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Dienstag, 28. Mai 2024
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Verschiedenes

 
Nisthilfen fĂŒr Meisen, die Feinde der Kastanienminiermotte
SchÀdlingsbekÀmpfung mit BaukÀsten aus Holz

„Freiburg packt an“ stellt Nisthilfen kostenlos bereit

Die Kastanienminiermotte setzt den Rosskastanien der Stadt seit vielen Jahren zu. Die Larven der Falter fressen sich durch die BlĂ€tter, die werden Braun, die BĂ€ume werfen sie schon im Sommer ab. Um dem SchĂ€dling einzudĂ€mmen, wird in Freiburg deshalb der Lebensraum der Meisen gestĂ€rkt – die Vögel sind die natĂŒrlichen Fressfeinde der Mottenart. Und BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können dabei unterstĂŒtzen.

Im Rahmen von „Freiburg packt an“ werden kostenlose Nisthilfen BausĂ€tze aus Holz angeboten. Die NistkĂ€sten bieten den Vögeln einen neuen Lebensraum. Meisen können in den NistkĂ€sten brĂŒten und finden im Kastanienlaub genĂŒgend Nahrung fĂŒr die Jungvögel in Form von Motten und Larven, die im Laub versteckt sind.

Die Nisthilfen sollten ausschließlich an privaten KastanienbĂ€umen befestigt werden. Das Anbringen von HolznistkĂ€sten an öffentlichen BĂ€umen kann nur mit Zustimmung des Garten- und Tiefbauamts stattfinden. Es gibt zwei verschiedene LochgrĂ¶ĂŸen fĂŒr Kohlmeisen und Blaumeisen. Die Nisthilfen sollten zwischen Oktober und Februar alljĂ€hrlich geleert und ausgefegt werden, damit die neue Brut im sauberen Nest aufwachsen kann. Es dĂŒrfen nur die mitgelieferten AlunĂ€gel benutzt werden, um grĂ¶ĂŸere SchĂ€den am Baum zu vermeiden.

Die BausĂ€tze mit einer Anleitung und AlunĂ€geln können bei „Freiburg packt an“ bestellt und am Rathaus im StĂŒhlinger nach Terminabsprache abgeholt werden (Bestellung per Mail unter: fpa@stadt.freiburg.de)Die neuen Vogelwohnungen sollten am besten noch im Februar oder Anfang MĂ€rz an den BĂ€umen hĂ€ngen.
 
 

Klimaterrorismus: Vorschlag fĂŒr das Unwort des Jahres 2022
(c) mitwelt.org
 
Klimaterrorismus: Vorschlag fĂŒr das Unwort des Jahres 2022
Dass junge, verzweifelte Umweltaktive von Klimakatastrophenverantwortlichen als „Klimaterroristen“, als Mitglieder einer „Klima-RAF“ und „Klima-Chaoten“ bezeichnet und in PrĂ€ventivhaft genommen werden, ist mehr als ein Skandal. Auch wenn sich ĂŒber die Aktionsformen streiten lĂ€sst: So wie der Begriff des Klimaterroristen bisher verwendet wird, ist dies eine typische, perfekt organisierte TĂ€ter-Opfer-Umkehr. Aktivistinnen und Aktivisten machen gewaltfrei auf MissstĂ€nde aufmerksam und werden dafĂŒr kriminalisiert. Wer einmal den Begriff "Klimaterroristen" bei der Bildsuchfunktion einer Suchmaschine eingibt, sieht, aus welcher Richtung der vergiftete Wind weht. Der rechte Rand der Gesellschaft streut gemeinsam mit rechts-libertĂ€ren Medien und der BILD-Zeitung Begriffe in die öffentliche Debatte, die an Orwellsches Neusprech erinnern. In dieser Debatte zeigt sich nicht nur Definitionsmacht sondern auch tatsĂ€chliche Macht und dies in einer Zeit, in der die erkennbaren Folgen der Klimakatastrophe immer verheerender werden.
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Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

 
Pilotprojekt auf dem Recyclinghof St. Gabriel
Anlieferung auch außerhalb der Öffnungszeiten: Metall, Schnittgut, Holz und ElektrogerĂ€te können selbst entsorgt werden

Flexibler Service fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger – Entsorgung
jeden Tag auch von 19 bis 24 Uhr möglich

Terminvereinbarung und Tor öffnen per App

Auf dem Recyclinghof St. Gabriel gibt es ab sofort einen neuen Service: Metall, Schnittgut, Holz und ElektrogerĂ€te können hier auch außerhalb der Öffnungszeiten entsorgt werden. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können jeden Abend (Montag bis Sonntag) von 19 bis 24 Uhr das Material vorbeibringen. DafĂŒr muss lediglich ĂŒber eine App ein Termin reserviert werden. Vor Ort steht dann ein Container bereit, in den alles abgelegt werden kann. Mitarbeitende der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) sind in der Zeit nicht vor Ort. Sie kĂŒmmern sich am nĂ€chsten Werktag um die fachgerechte Sortierung der Stoffe. Der Service kostet eine Pauschale von 15 Euro. Zur Sicherheit aller Anliefernden ist der Platz abends ausgeleuchtet und videoĂŒberwacht.

„Wir freuen uns auf die Erfahrungen mit diesem neuartigen Service, der so in Deutschland bislang nur in einem anderen Landkreis angeboten wird. FĂŒr einige Menschen passt die Entsorgung in den Abendstunden oder am Sonntag einfach besser in den Lebensalltag. Manchmal muss es auch aufgrund eines Umzugs schnell gehen und genau dafĂŒr haben wir jetzt ein flexibles Entsorgungsangebot mit geringem Preis geschaffen“, sagt ASF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Michael Broglin.

Wer das neue Angebot nutzen will, braucht die von Remondis (ASF-Gesellschafter) neu entwickelte MAEX-App. Hier wird ein Termin gebucht, außerdem mĂŒssen die Abfallarten angegeben werden. Nach erfolgreicher Buchung lĂ€sst sich das Tor innerhalb des gewĂ€hlten Zeitfensters mit der App öffnen. Wichtig: DafĂŒr muss auf dem Smartphone Bluetooth aktiviert sein. Auf dem Recyclinghof können anschließend alle AbfĂ€lle unsortiert ĂŒber einen zugewiesenen Container entsorgt werden. Die MAEX-App kann ĂŒber die ASF-Abfall-App geöffnet werden und steht im Play Store und im App Store kostenfrei zum Download zur VerfĂŒgung. Sollten andere Abfallarten als angegeben in den Container entsorgt werden, werden diese gemĂ€ĂŸ der GebĂŒhrenordnung zusĂ€tzlich berechnet. Bei PlanĂ€nderungen können Terminbuchungen kurzfristig kostenfrei storniert werden.

Das Pilotprojekt lĂ€uft bis zum Ende des Jahres. Dann wird evaluiert und entschieden, ob das neue Angebot fortgefĂŒhrt wird.
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Umweltpolitischer JahresrĂŒckblick 2022
(c) mitwelt.org
 
Umweltpolitischer JahresrĂŒckblick 2022
Vorwort: Die Umweltbewegung hat sich geirrt.
Wir dachten, wenn die angekĂŒndigten Krisen kommen, WĂ€lder brennen, Atomkraftwerke im Krieg beschossen werden, FlĂŒsse austrocknen, Menschen verdursten, Extremwetterereignisse sich hĂ€ufen und immer mehr Arten ausgerottet werden, wĂŒrden die Menschen den Zusammenhang von Umweltzerstörung, Gier und unbegrenztem Wachstum verstehen und die tatsĂ€chlichen TĂ€ter, TĂ€terinnen und Klimakatastrophenverantwortlichen benennen. Wir haben die Macht der MĂ€chtigen unterschĂ€tzt.

2022 war ein Scheiß-Jahr!

Der mörderische und völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine war das bestimmende Thema des Jahres 2022. Kriegszeiten sind Zeiten grĂ¶ĂŸtmöglicher Dummheit, IrrationalitĂ€t und selektiver Wahrnehmung, in denen menschliches Denken und Handeln von stammesgeschichtlich erklĂ€rbaren, steinzeitlichen Reflexen geprĂ€gt ist. Der Krieg stĂ€rkte weltweit den organisierten Hass, die Kriegsgewinnler, Populisten und Vereinfacher, die das Rad des ökologischen und sozialen Fortschritts immer schon zurĂŒckdrehen wollten.

- 2022 war weltweit und regional ein Jahr der klimatischen Extreme mit sommerlichen DĂŒrreperioden und WaldbrĂ€nden. Nach den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes war der Sommer 2022 in Deutschland einer der wĂ€rmsten und trockensten – und vor allem der sonnigste – seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die Klimakatastrophe liegt schon lange nicht mehr „in der Zukunft“, sondern sie ist real. Und doch schafften es die alten, atomar-fossilen Seilschaften, die Klimakatastrophenverantwortlichen in enger Zusammenarbeit mit Klimawandelleugnern und der Springer-Presse perfekt, den Zorn auf die jungen Umwelt-Aktiven der "Letzten Generation" zu lenken. Klimaterrorismus wĂ€re ein gutes Unwort des Jahres 2022. Der gut organisierte Hass schwoll an, denn die Aktionen der jungen Aktiven störten VerdrĂ€ngung, Apokalypseblindheit und Gewinnerwartungen.

- Der Krieg, die von Konzernlobbyisten verhinderte Energiewende, die maroden französischen AKW und die von Putin und den Kriegsgewinnlern ausgelöste Energiekrise fĂŒhrte zur GefahrzeitverlĂ€ngerung von Kohle- und Atomkraftwerken. Die undemokratische Macht der Konzerne, der Umweltzerstörer und der Umweltzerstörungsparteien wurde sichtbar, als in Deutschland die menschengefĂ€hrdende Kohle- und AKW-GefahrzeitverlĂ€ngerung beschlossen wurde, nicht aber ein menschen- und klimaschĂŒtzendes Tempolimit. Klima- & Atomkatastrophen fallen nicht vom Himmel. Sie werden gemacht.

- Die KrisenbewĂ€ltigung durch die rot-grĂŒn-gelbe Bundesregierung war aus ökologischer Sicht bisher blamabel. LaufzeitverlĂ€ngerung fĂŒr Kohle und Atom, eine beschleunigte "Energiewende" insbesondere bei LNG-Terminals, kein Tempolimit und ein peinliches JA zum CETA -Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada ... Von einer grĂŒnen Handschrift war wenig zu bemerken.

- Leider hat sich auch die EU wieder einmal blamiert. Investitionen in Gas und Atom sollen ab 2023 als nachhaltig gelten. Mehr umweltzerstörender Greenwash war selten.

- Ausgerechnet in der "befreundeten Diktatur Katar" fand die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Viele Menschen schauten „bewundernd“ auf die glĂ€nzenden Fassaden von Katar & auf die anderen ProtzstĂ€dte am Golf, in denen eine kleine, superreiche & extrem umweltzerstörende Elite lebt. Die StĂ€dte wurden von Menschen im Schweiße ihres Angesichts erbaut, die hĂ€ufig nicht einmal einen Euro Stundenlohn erhalten haben.

- Ebenfalls in einer „guten, nĂŒtzlichen" Diktatur, in Ägypten, fand die Weltklimakonferenz statt. Auch hier zeigte sich die undemokratische Macht der alten fossilen Seilschaften. Sie verhinderten wieder einmal erfolgreich-verbrecherisch den Fortschritt beim Klimaschutz.
Die UN-Artenschutzkonferenz in Montreal brachte zumindest Teilerfolge.

- 2022 war das Jahr, in dem das Geld „verschwand“. Es war plötzlich weg, weniger, aufgelöst, verdunstet & verschwunden. Wohin unser Geld ging, wurde selten berichtet. Es ging von unten nach oben. Es bereicherten sich Kriegsgewinnler, MilliardĂ€re, Gas-Konzerne in befreundeten Staaten & Öl-Konzerne in „befreundeten“ Diktaturen. Gerade die Konzerne, die jahrzehntelang die Klimakatastrophe aktiv gefördert haben, haben sich schamlos bereichert.

Oberrhein und SĂŒdbaden: Regionaler umweltpolitischer JahresrĂŒckblick 2022:

- Mit der Verschiebung der Brennelemente aus dem abgestellten AKW Fessenheim nach La Hague wurde regional die grĂ¶ĂŸte Unfallgefahr gebannt. Die riskante Stromerzeugung fĂŒr eine Generation hat in Fessenheim AtommĂŒll produziert, der noch eine Million Jahre strahlt und 22.000 Generationen gefĂ€hrdet.

- FĂŒr den Betrieb (nicht nur) der Schweizer Atomkraftwerke werden selbstverstĂ€ndlich immer noch BrennstĂ€be aus Russland importiert. Macht zeigt sich auch bei der Frage, welche russischen Exportenergien vom Westen boykottiert werden. Atomare BrennstĂ€be gehören nicht dazu.

- Die Schweiz will das Endlager fĂŒr AtommĂŒll im Gebiet Nördlich LĂ€gern wenige Kilometer sĂŒdlich der deutschen Gemeinde Hohentengen bauen. Die hĂ€ufig einseitige Berichterstattung zu den atomaren EndlagerplĂ€nen der Schweiz war erschĂŒtternd unkritisch. Kein Wort zum Permokarbontrog unter dem geplanten Endlager und zur erkennbaren KĂ€uflichkeit der Regionalpolitik. Der Schweizer Franken scheint die optimale "Endlagerformation" zu sein. Atomare KĂ€uflichkeit schĂŒtzt zwar nicht die nĂ€chsten 30.000 Generationen, passt aber gut in unsere Zeit der Umweltzerstörung und der Gier.

- In der selbsternannten Ökoregion SĂŒdbaden wurde 2022 intensiver ĂŒber den Bahnausbau und den Bau von Radwegen diskutiert, als ĂŒber den geplanten klimazerstörenden Autobahnausbau.

- Auch in diesem Jahr haben 945 Tonnen Chlorid das Grundwasser bei Buggingen versalzen. Seit dem Jahr 2008 gibt es ein „sanierungserzwingendes“ Gerichtsurteil. Ist dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald & dem Kreistag das Grundwasser und Trinkwasser eigentlich scheißegal?

Nicht nur in Endingen waren mit zunehmender Beschleunigung immer mehr Hohlwege illegal befestigt und gepflastert worden. Das Landratsamt Emmendingen und das RegierungsprĂ€sidium Freiburg haben jetzt endlich fĂŒr Rechtssicherheit gesorgt. Alle Eingriffe in Hohlwege sind genehmigungspflichtig. Nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sind sie vorrangig zu vermeiden.

- Der Europa-Park will ĂŒber dem extrem flĂ€chenfressenden PKW-Auslieferungszentrum der Firma Mosolf bei Lahr eine große Solaranlage bauen. Die beiden Firmen greifen damit eine alte BUND-Forderung aus dem Jahr 2014 endlich auf.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
 
 

 
RĂŒckschnitte und BaumfĂ€llungen im Naturschutzgebiet Rieselfeld
Entlang von Rinnenbachweg, Löhliweg und Waltershofener Weg fĂŒhrt das stĂ€dtische Forstamt im Naturschutzgebiet (NSG) Rieselfeld in den nĂ€chsten zwei Monaten Verkehrssicherungsmaßnahmen am Baumbestand durch. Bis Ende Februar 2023 kann es dadurch zeitweilig zu BeeintrĂ€chtigungen und Wegesperrungen kommen.

Auch im NSG Rieselfeld werden alle BĂ€ume regelmĂ€ĂŸig kontrolliert. Dabei wurden in den genannten Bereichen GefĂ€hrdungen fĂŒr die angrenzenden Rad- und Fußwege festgestellt. Zum einen sind (wie im Wald und in anderen Gebieten der Stadt) auch hier die Eschen vom Eschentriebsterben betroffen und haben ihre StabilitĂ€t und VitalitĂ€t verloren. Zudem hat die Trockenheit dieses Sommers zum Absterben weiterer BĂ€ume und Kronenteile gefĂŒhrt. Das betrifft vor allem Ă€ltere BĂ€ume und vermindert ihre Stand- und Bruchsicherheit.

Ein Gehölzstreifen am Rinnenbachweg enthĂ€lt sehr viel Totholz schwĂ€cherer, abgestorbener Robinien und gefĂ€hrdet dadurch den anliegenden schmalen Fußweg. Dieser Wegabschnitt wurde im November vorsorglich durch Mitarbeiter des Mundenhofes gesperrt. Erst nach der Entnahme der abgestorbenen Robinien kann der Weg wieder freigegeben werden. Bei der Entnahme werden heimische, standsichere LaubbĂ€ume wie Eiche und Birke möglichst belassen.

Entlang des Löhliweges stehen ĂŒber 70 große alte Wasserbirnen, deren Kronen und Stammbereiche altersbedingt teilweise morsch oder bereits abgestorben sind. Um wertvolle Baumhöhlen, Totholz und andere Habitatstrukturen zu erhalten, werden einzelne Kronen zurĂŒckgeschnitten und so entlastet, um die AltbĂ€ume so gut wie möglich angesichts der Verkehrssicherungspflicht erhalten zu können. Einzelne StĂ€mme werden bis auf den Torso zurĂŒckgeschnitten, um das Totholz als Lebensraum zu erhalten. In wenigen FĂ€llen mĂŒssen aber umsturzgefĂ€hrdete BĂ€ume gefĂ€llt werden. Auch entlang des Löhliweges mĂŒssen aufgrund des Eschentriebsterbens 18- 20 Eschen entnommen werden.

Am Waltershofener Weg werden 12 Fichten und Douglasien sowie einzelne Robinien, Weiden, Bergahorn und weitere Eschen gefÀllt.
 
 

Wann kommt endlich die Sanierung des Bugginger Salzberges?
(c) mitwelt.org
 
Wann kommt endlich die Sanierung des Bugginger Salzberges?
Trocken gefallene Quellen, Probleme bei der Wasserversorgungen und ausgetrocknete BĂ€che. Der Sommer 2022 zeigte auch in SĂŒdbaden alle Gefahren der beginnenden KlimaverĂ€nderungen. Die aktuellen und die kommenden Probleme mit langen Trockenphasen und einzelnen Starkregenereignissen waren in aller Munde. Erstaunlich und erschreckend wenig wurde ĂŒber die massiven GefĂ€hrdungen des Trink- und Grundwassers durch Nitrat, Altlasten und Versalzung gesprochen.

Weltweit, aber auch in der selbsternannten "Ökoregion" SĂŒdbaden herrscht das "Prinzip Breisach". Die massiven Nitrat- und Versalzungsprobleme der Stadt am Rhein wurden nicht etwa durch eine BekĂ€mpfung der Ursachen angegangen, sondern durch das teure Ausweichen auf weit entfernte Quellen. Was interessiert die Menschen in Breisach jetzt der unsanierte Salz-Abraumberg in Buggingen, wenn das Wasser aus Hausen kommt?

- Von der Kali-Abraumhalde in Buggingen werden pro Tag bis zu 2,58 Tonnen Salz ins Grundwasser gespĂŒlt, auf das Jahr gerechnet sind das bis zu 945 Tonnen Chlorid. Jahrzehntelang hatte die K+S AG, frĂŒher Kali und Salz AG, versucht, die Sanierungskosten auf die Allgemeinheit abzuwĂ€lzen und erfolgreich auf Verzögerungen bei der Sanierung gesetzt.

- Seit einem Urteil aus dem Jahr 2008 (!) ist Firma letztinstanzlich in der Pflicht, die Sanierung auf Konzernkosten durchzufĂŒhren.

- "K+S geht derzeit davon aus, dass im nĂ€chsten Jahr mit der Sanierung begonnen werden kann." stand am 9.12.2020 in einem Bericht der Badischen Zeitung Im "nĂ€chsten Jahr" wĂ€re 2021 gewesen und nichts geschah. Jetzt sind wir kurz vor dem Jahreswechsel 2022/2023 und noch immer lĂ€uft die SalzbrĂŒhe ins Grundwasser.

- SpĂ€ter hieß es dann, die Sanierung wĂŒrde erst 2023 begonnen und könnte 8 Jahre dauern.

Ein Blick auf die viel schneller sanierten AbraumhĂŒgel im elsĂ€ssischen Kalibecken zeigt, dass es auch besser und effizienter geht, als in der "Ökoregion" Oberrhein.
Der mangelnde Druck auf die K+S AG und das erkennbare, jahrzehntelange Desinteresse der Kreisverwaltung Breisgau-Hochschwarzwald am schnellen Schutz unseres Grund- und Trinkwasser sind ein umweltpolitischer Skandal. Warum lÀsst sich der Kreistag dies seit so vielen Jahren gefallen?

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer
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Freiburg spart Energie
Umweltschutzamt verteilt kostenlos 7.500 Duschwassersparer auf dem Weihnachtsmarkt und auf StadtteilmÀrkten

Abholung im Innenstadt-Rathaus, im Rathaus im StĂŒhlinger und in den Ortsverwaltungen möglich. Maximal zwei StĂŒck pro Person

Aktion in Zusammenarbeit mit dem MĂŒllheimer Wassertechnik-Unternehmen Neoperl

Wassersparen ist Energiesparen. Deshalb startet die Stadt Freiburg mit dem MĂŒllheimer Wassertechnik-Unternehmen Neoperl eine Energiesparaktion fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt. Ab Montag, 21. Dezember, können sie in den stĂ€dtischen RathĂ€usern und den Ortsverwaltungen kostenlos Duschwassersparer abholen. Auch auf dem Weihnachtsmarkt und den StadtteilmĂ€rkten werden insgesamt 7.500 Durchflussmengenregler an Interessierte verteilt. Die Abgabe ist auf zwei StĂŒck pro Person begrenzt.

Wasser ist kostbar. Warmes Wasser noch mehr. Zwischen 12 und 35 Prozent des Energieverbrauchs von privaten Haushalten geht in die Warmwasserbereitung. Wer weniger Wasser braucht, senkt auch seine Energiekosten. Mit einem Duschwassersparer lĂ€sst sich die Wassermenge verringern, die man zum Duschen benötigt. Das spart bis zu 40 Prozent Wasser ein und pro Person und Jahr bis zu 350 kW/h (Kilowattstunden) fĂŒr die WĂ€rme. Eine leichtere Art, Energie zu sparen und das Portemonnaie zu entlasten, gibt es kaum.

Durchflussmengenregler sind mit wenigen Handgriffen montiert. Dazu wird die ĂŒbliche Dichtung im Brauseschlauch durch einen Mengenregler ersetzt. FĂŒnf Minuten Basteleinsatz wird mit einer Kostenersparnis von bis zu 120 Euro im Jahr belohnt. Und das ohne Komfortverlust: statt ĂŒblicherweise bis zu 16 fließen nur noch 9 Liter Wasser je Minute durch den Duschkopf, trotzdem bleibt der Wasserstrahl angenehm konstant.

Beim Energiesparen denken viele an Energiesparlampen oder das Herunterdrehen der Heizung. Freiburgs Umweltschutzamt hat sich jedoch mit dem Duschen ein Thema mit erstaunlichem Einsparpotential ausgesucht. Mit wenigen Handgriffen ist der Mengenregler eingebaut und der Energie- wie der Wasserspareffekt ohne weitere Kosten umgesetzt. Das Ergebnis zeigt sich auf dem Konto. Der Mengenregler hat eine lange Lebensdauer und sichert die Ersparnis ĂŒber mehrere Jahre.

UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit betont: „Als Blue Community hat sich Freiburg verpflichtet, schonend mit den Wasserressourcen umzugehen. Der Einbau von Duschwassersparern ist ein einfacher und sehr effizienter Beitrag zum Energiesparen und zum aktiven Klimaschutz.“ Die Wasserspar-Techniker von Neoperl sind weltweit im Einsatz, um mit unterschiedlichsten Produkten Wasserressourcen zu schonen. Eine Ă€hnliche Aktion wie in Freiburg hat Neoperl auch mit der Stadt MĂŒllheim durchgefĂŒhrt, wo der grĂ¶ĂŸte Produktionsstandort der Neoperl-Gruppe liegt. Deren Vize-PrĂ€sident Armin Tettamanti hatte bereits die internationale Wassersparinitiative „Gegen den Strom“ und die Webseite watersaving.com angestoßen.

Wasser ist ein Gut, das immer knapper wird. Das hat in vielen Teilen der Welt bereits dramatische Folgen. Auch in Deutschland gibt es inzwischen langanhaltende Trockenperioden mit sinkendem Grundwasserspiegel, niedrigen PegelstĂ€nden, trockenen Waldböden usw. Armin Tettamanti hebt hervor: „Neben der Notwendigkeit des Wassersparens an sich hat sich durch die aktuelle Energiekrise fĂŒr Verbraucher ein drastischer Anstieg der Energiepreise eingestellt. Energie, die gerade auch zum Erhitzen fĂŒr Warmwasser benötigt wird. Der Titel der Kampagne „Gegen den Strom“ soll auf diesen Umstand hinweisen, auch als Synonym gegen zu hohen Öl- oder Gasverbrauch. Hier ist schnelles Handeln unbedingt erforderlich.“

Deshalb stellt Neoperl der Stadt Freiburg zu Sonderkonditionen 7.500 Durchflussmengenbegrenzer fĂŒr den Duschkopf zur VerfĂŒgung. Zugleich rĂ€umt Tettamanti Bedenken aus, dass nach dem Einsatz der Begrenzer die Dusche nur noch tröpfeln könnte: „Duschen ist etwas Persönliches, das hat auch mit Komfort, Nutzen und Technik zu tun. Unsere Festlegung auf maximal 9 Liter trĂ€gt dem Rechnung. Es ist die Literleistung, bei der sich die Haare gut ausspĂŒlen lassen und die Durchlauferhitzer anspringen.“
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LĂŒckenschluss FR2
Freie Fahrt zwischen der Breisacher und der ElsĂ€sser Straße

Ein weiterer LĂŒckenschluss im Freiburg Radnetz ist fertig: Wer auf dem FR2 unterwegs ist, muss nun auf Höhe der Uniklinik nicht mehr den Umweg durch die Killianstraße nehmen, sondern kann parallel zur GĂŒterbahnlinie radeln. Der 200 Meter lange und vier Meter breite Geh- und Radweg schließt auf Höhe der Breisacher Straße an die bestehende Rad-Vorrang-Route FR2 an und fĂŒhrt bis zur Kreuzung ElsĂ€sser Straße und Hartmannstraße.

Frank Uekermann, Leiter des Garten und Tiefbauamts, betont: „Mit dem LĂŒckenschluss konnten wir die AttraktivitĂ€t dieser wichtigen Radverbindung durch Freiburg deutlich steigern. FĂŒr alle, die entlang der GĂŒterbahnlinie unterwegs sind, ist das eine große Verbesserung.“

Seit vielen Jahren stellt die Stadt bereits Teile des GĂŒterbahnradwegs FR2 her oder baut sie aus. Im SĂŒden und der Mitte Freiburgs ist der Radweg deshalb bereits in grĂ¶ĂŸeren Abschnitten fertig. SĂŒdlich der Uniklinik wurden in den letzten Jahren etwa die vorhandenen Radwege ausgebaut, beleuchtet und mit einer Vorfahrtsregelung oder wie in der Breisacher Straße mit kreuzungsfreien Querungen versehen.

Nördlich der Klinik wurde 2019 mit dem Neubau des Radweges entlang der Hartmannstraße ein weiteres wichtiges TeilstĂŒck gebaut. Mitte dieses Jahres wurde im Rahmen der Fuß- und Radoffensive der Weg vom GĂŒterbahnhof zur Tullastraße asphaltiert und beleuchtet.

In einem weiteren Schritt soll der Fuß- und Radverkehr auf dem FR2 im nĂ€chsten Sommer als Vorfahrtsstraße ĂŒber den Kreuzungsbereich ElsĂ€sser Straße und Hartmannstraße gefĂŒhrt werden. DafĂŒr wird dort die Fahrbahn erhöht, entsprechende Schilder aufgebaut und Markierungen angebracht. Zudem werden Rillenplatten fĂŒr Sehbehinderte eingesetzt und die Bordsteine fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen abgesenkt. Der Umbau der Kreuzung steht jedoch erst im Sommer an.

Insgesamt kostet der LĂŒckenschluss knapp eine Million Euro. Zu den 0,75 Millionen Euro fĂŒr den Bau des Fahrradwegs und die Kreuzung, kommen 250.000 Euro fĂŒr die Erweiterung einer StĂŒtzwand entlang der Böschung. Das Land wird voraussichtlich 575.000 Euro beisteuern.

Die LĂŒckenschluss ist ein wichtiger Teil der Fuß- und Radverkehrsoffensive, die das Garten- und Tiefbauamt auf Beschluss des Gemeinderates seit 2021 mit einem Etat von rund 16 Millionen Euro durchfĂŒhrt. Informationen zu den einzelnen Projekten der umfangreichen Fuß- und Radverkehrsoffensive gibt es unter www.freiburg.de/radverkehr
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