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Verschiedenes

 
NABU-Zahl des Monats
80 Prozent der deutschen FlĂŒsse erreichen Umweltziele nicht

2015 ist SchlĂŒsseljahr fĂŒr die EU-Wasserrahmenrichtlinie

Mit der Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG haben sich die Mitgliedstaaten der EU und das EuropĂ€ische Parlament im Herbst 2000 verpflichtet, alle BinnengewĂ€sser wie FlĂŒsse und Seen, aber auch Übergangs- und KĂŒstengewĂ€sser bis 2015 in einen „guten ökologischen und chemischen Zustand“ zu versetzen. Gut 80 Prozent der deutschen FlĂŒsse und BĂ€che verfehlen dieses Ziel laut einer Studie des Umweltbundesamtes. Der Gradmesser fĂŒr intakte GewĂ€sser sind die im Wasser lebenden Fische und wirbellosen Kleinlebewesen, Algen und Wasserpflanzen.

Neben stofflichen EintrĂ€gen aus der Landwirtschaft sowie aus Siedlungs- und Bergbaugebieten, ist die schlechte GewĂ€sserstruktur ein wesentlicher Grund dafĂŒr, dass die Umweltziele nicht erreicht werden. Schon seit Jahrhunderten werden unsere FlĂŒsse massiv fĂŒr Landwirtschaft, Schifffahrt, Wasserkraftnutzung und anderes Gewerbe ausgebaut und von ihren Auen abgeschnitten. Dies hat nicht nur weitreichende Folgen fĂŒr Tiere und Pflanzen, auch die Funktion der GewĂ€sser und Auen als NĂ€hr- und Schadstofffilter, als Kohlenstoffspeicher und HochwasserrĂŒckhalteraum ist dadurch stark beeintrĂ€chtigt.

Der NABU begrĂŒĂŸt die Anstrengungen der Bundesministerien fĂŒr Verkehr und Umwelt, die nun einen Vorschlag fĂŒr das vom NABU geforderte Bundesprogramm „Blaues Band“ zur Renaturierung von FlĂŒssen und Auen erarbeiten. Im Fokus stehen 7300 Kilometer Bundeswasserstraßen. Durch die intensive Nutzung unserer großen Ströme und FlĂŒsse besteht hier ein besonderer Handlungsbedarf, damit die GewĂ€sser und ihre Auen wieder ihre Funktionen fĂŒr Mensch und Natur erfĂŒllen können.
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NABU: Luft an Nord- und Ostsee wird sauberer
Werbeprospekt: „Wir hassen Abgase“ / Foto: NABU
 
NABU: Luft an Nord- und Ostsee wird sauberer
Neue Schwefelgrenzwerte zum Jahreswechsel

Bessere Kontrollen der Schiffe und höhere Strafen fĂŒr sĂŒndige Reeder nötig

Vom 1. Januar 2015 an mĂŒssen Schiffe strengere Vorgaben fĂŒr ihre Kraftstoffe erfĂŒllen. Der NABU begrĂŒĂŸt die VerschĂ€rfung des Schwefelgrenzwertes auf 0,1 Prozent, der fortan fĂŒr Nord- und Ostsee gilt. Gleichzeitig fordert der Umweltverband eine konsequentere ÜberprĂŒfung der Schiffe.

„Zurzeit wird nur jedes tausendste Schiff auf seinen Treibstoff hin ĂŒberprĂŒft. Das ist nicht hinnehmbar. Wenn zu große Schlupflöcher fĂŒr die schwarzen Schafe der Branche bestehen, ist der beabsichtige Effekt fĂŒr die Umwelt, das Klima und die menschliche Gesundheit gleich null“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Die Bundesregierung mĂŒsse die Zahl der Kontrollen deutlich erhöhen und von Beginn an konsequent gegen VerstĂ¶ĂŸe vorgehen.

„Außerdem mĂŒssen die Strafen fĂŒr sĂŒndige Reeder schmerzhafter werden. Zurzeit zahlen Reeder lediglich Hundert bis Tausend Euro, wenn sie mit dem falschen Kraftstoff erwischt werden. DarĂŒber lacht jeder Unternehmer. Bei so niedrigen Strafen ist es fĂŒr die Reeder lukrativer, mit billigem und dreckigem Schweröl zu fahren und so ihre Betriebskosten enorm zu senken“, so der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer. In den USA und Kanada seien hingegen deutlich höhere Strafen von bis zu 25.000 Dollar pro Tag fĂ€llig.

Als positives Beispiel hierfĂŒr nannte Miller die PlĂ€ne DĂ€nemarks. Die Skandinavier haben bereits angekĂŒndigt, ab 2015 strengere Kontrollen durchfĂŒhren zu wollen. Dabei sollen sowohl ÜberwachsungsflĂŒge als auch stationĂ€re Messungen die Einhaltung der Schwefelrichtlinie sicherstellen.

Auch in der Schifffahrtsbranche selbst mehren sich derzeit die Stimmen, die eine flĂ€chendeckende Kontrolle der gesetzlichen Vorgaben fordern. Unter dem Namen „Trident Alliance“ haben sich bekannte Unternehmen wie die weltgrĂ¶ĂŸte Containerreederei Maersk, der Hamburger Containerriese Hapag-Lloyd oder auch die FĂ€hrgesellschaft Stena Line zusammengeschlossen, um die Nationalstaaten zu einem engagierten und koordinierten Vorgehen zu bewegen. Auch eine Ausweitung der Emissionskontrollgebiete auf das Mittelmeer ist aus Sicht des NABU der nĂ€chste logische Schritt fĂŒr besseren Umweltschutz und fairen Wettbewerb.
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ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen erhÀlt
Dinosaurier des Jahres Foto: NABU/K. Karkow
 
ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen erhÀlt "Dinosaurier des Jahres 2015"
Fracking ist nicht sicher - Ignoranz beim Klima- und Umweltschutz

Der NABU hat ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkoffen mit dem „Dinosaurier des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Er erhĂ€lt den Negativpreis fĂŒr seine Verharmlosung des umstrittenen Fracking-Verfahrens und als ReprĂ€sentant einer rĂŒckwĂ€rtsgewandten Energiepolitik. Kalkoffen ist Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Central Europe Holding GmbH und Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung WEG.

„ExxonMobil hĂ€lt an der Förderung und Verbrennung fossiler EnergietrĂ€ger fest. Wenn wir unsere natĂŒrlichen Lebensgrundlagen erhalten und die Energiewende zum Erfolgsmodell werden soll, brauchen wir einen naturvertrĂ€glicher Umbau der Energiewirtschaft. Bislang zeichnet sich ExxonMobil weitgehend durch Ignoranz beim Klima- und Umweltschutz aus“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. ExxonMobil stehe damit ganz in der Tradition seines US-Mutterkonzerns. Bereits 2000 wurde der damalige Exxon-Chef, Lee R. Raymond, vom NABU mit dem Dinosaurier fĂŒr die GrĂŒndung einer internationalen Anti-Klimaschutz-Lobbygruppe sowie der Blockade von Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen ausgezeichnet.

Die Sichtweise von Exxon Mobil, die Erdgas als BrĂŒckentechnologie einordnet, ist aus NABU-Sicht nicht zielfĂŒhrend, da billiges Erdgas einen steigenden Energieverbrauch befördert. Außerdem entweicht bei einer Verdopplung oder gar Verdreifachung der Produktion von Erdgas auch entsprechend mehr Gas durch undichte Rohre in die AtmosphĂ€re, wo sein Hauptbestandteil Methan als starkes Treibhausgas wirkt.

Statt Gelder in neue MĂ€rkte fĂŒr Energieeffizienzdienstleistungen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren, setzt ExxonMobil in Deutschland auf Erdgas mittels Fracking. „Herr Kalkoffen hat die Förderung von Erdgas aus konventionellen und unkonventionellen LagerstĂ€tten mehrmals als sicher bezeichnet, obwohl bereits die Erdgas-Förderung aus konventionellen LagerstĂ€tten wiederholt Gefahren und Risiken verdeutlicht hat: durch Erdbeben, Lecks an Leitungssystemen und GrenzwertĂŒberschreitungen giftiger Substanzen durch die Verpressung von LagerstĂ€ttenwasser. FĂŒr den NABU hat er sich diesen Preis mehr als verdient“, so Tschimpke.

So hat eine Untersuchung des epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen im Auftrag des Landkreises Rotenburg/WĂŒmme ergeben, dass MĂ€nner in der Samtgemeinde Bothel deutlich hĂ€ufiger an LeukĂ€mie erkranken. BĂŒrgerinitiativen hatten die Untersuchung angeregt. Der Untersuchung des Krebsregisters war im Mai 2014 der Nachweis durch den NABU-Kreisverband Rotenburg von 40- bis 70-fach erhöhten Werten der krebserregenden Substanzen Benzol und Quecksilber in der direkten Umgebung von zwei Erdgasförderstellen von ExxonMobil bei Söhlingen vorausgegangen. So ist es wahrscheinlich, dass die KrebsfĂ€lle mit der jahrzehntelangen Erdgasförderung zusammenhĂ€ngen.

„Gerade weil aber die negativen Folgen des jahrzehntelangen Bergbaus erst heute zutage treten, machen sie den Einsatz der Fracking-Technologie unberechenbar. Sie als sicher zu bezeichnen ist fahrlĂ€ssig. Fracking ist nicht sicher“, so Tschimpke weiter. Der NABU fordert ein Fracking-Verbot in Deutschland. Tschimpke: „Auch die aktuell von der Bundesregierung vorgelegten EntwĂŒrfe fĂŒr ein Fracking-Gesetz reichen nicht aus, weil sie weder Mensch, Natur noch Trinkwasser hinreichend vor den Folgen des Frackings schĂŒtzen.“

ExxonMobil ist erst in den vergangenen Jahren und auf öffentlichen Druck dazu ĂŒbergegangen, Bedenken und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen. „Diese Offensivstrategie mit Info-Dialogen und freiwilligen Monitoringmaßnahmen Ă€ndert aber nichts an der Unternehmensphilosophie, weiter aggressiv auf fossile Energien zu setzen“, so Tschimpke. Auf der Internetseite von ExxonMobil heißt es: „Wir suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, unsere Sicherheits- und Umweltbilanz kontinuierlich zu verbessern und die Auswirkungen unserer TĂ€tigkeiten auf die Umwelt zu minimieren.“ Von einem Umsteuern ist bislang wenig zu spĂŒren.
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Karlsruhe: Wildtiere haben selbst vorgesorgt
Mit raffinierten Strategien durch den Winter

Nach den ersten Frösten und SchneefĂ€llen befĂŒrchten viele Tier- und Naturfreunde, dass Wildtiere frieren und keine Nahrung mehr finden. "Diese Sorge ist bei unseren relativ milden Wintern und den strukturreichen MischwĂ€ldern unbegrĂŒndet", meint Ulrich Kienzler, der Leiter der Forstverwaltung. "Die Tiere im Wald haben zwar keine Heizung und keine wĂ€rmenden Decken, aber sie kennen viele Tricks und Strategien, mit denen sie KĂ€lte und Nahrungsmangel trotzen".

So sorgen bei Rehen hohle und leicht gewellte Haare fĂŒr eine wĂ€rmende Luftschicht und gute Isolierung, wĂ€hrend Wildschweine als "UnterwĂ€sche" eine schĂŒtzende Wollschicht unter den Borsten tragen. Zur Überlebensstrategie gehört auch, dass sich Wildtiere im Winter möglichst wenig bewegen. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch und die Tiere kommen mit weniger Nahrung aus. Bei den Rehen sind zudem sind Herzschlag und Körpertemperatur abgesenkt. Andere Tiere des Waldes wie Igel, Dachs oder FledermĂ€use verschlafen den Winter einfach. Wenn es wieder wĂ€rmer wird, weckt sie die innere Uhr.

In der Winterzeit reagieren deshalb Wildtiere besonders empfindlich auf Störungen. Forstleute und NaturschĂŒtzer raten deshalb bei SpaziergĂ€ngen im Winter auf den Wegen zu bleiben und auch in der Nacht den Wildtieren Ruhe zu gönnen.

Das FĂŒttern von Brotresten oder KĂŒchenabfĂ€llen im Wald oder am Waldrand sei fĂŒr die Tiere eher schĂ€dlich und könne Krankheiten auslösen. Zudem wĂŒrden Allesfresser wie Wildschwein, Dachs, Fuchs oder neuerdings auch WaschbĂ€r in die NĂ€he der besiedelten Bereiche gelockt. Sie verlieren die Scheu vor den Menschen und gewöhnen sich an den reich gedeckten Nahrungstisch. Hausgemachte Probleme entstehen dann, wenn MĂŒlltonnen oder Komposthaufen durchwĂŒhlt und HausgĂ€rten umgegraben werden.

Auch das FĂŒttern von Vögeln im Wald sei fĂŒr die gefiederten Freunde in normalen Wintern nicht ĂŒberlebensnotwendig. Im Hausgarten könne eine ordnungsgemĂ€ĂŸe VogelfĂŒtterung dagegen helfen, um heimische Vogelarten gut beobachten zu können.
 
 

Riesenflohmarkt in der Messehalle in Freiburg
Foto: SĂŒMa Maier Messen MĂ€rkte und Events GmbH
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle in Freiburg
Hier ist fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige dabei!

Freiburg. Am Freitag und Samstag, 2. und 3. Januar 2015, findet in der Freiburger Messehalle der beliebte Riesenflohmarkt statt. Rund 200 Aussteller bieten von AntiquitĂ€ten, MöbelstĂŒcke, Schmuck, Uhren bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchte RaritĂ€ten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Trödlern, Feilschern und SchnĂ€ppchenjĂ€gern wird ein kurzweiliger Besuch in der Messehalle geboten. Hier können sie ihrer Leidenschaft frönen und beim Streifzug durch die Halle mit ein wenig GlĂŒck den einen oder anderen Schatz ergattern. Denn hier findet sich fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft ĂŒber jedes der unzĂ€hligen PrachtstĂŒcke.
Die Öffnungszeiten sind Freitag von 14 bis 20 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr. FĂŒr die Besucher stehen ausreichend kostenlose ParkplĂ€tze am MessegelĂ€nde zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Bewirtung ist gesorgt.

Weitere Informationen und andere Flohmarkt-Termine erhalten Interessierte bei dem Veranstalter SĂŒMa Maier GmbH unter Telefon 07623-741920 oder im Internet unter www.suema-maier.de
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Strom erzeugende Heizungen en masse
Gute Alternative fĂŒr Atomkraft - eine Aufgabe auch fĂŒr EnBW

Gegen Schadenersatz an EnBW dafĂŒr, das Land, die Menschen und Natur nicht mehr mit Atomkraft bedrohen zu dĂŒrfen.

Das Vorgehen der Energie Baden-WĂŒrttemberg EnBW, Schadensersatz dafĂŒr zu wollen, das Land und Deutschland, die Menschen und die Natur nicht mehr mit den in 2011 stillgelegten Atomkraftwerken Neckarwestheim 1 und Philippsburg/Rhein 1 bedrohen zu dĂŒrfen, sei ein öffentliches Ärgernis, so der Vorsitzende des regionalen Freiburger Umweltschutzvereins ECOtrinova e.V., Dr. Georg Löser.

Es war schon Mitte 2011 klar, dass das neue Atomgesetz von der schwarz-roten Bundesregierung rechtlich so schlecht gemacht worden war, dass die Atomkraftbetreiber sich geradezu eingeladen fĂŒhlen mussten, auf Schadenersatz fĂŒr die ersten 9 nach der Atomkraft-Katastrophe von Fukushima/Japan sofort stillgelegten Atomkraftwerke zu klagen. Jedenfalls hatten die atomrechtlich sehr bewanderten Internationalen Ärzte zur VerhĂŒtung des Atomkriegs IPPNW Deutschland das damals sofort kritisiert und veröffentlicht. Leider wollte auch die Bundestagsmehrheit das nicht berĂŒcksichtigen. Man hĂ€tte bei sauberer Gesetzgebung samt deren BegrĂŒndung alle Atomkraftwerke unverzĂŒglich stilllegen mĂŒssen.

Der EnbW und ihren kommunalen und LandeseigentĂŒmern stĂŒnde viel besser an, ab 1.1.2015 in ihrem Netzbereich schnellstmöglich alle Heizkessel in Baden-WĂŒrttemberg durch hocheffiziente Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW und BHKW) im Rahmen vorgezogener Heizungssanierungen zu ersetzen bzw. zu ergĂ€nzen. In Zusammenarbeit mit GebĂ€udeeigentĂŒmern und Mieter-Gemeinschaften als Eigenstromerzeuger wird dann gegenĂŒber Ă€lteren Heizungen Strom meist ohne Extra-Brennstoffeinsatz erzeugt, so Löser, wie etliche Vorbilder es bereits zeigen. Mit einer solchen Strategie kann EnBW das AtomkraftgeschĂ€ft auch mit Neckarwestheim 2 und Philippsburg 2 umgehend beenden und die Stromversorgung umweltfreundlich, ohne Atomkraftrisiko und ohne noch mehr AtommĂŒll zusammen mit den anderen privaten und öffentlichen Stromerzeugern im Lande sicherstellen.
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Deutsche Bundesstiftung Umwelt sagt Förderung von 100.000 Euro zu:
FWTM-Pilotprojekt vernetzt UmweltpreistrÀger aus aller Welt

Globale, ganzjĂ€hrige Vernetzung der UmweltpreistrĂ€ger heißt das Pilotvorhaben, das die Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU, eine der grĂ¶ĂŸten Stiftungen Europas, ab sofort fĂŒr drei Jahre mit insgesamt 100.000 Euro fördert. Die Vernetzung der TrĂ€ger der weltweit renommiertesten Umweltpreise soll insbe-sondere mittels einer webbasierten Kooperationsbörse umge-setzt werden. Seit 2012 veranstaltet die EuropĂ€ische Umweltstif-tung in Freiburg jĂ€hrlich den weltweit einzigartige Konvent inter-nationaler UmweltpreistrĂ€ger statt, der den UmweltpreistrĂ€gern, allesamt Pioniere im Umwelt- und Klimaschutz, eine einmalige Plattform fĂŒr persönliches Kennenlernen, interdisziplinĂ€ren Aus-tausch und globale Vernetzung bietet. Die FWTM ist seit Beginn als Hauptsponsor und –partner. Das Konzept des Konvents wird nun dank der Förderzusage konsequent weiterentwickelt:

Neben der Vernetzung der PreistrĂ€ger untereinander wird die Börse auch der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich ĂŒber die beispielgebenden Projekte der UmweltpreistrĂ€ger zu informie-ren, inklusive direkter Kontaktmöglichkeit. FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒh-rer Bernd Dallmann: „Die Tatkraft der PreistrĂ€ger, die unter oft widrigen UmstĂ€nden operieren, sollen Ansporn fĂŒr jeden von uns sein, sich selbst stĂ€rker zu engagieren. Wir freuen uns deshalb, aus der Green City Freiburg heraus, ein derartiges Projekt reali-sieren zu können und die zahlreichen engagierten Akteure unse-rer Stadt und Region in den internationalen Dialog mit den Um-weltpreistrĂ€gern zu bringen.“

HĂ€ufig realisieren die UmweltpreistrĂ€ger in Schwellen- und Ent-wicklungslĂ€ndern isoliert als „EinzelkĂ€mpfer“, mit beschrĂ€nktem Zugang zu moderner Kommunikation und technischem Equipment dank ihrem unermĂŒdlichen Einsatz herausragende Schutzprojekte. Die Vielfalt der BetĂ€tigungsfelder, sei es Nas-hornschutz in Kenia, Aufforstung in Nepal, Umweltbildung fĂŒr Slumbewohner in Indien oder die Herstellung von Solaröfen in Eritrea, bietet eine breite IdentifikationsflĂ€che. Die Kooperations-börse der FWTM, die in enger Zusammenarbeit mit der EuropĂ€-ischen Umweltstiftung umgesetzt wird, ermöglicht den direkten und unbĂŒrokratischen Zugang zu diesen Pionieren.

Ziel ist die Information und Ermutigung der Öffentlichkeit zur Ver-besserung bestehender und Implementierung neuer Umwelt-schutzprojekte weltweit. Insbesondere soll durch die Einbindung von Schulklassen die junge Generation an das Thema Umwelt-schutz heranfĂŒhren und so der Umweltschutzgedanken genera-tionenĂŒbergreifend weitergetragen werden und so aufgrund der Vorbildfunktion der PreistrĂ€ger ein fruchtbarer NĂ€hrboden fĂŒr neue Umweltpioniere und zukĂŒnftige Vordenker entstehen.
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Zoo Leipzig: Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen
Gorillaweibchen Viringika mit Tochter Zola 2010 © Zoo Leipzig
 
Zoo Leipzig: Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen
Das 19-jĂ€hrige Gorillaweibchen Viringika (seit 2001 in Leipzig) wurde gestern (18.12.) an den Zoo in Port Lympne abgegeben. Das Weibchen ist am Abend wohlbehalten im neuen Domizil angekommen. Aufgrund von Differenzen in der Gruppe hat sich der Zoo Leipzig in Absprache mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm entschlossen, das dominante Weibchen an einen anderen Zoo abzugeben, um insbesondere der jungen Mutter Kumili (geb. 2004 in Chessington World of Adventure, seit 2012 in Leipzig), die im MĂ€rz dieses Jahres ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht hat, die erforderliche Ruhe zu geben. Immer wieder haben Viringika und ihre Tochter Kibara (geb. 2004 in Leipzig) das Weibchen unter Druck gesetzt. Dem SilberrĂŒckenmann Abeeku (geb. 1999 in Rotterdam, seit 2012 in Leipzig) war es leider bisher nicht gelungen, Kumili den erforderlichen Schutz zu geben. „FĂŒr uns steht eine ausgewogene Gruppenstruktur im Vordergrund, in dem die Jungtiere in Sicherheit aufwachsen können, das war zum Schluss nicht mehr gegeben. Die zehn Monate alte Diara wurde zunehmend der Mittelpunkt von Streitigkeiten“ fasst Seniorkurator Gerd Nötzold die BeweggrĂŒnde der Abgabe zusammen.

Im Zoo Port Lympne wird Viringika auf eine bestehende und gefestigte Gorillagruppe treffen und sich hoffentlich gut integrieren. „Es wĂ€re fĂŒr den bestehenden vierköpfigen Leipziger Familienverbund wĂŒnschenswert, wenn wir in naher Zukunft noch ein passendes Weibchen bekommen könnten. Wir arbeiten deshalb eng mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm zusammen“, blickt Nötzold in die Zukunft.

Die Flachlandgorillas, die die grĂ¶ĂŸten Vertreter der Menschenaffen sind, werden ebenso wie die Berggorillas durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. SchĂ€tzungen gehen nur noch von ca. 100.000 Flachlandgorillas in Zentralafrika aus. Die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die Tiere geht nach wie vor von der Wilderei, von Krankheiten und von Lebensraumzerstörungen aus. In den letzten 20 bis 25 Jahren hat sich die Gesamtpopulation um 60 % verringert, gebietsweise kam es sogar zur kompletten Ausrottung. Das Internationale Zuchtbuch und das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) werden in Frankfurt bzw. Apeldoorn gefĂŒhrt.
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