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Verschiedenes

 
NABU: Auf Adebars Schwingen in den SĂŒden
Die Naturschutzjugend schickt zwei Störche mit GPS-Sendern auf Reisen

Berlin, 20. August 2014 - Wo verbringen Störche eigentlich den Winter und ĂŒber welche LĂ€nder fliegen sie auf ihrer Reise? Antworten auf diese Fragen erhalten große und kleine Storchenfreunde ab sofort auf der Internetseite www.storchenreise.de. Hier können Kinder die Reise der Störche Arthur und Peter begleiten, die jeweils einen kleinen GPS-Sender auf ihrem RĂŒcken tragen.

Das neue Projekt der Naturschutzjugend (NAJU) „Ein Storch auf Reisen“ ermöglicht es Kindern, auf einer Karte und einem Reisetagebuch den abenteuerlichen Flug von zwei Störchen ĂŒber WĂŒsten und Meerengen, entlang von FlĂŒssen und ĂŒber schroffe GebirgszĂŒge mitzuerleben. „Der blinde Passagier auf dem RĂŒcken der Vögel wiegt nur 30 Gramm und ist so groß wie eine Streichholzschachtel. Er stört sie ĂŒberhaupt nicht beim Fliegen“, erklĂ€rt Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto Institut aus Bergenhusen. „Eine kleine Solarzelle auf dem Sender versorgt ihn mit Strom. Die Koordinaten des Aufenthaltsortes der Störche werden tĂ€glich per SMS verschickt und an uns weitergeleitet. Wir können die Daten dann bequem im Internet abrufen“, erklĂ€rt der Storchenexperte weiter.

Jedes Jahr im SpĂ€tsommer machen sich Tausende von Zugvögeln von Deutschland aus auf ihre lange Reise nach Afrika: so auch Peter und Arthur. Die meisten von ihnen fliegen entlang der Ostroute ĂŒber den Bosporus in der TĂŒrkei, den Nahen Osten bis in den Sudan und von dort weiter nach Tansania und sogar nach SĂŒdafrika. Weniger Störche nutzen die schmale Mittelmeerenge bei Gibraltar, um ĂŒber die Sahara zu ihren Winterquartieren in die westafrikanische Sahelzone zwischen Senegal und Tschad zu gelangen.

„Ich bin startklar und gespannt, welchen Weg Arthur und Peter in den SĂŒden einschlagen!“ freut sich Malin BĂŒttner, Schirmherrin des Projektes und als Moderatorin des Kinder Reporter-Magazins neuneinhalb bekannt.
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NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Verendete Jungmöwe / Foto: NABU / J. Baer
 
NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Dialogreise mit Traditionssegler entlang der OstseekĂŒste gestartet

Fehmarn/Neustadt/WarnemĂŒnde/Stralsund – Mit einer einwöchigen Segeltour entlang der deutschen OstseekĂŒste will der NABU auf das MĂŒllproblem in den Meeren aufmerksam machen. Zum Start der Reise wurden am heutigen Samstag in Burgstaaken auf Fehmarn die Segel gesetzt. Im Mittelpunkt der Reise steht der Dialog mit KĂŒstenkommunen, lokalen Akteuren und NABU-Partnern. Gemeinsam sollen Ideen und Konzepte entwickelt werden, um den MĂŒlleintrag in die Meere zu drosseln. Geplant sind Workshops und FachgesprĂ€che auf See sowie Informationsveranstaltungen in den HĂ€fen und Strandreinigungsaktionen.

Die Reise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen MĂŒll in Nord- und Ostsee“ und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesumweltministeriums unterstĂŒtzt.

„Ein Großteil des MĂŒlls im Meer kommt vom Land und gerĂ€t ĂŒber FlĂŒsse und AbwĂ€sser ins Meer. Auch der Abfall an den StrĂ€nden ist ein Problem. Zigarettenkippen, Kronkorken, Einwegbecher und verwehte PlastiktĂŒten gehören nicht ins Meer und sind gefĂ€hrlich fĂŒr viele Meeresbewohner. Betroffen sind hier auch die KĂŒstenkommunen, die viel Geld fĂŒr die Reinigung ihrer StrĂ€nde ausgeben mĂŒssen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Dialogreise solle dazu beitragen, Ideen zur MĂŒllvermeidung an den KĂŒsten voranzutreiben, damit die Meeresnatur zu schĂŒtzen und die Kommunen auf Dauer finanziell zu entlasten.

Mit dem Auftakt der Segeltour gegen MĂŒll im Meer in Burgstaaken kehrt der NABU an den Geburtsort seines Projektes „Meere ohne Plastik“ zurĂŒck. Hier wurde 2011 der erste Fishing-for-Litter-Hafen auf Initiative des NABU etabliert. Dort können Fischer ihren im Meer gefischten MĂŒll in bereitgestellten Containern entsorgen. Dieser MĂŒll wird vom NABU analysiert. Auf Fehmarn unterstĂŒtzt der NABU auch das Engagement des Umweltrates gegen PlastikabfĂ€lle auf der beliebten Ostseeinsel.

„Effektive Maßnahmen, die unter anderem die weitere VermĂŒllung der Meere verhindern sollen, sind auch ein wichtiges Element der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Deren Ziel ist ein guter Umweltzustand der europĂ€ischen Meere bis 2020. Will man dieses ambitionierte Ziel erreichen, ist es höchste Zeit fĂŒr gute Ideen und flĂ€chendeckende Maßnahmen zur Vermeidung des MĂŒlleintrags ins Meer“, sagte NABU-Meeresschutzexperte Nils Möllmann.

In der Nordsee liegen schĂ€tzungsweise 600.000 Kubikmeter MĂŒll am Grund. An den StrĂ€nden der Nordsee wird seit 2001 der MĂŒll systematisch untersucht. Im niederlĂ€ndisch-deutschen Wattenmeer liegen auf 100 Metern KĂŒstenlinie im Schnitt 236 MĂŒllteile.

Zur MĂŒllbelastung der Ostsee gibt es bisher nur wenige standardisierte wissenschaftliche Untersuchungen. NABU-eigene Monitorings in den Jahren 2011 bis 2014 zeigten auf Fehmarn eine MĂŒllbelastung von etwa 90 Teilen pro 100 Meter Strandabschnitt sowie fast 200 Teile auf RĂŒgen. Neben EintrĂ€gen aus Schifffahrt und Fischerei wird dort ein grĂ¶ĂŸerer Teil der PlastikabfĂ€lle vom Land eingebracht, zum Beispiel auch durch den Tourismus oder ĂŒber FlĂŒsse. Bis zu 75 Prozent der FundstĂŒcke sind dabei aus Plastik.
 
 

 
MĂŒll im Meer
Umweltminister Habeck und NABU-PrĂ€sident Tschimpke starten gemeinsames Projekt „Fishing for Litter“ in Schleswig-Holstein

NEUSTADT. Mit einem gemeinsamen Projekt wollen das Umweltministerium Schleswig-Holstein und der NABU beigefangene AbfĂ€lle aus dem Meer entfernen. Außerdem sollen mit „Fishing for Litter“ Daten ĂŒber die MĂŒllbelastung der Meere gewonnen werden. Dies kĂŒndigten Umweltminister Robert Habeck und NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke heute (11. August 2014) an.

„MĂŒll im Meer ist ein enormes Problem. Und es geht allein vom Menschen aus. Wir sind in der Pflicht, diese Belastung auf den kostbaren Lebensraum Meer zu reduzieren“, sagte Minister Habeck. Neben den Rufen der MeeresschĂŒtzer werden auch die der Tourismusbranche und Fischerei immer lauter. So mĂŒssen StrĂ€nde vom MĂŒll befreit werden. Auch in den Netzen der Fischer landen immer mehr MĂŒllteile.

„Die Belastung der Meere mit PlastikabfĂ€llen hat dramatische Folgen fĂŒr unsere Meeresbewohner. Seevögel, Delfine oder Robben verfangen sich im Plastik und ersticken qualvoll oder verhungern, wenn sie Plastik mit ihrer natĂŒrlichen Nahrung verwechseln“, sagte NABU PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Mit dem Projekt soll nicht nur aktiv die vom Menschen ausgehende Belastung auf den Lebensraum Meer reduziert werden, sondern auch die Öffentlichkeit fĂŒr die Abfallproblematik sensibilisiert werden.

Ziel des vom Umweltministerium und NABU finanzierten und vom Landesfischereiverband Schleswig-Holstein unterstĂŒtzten Fishing for Litter-Projektes ist es, den MĂŒll, der in die Fischernetze gerĂ€t, einzusammeln und zu entsorgen. Insbesondere die aktive Mitarbeit der Fischer ist Voraussetzung fĂŒr den Projekterfolg: Nur sie können den auf See mitgefangenen MĂŒll an Bord ihrer Schiffe holen und im Hafen in den vorgesehenen Containern entsorgen. Die AbfĂ€lle werden in einer speziellen Sortieranlage auf ihre Zusammensetzung untersucht. Insgesamt beteiligen sich bereits neun HĂ€fen und etwa 70 Fischer in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an der Initiative.

Im Rahmen des nun fĂŒr neun Monate von der schleswig-holsteinischen Landesregierung mit rund 26.500 € unterstĂŒtzten Projektes soll die Initiative möglichst noch in 2014 im BĂŒsumer Hafen und beim Eidersperrwerk umgesetzt werden. Mit dem Geld werden unter anderem BehĂ€lter fĂŒr den MĂŒll an Bord der Schiffe, die MĂŒllcontainer im Hafen sowie die Analyse des MĂŒlls finanziert. Die weitergehende Finanzierung des Projektes und der Aufbau von drei bis vier HĂ€fen pro Jahr werden angestrebt.

„Mit dem Projekt wollen wir auch das Bewusstsein fĂŒr die VermĂŒllung der Meere schĂ€rfen. Letztlich können nur ein sensiblerer Umgang mit Verpackungen und ein international verbessertes Abfallmanagement dazu beitragen, dass der Abfall gar nicht erst in unsere Meere gelangt“, sagte Habeck.



Hintergrund:

Im Rahmen des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks (Oslo-Paris Konvention, OSPAR) wird geschĂ€tzt, dass jĂ€hrlich etwa 20.000 Tonnen Abfall in die Nordsee eingetragen werden, wovon 15 Prozent im Wasser, 70 Prozent auf dem Meeresboden und 15 Prozent an den StrĂ€nden verbleiben. Die StrĂ€nde in der OSPAR-Region weisen eine durchschnittliche Belastung von 712 MĂŒllteilen pro 100 Meter KĂŒstenlinie auf, wobei die aktuellen Untersuchungen in Deutschland (2008-2012) durchschnittlich 154 Abfallteile pro 100 Meter ergaben. FĂŒr die Ostsee liegen bislang keine entsprechenden Daten vor.



NABU-Zusatzinformation:

Noch bis zum 15. August fĂ€hrt eine rund 20-köpfige Crew aus NABU-Aktiven, Experten und lokalen Akteuren mit dem Segelschiff „Lovis“ auf der Ostsee. Von Schleswig-Holstein geht es weiter nach WarnemĂŒnde und Stralsund. Der NABU will mit der Tour auf das Problem der Plastikverschmutzung aufmerksam machen und im Dialog mit KĂŒstenkommunen, Wissenschaftlern und Betroffenen nach regionalen Lösungen suchen, um den MĂŒlleintrag ins Meer zu drosseln. Zum Programm gehören Workshops und FachgesprĂ€che, Reinigungsaktionen, InfostĂ€nde und ein Filmabend am heutigen Montag von 21-24 Uhr im Kommunalhafen Neustadt. Die Segelreise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen MĂŒll in Nord- und Ostsee“ und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) gefördert.
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NABU kritisiert Kreuzfahrten durch Nordost- und Nordwestpassage
Miller: Schiffe ohne Abgastechnik belasten sensible Arktis

Hamburg – AnlĂ€sslich der bevorstehenden Kreuzfahrten durch die Nordost- und Nordwestpassage am 13. bzw. 16. August 2014, kritisiert der NABU die Ausweitung dieses Tourismusangebots in das besonders sensible Ökosystem des Nordpolarmeeres. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten schickt mit der „MS Hanseatic“ ein ĂŒber 20 Jahre altes Schiff, dem es an jeglicher Abgastechnik fehlt, auf die Reise durchs ehemals ewige Eis. Wenige Tage spĂ€ter startet das britische Kreuzfahrtunternehmen Crystal Cruises durch die Nordwestpassage, der nördlichen Umrundung Amerikas.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Mit diesen Kreuzfahrten fĂ€llt eine der letzten HĂŒrden, die Arktis auch in touristischer Hinsicht auszubeuten. Ausgerechnet in diesem hoch sensiblen Ökosystem setzt Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ein technisch veraltetes Schiff ein. Damit werden die klimaschĂ€dlichen und giftigen Schiffsabgase genau dort ungefiltert in die Umwelt geblasen, wo sie den grĂ¶ĂŸten Schaden anrichten.“ Das Passieren dieser Routen fĂŒr die kommerzielle Schifffahrt war erst vor Kurzem durch die immer geringere Ausdehnung des arktischen Packeises möglich geworden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass ein Reiseveranstalter mit der einmaligen Schönheit des Nordmeeres werbe, genau diese dann aber mit seinem GeschĂ€ftsmodell gefĂ€hrde.

Die ungefilterten Schiffsabgase enthalten große Mengen an Luftschadstoffen wie Rußpartikel, aber auch Schwefel- und Stickoxide und Schwermetalle, die sich verheerend auf die Flora und Fauna der Arktis auswirken. Der NABU fordert die Verwendung modernster Abgastechnik in Form eines Rußpartikelfilters und Stickoxid-Katalysators und den generellen Verzicht auf Schweröl als Kraftstoff gerade in dieser Region. Rußpartikel sind nach Kohlendioxid der stĂ€rkste Treiber der globalen ErwĂ€rmung. Rußemissionen, die in arktischen Regionen emittiert bzw. dorthin geweht werden, besitzen eine besonders klimaschĂ€dliche Wirkung und sind fĂŒr 40 Prozent der KlimaerwĂ€rmung in der Arktis verantwortlich.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Hapag-Lloyd Kreuzfahrten preist die Nordostpassage mit einem Kreuzfahrtschiff als ,große Pioniertat des 21. Jahrhunderts‘ an. TatsĂ€chlich steht sie sinnbildlich fĂŒr die Ignoranz der Branche vor dem Schutz hochsensibler Ökosysteme.“ Hinzu komme noch die stete Gefahr, die vom mitgefĂŒhrten Kraftstoff an Bord der Schiffe ausgehe. Im Falle von Havarien wĂ€ren Umweltkatastrophen gigantischen Ausmaßes in einer auch fĂŒr RettungskrĂ€fte nur schwer zugĂ€nglichen Region die Folge.
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Karlsruhe: Elefantenkuh Rani brauchte Aufstehhilfe der Feuerwehr
Elefantenkuh Rani / Foto: Archiv Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Elefantenkuh Rani brauchte Aufstehhilfe der Feuerwehr
Die alte Dame kam aus einer ungĂŒnstigen Schlafposition nicht mehr alleine auf die Beine

In eine missliche Situation hatte sich die Elefantin Rani im Karlsruher Zoo gebracht. Als der Tierpfleger am Montagmorgen gegen 5 Uhr das Elefantenhaus öffnete, lag die alte Dame auf dem Sandboden und konnte nicht mehr selbst aufstehen. Mit Hilfe der Berufsfeuerwehr konnte Rani schonend aufgerichtet werden.

Rani hatte sich vermutlich in eine ungĂŒnstige Schlafposition begeben. Aufgrund ihres betagten Alters - sie ist 59 Jahre alt und wiegt rund 3,5 Tonnen - kam sie dann nicht mehr alleine auf die Beine. Nach dem Notfallplan wurden zunĂ€chst die TierĂ€rztin und die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoos alarmiert. Die BemĂŒhungen des 15-köpfigen Zooteams, sie mit Hebekissen und SeilzĂŒgen wieder aufzurichten, blieben erfolglos.

Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe wurde um UnterstĂŒtzung gebeten und rĂŒckte nach kurzer Zeit mit rund 20 Personen an. Aus dem neuen Dach des Elefantenhauses musste ein etwa drei Quadratmeter großes Loch geschnitten werden, damit der Hebekran in das Elefantenhaus hineingelassen werden konnte. Derweil versorgte die TierĂ€rztin des Zoos die Elefantenkuh medizinisch, stabilisierte den Kreislauf, fĂŒhrte eine Schockbehandlung durch und gab Schmerzmittel mit beruhigender Wirkung. Mit SeilzĂŒgen, die am Kranwagen befestigt waren, wurde Rani schonend wieder aufgerichtet und stand nach kurzer Zeit wieder auf ihren eigenen Beinen. Der Elefantenkuh geht es den UmstĂ€nden entsprechend gut. Sie wird noch einen Tag im Stall bleiben mĂŒssen und von der TierĂ€rztin und vom Zooteam beobachtet.
 
 

Karlsruhe: Programm fĂŒr Faire Woche liegt aus
Faire Woche 2014
 
Karlsruhe: Programm fĂŒr Faire Woche liegt aus
"Ich bin Fairer Handel" auch im Internet

Unter dem Motto "Ich bin Fairer Handel" ist im sechsten Jahr in Folge ein informatives, abwechslungsreiches und buntes Programm in der Fairtrade-Stadt Karlsruhe entstanden. Ab sofort liegt das Programmheft, das viele Hintergrundinformationen zum Fairen Handel und eine faire Gastronomieliste enthĂ€lt, im Weltladen, im Rathaus, den Schulen und in den BĂŒrgerbĂŒros aus.

Zwischen dem 11. und 26. September und darĂŒber hinaus spiegeln FilmvorfĂŒhrungen, Informationsveranstaltungen, StadtfĂŒhrungen, Probieraktionen, Gottesdienste, Buchausstellungen und vieles mehr die faire Vielfalt in Karlsruhe wider. Ein besonderes Highlight ist die MesseprĂ€senz des Netzwerkes Eine Welt auf der Offerta Karlsruhe. Nach Auskunft von Christoph Albuschkat vom Weltladen-Dachverband, einem der beiden Koordinatoren der Fairen Woche, gehört das Karlsruher Programm zu den umfangreichsten in ganz Deutschland.

Die Faire Woche ist ein bundesweiter Aktionszeitraum, um den Fairen Handel vor Ort und in den ErzeugerlĂ€ndern zu stĂ€rken. An der Aktion des Forums Fairer Handel beteiligen sich WeltlĂ€den, Aktionsgruppen, Kirchengemeinden, Schulen, Kommunen und viele mehr mit jĂ€hrlich ĂŒber 5.000 Veranstaltungen. Die Faire Woche in Karlsruhe wird organisiert vom stĂ€dtischen Umwelt- und Arbeitsschutz in Zusammenarbeit mit dem Weltladen.
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Karlsruhe: Weiterhin Eselbeweidung am Alten Flughafen
GesprÀche mit bisherigem Landwirt und anderen Interessenten / Gesamtkonzept zur Pflege und Beweidung von SchutzflÀchen

Die Stadt Karlsruhe ist im Einvernehmen mit dem RegierungsprÀsidium weiterhin daran interessiert, das Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz" von Eseln beweiden zu lassen.

Der bisher vertraglich mit der Stadt dazu verbunden Landwirt hatte sich jĂŒngst ĂŒber zu geringe UnterstĂŒtzung durch die Stadt beklagt und angekĂŒndigt, das seit 2004 laufende Projekt nicht mehr fortfĂŒhren zu wollen. Die obere Naturschutzbehörde beim RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe (RP) - das Land Baden-WĂŒrttemberg ist EigentĂŒmer des GelĂ€ndes und das RP daher zustĂ€ndig - und die Stadt Karlsruhe suchen nun nach Alternativen, um den erfreulich guten Zustand des Naturschutzgebietes zu erhalten. Hierzu liegen bereits Interessenbekundungen vor. Die Stadt Karlsruhe betont, dass auch der bisher beauftragte Landwirt weiterhin die Möglichkeit hat, die FlĂ€chen zu beweiden. Die Stadt widerspricht seiner öffentlichen Darstellung, keine UnterstĂŒtzung erhalten zu haben. Die Stadt hat ihm - auch aktuell in diesen Tagen - konkrete Hilfsangebote unterbreitet, um eine fĂŒr ihn gute Lösung zu finden, beispielsweise hinsichtlich der vertraglichen Regelungen. Ziel auch in GesprĂ€chen mit anderen war stets, der Sache selbst zu dienen, der Pflege besonderer Vegetationstypen durch Beweidung. Ziel war es auch stets, in dem sehr komplexen Vertragskonstrukt mit EU-Kofinanzierung eine gute Lösung zu finden.

Der Alte Flugplatz hat den Charakter eines steppenartigen Trockengebietes. Esel, Ziegen und Schafe sind zur Beweidung besonders gut geeignet. Esel sind jedoch weniger unternehmungslustig als Ziegen und weniger "störanfĂ€llig" als Schafe. Daher werden diese Steppentiere als am besten geeignet fĂŒr die Beweidung eingeschĂ€tzt, um in dem Naturschutzgebiet den wertvollen Sand- und Magerrasen des Gebietes zu erhalten. Die Esel auf dem Flugplatz sind in Karlsruhe beliebt und finden auch ĂŒberregional Anerkennung.

Die Stadt wird die diversen Anregungen aufnehmen und in ein Gesamtkonzept zur Pflege und Beweidung aller SchutzflĂ€chen einfließen lassen und hierĂŒber den Gemeinderat und die Öffentlichkeit informieren. Insgesamt ist es das Ziel, die Fragen des Naturschutzes und die UnterstĂŒtzung der Landwirtschaft auf den WeideflĂ€chen im gesamten Stadtgebiet noch stĂ€rker in den Fokus zu rĂŒcken, die kĂŒnftige inhaltliche und förmliche Ausgestaltung der Beweidung in Karlsruhe neu zu bewerten und zu vereinheitlichen und umfassendere Lösungen fĂŒr Probleme zu finden - und zwar gemeinsam mit dem federfĂŒhrenden RegierungsprĂ€sidium und allen beteiligten FachĂ€mtern der Stadt. In der Vergangenheit wurden immer wieder Fragestellungen zu den VertrĂ€gen, zu Versicherungen, Ausweichweiden, Vandalismus und der Jagd aufgegriffen.
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NABU zÀhlt wieder mehr Wisente im Kaukasus
Sein dichtes Fell schĂŒtzt den Wisent vor eisiger KĂ€lte / Foto: S. Trepet / NABU
 
NABU zÀhlt wieder mehr Wisente im Kaukasus
Tennhardt: Wisent-Projekt ist erfolgreichstes Artenschutzprojekt im Kaukasus

Berlin/Maikop – Die Zahl der Kaukasischen Bergwisente ist in den vergangenen zwei Dekaden von 150 auf 850 Tiere gestiegen. Die aktuelle ZĂ€hlung ergab zudem, dass seit der letzten Erfassung im August 2012 mindestens 10 bis 15 Prozent mehr Jungtiere hinzukamen. Dieser Anstieg spricht dafĂŒr, dass sich die Population sehr gesund entwickelt.

Der NABU setzt sich seit den 1990er Jahren fĂŒr den Schutz der Wisente in der Region ein. Damals gab es nur noch 150 Wisente im Kaukasus, die 1955 ausgewildert worden waren. Die großen, imposanten, aber scheuen Tiere waren Anfang des 20. Jahrhunderts gnadenlos gejagt und 1927 ausgerottet worden. Die Auswilderung 1955 war zwar erfolgreich und die Wisente vermehrten sich auf 1.500 Tiere, doch erlebte die Population in den frĂŒhen 1990er Jahren erneut einen erheblichen Einbruch.

„Seit wir im nördlichen Teil des UNESCO-Weltnaturerbegebiets Westkaukasus aktiv sind, ist die Zahl der freilebenden Wisente um 700 Exemplare gestiegen“, freut sich Thomas Tennhardt, NABU-VizeprĂ€sident und Leiter des Fachbereichs Internationales im NABU, ĂŒber die Ergebnisse der aktuellen ZĂ€hlung. „Das Wisent-Projekt ist das erfolgreichste Artenschutzprojekt des NABU im Kaukasus“, so Tennhardt weiter.

Anti-Wilderei-Einheiten und Umweltbildung sorgen dafĂŒr, dass sich die Lebensbedingungen der Tiere verbessern und in der Bevölkerung ein Bewusstsein fĂŒr den Schutz der Bergwisente entsteht. Ein Team von Inspekteuren der Naturparkverwaltung ĂŒberprĂŒft alljĂ€hrlich den Bestand der Wisente. Fast 100 WildhĂŒter begaben sich diesmal zu Fuß in schwer zugĂ€ngliche Gebiete. Zur Brunftzeit können sich die WildhĂŒter den Huftieren nahezu unbemerkt nĂ€hern. Dann verlassen die Wisente die dichten WĂ€lder und sammeln sich zur Paarung in großen Gruppen auf WiesenflĂ€chen, wo sie gut zu beobachten sind.

Seit einigen Jahren ereignet sich die Brunftzeit frĂŒher als gewohnt: nicht im August, sondern bereits im Juli. „Experten vermuten den Klimawandel als Ursache, der sich spĂŒrbar auf den jĂ€hrlichen Zyklus der Tiere auswirkt“, erklĂ€rt Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms. Die Berge des Kaukasus erschweren nicht nur WildhĂŒtern die Überwachung der Tiere. Auch Wisente leben dort unter wesentlich schwereren Bedingungen als deutsche WĂ€lder bieten. Im Winter halten Kaukasische Bergwisente Schneedecken von bis zu zwölf Metern stand.

Auch in Deutschland kann dem Wanderer im Rothaargebirge ĂŒbrigens durchaus ein Wisent begegnen. 2013 entließ eine Auswilderungsstation in Hessen eine Gruppe Flachlandwisente in die freie Wildbahn. In Westeuropa gilt das Artenschutzprojekt als Pionier. Auf deutschem Gebiet existieren noch weitere Wisent-Gehege: In Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg verfolgen NaturschĂŒtzer ebenso das Ziel, die großen Tiere auszuwildern.
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