indonesia initiierte ERC-Forum der Wissensaustausch zwischen Naturschutzorganisationen und die Einbeziehung der entsprechenden Regierungsstellen unterstĂŒtzt werden. Das Vorhaben leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung der ERC als erfolgversprechendes Naturschutzinstrument in Indonesien.

In Indonesien befinden sich etwa zehn Prozent (90 Millionen Hektar) der weltweit verbliebenen tropischen WĂ€lder. Zwei Drittel davon sind als Produktionswald klassifiziert. Werden diese Waldgebiete wie bisher genutzt, könnten nach SchĂ€tzungen der indonesischen Regierung innerhalb der nĂ€chsten 20 Jahre etwa 14 Millionen Hektar Wald zerstört oder nachhaltig geschĂ€digt sein, was einen Ausstoß von 2,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zur Folge hĂ€tte. Durch das neue IKI-Projekt in Gorontalo und den konsequenten Schutz der WĂ€lder könnte SchĂ€tzungen zufolge innerhalb der fĂŒnfjĂ€hrigen Laufzeit allein im Projektgebiet der Ausstoß von drei bis sieben Millionen Tonnen KohlendioxidĂ€quivalenten (CO2e) vermieden werden.
 
 

ÖKO-TEST Körperlotionen
 
ÖKO-TEST Körperlotionen
Das Problem mit den Konservierungsstoffen

Nach einer aktuellen Untersuchung des Frankfurter ÖKO-TEST-Magazins stecken in vielen Körperlotionen fĂŒr trockene Haut Substanzen, die gar nicht hautfreundlich sind. Hierbei handelt es sich vor allem um Konservierungsstoffe. Dabei könnten die Lotionen auch mit unproblematischen Substanzen haltbar gemacht werden – wie es die Hersteller von zertifizierten Naturkosmetikprodukten vormachen.

Hinter dem komplizierten Namen Methylisothiazolinon verbirgt sich ein Kontaktallergen, das zu Gesichts- oder Hautekzemen fĂŒhren kann. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, ein Netzwerk von Hautkliniken, das diagnostizierte FĂ€lle auswertet, hat 2012 bei sechs Prozent der Patienten eine allergische Reaktion auf diesen Stoff festgestellt, 2009 waren es nur knapp zwei Prozent. Vor allem sind heute mehr Frauen betroffen – unter anderem durch die Verwendung von Methylisothiazolinon in kosmetischen Produkten wie Körperlotionen.

Aber auch bedenkliche Parabene, halogenorganische Verbindungen und Formaldehydabspalter werden zur Haltbarmachung eingesetzt: Im ÖKO-TEST waren insgesamt neun von 25 Produkten mit Substanzen konserviert, die in einer Körperlotion nichts zu suchen haben.

Weitere Probleme: In drei Testprodukten steckt Lyral, ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Insgesamt zehn Körperlotionen enthalten PEG/PEG-Derivate, letztere können die Haut durchlĂ€ssiger machen fĂŒr Schadstoffe.

Hingegen waren alle elf zertifizierten Naturkosmetikprodukte durch die Bank weg in Ordnung. Auch das zweitgĂŒnstigste Testprodukt von einem konventionellen Hersteller (1,42 Euro fĂŒr 200 ml) bekam das beste Testurteil „sehr gut“. Hingegen fiel die teuerste Körperlotion der angesagten Marke LÂŽOccitane (19,20 Euro pro 200 ml) mit „ungenĂŒgend“ glatt durch.
Mehr
 

 
ÖKO-TEST GummibĂ€rchen
„NatĂŒrliche“ VerbrauchertĂ€uschung

Bunte BĂ€rchen sind beliebt bei Groß und Klein. FĂŒr den Geschmack sorgen zugesetzte Aromen. Zahlreiche Hersteller loben auf ihren Verpackungen „natĂŒrliches Aroma“ aus. Doch das stimmt oft nicht.

Wer mit „natĂŒrlichem Aroma“ wirbt, muss die Bestimmungen der EU-Aromenverordnung einhalten. Doch in drei der 20 untersuchten Produkte wiesen die von ÖKO-TEST beauftragten Labore die Aromastoffe Allylhexanoat bzw. Methylcinnamat nach, die nicht den Anforderungen der Verordnung an natĂŒrliche Aromen genĂŒgen. In fĂŒnf weiteren Marken fanden sie „natĂŒrliche Aromen“, die den Geschmack von Schwarzen Johannisbeeren nachbilden sollen. Sie wurden jedoch aus BuccoblĂ€ttern gewonnen, was die Anbieter nicht deklariert hatten, obwohl es vorgeschrieben ist. Ein Hersteller deklariert als Zutat Bio-Aromen, die es laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung nicht gibt.

Insgesamt bekam kein Produkt das Gesamturteil „sehr gut“. Mit „mangelhaft“ das schlechteste Ergebnis bekam die teuerste Marke im Test – ein Bio-Produkt.

Das ÖKO-TEST- Magazin Januar 2014 gibt es seit dem 27. Dezember 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Mehr
 

 
NABU: Flussauen an den 15 wichtigsten Binnenwasserstraßen in schlechtem Zustand
Bundesprogramm Blaues Band zĂŒgig umsetzen

Berlin – Die noch vorhandenen Flussauen an den wichtigsten deutschen Bundeswasserstraßen sind in einem schlechten Zustand. Das ist das Ergebnis einer Analyse des NABU, die am heutigen Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Untersucht wurden insgesamt 15 FlĂŒsse – von der Oder bis zur Saar – die als Binnenwasserstraßen genutzt werden. Sie reprĂ€sentieren mit ĂŒber 880.000 Hektar ĂŒber die HĂ€lfte der nationalen Flussauen. Diese Niederungen entlang der FlĂŒsse sind ein wichtiger Lebens- und RĂŒckzugsraum fĂŒr viele Tiere und leisten einen natĂŒrlichen Beitrag zum Hochwasserschutz. Neben der Auenanalyse werden in den Fluss-Steckbriefen auch Potenziale zur Verbesserung des jeweiligen GewĂ€sser- und Auenzustandes vorgestellt.

Der NABU sieht vor diesem Hintergrund immensen Handlungsbedarf, die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vereinbarungen zur Renaturierung von FließgewĂ€ssern und Auen zĂŒgig umzusetzen. „Bundesumweltministerin Hendricks und der fĂŒr die Bundeswasserstraßen zustĂ€ndige Bundesverkehrsminister Dobrindt mĂŒssen jetzt Farbe bekennen und zeigen, wie wichtig ihnen der Schutz der heimischen FlĂŒsse ist. Drei Viertel der ohnehin nur noch in BruchstĂŒcken erhaltenen Auen an den fĂŒr die Schifffahrt ausgebauten FlĂŒssen sind deutlich bis stark verĂ€ndert, nahezu 20 Prozent der Auenrelikte an den Bundeswasserstraßen sogar sehr stark“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Nach der NABU-Analyse steht es auch um die besonders bedeutsamen, nach der europĂ€ischen FFH-Richtlinie geschĂŒtzten gewĂ€sser- und auentypischen LebensrĂ€ume schlecht: Weich- und HartholzauenwĂ€lder, SchlammbĂ€nke mit ihrer charakteristischen Vegetation, nĂ€hrstoffreiche, vom Hochwasserregime der FlĂŒsse abhĂ€ngige StillgewĂ€sser – sie alle sind an den Bundeswasserstraßen in einem weitgehend unzureichenden oder gar schlechten Erhaltungszustand.

Mit der BroschĂŒre „ Das Blaue Band“ schafft der NABU eine Grundlage fĂŒr all jene Akteure, die die inhaltliche Ausgestaltung des Bundesprogramms zum Blauen Band verhandeln oder sich fĂŒr den GewĂ€sserschutz und die ökologischen Chancen der Wasserstraßenreform interessieren. Sie ist im Internet unter www.NABU.de verfĂŒgbar ist und liegt Ende Januar auch als Druckexemplar vor.

Hintergrund:

Dem Bund als EigentĂŒmer aller als Bundeswasserstraßen eingestuften FlĂŒsse kommt nach Ansicht des NABU bei dieser Aufgabe eine besondere Vorbildrolle zu. Denn nur zehn Prozent der FließgewĂ€sser in Deutschland weisen bisher den nach EU-Vorgaben bis zum Jahr 2015 zu erreichenden „guten Zustand“ auf. Viele FlĂŒsse wurden in den vergangenen Jahrzehnten begradigt, ihre Ufer befestigt und ihre Auen abgeschnitten. Wertvolle LebensrĂ€ume fĂŒr zahllose gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten gingen dabei ebenso verloren wie natĂŒrliche ÜberschwemmungsflĂ€chen: Lediglich ein Drittel der Auen in Deutschland ist noch an die zugehörigen FlĂŒsse angebunden, an den großen Strömen gingen bis zu 90 Prozent dieser FlĂ€chen verloren. In den kommenden Wochen und Monaten wird es daher darum gehen, die inhaltliche Ausgestaltung des Bundesprogramms zum Blauen Band kritisch zu begleiten, um gĂŒnstige Rahmenbedingungen fĂŒr kĂŒnftige Renaturierungsprojekte zu schaffen. Hilfreich könnte dabei die laufende Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sein, die mit reduzierter GewĂ€sserunterhaltung und abgestuften Unterhaltungskategorien dazu beitragen kann, den Nutzungsdruck auf die FließgewĂ€sser zu reduzieren.
Mehr
 

Leipzig: Milder Jahreswechsel beschert positiven Schlussspurt
Kibara mit Jungtier / © Zoo Leipzig
 
Leipzig: Milder Jahreswechsel beschert positiven Schlussspurt
Angebot fĂŒr Zoo bei Nacht

Der Jahresendspurt im Zoo Leipzig war erfolgreich: Die milden Temperaturen an den Feiertagen und zum Jahreswechsel haben zahlreiche Leipziger und GĂ€ste in den Tiergarten an der Pfaffendorfer Straße gelockt und ihm damit einen positiven Ausklang beschert. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 1,84 Millionen Besucher. „Angesichts der Wetterkapriolen im Vorjahr sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, resĂŒmiert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Zudem habe der Jahreskarten-Verkauf die Planzahlen ĂŒbertroffen. 39.024 Zoofans haben sich im Jahr 2013 das Ticket fĂŒr 365 Tage Abenteuer gesichert. Der Direktor betont: „Die hohe Nachfrage nach Jahreskarten freut uns besonders, da sie die Verbundenheit der Leipziger und der Einwohner des Umlandes zum Zoo der Zukunft zum Ausdruck bringt.“

FĂŒr das neue Jahr plant der Zoo Leipzig mit rund 1,9 Millionen Besuchern und verspricht zahlreiche Highlights im Jahresverlauf. Mit der Eröffnung des Leoparden-Tals vom 21. bis 23. MĂ€rz sowie der Flamingolagune in den Sommerferien werden zwei weitere Projekte des Masterplanes Zoo der Zukunft fertiggestellt. Zudem können sich die Besucher wieder auf zahlreiche Geburten bei bedrohten Arten freuen und den jĂŒngsten Spross der Westlichen Flachland-Gorillas aufwachsen sehen, der in Pongoland von seiner Mutter Kibara umsorgt wird. Mit dem Osterspektakel fĂŒr die ganze Familie (20./21. April), dem historischen Pfingstfest (08./09. Juni) sowie der Dschungelnacht (09. August) stehen weitere Eckpunkte des Zoojahres fest.

Tickets fĂŒr Abendtouren sichern

Bereits in dieser Woche beginnen wieder die beliebten Abendtouren durch den Zoo Leipzig. Kurzentschlossene können sich noch Tickets fĂŒr Freitag- und Samstagabend um 19.30 Uhr sichern, um den Zoo und seine dĂ€mmerungs- sowie nachtaktiven Tiere im Dunkeln zu erleben. Weitere Abendtouren finden am 24./25. Januar sowie am 14./15. Februar statt. Reservierungen sind direkt im Safari-BĂŒro oder telefonisch unter 0341 5933-385 möglich. Weitere Informationen unter www.zoo-leipzig.de.
Mehr
 

Die Region Freiburg in 2014 zukunftssicherer machen
 
Die Region Freiburg in 2014 zukunftssicherer machen
5 kommunale Punkte fĂŒr die Umwelt und Natur
.
FĂŒr die anstehenden NeujahrsempfĂ€nge der StĂ€dte und Gemeinden in der Region Freiburg und ihre Planungen fĂŒrs Neue Jahr wĂŒnscht sich der in Freiburg ansĂ€ssige Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. laut Schreiben an die Kommunen, dass drĂ€ngende Probleme in der Region Freiburg und zukunftssichere Lösungsmöglichkeiten angesprochen und verstĂ€rkt angepackt werden. An erster Stelle stehe weiterhin, so ECOtrinova-Vorsitzender Georg Löser Freiburg, die Bedrohung der Region durch mögliche UnfĂ€lle in Atomkraftwerken u.a. durch diejenigen in Fessenheim, Leibstadt und Philippsburg zu beenden. Hilfreich sei dazu vermehrter Protest der Kommunen mit der Bevölkerung, so am 9. MĂ€rz 2014 bei BrĂŒckendemonstrationen der BĂŒrgerinitiativen am Rhein anlĂ€ĂŸlich des dritten Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima in Japan. UnterstĂŒtzend wirken die Ansiedlung alternativer Gewerbebetriebe bei den Standorten, mehr alternative Stromerzeugung und verstĂ€rktes Stromsparen in der Region sowie die von Kommunen unterstĂŒtzten weiteren Klagen des Trinationalen Atomschutzverbands TRAS auf Stilllegung von Atomkraftwerken. Leider, so Löser, bestehe das Atomkraftrisiko fĂŒr die Region auch gĂŒnstigstenfalls noch mehrere Jahre, bis der hochaktive AtommĂŒll aus den AtommĂŒlllagern der Kraftwerke abtransportiert sei.

Als zweite wichtige Aufgabe im Umweltbereich stehe an, den viel zu hohen Energieverbrauch und die viel zu hohen Energieimporte der Region schneller als bisher zu senken zugunsten von Einsparenergie und mit deutlich mehr lokaler Erzeugung aus erneuerbaren Energien sowie mit Blockheizkraftwerken. Als Drittes mahnt der ECOtrinova-Vorsitzender an, den zu hohen FlĂ€chenverbrauch fĂŒr Baugebiete und Verkehrswege zu stoppen zugunsten intelligenter Innenentwicklung und allgemein besserer Nutzung von FlĂ€chen und GebĂ€uden. Überdies beeintrĂ€chtige viel zu viel PKW- und LKW-Verkehr mit Abgasen und LĂ€rm die Gesundheit vor allem der Anwohner. Darum sei der ÖPNV schneller als geplant auszubauen, auch mit sehr kostengĂŒnstigen BĂŒrgerbussen wie in Bad Krozingen und Breisach. Mehr StandplĂ€tze fĂŒrs Auto-Teilen, auch Carsharing genannt, und weiterer Ausbau des Radwegenetzes seien wichtig. Die Region solle mit öffentlichen Mitteln den Gifteinsatz in der Landwirtschaft vorbildlich weiter senken und die Umstellung auf ökologischen Landbau beschleunigen.
 
 

 
Themenabende zur Landschaftsentwicklung der TalgÀnge im Kaiserstuhl
In den TĂ€lern des Kaiserstuhls vollzieht sich ein schleichender Wandel: WĂ€hrend die Zahl der ObstbĂ€ume, Obstanlagen und FeldgĂ€rten zurĂŒckgeht, steigt die Nutzung als Holzlagerplatz oder Freizeitgarten mit nicht zulĂ€ssigen ZĂ€unen und unerwĂŒnschten fremdlĂ€ndischen Gehölzen. Damit verliert der Kaiserstuhl gerade im FrĂŒhjahr an AttraktivitĂ€t durch die ObstbaumblĂŒte. Auch der Lebensraum fĂŒr den GrĂŒnspecht als Vogel des Jahres und andere Obstwiesenvögel schwindet.
Im Rahmen eines PLENUM-Projekts der Stadt Vogtsburg werden diese VerĂ€nderungen thematisiert und neue Impulse fĂŒr wirtschaftlich tragfĂ€hige, touristisch attraktive und ökologisch vorteilhafte Nutzungen gesetzt, sowohl fĂŒr den Erwerbsobstbau als auch fĂŒr extensive und kleinrĂ€umige Nutzungsformen. Alle Bewirtschafter und EigentĂŒmer landwirtschaftlicher TalflĂ€chen sowie interessierte BĂŒrger aus dem gesamten Kaiserstuhl sind daher zu den beiden folgenden Veranstaltungen herzlich eingeladen:

FĂŒr jeden was dabei: Impulse fĂŒr extensive Nutzungsformen in den TalgĂ€ngen
Veranstaltung am Mittwoch, 15. Jan. 2014 um 19:30 Uhr im Atrium der Schule in Oberrotweil

Bei dieser Veranstaltung werden in kurzen ImpulsvortrĂ€gen unterschiedliche Möglichkeiten fĂŒr eine sinnvolle und mit relativ geringem Aufwand verbundene Nutzung und Pflege landwirtschaftlicher FlĂ€chen in den TalrĂ€umgen aufgezeigt. Das Spektrum reicht von ObstbĂ€umen und mobilen Saftpressen fĂŒr eigenen Apfelsaft ĂŒber FeldgĂ€rten fĂŒr die eigene KĂŒche, BegrĂŒnung mit mehrjĂ€hrigen Bienenweidepflanzen oder Beweidung bis hin zu Hochstamm-ObstbĂ€umen als Kapitalanlage fĂŒr Wertholzgewinnung. Daher werden bei dieser Veranstaltung nicht nur FlĂ€cheneigentĂŒmer und Landwirte, sondern auch GĂ€rtner, Imker und JĂ€ger angesprochen. Die Teilnehmer der Veranstalter haben anschließend die Möglichkeit, mit den Referenten und anderen interessierten Personen direkt ins GesprĂ€ch zu kommen und spezielle Fragen stellen zu können.

Professionell einsteigen: Perspektiven fĂŒr Erwerbsobstbau in den TalgĂ€ngen
Veranstaltung am Dienstag 28. Jan. 2014 um 19:30 Uhr im Atrium der Schule in Oberrotweil

In dieser Veranstaltung sollen Möglichkeiten und Perspektiven fĂŒr einen landschaftlich und klimatisch angepassten sowie wirtschaftlich lohnenden Obstbau in den TalrĂ€umen aufgezeigt und diskutiert werden. Als Referenten konnten ausgewiesene Kenner und Praktiker der Obstproduktion und Vermarktung gewonnen werden.
Mehr
 

ÖKO-TEST MultivitaminsĂ€fte - Gesund geht anders
Rabenhorst-Saft - teuer und "ungenĂŒgend" / Foto:Ökotest
 
ÖKO-TEST MultivitaminsĂ€fte - Gesund geht anders
Wer die Gesundheit stĂ€rken möchte, greift gern zu MulitvitaminsĂ€ften. Doch von den klassischen Produkten rĂ€t das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST ab: Sie enthalten viel zu viele Vitamine – darunter auch problematische.

In den 90ern sorgten Studien mit Betacarotin fĂŒr Aufsehen. Damals war diese Vorstufe von Vitamin A als sogenanntes „Rauchervitamin“ zum Schutz vor Lungenkrebs bei Rauchern propagiert worden. Die klinischen PrĂŒfungen ergaben jedoch das Gegenteil: Raucher, die isoliertes Betacarotin einnahmen, erkrankten deutlich hĂ€ufiger an Lungenkrebs als Studienteilnehmer, denen ein Scheinmedikament verabreicht wurde.

Deshalb rĂ€t auch das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) zur Vorsicht beim Umgang mit Betacarotin. Lebensmittel etwa sollten gar nicht damit angereichert werden. Doch das kĂŒmmert viele Hersteller von MultivitaminsĂ€ften ĂŒberhaupt nicht: Schlimm genug, dass noch immer Betacarotin zugesetzt wird – auch die Mengen sind erheblich. Teilweise enthielten die untersuchten SĂ€fte mehr als das Doppelte der vom BfR als unbedenklich eingestuften Höchstmenge fĂŒr NahrungsergĂ€nzungsmittel.

Dazu kommt: Viele Hersteller mixen eine bunte Mischung an weiteren Vitaminen in die SĂ€fte. Das aber ist nicht nur unnötig, denn es gibt nur wenige Menschen in Deutschland, die unter einem Vitaminmangel leiden. FĂŒr diese Betroffenen ist es zudem unabdingbar, dass ein Arzt den Mangel diagnostiziert und gezielt die Vitamine verschreibt, die fehlen.

Ein weiteres Problem: Die Fruchtsaftaromen der Marken RappÂŽs, Bauer und Hohes C wurden nicht ausreichend wiederhergestellt. In einem Rewe-Saft wurde ein Aromastoff gefunden, der in einem Fruchtsaft nicht vorkommt.

Einzig die Bio-MultisĂ€fte, die ebenfalls getestet wurden, waren ohne Fehl und Tadel. Betacarotin ist darin ĂŒbrigens auch enthalten, allerdings stammt er aus Karottensaft und ist unproblematisch. So einfach geht’s!

Das ÖKO-TEST- Magazin Januar 2014 gibt es seit dem 27. Dezember 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

zum Bild:
Teuer und "ungenĂŒgend": Im Rabenhorst-Saft stecken synthtisches Betacarotin und außerdem acht weitere Vitamine in erhöhten Mengen - darunter auch solche, die in den FrĂŒchten typischerweise nicht vorkommen.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 


Copyright 2010 - 2018 Benjamin Jäger