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Montag, 19. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU: Stopp des Artensterbens noch weit entfernt - Regierungen mĂŒssen zulegen
Fortschritte beim Meeresschutz

Die UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt in SĂŒdkorea ist in ihre entscheidende Phase eingetreten. WĂ€hrend die Verhandler der Teilnehmerstaaten weiterhin zĂ€h um die kĂŒnftige Naturschutzfinanzierung ringen, haben die angereisten Spitzenpolitiker bereits ihre GrundsatzerklĂ€rung, die „Gangwon-Declaration" verabschiedet.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke begrĂŒĂŸte vor Ort in Pyeongchang, dass sich die Staaten damit nun offiziell eingestehen, dass sie ihre selbstgesteckten Naturschutzziele fĂŒr 2020, das globale Artensterben zu stoppen, im gegenwĂ€rtigen Tempo nicht erreichen werden. „Es ist gut, dass sich die Regierungen dafĂŒr entschieden haben Klartext zu reden und der SchönfĂ€rberei widerstanden haben."

Der NABU-PrĂ€sident schließt sich zudem dem in der ErklĂ€rung enthaltenen eindringlichen Appell der Regierungsvertreter an, den Erhalt der biologischen Vielfalt als untrennbaren Bestandteil von ArmutsbekĂ€mpfung, Klimaschutz und Friedenssicherung zu betrachten: „Keine der großen Menschheitsprobleme können heute mehr gegen die Natur gelöst werden, sondern nur mit ihr: das ist die wichtige Botschaft aus Pyeongchang.“ Die Gangwon-ErklĂ€rung verlangt, dass dies bei den im kommenden Jahr von den Staatschefs verhandelten globalen Zielen zur nachhaltigen Entwicklung berĂŒcksichtigt wird.

Am spĂ€ten Donnerstagabend Ortszeit einigten sich die Regierungsvertreter auch auf wichtige BeschlĂŒsse zum Schutz der Meere. Über 150 Gebiete wurden nach schwierigen Verhandlungen offiziell als besonders wichtig fĂŒr Ökologie und Artenvielfalt eingestuft. Der NABU hofft nun, dass diese nun schnell von den beteiligten Staaten und, wenn es sich um die Hohe See handelt, von den Vereinten Nationen unter Schutz gestellt werden. EnttĂ€uschend sei jedoch, dass der Prozess ausgerechnet in Europa sehr langsam voran geht - so fehlt der Nordostatlantik in der Aufstellung.

SpĂ€testens am Freitag mĂŒssen sich die Regierungen auch bei den Finanzierungsfragen einigen, und dabei steht der Erfolg der ganzen Konferenz auf dem Spiel.

„Aktuell fordern die EntwicklungslĂ€nder weiterhin eine deutliche Aufstockung der Hilfen aus den Industriestaaten, und drohen mit einer AufkĂŒndigung ihrer Naturschutzversprechen“, so NABU-Experte Konstantin Kreiser, der die Verhandlungen vor Ort beobachtet. Er fĂŒrchtet jedoch, dass die LĂ€nder zu hoch pokern und damit den Erfolg der Konferenz gefĂ€hrden. Die Verhandler der EU und anderer GeberlĂ€nder scheinen keine weiteren ZugestĂ€ndnisse machen zu können - zu strikt sind die Anweisungen der Finanzminister zu Hause.
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Gemeinsame Pressemitteilung vom NABU und niederlÀndischen NaturschutzverbÀnden
Kein Salz bitte ! / Foto: NABU, Ester Kuppen
 
Gemeinsame Pressemitteilung vom NABU und niederlÀndischen NaturschutzverbÀnden
Salzige Geburtstagstorte fĂŒr K +S: VerbĂ€nde kritisieren Bergbau unter Weltnaturerbe

Nach 125 Jahren Firmengeschichte darf K+S nicht mit Salzbergbau unter dem Wattenmeer beginnen

Berlin, Harlingen, Hannover, 9. Oktober 2014 - Heute feiert das DAX-Unternehmen K+S sein 125-jĂ€hriges Bestehen (3. Oktober) mit einem Forum in Berlin. Das K+S ‚Zukunftsforum zur WelternĂ€hrung‘ heute in Berlin hat jedoch einen bitteren Beigeschmack, denn K+S verursacht an verschiedenen Orten große Umweltprobleme. NiederlĂ€ndische NaturschutzverbĂ€nde und der NABU kritisieren, dass zu diesen nun PlĂ€ne zur Salzgewinnung durch ein Tochterunternehmen unter dem niederlĂ€ndischen Wattenmeer dazu kommen. Das niederlĂ€ndische Wattenmeer ist ebenso wie das Wattenmeer in Deutschland geschĂŒtzt und wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Die niederlĂ€ndischen NaturschutzverbĂ€nde und der NABU ĂŒberreichten K+S anlĂ€sslich ihres FirmenjubilĂ€ums eine salzige Geburtstagstorte ‚Kein Salz bitte‘und verknĂŒpften das Geschenk mit einem Appell:

Die niederlĂ€ndischen NaturschutzverbĂ€nde Vogelbescherming Nederland, Natuurmonumenten und Waddenvereniging und die belgische Vogelschutzvereinigung Vogelbescherming Vlaanderen, unterstĂŒtzt in Deutschland vom NABU Niedersachsen und NABU-Bundesverband, fordern K+S anlĂ€sslich ihres FirmenjubilĂ€ums auf, der Natur ein Geschenk zu machen und auf den Salzabbau unter dem Weltnaturerbe Wattenmeer zu verzichten.

Das niederlĂ€ndische Salzwerk Frisia Zout BV aus Harlingen ist seit einigen Jahren ein Tochterunternehmen von K+S. Durch die Salzgewinnung unter Land sorgt dieses Unternehmen schon seit Jahren fĂŒr Unruhe in seiner Umgebung, weil sich hierdurch das ohnehin tiefgelegene Land weiter senkt. So gibt es Beschwerden ĂŒber Risse in HĂ€usern. Aus Sicht dieser Firma soll deshalb nun das Salz durch Bergbau unter dem Wattenmeer gewonnen werden. Sie ignoriert dabei, dass das Wattenmeer geschĂŒtzt ist und es in dem fraglichen Gebiet um eines der bedeutendsten WattflĂ€chen der Niederlande handelt. Viele KĂŒstenvögel, die heute dort Nahrung suchen, wĂŒrden auf der Strecke bleiben, wenn sich dieses Wattgebiet absenken sollte. Das NiederlĂ€ndische Wirtschaftsministerium hielt es aber nicht fĂŒr notwendig zu untersuchen, ob die Gefahr einer Absenkung besteht und somit erhielt Frisia eine Genehmigung.

Die Planung ist nach Auffassung der niederlĂ€ndischen NaturschutzverbĂ€nde und des NABU auch deshalb unverstĂ€ndlich, weil nur knapp hinter der niederlĂ€ndischen Grenze Salz als AbwĂ€sser in die Ems geleitet werden, und weil Salzstöcke in sehr großem Maße vorhanden sind. Der Abbau könnte somit an Standorten stattfinden, die weitaus weniger empfindlich sind als das geschĂŒtzte Wattenmeer.

Die NaturschutzverbÀnde fordern K+S deshalb auf, zum 125-jÀhrigen Geburtstag auch der Natur ein Geschenk zu machen und auf jeden Bergbau unter dem Weltnaturerbe Wattenmeer zu verzichten.
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Thomas Littek ein weiteres Mal zum Naturschutzbeauftragten gewÀhlt
Thomas Littek wurde heute vom Gemeinderat fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre zum Naturschutzbeauftragten gewĂ€hlt.

Er ist einer der drei ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten der Stadt Freiburg. Die Naturschutzbeauftragten beraten und unterstĂŒtzen die untere Naturschutzbehörde der Stadt Freiburg, besonders bei der Beurteilung von Vorhaben und Planungen, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind, bei Stellungnahmen zu Landschafts- und GrĂŒnordnungsplĂ€nen sowie zu Umweltberichten.

Nicht nur an die Fachkompetenz der Naturschutzbeauftragten werden hohe Anforderungen gestellt. Es wird von ihnen auch ein hohes Maß an KonfliktfĂ€higkeit erwartet, da sie zusammen mit der Naturschutzbehörde regelmĂ€ĂŸig Interessenskonflikten ausgesetzt sind.

Der promovierte Forstwirt ist nicht nur als Berater der unteren Naturschutzbehörde sehr gefragt, sondern bringt sich auch in den Naturschutzbeirat der Stadt ein und vertritt die Sichtweise des Naturschutzes als sachkundiger Einwohner im Umweltausschuss und im Bauausschuss. Auch die BĂŒrgerschaft befragt ihn hĂ€ufig zu naturschutzfachlichen Fragen.

In seiner bisherigen Amtszeit wirkte er bei so wichtigen Verfahren und Vorhaben wie dem Gesamtnachnutzungskonzept der Deponie Eichelbuck, der Planung des 3. und 4. Gleises der Deutschen Bahn sowie verschiedenen Naturdenkmalausweisungen mit. Die fachliche Kompetenz von Thomas Littek wird kĂŒnftig neben dem Ausbau der Windkraft, an die hohe Standards beim Vollzug des Artenschutzrechts gesetzt sind, auch bei der Ausarbeitung von ManagementplĂ€nen fĂŒr die Freiburger Natura-2000-Gebiete als Bestandteile des europĂ€ischen Schutzgebietssystems gefragt sein.

Thomas Littek ist 1955 in Gelsenkirchen-Buer in Nordrhein-Westfalen geboren, verbrachte seine Schulzeit ĂŒberwiegend in Freiburg, studierte Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-WĂŒrttemberg, am Waldbau-Institut der UniversitĂ€t Freiburg sowie als Berater zwischen wissenschaftlichen Instituten und Forstbehörden. Durch diese TĂ€tigkeiten verfĂŒgt er ĂŒber ein umfangreiches Fachwissen, das im Naturschutz von großer Bedeutung ist. ZusĂ€tzlich engagiert er sich in zahlreichen Vereinen.
 
 

 
Klimaschutzpreis „Climate First“ und Naturschutzpreis: Jetzt bewerben!
Im kommenden Jahr vergibt die Stadt Freiburg zum zweiten Mal den Klimaschutzpreis „Climate First“ und den Naturschutzpreis. Beide Preise sind mit insgesamt 16.000 Euro dotiert und werden alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Der Klimaschutzpreis ist mit 11.000 Euro dotiert und zeichnet ambitionierte und innovative Projektideen in den Bereichen Klimaschutz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Verkehr aus. WettbewerbsbeitrĂ€ge können in Freiburg ansĂ€ssige Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen einreichen, aber auch BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Vereine, VerbĂ€nde, Schulklassen und -gruppen. Neben neuen Projekten können auch laufende oder abgeschlossene Projekte honoriert werden.

Das Preisgeld beim „Climate First“ wird aufgeteilt. Die eine HĂ€lfte geht an Kinder und Jugendliche oder an Projekte, die sich an sie richten. Die andere HĂ€lfte ist fĂŒr alle anderen Projekte gedacht. So hat eine kleine SchĂŒlergruppe dieselben Preis-Chancen wie die Wettbewerbsidee einer Forschungseinrichtung.

Der Naturschutzpreis ist mit 5000 Euro dotiert und wĂŒrdigt außergewöhnliche Leistungen im Naturschutz. Hier sind vor allem Freiburger Vereine, VerbĂ€nde, Schulen, Unternehmen und einzelne Personen angesprochen. Bei beiden Preisen können auch Anerkennungen ausgesprochen werden.

Interessierte können sich ab sofort bis zum 15. Dezember unter www.freiburg.de/umweltpreise bewerben. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine unabhĂ€ngige Jury unter Leitung von UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik; ihr gehören Mitglieder des Gemeinderats, das Freiburger Agenda 21-BĂŒro und mehrere UmweltschutzverbĂ€nde an. Verliehen werden die Preise am 27. Februar 2015 im Rahmen der Messe „GebĂ€ude.Energie.Technik“ (GETEC).

Ausschreibungsunterlagen und Richtlinien zu beiden Preisen stehen ab sofort online auf www.freiburg.de/umweltpreise. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 15. Dezember. Weitere Informationen gibt es im Umweltschutzamt bei Manuela Schillinger (Tel. 0761/201-6110, manuela.schillinger@stadt.freiburg.de) und Britta Wehrle (Tel. 0761/201-6115, britta.wehrle@stadt.freiburg.de).
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Karlsruhe: Umfrage des Landes zum Thema Radverkehr
Wirkungskontrolle auch in Karlsruhe

Das Ministerium fĂŒr Verkehr und Infrastruktur des Landes möchte wissen, wie es um den Radverkehr in Baden-WĂŒrttemberg bestellt ist. Daher hat es eine Haushaltsbefragung in Auftrag gegeben. Auch Karlsruhe gehört zu den insgesamt elf StĂ€dten und drei Landkreisen, in denen zufĂ€llig ausgewĂ€hlte Bewohnerinnen und Bewohner um Auskunft gebeten werden. Ziel ist, ein aktuelles Stimmungsbild aus der Bevölkerung zum Radverkehr zu erhalten. Bei der sogenannten Wirkungskontrolle möchte das Land daher wissen, wie die aktuelle Situation des Radverkehrs bewertet wird, wo Handlungsbedarf besteht und welche Hemmnisse einer Fahrradnutzung entgegen stehen.

Die Umfrage wird telefonisch durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut SMR ab Mitte Oktober durchgefĂŒhrt. Alle Angaben werden anonym ausgewertet. Die Befragung ist freiwillig, wobei im Interesse einer umfassenden gezielten Verbesserung fĂŒr den Radverkehr dem Land natĂŒrlich daran gelegen ist, dass es möglichst viele Antworten erhĂ€lt. In den Fragen geht es um das MobilitĂ€tsverhalten und die Verkehrsmittelwahl sowie um die Motivation fĂŒrs Radfahren. Wer von sich sagt, dass er nicht zu den Radfahrern gehört, wird gebeten mitzuteilen, was die Nutzung des Rades befördern wĂŒrde. Zudem sollen die AktivitĂ€ten der Kommune beurteilt werden. Auf Wunsch der Stadt Karlsruhe wird auch nach Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt gefragt.
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Wald-Bilanz der Bundesregierung tĂ€uscht ĂŒber Defizite hinweg
UmweltverbĂ€nde sehen nach Vorstellung der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur (BWI3) durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt weiterhin Defizite beim Waldnaturschutz. Laut Bericht der Bundesregierung ist der Bestand der BuchenwĂ€lder anteilig weiter gewachsen. Zudem sind die WĂ€lder im Vergleich zur Bundeswaldinventur von 2002 (BWI2) geringfĂŒgig Ă€lter geworden und verfĂŒgen ĂŒber leicht gestiegene HolzvorrĂ€te. „Diese Ergebnisse sind begrĂŒĂŸenswert, dĂŒrfen aber nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass Deutschland immer noch weit davon entfernt ist, eine internationale Vorbildrolle bei der ökologischen Waldnutzung und dem Waldnaturschutz einzunehmen“, so BUND, Forum fĂŒr Umwelt und Entwicklung, Greenpeace und NABU. Die UmweltverbĂ€nde bedauern, dass die Ergebnisse zur BWI3 nicht umfassend veröffentlicht wurden, und werden sich, sobald diese vorliegen, nach dieser ersten, vorlĂ€ufigen Bewertung ausfĂŒhrlich damit befassen.

„Die Zunahme der BuchenwaldflĂ€che sagt nichts darĂŒber aus, wie die Forstwirtschaft mit den seltenen, alten BuchenwĂ€ldern in Deutschland umgeht“, sagt Greenpeace GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Brigitte Behrens. „Fakt ist, dass hierzulande zu wenige BuchenwĂ€lder streng geschĂŒtzt sind, obwohl Deutschland fĂŒr deren Schutz die weltweit grĂ¶ĂŸte Verantwortung hat.“

„Der Holzvorrat in unseren WĂ€ldern liegt derzeit immer noch bei weniger als der HĂ€lfte der HolzvorrĂ€te, die es in UrwĂ€ldern oder ĂŒber lange Zeit ungenutzten WĂ€ldern gibt“, sagt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Mehr Holz im Wald bindet auch mehr klimaschĂ€dliches Kohlendioxid und ist Voraussetzung fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Artenvielfalt. Unsere WĂ€lder mĂŒssen insgesamt deutlich Ă€lter werden, dies muss die Waldnutzung berĂŒcksichtigen“, sagte Weiger. Die NaturschutzverbĂ€nde kritisieren in dem Zusammenhang, dass die Auswertungen BĂ€ume von ĂŒber 160 Jahren pauschal zusammenfassen, was nicht einmal die HĂ€lfte der Lebensspanne der Baumart Buche ausmacht. Damit sind keine differenzierten Aussagen zu den alten WĂ€ldern möglich. Die NaturschutzverbĂ€nde kritisieren zudem, dass die misslungene Bewertung der NaturnĂ€he aus der vorhergehenden BWI ĂŒbernommen wurde.

Zu wenig Waldschutz – erst 1,9 Prozent der deutschen WĂ€lder streng geschĂŒtzt

Derzeit werden nur 1,9 Prozent der deutschen WĂ€lder dauerhaft forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt und sind entsprechend rechtlich geschĂŒtzt. Auf diesen FlĂ€chen können sich Waldstrukturen entwickeln, die vor allem auf Grund der vielen alten und dicken BĂ€ume entstehen. Diese sind fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt unverzichtbar. Nach Beschluss der Bundesregierung, der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) von 2007, sollen bis zum Jahr 2020 fĂŒnf Prozent der deutschen WĂ€lder dauerhaft ohne forstwirtschaftliche Nutzung sein. „Momentan gibt es von Seiten der meisten BundeslĂ€nder und der Bundesregierung nur halbherzige Schritte, um dieses Ziel zu erreichen“, kritisiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Bundesregierung und BundeslĂ€nder als grĂ¶ĂŸte öffentliche Waldbesitzer mĂŒssen umgehend Maßnahmen beschließen, um neue Waldschutzgebiete einzurichten.“ Besonders zusammenhĂ€ngende WĂ€lder ĂŒber 100 Hektar sollten dabei berĂŒcksichtigt werden.

„Es gibt keinen Holzmangel, aber die derzeitige Holzverwendung ist ökologisch und gesellschaftlich untragbar. Gut die HĂ€lfte der verwendeten Holzmenge wird ohne vorherige anderweitige Nutzung verbrannt. Aus der anderen HĂ€lfte werden zu großen Teilen kurzlebige - und Verpackungsprodukte erzeugt“, so JĂŒrgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung. Wenn durch Holzprodukte energieintensive Rohstoffe ersetzt werden sollen, muss die Holzindustrie verstĂ€rkt Lösungen fĂŒr die Verwendung von Laubholz in langlebigen Produkten anbieten können. Nur dann machen Holzprodukte wirklich Sinn.
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Energiewende braucht stabile Nord-SĂŒd-Verbindungen statt Kleinstaaterei
UmweltverbĂ€nde fordern sorgfĂ€ltigen Stromnetz-Ausbau nach Bedarf statt nach Belieben – Geplante Nord-SĂŒdverbindungen unterstĂŒtzen Atomausstieg in SĂŒddeutschland

Berlin (7. Okt. 2014). AnlĂ€sslich der Netzausbau-Beratungen am heutigen Dienstag im Berliner Koalitionsausschuss warnen der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), WWF Deutschland und Germanwatch davor, die notwendige Stromnetzplanung fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Energiewende zu behindern. Die laufenden Planungen mĂŒssten nicht neu aufgerollt, sondern mit intensiven BĂŒrgerdialogen begleitet und zĂŒgig fortsetzt werden. „Auch wenn noch Unsicherheiten bei der Planung des Netzausbaus bestehen, lĂ€sst sich aus den Eckdaten und Szenarien fĂŒr die Energiewende in den kommenden zehn Jahren ein erheblicher Ausbaubedarf der Stromnetze ableiten“, betont Leif Miller, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des NABU.

Die Politik sollte bei der Umsetzung des notwendigen Stromnetzumbaus auch in komplexen schwierigen Situationen RĂŒckgrat zeigen und nicht in Kleinstaaterei verfallen. Sie trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr eine Stromnetzplanung, die fĂŒr ganz Deutschland stimmig und anschlussfĂ€hig an das europĂ€ische Stromnetz sein muss. Auch der bayerische MinisterprĂ€sident Seehofer kann nicht einfach als EinzelkĂ€mpfer regionale Interessen ĂŒber das Gemeinwohl stellen. „Anstelle von politischen Irrlichtern, die ihren BĂŒrgern unredliche Alternativen vorgaukeln, brauchen wir einen Dialog mit den BĂŒrgern, damit die sorgfĂ€ltige Umsetzung der Stromnetzplanung gelingen kann", so Peter Ahmels, Leiter Energie und Klima der DUH.

Auf die Risiken und Kosten eines verschleppten oder unzureichenden Stromnetzausbaus wird in verschiedenen Studien kritisch verwiesen. Durch eine weitere Verzögerung des Ausbaus der bisher vorgesehenen Gleichstromverbindungen vom Norden in den SĂŒden drohen aufgrund eines vermehrten Netzengpassmanagements erhebliche Kosten. Diese entstehen durch die kurzfristigen FahrplanĂ€nderungen der Kraftwerke zur Wahrung der NetzstabilitĂ€t. Ein gĂ€nzlicher Verzicht auf die Leitungen könnte schlimmstenfalls sogar zu einer Aufteilung des deutschen Strommarktes fĂŒhren, mit erheblichen Mehrkosten fĂŒr den verbrauchstarken SĂŒden. „Durch einen klugen Netzausbau werden Emissionen und Kosten minimiert und Versorgungssicherheit maximiert. Wer die Energiewende will, kann nicht nur auf den Bau neuer fossiler Kraftwerke setzen, ohne seine GlaubwĂŒrdigkeit zu riskieren“, so Regine GĂŒnther, Leiterin Klimaschutz- und Energiepolitik des WWF Deutschland.

Die Gleichstromverbindungen, deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit nach umfangreicher öffentlicher Konsultation im Bundesbedarfsplangesetz festgestellt worden ist, sollen kĂŒnftig den im Norden und Osten produzierten Windstrom in den verbrauchsstarken SĂŒden transportieren. Bei allen Gleichstromtrassen sind auch Teilerdverkabelungen vorgesehen. Dadurch bestehen besonders gute Möglichkeiten, Konflikte mit der Bevölkerung zu vermeiden. Nur im Dialog mit den Betroffenen vor Ort wird es gelingen, den Planungsprozess nachvollziehbar zu machen. Da muss viel erklĂ€rt werden. Natur- und Landschaftsschutz sowie der Schutz des Wohnumfelds von Betroffenen sind dabei die wichtigsten Themen. „Bundesnetzagentur und Netzbetreiber sollten den frĂŒhzeitigen, transparenten Dialog zu Netzausbauprojekten wie dem SuedLink vertieft weiterfĂŒhren. Das ist eine Grundlage fĂŒr den Atomenergieausstieg auch in Bayern, ohne dass der Strompreis dort explodiert“, so Christoph Bals, Politischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Germanwatch. An den Planungen der Gleichstrompassagen SĂŒd-Ost und SuedLink sollten sich alle Betroffenen und insbesondere die politischen Vertreter - auch aus Bayern - konstruktiv beteiligen, um die konfliktĂ€rmsten und naturvertrĂ€glichsten Trassenkorridore festlegen zu können.
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HolzrĂŒcken, Schnitzen, Handholzen, Boote bauen
Die Waldhaus-Termine im Oktober 2014

Sonntag, 12. Oktober, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 8. Oktober
Sonntagswerkstatt im Waldhaus: Schnitzkurs mit JĂ€rmo Stablo
Der Forstwissenschaftler und HolzkĂŒnstler JĂ€rmo Stablo bietet wieder seine beliebten Schnitzkurse an. Teilnehmer lernen in der gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re der Holzwerkstatt die Grundtechniken des Schnitzens und fertigen in Anlehnung an Stablos „Bruchtest-MĂ€nnchen“ nach eigenen Ideen an nur einem Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur.
TN-Beitrag 20 Euro inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen. Anmeldung erforderlich.

Donnerstag, 16. Oktober, 18 – 21 Uhr | Anmeldeschluss: 9. Oktober
GrĂŒnholzwerkstatt: Rund um die Axt – Gebrauch und Pflege
In diesem Kurs lernen die Teilnehmer nicht nur, fachgerecht mit der Axt umzugehen und mit dem richtigen Werkzeug Holz zu spalten. Sie erfahren auch, wie eine anstĂ€ndige Werkzeugpflege aussieht. Unter Anleitung von Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt, können sich Teilnehmer im SchĂ€rfen von Äxten wie auch im Einsetzen von Werkzeugstielen ĂŒben. Bitte eigene Werkzeuge wie SpalthĂ€mmer, Äxte, Beile usw. mitbringen; neue Werkzeugstiele gibt es bei Bedarf am Kursabend gegen GebĂŒhr vom Kursleiter.
Teilnahmebeitrag: 35 Euro.

Sonntag, 19. Oktober, 11 bis 17 Uhr
3. HolzrĂŒcketag: Waldarbeit mit echter PferdestĂ€rke
Zum dritten Mal zeigen HolzrĂŒcker und ihre Pferde aus ganz Baden-WĂŒrttemberg und dem Elsass diese Variante der Waldarbeit, die den Waldboden und Baumbestand schont. Bei einem bunten Programm fĂŒr die ganze Familie können Besucher sich ĂŒber RĂŒckearbeit mit dem Pferd als perfekte ErgĂ€nzung zu moderner Technik und im Sinne einer Erhaltung alten Kulturguts informieren. DarĂŒber hinaus gibt es traditionelles Holzhandwerk zu sehen und Familien können selbst in der Holzwerkstatt aktiv werden. FĂŒr das leibliche Wohl sorgt das WaldHaus-CafĂ© mit regionalen und saisonalen SpezialitĂ€ten.
Eintritt frei.

Samstag, 25. Oktober, ganztÀgig | Anmeldeschluss: 15. Oktober
Schnupperkurs: HolzrĂŒcken mit dem Pferd
Der Europameister im einspĂ€nnigen HolzrĂŒcken, JĂŒrgen Duddek, zeigt in diesem Tageskurs die schonende Waldarbeit mit echter PferdestĂ€rke. Außer SensibilitĂ€t im Umgang mit dem Tier, Respekt vor eigenen Grenzen und einem GespĂŒr fĂŒr die Besonderheit der Situation sind keine Vorkenntnisse nötig.
TeilnahmegebĂŒhr: 99 Euro, nĂ€here Informationen unter www.juergen-duddek.de.

Samstag, 25. Oktober, ganztÀgig | Anmeldeschluss: 17. Oktober
Mit der Axt im Wald: Handholzerkurs
An diesem Tag haben VĂ€ter und Söhne, GroßvĂ€ter und Enkel und alle anderen, denen die körperliche Arbeit im Wald Spaß macht, Gelegenheit, auf traditionelle Weise gemeinsam einen Baum zu fĂ€llen. Dabei erhalten Teilnehmer einen Einblick ins uralte Handwerk der BaumfĂ€llung und Holzgewinnung mit Axt und Zweimann-HandsĂ€ge. Einen hiebsreifen Baum auswĂ€hlen, ihn zielgenau, sicher und schonend zu Fall bringen und fachgerecht aufbereiten – das ist eine echte Herausforderung. Referent: Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt.
Teilnahmebeitrag: 45 Euro, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erw. 25 Euro, ab 14 Jahren ohne Begleitung möglich.

Sonntag, 26. Oktober, 15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 21. Oktober
Reise vom Baum zum Wein
Auf einem Spaziergang vom Waldhaus zu den RebflĂ€chen des Lorettobergs wird die enge Verbundenheit von Wald und Wein dargestellt. ZurĂŒck im Waldhaus demonstriert der KĂŒfer Mark Sieder das Handwerk der Fassherstellung. Anschließend kommen die Teilnehmer in den Genuss, bei einer Vergleichsverkostung besondere Weine aus der Region zu probieren. Ein Imbiss exklusiver WildspezialitĂ€ten unterstreicht die traditionsreiche Symbiose von Wald und Wein. Referenten: Diplomforstwirt Eric Doye und Lebensmittelchemiker JĂŒrgen Sigler (Staatliches Weinbauinstitut).
Teilnahmebeitrag: 24 Euro, inkl. kleiner Speisen und GetrÀnke.

Herbstferienprogramm

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, tÀglich 7.30 bis 14 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Abenteuercamp fĂŒr Freiburger Schulkinder ab 6 Jahren
Auf große und kleine Abenteurer warten im Waldhaus spannende und erlebnisreiche Ferien. Die Tiere und Pflanzen des Waldes bereiten sich auf den nahenden Winter vor und die Kinder rĂŒsten das Abenteuercamp fĂŒr die kĂ€ltere Jahreszeit. Die Mahlzeiten werden ĂŒber dem Feuer gekocht und gebacken.
Referenten: Tim Heun, Lehrer und ErlebnispÀdagoge, u.a.
Teilnahmebeitrag: 75 Euro, ermĂ€ĂŸigt 45 Euro, inkl. Mittagessen

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, tÀglich 8.15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Bootsbaukurs: Das „Volksboot“ aus Weißtanne
Teilnehmer bauen unter Anleitung des Bootsbauexperten Thomas Grögler mit eigenen HĂ€nden aus Brettern der heimischen Weißtanne ein universell einsetzbares „Volksboot“. Das von Wyatt Moore fĂŒr den Lake Caddo/Texas entworfene Boot ist ein schönes Beispiel fĂŒr Ă€sthetische und funktionale Einfachheit im Bootsbau. Lediglich zwei rechteckige Bretter bilden durch Verwindung einen schönen Bootsrumpf. Zum Abschluss des Kurses wird eine Probefahrt unternommen. Das ca. 4,80 Meter lange Holzboot ist hervorragend fĂŒr Angler und JĂ€ger geeignet, doch auch fĂŒr VergnĂŒgungsfahrten mit bis zu 5 Personen ist das autodachtransportfĂ€hige leichte Weißtannenboot ideal. Thomas Grögler ist Schreiner, Boots- und Möbelbauer, und ein mehrfach ausgezeichneter Designer.
Teilnahmebeitrag: 749 Euro, inklusive Material. Nach dem Motto „Ein Boot – ein Preis“ sind Teampartner (Kinder ab 10 Jahren) kostenlos dabei. Links: www.groenlaender.de und www.groegler-atelier.de.


Weitere Informationen und Anmeldung unter www.waldhaus-freiburg.de und Tel. 0761/896477-10.
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