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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
Rotteckring: 300 neue, befristete Abracadabrantesque am Platz der Alten Synagoge
Wiederverwendbare BĂŒgel sind Ersatz fĂŒr wegfallende RadabstellplĂ€tze in der Bertoldstraße

300 neue RadabstellplĂ€tze sind ab sofort am Platz der alten Synagoge zu finden. Innenstadtnah haben die Mitarbeiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT) auf dem Platz der Alten Synagoge die neuen RadabstellbĂŒgel montiert. Auf der rund 1000 Quadratmeter großen ParkflĂ€che gegenĂŒber dem Theater wurden die alten AbstellbĂŒgel abgebaut und durch RohrbĂŒgelstĂ€nder ersetzt. Diese RohrbĂŒgel in Höhe von Fahrradrahmen sind nicht wie ĂŒblicherweise unter dem Pflaster oder Asphalt einbetoniert, sondern am Fußpunkt auf EisenbĂ€ndern geschweißt und auf dem Asphalt aufgedĂŒbelt.

Diese Bauweise ermöglicht bei zeitlich befristeten Radabstellanlagen eine leichte Wiederverwendung an anderer Stelle. WĂ€hrend des Umbaus vom Rotteckring werden sie entsprechend dem Baufortschritt voraussichtlich 2016 wieder abgebaut werden. Die Anschaffungskosten fĂŒr die wiederverwendbaren BĂŒgel belaufen sich auf 9.000 Euro. Mit diesem neuen Angebot von ĂŒber 300 sicheren RadabstellplĂ€tzen reagiert das GuT auf den zeitlich befristeten RĂŒckbau von RadabstellplĂ€tzen in der Bertoldstraße wĂ€hrend der Straßenbauarbeiten der Verkehrs-AG.
 
 

 
SchĂŒler helfen dem Waldsee-Förster
Projekt der Richard-Mittermaier-Schule mit dem Forstamt kommt der Erholung im Sternwald zugute

SchĂŒler helfen dem Förster – dies ist die nicht alltĂ€gliche Grundidee eines Projektes der Richard-Mittermaier-Schule. Der Einsatz der jungen Leute kommt Erholungseinrichtungen im Sternwald zugute. Heute nun haben BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und Nicole Schmalfuß, stellvertretende Leiterin des Forstamts, den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern herzlich fĂŒr den Einsatz gedankt.

Stuchlik hob hervor: „Dieses Projekt kommt nicht nur der Erholung im Sternwald zugute sondern auch den einzelnen Helferinnen und Helfern sowie dem Forstamt. Es verdient besondere Anerkennung.“ Zum Dank schenkt das Forstamt der Schule eine Bank fĂŒr den Schulhof.

Getragen von der Stadt Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, bietet die Richard-Mittermaier-Schule an der SchĂŒtzenallee SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern mit geistiger Behinderung aus Freiburg und Umgebung eine individuelle Förderung, die von den StĂ€rken jedes Einzelnen ausgeht. Seit ihrer GrĂŒndung 1999 befindet sich die Schule im SĂŒdflĂŒgel des LycĂ©e Turenne.

Anfang 2013 kam der Kontakt zu Revierförster Bernhard Friedmann vom Forstrevier Waldsee zustande. Die Richard-Mittermaier-SchĂŒler wollten ein Waldprojekt in Angriff nehmen – und Friedmann machte das gerne möglich. Seither haben die SchĂŒler Fußwege oberhalb der Waldseestraße nach der Holzernte von Ästen und Reisig gereinigt, MĂŒll im Bereich der dort aufgestellten BĂ€nke gesammelt und die BĂ€nke in monatelanger Arbeit wunderbar in Stand gesetzt. Das praktische Arbeiten in Werkstatt und draußen im Wald unter der Leitung von Techniklehrer Joachim Schick macht den SchĂŒlern viel Freude und schult Feinmotorik und handwerkliches Geschick.
 
 

 
NABU: Lasches Effizienzziel bremst Fortschritt bei EU-Energieversorgung aus
Oettinger knickt vor Atom- und Kohlelobby ein

Der NABU hat den heute von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag fĂŒr ein Energieeffizienzziel von 30 Prozent bis 2030 kritisiert. Ob das Ziel verbindlich wird, will die EU-Kommission zudem dem EU-Gipfel ĂŒberlassen. „Dieser Vorschlag ist viel zu lasch. Wieder einmal ist EU-Kommissar Oettinger vor der Atom- und Kohleindustrie eingeknickt und hat dringend erforderliche Effizienzziele den Lobbyinteressen geopfert. FĂŒr einen Kommissar, der noch vor wenigen Monaten ein ambitioniertes und verbindliches Energieeffizienzziel versprach, ist das ein Armutszeugnis“, kommentierte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Damit die EU ihre Energieversorgung langfristig sichern kann, mĂŒssen die Mitgliedstaaten nach Ansicht des NABU deutlich stĂ€rker auf Effizienz und klimafreundliche EnergietrĂ€ger setzen. „Effizienz ist der SchlĂŒssel, damit sich die EU-Mitgliedstaaten aus der AbhĂ€ngigkeit von Kohle- und Erdgasimporten befreien können“, so Tschimpke. Ein Ziel von 30 Prozent fĂŒhre aber dazu, dass Effizienzfortschritte EU-weit auf niedrigem Niveau stagnieren.

„Die EuropĂ€ische Union will das Klima schĂŒtzen, Energiekosten sparen und ArbeitsplĂ€tze schaffen – aber genau das Gegenteil wĂŒrde sie mit diesen Vorgaben bewirken. Wenn die Staats- und Regierungschefs diesen Vorschlag im Oktober nicht korrigieren, wird es die Mitgliedstaaten teuer zu stehen kommen“, so Tschimpke.

Nun liegt es in den HĂ€nden von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am 23. Oktober mit den Staats- und Regierungschefs der EU ĂŒber alle drei Klima- und Energieziele entscheidet. „Zivilgesellschaft und EU-Parlament wollen ein verbindliches Effizienzziel von 40 Prozent – daran sollten sich die Staats- und Regierungschefs halten“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Nachdem zuletzt die USA und China erkennen ließen, mehr fĂŒr den Klimaschutz tun zu wollen, sei nun die EU am Zug. „Auch im Hinblick auf die kommenden internationalen Klimaschutzverhandlungen muss die EU endlich wieder zum Vorreiter werden“, so Mieritz.
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NABU International: Elefanten- und Nashorn-Wilderei dramatischer als angenommen
SchnĂŒffelhunde sind Wilderern auf der Spur

AnlĂ€sslich des Internationalen Tages der Ranger am 31. Juli verweist NABU International auf neueste wissenschaftliche SchĂ€tzungen, denen zufolge die Elefanten-Wilderei in Afrika noch dramatischer ist als bislang angenommen. Bis zu 50.000 Elefanten werden nach neusten Angaben des Center for Conservation Biology jĂ€hrlich allein in Afrika ihrer StoßzĂ€hne wegen getötet. Offizielle Angaben von IUCN und CITES gingen bislang von 20.000 bis 22.000 gewilderten Elefanten in Afrika im Jahr 2013 aus. Gleichzeitig hat sich der Preis von Elfenbein im Haupt-Abnehmerland China seit 2010 verdreifacht. Auch die Wilderei von Rhinozeros-Horn ist innerhalb der vergangenen fĂŒnf Jahre sprunghaft angestiegen. In SĂŒdafrika wurden im Jahr 2013 mehr als tausend Nashörner gewildert – mehr als je zuvor. Mit 558 getöteten Nashörnern seit Januar hĂ€lt dieser Negativ-Trend auch in diesem Jahr weiter an.

„Auch Ranger, die Elefanten und Nashörner beschĂŒtzen, geraten zunehmend in Lebensgefahr“, sagte Thomas Tennhardt, NABU-VizeprĂ€sident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung. „Denn die HĂ€ndler mit Elfenbein und Rhinozeros-Horn sind keine armen Landbewohner, die ihren Lebensunterhalt verdienen mĂŒssen, sondern gewissenlose GeschĂ€ftemacher, zunehmend verstrickt in Drogenhandel und Terrorismus.“ Diese hochgerĂŒstete „Elfenbein-Mafia“ schreckt auch vor Angriffen auf Menschen mit vollautomatischen Schusswaffen nicht zurĂŒck. Nach Angaben der International Ranger Federation (IRF) wurden allein 2013 weltweit mehr als 85 WildhĂŒter wĂ€hrend ihres Dienstes ermordet, etwa die HĂ€lfte von ihnen in Afrika.

Afrikanische Wildschutzbehörden wie der Kenya Wildlife Service benötigen dringend mehr FĂ€hrtenhunde und eine verbesserte AusrĂŒstung. „FĂ€hrtenhunde bieten eine wichtige UnterstĂŒtzung fĂŒr die WildhĂŒter, denn schnelles und effektives Handeln der Wildschutzbehörden ist ein wesentlicher Faktor, um die Wilderer dingfest zu machen“, sagte Werner Schröder, Sprecher der ehrenamtlichen NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft Afrika. „Es mĂŒssen neue Hundestaffeln an strategisch wichtigen Punkten im Land platziert werden.“ Deshalb unterstĂŒtzt NABU International die Ausbildung von weiteren Helden auf vier Pfoten. Zusammen mit dem David Sheldrick Wildlife Trust und dem Kenya Wildlife Service baut NABU International eine Hundestaffel im Tsavo-East-Nationalpark auf. Noch lebt dort die grĂ¶ĂŸte Elefanten-Population Kenias. Aber die berĂŒhmten, von der Erde rot gefĂ€rbten Elefanten sind akut von der Wilderei bedroht. Daher werden ausgesuchte Ranger zu HundefĂŒhrern ausgebildet. Sie werden ausgerĂŒstet mit Nachtsicht-GerĂ€ten und Taschenlampen, da die Wilderer oft nachts zuschlagen.

Um Wilderei zu stoppen fordert NABU International ein absolutes Verbot des internationalen und nationalen Elfenbeinhandels sowie die Vernichtung des in Deutschland lagernden beschlagnahmten Elfenbeins, damit es unbrauchbar und fĂŒr Diebe uninteressant wird. „Außerdem muss in Deutschland schnellstmöglich eine zentrale Erfassungsstelle fĂŒr eingefĂŒhrtes Elfenbein eingerichtet werden, damit Missbrauch öffentlich gemacht werden kann. Die Bundesregierung muss darĂŒber hinaus auf die Haupt-AbnehmerlĂ€nder Thailand und China einwirken, damit dort die Nachfrage gestoppt wird“, forderte Werner Schröder.
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Hochwertiges Retro-Transportfahrrad / Nutzfahrrad / Lastenfahrrad
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Karlsruhe: Schon rund 500.000 GĂ€ste im Zoologischen Stadtgarten
"Wassertanz" von Gina und ihrem ein Tage alten Jungtier / Foto: Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Schon rund 500.000 GĂ€ste im Zoologischen Stadtgarten
Gina und Alf haben Nachwuchs: Junger Seehund ist auf der Außenanlage zu beobachten

Am Wochenende könnte bereits die halbe Million erreicht werden. Der Zoologische Stadtgarten ist als Ausflugsziel beliebt, bis Mitte Juli kamen bereits ĂŒber 475.000 Besucherinnen und Besucher in die innerstĂ€dtische Anlage. Was einem Plus von ĂŒber 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 entspricht. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Zoologische Stadtgarten insgesamt rund 1,3 Millionen GĂ€ste.

Ausschlaggebend fĂŒr den deutlichen Zuwachs 2014 dĂŒrfte neben dem milden Winter auch sein, dass an besonders beliebten Ausflugstagen, etwa an Ostern, der Himmel mit strahlendem Wetter mitspielte. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ gibt es aber auch den umgekehrten Wettereffekt: Wenn im Sommer Regenwolken den Freibad-Besuch verleiten, zieht es viele stattdessen zu den Zoo-Tieren und der Parklandschaft des Stadtgartens.

Zunehmend beliebt ist der Zoo bei Schulklassen oder Kindergarten-Gruppen. Im Juli kamen bislang durchschnittlich 15 Klassen an Werktagen mit ihren LehrkrĂ€ften. Schon jetzt haben sich fĂŒr die nĂ€chsten Tage viele Klassen angemeldet, der Zoologische Stadtgarten erwartet bis zu den Sommerferien unter der Woche 25 bis 30 Schulklassen tĂ€glich. Mehr und mehr planen auch KindergĂ€rten fĂŒr ihre MĂ€dchen und Jungen einen Besuch im Zoologischen Stadtgarten ein. Im April kamen rund 1.100 Kinder, im Durchschnitt waren es vier Gruppen am Tag. Im Juni besuchten ĂŒber 4.600 Kinder die Streichelzoo-Tiere sowie EisbĂ€r, Seelöwe, Schimpansen und Co. in den anderen Gehegen. Im Schnitt waren es 17 Gruppen tĂ€glich zwischen Montag und Samstag.

Einen Grund mehr fĂŒr einen Besuch gibt es aktuell neben dem Nachwuchs bei Seelöwen und Karpaten-Luchsen auch bei den Seehunden. Dort hat Gina in der Nacht zum heutigen Donnerstag ein Jungtier zur Welt gebracht. Die 22 Jahre alte Gina kĂŒmmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist. Das Junge von ihr und Seehund-Bulle Alf ist ab sofort auf der Anlage zu beobachten - es taucht, schwimmt und fĂŒhlt sich offensichtlich wohl.

Gina und Alf sind die Eltern von Zola, die, 2011 geboren, im Sommer 2013 fĂŒr ĂŒberregionales Aufsehen sorgte. Sie war aus dem Gehege ausgebĂŒxt und wochenlang im Stadtgartensee zur Freude der Besucherinnen und Besucher immer wieder zwischen den Gondoletta-Booten aufgetaucht.
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NABU: Offshore-LĂ€rm vertreibt Deutschlands einzige Wal-Art
Miller: Behörden-Hick-Hack um Butendiek wird zur Katastrophe fĂŒr Schweinswale

Berlin – Deutschlands einzige Wal-Art, der Schweinswal, flieht vor dem BaulĂ€rm des Offshore-Windparks Butendiek. Das zeigen aktuelle Flugbeobachtungen aus dem Sylter Außenriff. FĂŒr gewöhnlich halten sich hier im Juni die Schweinswale auf, um ihre KĂ€lber aufzuziehen. Doch dieses Jahr wurden deutlich weniger Tiere gezĂ€hlt als im Vorjahr. „Damit wird unsere grĂ¶ĂŸte BefĂŒrchtung zur traurigen Gewissheit: Der BaulĂ€rm des Windparks hat die Wale aus dem fĂŒr sie eingerichteten Schutzgebiet vertrieben – und das mitten in ihrer Fortpflanzungszeit“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Das wollten wir mit unserer Klage am Verwaltungsgericht Köln verhindern. Doch anstatt Verantwortung zu ĂŒbernehmen, ringen die Behörden seit Monaten um ZustĂ€ndigkeiten und versuchen, unsere Klage mit allen Mitteln zu behindern“, so Miller weiter.

Im Auftrag des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz fĂŒhrt die TierĂ€rztliche Hochschule Hannover regelmĂ€ĂŸig fluggestĂŒtzte SchweinswalzĂ€hlungen in der deutschen Nordsee durch. Die aktuellen Karten zeigen, dass fast jeder zweite Schweinswal aus dem Gebiet verschwunden ist. Besonders alarmierend ist die geringe Anzahl von Mutter-Kalb-Paaren, die sonst typisch fĂŒr diese Jahreszeit sind. Im Radius von mehreren Kilometern um das Baugebiet des Windparks wurden wĂ€hrend zweier ÜberflĂŒge ĂŒberhaupt keine Wale gesichtet. „Butendiek liegt mitten im FFH-Schutzgebiet, in der Kinderstube des Nordsee-Schweinswals“, kritisierte NABU-Meeresexperte Kim Detloff. „Trotzdem wurden die ohrenbetĂ€ubenden Rammungen vorsĂ€tzlich in die Fortpflanzungszeit von Mai bis August gelegt. Diese naturschutzpolitische Ignoranz vonseiten der Betreiber und der Behörden ist unfassbar. Schweinswale sind nach nationalem und europĂ€ischem Recht streng geschĂŒtzt“, sagte Detloff.

Im April hatte der NABU auf Grundlage eines eigenen Rechtsgutachtens Klage nach Umweltschadensgesetz am Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Angeklagt ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN). Das BfN jedoch lehnt die Verantwortung ab und verweist auf die rechtliche ZustĂ€ndigkeit des Bundesamtes fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), der Genehmigungsbehörde fĂŒr Offshore-Windparks. Seitdem streiten sich die Juristen um die tatsĂ€chliche Verantwortlichkeit von BfN und BSH.

Um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen, muss der NABU nun zwei getrennte Verfahren fĂŒhren: zum einen die Klage auf Vermeidung weiterer UmweltschĂ€den gegen das BSH am Verwaltungsgericht Hamburg, zum anderen die Klage gegen das BfN auf Sanierung des bereits eingetretenen Schadens am Verwaltungsgericht Köln. „WĂ€re das Thema nicht so traurig, könnte man ĂŒber diese Posse nur den Kopf schĂŒtteln. Doch die beiden zustĂ€ndigen Behörden spielen auf Zeit und verweigern die inhaltliche Auseinandersetzung. Gleichzeitig geschieht im Sylter Außenriff eine ökologische Katastrophe“, warnte Detloff. Inzwischen fordert das BSH sogar das BfN zur Stellungnahme fĂŒr das Hamburger Verfahren auf. „Das macht nicht nur die Verwirrung komplett, sondern zeigt auch, wie sehr sich die Behörden vor ihrer Verantwortung scheuen“, so der NABU-Meeresexperte.

Die nebulöse Umsetzung der europĂ€ischen Umwelthaftungsrichtlinie mit unklarer ZustĂ€ndigkeit ist nach NABU-Meinung ein Fall fĂŒr den EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH). „Die Splittung der ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr die Umwelthaftungsrichtlinie entspricht ganz sicher nicht der Intention der europĂ€ischen Gesetzgebung“, sagte Kim Detloff. „Den Schweinswalen im Baugebiet Butendiek hilft eine Entscheidung des EuGH vermutlich nicht mehr. Aber möglicherweise kann noch der Schaden fĂŒr die ebenfalls streng geschĂŒtzten Seevögel im Baugebiet abgewendet werden, etwa fĂŒr die Stern- oder Prachttaucher“, so Detloff. Gleichzeitig erhofft sich der NABU von den Klagen in Hamburg und Köln, dass zukĂŒnftige Genehmigungsverfahren fĂŒr Offshore-Parks den Anforderungen des geltenden Naturschutzrechts entsprechen.
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NABU begrĂŒĂŸt 500.000 Mitglied
Tschimpke: Mitglieder und Förderer verhelfen zu einer starken Stimme fĂŒr den Natur- und Umweltschutz

Berlin/Waltershausen – Die UnterstĂŒtzung vieler Menschen fĂŒr den NABU wĂ€chst. Der Verband hat im Sommer 2014 die Halbe-Million-Marke erreicht. Das 500.000 Mitglied kommt aus ThĂŒringen: Christel Rommel aus Hörselgau wurde am heutigen Freitag von NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke im thĂŒringischen Waltershausen persönlich begrĂŒĂŸt. Die Lehrerin unterrichtet dort am Staatlichen Regionalen Förderzentrum „A. Trinius“. PrĂ€sident Tschimpke nutzte die Gelegenheit einer Abschlussveranstaltung zum Ende des Schuljahres, um die ThĂŒringerin herzlich im Verband willkommen zu heißen und bedankte sich gleichzeitig bei den nun mehr als 540.000 Mitgliedern und Förderern, die den NABU regelmĂ€ĂŸig unterstĂŒtzen. Damit ist der NABU Deutschlands mitgliederstĂ€rkster Umweltverband.

„Unsere Mitglieder und Förderer verhelfen dem NABU zu einer starken Stimme und sorgen dafĂŒr, dass sich der NABU in Bund, LĂ€ndern und vor Ort beharrlich fĂŒr den Natur- und Umweltschutz einsetzen kann“, sagte NABU-PrĂ€sident Tschimpke. Durch diesen großen RĂŒckhalt in der Bevölkerung sei der NABU erfolgreich im Kampf um die Ziele des Natur- und Umweltschutzes und habe in seiner ĂŒber 100-jĂ€hrigen Verbandsgeschichte wichtige Erfolge erzielen können: Angefangen vom Verbot der Vogelfallenjagd und dem FlĂ€chenkauf durch die VerbandsgrĂŒnderin Lina HĂ€hnle Ende des 19. Jahrhunderts, dem Jagd- und Handelsverbot fĂŒr Greifvögel, der Sicherung des Nationalen Naturerbes bis hin zu aktuell erfolgreichen Kampagnen wie „Willkommen Wolf!“ zum Schutz der Wölfe und fĂŒr umweltfreundlichere Kreuzfahrt- und Containerschiffe.

„Im Wesentlichen sind die Ziele, die Lina HĂ€hnle damals verfolgte, geblieben. Im Fokus unserer Arbeit steht die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren sowie eine lebenswerte Umwelt auch fĂŒr folgende Generationen zu schaffen. Dazu zĂ€hlt auch unser Engagement bei Unternehmen fĂŒr eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise“, so Tschimpke. Die besondere StĂ€rke des NABU liege in der praktischen Naturschutzarbeit. HerzstĂŒck des NABU seien die rund 35.000 aktiven Mitglieder, die in ĂŒber 2.000 Ortsgruppen organisiert sind.

Aufmerksam auf den NABU wurde Christel Rommel auch in ihrer Funktion als Projektleiterin der Kampagne „Umweltschule in Europa-Internationale Agenda 21 Schule“, die der NABU ThĂŒringen koordiniert. Dabei setzen sich SchĂŒler und Lehrer fĂŒr Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte an ihrer Schule oder ihrem Umfeld ein. Dazu zĂ€hlen Aktionen zum Klimaschutz, zur Energieeinsparung, zur gesunden ErnĂ€hrung, ökologischen Schulhofgestaltung oder zum fairen Handel.
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