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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
NABU zur Umsetzung der EU-Agrarreform
Tschimpke: Achtungserfolg beim GrĂŒnlandschutz, Defizite auf Acker bleiben bestehen

Berlin – Der NABU begrĂŒĂŸt, dass die Bundesregierung kĂŒnftig Wiesen und Weiden besser schĂŒtzen will, sieht aber bei den Umweltvorgaben fĂŒr AckerflĂ€chen weiter gravierende Defizite. „Mit dem Beschluss findet das von der EU vorgesehene ‚Greening‘ der Agrarpolitik zwar auf dem GrĂŒnland, nicht aber auf dem Ackerland statt“, bewertete NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke das Gesetz zur nationalen Umsetzung der Agrarreform, das heute im Bundestag beschlossen werden soll. So sei erstmalig der konsequente Schutz von DauergrĂŒnland durch eine Genehmigungs- und Ausgleichspflicht vereinbart worden. Dies entspreche der langjĂ€hrigen Forderung des NABU und sei angesichts des dramatischen Verlusts an Wiesen und Weiden mehr als ĂŒberfĂ€llig. Im Gegenzug habe die Agrarlobby allerdings durchgesetzt, dass die Vorgaben zur Schaffung von ökologischen VorrangflĂ€chen auf AckerflĂ€chen massiv verwĂ€ssert worden seien. So dĂŒrften Landwirte ZwischenfrĂŒchte oder Leguminosen zur ErfĂŒllung der Umweltvorgaben anbauen und auf den FlĂ€chen sogar GĂŒlle oder Herbizide ausbringen. „Mit den schwachen Regelungen zu den ökologischen VorrangflĂ€chen ist auf den AckerflĂ€chen kein Mehrwert fĂŒr Natur und Umwelt zu erwarten. Die VorrangflĂ€chen könnten in vielen Regionen sogar zu reinen GĂŒlle-EntsorgungsflĂ€chen verkommen“, so Tschimpke.

Mit der Verabschiedung des so genannten Direktzahlungen-DurchfĂŒhrungsgesetzes geht eine mehr als dreijĂ€hrige Debatte ĂŒber eine stĂ€rkere Umweltorientierung der EU-Agrarpolitik zu Ende. Ab dem kommenden Jahr mĂŒssen sich die Landwirte an ökologische Mindestvorgaben beim GrĂŒnlandschutz, bei der Fruchtfolge sowie bei der Schaffung von VorrangflĂ€chen halten. Zugleich sollen 4,5 Prozent der Zahlungen in die lĂ€ndliche Entwicklung zur Förderung von Umweltmaßnahmen umgeschichtet werden. Im Rahmen der Verhandlungen wurden allerdings zahlreiche Auflagen schrittweise erheblich verwĂ€ssert oder ganz gestrichen. Nach Überzeugung des NABU wurde die vorgesehene Abkehr vom bisherigen „Gießkannenprinzip“ der Agrarsubventionen damit ein weiteres Mal aufgeschoben. Auf Druck des NABU und einiger Umweltpolitiker der Regierungskoalition sei in letzter Sekunde noch ein besserer GrĂŒnlandschutz durchgesetzt worden. „Bund und LĂ€nder sind nun gefordert, die verbliebenen HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr mehr Natur- und Umweltschutz in den anstehenden Rechtsverordnungen konsequent zu nutzen“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.
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NABU fordert EU-Naturschutzoffensive
Tschimpke: Weltweit grĂ¶ĂŸtes Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 sichern

Berlin – Mit Blick auf die kĂŒnftige Ausrichtung der europĂ€ischen Umweltpolitik hat der NABU die Kandidaten der Parteien aufgefordert, sich fĂŒr mehr Naturschutz in der EU einzusetzen und das EU-weite Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 weiter fĂŒr einen dauerhaften Artenschutz voranzutreiben.

„Wir wĂŒnschen uns vom neuen EU-Parlament den Startschuss fĂŒr eine Naturschutzoffensive. Wir brauchen mehr Kontrollen, Personal und Geld. Sonst droht der Artenvielfalt auch in Deutschland der Kollaps“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke am Mittwoch anlĂ€sslich des jĂ€hrlichen „GrĂŒndungstages“ von Natura 2000 und wenige Tage vor der Europawahl in Berlin. Das EU-weite Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 sei eine herausragende Errungenschaft und das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Schutzgebietsnetzwerk weltweit. Am 21. Mai 1992 wurde die Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) Richtlinie von den Mitgliedstaaten der EU beschlossen. Sie haben sich daher zu strengen Artenschutzregelungen und der Ausweisung von Schutzgebieten verpflichtet, die inzwischen ĂŒber 26.000 Natura-2000-Gebiete (fast 20 Prozent der EU-LandflĂ€che) umfassen. Von EU, Bund und LĂ€ndern erwartet der NABU jetzt eine Initiative, um die meist nur auf der Landkarte ausgewiesenen Gebiete auch effektiv zu schĂŒtzen.

Nur durch eine StĂ€rkung der Naturschutzpolitik könne das EU-Ziel, den RĂŒckgang der Artenvielfalt bis zum Jahr 2020 zu stoppen, ĂŒberhaupt noch erreicht werden. „Die nĂ€chste Legislaturperiode des EU-Parlaments wird zeigen, wie ernst man es mit dem Naturschutz wirklich meint“, so Tschimpke.

Die meisten der in Deutschland ĂŒber 5.000 Natura-2000-Gebiete seien unzureichend geschĂŒtzt und völlig unterfinanziert. Beispielsweise tolerieren die Behörden nach Studien des NABU vielerorts immer noch das UmpflĂŒgen von EU-rechtlich geschĂŒtzten artenreichen Wiesen, wĂ€hrend Landwirte, die naturfreundlich wirtschaften, zu wenig EU-Fördermittel zugewiesen bekommen. Dies ist ein wesentlicher Grund fĂŒr den dramatischen RĂŒckgang von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Uferschnepfe. Das belegen auch die jĂŒngst vorgelegten Zahlen der Bundesregierung zur „Lage der Natur“.

Der NABU hat deshalb bereits im April zwei formelle Beschwerden bei der EU-Kommission gegen Bund und Landesregierungen eingelegt. „Deutschland ist schon vor Jahren wegen der zögerlichen Ausweisung der Natura-2000-Gebiete vom EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH) verurteilt worden. Jetzt geht es mit der rechtlicher Sicherung und Kontrollen der Gebiete nicht voran, und erneut drohen Verfahren der EU-Kommission“, warnt Konstantin Kreiser, NABU-Experte fĂŒr Internationale BiodiversitĂ€tspolitik.

Am heutigen 21. Mai, dem EU-weiten Natura-2000-Tag, fordern UmweltverbĂ€nde in der ganzen EU die Kandidaten fĂŒr das EuropĂ€ische Parlament auf, sich fĂŒr EU-Schutzgebiete einzusetzen. Im Internet prĂ€sentiert der NABU die deutschen Kandidaten, die sich dazu bisher bekannt haben (www.nabu.de/natura-2000-aktion). Europaweit können sich UnterstĂŒtzer noch diese Woche unter www.natura2000day.eu an der Aktion beteiligen

Auf dem NABU-Europatalk wurden auch die Ergebnisse einer großen wissenschaftlichen Studie es NABU-Dachverbands BirdLife International, der London Zoological Society sowie des European Bird Census Council zur RĂŒckkehr verschiedener Tierarten nach Europa vorgestellt: Danach waren Natura 2000 und andere Naturschutzvorgaben der EU ein wesentlicher Faktor bei der Rettung von den untersuchten knapp 40 Vogel- und SĂ€ugetierarten. „Mit den EU-Naturschutzgesetzen haben wir erstklassige Instrumente. Es wĂ€re unverantwortlich, sie nicht konsequenter gegen das Artensterben einzusetzen“, so der NABU-PrĂ€sident.
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Energieeffizienz 2014: Mehr Marktransparenz?
Das BĂŒndnis Energieausweis, eine Initiative der GebĂ€ude-Allianz, fordert echte Transparenz am Wohnungsmarkt durch einen einheitlichen, verlĂ€sslichen Energieausweis, der sich neben dem Preis und der Lage als Nachfragekriterium am Wohnungsmarkt etabliert.

Berlin, 20.05.2014 – Im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Bundesumweltministeriums auf den Berliner Energietagen diskutieren Mitglieder der GebĂ€ude-Allianz mit der Wohnungswirtschaft ĂŒber mehr Marktransparenz im Wohnungsmarkt.

Dabei steht vor allem der Energieausweis im Mittelpunkt. Seit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Mai 2014 muss bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing spĂ€testens bei der Besichtigung ein Energieausweis vorgelegt oder wĂ€hrend der Besichtigung deutlich sichtbar ausgelegt werden. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Außerdem enthalten neu ausgestellte Energieausweise zukĂŒnftig neben dem Bandtacho auch Effizienzklassen.

Die GebĂ€ude-Allianz begrĂŒĂŸt ausdrĂŒcklich die neue Vorlagepflicht bei Wohnungsbesichtigungen. Bisher musste der Ausweis nur auf Nachfrage gezeigt werden. Besonders in angespannten Wohnungslagen hatte eine Nachfrage nicht selten eine Absage fĂŒr die besichtigte Wohnung zur Folge. „Die Vorlagepflicht ist ein klares Plus an Transparenz fĂŒr die Mieter und Kaufinteressenten. Mithilfe des Energieausweises können sie den energetischen Zustand der besichtigten Wohnung besser einschĂ€tzen. Die Vorlage allein gewĂ€hrleistet aber noch keine Vergleichbarkeit. Hier wurde ein guter Vorstoß nicht konsequent zu Ende gedacht“, sagt Dr. Michael Herma, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Spitzenverbandes der GebĂ€udetechnik und Sprecher des BĂŒndnisses Energieausweis, einer Initiative der GebĂ€ude-Allianz. „VollumfĂ€ngliche Transparenz entsteht nur dort, wo Ergebnisse miteinander vergleichbar sind“, so Dr. Michael Herma. Deswegen fordert das BĂŒndnis einen einheitlichen Energieausweis und somit die Abkehr vom Dualismus des Verbrauchs- und Bedarfsausweises und ein einheitliches Berechnungsverfahren fĂŒr den Bedarfsausweis.

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung angekĂŒndigt, die geltende Mieterhöhungsmöglichkeit nach einer energetischen Modernisierung auf den PrĂŒfstand zu stellen. Bisher kann der Vermieter elf Prozent der Kosten der energetischen Sanierung auf die Miete umlegen. Dies gilt unbegrenzt, der Mieter zahlt die erhöhte Miete also auch lange nach Abzahlung der Maßnahme weiter. Dies ist fĂŒr viele Mieter unverstĂ€ndlich und trĂ€gt zu Unrecht zu einem zunehmend negativen Image der energetischen GebĂ€udesanierung bei. Stattdessen sollte der energetische Zustand des GebĂ€udes bei der ortsĂŒblichen Vergleichsmiete berĂŒcksichtigt werden, sollten sich Mieterhöhungen nach einer Modernisierung an der verbesserten Energieeffizienz messen lassen. „Ein verlĂ€sslicher Energiebedarfsausweis böte auch hier eine gute Lösung, die Energieeffizienz des GebĂ€udes, beziehungsweise die Energieeinsparung, fĂŒr den Mieter sichtbar zu machen. Anhand der zu erwartenden Einsparung könnte beispielsweise der Umfang einer Mieterhöhung gemessen werden“, sagt Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB).

Richtig umgesetzt leistet der Energieausweis einen wichtigen Beitrag zu echter Transparenz auf dem Wohnungsmarkt und kann zum echten Nachfragekriterium – neben Preis und Lage – werden. Deswegen ruft die GebĂ€ude-Allianz die Bundesregierung zu einer ambitionierten Reform des Energieausweises auf, an dessen Ende ein einfacher, transparenter und verlĂ€sslicher Ausweis stehen sollte.
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EEG-Reform 2014 und Energiewende mit der Solar-BĂŒrger-Genossenschaft
Vortrag und Diskussion
Montag, 26. Mai 2014 um 19:30
in der Mehlwaage am Martinstor - Metzgerau 4, Freiburg
Die Solar-BĂŒrger-Genossenschaft informiert ĂŒber den Stand der EEG-Novelle 2014 und die Konsequenzen fĂŒr die dezentrale Energiewende.
Energiegenossenschaften schauen voraus und bieten zukunftsweisende Lösungen an.
Referenten: Nico Storz, Kaj Mertens-Stickel, Dr. Burghard Flieger und Dr. Harald SchÀffler
Eintritt frei
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Karlsruhe: Wo fĂŒhlen sich Stauden wohl?
SonntĂ€gliche FĂŒhrung im Zoologischen Stadtgarten

Wer Stauden dauerhaft im Garten kultivieren und Freude daran haben möchte, sollte sie zum Standort passend auswĂ€hlen. Wo sich welche Stauden wohlfĂŒhlen, zeigt am Sonntag, 25. Mai, eine FĂŒhrung durch den Zoologischen Stadtgarten. Fachfrau Michaela Senk gibt etwa im Waldstaudengarten oder im Weißen Garten Anregungen fĂŒr die Pflanzenauswahl und Möglichkeiten, sie zu kombinieren. Sie liefert Praxistipps zur Anlage eines Gartens, zu Boden und Pflege. Und sie beantwortet Fragen zu Problemen mit SchĂ€dlingen und Krankheiten. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Eingang bei der Nancyhalle.
 
 

 
Unser Hunger nach Rohstoffen – auf Kosten Perus
VortrĂ€ge und Diskussion ĂŒber die sozialen und ökologischen Folgen des Bergbaus in Peru und mögliche Alternativen

in Zusammenarbeit mit Caritas international, Color Esperanza, dem Eine Welt Forum Freiburg und der Informationsstelle Peru

Montag, 26. Mai 2014, 19.00 Uhr
in der Katholischen Akademie, Wintererstr. 1, Freiburg

Peru ist ein an Rohstoffen reiches Land. Einheimische und internationale Firmen bauen sie ohne RĂŒcksicht auf die Bevölkerung und die Umwelt in den Minengebieten ab. Die Rohstoffe und ihre Gewinne exportieren

sie. Der Bevölkerung bleiben verlorene AnbauflĂ€chen, vergiftete GewĂ€sser und Böden sowie eine zerstörte Landschaft. Ist ein anderer Bergbau vorstellbar? Ist der Rohstoff-Export Perus einzige Entwicklungsmöglichkeit? Wie mĂŒssen sich unser Wirtschafts- und unser Konsumverhalten verĂ€ndern, damit die natĂŒrlichen ReichtĂŒmer Perus und anderer LĂ€nder nicht weiter zu Lasten von Mensch, Natur und kommenden Generationen ausgebeutet werden?

Die Veranstaltung will diese Problematik von der peruanischen und von der deutschen Seite aus beleuchten. Die Referenten Nilton Deza und Uwe Kerkow gehen auf die sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Aspekte des Bergbaus in Peru und seiner globalen Verflechtungen ein und stellen Alternativen und Aktionsmöglichkeiten zur Debatte. Nach den Referaten ist Raum fĂŒr Nachfragen und Diskussion.
 
 

 
NABU: Haussperling verteidigt seinen Platz als hÀufigster Gartenvogel
Erste Bilanz zur Stunde der Gartenvögel – weniger Schwalben und Mauersegler

Berlin – Am vergangenen Wochenende hat der NABU die zehnte „Stunde der Gartenvögel“ durchgefĂŒhrt. Naturfreunde waren aufgerufen, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder vom Balkon aus zu zĂ€hlen und dem NABU zu melden. Bislang wurden Meldungen von 25.000 Beobachtern aus mehr als 17.000 GĂ€rten und Parks mit 600.000 erfassten Vögeln ausgewertet. Der Haussperling landet auch in diesem Jahr wieder auf Platz Eins, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star. „Der Haussperling ist der hĂ€ufigste Brutvogel im Siedlungsraum. Er hat sich von allen Vögeln am engsten an den Menschen gebunden. Im Gegensatz zu frĂŒheren RĂŒckgĂ€ngen, die dazu gefĂŒhrt hatten, dass die Art derzeit sogar auf der Vorwarnliste der deutschen Roten Liste gefĂŒhrt wird, zeigen unsere Daten zumindest fĂŒr das vergangene Jahrzehnt erfreulicherweise eine Stabilisierung des Bestands“, so NABU-Vogelexperte Lars Lachmann zum Spitzenreiter unter den Gartenvögeln.

Besorgniserregend sind die RĂŒckgĂ€nge bei Mehlschwalbe und Mauersegler. „Sie erreichen in diesem Jahr mit Abstand ihre bisher niedrigsten Werte. Damit setzen sich die Trends der vergangenen Jahre bei diesen beiden Arten fort. Die RĂŒckgĂ€nge sind sicher auch auf das regnerische und schlechte Wetter zurĂŒckzufĂŒhren, weil Mehlschwalbe und Mauersegler als sogenannte LuftjĂ€ger dann weniger aktiv sind und teilweise sogar noch einmal nach SĂŒden ausweichen. Dadurch können sie weniger beobachtet werden“, erlĂ€uterte Lachmann. Aber: Die RĂŒckgĂ€nge seien auch eine Fortsetzung der Entwicklung der Vorjahre. Beides seien GebĂ€udebrĂŒter und Langstreckenzieher und gehörten damit zu den beiden wegen der Auswirkungen des Klimawandels und der zunehmenden GebĂ€udesanierung am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Artengruppen im Siedlungsraum.

Auch bei der Amsel sei ein historischer Tiefstand zu verzeichnen. Es setzt sich damit die kontinuierliche Abnahme dieser Vogelart seit Beginn der „Stunde der Gartenvögel“ fort, auch wenn es immer noch fĂŒr Platz Zwei reicht. Weitere Auswertungen mĂŒssen zeigen, welcher Teil dieser Abnahme auf die Viruserkrankung Usutu zurĂŒckzufĂŒhren ist und wo andere Ursachen fĂŒr den Schwund auszumachen seien. Der GrĂŒnfink hat wie befĂŒrchtet ebenfalls gegenĂŒber dem vergangenen Jahr stark abgenommen, derzeit um 22 Prozent. „Das kann, muss aber nicht, ein Effekt des vermehrten Auftretens einer Infektion mit dem Einzeller Trichomoniasis sein“, so Lachmann. Denn die Werte dieses Jahres befĂ€nden sich durchaus noch im Bereich der Ergebnisse aus frĂŒheren Jahren.

Alle Meldungen der diesjĂ€hrigen Aktion können auf www.stunde-der-gartenvoegel.de nachverfolgt und mit Zahlen frĂŒherer Jahre verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart an einem ausgesuchten Ort, einem Landkreis oder einem Bundesland entwickelt hat. JĂ€hrlich wiederholte Aktionen wie die „Stunde der Gartenvögel“ bieten die Möglichkeit, zuverlĂ€ssige und flĂ€chendeckende Zahlen zum Artenbestand zu sammeln. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“ schlĂŒpfen möglichst viele Menschen in die Rolle des Forschers und liefern gemeinsam große Datenmengen, die nach Auswertung wichtige Hinweise auf VerĂ€nderungen der BestĂ€nde liefern.
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NABU misst hohe Schadstoffkonzentration beim Hamburger Hafengeburtstag
Miller: Schiffsabgase gefÀhrden Gesundheit Tausender Anwohner und Touristen

Hamburg – WĂ€hrend des heutigen Hamburger Hafengeburtstags hat der NABU bedenklich hohe Konzentrationen an Schadstoffen in der Luft gemessen. Gemeinsam mit Luftreinhaltungsexperten ermittelten die UmweltschĂŒtzer mit einem speziellen MessgerĂ€t wie hoch der Anteil an ultrafeinen Partikel in der Luft lag. Den höchsten Ausstoß verzeichneten die UmweltschĂŒtzer mit deutlich ĂŒber 200.000 Partikeln pro Kubikzentimeter auf der stark besuchten Festmeile. Der als unbedenklich geltende Wert von 2.500 Partikeln wurde somit um mehr als das 80fache ĂŒberschritten.

„Unsere Messergebnisse sind ein deutliches Alarmsignal. Noch immer genießt die Schifffahrt unerhörte Verschmutzungsprivilegien, die heute in Hamburg fĂŒr alle Besucher spĂŒrbar waren. Allein in Europa sterben jedes Jahr 50.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Schiffsemissionen“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. WĂ€hrend im Straßenverkehr Euro-6-Abgasnormen fĂŒr Pkw und Lkw, schwefelarmer Kraftstoff und Umweltzonen zu einer deutlichen Minderung der Emissionen gefĂŒhrt haben, fahren derzeit beinahe alle Schiffe ohne Abgastechnik. Erschwerend hinzu kommt, dass Schiffe in der Regel giftiges Schweröl tanken. Dieses darf bis zu 3.500-mal mehr Schwefel enthalten als Pkw-Diesel.

„Aus Gesundheits- und Umweltsicht ist es vollkommen unverstĂ€ndlich, dass Container- und Kreuzfahrtschiffe die Luft noch immer so massiv verschmutzen dĂŒrfen. Zumal sie, wie hier in Hamburg, hĂ€ufig in dicht besiedelten Gebieten ankern. Ihre Abgase werden dabei ĂŒber die ganze Stadt verteilt. Dadurch schafft sich ein großer Hafen wie Hamburg auch große Probleme“, so NABU-Verkehrsexperte Daniel Rieger. Damit das Traditionsvolksfest Hafengeburtstag zu einem unbedenklichen VergnĂŒgen werde, sei es dringend nötig, die Schifffahrt sauberer zu machen.

Der NABU fordert dazu die Umstellung von Schweröl auf Diesel sowie die AusrĂŒstung aller Schiffe mit wirksamer Abgastechnik. „Auch die Stadt Hamburg muss mit gutem Beispiel vorangehen und sĂ€mtliche Schiffe der stadteigenen HADAG-FĂ€hren sowie der Hamburg Port Authority mit Filtertechnik nachrĂŒsten“, forderte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.
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