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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU befürchtet Rolle rückwärts in der europäischen Umweltpolitik
Miller: Zusammenstellung der EU-Kommission ist umweltfeindlich

Berlin/Brüssel – Der NABU befürchtet mit der Zusammenstellung der neuen EU-Kommission durch Jean-Claude Junker eine Rolle rückwärts in der europäischen Umweltpolitik. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Verteilung von Macht und Posten in der neuen Kommission, vor allem aber die expliziten Aufträge, die der neue Präsident seinem Team gibt, lassen bei allen Natur- und Umweltschützern die Alarmglocken schrillen. Wenn das EU-Parlament nicht noch Korrekturen erzwingt, sehen wir dem Ende der einstmals bewunderten Umweltpolitik der EU entgegen.“ Miller appellierte an alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments, im Rahmen der Anhörungen die Juncker-Kommission nur dann zu bestätigen, wenn diese ein klares Bekenntnis zu den Umweltzielen der EU sowie dem geltenden Recht abgebe.

Junckers veröffentlichter Brief an den neuen maltesischem Umwelt- und Fischereikommissar Karmenu Vella enthält keinerlei Aufträge, die aktuellen gravierenden Umweltprobleme zu lösen. Im Gegenteil: Es werden von ihm nur noch solche Initiativen erwünscht sein, die direkt der Industrie nützen. „Dass ausgerechnet ein Kandidat aus Malta, wo die illegale Jagd auf Zugvögel immer noch an der Tagesordnung ist, nun die Existenzberechtigung der EU-Vogelschutzrichtlinie überprüfen soll, stößt bei uns gelinde gesagt auf großes Erstaunen“, so Miller. „Wir erwarten von Vella schnellstmöglich eine klare Distanzierung von den Rechtsbrüchen in seiner Heimat und einen Beweis für seine Unabhängigkeit.“

Mit der Entscheidung, den im Geschäft mit fossilen Energieträgern gut vernetzten Spanier Miguel Arias Cañete zum Kommissar für Klima und Energie zu machen, sendet Juncker fatale Signale an die Weltöffentlichkeit und für die wichtigen Weltklimakonferenzen 2014 in Lima und 2015 in Paris. „Die von Juncker angestrebte größere Unabhängigkeit der EU von Energieimporten und mehr Energiesicherheit ist nur mit Hilfe des naturverträglichen Ausbaus erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz machbar, nicht aber mit dem Festhalten an Kohle, Atom und Fracking-Gas“, so Miller.
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Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim
Französischer Sonderbeauftragter Jean-Louis Bianco bekräftigt Pläne zur Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim

Umweltminister Franz Untersteller: „Baden-Württemberg hat mit der Stilllegung und dem Rückbau von Kernkraftwerken bereits Erfahrungen gemacht. Diese stellen wir der französischen Regierung gerne zur Verfügung“

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat sich vergangenen Freitag in Paris über die aktuellen Pläne Frankreichs in der Energie- und Klimapolitik informiert. Der von der französischen Umwelt- und Energieministerin, Ségolène Royal, eingesetzte Sonderbeauftragte für internationale Beziehungen, Jean-Louis Bianco, bekräftigte hierbei die Absicht seines Landes, das Kernkraftwerk Fessenheim Ende 2016 stillzulegen.

„Ich habe Monsieur Bianco mitgeteilt, dass Baden-Württemberg ein großes Interesse an einem möglichst raschen Abschalten von Fessenheim hat“, erklärte Franz Untersteller heute (08.09.). Insbesondere die Erfahrungen Baden-Württembergs, welche Auswirkungen die Stilllegung und der Rückbau eines Kernkraftwerks auf die Beschäftigten, die Anwohner und die regionale Entwicklung haben können, seien dabei auf großes Interesse gestoßen. „Ich habe die französische Umwelt- und Energieministerin sowie ihren Sonderbeauftragten eingeladen, sich bei uns im Land selbst ein persönliches Bild hiervon zu machen“, sagte Minister Untersteller weiter. Bereits im April 2014 war der französische Regierungsbeauftragte zur Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim, Jean Michel Malerba, einer solchen Einladung Unterstellers gefolgt.

Weitere Themen der Gespräche in Paris waren der aktuelle Entwurf des französischen Energiewendegesetzes, der europäische Klimaschutz und die mögliche Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandels sowie die Weltklimakonferenz 2015 in Paris.

Die französische Regierung unter Staatspräsident François Hollande hat angekündigt, den Kernenergieanteil an der Stromerzeugung von circa 75 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren und das Kernkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 abschalten zu wollen. Der aktuelle Entwurf des französischen Energiewendegesetzes setzt den Rahmen für die künftige Energie- und Klimapolitik des Landes. Er enthält noch keine konkreten Vorgaben, wie der Anteil der Kernenergie bis 2025 reduziert werden soll.

Umweltminister Franz Untersteller hatte sich bereits unmittelbar nach seiner AmtsĂĽbernahme fĂĽr die zĂĽgige Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim eingesetzt. Da der EU-Stresstest keine ernst zu nehmende PrĂĽfung anhand eines SicherheitsmaĂźstabes vorgenommen hatte, hat das Umweltministerium Baden-WĂĽrttemberg das Ă–ko-Institut und das PhysikerbĂĽro Bremen beauftragt, den Sicherheitsstandard des Kernkraftwerks Fessenheim nach deutschem MaĂźstab zu bewerten. Die Gutachter haben hierbei grundlegende Sicherheitsdefizite ermittelt.
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50 Jahre Regenwassermanagement
Exklusiver Einblick in die Unterwelt Freiburgs

Versteckte Gänge, tiefe Schächte - was der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt, war heute erstmals für die Presse zugänglich: Mit Schutzanzügen, Seilzug und fachlicher Begleitung ging es hinunter in das weitverzweigte Freiburger Kanalsystem. Dieses in Schuss zu halten und das Abwasser fachgerecht zu entsorgen, ist Aufgabe des Eigenbetriebs Stadtentwässerung (ESE). Dazu gehört auch die Ableitung von Regenwasser, um die sich der ESE seit genau 50 Jahren kümmert. Ziel der Besichtigung war aus diesem Anlass das Regenüberlaufbecken unterhalb des Komturplatzes.

Dort kreuzen sich nicht nur mehrere große Straßen, auch unterirdisch gibt es eine wichtige Infrastruktur: Der Mischwasserkanal, der das Regen- und Abwasser der nördlichen Altstadt abführt, trifft hier auf den nördlichen Arm des Gewerbekanals, der sich ab dort Roßgässlebach nennt. Bei Regen kommt hier eine Menge Wasser zusammen. Damit die Kanäle dann nicht überlaufen, baute die Stadt 1964 das Regenüberlaufbecken.

Das große unterirdische Becken verhindert auch, dass bei Regen zu viel Schmutz aus dem Abwasser in den relativ kleinen Roßgässlebach schwappt und ihn belastet: Das aus der Kanalisation kommende Wasser durchströmt das Becken bevor es ins Gewässer fließt. Dadurch setzt sich der Schmutz ab und gelangt nicht in den Bach.

Das Regenwassermanagement des ESE umfasst neben der nun 50 Jahre alten Anlage weitere fünf Regen-Überlaufbecken, vier Regen-Klärbecken, einen Bodenfilter, sieben Regen-Rückhaltebecken und viele Regen-Versickerungsanlagen.

Diese Anlagen sorgen zusammen mit dem rund 730 Kilometer langen Freiburger Kanalnetz dafür, dass das Regenwasser ohne Schaden für Bürger und Gewässer abgeleitet wird.

HauseigentĂĽmer in der Pflicht

In Ausnahmefällen, also bei richtig starkem Regen, kann es trotz ausgefeiltem Regenwassermanagement vorkommen, dass die Straßen überschwemmen. „Die Haus- und Grundstückseigentümer müssen sich für solche Fälle wappnen und selbst Vorkehrungen treffen“, erklärte ESE-Betriebsleiter Jürgen Bolder. Das ist auch im neuen Wassergesetz des Landes Baden-Württemberg, das seit Jahresbeginn gilt, klar geregelt. Daneben macht die Hochwassergefahrenkarte auf die Gefahrengebiete aufmerksam und regt zum Selbstschutz an.

Die Hauseigentümer sind auch dafür verantwortlich, dass die Leitungen, die das häusliche Abwasser zu den städtischen Kanälen transportieren, in Ordnung sind. Repariert die Stadtentwässerung öffentliche Kanäle, macht sie die anliegenden Hausbesitzer darauf aufmerksam, dass die Gelegenheit günstig ist, auch die privaten Leitungen zu überholen. Diese sind meist genauso alt wie der öffentliche Kanal, so dass zumindest die Dichtheit überprüft werden sollte. In vielen Fällen arbeiten ESE und Hauseigentümer Hand in Hand und bringen ihre Leitungen gleichzeitig auf den neuesten Stand.

Klären des Abwassers

Die Stadtentwässerung kümmert sich nicht nur um das Kanalnetz und das Regenwassermanagement, sondern auch um die Behandlung des verschmutzten Abwassers. Die Stadt Freiburg hat sich dafür mit den Umlandgemeinden zum Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht zusammengeschlossen. Die gemeinsame große Kläranlage wird seit 1980 bei Forchheim betrieben. Das operative Geschäft der Stadtentwässerung erledigt seit 1999 die Freiburger Energie- und Wasserversorgung FEW - heute Badenova - im Auftrag der Stadtentwässerung.

Die bei der Stadtentwässerung anfallenden Kosten werden über Gebühren und Beiträge auf alle verteilt, die Wasser verbrauchen und ableiten. Die Kosten für öffentliche Flächen trägt die Stadt. Per Gesetz ist geregelt, dass keine Gewinne erwirtschaftet werden dürfen. Sollten dennoch kurzfristig Überschüsse erzielt werden, gehen diese innerhalb von fünf Jahren an die Gebührenzahler zurück; analog bei möglichen Unterdeckungen.
 
 

 
Mini-BHKW-Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“
Resumée und Ausblick

Informationsveranstaltung für Gebäude- und Wohnungseigentümer, Hausverwaltungen und an Heizungssanierung Interessierte

Am Dienstag, 23. September, findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zum städtischen Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“ und stromerzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) in der Aula der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule, Kirchstraße 4, statt.

Seit Februar 2013 fördert die Stadtverwaltung durch das Projekt „Kraftwerk Wiehre“ Beratung, Energiekonzepte und Modellvorhaben für den Ausbau von Blockheizkraftwerken (BHKW). Wie die Angebote zu mehr Klimaschutz beitragen, wie es im nächsten Jahr mit der BHKW-Förderung weitergehen soll und welche aktuellen Fördermöglichkeiten für Mini-BHKW es gibt, erfahren Bürgerinnen und Bürger an diesem Abend.

Die Wiehre mit ihren vielen, oftmals denkmalgeschützten Gründerzeithäusern und den damit verbundenen Restriktionen bei der energetischen Sanierung, vor allem der Fassaden und dem Fehlen von Fernwärmenetzen, ist wie geschaffen für den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung und wurde deshalb in der nun abgeschlossenen Pilotphase als Fokusgebiet ausgewählt.

Während BHKWs wohlige Wärme für Raumheizung und Warmwasser erzeugen, produzieren sie gleichzeitig Strom. Dieser kann entweder direkt im Haus verbraucht oder gegen eine Vergütung ins Netz eingespeist werden. Die stromerzeugenden Heizungen sind gerade bei Altbauten und Mehrfamilienhäusern oft die wirtschaftlichste Möglichkeit einer energetischen Sanierung.

Seit Februar 2013 hatten Hauseigentümer stadtweit die Möglichkeit mit einem kostenlosen Vor-Ort-Check die generelle Eignung ihres Gebäudes für ein BHKW prüfen zu lassen. Signalisierte dieser grünes Licht, folgte die Förderung eines Energiekonzeptes, das detailliert die Wirtschaftlichkeit und die Emissionsbilanz eines BHKW gegenüber herkömmlichen Versorgungsmöglichkeiten für das Gebäude darstellte. Zudem stellte die Stadtverwaltung für zehn Modellprojekte in der Wiehre finanzielle Mittel zur Verfügung, die beispielsweise Nachbarschaftsnetze oder modellhafte Lösungen anpeilten.

Infostände, Veranstaltungen, Messeauftritte, BHKW-Führungen und verschiedene Publikationen unterstützten und begleiteten die städtischen Förderangebote. Zudem wurden Energieberater und Handwerker zum Thema BHKW geschult und Hausverwalter und andere Multiplikatoren gezielt angesprochen.

Nach knapp zwei Jahren zieht die Stadt Freiburg nun in dieser Veranstaltung ein erstes Resumée. Gebäudeeigentümer und Hausverwalter aus der Wiehre, die Angebote von Kraftwerk Wiehre in Anspruch genommen haben, werden über ihre Erfahrungen berichten. Zudem wird es einen Ausblick auf die geplante Projektfortführung geben. Viel Raum erhalten auch die Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger zum Thema BHKW und Heizungserneuerung. Sowohl die Projektpartner als auch BHKW-Betreiber stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Übrigens: Die Antragsfrist für BHKW-Modellprojektförderungen bei „Kraftwerk Wiehre“ läuft noch bis 31. Oktober 2014. Wer jetzt noch weitere Informationen zu dem Beratungs- und Förderprogramm „Kraftwerk Wiehre“ benötigt, sollte sich möglichst schnell unter www.freiburg.de/kraftwerkwiehre oder bei der Hotline unter der Telefonnummer: 0761/7671644 informieren.
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NABU fordert stärkere Anstrengungen zum weltweiten Schutz tropischer Wälder
NABU-Klimaschutzprojekte in Indonesien stoppen Abholzung

Berlin – Anlässlich des Internationalen Tages der Tropenwälder fordert der NABU stärkere Anstrengungen zum weltweiten Schutz tropischer Wälder. Jedes Jahr verschwindet eine Regenwaldfläche größer als die Schweiz (17 Millionen Hektar) und jeden Tag werden bis zu 50 Arten für immer ausgerottet. Geht dies ungebremst so weiter, wird es in spätestens 50 Jahren keine Regenwälder mehr auf der Erde geben.

Vor diesem Hintergrund führt der NABU in Projekten in Indonesien und Äthiopien erfolgreich vor, dass lokale Maßnahmen gegen weitere Abholzung Wirkung zeigen. „Das Modell der Ökosystem-Restaurations-Konzession, wo Tropenwald zur nicht-kommerziellen Nutzung, sondern für Aufforstung erworben wird, haben der NABU und seine Partner bereits im Harapan-Wald auf Sumatra erfolgreich etabliert“, sagte NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereiches Internationales, Thomas Tennhardt. Indonesien beherbergt nicht nur eine Reihe von „Hotspots“ der biologischen Vielfalt der südostasiatisch-pazifischen Tropenwälder, es machte in den zurückliegenden Jahrzehnten leider vor allem mit dem gewaltigen Ausmaß an Tropenwaldzerstörung Schlagzeilen. Zwar ist die jährliche Entwaldung von 1,6 Millionen Hektar pro Jahr Anfang der 1990er Jahre auf inzwischen unter 600.000 Hektar zurückgegangen. Doch erst wenn die Netto-Entwaldung vollständig gestoppt ist, kann auch der anhaltende Verlust der Biodiversität aufgehalten werden.

Anfang des Jahres 2014 hatten der NABU und seine indonesische Partnerorganisation Burung Indonesia in der Provinz Gorontalo auf Nord-Sulawesi ein neues Projekt zur Restauration von Tropenwäldern gestartet. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums fördert das von der KfW-Bank getragene Projekt mit 4,4 Millionen Euro. Die Stabilisierung der Landnutzung in den am Rand des Waldgebietes gelegenen Dörfern ist ein Schlüsselfaktor für den Schutz des Waldes. Die meisten Dörfer der Region entstanden im Zuge der so genannten Transmigrationspolitik Indonesiens in den 1970er und 1980er Jahren und wurden von landlosen Siedlern vor allem von den Inseln Java und Bali gegründet.

Viele Familien kamen dorthin, um sich eine Existenz aufzubauen. Viele Siedler pflanzten kleine Kakaoplantagen an den Waldrand. Doch das Kakaogeschäft kann viele Familien heute nicht mehr ernähren, Defizite bei der Trocknung und fehlende Fermentation der Kakaobohnen führen dazu, dass aktuell keine hochwertigen Kakaoprodukte in der Region produziert werden können, die Einkünfte aus dem Kakaoanbau sind zu gering. Dennoch hatten sich Dörfer wie Makarti Jaya und andere am Rand des Gorontalo-Tropenwaldes gegen eine Umwandlung ihrer Kakao-Flächen in lukrativ erscheinende Palmölplantagen ausgesprochen. „Wie Sumatra, Borneo oder Papua Neuguinea gezeigt haben: Wo die Palmölplantagen Fuß fassen, verschwindet der Regenwald Tropenwaldschutz kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Lebensumstände der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Daran arbeiten wir jetzt in Gorontalo“, so Tom Kirschey, NABU-Experte für Internationale Projektentwicklung, Biodiversität und Klimaschutz. Auf einem vergangene Woche stattgefundenen Treffen der Projektpartner in Makarti Jaya stand daher die ökonomische Situation der Kakaobauern im Vordergrund. „Wir sind sehr hoffnungsvoll, dass es uns gelingt, eine Fläche von 84.798 Hektar dauerhaft zu sichern. Die Rodung neuer Waldflächen konnte bereits seit Projektstart vollständig gestoppt werden“, so Kirschey.

Auch in anderen Regionen der Welt engagiert sich der NABU für den Tropenwaldschutz, wie etwa im Kafa-Biosphärenreservat in Äthiopien, der Heimat des Wildkaffees. Dort hat der NABU eine Fläche von 2.800 Hektar neu bepflanzt und damit die Lebensgrundlage von mindestens 19.000 Haushalten verbessert. Darüber hinaus wurden holzsparende, klimaschonende Öfen eingeführt und die Strukturen für den Ökotourimus verbessert. Darüber hinaus hat der NABU über seine Stiftung NABU International einen Regenwaldfonds gegründet. „Wir müssen unsere Tropenwälder erhalten, denn sie zählen zu den wichtigsten Lebensräumen der Erde. Nicht nur für den Artenschutz, sondern auch für unser Weltklima sind sie von entscheidender Bedeutung“, so NABU-Vizepräsident Tennhardt.
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22. Bad Krozinger Gesundheitsmesse
Foto: KUR UND BĂ„DER GMBH BAD KROZINGEN
 
22. Bad Krozinger Gesundheitsmesse
mit Outdoor-Aktiv-Tag am Sonntag

BAD KROZINGEN. Am Samstag und Sonntag, den 27. und 28. September 2014 jeweils von 11.00 Uhr bis 18.30 Uhr findet die 22. Bad Krozinger Gesundheitsmesse im Kurhaus statt. Am Sonntag wird zusätzlich ein Outdoor-Aktiv-Tag mit vielen Highlights, die zum Ausprobieren und Mitmachen einladen, für die ganze Familie im Kurpark angeboten. Der Eintritt ist frei.

Für den Gesundheitsstandort Bad Krozingen stehen insbesondere das Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen und die Vita Classica. Die große Anzahl ortsansässiger Kliniken sowie die zahlreichen niedergelassenen Ärzte jeglicher Fachrichtungen runden das Gesundheitsangebot ab. Das Interesse am Thema Gesundheit ist ungebrochen hoch, so informieren auch in diesem Jahr wieder über 80 Aussteller in und um das Veranstaltungszentrum Kurhaus.

Zur Gesundheitsmesse werden wieder mehr als 10.000 Besucher aus Bad Krozingen und der Umgebung erwartet. Die Messe bietet eine breit gefächerte Palette an Expertenwissen und eine Fülle an Tipps und Anregungen bis hin zum „Markt der Möglichkeiten“ mit Angeboten aus den Bereichen Wellness, Fitness und Gesundheit im Kurhaus.

Als Gesundheitsstandort legt Bad Krozingen großen Wert auf die Prävention. So können die Messebesucher von verschiedenen kostenlosen Gesundheitstests wie Venenfunktionstests, Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinmessungen profitieren.

Als Aussteller präsentieren sich im Kurhaus die Bad Krozinger Reha-Kliniken und das Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen, das Universitätsklinikum Freiburg, zahlreiche Akutkrankenhäuser der Region, Fachkräfte der verschiedenen Gesundheitsbereiche wie Krankengymnasten, Heilpraktiker, Masseure, Selbsthilfeorganisationen sowie Fachgeschäfte für Orthopädie und Sanitätswesen. Hervorgehoben wird dadurch auch die Kooperation zwischen den Akutkrankenhäusern der Region und den Bad Krozinger Reha-Kliniken.

Als Aussteller präsentieren sich im Kurhaus die Bad Krozinger Reha-Kliniken und das Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen, das Universitätsklinikum Freiburg, zahlreiche Akutkrankenhäuser der Region, Fachkräfte der verschiedenen Gesundheitsbereiche wie Krankengymnasten, Heilpraktiker, Masseure, Selbsthilfeorganisationen sowie Fachgeschäfte für Orthopädie und Sanitätswesen. Hervorgehoben wird dadurch auch die Kooperation zwischen den Akutkrankenhäusern der Region und den Bad Krozinger Reha-Kliniken.

Im Mittelpunkt der Gesundheitsmesse steht ein umfangreiches Vortragsprogramm leitender Ă„rzte. Diese findet an beiden Tagen im GroĂźen Saal statt.

Programm im GroĂźen Saal

Samstag, 27. September 2014

11:00 Uhr Krampfadern – Allgemeines und Therapieoptionen
Dr. Matthias Knittel, Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen

11:45 Uhr Leben ohne Rückenschmerz – Vorbeugung und Therapie
Max Maier-Lenz, Physiotherapeut, Therapieleitung Mooswaldklinik Freiburg

12:30 Uhr Die stille Gefahr – Bluthochdruck erkennen, Folgeschäden vermeiden!
Dr. Maria Schweizer, Oberärztin Innere Medizin, HELIOS Klinik Müllheim

13:15 Uhr Beckenerkrankungen: Eine unbekannte Ursache von Kreuzschmerz
Prof. Dr. Michael Pfeiffer, Chefarzt Klinik für Wirbelsäulenchirurgie, Kliniken des Landkreises Lörrach

14:00 Uhr Lungenentzündung – Die unterschätzte Gefahr
Prof. Dr. Stephan Sorichter, Chefarzt Klinik für Lungenheilkunde, RKK Klinikum –
St. Josefskrankenhaus Freiburg

14:45 Uhr Wer abnehmen will muss essen… – Wie die Bäder- und Naturheilkunde bei Übergewicht helfen kann
Dr. Johannes Naumann, Leitung IBF-Balneologie Bad Krozingen, Universitätsklinikum Freiburg

15:30 Uhr Sexualität und Herzkrankheit – Ein Widerspruch?
Prof. Dr. Stefan Jost, Chefarzt Kardiologie, Theresienklinik Bad Krozingen

16:15 Uhr Propolis, das Wundermittel aus dem Bienenstock – Propolis-Dämpfe öffnen die Atemwege
Wilfried Aichhorn, Krankenpfleger und Imker

Sonntag, 28. September 2014

09:30 Uhr „Von Heilung und Dankbarkeit“ Ökumenischer Gottesdienst mit dem Team der Kurseelsorge

Mitwirkung des Bläserkreises der Evangelischen Kirchengemeinde
11:00 Uhr Hallux valgus und andere Fehlstellungen am FuĂź

Dr. Christoph Jaschke, FA fĂĽr Chirurgie und Unfallchirurgie, Praxisklinik im StĂĽhlinger Freiburg

11:45 Uhr Langes Leben – Starker Knochen: Wie wichtig ist Osteoporoseprävention?
Dr. Karin Bagheri-Fam, Chefärztin, und Silke Hellhake, Diplom-Sportlehrerin, Breisgau-Klinik Bad Krozingen

12:30 Uhr Endlich wieder aktiv und sportlich nach Gelenkersatz – Möglichkeiten und Grenzen der Sportfähigkeit nach Knie und Hüftprothese
Ralph Nitsche, Leitender Oberarzt Orthopädie, HELIOS Rosmann Klinik Breisach

13:15 Uhr Immer Ă„rger mit der Blase
Dr. Karin Schilli, FĂ„ fĂĽr Urologie, Bad Krozingen

14:00 Uhr Endoprothetik: Individuelle Lösungen für Patienten
Prof. Dr. Stefan Endres, Chefarzt Klinik für Orthopädische Chirurgie/Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung, Kliniken des Landkreises Lörrach

14:45 Uhr Vom Wein zum Essig als Heilmittel – Die Bauchspeicheldrüse, das vergessene Organ
Udo Lamek, Heilpraktiker und Buchautor

15:30 Uhr Reizdarmsyndrom: Effektive Therapie mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Dr. Henryk Kuhlemann, Praxisgemeinschaft am Aschoffplatz Freiburg

16:15 Uhr Neues aus der Kardiologie
Prof. Dr. Christian Holubarsch, Ă„rztlicher Direktor und Chefarzt Kardiologie, Park-Klinikum: Klinik Lazariterhof und Klinik Baden-Privatklinik Bad Krozingen

Programm Outdoor-Aktiv-Tag

Sonntag, 28. September 2014

12:30 Uhr Pilates zum Mitmachen
Vita Classica, Stephanie Stalter, Gesundheitspädagogin

13:00 Uhr Hip Hop Aufführung „Stage Killers“
Turnerbund Bad Krozingen, Leonie Seiter

13:30 Uhr Nordic Walking Runde
zum neuen Osteoporoseparcours der Breisgau-Klinik

14:00 Uhr BallettauffĂĽhrung
Turnerbund Bad Krozingen, Doris Kubin

14:30 Uhr Gesundheitswanderung im Kurpark
Sabine Kober, GesundheitswanderfĂĽhrerin

15:00 Uhr Hip Hop Aufführung „Stage Killers“
Turnerbund Bad Krozingen, Leonie Seiter

15:30 Uhr Smovey® – Bringen Sie Schwung in Ihr Leben
Aktiv Reha, Ortrud Kreckel
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Aufruf gegen den Klimawandel
Führende Umweltschützer rufen Stiftungen und Wohltäter auf,
ihre finanziellen Mittel fĂĽr den Kampf gegen den Klimawandel einzusetzen

160 führende Umweltschützer aus 48 Ländern rufen heute Stiftungen und Wohltäter dazu auf, ihre milliardenschweren finanziellen Mittel dazu einzusetzen, die fortschreitende Klimaerwärmung abzuwenden.

Die aus Trägern angesehener internationaler Umweltpreise bestehende Gruppe ruft in ihrer in der International New York Times veröffentlichten „Erklärung der Umweltpreisträger zum Klimawandel“ zum Handeln auf. Der Aufruf kommt eine Woche vor Beginn eines UN-Klimagipfels in New York. Die Anzeige und ihre Verbreitung wurden via Crowfunding finanziert; 240 Personen spendeten insgesamt 30.000 GBP.

„Wir, 160 Träger von Umweltpreisen, rufen Stiftungen und Wohltäter weltweit dazu auf, ihre finanziellen Mittel unverzüglich zur Rettung der Zivilisation einzusetzen,“ so die Preisträger. „Die wohltätigen Stiftungen der Welt verfügen über umfangreiche finanzielle Mittel und haben deshalb die Möglichkeit, in der Gesellschaft einen Überlebensreflex auszulösen und so denjenigen zu helfen, die den Klimavertrag aushandeln.“

Zur Gruppe gehören national und international bekannte Persönlichkeiten wie etwa Aimée Christensen (USA), Paul Gilding (Australien), Ernst von Weizsäcker (Deutschland), Peggy Liu (China), Harish Hande (Indien), Jeunesse Park (Südafrika) und Jeremy Leggett (UK).

Die Initiative zu dem Appell entstand während des von der European Environment Foundation (EEF) veranstalteten 3. Konvents internationaler Umweltpreisträger im April dieses Jahres in Freiburg. Die EEF, die den Umweltpreisträgern die Erklärung zur Unterzeichnung vorgelegt hat, wird die Stiftungen jetzt in individuellen Schreiben bitten, ihre finanziellen Mittel im Kampf gegen den Klimawandel zu mobilisieren, um durch folgende Maßnahmen eine entscheidende Wende herbeizuführen:

1. Direktinvestitionen in Unternehmen und Projekte, die mit sauberen, emissionsarmen Technologien arbeiten
2. Abzug von Investitionen in Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten bzw. Einsatz der Aktionäre gegen die Erschließung weiterer Vorkommen
3. Unterstützung von Start-ups im Bereich der sauberen Energie und Förderung der Entwicklung emissionsarmer Märkte.

Mit dem Aufbau des schnell wachsenden Divest-Invest-Bündnisses haben die Stiftungen ihrem Engagement bereits Ausdruck verliehen. Seit seiner Gründung im Januar 2014 haben sich bereits 40 Organisationen mit einem Gesamtvermögen von 2 Milliarden Dollar dazu verpflichtet, ihre Investitionen in fossile Brennstoffe abzuziehen und stattdessen erneuerbare Energiequellen zu fördern.

Dr. Ellen Dorsey, Executive Director des Wallace Global Fund und einer der führenden Köpfe des Bündnisses, begrüßte die Erklärung mit folgenden Worten: „Die sich verschärfende Klimakrise gefährdet die Arbeit aller wohltätiger Organisationen. Immer mehr Stiftungen verlagern ihr Vermögen von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien, um durch ihre Investitionen zu einer Überwindung der Krise beizutragen, anstatt sie zu verschärfen. Wir hoffen, dass andere durch unsere klare Position ebenfalls zum Handeln ermutigt werden, damit wir die fortschreitende Erderwärmung gemeinsam verhindern können.

In einer ganzseitigen Anzeige in der International New York Times warnen die Umweltpreisträger, dass die Welt „aufgrund der bestehenden Richtlinien zur Kohle-, Öl- und Gasverbrennung auf eine globale Erwärmung von 4 bis 6 Grad Celsius hinsteuert“. Sie geben an, dass sie von der Angst erfüllt sind, „dass wir uns nicht mehr ernähren können, uns das Trinkwasser ausgeht, das Konfliktpotenzial steigt und der Klimawandel zum Zusammenbruch des gesellschaftlichen Gefüges unserer Zivilisation führt.“ Ihre Kommentare spiegeln auch die Warnungen des Weltklimarates (IPPC) wider.

In der Erklärung heißt es weiter, dass eine Klimaveränderung im befürchteten Ausmaß nicht nur die bisherige gute Arbeit der Stiftungen entwertet und zerstört, sondern auch den Wert ihrer riesigen finanziellen Ressourcen untergraben wird, sodass ihre Mittel am Ende in von den Folgen der Erderwärmung beeinträchtigten Unternehmen „stranden“.

Jeremy Leggett, der als Kurator der EEF die Ausarbeitung der Erklärung koordinierte, dazu: „Wohltätige Stiftungen auf der ganzen Welt fördern Projekte, die das Leben von Millionen von Menschen auf unserem Planeten verbessern. Wenn sie etwas Dauerhaftes schaffen wollen, dürfen sie den Klimawandel aber nicht ausblenden. Durch eine Investition in saubere Energie können sie ihre Arbeit und ihre Finanzen am besten sinnvoll einsetzen.“

„Wir hoffen, dass dieser Aufruf den Anstoß zu den dringend erforderlichen Investitionen in eine kohlenstofffreie Zukunft geben wird, den ehrgeizigen Vertrag zum Klimawandel unterstützen wird und dazu führen wird, dass es im Kampf gegen den Klimawandel zu einer entscheidenden Wende kommt,“ so Leggett, der vom Hillary Institute für seine herausragenden Führungsleistungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet wurde.

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat führende Persönlichkeiten aus Politik, Industrie, dem Finanzwesen und der Zivilgesellschaft für den 23. September 2014 zu einem Klimagipfel nach New York eingeladen. Er rief zu mutigem Engagement zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie zum Aufbau eines starken politischen Impulses für ein globales Klimaschutzabkommen auf dem Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 auf.

Die Umweltpreisträger mahnen, dass die Uhr für die Abwendung schädlicher Folgen der Erderwärmung tickt, und dass „der Klimagipfel in Paris möglicherweise die letzte Chance für ein Abkommen ist, das unsere Zivilisation noch retten kann.“ Sie sind jedoch überzeugt, dass Stiftungen und Wohltäter die finanziellen Ressourcen besitzen, um in einem Umfang zu reagieren, der die Chancen der Verhandlungen in Paris deutlich verbessern würde.

Aussagen der wichtigsten Unterzeichner

Aimée Christensen (USA), Hillary Laureate: „Die wissenschaftlichen Notwendigkeit, gegen den Klimawandel aktiv zu werden, war noch nie so groß wie heute: Wenn wir nicht handeln, sehen wir großen Gefahren entgegen, darunter auch Investitionsrisiken, wie man dem aktuellen Risky Business Report entnehmen kann. Während die Regierungen in Paris an Richtlinien arbeiten, mit denen dem Klimawandel begegnet werden kann, benötigen wir Stiftungsgelder, die dem Ziel der Stiftungen entsprechen, weltweit Gutes zu tun. Aber auch andere führende Investoren und Unternehmen müssen sich dafür einsetzen, dass unsere Wirtschaft effizienter, weniger krisenanfällig, sicherer und preisstabiler wird – und für hochwertige Arbeitsplätze und eine gesündere Bevölkerung.“

Paul Gilding (Australien), Gewinner des Environmental Leadership Award des Tomorrow Magazine: „Die Klimaveränderung hat das Potential, alle Bemühungen in anderen Bereichen wie Biodiversität oder die Bekämpfung von Armut zunichte zu machen. Wer sich für eine Verbesserung der Lebensqualität oder Naturschutzgebiete einsetzt, sollte wissen, dass er seine Mühe verschwendet, wenn er sich nicht gleichzeitig auch für den Klimaschutz einsetzt. In Australien beobachten wir bereits verheerende Auswirkungen des Klimawandels und diese haben ja gerade erst angefangen! Gegenmittel wie erneuerbare Energien stehen bereit, d. h. die Stiftungen müssen nur die Gelegenheit nutzen, um die Energiewende voranzutreiben.“

Prof. Dr. Ernst von Weizsäcker (Deutschland), Gewinner des Deutschen Umweltpreises: „Eine Beschleunigung der Aktionen zum Klimaschutz durch Stiftungen in dieser entscheidenden Zeit wäre eine äußerst hilfreiche Botschaft an die Welt der Investitionsgeber."

Peggy Liu (China), Hillary Laureate und vom Time Magazine gekürte „Heldin der Umwelt“: „Eine schnellere finanzielle Unterstützung durch Stiftungen könnte Lösungen gegen den Klimawandel fördern, mit denen Chinas Emissionen im großen Stil und mit hoher Geschwindigkeit eingedämmt werden könnten. Mit Stiftungskapital in Verbindung mit chinesischen Mitteln könnten weltweit bezahlbare nachhaltige Lösungen auf den Markt gebracht werden; oder China könnte dabei unterstützt werden, neue Städte mit einer geringeren Umweltbelastung zu bauen; oder der soziale Aufstieg der chinesischen Bevölkerung könnte dahingehend gefördert werden, dass die 900 Millionen Stadtbewohner der Zukunft nachhaltig und mit möglichst geringem Energieverbrauch leben.“

Dr. Harish Hande (Indien), Gewinner des Ramon Magsaysay Award: „In Indien beobachten wir täglich, welches Potential in den erneuerbaren Energien steckt, um die Lebensqualität der Ärmsten zu verbessern und gleichzeitig die globale Erwärmung abzuschwächen. Es gibt viel Raum für ein beschleunigtes Investitionsprogramm und Finanzierung durch Stiftungen, um ein Engagement in diesem Sinne mit guten Beispielen voranzutreiben. Zusammen können wir es schaffen, im allerletzten Moment noch eine entscheidende und endgültige Wende in der Gesellschaft herbeiführen.“

Jeunesse Park (Südafrika), Gewinnerin des UNEP Sasakawa Prize: „Die anthropogene Destabilisierung des Klimas trifft Afrika schon jetzt, und die Ärmsten leiden darunter, trotz des Reichtums an Ressourcen in Afrika und unserer privilegierten Lage, um erneuerbare Energien, Bio-Landwirtschaft und eine intelligentere Bodennutzung weiterzuentwickeln und einzusetzen und – ganz instinktiv – weniger CO2-Emissionen zu verursachen. Der Gedanke, Investitionen und Förderungen jetzt anzukurbeln, kommt nicht nur zufällig zur rechten Zeit, er ist absolut unumgänglich.

Dr. Jeremy Leggett (Vereinigtes Königreich), Hillary Laureate: „Durch eine entsprechende Reaktion könnten Stiftungen in der grünen Wirtschaft tätigen Firmen wie uns helfen, 5 % unserer Gewinne für den Kampf gegen die Klimaerwärmung einzusetzen. Sie könnten darauf bestehen, dass alle gewinnorientierten Nutznießer ihrer Investitionen und finanziellen Zuwendungen 5 % ihrer Gewinne für Klimaschutz-Zwecke zur Verfügung stellen. Dadurch würde ein großer und vollkommen neuer Spendenpool gebildet, der die Revolution im Sinne sauberer Energie, die wir für den Kampf gegen den Klimawandel brauchen, ausreichend unterstützen könnte.“

Aussagen der unterstĂĽtzenden Stiftungen

Tellus Mater Foundation

James Arbib, Gründer und Kurator: „Wir begrüßen diese äußerst wichtige Initiative. Der Klimawandel ist die größte Herausforderung vor der die Menschheit steht, und es bleibt nicht mehr viel Zeit, um ihn rechtzeitig einzudämmen. Wenn es darum geht, Lösungen zu finden, ist die Verteilung von Kapital eine kritische Stellschraube. Wir suchen aktiv nach Möglichkeiten, wie wir unsere Stiftungsgelder einsetzen können, um die Wende in Richtung eines Energiesystems mit geringem CO2-Ausstoß innerhalb eines langfristigen und nachhaltigen Finanzsystems zu unterstützen.“

„Eines der größten Hindernisse, die wir überwinden müssen, ist der Mangel an ausgereiften Produkten und an einer damit verbundenen finanziellen Infrastruktur, die es uns erlauben würden, Investitionen in diesem Sinne zu tätigen. Wir möchten mit anderen Stiftungen und langfristigen Investoren sowie mit Finanzunternehmen zusammenarbeiten, um die Entwicklung dieses aufstrebenden Marktes anzutreiben.“

Polden-Puckham Charitable Foundation

Bevis Gillett, stellvertretender Stiftungsvorstand: „Die Bedeutung der Erklärung der Umweltpreisträger kann nicht überschätzt werden. Bei der Polden-Puckham Charitable Foundation haben wir den Bedarf erkannt, unsere Mission, unsere Investitionen und Stiftungsgelder so auszurichten, dass wir das weltweite Zwei-Grad-Ziel unterstützen. Welchen anderen Weg sollten wir als Stiftung auch einschlagen? Welche Alternative haben Stiftungen im Allgemeinen, wenn wir die Klimakrise angehen wollen, ehe es zu spät ist? Jede Stiftung, die sinnvoll handeln möchte, muss sich diese Botschaft nun zu Herzen nehmen und mit gutem Beispiel voranschreiten.

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Ă–KO-TEST SPEZIAL - Umwelt und Energie
Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL – Umwelt & Energie ist ab dem 5.. erhältlich.
 
Ă–KO-TEST SPEZIAL - Umwelt und Energie
Richtig dämmen, statt Geld verheizen: Der Sinn der Wärmedämmung von Häusern wird immer wieder bezweifelt. Dabei wäre mit ein wenig gesundem Menschenverstand die Debatte schnell beendet. Wärmedämmung ist schon deshalb nötig, weil ohne deutliche Fortschritte bei der Sanierung alter Häuser die Energiewende scheitern wird. Denn der Heizenergieverbrauch der Privathaushalte ist viel höher als ihr Stromverbrauch. Das neue ÖKO-TEST SPEZIAL – Umwelt & Energie widmet sich den Themen Energie, Dämmen und Heizen. Lesen Sie, wie man mit einfachen Mitteln die persönliche Energiewende schafft und dabei noch Kosten spart.

Aus dem Inhalt
• TEST Öko-Stromtarife: Mit Öko-Stromtarifen wirbt heute fast jedes Stadtwerk. Doch wie grün
der Strom wirklich ist, kann der Kunde kaum erkennen. Stecken etwa Atomunternehmen als
Eigner dahinter oder verkauft der Anbieter auch Normalstrom? Ă–KO-TEST hat die HintergrĂĽnde genau untersucht.

• Energieautarkie: Die Ukraine-Krise befeuert den Wunsch nach Unabhängigkeit vom russischen Gas. Doch den Löwenanteil der Energie bekommt Deutschland aus dem Ausland. Ist mit
dem Ausbau der erneuerbaren Energien der Ausstieg möglich? ÖKO-TEST erläutert, wie die Chancen stehen.

• Photovoltaikanlage planen: Akzeptable Renditen wird es bei Photovoltaikanlagen an sonnen-reichen Standorten weiter geben. Doch in schlechten Lagen oder bei Qualitätsmängeln sind auch Verluste möglich. Umso mehr kommt es auf gute Standards bei Technik und Montage an.

• Dämmung von Altbauten: Die neue Energieeinsparverordnung schreibt für Altbauten die Dämmung der obersten Geschossdecke vor. ÖKO-TEST erklärt, wer betroffen ist, und gibt detaillierte Informationen zu Materialien und Ausführung.

• Sanieren: Etwa ein Viertel aller Häuser in Deutschland verbraucht mehr Energie fürs Heizen und Warmwasser als nötig. Dabei kommt den vielen Millionen Altbauten eine zentrale Rolle zu. Hier stellt sich die Frage: Abreißen oder sanieren? Ein Haus in Bochum zeigt, wie eine effiziente und umweltfreundliche Sanierung funktionieren kann.
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