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Dienstag, 18. Februar 2020
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Verschiedenes

 
Test Zwieback: Mineralöl in der Babymarke
Nicht jeder Zwieback ist fĂŒr Kinder geeignet. Das ist das ResĂŒmee des aktuellen Zwieback-Tests, den das ÖKO-TEST Magazin durchgefĂŒhrt hat. Zwar sind die meisten Marken durchaus empfehlenswert, doch einige sind pappsĂŒĂŸ oder mit Mineralöl belastet. Das ist besonders Ă€rgerlich, wenn diese Produkte fĂŒr Babys ausgelobt sind.

ÖKO-TEST hat 15 Packungen Zwieback in SupermĂ€rkten, Drogerien, Discountern und Bio-MĂ€rkten eingekauft. Sechs davon werben auf ihren Verpackungen damit, dass sie fĂŒr Babys ab sechs bis acht Monaten geeignet sind. Doch einige Marken gehören definitiv nicht in BabybĂ€uche. Denn Kinder, die jĂŒnger als ein Jahr sind, sollten grundsĂ€tzlich keine gezuckerten Lebensmittel essen. Das ist nicht nur völlig ĂŒberflĂŒssig, sondern kann auch sehr frĂŒh die Vorliebe fĂŒr SĂŒĂŸes fördern und das Kariesrisiko erhöhen. ÖKO-TEST kritisiert deshalb, dass zwei der sechs getesteten Produkte, die fĂŒr Babys ausgelobt sind, Zucker oder Honig zugesetzt haben. Das trifft die Produkte von Hipp und Holle. Einige ZwiebĂ€cke im Test sind zudem pappsĂŒĂŸ. Zwei enthalten sogar 14 Prozent Zucker. Es gibt aber Alternativen: Einem Produkt ist etwa so gut wie kein Zucker zugesetzt.

Ein weiteres Problem sind MineralölrĂŒckstĂ€nde: Vier Produkte fĂŒr Babys, fĂŒnf insgesamt sind mit gesĂ€ttigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH verunreinigt. Am stĂ€rksten der Zwickback von Hipp. Er ist zusĂ€tzlich mit den aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen MOAH belastet. MOAH sind eine Gruppe von Stoffen, von denen einige krebserregend sind. MOSH wiederum können sich im Körper anreichern und haben in Tierversuchen Organe wie die Leber geschĂ€digt.

Das besonders bedenkliches Pestizid Glyphosat wies das Labor nur in einem Zwieback nach. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Das Labor fand in 13 anderen Produkten keine RĂŒckstĂ€nde von Pestiziden. Krebserregende Fettschadstoffe, Schimmelpilzgifte und Acrylamid haben die Labore entweder gar nicht oder nur in sehr geringen, unbedenklichen Spuren nachgewiesen.

Welchen Zwieback Sie getrost essen können, lesen Sie unter www.oekotest.de und im aktuellen ÖKO-TEST Magazin. Das ÖKO-TEST Magazin Oktober 2018 gibt es im Zeitschriftenhandel und als ePaper.
 
 

Herbstfinale im Garten der  HerrenmĂŒhle Bleichheim
Foto: Veranstalter
 
Herbstfinale im Garten der HerrenmĂŒhle Bleichheim
Ein letztes Mal in diesem Jahr steht der Garten von Hansjörg Haas fĂŒr Besucher offen.
Der Herbst zeichnet außergewöhnliche Stimmungen in den romantischen Garten im nördlichen Breisgau. SpĂ€te BlĂŒtenstauden und Kaskaden von Spanischen GĂ€nseblĂŒmchen, die die Mauern ĂŒberwallen, bezaubern die Betrachter und spiegeln sich im Wasser. Üppige GrĂ€ser geben den verschiedenen RĂ€umen FĂŒlle und versprĂŒhen doch Leichtigkeit. Eintritt wird erhoben.
Der Garten am Schloßplatz 2 in Herbolzheim-Bleichheim ist am Sonntag, 14. Oktober von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt : Erwachsene 5 Euro, Kinder frei.
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NABU-Stellungnahme zu Diesel-Konzept der Bundesregierung
Tschimpke: Diesel-Konzept bleibt StĂŒckwerk

Berlin – Das am Dienstag vorgestellte Diesel-Konzept der Bundesregierung kommentiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke:

„Das Diesel-Konzept der Bundesregierung bleibt StĂŒckwerk. Positiv hervorzuheben ist, dass Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Blockadehaltung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gegen Hardware-NachrĂŒstungen durchbrechen konnte. Leider bleibt die Einigung unter dem Vorbehalt, dass die Hardware ‚verfĂŒgbar und geeignet‘ ist. Diese Formulierung ermöglicht der Automobilindustrie viel zu viel Interpretationsspielraum und die Möglichkeit, weiter auf Zeit zu spielen. Unter dem Strich bleibt festzustellen, dass der Diesel-Gipfel wieder unter der PrĂ€misse ‚freie Fahrt fĂŒr freie BĂŒrger‘ stand, anstatt konsequent den Gesundheitsschutz der Bevölkerung in den Fokus zu rĂŒcken. HĂ€tte die Bundesregierung dies getan, hĂ€tte sie flĂ€chendeckende NachrĂŒstungen auf Kosten der Hersteller durchboxen mĂŒssen.“
 
 

 
NABU steigt aus Zertifizierungsprozess fĂŒr neuseelĂ€ndischen Hoki aus
Tennhardt: "MSC-Fischsiegel verliert weiter an GlaubwĂŒrdigkeit"

Berlin – Der NABU und die NABU International Naturschutzstiftung erklĂ€ren heute ihren Ausstieg aus dem Zertifizierungsprozess des Marine Stewardship Council (MSC) zum neuseelĂ€ndischen Hoki. „Der Hoki-Fang in Neuseeland ist nachweislich nicht nachhaltig und verdient das MSC-Siegel nicht. Dass der Fisch dennoch rezertifiziert wurde, spricht fĂŒr die UnglaubwĂŒrdigkeit des Siegels und offenbart erneut die vielfach kritisierten SchwĂ€chen des Bewertungssystems insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit, beim Schutz bedrohter Arten und bei der Prozesstransparenz“, so Thomas Tennhardt, NABU-VizeprĂ€sident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Der Hoki, auch Blauer Seehecht genannt, ist ein in neuseelĂ€ndischen GewĂ€ssern gefischter Tiefseefisch, der in großen Mengen auch nach Deutschland verkauft wird. Seine Zertifizierung ignoriere wissenschaftliche Studien und interne Regierungsberichte, die belegen, dass der Fang der Fischart in Neuseeland seit vielen Jahren illegalen Praktiken wie RĂŒckwĂŒrfen, Fang in Brutgebieten und falschen Angaben von Fangmengen unterliegt, so NABU International.

„Insbesondere der Schutz sensibler LebensrĂ€ume und der Beifang geschĂŒtzter Arten sprechen gegen eine erneute MSC-Zertifizierung des Hoki. Diese MissstĂ€nde haben wir gegenĂŒber der Zertifizierungsagentur im Rahmen des MSC-Prozesses umfangreich deutlich gemacht“, sagte Barbara Maas, Leiterin fĂŒr Internationalen Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung. JĂ€hrlich verendeten rund 222 SeebĂ€ren als Beifang in Fischernetzen. Der Beifang weiterer auch gefĂ€hrdeter Arten wie Albatross, Riesenhai und Delfin, einschließlich des akut vom Aussterben bedrohten Hector- und Maui-Delfins, seien nicht oder nicht zuverlĂ€ssig erfasst. Auch die stark rĂŒcklĂ€ufige Bestandsentwicklung der Zielfischart selbst sei mit einer Zertifizierung unvereinbar. „Unter diesen UmstĂ€nden ist eine fachliche Beteiligung des NABU an der MSC-Zertifizierung unmöglich“, so Maas.

Hinzu kĂ€me, dass fast alle Daten, die in die Hoki-Bestandsbewertung einfließen, von der Fischereiindustrie stammen anstatt von unabhĂ€ngigen wissenschaftlichen Institutionen und daher unzuverlĂ€ssig seien. „Der NABU und NABU International fordern, FischereiĂŒberwachung und Fischereiforschung in unabhĂ€ngige und glaubwĂŒrdige HĂ€nde zu geben, damit das MSC-Siegel ist, was es verspricht: Ein Beleg fĂŒr nachhaltig gefangenen Fisch. Dass Zertifizierungsagenturen nicht von der Fischerei selbst beauftragt und bezahlt werden, sondern ihr gegenĂŒber unparteiisch und unabhĂ€ngig agieren können, ist eine Grundvoraussetzung fĂŒr ein glaubwĂŒrdiges Siegel“, sagte Maas.

Die Entscheidung des NABU und der NABU International Naturschutzstiftung, sich aus dem MSC-Zertifizierungsprozess zurĂŒckzuziehen, reiht sich ein in eine wachsende Welle öffentlicher Kritik des Fischsiegels. Zum Jahresbeginn hatte ein internationaler Zusammenschluss von 66 Wissenschaftlern, Institutionen und VerbĂ€nden den MSC hinsichtlich seiner Zertifizierungspraxis öffentlich scharf kritisiert. 82 VerbĂ€nde aus aller Welt, einschließlich der NABU International Naturschutzstiftung, haben sich in der Koalition „Make Stewardship Count“ mit dem Ziel zusammengeschlossen, vom MSC dringend notwendige Reformen einzufordern.

Weitere Informationen:
- Mit einem Wert von mehr als 130 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist der Hoki Neuseelands wichtigster Exportfisch.
- Nach China, Australien, Polen und Frankreich ist Deutschland mit 3.300 Tonnen importiertem Hoki im Wert von knapp 10 Millionen Euro im Jahr 2017 das fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Importland fĂŒr Hoki aus Neuseeland.
- In Deutschland genießt der MSC-Siegel mit etwa 5.000 Fischprodukten, von Filets bis hin zum Katzenfutter, einen rund sechzigprozentigen Marktanteil.
- Weltweit ist die Restaurantkette McDonaldÂŽs der bedeutendste Großabnehmer fĂŒr Hoki aus Neuseeland
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ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2018
Seit 27. September 2018 als ePaper und im Handel erhÀltlich!

TEST KrÀutertee: teuer ist nicht gleich gut
Besonders enttĂ€uscht der Tee vom Bremer Teehandelskontor: Er ist nicht nur vergleichsweise teuer, sondern auch stark mit Pestiziden belastet. GĂŒnstig und mit "gut" können wir konventionelle Produkte von unter anderem Aldi SĂŒd, Lidl, Penny und Kaufland empfehlen.

TEST Zwieback: Mineralöl im Hipp-Produkt
In vier Marken-ZwiebĂ€cken stecken MineralölrĂŒckstĂ€nde – ausgerechnet auch in einem Produkt von Hipp, das fĂŒr Babys ausgelobt ist. Zudem kritisieren wir den zugesetzten Zucker: Zwei Produkte sind mit einem Gehalt von 14 Prozent pappsĂŒĂŸ. Zum GlĂŒck gibt's Alternativen.

TEST Buntstifte fĂŒr Kinder
Weichmacher oder gar krebserregend Farbstoffe: Knapp die HÀlfte der 15 Stiftesets im Test fÀllt durch.

TEST Nachtcremes
UV-Filter und Duftstoffe: "ungenĂŒgend" fĂŒr vier Cremes wegen problematischer Inhaltsstoffe.

TEST BettwÀsche
Ausgerechnet in einem zertifizierten Produkt aus Bio-Baumwolle steckt ein bedenklicher Farbstoff. In 19 von 24 getesteten Sets können sie aber beruhigt schlafen.

TEST Nachtlichter
Wir haben 14 GerĂ€te getestet. Die SicherheitsprĂŒfung haben alle bestanden. Allerdings können wir unterm Strich nur elf Lichter empfehlen.

TEST Mittel gegen Reizdarm
Zwei PrĂ€parate sind mit krebserregenden Pflanzengiften belastet, fĂŒr etliche fehlen Wirksamkeitsbelege.

TEST GrĂŒne Mischfonds
Nicht alle so sauber, wie versprochen: Zehn der 30 untersuchten grĂŒnen Mischfonds schließen fossile Brennstoffe nicht aus. Und einige sind extrem teuer.

44 Seiten Extra: Thema Schlafen
Milbe schlÀft mit: Heerscharen winziger Hausstaubmilben teilen mit uns die Matratze. Und bereiten mit ihren Ausscheidungen vielen Menschen heftige allergische Beschwerden. Doch gegen die unliebsamen Bettgenossen lÀsst sich einiges unternehmen.
Smart und Schlaflos: Tablet und Smartphone begleiten so manchen bis ins Bett. Statt abzuschalten wird gesurft und gechattet. Doch das kann den Schlaf beeintrÀchtigen.
Jedes Kind schlĂ€ft anders: Jedes Kind kann schlafen. Fragt sich nur, wann. HĂ€ufig wollen Eltern zu frĂŒh zu viel. Manchmal hilft Gelassenheit. Manchmal nĂŒtzen strenge Regeln. Eine professionelle Schlafberatung unterstĂŒtzt Sie dabei, herauszufinden, wie Sie und Ihr Baby zur Ruhe kommen.
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NABU: Baumschnitt, Laub und Fallobst im Garten lassen
GartenabfÀlle bieten Igeln, Insekten und Co. Nahrung und Winterquartier

Berlin – Wenn die Tage kĂŒrzer werden, ist es Zeit, den Garten winterfest zu machen. NaturgĂ€rtner sind dabei klar im Vorteil: Wer seinen Garten naturnah gestaltet, spart jede Menge Arbeit und hilft außerdem noch Igeln, Insekten und Co. Der NABU gibt Tipps, was vor dem Winter getan werden sollte, damit der Garten auch im kommenden FrĂŒhjahr wieder voller Leben ist.

„GĂ€rten sind wichtige RĂŒckzugsorte fĂŒr viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft finden“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Weniger aufrĂ€umen hilft Igeln, SiebenschlĂ€fern, FledermĂ€usen, Vögeln und Insekten gut ĂŒber den Winter zu kommen. Und fĂŒr GĂ€rtner ist das sehr entspannend, weil man viel weniger Arbeit hat.“

Wer Vögeln im Winter Futter bieten will, sollte abgeblĂŒhte Stauden und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen und Karden nicht abschneiden sondern stehen lassen. Auch Fallobst auf der Wiese und Wildobst an den StrĂ€uchern sollte bleiben – so finden gefiederte Gartenbewohner auch bei Minusgraden einen reich gedeckten Tisch vor. „Ein insektenfreundlicher Garten hĂ€lt dazu ab und an auch ein ĂŒberwinterndes Insekt fĂŒr Vögel bereit“, so Rottleb.

Um den Sechsbeinern ĂŒber die kalten Monate zu helfen, sollte ein Laubhaufen im Garten angelegt werden. Im wĂ€rmenden Laub sind MarienkĂ€fer und LaufkĂ€fer vor KĂ€lte geschĂŒtzt. „SolitĂ€rbienen ĂŒberwintern in hohlen Ästen, im Boden oder in StĂ€ngeln von Stauden“, so Marja Rottleb, „Auch eine Insektennisthilfe bietet ihnen einen guten Überwinterungsplatz.“

Der Laubhaufen im Garten hilft nicht nur Insekten ĂŒber den Winter. „Er ist der Allrounder unter den Winterquartieren. Erdkröten und Igel schĂ€tzen das Laub als Schutz gegen KĂ€lte, insektenfressende Tiere als Nahrungsquelle“, sagt die NABU-Gartenexpertin. „Als Mulchschicht auf den Beeten schĂŒtzt Laub die Pflanzen vor Frost und dient auch hier als Winterquartier fĂŒr Insekten.“ Wer noch mehr fĂŒr Igel tun will, kann ein Igelhaus bauen. Eine Anleitung gibt es unter www.NABU.de/igelhaus .

Beim Baumschnitt anfallende Äste und Reisig können ebenfalls zu einem Haufen aufgeschichtet oder als Benjeshecke angelegt werden. So eine Totholzhecke bietet Schutz und Lebensraum fĂŒr viele Insekten und andere Kleintiere, wie MĂ€use. Vögel finden hier auch im Winter so manchen Leckerbissen mit sechs oder acht Beinen.

„Die Natur kennt keinen Abfall. Reisig, Laub, Fallobst, abgeblĂŒhte Stauden, die im Herbst anfallen, sind nahrhaft und nĂŒtzlich fĂŒr viele tierische Gartenbewohner“, sagt Marja Rottleb, „Wer naturnah gĂ€rtnert und diese ,AbfĂ€lle‘ im Garten lĂ€sst, kann sich im Herbst entspannt mit einer Tasse Tee zurĂŒcklehnen und die FrĂŒchte seines Gartens genießen.“
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Freiburg weiterhin fĂŒhrend bei Verwendung von Recyclingpapier
Papieratlas 2018: StÀdte erzielen neue Rekordquote

Berlin, 25.09.2018: Die Stadt Freiburg hat zum achten Mal in Folge Bestleistungen
beim Einsatz von Papier mit dem Blauen Engel gezeigt und ist somit „Mehrfachsieger“ im Papieratlas-StĂ€dtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Weitere Mehrfachsieger sind Bonn, Siegen, Solingen und die Stadt Essen, die eine Sonderauszeichnung erhielt. „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ ist in diesem Jahr Bremerhaven. Den Titel als „Aufsteiger des Jahres“ sicherte sich Rosenheim.

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher StĂ€dte ab. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche StĂ€dtetag und der Deutsche StĂ€dte- und Gemeindebund. Die 93 in diesem Jahr teilnehmenden Groß- und MittelstĂ€dte erreichen mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 87,15 Prozent einen neuen Rekord.

Die Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel ist eine besonders einfache und effektive Maßnahme fĂŒr den Klima- und Ressourcenschutz. Die Herstellung spart im Vergleich zu Frischfaserpapier rund 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie. In den vergangenen acht Jahren bewirkte Freiburg durch den Einsatz von Recyclingpapier eine Einsparung von ĂŒber 43,6 Millionen Liter Wasser und mehr als 8,9 Millionen Kilowattstunden Energie.

Neben dem StĂ€dtewettbewerb wurde der Papieratlas 2018 erstmals auf alle deutschen Landkreise ausgeweitet. Hier setzte sich der Rhein-HunsrĂŒck-Kreis durch. Die Auszeichnungen des Hochschulwettbewerbs gingen in diesem Jahr an die Hochschule fĂŒr Wirtschaft und Umwelt NĂŒrtingen-Geislingen sowie die Bergische UniversitĂ€t Wuppertal.
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NABU: BorkenkÀfer setzen Fichten zu
BorkenkÀger / Foto: Nabu/Helge May
 
NABU: BorkenkÀfer setzen Fichten zu
Miller: Waldumbau ist dringend notwendig - naturnahe WÀlder sind widerstandsfÀhiger

Berlin – In den vergangenen Wochen haben die WaldbrĂ€nde in Kiefernforsten fĂŒr bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt. In Fichtenforsten ist derzeit eine Vermehrung von BorkenkĂ€fern zu beobachten, die zum Absterben von Fichten fĂŒhrt. Im Rahmen von sogenannten Waldschutzmaßnahmen werden auch Pestizide zum Schutz des Holzes und der angrenzenden Forste eingesetzt.

„Die Fichtenforste machen seit vielen Jahren sehr deutlich, wie anfĂ€llig sie gegenĂŒber extremen Wetterereignissen sind. DĂŒrre und Hitze haben in diesem Jahr auch den BorkenkĂ€fer-Befall begĂŒnstigt, das Insekt hatte bereits mit einem warmen April optimale Bedingungen. Auch haben durch StĂŒrme vorgeschĂ€digte WĂ€lder dem BorkenkĂ€fer weniger entgegenzusetzen“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Besonders betroffen von BorkenkĂ€fermassenvermehrungen dĂŒrften BundeslĂ€nder mit einem hohen Fichtenanteil sein. Dazu zĂ€hlen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, ThĂŒringen und Baden-WĂŒrttemberg.

„Aus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte mĂŒssen wir schneller lernen. Gerade im öffentlichen Wald dĂŒrfen wirtschaftliche Interessen beim Waldbau nicht das Maß der Dinge sein. Es zeigt sich immer wieder – je naturnĂ€her der Wald, desto weniger anfĂ€llig ist er gegen extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel immer hĂ€ufiger auftreten“, so Miller weiter.

Die Fichte (Picea abies) gehört zum natĂŒrlichen Baumartenspektrum in Deutschland. Allerdings kĂ€me sie von Natur aus in Deutschland nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen vor. Auf Grund der Nutzungsgeschichte der WĂ€lder und den ökonomischen Interessen der Forst- und Holzindustrie hat die Fichte heute immer noch einen Anteil von 25 Prozent, mit abnehmender Tendenz.

Durch die Bildung von Harz können sich die Fichten gegen BorkenkĂ€fer wehren. Zur Harzbildung wird Wasser benötigt, welches momentan den BĂ€umen aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht zu VerfĂŒgung steht. Gleichzeitig profitieren die BorkenkĂ€fer von den hohen Temperaturen und können sich gut vermehren. Zur BekĂ€mpfung der BorkenkĂ€fer werden auch Pestizide im Rahmen der sogenannten Polterspritzung, wobei im Wald lagerndes, geerntetes Holz mit einem Insektizid behandelt wird, eingesetzt.

„Wir können aber nicht ĂŒber Jahre mit Gift gegen die KlimaverĂ€nderung ankĂ€mpfen. Kurzfristige Lösungen sind nicht vorhanden. Mittel- bis langfristig hilft nur der Waldumbau hin zu naturnahen Laub- und MischwĂ€ldern. Der Trend der Forstwirtschaft, Fichten durch Douglasien und andere schnellwachsende Nadelbaumarten zu ersetzten, verhindert die Entwicklung naturnaher Waldstrukturen und muss beendet werden“, fordert der NABU-Waldexperte Stefan Adler.
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