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NABU-Kreuzfahrtranking 2014: Erste Anbieter nehmen Kurs auf Umweltschutz
Aida Valencia mit Rauchfahne / Foto: NABU
 
NABU-Kreuzfahrtranking 2014: Erste Anbieter nehmen Kurs auf Umweltschutz
AIDA-Schiffe holen auf ­– Abgasproblem der Branche bleibt

Hamburg – Vertreter des NABU stellten am heutigen Donnerstag in Hamburg eine Rangliste der umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe in Europa vor. Demnach setzte sich der deutsche MarktfĂŒhrer AIDA Cruises mit seiner AnkĂŒndigung, umfassende Abgastechnik auf allen Schiffen einbauen zu wollen, an die Spitze des aktuellen Kreuzfahrt-Rankings. Vorjahressieger TUI Cruises fiel zurĂŒck, da auch der jĂŒngste Flottenzugang, die „Mein Schiff 3“ und die kommenden Schiffe „Mein Schiff 4“ bis „Mein Schiff 6“ immer noch ĂŒber keinen Rußpartikelfilter verfĂŒgen und die eingebauten Stickoxid-Katalysatoren lediglich die Abgase der Hilfsmotoren, nicht aber der Hauptmaschinen reinigen. Das Ranking umfasst alle 28 Schiffsneubauten fĂŒr den europĂ€ischen Kreuzfahrtmarkt im Zeitraum 2014 bis 2019 und bewertet die Umweltfreundlichkeit eines Schiffes anhand des verwendeten Kraftstoffs sowie der eingesetzten Abgastechnik.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „‘Geht nicht, gibt’s nicht, brauchen wir nicht‘ – mit diesen Standardaussagen haben sich die Kreuzfahrtanbieter lange Zeit gegen moderne Abgassysteme auf ihren Ozeanriesen gesperrt. Mit der AnkĂŒndigung von AIDA Cruises, die gesamte Flotte mit moderner Abgastechnik in Form von Rußpartikelfilter und Stickoxid-Katalysator auszustatten, kommt endlich Bewegung in den Markt. Der deutsche MarktfĂŒhrer setzt sich damit weltweit an die Spitze der Branche. Unsere Analyse zeigt aber auch, dass sich die meisten Anbieter weiterhin weigern, den Schadstoffausstoß ihrer Schiffe auf ein Minimum zu reduzieren.“

Noch im Dezember 2011 hatte der NABU AIDA Cruises mit dem Umwelt-Negativpreis „Dinosaurier des Jahres“ ausgezeichnet und damit das Umweltproblem der Schiffsabgase prominent adressiert.

NABU-Leiter Verkehrspolitik Dietmar Oeliger: „Seit dem an AIDA Cruises verliehenen Umwelt-Dino und den Rankings der vergangenen beiden Jahre können wir deutliche Verbesserungen bei einzelnen Reedereien erkennen. Allerdings handeln nicht alle Akteure aus reinem Altruismus, sondern bereiten sich auf eine VerschĂ€rfung der Abgaswerte in Nord- und Ostsee ab 2015 vor. Dann werden strengere Vorschriften zum Schwefelgehalt der Kraftstoffe gelten, die nur mit einem Wechsel auf höherwertigen Schiffsdiesel oder FlĂŒssiggas eingehalten werden können. Ein AbgaswĂ€scher, der sogenannte Scrubber, ermöglicht leider fast allen Reedereien, auch kĂŒnftig mit dem billigeren, aber giftigen Schweröl zu fahren, das im Falle von Havarien zu Umweltkatastrophen riesigen Ausmaßes fĂŒhrt.“

Laut dem internationalen Verkehrsexperten Axel Friedrich sind vor allem die enormen Abgasmengen das zentrale Problem der Kreuzfahrtschiffe, hinter das alle anderen Umweltschutz- und NachhaltigkeitsbemĂŒhungen der Unternehmen zurĂŒcktreten. „Der Luftschadstoff Dieselruß, der von den in dicht besiedelten HafenstĂ€dten ankernden Schiffen in die Luft geblasen wird, verursacht Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkte, aber auch Krebs und trĂ€gt nach Kohlendioxid am deutlichsten zum Klimawandel bei. Doch auch Schwefel- und Stickoxide schaden der menschlichen Gesundheit und sensiblen Ökosystemen und mĂŒssen daher dringend reduziert werden. Daher muss die Verwendung von schwefelarmen Kraftstoffen sowie der Einsatz von Rußpartikelfiltern und Stickoxid-Katalysatoren auch in der Hochseeschifffahrt obligatorisch sein.“

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik des NABU Hamburg, verwies am Beispiel von Hamburg zudem auf die Situation der HafenstĂ€dte: „Die zunehmende Abgasbelastung durch die wachsende Zahl von KreuzfahrtanlĂ€ufen in Hamburg, Rostock oder Kiel ist alarmierend. Ein Mittel zur Senkung der Emissionen sind LandstromanschlĂŒsse, die jedoch verpflichtend genutzt werden sollten. Der NABU fordert eine Bonus-Malus-Regelung fĂŒr alle Schiffe. Reeder, die den Landstrom nutzen, sollten Rabatte bei den HafengebĂŒhren erhalten. Alle anderen Reedereien, die die Motoren ihrer Schiffe ohne Abgastechnik in den HĂ€fen weiter laufen lassen, sollten hingegen mit einem Malus belegt werden, also höhere GebĂŒhren zahlen.“
 
 

 
NABU startet Projekt zum Kiebitz-Schutz
Neue Schutzmethoden fĂŒr Wiesenvögel in der Agrarlandschaft–Förderung durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Bergenhusen – Noch vor 50 Jahren war der Kiebitz ein Allerweltsvogel, der fast ĂŒberall auf Feldern und Wiesen in Deutschland hĂ€ufig anzutreffen war. Heute ist er aus vielen Agrarlandschaften verschwunden und gehört mittlerweile zu den bedrohten Vogelarten. Sein Bestand ist in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als die HĂ€lfte zurĂŒckgegangen, so dass in Deutschland nur noch ca. 80.000 Paare brĂŒten. Intensive landwirtschaftliche Nutzung und verĂ€nderte Fruchtfolgen haben zu starken BestandsrĂŒckgĂ€ngen gefĂŒhrt.

Mit dem Projekt „Der SympathietrĂ€ger Kiebitz als Botschafter: Umsetzung eines Artenschutz-Projektes zur Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft“ will der NABU einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser attraktiven Vogelart leisten. Der Kiebitz brĂŒtet fast ausschließlich auf landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen und ist damit von den AktivitĂ€ten der Landwirte abhĂ€ngig.

„Hoher und dichter Pflanzenwuchs macht den Kiebitzen eine erfolgreiche Brut und Jungenaufzucht oftmals unmöglich. Hier setzt das Projekt an. Wir erproben Maßnahmen, die sich in den Arbeitsablauf der Landwirte einbinden lassen, um Kiebitzen wieder geeignete BrutplĂ€tze zu bieten. So sollen auf Äckern und Wiesen vegetationslose FlĂ€chen geschaffen werden, um den Vögeln eine Brut zu ermöglichen: denn sie lieben die Rundumsicht“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller anlĂ€sslich der Auftaktveranstaltung zum Projektstart am Montag im Michael-Otto-Institut in Bergenhusen.

Knapp fĂŒnf Jahre lang werden neue Schutzmethoden fĂŒr Kiebitze und andere Vogelarten entwickelt und in ganz Deutschland in Zusammenarbeit mit Landwirten ausprobiert. Erfolgversprechende Maßnahmen sollen aufbereitet und in Agrarumweltmaßnahmen integriert werden. Abschließend sollen die Erfahrungen im Kiebitzschutz in einem Handbuch gebĂŒndelt werden. Drei Viertel der Kosten von insgesamt 1,45 Millionen Euro werden vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ĂŒbernommen. Ein Viertel tragen das Schleswig-Holsteinische Umweltministerium, die Hanns R. Neumann Stiftung und der NABU.

In einigen Jahren soll ĂŒberprĂŒft werden, wie diese und andere Schutzmaßnahmen greifen, damit der Kiebitz wieder eine Zukunft hat.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
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Saubere Geldanlage
 
Saubere Geldanlage
Wer es gut meint, sollte sich grĂŒndlich informieren

Nur ein ethisch-ökologischer Investmentfonds von 46 Fonds im Test meidet konsequent Problembranchen, berichtet die Zeitschrift Finanztest in ihrer September-Ausgabe. Als einziger schließt der ÖkoWorld ÖkoVision Classic C vollstĂ€ndig Investitionen in Waffen, Atomenergie, Gentechnik, GlĂŒcksspiel und weitere problematische GeschĂ€ftsfelder aus. Die anderen nachhaltigen Fonds im Test erfĂŒllen die festgelegten Ausschlusskriterien nur teilweise. Unter ihnen gibt es dennoch empfehlenswerte Fonds fĂŒr unterschiedliche Anleger.

In der gemeinschaftlichen Untersuchung der Verbraucherzentrale Bremen und der Stiftung Warentest haben die Tester vier Modellanleger definiert: den Strengen, der kompromisslos zu 100 Prozent sauber anlegen will, den Pragmatiker, der mit besserem Gewissen Rendite machen will, den Klimafreund mit Fokus auf erneuerbaren Energien und den Bequemen, der stressfrei möglichst sauber investieren will.

Da jede Fondsgesellschaft unter Nachhaltigkeit etwas anderes versteht, haben die Experten Ausschlusskriterien festgelegt, zum Beispiel fĂŒr Kinderarbeit, Pornografie, RĂŒstung und Atomkraft. Viele Fonds erfĂŒllen diese Kriterien zu ca. 20 bis 70 Prozent.

Jeder Fonds musste sich zudem einer Transparenzbewertung unterziehen. Dabei schneiden sie sehr unterschiedlich ab. Rund die HĂ€lfte der Fonds im Test informieren ihre Kunden ungenĂŒgend ĂŒber ihre Anlagestrategie und bekamen eine geringe oder sehr geringe Transparenzbeurteilung. Zwei saubere Aktienindexfonds, sogenannte ETF, erfĂŒllten die Kriterien zu 35 bzw. 47 Prozent. Sie sind geeignet fĂŒr bequeme Anleger.

Der ausfĂŒhrliche Test "Saubere Fonds" erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 20.08.2014 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/sauberefonds abrufbar.
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Karlsruhe: Äpfel, Birnen oder Zwetschgen?
Stadt versteigert Ende August Obst in Daxlanden und Knielingen

Äpfel und Birnen von stĂ€dtischen GrundstĂŒcken können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger am Mittwoch, 27. August, ab 13 Uhr in Daxlanden ersteigern. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Restaurant Saumseen. In Knielingen kommen vor allem Äpfel, Birnen und Zwetschgen am Donnerstag, 28. August, zur Versteigerung. Ebenfalls ab 13 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Kleingartenverein "Am Kastanienbaum" am Ende der Wikingerstraße.
 
 

 
NABU: Bundesweite Aktionen zur „International Batnight“ 2014
1236 Arten weltweit – und die Jagd geht weiter

Berlin – Sie sind die wahren Herrscher der Nacht. Sie sehen mit ihren Ohren, fliegen mit ihren HĂ€nden und rasen mit bis zu 880 HerzschlĂ€gen pro Minute durch die Dunkelheit. HandflĂŒgler, so ihre Übersetzung aus dem Lateinischen, besser bekannt als FledermĂ€use.

Die 18. „International Batnight“ am 30. und 31. August 2014 lĂ€dt dazu ein, die Welt der FledermĂ€use hautnah mitzuerleben und bietet die Gelegenheit, mehr ĂŒber die atemberaubenden, aber leider bedrohten Flugakrobaten zu erfahren. In vielen BundeslĂ€ndern werden zur Nacht der FledermĂ€use Aktionen angeboten. Mittlerweile findet die „International Batnight“ in ĂŒber 30 LĂ€ndern weltweit statt.

„Fledertiere, dazu gehören circa 200 Flughunde und 1030 FledermĂ€use, gehören nach den Nagetieren zu den artenreichsten SĂ€ugetieren. Nach wie vor werden neue Arten entdeckt“, erzĂ€hlt NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg. Waren es 2012 noch 1236 Arten weltweit, so sind aktuell mindestens zwei Arten dazu gekommen. Die meisten der HandflĂŒgler leben in tropischen RegenwĂ€ldern.

„Die alljĂ€hrliche Internationale Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam machen. Vier Arten gelten in Deutschland als stark gefĂ€hrdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere stehen auf der Vorwarnliste. Hauptursache fĂŒr die GefĂ€hrdung der heimischen Fledermausarten sei der Verlust von geeigneten LebensrĂ€umen, so Kolberg.

Im Rahmen der diesjĂ€hrigen „International Batnight“ bieten NABU-Fledermauskundler bundesweit nĂ€chtliche Exkursionen mit dem sogenannten Bat-Detektor an. Dieser macht die ultrahochfrequenten Rufe der Tiere hörbar, um ihnen so auf die Schliche zu kommen. Eine der Hauptattraktionen des NABU findet auch dieses Jahr im Mayener Grubenfeld in Rheinland-Pfalz statt. Am Samstag, den 30. August öffnet der NABU gemeinsam mit der Stadt Mayen die Tore zum grĂ¶ĂŸten Winterquartier fĂŒr FledermĂ€use in Deutschland. In den Abendstunden können Besucher die faszinierenden Tiere dann live beobachten. SĂ€mtliche Fledermaus-Veranstaltungen finden Sie auf der NABU-Termindatenbank.
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Blaue Plakette fĂŒr saubere Luft in StĂ€dten
UmweltverbĂ€nde fordern Weiterentwicklung der Umweltplaketten zum Schutz der BĂŒrger vor zu hoher Stickoxidbelastung

Berlin, 19. August 2014 - Stickstoffdioxide (NO2) sind gesundheitsgefĂ€hrdend und tragen zur Smogbildung und Versauerung der Böden bei. Aus diesem Grund gibt es Ă€hnlich wie fĂŒr Feinstaub einen Grenzwert, der seit 2010 verbindlich einzuhalten ist. In vielen deutschen StĂ€dten wird dieser jedoch seit Jahren ĂŒberschritten – nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2013 an ca. 56 Prozent der verkehrsnahen Messstationen. AntrĂ€ge auf FristverlĂ€ngerung zur Einhaltung der Grenzwerte wurden in großer Zahl von der EU mit der BegrĂŒndung abgelehnt, dass keine ausreichenden Maßnahmen zur NO2-Reduktion ergriffen wurden.

"Wir brauchen die Blaue Plakette fĂŒr besonders schadstoffarme Fahrzeuge, um den fĂŒr die Luftreinhaltung zustĂ€ndigen LĂ€ndern und Kommunen ein wirksames Instrument zur Minderung der NO2-Belastung in die Hand zu geben. Kurzfristig dĂŒrfen in besonders hochbelasteten Kommunen nur noch 'saubere' Fahrzeuge einfahren, um die Gesundheit ihrer BĂŒrger zu schĂŒtzen und teure Sanktionen der EU zu vermeiden“, sagt JĂŒrgen Resch, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der DUH.

Jens Hilgenberg vom BUND unterstreicht: „Umweltzonen haben Fahrzeuge ohne Partikelfilter weitgehend aus den InnenstĂ€dten verdrĂ€ngt und so Luft und LebensqualitĂ€t in den StĂ€dten deutlich verbessert. Die Blaue Plakette ist eine konsequente Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Instrumentes und wird dazu beitragen, die Belastung durch Dieselfahrzeuge ohne wirksame Abgasreinigung zu verringern.“ Die Blaue Plakette erhalten alle Fahrzeuge, die die Abgasgrenzwerte fĂŒr NO2 der Eurostufe 6/VI einhalten. Das trifft im aktuellen Bestand auf mehr als 60 Prozent der Pkw zu. Im Rahmen der Luftreinhalteplanung können dann kĂŒnftig Fahrzeuge mit höheren NOx-Emissionen aus hoch belasteten Gebieten ausgeschlossen werden.

„Die Blaue Plakette kann auch ein wirksames Instrument zur Förderung der ElektromobilitĂ€t werden, denn Elektroautos wĂŒrden die Blaue Plakette bekommen. Letztlich ist sie der Einstieg in das Ziel, den Verkehr in den InnenstĂ€dten komplett emissionsfrei zu machen“, sagt Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik beim NABU.

Ähnlich wie bei der EinfĂŒhrung der heute bestehenden Umweltzonen gehen die VerbĂ€nde auch bei der Blauen Plakette davon aus, dass eine umfassende Information im Vorfeld die Akzeptanz dieser Maßnahme sicherstellen wird. Ebenso ist zu erwarten, dass die Weiterentwicklung von NachrĂŒsttechnologie fĂŒr Fahrzeuge ohne entsprechenden Abgasstandard nach der EinfĂŒhrung der rechtlichen Rahmenbedingungen vorangetrieben wird. Analog zur NachrĂŒstung mit Dieselpartikelfiltern werden sich die VerbĂ€nde auch hier fĂŒr eine finanzielle Förderung stark machen.
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NABU: Auf Adebars Schwingen in den SĂŒden
Die Naturschutzjugend schickt zwei Störche mit GPS-Sendern auf Reisen

Berlin, 20. August 2014 - Wo verbringen Störche eigentlich den Winter und ĂŒber welche LĂ€nder fliegen sie auf ihrer Reise? Antworten auf diese Fragen erhalten große und kleine Storchenfreunde ab sofort auf der Internetseite www.storchenreise.de. Hier können Kinder die Reise der Störche Arthur und Peter begleiten, die jeweils einen kleinen GPS-Sender auf ihrem RĂŒcken tragen.

Das neue Projekt der Naturschutzjugend (NAJU) „Ein Storch auf Reisen“ ermöglicht es Kindern, auf einer Karte und einem Reisetagebuch den abenteuerlichen Flug von zwei Störchen ĂŒber WĂŒsten und Meerengen, entlang von FlĂŒssen und ĂŒber schroffe GebirgszĂŒge mitzuerleben. „Der blinde Passagier auf dem RĂŒcken der Vögel wiegt nur 30 Gramm und ist so groß wie eine Streichholzschachtel. Er stört sie ĂŒberhaupt nicht beim Fliegen“, erklĂ€rt Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto Institut aus Bergenhusen. „Eine kleine Solarzelle auf dem Sender versorgt ihn mit Strom. Die Koordinaten des Aufenthaltsortes der Störche werden tĂ€glich per SMS verschickt und an uns weitergeleitet. Wir können die Daten dann bequem im Internet abrufen“, erklĂ€rt der Storchenexperte weiter.

Jedes Jahr im SpĂ€tsommer machen sich Tausende von Zugvögeln von Deutschland aus auf ihre lange Reise nach Afrika: so auch Peter und Arthur. Die meisten von ihnen fliegen entlang der Ostroute ĂŒber den Bosporus in der TĂŒrkei, den Nahen Osten bis in den Sudan und von dort weiter nach Tansania und sogar nach SĂŒdafrika. Weniger Störche nutzen die schmale Mittelmeerenge bei Gibraltar, um ĂŒber die Sahara zu ihren Winterquartieren in die westafrikanische Sahelzone zwischen Senegal und Tschad zu gelangen.

„Ich bin startklar und gespannt, welchen Weg Arthur und Peter in den SĂŒden einschlagen!“ freut sich Malin BĂŒttner, Schirmherrin des Projektes und als Moderatorin des Kinder Reporter-Magazins neuneinhalb bekannt.
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NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Verendete Jungmöwe / Foto: NABU / J. Baer
 
NABU: Segel hoch und Anker auf fĂŒr Meere ohne Plastik
Dialogreise mit Traditionssegler entlang der OstseekĂŒste gestartet

Fehmarn/Neustadt/WarnemĂŒnde/Stralsund – Mit einer einwöchigen Segeltour entlang der deutschen OstseekĂŒste will der NABU auf das MĂŒllproblem in den Meeren aufmerksam machen. Zum Start der Reise wurden am heutigen Samstag in Burgstaaken auf Fehmarn die Segel gesetzt. Im Mittelpunkt der Reise steht der Dialog mit KĂŒstenkommunen, lokalen Akteuren und NABU-Partnern. Gemeinsam sollen Ideen und Konzepte entwickelt werden, um den MĂŒlleintrag in die Meere zu drosseln. Geplant sind Workshops und FachgesprĂ€che auf See sowie Informationsveranstaltungen in den HĂ€fen und Strandreinigungsaktionen.

Die Reise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen MĂŒll in Nord- und Ostsee“ und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesumweltministeriums unterstĂŒtzt.

„Ein Großteil des MĂŒlls im Meer kommt vom Land und gerĂ€t ĂŒber FlĂŒsse und AbwĂ€sser ins Meer. Auch der Abfall an den StrĂ€nden ist ein Problem. Zigarettenkippen, Kronkorken, Einwegbecher und verwehte PlastiktĂŒten gehören nicht ins Meer und sind gefĂ€hrlich fĂŒr viele Meeresbewohner. Betroffen sind hier auch die KĂŒstenkommunen, die viel Geld fĂŒr die Reinigung ihrer StrĂ€nde ausgeben mĂŒssen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Dialogreise solle dazu beitragen, Ideen zur MĂŒllvermeidung an den KĂŒsten voranzutreiben, damit die Meeresnatur zu schĂŒtzen und die Kommunen auf Dauer finanziell zu entlasten.

Mit dem Auftakt der Segeltour gegen MĂŒll im Meer in Burgstaaken kehrt der NABU an den Geburtsort seines Projektes „Meere ohne Plastik“ zurĂŒck. Hier wurde 2011 der erste Fishing-for-Litter-Hafen auf Initiative des NABU etabliert. Dort können Fischer ihren im Meer gefischten MĂŒll in bereitgestellten Containern entsorgen. Dieser MĂŒll wird vom NABU analysiert. Auf Fehmarn unterstĂŒtzt der NABU auch das Engagement des Umweltrates gegen PlastikabfĂ€lle auf der beliebten Ostseeinsel.

„Effektive Maßnahmen, die unter anderem die weitere VermĂŒllung der Meere verhindern sollen, sind auch ein wichtiges Element der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Deren Ziel ist ein guter Umweltzustand der europĂ€ischen Meere bis 2020. Will man dieses ambitionierte Ziel erreichen, ist es höchste Zeit fĂŒr gute Ideen und flĂ€chendeckende Maßnahmen zur Vermeidung des MĂŒlleintrags ins Meer“, sagte NABU-Meeresschutzexperte Nils Möllmann.

In der Nordsee liegen schĂ€tzungsweise 600.000 Kubikmeter MĂŒll am Grund. An den StrĂ€nden der Nordsee wird seit 2001 der MĂŒll systematisch untersucht. Im niederlĂ€ndisch-deutschen Wattenmeer liegen auf 100 Metern KĂŒstenlinie im Schnitt 236 MĂŒllteile.

Zur MĂŒllbelastung der Ostsee gibt es bisher nur wenige standardisierte wissenschaftliche Untersuchungen. NABU-eigene Monitorings in den Jahren 2011 bis 2014 zeigten auf Fehmarn eine MĂŒllbelastung von etwa 90 Teilen pro 100 Meter Strandabschnitt sowie fast 200 Teile auf RĂŒgen. Neben EintrĂ€gen aus Schifffahrt und Fischerei wird dort ein grĂ¶ĂŸerer Teil der PlastikabfĂ€lle vom Land eingebracht, zum Beispiel auch durch den Tourismus oder ĂŒber FlĂŒsse. Bis zu 75 Prozent der FundstĂŒcke sind dabei aus Plastik.
 
 



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